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koch.gif (4446 Byte) Kulinarische Entdeckungen
Samstag, 28.08.2010
14:00 - 14:30, arte
Zu Tisch ...

Cassiano ist ein moderner Bergbauer, fast schon ein Unternehmer, der sich auf die Käseproduktion spezialisiert hat. Auf der Alm wird in reiner Handarbeit Cassianos Fontina-Käse hergestellt. Dafür hat er den erfahrenen Senner Remo Lillaz eingestellt, der bereits für seinen Vater gearbeitet hat. Mit Remo leben und arbeiten drei Kuhhirten während der Sommermonate auf der Alm. Das Leben in den Bergen ist hart und entbehrungsreich, es gibt kaum noch Männer im Aosta-Tal, die sich dafür gewinnen lassen. Cassiano hat daher auch Hirten eingestellt, die nicht aus der Umgebung stammen: einen Italiener, einen Albaner und einen Marokkaner. Remo, der Senner, kocht jeden Tag für die Männer: eine natürliche, einfache Küche mit vielen frischen Kräutern von der Almwiese und vor allem mit dem selbstgemachten Fontina, der fast immer auf seinem Speiseplan steht. Für eine Supetta, ein typisches Gericht aus dem Valle d'Aosta, braucht er auch nicht viel: Weißbrot, Fontina, schwarzen Pfeffer, Zimt und eine kräftige Rinderbrühe. Und auch wenn Remo manchmal in seiner einsam gelegenen Almküche Zutaten fehlen - den Hirten schmecken die Gerichte nach getaner Arbeit einfach köstlich.

17:45 - 18:15, arte
Zu Tisch ...

In den italienischen Alpentälern und der Schweiz war die Esskastanie früher fester Bestandteil der Nahrung, vor allem nach Missernten. Aus diesem Grund wurde in vielen Gemeinden jedem Bewohner ohne eigenen Grund- oder Waldbesitz ein eigener Baum aus dem Gemeindeeigentum als Nahrungsreserve zugewiesen. Im Schweizer Kanton Tessin wird die Kastanie auch 'albero del pane' - Brotbaum - genannt. Im Valle di Muggio, einem der südlichsten Täler des Tessins, nahe der italienischen Grenze, versuchen engagierte Bewohner eine uralte Tradition wieder zu beleben: die Kunst des Kastanienräucherns. Seit einigen Jahren wird in dem Bergdorf Cabbio 'die gráa', ein Dörrhaus, wieder in Gang gesetzt. Die Räucheraktion ist eine richtige Gemeinschaftsaufgabe, denn drei Wochen lang muss der Ofen ununterbrochen laufen. Das Holz darf nicht brennen, sondern nur glimmen. Die Kastanien müssen regelmäßig gewendet werden. Mehrmals am Tag und auch in der Nacht. Es gibt unterschiedliche Meinungen, wie man am besten vorgeht, und viele selbst ernannte Experten, die wissen wollen, wann die Kastanien fertig gedörrt sind. 'Zu Tisch in ...' begleitet die Protagonisten bei ihrer harten Arbeit des Kastanienräucherns - bis zur sogenannten 'Battitura', dem 'Kastanienschlagen'. Nach drei Wochen werden die Dörrfrüchte aus dem Ofen geholt und nach althergebrachter Methode auf einem Holzbock geschlagen. So werden die Früchte von den Schalen getrennt. Anschließend feiern die Bewohner von Cabbio ein großes Dorffest zu Ehren der Kastanie.

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Sonntag, 29.08.2010
14:00 - 14:30, 3SAT
Die Seine

Entlang der Seine, auf dem Abschnitt zwischen Troyes und dem Wald von Fontainebleau, gibt es viele Überraschungen und große Kontraste: So wird in Montgueux die Troyeser Champagner-Bratwurst verkauft und in Boulancourt wird eine Straußenfarm betrieben. Auch Kunst ist mit den Malern der Schule von Barbizon ein Thema, je näher man Paris kommt.

Mittwoch, 01.09.2010
09:15 - 10:00, arte
Immer Essen!

Dampfende Töpfe, brutzelnde Pfannen und brodelnde Friteusen inmitten von dichtem Verkehr - Indiens Straßenhändler finden immer einen Platz, um ihre Snacks anzubieten. Auf wackeligen Ständen und verwegenen Fahrradkonstruktionen zaubern sie komplette Menüs. Die mobilen Küchen Indiens liefern Essen für Millionen von Menschen, jeden Tag, immer frisch, für wenige Rupien. Doch die Existenz der indischen Kleinhändler ist bedroht. Straßenhändler passen angeblich nicht mehr ins Bild der aufstrebenden Metropolen. Sie sollen aus den Zentren verschwinden. Das wollen sich die Straßenhändler aus Hyderabad nicht gefallen lassen. Sie haben sich organisiert und kämpfen für ihre Rechte. Aber nicht nur Polizei und Behörden machen ihnen das Leben schwer. Internationale Fast-Food- Ketten und die Global Player der Lebensmittelindustrie versuchen, die Geschmackswelten der Inder umzukrempeln. In der über 3.000 Jahre alten indischen Esskultur vollzieht sich ein gigantischer Wandel. Religiöse Vorschriften und uralte Traditionen geraten mit der zunehmenden Globalisierung von Lebensmitteln ins Wanken. Die Auswirkungen bekommen vor allem auch die indischen Kleinhändler zu spüren. Die Dokumentation erzählt die Geschichte vom Straßenhändler Ganesh Rao aus Hyderabad, der mit seinem kleinen Imbiss in einer immer größer werdenden Stadt um die Existenz kämpft. 'Immer Essen!' ist aber auch eine Geschichte über die Essgewohnheiten der Inder im Zeitalter der Globalisierung und über die Geschmackswelten der Zukunft von über einer Milliarde Menschen.

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Donnerstag, 02.09.2010
10:45 - 11:35, arte
Der Mehlspeis-Adel

Der 'Zauner' in Ischl zählt wie der 'Demel' in Wien oder das 'Tomaselli' in Salzburg zu den Hochburgen des österreichischen Mehlspeis-Adels. Die Nougatkipferln, Mokkatörtchen, Mandelbögen, Orangendukaten, Trüffelkugeln und all die anderen Köstlichkeiten, die in diesen traditionsreichen Zuckerbäckereien hergestellt werden, genießen Weltruf. In nobler Atmosphäre lässt sich's besonders herzhaft schlemmen. Ob das Café 'Esplanade' an der Traun-Promenade oder der 'Demel' mit seinem barocken Ambiente - ihr gediegenes Interieur und ihre bewegte Geschichte bieten den idealen Rahmen, in dem sich die vielen Geschichten über das süße Leben entfalten können. Einige der Torten, Strudel, Rouladen, Biskuits und Petit Fours tragen berühmte Namen und verkörpern somit ein Stück Kulturgeschichte, andere verweisen allein schon durch ihre Extravaganz auf ihre vornehme Herkunft. Bis zur Gaumenfreude aber ist es ein langer Weg. Erst traditionsreiche Rezepte, vielfältige Ingredienzien, manch edler Tropfen und die Kunst des Verfeinerns, das eigentliche Metier der Zuckerbäcker, machen Österreich zum Mehlspeis-Paradies. Salzburg ist - besonders im Sommer, wenn die Festspielgesellschaft der Prominenten und Reichen eintrifft - ein Schauplatz der Kultur und der Sinnlichkeit. Mehlspeisen und Festspiele sind gleichermaßen Ausdruck für eine verfeinerte Form von Kulturgenuss, die man in Österreich zelebriert wie kaum anderswo. Beides zusammen ergibt jenen barocken Charme, mit dem die Stadt ihre Besucher betört. Die Verkörperung von Genuss und Üppigkeit sind zweifellos die Salzburger Nockerln. Das zarte Schaumgebilde besteht ausschließlich aus Eiern, Zucker, Vanille und einem Hauch Mehl. Die Nockerln, die aus der Ei-Masse geformt werden, dürfen nur ganz kurz im heißen Ofen gebacken werden, damit die cremige Konsistenz dieser Köstlichkeit erhalten bleibt. Das alte Originalrezept hat mit den Nockerln, wie sie heute serviert werden, fast nichts mehr gemeinsam. Der französische Einfluss auf die österreichische Küche ließ die Gerichte leichter werden und so entstand jenes flaumige Soufflé, das als 'Salzburger Nockerln' in Österreichs Spitzenrestaurants serviert wird.

11:35 - 12:20, arte
Das Geheimnis der chinesischen Liebessuppe

Die richtigen Gemüse und Kräuter heilen Migräne, lindern die Leiden der Schwangerschaft und bekämpfen sogar chronische Allergien. - Was wann hilft, ist in Küchenweisheiten zu finden, die bis heute in China praktiziert werden. Angel Huang, Chefin eines modernen Gourmetrestaurants in Shanghai, will mit Hilfe des 1000 Jahre alten Wissens eine 'Liebessuppe' kreieren.

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Freitag, 03.09.2010
15:30 - 16:00, H3
Meine Küche, deine Feste

In der türkischen Familie Aydogan aus Nürtingen gibt es als Vorspeise immer eine Suppe. Welche Suppe Rushar Aydogan mit ihren Freunden kochen wird, ist noch ein Geheimnis. Auf jeden Fall ist es eines ihrer Lieblingsrezepte, und Auberginen dürfen darin auf keinen Fall fehlen. Rushar Aydogan ist in Deutschland geboren, studierte in Istanbul, kam aber wegen ihrer Familie wieder zurück nach Nürtingen. Sie fühlt sich in beiden Kulturen heimisch. Aus dem Nürtinger Stadtleben ist sie nicht mehr wegzudenken, denn überall, wo Hilfe gebraucht wird, engagiert sie sich. Sechzig Prozent der Baden-Württemberger haben ihre Wurzeln nicht im Land. Heimatvertriebene nach dem Zweiten Weltkrieg und Einwanderer haben ihre eigene Kultur mitgebracht und inzwischen hier ihre Heimat gefunden. In Stuttgart leben 170 Nationalitäten, in Mannheim 160 und in Heilbronn 130. Doch die gegenseitige Kenntnis ist gering. Wo kommen die Nachbarn her? Wo kaufen sie ein? Was kochen sie, und welche Feste feiern sie? Kurz - wie sieht es hinter der Wohnungstür des Nachbarn aus? Eine einheimische Familie soll dies alles bei den zugewanderten Nachbarn erkunden.

Samstag, 04.09.2010
11:36 - 12:20, MDR
Sarah Wiener in Marrakesch

Im Frühherbst 2006, mit Beginn der muslimischen Fastenzeit, reiste die Berliner TV-Köchin Sarah Wiener nach Marokko. Sie wollte den Fastenmonat Ramadan in Marrakesch erleben, der alten Handelsstadt am Fuße des Atlasgebirges, Marokkos Touristenziel Nummer eins. Ein SWR-Fernsehteam begleitete sie. Der Ramadan gebietet anders als die christliche Fastenzeit Enthaltsamkeit nur für die Zeit zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. In den Stunden dazwischen darf hemmungslos geschlemmt werden. Zu keinem anderen Anlass wird in muslimischen Ländern so viel gekocht, so viel gegessen, an Gewicht zugelegt und so viel Geld für Nahrungsmittel ausgegeben wie im Ramadan. 30 Tage fasten heißt 30 Tage Festessen. Für die Gastronomin Sarah Wiener eine ideale Gelegenheit also, hinter die Geheimnisse der arabischen Küche zu kommen. Die Kamera folgt ihren Streifzügen durch die Welt der Genüsse, bei denen sie nicht nur orientalische Rezepte kennen lernt, sondern auch die Rituale des islamischen Glaubens - und vor allem neugierig eintaucht in die Welt der marokkanischen Frau. Der traditionelle Aufenthaltsort für Frauen ist in Marrakesch das Riad, das um einen baumbestandenen Hof herum gebaute, großbürgerliche Stadthaus. Wenn sich am Ende einer oft dunklen Gasse die Türen in ein Riad öffnen, dann ist es, als täte sich ein Tor zu Tausendundeiner Nacht auf: mit Mosaiken verzierte Wände und Decken, kostbare Teppiche und - nach Sonnenuntergang - reich beladene Tische. Bis vor wenigen Jahrzehnten durften marokkanische Frauen ihren Riad nicht verlassen, erst seit kurzem genießen sie größere Freiheiten. Umso stärker ist ihre Stellung innerhalb des Hauses, hier haben sie das Sagen, zelebrieren ihre Speisen und feiern ihre Feste. Hier absolviert Sarah Wiener einen Crash- und Intensiv-Kurs in der Kultur und Küche des Orients. Hier ist alles hand- und hausgemacht, erfordert viel küchenhandwerkliches Können, die Kenntnis der überlieferten Rezepte, Hingabe und Geduld. Kaum bleibt Zeit, das zu tun, was auf dem Terminplan der traditionell lebenden marokkanischen Frau sonst noch steht: Haare färben, Hände und Füße kunstvoll mit Henna dekorieren, ins maurische Bad gehen, Moschee und Heiligengräber aufsuchen, künftige Hochzeiten einfädeln, mit anderen singen, tanzen, vieles mehr. Von einer Marokkanerin wird Sarah Wiener zur anderen gereicht, ist im Haus einer Geschäftsfrau ebenso zu Gast wie in einer Armenküche, bei Intellektuellen und einer Familienfeier am 27. Tag des Ramadan, dem Tag, an dem der Überlieferung nach der Koran vom Himmel fiel. So begibt sie sich auf eine faszinierende Reise in eine Welt, die normalerweise hinter hohen Mauern verborgen bleibt.

wiener.jpg (40677 Byte)

17:45 - 18:15, arte
Zu Tisch ...

In den italienischen Alpentälern und der Schweiz war die Esskastanie früher fester Bestandteil der Nahrung, vor allem nach Missernten. Aus diesem Grund wurde in vielen Gemeinden jedem Bewohner ohne eigenen Grund- oder Waldbesitz ein eigener Baum aus dem Gemeindeeigentum als Nahrungsreserve zugewiesen. Im Schweizer Kanton Tessin wird die Kastanie auch 'albero del pane' - Brotbaum - genannt. Im Valle di Muggio, einem der südlichsten Täler des Tessins, nahe der italienischen Grenze, versuchen engagierte Bewohner eine uralte Tradition wieder zu beleben: die Kunst des Kastanienräucherns. Seit einigen Jahren wird in dem Bergdorf Cabbio 'die gráa', ein Dörrhaus, wieder in Gang gesetzt. Die Räucheraktion ist eine richtige Gemeinschaftsaufgabe, denn drei Wochen lang muss der Ofen ununterbrochen laufen. Das Holz darf nicht brennen, sondern nur glimmen. Die Kastanien müssen regelmäßig gewendet werden. Mehrmals am Tag und auch in der Nacht. Es gibt unterschiedliche Meinungen, wie man am besten vorgeht, und viele selbst ernannte Experten, die wissen wollen, wann die Kastanien fertig gedörrt sind. 'Zu Tisch in ...' begleitet die Protagonisten bei ihrer harten Arbeit des Kastanienräucherns - bis zur sogenannten 'Battitura', dem 'Kastanienschlagen'. Nach drei Wochen werden die Dörrfrüchte aus dem Ofen geholt und nach althergebrachter Methode auf einem Holzbock geschlagen. So werden die Früchte von den Schalen getrennt. Anschließend feiern die Bewohner von Cabbio ein großes Dorffest zu Ehren der Kastanie.

tisch1.jpg (40861 Byte)

Sonntag, 05.09.2010
18:30 - 19:00, arte
Zu Tisch ...

Die kleinen Gurken, auch Einleger genannt, werden von Juni bis zum Spätsommer geerntet und müssen frisch verarbeitet werden. Mit Salzlake bedeckt gären die Gurken und nehmen so einen sauren Geschmack an. Erst dann sind sie echte Spreewälder Saure Gurken. Während die Familie die Gurken putzt und einlegt, bereitet Tochter Christin ein Spreewälder Nationalgericht zu: Pellkartoffeln mit Leinöl und Quark. Das Öl mit seinem leicht bitteren Geschmack gilt als besonders gesund. Der Spreewald ist eine natürliche Auenlandschaft. Im Süden des Landes Brandenburg bilden die Nebenarme der Spree ein Labyrinth von fast tausend Kilometern Länge. Die unzähligen Kanäle und Fließe, wie die schmalen Wasserläufe heißen, werden mit flachen Kähnen befahren, denn Straßen gibt es kaum. Das Netz der Wasserläufe und kleinen Inseln, auf denen die Häuser und Felder liegen, ist Segen und Fluch zugleich. Zwar sind die Fließe ein beliebtes Ausflugsziel, doch die kleinen, schwer erreichbaren Felder erlauben keine großflächige Landwirtschaft, die Höfe sind nicht mehr rentabel. So ist die Region immer mehr auf den Tourismus als Einnahmequelle angewiesen. Familie Filko hat sich auf die neuen Zeiten eingestellt. Auf ihrem Hof in Lehde betreiben sie eine Ferienpension und bieten als Fährleute Kahnfahrten für die Touristen an. Landwirtschaft und Fischerei betreibt die Familie nur noch für den Eigenbedarf. Die Bewohner von Lehde sehen dem Strukturwandel aber nicht tatenlos zu. Einmal im Jahr veranstalten sie das Lehde-Fest, dessen Einnahmen dem Erhalt des Dorfes und seiner Umgebung zugutekommen. Dafür wird das Dorf herausgeputzt und die Lehder Dorffrauen backen einen ganzen Tag lang Blechkuchen für den Kuchenstand. Manuela Filko ist die Vorsitzende des Fördervereins und für die Organisation des Festes verantwortlich. Am Vorabend findet sie trotzdem Zeit, ein Festessen für die Familie zuzubereiten, Fisch in Spreewaldsoße. Hierfür gart sie verschiedene Fischsorten in einer Brühe. Der Sud wird mit Schmand und Sahne angedickt und zum Fisch mit Kartoffeln serviert. Das Gericht war früher das traditionelle Sonntagsgericht im Spreewald.

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Freitag, 10.09.2010
11:20 - 12:15, arte
Der Koch, der Hund und Dali

Im berühmten 'El Bulli' kocht die Avantgarde so spektakulär, dass sich auch ausländische Küchenchefs inspirieren lassen. Hier arbeitet ihr Guru, der wahrscheinlich genialste, verrückteste und originellste Koch der westlichen Welt. Er heißt Ferran Adrià. Über seine Künste sind sich alle einig, die Gäste, die Gastrokritiker und die Kollegen. Streit herrscht höchstens über das treffende Etikett: vom 'Magier' bis zum 'Außerirdischen', von 'Labor' über 'Küche von Übermorgen' zu 'Zauberei', keine Bezeichnung, kein Vergleich wird gescheut. 60 Personen Belegschaft, darunter 30 Köche, sorgen für 50 Gäste. 25 bis 35 Gänge hat das übliche Menü, etwa vier Stunden dauert der Genuss. Das 'El Bulli' ist vom 1. April bis zum 30. September nur abends geöffnet. Etwa 300.000 Gerichte werden im Jahr für kulinarische Wallfahrer aus aller Herren Länder von Australien bis Zypern zubereitet.