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unesco.gif (2965 Byte) Sendungen über das Weltkulturerbe
Weitere Informationen über die Stätten des Weltkulturerbes finden Sie unter der Adresse www.weltkulturerbe-online.de .
Samstag, 13.03.2010
12:15 - 13:00, Phoenix
In den Bergen des Kaukasus

Für Europa bisher ein Randgebiet und weit entfernter Unruheherd, rückt das wild zerklüftete Gebirge zwischen Schwarzem und Kaspischem Meer immer mehr in den Mittelpunkt des Weltinteresses. Die wirtschaftliche Ausbeutung seiner Ressourcen wie die Erhaltung seines unbeschreiblichen Naturreichtums erfordern einen Balanceakt, der der Quadratur des Kreises gleichkommt. Auf einer Expedition vom Strandrummel der Millionenstadt Sotschi dieser mythen- und geschichtsträchtigen Landschaft nähert sich das Filmteam durch endlose Wälder bis hinauf ins Allerheiligste des als 'Weltnaturerbe' streng geschützten Reservats des Westkaukasus. 300 000 Hektar, eine Fläche von 50 x 60 Kilometern, ein Paradies für Pflanzen und Tiere, werden hier vor jeglicher Nutzung bewahrt - ein mittleres Wunder in dieser von Armut geprägten Bergregion. Am Rand dieses Refugiums hat das Filmteam die sprichwörtliche Gastfreundschaft erlebt. In Maikop, der Hauptstadt der russischen Republik Adygea, hat es Menschen getroffen, bei denen Handwerk und Kunst buchstäblich verschmelzen zu der wunderbaren Musik aus traditionellen Instrumenten wie auch zu einer jener damaszierten Waffen, einem Dolch, ohne den ein Kaukasier früher nicht auf die Straße ging.

rand.jpg (32977 Byte)

14:20 - 14:35, SWR
Die Weinterrassen des Lavaux, Schweiz

Das Weinbaugebiet Lavaux zwischen Lausanne und Vevey gilt als eine der schönsten Landschaften der Schweiz. Die mächtigen Felswände der Savoyer- und Waadtländer Alpen schützen vor kalten Winden und auch der über 300 Meter tiefe Lac Léman - der Genfer See - sorgt für ein mildes Klima. Gute Voraussetzungen für Weinbau in einer alpinen Region. Schon 100 n. Chr. pflanzten die Römer an den steilen Uferhängen Reben. Im Mittelalter begannen dann Zisterziensermönche stufenförmige, mit Mauerwerk befestigte Terrassen anzulegen und steigerten so Qualität und Ertrag der Weinstöcke. Man sagt, drei Sonnen verwöhnen die Reben des Lavaux. Die direkte Sonneneinstrahlung, die von der Seeoberfläche reflektierte und die in den Terrassen aus Stein gespeicherte Wärme. Bis hoch zum Wald haben die Winzer im Laufe der Jahrhunderte die nach Süden ausgerichteten Hänge mit Weinterrassen überzogen. Dazwischen wie Nester malerische Winzerdörfer, deren Häuser sich auf engstem Raum drängen. Jeder Quadratmeter wird zum Anbau von Wein genutzt. Trotz Einsatz moderner Techniken ist der Weinbau im Lavaux auch heute noch durch die steilen Lagen äußerst aufwendig. Um die Bewirtschaftung zu erleichtern, wurden Schwindel erregende Einschienenbahnen errichtet, die Menschen und Material bis in die oberen Terrassen transportieren. Am steilsten sind die Hänge des Dézaley, sie wurden vom Rhonegletscher geformt. Der ton- und kalkhaltige Boden verleiht den Weinen - vor allem dem Chasselas, dem Gutedel, seinen typischen Geschmack. Im Lavaux bilden Berge, See, Rebhänge und Siedlungen eine einzigartige Kulturlandschaft. Deshalb wurde es007 von der UNESCO in die Welterbeliste aufgenommen.

Sonntag, 14.03.2010
06:00 - 06:15, 3SAT
Fraser Island, Australien - Die schlafende Göttin

Fraser Island ist die größte Sandinsel der Welt. Nach einer Legende der Aborigines des Butchulla Stammes wurde sie von der Göttin K'gari geschaffen, die ihr Werk so schön fand, dass sie fortan auf der Erde bleiben wollte. So verwandelte sie der Götterbote Yendingie in eine wunderschöne Insel. Seit 1992 gehört Fraser Island zum Weltnaturerbe. Charakteristisch sind die riesigen Sanddünen, die aus dem Meer herausragen oder sich im Landesinneren bewegen. Es gibt mehr als 40 glasklare Seen, üppigen Regenwald und eine artenreiche Tierwelt.

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06:45 - 07:00, NDR
Great Barrier Reef, Australien - Das Paradies im Meer

Wie sie sich verabreden weiß keiner, aber jedes Jahr im Frühsommer zur gleichen Zeit in derselben Nacht, entlassen Abermillionen winziger Korallenpolypen Eier und Samen ins Meer. Diese winzigen Polypen sind die Architekten des größten Bauwerks auf Erden, des Great Barrier Reefs. Vor der Ostküste Australiens erstreckt sich die größte Ansammlung von Korallenriffen der Welt über 2300 Kilometer und bedeckt eine Fläche, die größer ist als Italien. Die Aborigines nennen es 'Waga Gaboo' - das große Riff. Unzählbare winzige Polypen erzeugen jeden Tag auf einem Quadratkilometer Riff vier Tonnen Kalksteingerippe. In Tausenden von Jahren haben sie die Umwelt für das farbigste und vielseitigste Leben geschaffen. Seit Anbeginn der Zeit haben sich hier mehr als fünftausend verschiedene Arten von Meeresfauna und Flora entwickelt. Der Film entführt seine Zuschauer in dieses faszinierende Paradies mit seinen unzähligen Fischen und Pflanzen. Mit einzigartigen Unterwasseraufnahmen zeigt er dabei das bunte Leben in einem einzigartigen Ökosystem.

09:00 - 09:45, Phoenix
Reise ins Reich der Inka - Spurensuche in den Anden Perus

Machu Picchu, die sagenhafte Tempelanlage der Inka oberhalb des heiligen Urubamba-Tales: von Touristen förmlich zertrampelt. Die UNESCO droht, der Kultstätte den Titel 'Weltkulturerbe' wieder zu entziehen, wenn die täglichen Touristenzahlen nicht drastisch gesenkt werden. Doch damit ist nicht zu rechnen; im Gegenteil: die Behörden wollen nun alle Schranken fallen lassen und 10.000 Tickets pro Tag ausstellen; Tag und Nacht.

peru.jpg (48274 Byte)

Dienstag, 16.03.2010
15:15 - 16:00, RBB
Reisewege Türkei

Aus Devrek im Pontischen Gebirge, heute Köroolu Daoliaru genannt, und inmitten ausgedehnter Nussbaumwälder gelegen, kommen die teuersten Spazierstöcke der Welt, Dafranbolu, einst Zentrum des Safrans an der Seidenstraße, mit seinen schönen alttürkischen Häusern, heute Weltkulturerbe der UNESCO, und die Hafenstadt Amasra, wo Sultan Mehmet der Eroberer eine riesige Festung bauen ließ und sie 'Auge zur Welt' nannte, eine der schönsten Naturhäfen am Schwarzen Meer; das sind die Schätze des Pontos. Der Pontos, ein griechisches Königreich an der Schwarzmeerküste, widerstand dem Expansionsdrang der Römer nach Osten kurz vor Beginn unserer Zeitrechnung am längsten. Ein Jahrhundert früher als Byzanz jedoch fiel er 1451 in die Hände der Osmanen. Die Hafenstadt Akcakoca erinnert mit einem Denkmal an einen Militärführer gleichen Namens, der den westlichen Pontos damals erobert hatte. Die Landschaft ist geprägt von Seen und Wäldern, die unmittelbar ans Meer reichen. Regenfälle im Frühjahr und Herbst, gespeist vom feuchten Schwarzmeerklima der nahen Küste, haben eine ungewöhnlich üppige Vegetation geschaffen. Die Gegend ist auch Schwerpunkt des türkischen Steinkohlebergbaus, der als Kontrast zum sonst bäuerlichnomadischen Charakter der Region mit seinen Förderanlagen unerwartete Akzente in die Landschaft setzt, auch in der kleinen romantisch gelegenen Hafenstadt Amasra. Sie ist für die Fischerei und ihre Fischrestaurants berühmt. Der Film beobachtet das Leben von Menschen dieser Region heute, einen ehemaligen Grundschuldirektor und Mitinhaber eines Hotels in einer alten Karavanserei, Frauen und Männer einer Kooperative, die kunstvolle Spazierstöcke herstellen, eine ehemalige Bankangestellte, die aus der hektischen, eine ehemalige Bankangestellte, die aus der hektischen Metropole Izmir in die unberührte Natur des Pontos geflüchtet ist und eine kleine Pension betreibt, einen Landwirt, der zusammen mit seiner Familie den in Vergessenheit geratenen Anbau von Safran wiederaufleben lässt und einen Bergmann, der sein Herz für die Honigbiene entdeckt hat.

turkei3.jpg (37786 Byte)

21:40 - 22:00, 3SAT
Die Schiffshebewerke des Canal du Centre, Belgien - Wenn Schiffe Treppen steigen

Wollte man früher Waren über Wasserscheiden und Gefällestufen hinweg transportieren, musste der Mensch Kähne und Boote mit bloßer Muskelkraft schultern. Als der Warenstrom zunahm und die Schiffe größer wurden, baute man Binnengewässer zu Wasserstraßen aus, zwang sie in Kanäle und versah sie mit Schleusen, um sie passierbar zu machen. Die zunehmende Geschwindigkeit im Warentransport war der Hauptgrund, warum man die vier hydraulischen Schiffshebewerke auf dem Canal du Centre entwickelte. Die Hebewerke in der südbelgischen Provinz Hennegau wurden nahe den alten Industriestädten Mons und Charleroi gebaut, denn reiche Kohle- und Eisenerzvorkommen prägten die Gegend. Um diese Erzeugnisse exportieren zu können, brauchte es Wasserstraßen zur Nordsee und zum Atlantik. So baute man zwischen 1882 und 1917 den Canal du Centre, der die Flusssysteme von Maas und Schelde verbindet und parallel dazu vier Schiffshebewerke, mit deren Hilfe rund 70 Meter Höhenunterschied in etwa fünf Stunden überwunden werden konnten. Anfang der 1980er Jahre hatten dann die vier historischen Hebewerke für den Warentransport ausgedient. Es entstand in Sichtweite zu einem der alten Bauwerke ein neuer Hebeund-Senk-Gigant, der auch die schwersten Lastkähne in ein paar Minuten rund 73 Meter auf einen Zug nach oben oder nach unten hievt. Es ist das derzeit weltgrößte Schiffshebewerk in Strépy-Thieu. Damit hat man im Hennegau die wohl einmalige Gelegenheit, Technikgeschichte und ihre Fortschreibung in die Neuzeit in unmittelbarer Nachbarschaft vergleichen zu können. Der Film aus der Reihe 'Schätze der Welt - Erbe der Menschheit' stellt die vier historischen Hebewerke vor.

23:30 - 00:00, SWR
Städte des deutschen Mittelalters

Heute denkt man an Bratwurst und Domspatzen. Früher dachte man an Silber und Seide, an Heilige und gekrönte Häupter. Früher da war Regensburg noch nicht der Ostzipfel Bayerns, sondern die Mitte. Kloster neben Kloster zog Künstler und Wissenschaftler an, gewiefte Kaufleute verteilten Luxusgüter in Europa und bauten hochmütig ihre Geschlechtertürme in den blauweißen Himmel. Und die steinerne Brücke schwang sich stolz über die Donau - als einziger befestigter Übergang zwischen Ulm und Wien. Kaiser zogen durch die Stadttore, um Reichstage abzuhalten und alles, was ihnen untertan war in diesem nicht immer nur heiligen Reich, zog mit. Aber irgendwann lief der Handel an der Donau und Regensburg vorbei und die bayerischen Herzöge versuchten immer wieder, der freien Reichsstadt in ihrer Mitte die Luft zum Atmen zu nehmen. Die stolze Schöne reckte zwar weiter ihre Türme in den Himmel, aber ringsum sah sie nur Bayernland und keine Chance zu wachsen. In ihren Mauern tagten und tanzten noch bis 1806 die Gesandten des Reichstags und auch die Künstler und Wissenschaftler kamen in die 'multikulturelle' Stadt, aber dann senkte sich der Dämmer über sie. Gerettet, bewahrt in einem langen Dornröschenschlaf, der wiederum durch neue Machtverhältnisse beendet wurde: Regensburg ist zurück in der Mitte Europas. In Quedlinburg stand die Wiege der deutschen Nation: Im Jahr 919 trugen die deutschen Stämme dem jugendlichen Herzog Heinrich von Sachsen die Königskrone an: er war als Heinrich I. der erste deutsche 'Reichsgründer'. Quedlinburg war seine bevorzugte Residenz und auch seine Nachfolger wussten sie zu schätzen. Es ist das Flair des Romantischen, das in Städten mit historisch gewachsener Bausubstanz die Besucher fasziniert. So auch in Quedlinburg, dessen Altstadt mit ihren Handwerker- und Bürgerhäusern ein einmaliges Ensemble deutscher Städtebaukunst mit rund 1200 Fachwerkhäusern aus sechs Jahrhunderten bildet. Überragt wird die Stadt vom Schloss auf dem Burgberg und der Kirche des ehemaligen Frauenstiftes St. Servatius, einer romanischen Basilika.

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Freitag, 19.03.2010
11:00 - 11:15, RBB
Die Viktoria-Fälle - Sambia/Simbabwe

Als sich David Livingstone am 16. November 1855 zum ersten Mal dem Naturschauspiel der Viktoria-Fälle nähert, schreibt er folgendes in sein Tagebuch: 'Das Erste was man aus einer Entfernung von etwa zwei Stunden erblickt, gleicht in der Tat ganz und gar den riesigen Rauchsäulen, die bei dem in Afrika so gewöhnlichen Wegbrennen des dürren Graswuchses auftreten. Vom Winde gebogen und sich anscheinend mit den Wolken vermischend, leibhaftiger Rauch! Die Eingeborenen nennen das Naturwunder, dem sie aus Furcht nicht gerne nahe kommen, 'Donnender Rauch', wörtlich 'Rauch lärmt hier', und diese Benennung kann nicht anders als passend gefunden werden.'

14:15 - 15:00, 3SAT
Bilderbuch

Köln sieht sich seit rund 2.000 Jahren als nördlichste Stadt Italiens: römisch, christlich und optimistisch - von Colonia über das Heilige Coellen im Mittelalter bis in die Gegenwart. Die kölschkatholischen Jecken beginnen die Karnevalssession mit Narrenkappe im Dom. Sie schunkeln und beten für den Erfolg der fünften Jahreszeit, denn die Stadt der Kaufleute und Händler weiß: Auch mit Gott muss man reden. Das innige Verhältnis zu Heiligen, Fastelovend, Kölsch und Klüngel kommt einer Versicherung gleich: Man kennt sich und man hilft sich. Die oft beschworene Toleranz gegenüber Zugewanderten hat kaufmännische Wurzeln. Wer in die Stadt kommt, mit dem lässt sich in der Regel auch ein Geschäft einfädeln. 'Drink doch ene met': Rheinischer Humor gepaart mit Trinkfestigkeit sorgt für Geselligkeit. Als die Reliquien der Heiligen Drei Könige im Mittelalter nach Köln kamen, wurde die Stadt zum großen Pilgerzentrum und lebt bis heute vom Tourismus und von der Anziehungskraft des Doms. Der Film 'Bilderbuch: Köln' stellt die Domstadt und ihre Bewohner vor.

koeln.jpg (19983 Byte)

14:15 - 15:00, B3
Skizzen aus Spanien

Aus der kargen, steinigen Meseta Zentralspaniens ragt die gewaltige, turmbewehrte Mauer Avilas auf. Sie umgibt die höchstgelegene Stadt des Landes, noch heute wird Avila darum die 'Warte Kastiliens' genannt. Die mittelalterliche Stadt ist ein Relikt der 'reconquista', der fanatischen Rückeroberung Spaniens durch die Christen. Jede neue Ansiedlung der Ritter aus dem Norden der Halbinsel wurde durch mächtige Wehranlagen gegen die muslimischen Mauren im Süden geschützt. Selbst die Apsis der Kathedrale ist Teil der Befestigungsanlage, sie wurde in die Wehrmauer hineingebaut: Kirche und Kampf waren eins! Avila wurde als gesamtes Architekturensemble von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Im ehemaligen Judenviertel der Stadt kam 1515 die heilige Theresa zur Welt. Als Tochter eines angesehenen Adeligen wird das durchaus attraktive, lebenslustige und gesellschaftlich gewandte Mädchen umschwärmt. Als Heranwachsende tritt sie in das Kloster der Karmeliterinnen ein. Dort will sie in strenger Abgeschiedenheit die Nachfolge Christi antreten. Doch sie ist sehr erstaunt, dass die meist adeligen Damen hinter der Klostermauer ein recht freies Leben führen. Buße und Fasten, Beichte und Abendmahl sind abgeschafft, dafür sind Kleider und Schmuck in den Truhen immer standesgemäß. In Teresa wächst allmählich die Vorstellung von einer Klosterreform. Sie will wieder ein strenges, den Geboten der Armut, der Keuschheit und des Gehorsams verpflichtetes Leben der Nonnengemeinschaft anstreben. Kaum wird ihr Plan, ein neues Kloster zu gründen, publik, gibt es in ganz Avila einen Aufschrei des Protestes. Aber Teresa gibt in ihrem Kampf um die Reform nicht auf. Mit dem Beistand des Königs erlangt sie schließlich die päpstliche Lizenz zur Gründung eines reformierten Karmeliterinnen-Ordens. Bald nach ihrem Tod, 1582, wird Teresa heilig gesprochen, heute ist sie Patronin von Avila und Schutzheilige ganz Spaniens. In Avila steht auch das Dominikanerkloster 'Santo Tomás', eine Gründung des ersten Großinquisitors, Tomás de Torquemada. Dieses Kloster war häufig Residenz des Herrscherpaares, Ferdinand von Aragonien und Isabella von Kastilien. Und hier wurde auch der Thronfolger, Kronprinz Juán, von den besten Lehrern Europas auf seine zukünftige Aufgabe vorbereitet. Der junge Thronfolger schloss nach einigen Jahren seine Studien in Avila ab, heiratete Margarethe von Österreich in Salamanca, als er plötzlich, vom Fieber ergriffen, 19-jährig stirbt. Isabella hat den Tod des Sohnes nie mehr überwunden, in 'Santo Tomás' wird er beigesetzt. Die bedeutende Königin ist die zweite große Kastilierin, die noch heute jedem Spanier vertraut ist. Sie wächst hier in der Meseta, im Hochland Spaniens, auf, residiert häufig in den Städten des Landes, vor allem in der gewaltigen Burg in Segovia. Von Segovia aus reist Isabella mit ihrem Hofstaat durchs ganze Land. Sie besiegt mit ihren Ritterheeren die Mauren in Granada, kämpft an der portugiesischen Grenze, empfängt Kolumbus nach seiner Entdeckungsreise in Barcelona und verhandelt in Tordesillas über die Aufteilung der Welt. Früh gealtert und geschwächt kommt sie auf ihre Burg in Medina del Campo nach Kastilien zurück. Hier wird sie im Herbst 1505 sterben.

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16:30 - 17:15, 3SAT
Im Salzkammergut

Rund 70 Seen liegen im Salzkammergut, von denen der bekannteste der Wolfgangsee mit dem Wallfahrtsort St. Wolfgang ist. Der kleine Ort ist schon seit Beginn des zwölften Jahrhunderts das Ziel von zeitweise 60.000 Pilgern pro Jahr. Sie kommen über den Pilgerweg von Regensburg nach St. Wolfgang, der heute 'Via Nova' genannt wird. Neben den Wallfahrten nach Santiago de Compostella, Rom und Jerusalem war die Wallfahrt zum Heiligen Wolfgang eine der bedeutendsten des Mittelalters. Weiter östlich, im Zentrum des Salzkammerguts, wo die Flüsse Ischl und Traun münden, liegt Bad Ischl. Der Kurort war einst Sommerresidenz des österreichischen Kaiserpaares Franz Joseph I. und Elisabeth. Wer die schönsten Panoramablicke auf den Wolfgangsee genießen will, fährt mit der Zahnradbahn auf den Schafberg oder nimmt vom Mozart-Dorf St. Gilgen aus die Seilbahn hinauf auf das Zwölferhorn. Der Film 'Im Salzkammergut' zeigt Sehenswürdigkeiten rund um den Wolfgangsee.

Samstag, 20.03.2010
06:00 - 06:30, SWR
Städte des deutschen Mittelalters

Heute denkt man an Bratwurst und Domspatzen. Früher dachte man an Silber und Seide, an Heilige und gekrönte Häupter. Früher da war Regensburg noch nicht der Ostzipfel Bayerns, sondern die Mitte. Kloster neben Kloster zog Künstler und Wissenschaftler an, gewiefte Kaufleute verteilten Luxusgüter in Europa und bauten hochmütig ihre Geschlechtertürme in den blauweißen Himmel. Und die steinerne Brücke schwang sich stolz über die Donau - als einziger befestigter Übergang zwischen Ulm und Wien. Kaiser zogen durch die Stadttore, um Reichstage abzuhalten und alles, was ihnen untertan war in diesem nicht immer nur heiligen Reich, zog mit. Aber irgendwann lief der Handel an der Donau und Regensburg vorbei und die bayerischen Herzöge versuchten immer wieder, der freien Reichsstadt in ihrer Mitte die Luft zum Atmen zu nehmen. Die stolze Schöne reckte zwar weiter ihre Türme in den Himmel, aber ringsum sah sie nur Bayernland und keine Chance zu wachsen. In ihren Mauern tagten und tanzten noch bis 1806 die Gesandten des Reichstags und auch die Künstler und Wissenschaftler kamen in die 'multikulturelle' Stadt, aber dann senkte sich der Dämmer über sie. Gerettet, bewahrt in einem langen Dornröschenschlaf, der wiederum durch neue Machtverhältnisse beendet wurde: Regensburg ist zurück in der Mitte Europas. In Quedlinburg stand die Wiege der deutschen Nation: Im Jahr 919 trugen die deutschen Stämme dem jugendlichen Herzog Heinrich von Sachsen die Königskrone an: er war als Heinrich I. der erste deutsche 'Reichsgründer'. Quedlinburg war seine bevorzugte Residenz und auch seine Nachfolger wussten sie zu schätzen. Es ist das Flair des Romantischen, das in Städten mit historisch gewachsener Bausubstanz die Besucher fasziniert. So auch in Quedlinburg, dessen Altstadt mit ihren Handwerker- und Bürgerhäusern ein einmaliges Ensemble deutscher Städtebaukunst mit rund 1200 Fachwerkhäusern aus sechs Jahrhunderten bildet. Überragt wird die Stadt vom Schloss auf dem Burgberg und der Kirche des ehemaligen Frauenstiftes St. Servatius, einer romanischen Basilika.

stadt.jpg (36692 Byte)

Sonntag, 21.03.2010
06:00 - 06:15, 3SAT
Die Schiffshebewerke des Canal du Centre, Belgien

Wollte man früher Waren über Wasserscheiden und Gefällestufen hinweg transportieren, musste der Mensch Kähne und Boote mit bloßer Muskelkraft schultern. Als der Warenstrom zunahm und die Schiffe größer wurden, baute man Binnengewässer zu Wasserstraßen aus, zwang sie in Kanäle und versah sie mit Schleusen, um sie passierbar zu machen. Die zunehmende Geschwindigkeit im Warentransport war der Hauptgrund, warum man die vier hydraulischen Schiffshebewerke auf dem Canal du Centre entwickelte. Die Hebewerke in der südbelgischen Provinz Hennegau wurden nahe den alten Industriestädten Mons und Charleroi gebaut, denn reiche Kohle- und Eisenerzvorkommen prägten die Gegend. Um diese Erzeugnisse exportieren zu können, brauchte es Wasserstraßen zur Nordsee und zum Atlantik. So baute man zwischen 1882 und 1917 den Canal du Centre, der die Flusssysteme von Maas und Schelde verbindet und parallel dazu vier Schiffshebewerke, mit deren Hilfe rund 70 Meter Höhenunterschied in etwa fünf Stunden überwunden werden konnten. Anfang der 1980er Jahre hatten dann die vier historischen Hebewerke für den Warentransport ausgedient. Es entstand in Sichtweite zu einem der alten Bauwerke ein neuer Hebeund-Senk-Gigant, der auch die schwersten Lastkähne in ein paar Minuten rund 73 Meter auf einen Zug nach oben oder nach unten hievt. Es ist das derzeit weltgrößte Schiffshebewerk in Strépy-Thieu. Damit hat man im Hennegau die wohl einmalige Gelegenheit, Technikgeschichte und ihre Fortschreibung in die Neuzeit in unmittelbarer Nachbarschaft vergleichen zu können. Der Film aus der Reihe 'Schätze der Welt - Erbe der Menschheit' stellt die vier historischen Hebewerke vor.

06:45 - 07:00, NDR
Fraser Island, Australien - Die schlafende Göttin

Fraser Island ist die größte Sandinsel der Welt. Nach einer Legende der Aborigines des Butchulla Stammes wurde sie von der Göttin K'gari geschaffen, die ihr Werk so schön fand, dass sie fortan auf der Erde bleiben wollte. So verwandelte sie der Götterbote Yendingie in eine wunderschöne Insel. Seit 1992 gehört Fraser Island zum Weltnaturerbe. Charakteristisch sind die riesigen Sanddünen, die aus dem Meer herausragen oder sich im Landesinneren bewegen. Es gibt mehr als 40 glasklare Seen, üppigen Regenwald und eine artenreiche Tierwelt.

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Montag, 22.03.2010
03:10 - 03:25, Phoenix
Die Felsgravuren von Twyfelfontein, Namibia

Der Elefant ist kein Elefant. Natürlich ist es das Abbild eines Elefanten, das wir auf Felsbildern in Twyfelfontein entdecken können. Doch welche Bedeutung hatten der Elefant und all die Tiere für die Buschmänner, die diese Gestalten in riesige Sandsteinblöcke schlugen? Die Archäologen rätseln noch immer über Sinn und Zweck dieser größten Sammlung von Felsgravuren in Afrika. Geheimnisumwittert und erst zu Anfang des 20. Jahrhunderts wiederentdeckt, locken die namibischen Rock engravings heute viele Besucher in die menschenleere Gegend im Nordwesten Namibias. 2500 Felsgravuren, hat man in einem abgelegenen Tal 800 Kilometer von Windhoek entfernt gefunden, die ältesten sind 5000 Jahre alt. Twyfelfontein ist eine archäologische Sensation. Dass diese Felsritzbilder über Jahrtausende so gut der Verwitterung widerstanden haben, liegt an einer Besonderheit des Sandsteins - er enthält eine Eisenoxydschicht, die an die Oberfläche tritt und erhärtet, und so konserviert wirkt und dem Stein auch den besonderen roten Farbton gibt.

Dienstag, 23.03.2010
13:30 - 14:15, H3
Von Stralsund nach Greifswald

Der Film porträtiert die vorpommerschen Hansestädte Stralsund, an der fischreichen Ostsee direkt gegenüber Rügen gelegen, und Greifswald, die kleine, aber feine Universitätsstadt. Ende des 13. Jahrhunderts traten sie dem Hansebund bei und erwarben Macht und Wohlstand. Vor allem Stralsund ist dies anzusehen: Im Jahre 2002 wurde die Altstadtinsel von der UNESCO in die Welterbeliste aufgenommen. Für Stralsund kam die politische Wende gerade noch zur rechten Zeit. Denn viele Häuser drohten zu zerfallen. Der Restaurator Wolf-Dietrich Thormeier setzte sich schon zu DDR-Zeiten für den Erhalt der historischen Bauten ein. Auch heute gibt es für ihn immer noch viel zu tun. Ganz besonders hat es ihm die St. Nikolai-Kirche am Alten Markt angetan. Zwischen Stralsund und Greifswald liegt die Insel Koos. Sie steht unter strengem Naturschutz und ist Rast- und Brutplatz seltener Vogelarten. Für Ronald Abraham hat sich ein Kindheitstraum erfüllt: Der Hobby-Ornithologe darf als einziger mit seiner Familie auf der Insel wohnen. Liebhaber von Traditionsschiffen gründeten in Greifswald einen Museumshafen - mit rund vierzig historischen Booten eine echte Attraktion für die Hansestadt. Hinrich Meier setzte sich dafür ein, dass abgewrackte Segelschiffe wieder flott gemacht wurden. Die Kunststudentin Ariane Dräger wohnt mit ihrer Familie auf einem der hier vor Anker liegenden schwimmenden Oldtimer. Ein Praktikum beim Caspar-David-Friedrich-Zentrum führt Ariane Dräger auf die Spuren des berühmtesten Sohnes dieser Stadt - des gleichnamigen Malers.

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15:15 - 16:00, ZDF
Steffens entdeckt

Das Great Barrier Reef, das größte Korallenriff der Erde, ist eines der sieben Weltwunder der Natur. Es ist aber auch eines der Ökosysteme, die weltweit am meisten vom Klimawandel betroffen sind. Dirk Steffens taucht mit Forschern in diese faszinierende Unterwasserwelt - ein Paradies für 14 000 verschiedene Meerestierarten. Doch die Zerstörung dieses einzigartigen Unterwasserparadieses ist nicht zu übersehen. Immer mehr Korallen sterben, zurück bleiben weiße Kalkskelette. Schuld daran sind steigende Wassertemperaturen. Gelingt es uns Menschen nicht, die Natur global nachhaltig zu schützen, könnte das Riff in 50 Jahren zerstört sein. Nicht nur die kleinsten Lebewesen sind in Gefahr, sondern auch der größte Jäger am Riff. Der Hai ist ein beliebter Speisefisch und außerhalb der Schutzzonen bedroht. Gemeinsam mit dem bekannten Haiforscher Richard Fitzpatrick versucht Dirk Steffens, Haie mit der bloßen Hand zu fangen. Eine Schlinge um die Schwanzflosse ziehen, an Bord holen, vermessen und mit einem elektronischen Chip versehen, das hat Fitzpatrick schon mit mehr als 60 Haien am Osprey-Reef gemacht. Die Daten geben den Forschern Informationen über den Lebensraum der Haie, und nur so können sinnvolle Schutzprogramme aufgebaut werden. Was wäre Australien ohne Beuteltiere? An der Küste vor dem Great Barrier Reef liegen die Wet Tropics, ein Regenwald, dessen Artenvielfalt noch größer ist als die des Riffs. Baumkängurus und Ringbeutler leben dort. Dirk Steffens trifft Ernie, einen gelehrten Aboriginee, der ein Meister im Aufspüren der Tiere ist, sehr zur Verwunderung der Forscher. Dramatisch ist die Lage für die Koalas. Obwohl sie eine Ikone des Landes sind, wird ihr Lebensraum mehr und mehr zerstört, und wieder geht die Bedrohung vom Menschen aus. Er fällt Bäume, baut Häuser und vernichtet damit die Lebensgrundlage der auf Eukalyptusblätter spezialisierten Tiere. Im Wildlife Hospital, einer weltweit einzigartigen Einrichtung, haben Tiermediziner noch eine andere Bedrohung für die Tiere festgestellt: Koala-Aids. Viele Koalas sterben an dem Virus, das sich erschreckend schnell ausbreitet und ihr Immunsystem schwächt.

21:00 - 21:45, H3
Schätze zwischen Rhein und Taunus

Die Liste der UNESCO-Welterbestätten umfasst etwa 900 Natur- und Kulturdenkmale in 148 Ländern. Deutschland ist derzeit mit 34 Denkmalen vertreten, vier davon in Hessen. Die Klosterhalle von Lorsch, die Grube Messel, der Limes und das Obere Mittelrheintal wurden als ebenso schützenswert eingestuft wie die Akropolis in Athen oder die Pyramiden von Gizeh. Doch was verbirgt sich hinter dem Begriff 'UNESCO-Welterbe'? Was bedeutet es, Welterbe zu sein, und wie wird mit der Auszeichnung umgegangen, was wird daraus gemacht? Moderator Kurt Lotz besucht die vier hessischen Welterben und erfährt, was das Einzigartige ist. Die Sendung stellt auch jene Orte in Hessen vor, die den begehrten Platz auf der Welterbeliste anstreben. Während die Jugendstilstädte Darmstadt und Bad Nauheim und die Historismusstadt Wiesbaden noch ganz am Anfang ihrer Bemühungen stehen, sind Kassel mit dem Bergpark und der Kellerwald mit seinen alten Buchenbeständen schon ein ganzes Stück weiter.

schatz.jpg (43384 Byte)

21:45 - 22:00, 3SAT
Abomey, Benin

Sklaven gab es in Afrika schon lange, bevor die ersten Weißen den Kontinent betraten. Es entwickelte sich jener gigantische Handel mit Millionen von Menschen, die meist von der afrikanischen Westküste, der sogenannten Sklavenküste, nach Nord-, Mittel- und Südamerika verschleppt wurden. Ein glänzendes Geschäft nicht nur für portugiesische, holländische und englische Händler, sondern auch für die afrikanischen 'Exporteure', darunter die Könige von Abomey. Jahrhundertelang schöpften sie viel Reichtum und Macht aus diesem Handel, bis er Ende des 19. Jahrhunderts weltweit verboten wurde. Die Kolonialisierung durch Frankreich beendete schließlich die Herrschaft der Dynastie. Heute zeugen nur noch die Ruinen der Paläste aus Lehm vom einstigen Prunk jener Könige - und von ihrer Grausamkeit beim Umgang mit den Sklaven. So hatte zum Beispiel der Thron des Königs auf vier abgeschlagenen Köpfen zu stehen. Recht freundlich geht es dagegen beim heute amtierenden König von Abomey zu, der für Geld gern mit seinem Hofstaat vor Touristen posiert. An das Thema 'Sklaverei' möchte in Abomey weder der König noch sonst jemand erinnert werden. Ein Film über das Königreich der Sklavenhändler und ihre grausame Herrschaft.

reich.jpg (23386 Byte)

23:30 - 00:00, SWR
Aus Elsass und Lothringen

Straßburg - Hauptstadt des Elsass' und Stadt im Herzen Europas: Eine kleine Idylle an der Ill: Jahr für Jahr kommen Millionen von Touristen hierher, um den Zauber dieses 'Dorfes in der Stadt' und vor allem Kulinarisches zu genießen: das Essen und den Vin d'Alsace. Mittelalterliche Fachwerkhäuser, verwinkelte Gassen, die Ill mit ihren Kanälen und vor allem anderen das Münster prägen dieses Juwel am Rhein, das eine bewegte Geschichte zwischen Deutschland und Frankreich hat wie keine andere Stadt in dieser Region. Der Film erzählt diese Geschichte: Er kündet von den Wechselfällen der Revolution und der Reformation. Spuren höfischen Glanzes und mittelalterlichem Zunftwesen sind im Bild der Altstadt immer noch vorhanden. Wenn die Fassaden der Fachwerkhäuser im rosafarbenen Licht der aufgehenden Sonne erstrahlen und sich in den Kanälen spiegeln, lässt es sich im 'Dorf im Herzen Europas' für kurze Zeit trefflich vom Mittelalter träumen. Im Nordosten Frankreichs, in Nancy, befindet sich im Zentrum eine der schönsten Platzanlagen Europas. Auf dem Place Stanislas, dem Place de la Carrière und dem Place de l'Hémicycle haben Architekten, Bildhauer und Kunstschmiede eine der bedeutendsten Leistungen des 18. Jahrhunderts vollbracht und in nur fünf Jahren ein einzigartiges Ensemble aus Architektur, Kunst und Gartenbau geschaffen. Der Mann, dem Nancy diese Plätze verdankt, ist Stanislas Leszcynski, ein polnischer König, der nach einem verlorenen Krieg zur Emigration gezwungen war. Von Ludwig XV., dessen Tochter Marie er heiratete, erhielt er die Provinz Lothringen.

Donnerstag, 25.03.2010
05:10 - 06:05, 3SAT
Die geheimen Höhlen der Grafen Bégouën

Tief im Inneren der französischen Pyrenäen haben Menschen vor 14.000 Jahren beeindruckende Kunstwerke geschaffen. Weite Teile davon sind bis heute erhalten, doch bislang hatte kaum jemand die Möglichkeit, die einzigartigen Artefakte der französischen Höhlen zu bestaunen. Denn die Höhlen sind seit Generationen im Besitz der Familie Bégouën. Das Familienoberhaupt Robert Bégouën wehrt sich - wie auch schon sein Vater und Großvater - strikt gegen jegliche touristische Nutzung und jede noch so kleine Veränderung. In Frankreich leben ganze Regionen vom Höhlentourismus. Doch viele Höhlen haben die Besuchermassen nicht verkraftet. Lascaux etwa, die 'Sixtinische Kapelle der Steinzeit' mit ihren Stieren, Pferden und Hirschen, musste bereits 1963 wegen Schimmel- und Algenbefall weitgehend geschlossen werden. Auch Forschung kann gelegentlich Zerstörung bedeuten: Wo eine archäologische Ausgrabung stattfindet, werden Informationen gewonnen und gleichzeitig vernichtet. So setzt der Graf von Bégouën alles daran, damit seinen Höhlen dieses Schicksal nicht widerfährt. Die Dokumentation 'Die geheimen Höhlen der Grafen Bégouën' von John A. Kantara zeigt beeindruckende Bilder aus den Höhlen nahe des Flüsschens Volp und den Grafen Bégouën bei seinem Kampf um die Erhaltung der Höhlen. Die Dokumentation zeigt aber auch andere, zum Teil beschädigte Höhlen - ein Weltkulturerbe, das erkennbar in Gefahr ist.

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Freitag, 26.03.2010
11:00 - 11:15, RBB
Das Geheimnis der Ruinenstadt von Simbabwe

Im Südosten Simbabwes, in einer kargen und schwer zugänglichen Gegend, lag für Jahrhunderte ein Geheimnis verborgen. Seefahrer und Händler unterschiedlichster Herkunft, die die Ostküste Afrikas bereisten und in das Landesinnere des Kontinents vordrangen, erzählten Geschichten von einem Ort, der in der Sprache der Shona 'dzimba dza mabwe' heißt und mit 'große Häuser aus Stein' übersetzt wird. Eine große Stadt, die ganz aus Stein erbaut ist, von der aber weder der genaue Ort bekannt war, noch, welche Menschen dort lebten. Ende des letzten Jahrhunderts gelang es dem deutschen Forscher Karl Gottlieb Mauch, das sagenumwobene Great Simbabwe zu erreichen. Aber mit seiner Entdeckung sind eine Vielzahl neuer Fragen hinzugekommen.