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reli.gif (6780 Byte) Religionen der Welt
Sonntag, 29.08.2010
08:30 - 09:00, Phoenix
Satan - weiche!

Nirgendwo auf der Welt verzeichnen die oft sektenhaft erscheinenden Protestanten einen größeren Zuwachs als in Brasilien; bereits 17.000 Gemeinden mit 24 Millionen Mitgliedern wurden gezählt. Und das liegt vor allem an den fast wie Popstars gefeierten Priestern und Predigern der Evangelikalen, die mit Wunderheilungen, Teufelsaustreibungen und einer sehr lebendigen Form von Gottesdienst den Nerv der Zeit treffen.

09:45 - 10:30, Phoenix
Das schwierige Erbe der Mutter Teresa

Mit ihrem Orden bekämpfte Mutter Teresa die Armut in Kalkutta, sprach sich aber gegen Abtreibung aus. Die Autoren porträtieren die Friedensnobelpreisträgerin mit all ihren Widersprüchen.

theresa.jpg (31587 Byte)

Montag, 30.08.2010
16:55 - 17:40, arte
Unterwegs auf dem Dach der Welt

Seit Tausenden von Jahren schon pilgern Menschen auf dem Padmasambhava-Pfad nach Lhasa. Auch Rapa (32), Ruru (60), Busa (64), Chuja (28) und Dawa (24) machen sich mit ihrer Rinderherde auf den Weg in die Hauptstadt Tibets. Für die 1.500 Kilometer lange Strecke werden sie neun Monate brauchen. Dabei marschieren die drei jungen Männer der Gruppe nicht etwa aufrecht, sondern legen sich nach nur wenigen Zwischenschritten bäuchlings auf den Boden, heben die Hände über den Kopf, erheben sich wieder, machen drei Schritte, um sich erneut der vollen Körperlänge nach auf den Asphalt zu werfen. Mit dieser schier unvorstellbaren selbst auferlegten Marter messen sie die ungezählten Meter zu ihrem weit entfernten Ziel mit jeder Faser des Körpers aus. Die Dokumentation begleitet die Pilger von den Vorbereitungen bis zur Ankunft in Lhasa. Dabei vermittelt sie dem Zuschauer einen unvergleichlichen Eindruck von der Willensstärke, der ausgeglichenen Bestimmtheit und tiefgreifenden Spiritualität dieser Pilger auf ihrem langen entbehrungsvollen und an Erfahrungen reichen Weg.

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Donnerstag, 02.09.2010
09:15 - 10:00, arte
Kailash - Zum heiligsten Berg Tibets

Im Juni 2000 begleitete ein Filmteam eine vom österreichischen Abenteurer Sepp Eder angeführte Expedition in eine der am höchsten gelegenen Regionen der Welt. Ziel war der heilige Kailash im Westen Tibets. Der pyramidenförmige, 6.714 Meter hoch, ist seit mehr als tausend Jahren das Ziel zahlreicher Pilger. Früher machten sie sich zu Fuß auf den Weg, der Monate dauern konnte. Heute kommen sie per Lastwagen aus allen Teilen des Landes, nicht um den Berg zu ersteigen, sondern um ihn zu verehren. Die Pilger umkreisen den Kailash, ohne den Gipfel zu erklimmen, aus Achtung vor den Göttern. Die Gläubigsten unter ihnen bewältigen den Weg, indem sie sich Körperlänge für Körperlänge auf den Boden werfen - 54 Kilometer weit auf einer Höhe von 4.700 bis 5.600 Metern. Der Kailash gilt als Heiligtum mit geheimnisvollen Kräften. Auch Europäer wie Sven Hedin, Heinrich Harrer und Herbert Tichy standen im Banne dieses einzigartigen Berges. Der Vergleich mit historischem Filmmaterial zeigt, dass sich das Leben in Tibet kaum verändert hat und dass Spiritualität zeigt.

Samstag, 04.09.2010
13:00 - 14:00, arte
Mutter Teresa: Heilige der Dunkelheit

'Wofür arbeite ich? Wenn es keinen Gott gibt, kann es auch keine Seele geben. Wenn es keine Seele gibt, dann, Jesus, bist du auch nicht wahr!' schrieb Mutter Teresa in ihr Notizbuch. Wie passen solche Sätze zum Bild der engagierten Missionarin, die ihre Arbeit stets als Auftrag Gottes empfunden hat? Sind es die Hilfeschreie einer körperlich und spirituell ausgebrannten Frau, die auf diese Weise ihr Burnout vor der Welt verbergen wollte? Oder sind es Erfahrungen, wie sie nur 'mystisch begabte Christen' haben? Mutter Teresas Tagebucheinträge lassen die Frau, die für ihr Leben mit den Bettlern und Sterbenden in den Slums von Kalkutta weltweit Anerkennung erfahren hat, in einem anderen Licht erscheinen: Sie fühlte sich innerlich einsam und leer. Mehr als 40 Jahre lebte sie im Zustand der 'Dunkelheit', wie sie selbst ihre Gottferne nannte. Ihre Lebensgeschichte erschüttert und provoziert gleichermaßen, berührt sie doch die Grundfragen der menschlichen Existenz: Warum müssen wir leiden? Und warum lässt Gott das zu? Fragen, die Mutter Teresa ein Leben lang quälten und an denen sie beinahe zerbrochen wäre. Trotzdem hat sie es nicht gewagt, sie öffentlich auszusprechen. Der Film 'Mutter Teresa - Heilige der Dunkelheit' beleuchtet das Leben von Mutter Teresa und beschäftigt sich mit den inneren Konflikten, die die Nonne quälten. Am 27. August wäre Mutter Teresa 100 Jahre alt geworden.

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Sonntag, 05.09.2010
06:45 - 07:00, NDR
Die Felsentempel von Mahabalipuram, Indien

In Mahabalipuram, einer Kleinstadt an der Koromandelküste im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu, vermittelt das größte Relief der Welt in seiner großartigen Bildsprache die hinduistische Vorstellung vom Paradies auf Erden. Hier sind Menschen und Tiere, Götter und Heilige in Liebe und Achtung voreinander an den heiligen Wassern des Ganges vereint. Es war ein kühner Plan, den die Könige aus der Pallava-Dynastie vor anderthalbtausend Jahren in Südindien hatten: die bizarre Felslandschaft rund um Mahabalipuram, 50 Kilometer südlich von Madras, sollte in eine Tempelstadt verwandelt werden. Mehrere Steinmetzgenerationen haben rund 200 Jahre lang gearbeitet, um aus dem rohen Granit zierliche und dekorative Tempel zu formen. Heute ist die Tempelstadt Wallfahrtsort, zu dem Menschen aus aller Welt kommen. Die einzigartige Tempelstadt lebt und ist keineswegs ein Museum. Der Film zeigt die verschiedenen Gottheiten gewidmeten Tempel, die Rathas genannt werden, weil sie wie die prunkvollen Prozessionswagen bei den indischen Tempelfesten aussehen. Ebenso wie das riesige Relief strahlen sie tief empfundene Religiosität aus.

Montag, 06.09.2010
03:15 - 03:35, Phoenix
Walaam

Der Ladogasee ist der größte See Europas und liegt nordöstlich von St. Petersburg. Das Kloster, das zwei Mönche vor 1.000 Jahren auf der inmitten dieses Sees gelegenen Inselgruppe Walaam gegründet haben, beherbergte zu seinen besten Zeiten im 19. Jahrhundert über 3.000 Mönche. Nach dem Ersten Weltkrieg gehörte es zu Finnland und war damit dem Zugriff der Kommunisten entzogen, die zahlreiche andere Kirchen und Klöster plünderten und sprengten. 1940 jedoch überfiel die UdSSR Finnland, und die Grenze wurde neu gezogen. Walaam ging an die Sowjetunion. Die Mönche flohen, und das Kloster wurde als Invalidenheim, Lager und Offizierskasino genutzt. Gleichzeitig ließ man die Gebäude verfallen. Seit 15 Jahren kehrt jedoch wieder sakrales Leben in die Klostermauern zurück. Hundert Mönche bauen das Kloster wieder auf. Sie haben mit ihrem früheren weltlichen Leben abgeschlossen und widmen sich nur noch der Liebe zu Gott. Die Dokumentation 'Walaam' gibt Einblicke in das Klosterleben, die den Besuchern sonst verwehrt bleiben.

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03:35 - 04:20, Phoenix
Faszination Glaube

In Zeiten der Globalisierung bekommt die Frage nach religiösen Werten neue Relevanz. Die Dokumentation stellt die fünf Weltreligionen mit ihren Traditionen und wichtigsten Gotteshäusern vor. In der ersten Folge beobachtet Peter Heller den muslimischen Alltag in Marokko und besucht die Moschee König Hassan II. in Casablanca.

Außerdem stellt Arte den Meenakshi-Tempel in Madurai, die Dophány-Synagoge in Budapest, die Shwedagon-Pagode in Yangon und den Mailänder Dom vor.

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04:20 - 05:05, Phoenix
Faszination Glaube

Die Shwedagon-Pagode in Yangon in Birma ist ein Wahrzeichen des Buddhismus. Steinerne Löwen, die sogenannten Cinthe sollen die Eintretenden vor Bösem beschützen. Die Dokumentation begleitet eine Familie zum Großen Novizenfest, bei dem ihr Sohn in die Gemeinschaft der Mönche aufgenommen wird. Auch der Geisterglaube spielt für Birmanen eine große Rolle. Sie richten rauschende Feste für ihre 'Nats' aus, bei denen viel getanzt und getrunken wird, um deren Botschaften empfangen zu können. Die Dokumentation bietet spannende Einblicke in dieses kaum bekannte spirituelle Ritual. Welche große Bedeutung der Buddhismus für das Alltagsleben der Menschen in Birma besitzt, zeigen eindruckvolle Bilder aus dem exotischen Yangon.

05:05 - 05:45, Phoenix
Faszination Glaube

Die im romantischen Baustil gebaute Dohany Synagoge in Budapest ist die größte noch funktionierende in Europa, die zweitgrößte der Welt. Die Synagoge ist von zwei 43 Meter hohen Zwiebelkuppen gekrönt.

synagoge.jpg (41208 Byte)

05:45 - 06:30, Phoenix
Faszination Glaube

Die Dokumentation gibt eine Einführung in die Grundsätze und die Spiritualität des Hinduismus, in dem mehrere Gläubige in ihrem Alltag begleitet werden. Chinna Battar ist der oberste Priester des Meenakshi Tempels und Mitglied der höchsten Kaste, der Brahmanen. Diese geistliche Position wurde ihm von seinem Vater übertragen und er selbst wird sie später an seinen Sohn weitergeben. Für die Mitglieder der untersten Kaste sieht die Gesellschaftsordnung andere Aufgaben vor. So kümmert sich Hari Key um die Toten, die von den Hindus als unrein betrachtet werden. Die Gläubige Selvi wird jeden Freitagabend vom Gott Karpaswami heimgesucht, der sich in einer Trance-Sitzung ihrer bemächtigt, um zu Rat Suchenden zu sprechen.

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06:30 - 07:15, Phoenix
Faszination Glaube

Der Dom St. Maria Nascente in Mailand ist als weltbekanntes Gotteshaus ein wichtiges Zentrum vom katholischen Glauben in Italien. In der Dokumentation erzählt die achtköpfige katholische Familie Derutigliani von ihrer Art der Glaubensausübung und von den strengen Regeln der Katholischen Kirche. Priester halten vor Beginn ihrer täglichen Arbeit eine private Messe ab.

mailand.jpg (55307 Byte)

09:15 - 09:55, arte
Unterwegs auf dem Dach der Welt

Seit Tausenden von Jahren schon pilgern Menschen auf dem Padmasambhava-Pfad nach Lhasa. Auch Rapa (32), Ruru (60), Busa (64), Chuja (28) und Dawa (24) machen sich mit ihrer Rinderherde auf den Weg in die Hauptstadt Tibets. Für die 1.500 Kilometer lange Strecke werden sie neun Monate brauchen. Dabei marschieren die drei jungen Männer der Gruppe nicht etwa aufrecht, sondern legen sich nach nur wenigen Zwischenschritten bäuchlings auf den Boden, heben die Hände über den Kopf, erheben sich wieder, machen drei Schritte, um sich erneut der vollen Körperlänge nach auf den Asphalt zu werfen. Mit dieser schier unvorstellbaren selbst auferlegten Marter messen sie die ungezählten Meter zu ihrem weit entfernten Ziel mit jeder Faser des Körpers aus. Die Dokumentation begleitet die Pilger von den Vorbereitungen bis zur Ankunft in Lhasa. Dabei vermittelt sie dem Zuschauer einen unvergleichlichen Eindruck von der Willensstärke, der ausgeglichenen Bestimmtheit und tiefgreifenden Spiritualität dieser Pilger auf ihrem langen entbehrungsvollen und an Erfahrungen reichen Weg.

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Dienstag, 07.09.2010
16:00 - 16:45, 3SAT
Tibetisch heilen im Himalaya

Bis 1992 war das ehemalige Königreich Spiti im indischen Himalaya für Fremde nicht zugänglich. In dieser kargen Bergwüste an der Westgrenze von Tibet hat sich eine große, über 1.000 Jahre alte Heiltradition erhalten. Die Ärzte, die nach der tibetischbuddhistischer Methode heilen, werden 'Amchis' genannt. Amchi zu sein ist in Spiti eine religiöse Aufgabe. Die meisten der 45 Amchis in den 45 Dörfern sind Ärzte in Familientradition und werden neun Jahre lang vom Vater ausgebildet. Die Pflanzen, Wurzeln, Mineralien und Steine, die sie für ihre komplexe Medizin brauchen, sammeln sie selbst. Dafür ziehen sie jedes Jahr im Frühsommer in die Berge - eine schwere Aufgabe und ein großes Abenteuer. Die Suche führt sie durch die grandiose Berglandschaft des indischen Himalaya zu geheimen Plätze an der tibetische Grenze auf 5.000 Meter und höher, wo die heilkräftigsten Pflanzen wachsen und die mineralienhaltigsten Steine zu finden sind. Die uralten tradierten Rezepturen der Amchis helfen zuverlässig gegen viele Krankheiten und sind frei von Nebenwirkungen. Kein Wunder, dass sich immer mehr westliche Ärzte für die tibetischbuddhistische Lehre vom Heilen mit ihrem ganzheitlichen Medizinkonzept interessieren. Der Film 'Tibetisch heilen im Himalaya' zeigt Leben und Arbeit von vier Amchis, die nach tibetischbuddhistischer Methode heilen.

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Mittwoch, 08.09.2010
06:05 - 06:45, Phoenix
Kalt, riskant und gut fürs Karma

Spektakulär ziehen jedes Jahr bis zu 500.000 Hindus durch die Bergwelt der Krisenregion Kaschmir. Die 'Amarnath Yatra', der Pilgerzug zur Höhle von Amarnath, ist die ungewöhnlichste und gefährlichste Wallfahrt Indiens, und wohl der ganzen Welt. Erstmals seit Jahrzehnten durfte ein ausländisches Fernseh-Team den Pilgerzug begleiten. Im Sommer, wenn die Pfade halbwegs schneefrei sind, brechen sie auf: Bauern, Wanderasketen, smarte Yuppies aus Indiens Megastädten. Zu Tausenden pilgern sie durch grandioses Hochgebirge, schlafen in exponierten Zeltlagern, essen in provisorischen Hochgebirgs-Raststätten. Drei Tage dauert die Wallfahrt. Ihr Ziel ist eine einsame, 4.000 Meter hoch gelegene, heilige Höhle. Dort hat einst Gott Shiva seiner Frau das Geheimnis der Unsterblichkeit enthüllt, so die Legende. Steil schneidet der Pfad durch Bergflanken, durch Eis- und Geröllfelder. Der höchste Pass liegt 5.000 Meter hoch. Höhe, Kälte, Steinschlag und die ungewohnte Anstrengung fordern ihren Preis. Letztes Jahr haben 67 Pilger die Wallfahrt nicht überlebt. Der Film begleitet vier Pilger. Premal, Abishek und Vijay sind 19, 23 und 31 Jahre alt. Mit ihrem Onkel Mukesh, 40, einem Börsenhändler, fahren sie von Bombay aus nach Kaschmir. Der Film zeigt Strapazen, Spaß und religiöses Verständnis der jungen Männer. Er zeigt ihre Furcht vor Unwetter und Terroranschlägen und thematisiert ihr Verhältnis zu den muslimischen Kaschmiri. Der Film zeigt auch den massiven Militärschutz der Yatra und welch immense Logistik nötig ist, um die Pilgermassen im unwirtlichen Hochgebirge zu versorgen.

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20:15 - 21:05, 3SAT
Mutter Teresa - Heilige der Dunkelheit

'Wofür arbeite ich? Wenn es keinen Gott gibt, kann es auch keine Seele geben. Wenn es keine Seele gibt, dann, Jesus, bist du auch nicht wahr!' schrieb Mutter Teresa in ihr Notizbuch. Wie passen solche Sätze zum Bild der engagierten Missionarin, die ihre Arbeit stets als Auftrag Gottes empfunden hat? Sind es die Hilfeschreie einer körperlich und spirituell ausgebrannten Frau, die auf diese Weise ihr Burnout vor der Welt verbergen wollte? Oder sind es Erfahrungen, wie sie nur 'mystisch begabte Christen' haben? Mutter Teresas Tagebucheinträge lassen die Frau, die für ihr Leben mit den Bettlern und Sterbenden in den Slums von Kalkutta weltweit Anerkennung erfahren hat, in einem anderen Licht erscheinen: Sie fühlte sich innerlich einsam und leer. Mehr als 40 Jahre lebte sie im Zustand der 'Dunkelheit', wie sie selbst ihre Gottferne nannte. Ihre Lebensgeschichte erschüttert und provoziert gleichermaßen, berührt sie doch die Grundfragen der menschlichen Existenz: Warum müssen wir leiden? Und warum lässt Gott das zu? Fragen, die Mutter Teresa ein Leben lang quälten und an denen sie beinahe zerbrochen wäre. Trotzdem hat sie es nicht gewagt, sie öffentlich auszusprechen. Der Film 'Mutter Teresa - Heilige der Dunkelheit' beleuchtet das Leben von Mutter Teresa und beschäftigt sich mit den inneren Konflikten, die die Nonne quälten. Am 27. August wäre Mutter Teresa 100 Jahre alt geworden.

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Donnerstag, 09.09.2010
05:20 - 06:20, 3SAT
Te Deum - Himmel auf Erden

Kein anderer Orden in der Geschichte löst so unterschiedliche Gefühle und Vorstellungen aus wie die Societas Jesu, die Jesuiten. Die Jesuiten verzichteten auf die Gebundenheit an ein örtliches Klosterleben, sind generalstabsmäßig organisiert und leben in strenger Disziplin. Sie schufen die Grundlagen eines einzigartigen Bildungssystems in Europa, betrieben aber auch Machtpolitik als Beichtväter und Berater in den europäischen Königshäusern. Sie gelten als die Wächter des Christentums. Ihr Ruf als Verschwörer und willfährige Handlanger des Papstes beruht auf ihrem bedingungslosen Gehorsam und ihrer wachsenden Machtfülle. Im späten 18. Jahrhundert wurde ihnen dies zum Verhängnis: Der Orden wurde aufgelöst, seine Mitglieder verfolgt. Erst im 19. Jahrhundert wurde er neu gegründet. Mit rund 19.000 Mitgliedern, Brüdern und Priestern sind die Jesuiten heute die größte Ordenseinheit der katholischen Kirche. Nach wie vor widmen sie sich der Mission, der Bildung und der Forschung. Die letzte Folge der sechsteiligen Dokumentationsreihe 'Te Deum - Himmel auf Erden' verfolgt den Weg dieses Ordens und sein Wirken von seinen Anfängen bis in die Gegenwart. Die Dokumentationsreihe beschreibt die kultur- und religionsgeschichtliche Bedeutung der sechs wichtigsten und größten Orden der christlichen Kirche: Benediktiner, Zisterzienser, Franziskaner, Augustiner, Dominikaner und Jesuiten. Im Vordergrund stehen nicht einzelne Klöster, sondern die Geschichte der Orden, ihre Bedeutung für die Entwicklung der europäischen Kultur und ihre Präsenz in der heutigen Gesellschaft. Die Dokumentationsreihe erklärt die Unterschiede zwischen den einzelnen Orden und versucht, die breite Auffächerung ihrer Traditionen und ihrer Gemeinsamkeiten einzuordnen und zu interpretieren.

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Freitag, 10.09.2010
12:00 - 12:30, 3SAT
Von kleinen Mönchen und bösen Blicken

'Es stimmt nicht, aber ich glaube daran', sagt der Neapolitaner, wenn er von Magie, Aberglaube, Hexerei und allerlei Mysteriösem im heutigen Alltag Neapels spricht. Er trägt magische Amuletthörnchen und muss unbedingt ganz schnell ein Stück Metall anfassen, wenn ein leerer Leichenwagen an ihm vorbeifährt. Das tägliche Leben wird bestimmt von Regeln und Verhaltensweisen, die die Camorra, aber auch böse Geister fernhalten sollen, zum Beispiel mit einem auf dem Dach montierten alten Besen. taucht er Ein anderes Phänomen ist der Monacello, der 'kleine Mönch', ein Geist, der gerne unvermittelt in Trattorien und Pizzerien auftaucht. Viele Menschen in Neapel behaupten, ihn schon mit eigenen Augen gesehen zu haben. So auch Peppe und Anna in ihrer Vineria. Gern reden sie aber nicht darüber, es könnte den 'Mitbewohner' ja verärgern. Die rüstige Signora Maria hingegen kann ein wenig hexen und vor dem bösen Blick beschützen. Die Rituale hierzu hat sie von ihrer Großmutter gelernt. Solchen Dingen steht die Kirche Neapels extrem skeptisch gegenüber. Dabei hat sie den Stadtbewohnern selbst ein mysteriöses Ritual zu bieten, eine Sensation gar, vor aller Augen sichtbar: das sogenannte 'Blutwunder des heiligen Januarius', das regelmäßig am 19. September stattfindet. Der Film 'Von kleinen Mönchen und bösen Blicken' begibt sich in den Gassen Neapels auf die Suche nach dem alltäglichen Aberglauben.

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