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Geschichtssendungen |
| Samstag, 28.08.2010 |
| 00:00 - 00:45,
Phoenix |
| Abenteuer Ägypten - Mit
Dietmar Ossenberg unterwegs Seit Jahrtausenden fasziniert Ägypten die
Menschheit. Dichter, Denker, Abenteurer, Feldherren und Gelehrte erlagen seinem Zauber.
Dietmar Ossenberg hat sich auf die Suche nach dem Mythos des Landes gemacht. 'Abenteuer
Ägypten' ist keine Reisereportage im herkömmlichen Sinn: Die zweiteilige Reportage ist
das Resultat aus jahrelangen persönlichen Erlebnissen des ehemaligen
Kairo-Korrespondenten. Es ist das Porträt eines Landes jenseits der ausgetretenen
Touristenpfade. Stationen des ersten Teils der Reisereportage sind die Tempel von Abu
Simbel, Luxor, das Grabräuberdorf Kurna und die aus dem Wüstenboden gestampfte Siedlung
El Gouna.

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| 00:45 - 01:30,
Phoenix |
| Abenteuer Ägypten - Mit
Dietmar Ossenberg unterwegs Seit Jahrtausenden fasziniert Ägypten die
Menschheit. Dichter, Denker, Abenteurer, Feldherren und Gelehrte erlagen seinem Zauber.
Dietmar Ossenberg hat sich auf die Suche nach dem Mythos des Landes gemacht. 'Abenteuer
Ägypten' ist keine Reisereportage im herkömmlichen Sinn: Die zweiteilige Reportage ist
das Resultat aus jahrelangen persönlichen Erlebnissen des ehemaligen
Kairo-Korrespondenten. Es ist das Porträt eines Landes jenseits der ausgetretenen
Touristenpfade. Den zweiten Teil seiner Reisereportage 'Abenteuer Ägypten' beginnt
Dietmar Ossenberg mit einem Besuch im Reich der Toten: Gemeinsam mit Archäologen steigt
er hinab in die 'Unterwelt' Bahariyyas inmitten der Weißen Wüste im Westen Ägyptens.
Eine der nächsten Stationen ist Ägyptens Metropole Kairo. Einst nannte man die Stadt 'Al
Qahira' - die Siegreiche. Heute ist aus der bescheidenen Siedlung der Fatimidenherrscher
die größte Stadt des Kontinents geworden. 17 Millionen Menschen drängen sich dort - nur
Mexiko-Stadt ist größer. Endpunkt der Reisereportage ist die Hafenstadt Alexandria.

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| 01:30 - 02:15,
Phoenix |
| Pyramiden am Nil Gegenüber
der Millionenstadt Kairo erheben sich die berühmtesten Pyramiden der Welt , darunter die
herausragenden Cheops-, Chefren-, und Mykerionos Pyramiden, die Grabstätten der
gleichnamigen Pharaonen. Als Ägypten um 2.900 vor Christus zu einem Großreich vereinigt
wurde, wählten die Pharaonen das im südlichen Nildelta gelegene Memphis als Hauptstadt.
Die Epoche der Pyramidenbauten, die im Alten Reich einsetzte, fand ihren Höhepunkt
schließlich in den großen Pyramiden von Giseh, der Stadt der Toten, heute ein Vorort
Kairos. Beim Anblick dieser faszinierenden Monumente stellt sich der Besucher immer wieder
die gleiche Frage: Wie war es möglich, die riesigen Steinquader mit den Hilfsmitteln der
damaligen Zeit auf solche Höhen zu bewegen? Eine 70 Meter hohe Kobra, eine
Uräusschlange, die Urform des ägyptischen Reichsgottes Amun, glaubte Pharao Thutmosis
III im Wüstensand zu sehen, als er 1500 vor Christus in das Königreich der Nubier, den
heutigen Sudan, einfiel. Noch heute wird der Gebel Barkal, der heilige Berg, von dieser
Felsnadel dominiert. Beinahe zwei Jahrtausende beeinflusste der Mythos um diesen Berg die
Geschichte am Nil. Als die schwarzen Pharaonen um 750 vor Christus in Memphis einzogen und
für mehrere Dynastien Ägypten beherrschten, nahmen sie ihre Legitimation vom Gebel
Barkal. Zahlreiche Bauten spiegeln die Verehrung für diesen Ort wider. Vieles hat der
Wüstenwind längst im Sand begraben. Während der Dreharbeiten wurde ein zehn Meter
langes Relief im Amuntempel ausgegraben. Zum Vorschein kam eine kleine Sensation:
ägyptische Herrscher kriechen vor einem schwarzen Pharao. |
| 02:00 - 02:45,
Phoenix |
| Königinnen vom Nil Als
ihr Gatte Thutmosis II. 1490 v. Chr. starb, ergriff die junge Witwe Hatschepsut die Macht
und trat mit 16 Jahren aus der traditionellen Frauenrolle im Alten Ägypten heraus. Als
Preis für den Thron veränderte sie ihr öffentliches Bild und befahl, sie auf
Wandmalereien und Statuen nur noch als Mann darzustellen. Im 22. Jahr ihrer sehr
erfolgreichen Herrschaft starb sie, ihre Statuen und Inschriften wurden von späteren
Pharaonen zerstört. Nun versuchen Wissenschaftler das Leben Hatschepsuts zu
rekonstruieren.

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| 02:45 - 03:30,
Phoenix |
| Königinnen vom Nil Kleopatra
verkörpert wie keine andere Persönlichkeit den Mythos Ägyptens. Sie war der letzte
weibliche Pharao und wird beschrieben als eine machtbewusste und intrigante Frau,
überragend an Intelligenz, Charme und Schönheit. Sie schreckte auch vor Mord nicht
zurück, um an die Herrschaft zu gelangen. Kleopatra stammt aus der Dynastie der
Ptolemäer, die Ägypten 300 Jahre regiert hat. Nur wenige Tempel der Ptolemäer haben die
Zeit überdauert.

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| 03:30 - 04:15,
Phoenix |
| Königin der Karawanen - Das
Geheimnis von Saba Vor 3000 Jahren erhob sich in Marib, einer Oase in der
Wüste Jemens, die Hauptstadt der Sabäer. Deren Herrscherin wird in der Bibel Königin
von Saba und in der islamischen Überlieferung Bilquis genannt. Deutsche Archäologen
graben in Marib, um mehr über die Sabäer zu erfahren, die durch den Weihrauchhandel
reich wurden.

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| 08:10 - 08:25,
arte |
| Die Entdecker Zu
diesem neuen Abenteuer geht es mit den 'Entdeckern' zuerst nach Frankreich, dann nach
Ungarn in Mitteleuropa und zum Schluss ans Mittelmeer - nach Italien. Die Reiseführer
sind drei Archäologen: die Französin Lola Bonnabel, der Ungar Miklós Szabó und der
Italiener Daniele Vitali. Diese Wissenschaftler sind einem großen Volk auf der Spur, das
vor 2.500 Jahren einmal ganz Europa beherrscht hat - das Volk der Kelten. Wer waren die
Kelten, wie lebten und woran glaubten sie? Die erstaunlichen Entdeckungen der drei
Wissenschaftler liefern Aufschlüsse über das faszinierende und geheimnisumwitterte Volk
der Kelten. |
| 10:00 - 10:55,
arte |
| Die Jagd nach dem Urmeter Rund
250.000 Maß- und Gewichtseinheiten kennt man in Frankreich gegen Ende des 18. Jhs. Die
Astronomen Jean-Baptiste Delambre und Pierre Méchain wollen Ordnung schaffen: Sieben
Jahre sind sie unterwegs, um den Meridian, der durch Frankreich verläuft, zu vermessen
und der Welt ein einheitliches Maß zu geben: das metrische System. Hierzu nutzen sie ein
damals neuartiges Instrument, den Bordakreis.
Jean Charles de Borda (1733 - 99) entwickelte den Bordakreis, ein Instrument zur Messung
von Winkeln. Für die Doku wurde ein Originalgerät von 1792 verwendet.

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| 11:30 - 12:15,
NDR |
| Die Germanen Der
cheruskische Fürstensohn Arminius und sein Freund und Gefährte Notker sind als
Faustpfand eines Friedensvertrages der Römer mit den Germanen in Rom erzogen und
ausgebildet worden. Nachdem sie sich in Diensten Roms militärische Ehren erworben haben,
werden sie in ihre Heimat zurückgeschickt, um den römischen Statthalter Varus bei der
Verwaltung und Regierung Germaniens zu unterstützen. Zurück in der Heimat stellen sie
fest, wie eng bereits das Zusammenleben von Römern und Germanen geworden ist, aber auch,
wie sehr die römische Herrschaft sich über althergebrachtes germanisches Recht
hinwegsetzt. Arminius wird zum Anführer der Rebellion gegen die Römer - und bringt ihnen
in der Schlacht gegen Varus im Jahr 9 n. Chr. eine der schwersten Niederlagen bei. Danach
wird der Rhein die Grenze zwischen Römern und Germanen sein - und bleiben. Die
dokumentarischen Teile dieser Folge zeigen - unterstützt durch aufwändige
Computeranimationen - Siedlungen der Römer im rechtsrheinischen Germanien: ein
Militärlager bei Haltern und eine Stadt in der Nähe des heutigen Waldgirmes in Hessen.
Ausgrabungen und Funduntersuchungen geben Aufschluss auf das Gründungsdatum und den
Charakter dieser Ortschaft. Ebenso wird die Arbeit der Wissenschaftler mit Funden eines
antiken Schlachtfeldes dargestellt, das der Ort der berühmten Varusschlacht sein könnte. |
| 15:15 - 15:25,
3SAT |
| Ägypten Ägypten,
das ist vor allem das Land der Pyramiden, der uralten Königsgräber, der weltberühmten
Tempelanlagen. Ägypten ist aber auch ein beliebtes Ziel für Bade- und Tauchurlaub am
Roten Meer. Sharm el-Sheikh und vor allem Hurghada und Marsa Alam sind boomende Badeorte.
Entlang des Nils, von Kairo bis Abu Simbel, taucht der Reisende in eine Welt der
mythischen Vergangenheit ein. Ein Besuch in Luxor gehört zu den Höhepunkten eines
Ägyptenaufenthalts. Nirgendwo sonst im Land stehen so viele imposante Zeugnisse des alten
Pharaonenreichs. Rund 300 Kilometer weiter nilaufwärts liegt Assuan. Bekannt wurde die
Stadt durch den Bau der zwei Nilstaudämme oberhalb des ersten Nilkatarakts. An keiner
Stelle in Ägypten ist der Fluss schöner als dort. Entlang des Wassers erstrecken sich
Felder, Palmenhaine und Obstplantagen. Gleich dahinter beginnt die Wüste. Der Film von
Peter Ring begibt sich auf eine Reise durch Ägypten, von Luxor bis Abu Simbel.

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| Sonntag, 29.08.2010 |
| 01:00 - 01:45,
Phoenix |
| Die Feuerwolke vom Mt. Pelée
Am 3. Mai 1902 starben auf der Karibikinsel Martinique 29.000 Menschen in einer
Feuerwolke. Der Vulkan Mont Pelée war explodiert und vernichtete die malerische Stadt St.
Pierre und seine Einwohner. Die Katastrophe dauerte nur drei Minuten. Doch dabei starben
mehr Menschen als bei jedem anderen Vulkanausbruch des letzten Jahrhunderts. Für die
Zeitgenossen war diese Katastrophe rätselhaft. Es gab keine Lavaströme und keinen
dichten Ascheregen. Nichts, was man von bisherigen Vulkanausbrüchen kannte. Die genaue
Untersuchung, wie es zu dieser Katastrophe kommen konnte, führte zu einer neuen
Wissenschaft: der Vulkanologie. Der Film von Frances Barrigan rekonstruiert die
dramatischen Ereignisse von damals. Er zeigt, wie Forscher nach und nach ein Phänomen
enthüllten, das heute als 'pyroklastischer Strom' bekannt ist und das sich immer noch
besonders schwer vorhersagen lässt - und immer noch tödlich sein kann.

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| 06:45 - 07:00,
NDR |
| Haeinsa, Südkorea - Tempel
der schwarzen Kunst Der Haeinsa-Tempel auf dem nur schwer zugänglichen
Kaya-Berg in Südkorea wurde im Jahre 802 errichtet. Es handelt sich um eine Anlage mit
mehreren Gebäuden, an einem Hang gebaut und mit einem aufstrebendem Mittelweg. Die
farbenfrohen Verzierungen sind ausschließlich auf die Wahrung der Harmonie ausgerichtet.
Zu oberst stehen die vier Bauten des Changgyoing P'ango. Hier wird eine Fassung des
Tripitaka aufbewahrt, jener Sammlung des Theravada-Buddhismus, die 1496 Bände umfasst. Es
handelt sich um einen Schatz ohnegleichen. 80 000 Druckplatten aus Holz, perfekt erhalten,
sind hier zu finden. Seit dem 13. Jahrhundert wird hier das Tripitaka Koreana hergestellt,
200 Jahre bevor Gutenberg den modernen Buchdruck erfand. Auch heute noch dienen dieselben
Druckplatten als Vorlagen. |
| 13:05 - 13:30,
3SAT |
| Naturpark Kaunergrat Der
bronzezeitliche Opferschatz im Archäologischen Museum Fließ bei Landeck in Tirol brachte
neue Erkenntnisse über diese prähistorische Zeit etwa 1.500 vor Christus ans Tageslicht.
Im Rahmen des Projekts 'Alpines Heiligtum 2007 am Piller' wagten sich die Forscher Franz
Neururer und Alfons Erhart auf der Suche nach weiteren Spuren aus der Vergangenheit in
gefährliche Spalten im Naturpark Kaunergrat. Der Film 'Naturpark Kaunergrat' begleitet
die beiden Forscher.

|
| 16:10 - 17:00,
arte |
| Die Schätze des Königs
Salomon Im Jahr 2000 taucht eine 2800 Jahre alte Tafel auf, die als der
erste archäologische Beweis galt für die Existenz des biblischen Königs Salomon und des
von ihm erbauten Tempels in Jerusalem. Jetzt enttarnen israelische Kriminalisten sie als
Fälschung. Die Doku beleuchtet die Auswirkungen der Entdeckung.
Salomons Tempel soll auf Jerusalems Tempelberg gestanden haben. Die Moslems bestreiten
dies. Seit 1400 Jahren ist der Berg in ihrem Besitz, dort liegt die Al-Aqsa-Moschee. Und
Ausgrabungen, die die Existenz des jüdischen Heiligtums belegen könnten, sind verboten.

|
| 19:30 - 20:15,
ZDF |
| Tatort Eulau In
der Kiesgrube von Eulau bei Naumburg in Sachsen-Anhalt entdecken Archäologen 2005 eine
einzigartige steinzeitliche Grabanlage: Drei Frauen, zwei Männer und acht Kinder wurden
dort vor 4500 Jahren gemeinsam bestattet. Aber warum starben diese Menschen zur gleichen
Zeit? Wurden sie Opfer eines Gewaltverbrechens? Unter Einbeziehung eines BKA-Profilers und
mithilfe modernster Analysemethoden ermitteln Archäologen und Anthropologen.
Das Gräberfeld liegt 23 Kilometer vom Fundort der 3600 Jahre alten Himmelsscheibe von
Nebra entfernt.

|
| 23:30 - 00:25,
Phoenix |
| Schmutziges Gold Zwischen
1937 und 1945 plünderte die japanische Armee in China Hunderte Tonnen Gold, Silber und
Platin, die nach Kriegsende spurlos verschwunden waren und bis heute nicht wieder
aufgetaucht sind. 40 Jahre später, im Frühjahr 1987, sucht eine Gruppe Amerikaner nach
dem legendären Kriegsschatz - auf den Philippinen. Dort sollen die Japaner ihre
gigantische Beute vor der Kapitulation versteckt haben. Fand der Leiter der amerikanischen
Operation, John Singlaub, das Gold auf den Philippinen?

|
| 23:35 - 00:20,
ZDF |
| Maos langer Marsch - Mythos
und Wirklichkeit Von der chinesischen Staatspropaganda wurde der 'lange
Marsch' der kommunistischen Revolutionstruppen von 1934 bis 1935 zum Heldenmythos
verklärt. Unter Führung Mao Zedongs hätten sich damals die zahlenmäßig unterlegenen
Rotarmisten ein strategisch geniales 370tägiges Rückzugsgefecht geliefert, das die
Grundlage für den Erfolg der Revolution gelegt habe. Tatsächlich aber war der 'lange
Marsch' eher eine 'große Flucht' mit bitteren Verlusten.
Mit aufwendigen 3-D-Animationen rekonstruiert der Film aus der Reihe 'ZDF-History' die
dramatische Geschichte des 'langen Marsches'. |
| Dienstag, 31.08.2010 |
| 21:45 - 22:00,
3SAT |
| Visby, Schweden 150
Jahre lang, bis zum Anfang des 14. Jahrhunderts, war Visby die modernste und größte
Stadt des Ostseeraums. Mit seinen alten Handelsverbindungen nach Nowgorod und bis in den
islamischen Raum war Gotland für die Hanse der Schlüssel zum Osthandel. Deutsche,
russische und gotländische Kaufleute bestimmten das Leben auf der schwedischen Insel,
bauten steinerne Lagerhäuser und zwei Dutzend Kirchen. Ab 1270 entstand die gewaltige
Stadtmauer. Dann kam der Abstieg: Der Handel lief über andere Routen, Visby verarmte. Im
19. Jahrhundert brachten Ruinenromantik und Denkmalschutz eine späte Blüte. Heute hat
Visby eine der wenigen komplett erhaltenen Ringmauern Europas und ein mittelalterliches
Stadtbild mit berühmten Kirchenruinen. Der Film aus der Reihe 'Schätze der Welt - Erbe
der Menschheit' erzählt die Geschichte der Stadt Visby. |
| Mittwoch, 01.09.2010 |
| 16:30 - 17:15,
3SAT |
| Die Eroberung Sibiriens Riesengroß
und unerforscht verbarg Sibirien sich jahrhundertelang hinter dem Ural. Beherrscht wurde
es von den Tartaren - bis 1582 der Kosak Jermak Timofejew im Auftrag der russischen
Kaufleute Stroganoff mit einer 800 Mann starken Expedition nach Osten zog. In
dokumentarischen und inszenierten Aufnahmen erzählen Gudrun Ziegler und Wojtek Krzeminski
vom Aufbruch der Kosaken zur Eroberung Sibiriens.
Bei Ullstein Buchverlage ist ein Begleitband erschienen (22 Euro, ISBN 3-550-07612-6).

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| 17:15 - 18:00,
3SAT |
| Die Eroberung Sibiriens 'Forscher
und Reisende'. Kurz vor seinem Tod ruft Peter der Große (1725) zur Eroberung
Sibiriens auf. Über tausend Mann starten zur 'großen Nordischen Expedition'. Das
gewaltige Unternehmen verschlingt Unsummen an Geld, Material und fordert viele
Menschenleben. Der Film folgt den Spuren der Pioniere durch atemberaubende Landschaften.

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| Donnerstag, 02.09.2010 |
| 16:30 - 17:15,
3SAT |
| Die Eroberung Sibiriens Nach
der 'Großen Nordischen Expedition' (1733) wurde Sibirien als geografischer Raum erfasst.
Die meisten 'weißen Flecken' waren getilgt und erste Handelswege waren entstanden.
Dennoch dauerte es bis Mitte des 18. Jahrhunderts, bis man am Zarenhof einsah, dass
Sibirien nur an Europa angebunden werden konnte, wenn Verkehrswege entstehen.

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| Freitag, 03.09.2010 |
| 07:20 - 07:35,
WDR |
| England's North Kelten,
Römer und Wikinger haben hier gesiedelt, einander bekämpft, voneinander gelernt. Für
die fremden Eroberer, die vor tausend Jahren übers Meer kamen, war Tynemouth das Tor zur
Terra incognita. Die industrielle Revolution brachte der Tynside einen Boom, Kohle und
Stahl ließen Geld in die Kassen fließen. Unweit der Stelle, wo der Fluss Tyne ins Meer
mündet, liegt Newcastle, die ehemalige Hauptstadt des Königreichs Northumbria. Bis
hinauf an die schottische Grenze zog sich das Reich. Vor vierzehnhundert Jahren herrschte
hier Oswald, der erste christliche König des Nordens. Irische Mönche missionierten nicht
nur das heidnische Northumbria, sondern ganz England und große Teile Mitteleuropas. Ein
beeindruckendes Relikt findet man westlich von Newcastle: ein langes, fast gerades Band
zieht sich quer durch das nördliche England von Küste zu Küste: Hadrians Wall. Der
Grenzwall war ein gigantisches Projekt: fünf Meter hoch, drei Meter breit und über 100
Kilometer lang. Kaiser Hadrian hatte im Jahr 122 mit dem Bau des Bollwerks begonnen. Rom
wollte so seine nördlichste Provinz vor Überfällen barbarischer Keltenstämme
schützen. |
| 17:45 - 18:30,
3SAT |
| Maos langer Marsch - Mythos
und Wirklichkeit Von der chinesischen Staatspropaganda wurde der 'lange
Marsch' der kommunistischen Revolutionstruppen von 1934 bis 1935 zum Heldenmythos
verklärt. Unter Führung Mao Zedongs hätten sich damals die zahlenmäßig unterlegenen
Rotarmisten ein strategisch geniales 370tägiges Rückzugsgefecht geliefert, das die
Grundlage für den Erfolg der Revolution gelegt habe. Tatsächlich aber war der 'lange
Marsch' eher eine 'große Flucht' mit bitteren Verlusten.
Mit aufwendigen 3-D-Animationen rekonstruiert der Film aus der Reihe 'ZDF-History' die
dramatische Geschichte des 'langen Marsches'.

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| Samstag, 04.09.2010 |
| 00:30 - 01:20,
Phoenix |
| 1536. Der Tod der Sonnensöhne
Der peruanische Archäologe Guillermo Cock machte an einer Fundstätte in der
Nähe von Lima Entdeckungen, die vielleicht den ersten materiellen Beweis für eine
Widerstandsbewegung der Inkas liefern. Die neu gewonnenen Erkenntnisse weisen darauf hin,
dass die Angehörigen dieser hoch entwickelten Zivilisation den brutalen und habgierigen
spanischen Eroberern im 16. Jahrhundert einen verbissenen Guerillakrieg lieferten. Sie
errichteten Gegenbelagerungen, wandten Einschüchterungstaktiken an und versuchten in
einem Wettlauf gegen die Zeit, die Waffen und Kriegsstrategien der Spanier zu beherrschen.
Es scheint, als hätte es selbst mit Hilfe Tausender indianischer Rekruten und Söldner
aus dem heutigen Nicaragua mehrere Jahrzehnte gedauert, bis die Konquistadoren die
Inka-Rebellen bezwingen konnten. Tatsächlich soll es den Inkas sogar fast gelungen sein,
die Spanier vom südamerikanischen Kontinent zu vertreiben. Guillermo Cock schreibt die
Geschichte der Eroberung des Inka-Reiches neu und stützt seine Hypothesen auf
Untersuchungen der Mumien und Skelette eines Ausgrabungsortes in Lima. Anhand stringenter
anthropologischer, forensischer und historischer Analysen wird die Geschichte des
Inka-Untergangs aus einer neuen Perspektive dargestellt.

|
| 06:45 - 07:30,
Phoenix |
| Die Russische Revolution In
Petrograd, heute St. Petersburg, protestieren im Februar 1917 fast 100.000 Menschen gegen
den Hunger. Von der Front aus - Russland befindet sich im Krieg mit Deutschland - befiehlt
Zar Nikolaus II., das Feuer auf die Demonstranten zu eröffnen. Doch das verstärkt nur
den Widerstand gegen den Herrscher. Nach anfänglicher Weigerung dankt Nikolaus II.
schließlich ab. Die 300 Jahre währende Herrschaft der Familie Romanow ist beendet. Es
wird eine provisorische Regierung gebildet. Lenin ist auf dem Rückweg aus dem Schweizer
Exil. Die russische Armee will nicht mehr Krieg führen, die Kronstädter Matrosen kommen
ihr zu Hilfe. Sie fordern Lenin auf, die provisorische Kerenskij-Regierung zu stürzen.
Lenin erachtet den Zeitpunkt für einen Umsturz jedoch als verfrüht. Er wird als
deutscher Spion verleumdet, die Bolschewiki sind ratlos. Lenin emigriert nach Finnland.
Als er Anfang Oktober zurückkehrt, propagiert er den bewaffneten Aufstand. Er will eine
bolschewistische Regierung. Doch die Kronstädter Matrosen streben ein basisdemokratisches
Rätesystem an. Als die Matrosen am 25. Oktober in Petrograd einziehen, stoßen sie auf
geringen Widerstand und finden den Winterpalast verlassen vor. Die Mitglieder der
provisorischen Regierung werden verhaftet, Kerenskij ist bereits geflohen. Lenin
verkündet: 'Alle Macht den Sowjets'. Eine konstituierende Versammlung verspricht
demokratische Wahlen, aber die Bolschewiki bekommen nur ein Viertel der Stimmen. Bei den
Matrosen machen sich Zweifel breit: Haben sie wirklich zur Errichtung einer demokratischen
Ordnung beigetragen? Der Bürgerkrieg zwischen der Roten und der Weißen Armee beginnt. Er
wird drei Jahre dauern.

|
| 07:30 - 08:15,
Phoenix |
| Die Russische Revolution Lew
Bronstein alias Leo Trotzki erhielt 1918 den Oberbefehl über die Rote Armee. Er sollte
sowohl an der Front des Ersten Weltkrieges eingreifen als auch die innere Opposition
bekämpfen, die sich in Sibirien als Weiße Armee formiert hatte. Im Juli 1918 wurde Zar
Nikolaus II. von den Bolschewiki in Jekaterinburg mit seiner gesamten Familie ermordet,
kurz bevor die antibolschewistischen Truppen eintrafen. Angesichts des
konterrevolutionären Vormarsches konnte Lenin die Kronstädter Matrosen dazu bewegen, die
Bolschewiki zu unterstützen. In der entscheidenden Schlacht in Kasan siegten sie zusammen
mit der Roten Armee über die Weißen. Als am 11. November 1918 mit der Unterzeichnung des
Waffenstillstandes der Erste Weltkrieg beendet wurde, ging der Bürgerkrieg in Russland
weiter. Frankreich, Großbritannien, die USA und Japan schickten der Weißen Armee etwa
200.000 Mann Verstärkung, da sie ein Übergreifen der kommunistischen Revolution auf
andere Länder fürchteten. Nach zwei Jahren zogen sie wieder aus Russland ab. Das Land
war ausgeblutet und es drohte eine Hungersnot. Trotzki erklärte: 'Wir haben den Sieg
errungen, auch wenn wir dafür das Land ruiniert haben.' Die Kronstädter Matrosen wollten
freie Wahlen und das Ende der bolschewistischen Diktatur. Sie erhoben sich im
'Kronstädter Aufstand' unter der Losung 'Alle Macht den Sowjets - Keine Macht der Partei'
gegen die Bolschewiki. Anfang März 1921 wurden sie von der Roten Armee angegriffen.
Verschanzt auf der Insel Kotlin, konnten sie die auf dem Eis vorstürmenden Angreifer
leicht erkennen. 80 Prozent der Rotarmisten fielen. Wenig später gab Trotzki den Befehl
zum erneuten Angriff. Diesmal konnten die Matrosen der Attacke nicht standhalten und
mussten sich ergeben. Mit dieser Niederlage hatten die Matrosen der Ostseeflotte im März
1921 ihre historische Rolle als Geburtshelfer der Oktoberrevolution und als Vertreter
eines rätedemokratischen Ansatzes ausgespielt.

|
| 11:30 - 12:15,
NDR |
| Die Germanen Nach
der verheerenden Niederlage in der Varusschlacht haben die Römer sich hinter den Rhein
zurückgezogen. Die Grenze zum Barbaricum sichern sie mit dem Limes. Zwischen Germanien
und dem Römischen Reich hat sich ein ebenso lebhafter wie gut kontrollierter Grenzverkehr
entwickelt; vor allem Handelswaren werden hin und her transportiert. Um die Mitte des 3.
Jahrhunderts entschließt sich Grifo, ein junger Germane, der mit knapper Not dem Angriff
eines Nachbarstammes auf sein Dorf überlebt hat, auf die andere Seite des Limes zu
wechseln. Zunächst hat er Pech: Da er seine Waffe nicht ablegen will, wird er von den
Römern verhaftet und an einen Veranstalter von Gladiatorenkämpfen verkauft. In der Arena
kann er als gut ausgebildeter Kämpfer sein Leben retten. Er lernt Colonia Claudia Ara
Agrippinensium kennen, gewissermaßen das Schaufenster römischer Zivilisation direkt vor
den Augen der Germanen und ein Ort alltäglichen Zusammenlebens. Doch die Tage der Römer
im Norden sind gezählt: Einige Grenzübertritte später wird Grifo erleben, dass der
Limes aufgegeben worden ist, dass die Römer ihre Stellungen an der Grenze zu Germanien
verlassen haben, um an anderen Stellen den Zerfall des Weltreiches noch aufhalten zu
können. In dieser Folge beschreiben die dokumentarischen Teile mit Luftbildern,
Computeranimation und Einschätzungen von Wissenschaftlern den Limes, seine Bauweise,
seine Ausdehnung und seine Funktion. Ebenso geht es um Fundstücke, die auf den Handel und
Grenzverkehr zwischen Germanen und Römern hinweisen, die aber andererseits auch Zeugnis
ablegen von höchst erfolgreichen Raub- und Beutezügen der Germanen in römischen
Provinzen. Ein wichtiges Kapitel ist - ausgehend von Runeninschriften auf Waffen - der
Schrift und der Sprache der germanischen Stämme gewidmet. |
| 20:15 - 21:05,
arte |
| Leptis Magna Leptis
Magna ist der Traum von Rom in Afrika. Kaiser Septimius Severus führt ihn zum Höhepunkt.
Nach wenigen Generationen aber versandet der Hafen, der Deich bricht. Der Plan zu einem
zweiten Forum wird verworfen. Hat ein Erdbeben den Untergang eingeleitet? Der Ingenieur
Andrea Giannantoni aus Rom ist verblüfft von den Kenntnissen der antiken Architekten.
Dank ihrer Kuppelkonstruktion hielten die Thermen allen Erdbeben stand. Haben also die
Vandalen die Stadt überrannt? Die Dokumentation fragt die Wissenschaftler nach Gründen
für den Niedergang. In 3D-Animationen erwecken die Archäologen das afrikanische Rom zu
neuem Leben und nehmen den Zuschauer mit auf einen letzten, virtuellen Spaziergang durch
die Hafenmetropole. Leptis Magna war ein kurzer Traum, der bis heute nachhält. Ein Traum
vom völkerverbindenden Mittelmeer.

|
| 20:15 - 21:00,
Phoenix |
| Herr der Himmelsscheibe 2002
wurde die Himmelsscheibe von Nebra aus den Händen von Kunsthehlern gerettet. Seitdem
haben Forscher die Bronzescheibe mit den neuesten wissenschaftlichen Methoden untersucht.
In einem Mix aus Doku und Spielszenen zeigt der Film, welche Geheimnisse die
Wissenschaftler der Scheibe entlocken konnten: eine spannende Zeitreise zu den Menschen,
die vor knapp 4000 Jahren in Deutschland lebten.
Die Himmelsscheibe ist nahezu kreisrund, hat einen Durchmesser von etwa 32 cm und wiegt
2,3 Kilogramm.

|
| 21:05 - 22:00,
arte |
| Die letzten Römer Nahe
der türkischen Stadt Antal- ya befindet sich die archäologische Ausgrabungsstätte
Sagalassos . Die Überreste der im 6. Jh. von den Römern aufgegebenen Stadt sind
erstaunlich gut erhalten.

|
| Sonntag, 05.09.2010 |
| 02:15 - 03:00,
Phoenix |
| Tropenfieber Schon
früher zog es Forscher und Entdecker in die Tropen. Francisco de Orellana befuhr 1542
erstmals den damals völlig unbekannten Amazonas - und gab dem Strom seinen Namen nach
jenen wilden Kriegerinnen, den Amazonen, die ihn und seine Männer am meisten
beeindruckten. Die Anerkennung für seine Entdeckung blieb ihm versagt. Louis Antoine de
Bougainville umsegelte von 1766 bis 1769 als einer der ersten Menschen den Globus. Doch
weil er lediglich Tahiti und ein paar Südseeinseln als Neubesitz für die französische
Krone mitbrachte, blieb auch ihm nur der inoffizielle Ruhm. Alfred Russel Wallace
schließlich entdeckte von 1854 an acht Jahre lang auf den Inseln des Malayischen
Archipels eine unfassbare Menge neuer Tier- und Pflanzenarten und brachte 125.000
Tierpräparate mit. Heute findet Naturforscher Marc van Roosmalen in Amazonien immer neue
Tierarten und versucht, große Areale des Regenwalds mit europäischen Spendengeldern zum
Reservat zu machen. 'Tropenfieber' beleuchtet die Eroberung des Amazonas.

|
| 03:00 - 03:45,
Phoenix |
| Tropenfieber 1766
brach Louis-Antoine de Bougainville mit seinem Schiff von Nantes aus in Richtung Süden
auf. Sein Ziel: die Welt umsegeln. Zwei Jahre später entdeckte er Tahiti. Skorbut und
Hunger machten die Weiterreise jedoch bald zur Tortur. Am Great Barrier Reef drehte
Bougainville entnervt nach Norden ab - vielleicht hätte er sonst Australien entdeckt.

|
| 03:45 - 04:30,
Phoenix |
| Tropenfieber Als
sich Alfred Russel Wallace (1823 - 1913) 1854 einschiffte, um den Malaysischen Archipel
und Papua-Neuguinea zu erforschen, konnte er nicht ahnen, dass er acht Jahre durchhalten
würde. Der Privatgelehrte schlug sich mit dem Verkauf von Schmetterlingssammlungen und
ausgestopften Orang-Utans durch. Vor allem auf Borneo bewegte sich Wallace stets im Land
der gefürchteten Dayaks, der heimischen Kopfjäger. Doch Wallace arrangierte sich mit den
Kriegern und spannte sie bisweilen sogar in seine Sammelwut ein. Seine bahnbrechenden
Entdeckungen mündeten in den zentralen Thesen der späteren Evolutionstheorie. Wallace
schrieb seine Theorien im Malaria-Fieber an den Biologen Charles Darwin. Darwin behauptete
ein Jahr später, auf eigene Faust zu denselben Erkenntnissen gekommen zu sein wie
Wallace: der vielleicht größte Diebstahl der Wissenschaftsgeschichte. Die dreiteilige
Reihe 'Tropenfieber' berichtet von drei frühen Entdeckern, die mit ihren abenteuerlichen
Reisen entscheidend zum Mythos der Tropen beigetragen haben. Teil drei erzählt die
Geschichte von Alfred Russel Wallace.

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| 06:45 - 07:00,
NDR |
| Die Felsentempel von
Mahabalipuram, Indien In Mahabalipuram, einer Kleinstadt an der
Koromandelküste im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu, vermittelt das größte Relief
der Welt in seiner großartigen Bildsprache die hinduistische Vorstellung vom Paradies auf
Erden. Hier sind Menschen und Tiere, Götter und Heilige in Liebe und Achtung voreinander
an den heiligen Wassern des Ganges vereint. Es war ein kühner Plan, den die Könige aus
der Pallava-Dynastie vor anderthalbtausend Jahren in Südindien hatten: die bizarre
Felslandschaft rund um Mahabalipuram, 50 Kilometer südlich von Madras, sollte in eine
Tempelstadt verwandelt werden. Mehrere Steinmetzgenerationen haben rund 200 Jahre lang
gearbeitet, um aus dem rohen Granit zierliche und dekorative Tempel zu formen. Heute ist
die Tempelstadt Wallfahrtsort, zu dem Menschen aus aller Welt kommen. Die einzigartige
Tempelstadt lebt und ist keineswegs ein Museum. Der Film zeigt die verschiedenen
Gottheiten gewidmeten Tempel, die Rathas genannt werden, weil sie wie die prunkvollen
Prozessionswagen bei den indischen Tempelfesten aussehen. Ebenso wie das riesige Relief
strahlen sie tief empfundene Religiosität aus. |
| 08:10 - 08:25,
arte |
| Die Entdecker Auf
dem weitläufigen Grabungsgelände von Cahuachi sucht Giuseppe Orefici nach Zeugen der
alten, peruanischen Nazca-Zivilisation, die hier vor 1.700 Jahren gelebt hat, und stößt
dabei auf großartige archäologische Schätze. Darunter befinden sich zum Beispiel
bemalte Keramikgegenstände, bestickte Textilien, Mumien und als Geoglyphen bezeichnete
gigantische Erdzeichnungen. Die geheimnisvollen Nazca-Zeichnungen stellen sich in Form von
auf dem Wüstenboden gezeichneten geometrischen Formen und Linien dar und sind für das
menschliche Auge nur vom Flugzeug aus in ihrer gesamten Größe zu erfassen.

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| 19:30 - 20:15,
ZDF |
| Wagnis in der Südsee Lange
bevor die Europäer begannen, sich für die restlichen Teile der Erde zu interessieren,
waren bereits Menschen aus Süd-Ost-Asien auf dem Pazifischen Ozean unterwegs. Die
'Lapita-Leute' haben auf dem Wasserweg ihre Keramik verbreitet. Ihnen wird die wohl
wagemutigste Völkerwanderung aller Zeiten zugeschrieben. Nun folgt eine Expedition dem
möglichen Weg der Polynesier über 7000 Kilometer.
Die Lapita-Kultur war die erste Melanesiens und der polynesischen Inseln Samoa und Tonga,
die Ackerbau betrieb und mit Keramik handelte.

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| Montag, 06.09.2010 |
| 23:00 - 00:30,
NDR |
| Aghet - ein Völkermord Der
90-minütige Dokumentarfilm 'Aghet' (armenisch: die Katastrophe) erzählt von einem der
dunkelsten Kapitel des Ersten Weltkrieges: dem Genozid an den Armeniern, bei dem zwischen
1915 und 1918 bis zu 1,5 Millionen Menschen im Osmanischen Reich, der heutigen Türkei,
ums Leben kamen. Dieser erste Völkermord des 20. Jahrhunderts, dessen Tatsache neben der
Shoah 1948 zur Schöpfung der Anti-Genozid-Konvention der UN führte, wird bis heute von
den Verantwortlichen und ihren Nachkommen geleugnet und ist von der Welt weitgehend
verdrängt. Wie konfliktgeladen das Thema des armenischen Völkermords noch immer in der
Türkei ist - und für diejenigen, die es kritisch in die Öffentlichkeit tragen, oft
sogar lebensgefährlich - zeigen die Ermordung des armenischtürkischen Journalisten Hrant
Dink am 19. Januar 2007 und die Anklagen gegen den türkischen Schriftsteller und
Nobelpreisträger Orhan Pamuk. Seit Jahren beschäftigt sich Autor und Regisseur Eric
Friedler ('Das Schweigen der Quandts', 2007) mit den politischen Motiven, die noch heute
stark genug sind, um die historische Tatsache des Armenier-Genozids zu verschweigen und zu
unterdrücken. Er sprach mit internationalen Regierungschefs und der intellektuellen Elite
der Türkei, befragte Historiker, Zeitzeugen und Wissenschaftler in der Türkei,
Deutschland, in den USA, Frankreich, Syrien und Armenien, aber auch Vertreter der
weltweiten armenischen Diaspora wie den Boxer Arthur Abraham, den französischen Minister
Patrick Devedjian oder den ehemaligen armenischen Außenminister Raffi Hovannisian.
Friedler forschte mit seinem Team in vielen internationalen Archiven und rekonstruierte
den Verlauf des Völkermords aus zahlreichen historischen Quellen. Diese Dokumente sind
detaillierte Lageberichte deutscher und US-amerikanischer Diplomaten, aber auch
Schilderungen Schweizer, dänischer und schwedischer Ärzte, Sozialhelfer, Lehrer,
Missionare, Korrespondenten und Krankenschwestern, die zu Beginn des vergangenen
Jahrhunderts in der Türkei lebten und ihre Beobachtungen festhielten. In einer
minimalistischen Inszenierung verleiht ein hochkarätiges Schauspielerensemble (darunter
Hanns Zischler, Martina Gedeck, Burghart Klaußner, Friedrich von Thun) diesen vor Langem
verstorbenen Zeitzeugen wieder eine Stimme. 95 Jahre nach dem Völkermord sind ihre
Aussagen von beklemmender Authentizität noch einmal zu hören, werden bis heute
unbesungene Heldinnen und Helden entdeckt, tragische Schicksale und die strikte Systematik
eines unfassbaren Verbrechens offenbar. Trotz genereller Einmütigkeit der internationalen
Geschichtswissenschaft weigert sich die politische Führung der Türkei weiterhin
konstant, den Massenmord an den Armeniern als Genozid anzuerkennen, fordert
Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan immer noch Beweise - und die westliche
Staatengemeinschaft hält sich zu diesem Thema bedeckt. Dabei wollen sich auch in der
Türkei mehr und mehr Menschen ein eigenes Bild von der jüngeren Geschichte ihrer Nation
machen. 200.000 Türken gingen nach der Ermordung von Hrant Dink in einer der größten
Demonstrationen des Landes auf die Straße. In Solidarität mit Hrant Dink, den Armeniern
und dem Verlangen nach Wahrheit ... |
| Dienstag, 07.09.2010 |
| 04:30 - 05:10,
Phoenix |
| Totentanz im Wilden Westen
Im Jahr 1876 hatten die Indianer ihren letzten Erfolg im Kampf gegen die weißen
Siedler. Krieger des Häuptlings Sitting Bull töteten am Little Big Horn General Custer
und 260 Kavalleriesoldaten. Ein Da- tum, das für die Sieger das Ende ihrer Nomadenkultur
und für die Besiegten den Beginn einer Heldensaga markierte. Archäologen haben das
Schlacht- feld untersucht und mit den Nachfahren das Ereignis rekonstruiert.
In Custers Regiment kämpften auch 107 deutsche Auswanderer, 31 von ihnen starben.

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| 14:45 - 16:45,
arte |
| Verdammt in alle Ewigkeit
Pearl Harbor 1941, kurz vor dem Angriff der Japaner: Korporal Pewitt (Montgomery
Clift) will nie wieder einen Boxring betreten, nachdem einer seiner Gegner bei einem Kampf
erblindet ist. Doch als sein bester Freund Maggio (Frank Sinatra) im Straflager
totgeprügelt wird, sieht Pewitt rot.
Die eine Million Dollar teure Produktion spielte 18 Millionen ein und zählte damit zu den
zehn erfolgreichsten Filmen der 50er-Jahre.

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| Mittwoch, 08.09.2010 |
| 20:15 - 21:55,
arte |
| Salvador Allende Nach
mehreren Wahlniederlagen war Salvador Allende 1970 zum chilenischen Präsidenten gewählt
worden. Am 11. September 1973 setzte General Pinochet nach einem Putsch den Präsidenten
ab. Salvador Allende wählte noch am Tag des Putsches den Freitod.

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| Donnerstag, 09.09.2010 |
| 15:15 - 16:00,
NDR |
| Die schwarzen Königinnen Schon
zu Zeiten der Pharaonen war der Nil der kulturelle und wirtschaftliche Korridor zwischen
dem ägyptischmediterranen Norden und dem Herzen Schwarzafrikas. Im heutigen Sudan trafen
diese beiden großen Kulturkreise aufeinander. In Nubien, wie es damals hieß, gab es jene
Rohstoffe, auf die sich die Vormachtstellung Ägyptens stützte: Gold und Sklaven,
Elfenbein, Ebenholz und Straußenfedern. Immer wieder zogen die Pharaonen nach Süden, um
ihre wirtschaftlichen Interessen durchzusetzen. Aber ab dem 3. Jahrhundert vor Christus
bildete sich rund um die aufstrebende Hauptstadt Meroe, 250 Kilometer nordöstlich des
heutigen Khartums, ein selbstbewusster neuer Staat, der für sieben Jahrhunderte die
Geschicke der Region bestimmte. Stark beeinflusst von afrikanischen Traditionen,
entwickelte sich hier unter der Führung Schwarzer Königinnen eine von Ägypten zunehmend
unabhängige Hochkultur mit einem eigenen Schriftsystem: Meroe wurde zu einer weltoffenen,
toleranten, multikulturellen und sehr wehrhaften Hochkultur. Besonders die Frauen hatten
innerhalb dieser Gesellschaft eine starke Position. In der Rolle der Königin, als
Kandake, hatten sie wesentlichen Einfluss auf alle politischen Entscheidungen. Erst heute
entdecken die Archäologen und Historiker die Bedeutung der matriarchalischen Gesellschaft
Meroes für die Geschichte der Antike und des afrikanischen Kontinents. In der Steppe des
nördlichen Sahels fanden sie prachtvolle Paläste und Tempel, beeindruckende Grab- und
Grenzanlagen und das größte Pyramidenfeld der Erde. Woher bezog dieser Staat seine
kulturelle Identität, seine Kraft und seinen Reichtum? Seit dem Beginn der Forschung in
den 1960er-Jahren haben die Wissenschaftler erst jetzt ein vollständigeres Bild der
meroitischen Kultur. Obwohl die Schrift noch nicht übersetzt werden kann, enträtseln die
Forscher langsam die Struktur von Religion, Staatswesen, Architektur und
schwarzafrikanisch bestimmter Sozialsysteme. Neue Funde zeugen von einer vergessenen
Kultur, deren Wurzeln bis tief hinein nach Afrika reichten. Mit stimmungsvollen
Spielhandlungen, großartigen Bildern und fotorealistischen Computeranimationen
rekonstruiert der Film die Geschichte einer vergessenen matriarchalischen Hochkultur im
Herzen Afrikas.

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| 17:15 - 18:00,
3SAT |
| Piratengold für England Unterstützt
von der englischen Königin Elisabeth I. kaperte Francis Drake, der 1580 zum Sir geadelt
wurde, die spanische Silberflotte und zog so den Zorn Spaniens auf sich. 'Sphinx' begibt
sich auf die Spuren des legendären Piraten Sir Francis Drake.
Sir Francis Drake wurde wahrscheinlich 1539 im englischen Crowndale geboren. Er starb 1596
in Panama.

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| 20:15 - 21:00,
3SAT |
| Geheimnis am Indus In
den 1920er Jahren wird im Ufergebiet des Indus eine Metropole aus dem dritten Jahrtausend
vor Christus entdeckt: Mohenjo Daro, das Zentrum einer Zivilisation, die Ägypten und den
Städten Mesopotamiens gleichrangig war. An die 100.000 Einwohner zählte die Stadt, die
auf künstlichen Plateaus mit breiten Alleen wie am Reißbrett entworfen erbaut wurde. Die
ungewöhnliche Bauweise von Mohenjo Daro - sie besteht aus Millionen einheitlicher Ziegel
- hat schon ihre Entdecker fasziniert: Wohnhäuser mit moderner Raumaufteilung und jeweils
eigenen, nicht öffentlichen Brunnen, Straßen mit Abwasser-Kanalisation und wie nach
einem Bebauungsplan getrennte Produktions- und Wohnviertel. Die Vermutung von Michael
Jansen, Professor für Stadtbaugeschichte an der Rheinisch-Westfälischen Technischen
Hochschule Aachen , der Mohenjo Daro seit 30 Jahren erforscht: Mohenjo Daro ist das
Ergebnis eines Schwellenereignisses der Menschheit, eines einzigartigen zivilisatorischen
Sprungs. Innerhalb von nur 50 Jahren explodierte am Indus der Fortschritt auf geradezu
allen Gebieten, eine Schrift wurde erfunden, Großsiedlungen entstanden, die ihre
Produktionsstätten auslagerten und Handel über Tausende von Kilometern trieben. Aber wer
waren die Lenker dieses Umbruchs, wer waren die Herrscher von Mohenjo Daro? Wenig ist
bekannt über sie, die raren Hinweise wie etwa die Kleinplastik des sogenannten
'Priesterkönigs' geben Rätsel auf, die Schriftzeichen, die auf Siegeln entdeckt wurden,
sind noch nicht entziffert, erst zehn Prozent der Stadt sind ausgegraben, die Erforschung
der Indus-Zivilisation steht noch immer fast am Anfang. Ebenso rätselhaft ist der
Untergang der Metropole vor 4.000 Jahren. Ohne Zeichen von Zerstörung, Krieg oder
Vertreibung gaben die Bewohner die Stadt auf, die bald unter dem Schwemmland des Indus
verschwand. Michael Jansen führt in dem Film 'Das Geheimnis der Induskultur - Die antike
Stadt Mohenjo Daro' durch die Geheimnisse der antiken Stadt.

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| Freitag, 10.09.2010 |
| 02:55 - 03:40,
Phoenix |
| Höllenfahrten Im
Jahr 1856 machte sich ein erbärmlicher Menschenstrom von Iowa auf den Weg nach Salt Lake
City. Ihre Habseligkeiten auf Handkarren verstaut, zogen die Mormonen 2000 Kilometer zu
Fuß durch Hitze und Eis. Ihr Weg ins gelobte Land ging durch die Hölle.

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| 04:25 - 05:05,
Phoenix |
| Höllenfahrten 1869
machte sich der einarmige Major John Wesley Powell mit neun Pfadfindern auf, um den
Verlauf des Colorados zu ergründen. Am Ende ihrer Fahrt landeten die halb verhungerten
Männer in Arizona in einer rund 350 Kilometer langen Felsenschlucht, aus der es kein
Entrinnen zu geben schien: dem Grand Canyon.

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| 11:00 - 11:15,
RBB |
| Fatehpur Sikri - Indien Eine
alte Legende berichtet von der Entstehung der 'Stadt des Sieges' in der zweiten Hälfte
des 16. Jahrhunderts: Der kinderlose Großmogul Akbar betete in der Klause des berühmten
Eremiten Salim Chisti um die Geburt eines Sohnes. Der Heilige prophezeite ihm drei Söhne.
Als tatsächlich wenig später ein gesundes Kind geboren wurde, errichtete Akbar am
Wohnsitz des Eremiten aus Dankbarkeit eine ganze Stadt - Fatehpur Sikri. In wenigen Jahren
war die neue Residenz fertiggestellt. Als erstes Bauwerk entstand die große Moschee Jami
Masjid, in deren Hof dem Heiligen ein Mausoleum errichtet wurde. Noch heute pilgern
indische Frauen hierher, um für männliche Nachkommen zu beten. Ganz aus rotem Sandstein
errichtet und mit allem Komfort ausgestattet, wurde Fatehpur Sikri nach kaum zehn Jahren
wieder verlassen. Zurück blieb eine Geisterstadt. Heute kann man, ganz wie vor
vierhundert Jahren, durch eine intakte, hochherrschaftliche Stadt wandeln: mehrstöckige
Paläste, Gärten und ein Marktplatz, ein Wasserwerk, unzählige überdachte Gänge,
Treppen und Terrassen. Sie sind Zeugnis der architektonischen Meisterleistung Akbars. Die
untergegangene Metropole vereint zwei Gegensätze: die figurative Architektur der Hindus
und die geometrische des Islam. |
| 16:00 - 16:45,
H3 |
| Maya - Könige aus dem
Regenwald Dieter Moor erzählt in dem Film die faszinierende Geschichte der
Maya. Dabei besucht er die Maya-Denkmäler von Tikal in Guatemala und Copan in Honduras
sowie die mexikanischen Stätten in Chichén Itzá und Palenque. Die Maya lebten in Süd-
und Südost-Mexiko - Yucatán - sowie in Teilen von Guatemala, Honduras, Belize und El
Salvador. Sie entwickelten eine blühende Kultur, die sechsmal so lange währte wie das
Römische Reich. Die Maya brachten mathematische, astronomische und architektonische
Höchstleistungen hervor, die bis heute Wissenschaftler und Laien in Erstaunen versetzen.
Ihre Geschichte schrieben sie in einer Hieroglyphenschrift nieder. Die Kultur der Maya
erlebte zwischen 250 und 900 n. Chr. mit dem Aufkommen eines erblichen Königtums ihre
größte Blüte. Unter der Regierung der Adeligen entstanden ihre berühmten
Stufenpyramiden, Tempel und Paläste. Die Herrscher der häufig verfeindeten Kleinstaaten
sahen sich als Mittelpunkt des Kosmos und als Mittler zwischen Menschen und Göttern.
Warum die politische Struktur der Maya unterging, ist bis heute nicht geklärt. Diese
Tatsache lieferte ideale Voraussetzungen für die Legendenbildung. In den vergangenen
zwanzig Jahren gelang es der Wissenschaft, Fantasie und Fakten voneinander zu trennen.
Licht ins Dunkel brachte die fast vollständige Entzifferung der Schrift. Die Glyphen auf
den Stelen konnten gelesen, Zeremonien auf Relieftafeln gedeutet werden. Es fanden sich
Belege für Opferrituale und Kriege. Damit war das 'Märchen' von den sanftmütigen
Sternguckern und erfinderischen Kakaotrinkern widerlegt.

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