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unesco.gif (2965 Byte) Sendungen über das Weltkulturerbe
Weitere Informationen über die Stätten des Weltkulturerbes finden Sie unter der Adresse www.weltkulturerbe-online.de .
Samstag, 28.08.2010
00:00 - 00:45, Phoenix
Abenteuer Ägypten - Mit Dietmar Ossenberg unterwegs

Seit Jahrtausenden fasziniert Ägypten die Menschheit. Dichter, Denker, Abenteurer, Feldherren und Gelehrte erlagen seinem Zauber. Dietmar Ossenberg hat sich auf die Suche nach dem Mythos des Landes gemacht. 'Abenteuer Ägypten' ist keine Reisereportage im herkömmlichen Sinn: Die zweiteilige Reportage ist das Resultat aus jahrelangen persönlichen Erlebnissen des ehemaligen Kairo-Korrespondenten. Es ist das Porträt eines Landes jenseits der ausgetretenen Touristenpfade. Stationen des ersten Teils der Reisereportage sind die Tempel von Abu Simbel, Luxor, das Grabräuberdorf Kurna und die aus dem Wüstenboden gestampfte Siedlung El Gouna.

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00:45 - 01:30, Phoenix
Abenteuer Ägypten - Mit Dietmar Ossenberg unterwegs

Seit Jahrtausenden fasziniert Ägypten die Menschheit. Dichter, Denker, Abenteurer, Feldherren und Gelehrte erlagen seinem Zauber. Dietmar Ossenberg hat sich auf die Suche nach dem Mythos des Landes gemacht. 'Abenteuer Ägypten' ist keine Reisereportage im herkömmlichen Sinn: Die zweiteilige Reportage ist das Resultat aus jahrelangen persönlichen Erlebnissen des ehemaligen Kairo-Korrespondenten. Es ist das Porträt eines Landes jenseits der ausgetretenen Touristenpfade. Den zweiten Teil seiner Reisereportage 'Abenteuer Ägypten' beginnt Dietmar Ossenberg mit einem Besuch im Reich der Toten: Gemeinsam mit Archäologen steigt er hinab in die 'Unterwelt' Bahariyyas inmitten der Weißen Wüste im Westen Ägyptens. Eine der nächsten Stationen ist Ägyptens Metropole Kairo. Einst nannte man die Stadt 'Al Qahira' - die Siegreiche. Heute ist aus der bescheidenen Siedlung der Fatimidenherrscher die größte Stadt des Kontinents geworden. 17 Millionen Menschen drängen sich dort - nur Mexiko-Stadt ist größer. Endpunkt der Reisereportage ist die Hafenstadt Alexandria.

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01:30 - 02:15, Phoenix
Pyramiden am Nil

Gegenüber der Millionenstadt Kairo erheben sich die berühmtesten Pyramiden der Welt , darunter die herausragenden Cheops-, Chefren-, und Mykerionos Pyramiden, die Grabstätten der gleichnamigen Pharaonen. Als Ägypten um 2.900 vor Christus zu einem Großreich vereinigt wurde, wählten die Pharaonen das im südlichen Nildelta gelegene Memphis als Hauptstadt. Die Epoche der Pyramidenbauten, die im Alten Reich einsetzte, fand ihren Höhepunkt schließlich in den großen Pyramiden von Giseh, der Stadt der Toten, heute ein Vorort Kairos. Beim Anblick dieser faszinierenden Monumente stellt sich der Besucher immer wieder die gleiche Frage: Wie war es möglich, die riesigen Steinquader mit den Hilfsmitteln der damaligen Zeit auf solche Höhen zu bewegen? Eine 70 Meter hohe Kobra, eine Uräusschlange, die Urform des ägyptischen Reichsgottes Amun, glaubte Pharao Thutmosis III im Wüstensand zu sehen, als er 1500 vor Christus in das Königreich der Nubier, den heutigen Sudan, einfiel. Noch heute wird der Gebel Barkal, der heilige Berg, von dieser Felsnadel dominiert. Beinahe zwei Jahrtausende beeinflusste der Mythos um diesen Berg die Geschichte am Nil. Als die schwarzen Pharaonen um 750 vor Christus in Memphis einzogen und für mehrere Dynastien Ägypten beherrschten, nahmen sie ihre Legitimation vom Gebel Barkal. Zahlreiche Bauten spiegeln die Verehrung für diesen Ort wider. Vieles hat der Wüstenwind längst im Sand begraben. Während der Dreharbeiten wurde ein zehn Meter langes Relief im Amuntempel ausgegraben. Zum Vorschein kam eine kleine Sensation: ägyptische Herrscher kriechen vor einem schwarzen Pharao.

05:45 - 06:00, SWR
Manchester und Leeds - Englands gut betuchte Städte

Manchester, 'Britain's Second City', war einmal Englands führender Industriestandort - Cottonopolis, die Baumwollstadt. Heute findet sich in der pulsierenden Stadt im Norden keine Spur mehr von nachindustrieller Depression, nur gut gepflegte Erinnerungen an eine große Vergangenheit, an Reichtum und Macht. Im Südwesten der Stadt liegt Castlefield. Ein Verkehrsknotenpunkt und ehemaliger Güterhafen - und ein Beispiel für die erfolgreiche private Sanierung alter Bausubstanz. Cafés und Kneipen haben sich dort angesiedelt und beleben das industrieromantische Viertel mit seinen Kanälen, Brücken und Backsteinbauten. Manchesters Zukunft sehen die Stadtväter aber auch in repräsentativen Neubauten, architektonischen Ausrufezeichen wie etwa Michael Wilfords Kunst- und Veranstaltungszentrum The Lowry oder Daniel Libeskinds Kriegsmuseum. Nicht weit entfernt, einen Steinwurf hinter den Bergen, liegt Leeds. Leeds und Manchester waren schon immer Rivalinnen. Dort die Baumwollindustrie, hier die Wollverarbeitung. Beide Städte waren 'gut betucht'. Ganze Straßenzüge sind heute in Leeds in Einkaufs- und Flaniermeilen verwandelt worden. Einige der viktorianischen Straßenzüge sind sogar überdacht worden, denn Lifestyle-Shopping verträgt sich nicht mit den Unwägbarkeiten englischen Wetters. Der Film von Peter M. Kruchten stellt die Geschichte und das heutige Leben in Manchester und Leeds vor.

06:00 - 06:30, SWR
Die zweiten Städte

Fast in jedem Land gibt es sie, die Städte im Schatten der Metropolen oft verborgene Schönheiten, deren Reiz sich erst beim zweiten Blick erschließt. In Frankreich etwa ist fast alles auf Paris konzentriert. Die Sendung aber besucht Lyon, das zu Unrecht als Durchgangsstation in den Süden gilt. 'Kinder schließt die Augen, gleich nach dem Tunnel kommt... Lyon!' soll der französische Schriftsteller Daudet ausgerufen haben, wenn der Zug Paris-Provence durch die südfranzösische Metropole fuhr. Trist und verkommen muss sich die Stadt damals präsentiert haben. Heute führen Tunnel die Reisenden nach Süden gleich an der Stadt vorbei, aber der Ruf hat sich nicht wesentlich gebessert. So bleibt die unbekannte Schöne zwischen den Flüssen Rhone und Saone sich treu: arbeitsam und verschlossen, reich und unprätentiös. Lyon - das ist begehbare Geschichte. Vom Renaissance-Viertel über eine Brücke zu den Prachtbauten des 17. und 18. Jahrhunderts, dann den Berg hinauf in die riesigen Weber-Häuser des 19. Jahrhunderts. Durch die 'traboules' und am seidenen Faden entlang. Österreich ist Wien und Wien ist Österreich. Falsch, denn da gibt es auch noch Graz, Europas Kulturhauptstadt 2003. 'Graz macht den Eindruck, als ob man zum Frieden käme aus dem Krieg', so Franz Grillparzer. Der österreichische Dramatiker hatte recht. Zumindest wenn man am Schlossberg, beim Grazer Wahrzeichen, dem Uhrturm, steht und auf die Stadt hinunter schaut. Hier, in der Hauptstadt der Steiermark, scheinen die Uhren wirklich ein klein wenig langsamer zu gehen als anderswo. Auf dem Schlossberg liegen auch die Wurzeln der Stadt, die 1128 erstmals erwähnt wurde. Gradec hieß sie da, zu deutsch 'kleine Burg'. Im 15. Jahrhundert war Graz die Hauptstadt Innerösterreichs. Der spätere Kaiser Friedrich III. hatte ein Herz für die Stadt und setzte erste bauliche Akzente. So ließ er eine Stadtburg errichten und die Pfarrkirche Sankt Ägydius, den heutigen Dom. Graz gilt als die italienischste Stadt Österreichs. Das liegt vor allem an den vielen Architekten die im 16. Jahrhundert aus der Lombardei in die Stadt kamen. Die vielen Renaissancebauten waren auch ein Grund für die Unesco, die Altstadt von Graz, 1999 zum Weltkulturerbe zu ernennen.

15:15 - 15:25, 3SAT
Ägypten

Ägypten, das ist vor allem das Land der Pyramiden, der uralten Königsgräber, der weltberühmten Tempelanlagen. Ägypten ist aber auch ein beliebtes Ziel für Bade- und Tauchurlaub am Roten Meer. Sharm el-Sheikh und vor allem Hurghada und Marsa Alam sind boomende Badeorte. Entlang des Nils, von Kairo bis Abu Simbel, taucht der Reisende in eine Welt der mythischen Vergangenheit ein. Ein Besuch in Luxor gehört zu den Höhepunkten eines Ägyptenaufenthalts. Nirgendwo sonst im Land stehen so viele imposante Zeugnisse des alten Pharaonenreichs. Rund 300 Kilometer weiter nilaufwärts liegt Assuan. Bekannt wurde die Stadt durch den Bau der zwei Nilstaudämme oberhalb des ersten Nilkatarakts. An keiner Stelle in Ägypten ist der Fluss schöner als dort. Entlang des Wassers erstrecken sich Felder, Palmenhaine und Obstplantagen. Gleich dahinter beginnt die Wüste. Der Film von Peter Ring begibt sich auf eine Reise durch Ägypten, von Luxor bis Abu Simbel.

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Sonntag, 29.08.2010
01:45 - 02:20, Phoenix
Peru - Von Goldgräbern und Wunderheilern

Morgens um fünf macht sich Luis auf den Weg. Er löst einen Kollegen ab, der seit einer Woche im kleinen Goldgräber-Camp am Fuß der Anden übernachtet. Die Arbeit unter Tage ist nur mit viel Koka, Schnaps und Zigaretten zu ertragen, die Ausbeute an Gold eine geringe Entschädigung für die Strapazen. Auf dem Weg zur Mine fährt das 3sat-Team auch an den bis heute rätselhaften Linien von Nasca vorbei.

06:45 - 07:00, NDR
Haeinsa, Südkorea - Tempel der schwarzen Kunst

Der Haeinsa-Tempel auf dem nur schwer zugänglichen Kaya-Berg in Südkorea wurde im Jahre 802 errichtet. Es handelt sich um eine Anlage mit mehreren Gebäuden, an einem Hang gebaut und mit einem aufstrebendem Mittelweg. Die farbenfrohen Verzierungen sind ausschließlich auf die Wahrung der Harmonie ausgerichtet. Zu oberst stehen die vier Bauten des Changgyoing P'ango. Hier wird eine Fassung des Tripitaka aufbewahrt, jener Sammlung des Theravada-Buddhismus, die 1496 Bände umfasst. Es handelt sich um einen Schatz ohnegleichen. 80 000 Druckplatten aus Holz, perfekt erhalten, sind hier zu finden. Seit dem 13. Jahrhundert wird hier das Tripitaka Koreana hergestellt, 200 Jahre bevor Gutenberg den modernen Buchdruck erfand. Auch heute noch dienen dieselben Druckplatten als Vorlagen.

08:45 - 09:00, SWR
Das Wouda-Schöpfwerk - Wasser, Stahl und Dampf, Niederlande

Im Norden der Niederlande, bei Lemmer, steht das größte dampfgetriebene Schöpfwerk der Welt. Es ist benannt nach seinem Konstrukteur Dirk Frederik Wouda, Ingenieur beim Wasserwirtschaftsamt der Provinz Frieslands. Seit dem 19. Jahrhundert ermöglichen Pumpwerke in Friesland Siedlung und Landwirtschaft. Immer wieder waren die Friesen Opfer von verheerenden Sturmfluten und Überschwemmungen. Um das Land zu entwässern, entstanden Pumpwerke mit großen Kapazitäten. Das Dampfschöpfwerk bei Lemmer wurde im Oktober 1920 durch die niederländische Königin eingeweiht. Es ist kein totes Industriedenkmal, sondern ein lebendiges Zeugnis des Dampfmaschinenzeitalters. Fünf- bis sechsmal im Jahr versehen die Maschinen noch ihren Dienst und transportieren sechs Prozent des friesländischen Wasserüberschusses ins Ijsselmeer. In der Minute sind das 4.000 Kubikmeter - der Rauminhalt eines mittleren Kirchenschiffs! Die große Maschinenhalle mit dem Pumpengehäusen und den Dampfmaschinen sieht aus wie am ersten Tag. Die Technik stammt aus einer Zeit, als der Glaube an den technischen Fortschritt noch ungebrochen war. Dampfmaschinen sind Ikonen des industriellen Zeitalters. Sie vereinen Schönheit mit Kraft - eine Kombination, welche die Menschen seit jeher fasziniert. 1998 wurde das Wouda-Schöpfwerk als herausragendes industriegeschichtliches Denkmal in die Liste des Weltkulturerbes übernommen.

16:30 - 17:15, SWR
Naturwunder Galapagos

Piratenversteck, Strafkolonie und seit 1959 schließlich Nationalpark -ca. 1000 km vom Festland entfernt, wurde der Galapagos-Archipel im Pazifik sehr unterschiedlich genutzt. Besondere Bedeutung kommt ihm allerdings als Naturparadies zu: Wegen der abgeschiedenen Lage entwickelte sich die Tierwelt relativ unbeeinflusst - so leben hier riesige Schildkröten, seltsame Drachentiere und vampirartige Vögel. In einer zweiteiligen Doku wird die Einzigartigkeit der Fauna erklärt, die Darwin 1840 zur Entwickung seiner Evolutionstheorie inspirierte. 2. Teil: 11.6.

Die Galápagos-Inseln wurden 1535 zufällig vom Bischof von Panama entdeckt, als er mit seinem Schiff vom Kurs abkam und auf einer der Inseln strandete.

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19:40 - 20:00, 3SAT
Bryggen, Norwegen - Nördlichster Brückenkopf der Hanse

Die norwegische Hafenstadt Bergen war im 14. und 15. Jahrhundert einer der wichtigsten ausländischen Stützpunkte der Hanse. Der norddeutsche Städte- und Handelsbund hatte dort im Jahr 1360 ein Kontor, eine Handelsniederlassung, gegründet. Bergen war der Umschlaghafen für Waren aus aller Herren Länder. Die deutschen Handelsleute hatten ihr eigenes Wohn- und Arbeitsviertel: die deutsche Brücke, heute 'Bryggen' genannt. Der Film aus der Reihe 'Schätze der Welt - Erbe der Menschheit' gibt Einblicke in eine raue Männergesellschaft, die damals in den engen Höfen des Viertels nach den strengen Gesetzen des Kontors im Zölibat leben musste. Außerdem erzählt er von der harten Arbeit mit übel riechenden Waren und berichtet von Handelsburschen, die auf Bryggen ihren Weg zur erfolgreichen Kaufmannskarriere begannen.

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Montag, 30.08.2010
14:15 - 15:00, NDR
Bilderbuch

Der Schweizer Ballonpilot Hansjörg Keller hat zu einer luftigen Fahrt über den Bodensee eingeladen. Treffpunkt ist das mittelalterliche Grenzstädtchen Stein am Rhein. Von dort erhebt sich der Ballon in 2.000 Meter Höhe und gibt den Blick frei auf ein unglaubliches Panorama: Der Bodensee mit der Insel Reichenau, am Horizont die Schweizer Alpenkette, dann das südliche Schweizer Bodenseeufer, verträumte Bodenseedörfer, das Napoleonschloss Arenenberg und die berühmte, zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Stiftsbibliothek der ehemaligen Benediktinerabtei St. Gallen. 'Bilderbuch: Am Schweizer Bodensee' erkundet den Schweizer Bodensee aus der Luft.

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Dienstag, 31.08.2010
11:50 - 12:30, 3SAT
Hallstatt - Ein Leben zwischen Fels und See

Die Region Hallstatt-Dachstein im österreichischen Salzkammergut ist eine der ältesten Kulturlandschaften der Welt. Eis, Karst und unterirdische Wasserwelten erzählen noch heute von der Frühzeit der Erde. Seit 1997 ist die Region Hallstatt-Dachstein/Salzkammergut UNESCO-Weltkultur- und Naturerbe. Der Film 'Hallstatt - Ein Leben zwischen Fels und See' stellt die Landschaft sowie die Geschichte des Salzbergbaus in der österreichischen Region vor.

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21:45 - 22:00, 3SAT
Visby, Schweden

150 Jahre lang, bis zum Anfang des 14. Jahrhunderts, war Visby die modernste und größte Stadt des Ostseeraums. Mit seinen alten Handelsverbindungen nach Nowgorod und bis in den islamischen Raum war Gotland für die Hanse der Schlüssel zum Osthandel. Deutsche, russische und gotländische Kaufleute bestimmten das Leben auf der schwedischen Insel, bauten steinerne Lagerhäuser und zwei Dutzend Kirchen. Ab 1270 entstand die gewaltige Stadtmauer. Dann kam der Abstieg: Der Handel lief über andere Routen, Visby verarmte. Im 19. Jahrhundert brachten Ruinenromantik und Denkmalschutz eine späte Blüte. Heute hat Visby eine der wenigen komplett erhaltenen Ringmauern Europas und ein mittelalterliches Stadtbild mit berühmten Kirchenruinen. Der Film aus der Reihe 'Schätze der Welt - Erbe der Menschheit' erzählt die Geschichte der Stadt Visby.

Mittwoch, 01.09.2010
21:05 - 21:30, 3SAT
Die schwimmenden Dörfer der Halong-Bucht

Die 1.500 Quadratkilometer große Halong-Bucht im Chinesischen Meer gehört zu den atemberaubendsten Landschaften der Erde - ein enges Labyrinth aus Wasserwegen, kleinen Inseln, bizarren Kalksteinfelsen und geschützten Grotten. 1994 hat die UNESCO die vietnamesische Bucht zum Weltnaturerbe erklärt. Das Siedeln auf den Inseln ist seitdem verboten. So leben mehr als 300 Fischerfamilien in der Bucht auf hölzernen Hausbooten. Fischfang und Perlenzucht sichern ein geringes Einkommen, ebenso die Tagestouristen, welche die faszinierende Landschaft besuchen. Der Film stellt die schwimmenden Dörfer der Halong-Bucht vor.

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Donnerstag, 02.09.2010
15:00 - 16:00, WDR
Planet Wissen

Die schwäbische Alb ist ein uriges Land - im wortwörtlichen Sinn: in der uralten Kulturlandschaft im Süden Deutschlands liegen bedeutende Urzeitfunde aus den Anfängen der Menschheit und den Zeiten, als noch die Saurier auf unserer Erde lebten. Die Venus der Schwäbischen Alb ist das älteste Kunstwerk aus Menschenhand. Gefunden wurde sie in einer der zahlreichen Höhlen, die die schwäbische Alb durchlöchern wie einen Schweizer Käse. Dazu kommen Quellen und Krater, Felsen, Flüsse und Wacholderheiden mit einem Pflanzenreichtum, der seinesgleichen sucht. Weite Ebenen mit einsamen Landschaften, die in Deutschland so kaum noch zu finden sind, treffen auf prachtvolle Schlösser, die Geschichte erzählen. Schon immer herrschte hier Tüftlergeist und nicht selten waren sie in der großen weiten Welt bekannt: ob Märklin, Steiff oder Triumph. Und: Teile der Schwäbischen Alb wurden durch die UNESCO den weltweit bedeutendsten Kulturlandschaften zugerechnet und ist heute das einzige Biosphärengebiet Baden-Württembergs. Planet Wissen lüftet die vielen Geheimnisse der Schwäbischen Alb mit den Gästen Gudrun Mangold, Journalistin und Autorin zahlreicher Bücher und Filme über die Alb. Sie nimmt uns mit auf Entdeckungstour durch eine einstmals arme Region, deren Überlebenswille markante Spuren hinterlassen hat. Die Archäotechnikerin Maria Malina hat die Venus von der Alb mit entdeckt und sie erzählt von ihrer spannenden Arbeit, bei der sie immer wieder weltweit einzigartige Kunstwerke in den Tiefen der Höhlen ausgräbt.

Freitag, 03.09.2010
11:00 - 11:15, RBB
Das Rote Fort von Agra - Die Pracht der Moguln, Indien

Weil sich der Mogul-Herrscher Akbar in Deli nicht mehr sicher fühlte, ließ er sich im 16. Jahrhundert in Agra eine neue Festung bauen. Hier trafen sich Philosophen, es wurde Gericht gehalten, und man feierte Feste. Die Nachfolger Akbars bauten weiter. Akbars Enkel Sha Jahan, der bauwütigste aller Moguln, ist weitgehend für die äußere Erscheinung des Forts verantwortlich. Er verwandelte es in einen prächtigen Palast mit der Marmormoschee Jahans Moti Masjid. Als Sha Jahan Jahre später von seinem Sohn Aurangzeb gestürzt worden war, kehrte er endgültig nach Agra zurück. Hier verbrachte er unter Hausarrest seine letzten Lebensjahre. Vom Jasminturm aus konnte er auf das Grabmal seiner Lieblingsfrau blicken, den Taj Mahal. Den Thronsaal mit seinen Intarsienarbeiten in der Halle der öffentlichen Audienzen aber durfte er nicht mehr betreten.

Samstag, 04.09.2010
06:00 - 06:30, SWR
Ehemalige Handelsstraßen

Legendär reich war einst die Oasenstadt Buchara, ein wichtiger Knotenpunkt an der Seidenstraße und Zentrum des Islams in Zentralasien. Noch heute schimmern die Kuppeln blau und glänzen die Fassaden der Medresen und Moscheen. Blau sei die erste Farbe der Stadt, sagt Tohir, Keramikermeister in Buchara. Vom Schneiden des Tons bis zur fertigen Fayence zeigt der Film seine Arbeit. Mit ihm erleben die Zuschauer eine mittelalterliche Stadt, die kein Museum ist. Die Altstadt Bucharas ist intakt, und das Leben nimmt in den Gassen zwischen den Lehmhäusern seinen gemächlichen Gang. Trotz einer langen sowjetischen Herrschaft ist sie eine orientalische Stadt geblieben, die vom Islam geprägt ist. Das aromatische Harz des boswellia sacra Baumes zählte zu den begehrtesten Handelsgütern der antiken Welt. In Ägypten wurde Weihrauch ebenso verbrannt wie an den Höfen indischer Maharadschas. In Rom wurde er in Gold aufgewogen. Über Tausende von Kilometern wurde er gehandelt; es entstand die 'Weihrauchstraße'.Wie der wohl bekannteste aller Wohlgerüche des Orients gewonnen wurde und vor allem woher genau er stammte, blieb den Abnehmern verborgen. Die Karawanenführer bewahrten ihr Schweigen, die Produzenten wurden reich. In der Region Dhofar im Süden des Sultanats Oman wird bis heute Weihrauch gewonnen. In den Trockentälern ritzen Beduinen die knorrigen Bäume, um nach einigen Tagen das Harz zu ernten; verkauft wird es im Weihrauch-Souk von Salalah.

19:15 - 19:30, arte
Mit offenen Karten

Wie schützt man das Natur- und das Kulturerbe der Menschheit? Die in den 60er Jahren von den USA und der UNESCO entworfene und von den Staaten der Völkergemeinschaft unterzeichnete Konvention stellt eine Liste des Welterbes auf: Welche Kultur- und Naturdenkmäler gehören dazu, wie lauten die Kriterien für Aufnahme, Ausschluss und Warnmeldungen?

Sonntag, 05.09.2010
06:45 - 07:00, NDR
Die Felsentempel von Mahabalipuram, Indien

In Mahabalipuram, einer Kleinstadt an der Koromandelküste im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu, vermittelt das größte Relief der Welt in seiner großartigen Bildsprache die hinduistische Vorstellung vom Paradies auf Erden. Hier sind Menschen und Tiere, Götter und Heilige in Liebe und Achtung voreinander an den heiligen Wassern des Ganges vereint. Es war ein kühner Plan, den die Könige aus der Pallava-Dynastie vor anderthalbtausend Jahren in Südindien hatten: die bizarre Felslandschaft rund um Mahabalipuram, 50 Kilometer südlich von Madras, sollte in eine Tempelstadt verwandelt werden. Mehrere Steinmetzgenerationen haben rund 200 Jahre lang gearbeitet, um aus dem rohen Granit zierliche und dekorative Tempel zu formen. Heute ist die Tempelstadt Wallfahrtsort, zu dem Menschen aus aller Welt kommen. Die einzigartige Tempelstadt lebt und ist keineswegs ein Museum. Der Film zeigt die verschiedenen Gottheiten gewidmeten Tempel, die Rathas genannt werden, weil sie wie die prunkvollen Prozessionswagen bei den indischen Tempelfesten aussehen. Ebenso wie das riesige Relief strahlen sie tief empfundene Religiosität aus.

16:30 - 17:15, SWR
Naturwunder Galapagos

Mitte September 1835 betrat Charles Darwin erstmals die Galapagos-Inseln. Die Beobachtungen und Studien, die er dort durchführte, haben das Verständnis von der Entwicklung des Lebens auf der Erde völlig revolutioniert. Denn der Archipel ist gewissermaßen ein Schaukasten der Evolution. So hat sich beispielsweise die Form von Schildkrötenpanzern an das jeweilige Lebensumfeld der Tiere angepasst. Einige Blumenarten nahmen eine gelbe Färbung an, um die einzige zu ihrer Bestäubung fähige Bienenart anzuziehen. Und die Kormorane haben das Fliegen verlernt, da sie in Küstennähe genug Fische fanden.

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Montag, 06.09.2010
12:45 - 13:00, 3SAT
Visby, Schweden

150 Jahre lang, bis zum Anfang des 14. Jahrhunderts, war Visby die modernste und größte Stadt des Ostseeraums. Mit seinen alten Handelsverbindungen nach Nowgorod und bis in den islamischen Raum war Gotland für die Hanse der Schlüssel zum Osthandel. Deutsche, russische und gotländische Kaufleute bestimmten das Leben auf der schwedischen Insel, bauten steinerne Lagerhäuser und zwei Dutzend Kirchen. Ab 1270 entstand die gewaltige Stadtmauer. Dann kam der Abstieg: Der Handel lief über andere Routen, Visby verarmte. Im 19. Jahrhundert brachten Ruinenromantik und Denkmalschutz eine späte Blüte. Heute hat Visby eine der wenigen komplett erhaltenen Ringmauern Europas und ein mittelalterliches Stadtbild mit berühmten Kirchenruinen. Der Film aus der Reihe 'Schätze der Welt - Erbe der Menschheit' erzählt die Geschichte der Stadt Visby.

Dienstag, 07.09.2010
21:45 - 22:00, 3SAT
Kyoto, Japan - Form und Leere

Der Name Kyoto evoziert Bilder von einem Japan vor der Moderne. Rotgestrichene Shinto-Tore, Kimonos, Kirschblüte, alte Tempel, kahlgeschorene Mönche, Paläste der Kaiser, die dort 1.000 Jahre lang residierten, und Paläste der Shogune, die mit harter Hand regierten. Kyoto, denkt man, sei eine schöne alte Stadt. Kyoto ist aber eine moderne Großstadt, eine Millionenstadt, ein Häusermeer ohne Grenze zum benachbarten Osaka. Mitten in der Betonwüste jedoch, und an ihren Rändern, zu Füßen der die Stadt von drei Seiten umgebenden Berge, liegen hinter Mauern Inseln der Schönheit: buddhistische Klöster und ihre bis ins kleinste Detail gestalteten Gärten. Nichts ist dem Zufall überlassen, nichts einfach gewachsen - alles ist seit Jahrhunderten gestaltet. Dennoch: Ein Mönch mag sein Leben mit der Pflege eines Zen-Gartens verbringen, doch wird er immerzu bemüht sein, durch ihn hindurch zu schauen. Denn alle Erscheinungen sind leer. Der Film aus der Reihe 'Schätze der Welt - Erbe der Menschheit' führt nach Kyoto.

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Donnerstag, 09.09.2010
12:45 - 13:00, 3SAT
Mazedonien

Der Ohrid-See an der Grenze zwischen Mazedonien und Albanien ist einer der ältesten Seen der Welt. Viele einmalige Tierarten leben dort, unter anderem auch die Ohrid-Forelle. Nach dem Zusammenbruch Jugoslawiens und den Wendewirren in Albanien führte rücksichtlose Überfischung fast zu ihrer Ausrottung. Seit 2004 gilt im mazedonischen Teil deshalb ein totaler Fangstopp. Außerdem soll ein Aufzuchtprogramm die Zukunft der urzeitlichen Forellen sichern. Der Film 'Mazedonien: Kämpfer für den Ohrid-See' begleitet Polizeipatrouillen auf dem Ohrid-See auf der Suche nach illegalen Fischern und stellt den Initiator des Schutzprogramms vor.

Freitag, 10.09.2010
08:00 - 08:45, arte
Die schwimmenden Dörfer der Halong-Bucht

Wenn drei Stunden vom Festland entfernt, mitten in der Halong-Bucht abends die Lichter angehen, dröhnt ein ohrenbetäubendes Knattern über das Wasser - Strom gibt es hier nur über Dieselgeneratoren. Bei Einbruch der Dunkelheit schalten viele Menschen des schwimmenden Dorfes Vong Vieng den Fernseher an. Dann sehen sie Dinge, die aus einer für sie fremden Welt stammen: Städte mit Straßen und Autos oder Tiere wie Schweine und Kühe. Später werden die Generatoren wieder abgeschaltet, denn Diesel ist teuer - wie alles, das nicht aus dem Wasser kommt. Die Menschen hängen an diesem von Entbehrungen geprägten Leben: 'Wenn ich auf dem Festland wohnen würde, dann würde ich das Fischen sehr vermissen. Ich könnte ohne das nicht leben', sagt Khuyen Van Vu. Den Beruf des Fischers hat er von seinem Vater gelernt und auch sein 21-jähriger Sohn Luu lebt vom Fischfang. Gerade hat Luu für sich, seine Frau Mai und seinen kleinen Sohn ein eigenes Haus gekauft. Doch die Freude ist getrübt. Wenn die kleine Familie nicht schnell zu mehr Geld kommt, werden sie das neue Heim wieder verlieren. Mai will mit einem Bambusboot auf dem Wasser Waren verkaufen und so zusätzliches Geld verdienen. Das wird allerdings nicht leicht: Sie hat kein Startkapital und ein stabiles Boot und Waren gibt es nur auf dem für sie fremden und weit entfernten Festland.

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11:00 - 11:15, RBB
Fatehpur Sikri - Indien

Eine alte Legende berichtet von der Entstehung der 'Stadt des Sieges' in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts: Der kinderlose Großmogul Akbar betete in der Klause des berühmten Eremiten Salim Chisti um die Geburt eines Sohnes. Der Heilige prophezeite ihm drei Söhne. Als tatsächlich wenig später ein gesundes Kind geboren wurde, errichtete Akbar am Wohnsitz des Eremiten aus Dankbarkeit eine ganze Stadt - Fatehpur Sikri. In wenigen Jahren war die neue Residenz fertiggestellt. Als erstes Bauwerk entstand die große Moschee Jami Masjid, in deren Hof dem Heiligen ein Mausoleum errichtet wurde. Noch heute pilgern indische Frauen hierher, um für männliche Nachkommen zu beten. Ganz aus rotem Sandstein errichtet und mit allem Komfort ausgestattet, wurde Fatehpur Sikri nach kaum zehn Jahren wieder verlassen. Zurück blieb eine Geisterstadt. Heute kann man, ganz wie vor vierhundert Jahren, durch eine intakte, hochherrschaftliche Stadt wandeln: mehrstöckige Paläste, Gärten und ein Marktplatz, ein Wasserwerk, unzählige überdachte Gänge, Treppen und Terrassen. Sie sind Zeugnis der architektonischen Meisterleistung Akbars. Die untergegangene Metropole vereint zwei Gegensätze: die figurative Architektur der Hindus und die geometrische des Islam.

14:15 - 15:00, 3SAT
Bilderbuch

Der Schweizer Ballonpilot Hansjörg Keller hat zu einer luftigen Fahrt über den Bodensee eingeladen. Treffpunkt ist das mittelalterliche Grenzstädtchen Stein am Rhein. Von dort erhebt sich der Ballon in 2.000 Meter Höhe und gibt den Blick frei auf ein unglaubliches Panorama: Der Bodensee mit der Insel Reichenau, am Horizont die Schweizer Alpenkette, dann das südliche Schweizer Bodenseeufer, verträumte Bodenseedörfer, das Napoleonschloss Arenenberg und die berühmte, zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Stiftsbibliothek der ehemaligen Benediktinerabtei St. Gallen. 'Bilderbuch: Am Schweizer Bodensee' erkundet den Schweizer Bodensee aus der Luft.

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