Wörterbuch
Synonyme
Woxikon - Online Wörterbuch

Navigation


Web erdkunde-wissen.de

Diese Woche
Samstag
Sonntag
Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag

Nächste Woche
Samstag
Sonntag
Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag

Schnellübersicht  

Bahngeschichten
Empfehlungen
Geschichtssendungen
Kindersendungen
Kulinarische Entdeckungen
Religionen der Welt
Spielfilme
Tier- und Natursendungen
Weltkulturerbe
Wissenschaft & Technik

--> Erdkunde
--> Service
--> Seiteninternes

Kommunikation  
FAQ
Gästebuch
Hilfeforum
Kontakt
Impressum
Suchmaschine



geschichte.gif (1360 Byte) Geschichtssendungen
Samstag, 28.08.2010
00:00 - 00:45, Phoenix
Abenteuer Ägypten - Mit Dietmar Ossenberg unterwegs

Seit Jahrtausenden fasziniert Ägypten die Menschheit. Dichter, Denker, Abenteurer, Feldherren und Gelehrte erlagen seinem Zauber. Dietmar Ossenberg hat sich auf die Suche nach dem Mythos des Landes gemacht. 'Abenteuer Ägypten' ist keine Reisereportage im herkömmlichen Sinn: Die zweiteilige Reportage ist das Resultat aus jahrelangen persönlichen Erlebnissen des ehemaligen Kairo-Korrespondenten. Es ist das Porträt eines Landes jenseits der ausgetretenen Touristenpfade. Stationen des ersten Teils der Reisereportage sind die Tempel von Abu Simbel, Luxor, das Grabräuberdorf Kurna und die aus dem Wüstenboden gestampfte Siedlung El Gouna.

ossen.jpg (41913 Byte)

00:45 - 01:30, Phoenix
Abenteuer Ägypten - Mit Dietmar Ossenberg unterwegs

Seit Jahrtausenden fasziniert Ägypten die Menschheit. Dichter, Denker, Abenteurer, Feldherren und Gelehrte erlagen seinem Zauber. Dietmar Ossenberg hat sich auf die Suche nach dem Mythos des Landes gemacht. 'Abenteuer Ägypten' ist keine Reisereportage im herkömmlichen Sinn: Die zweiteilige Reportage ist das Resultat aus jahrelangen persönlichen Erlebnissen des ehemaligen Kairo-Korrespondenten. Es ist das Porträt eines Landes jenseits der ausgetretenen Touristenpfade. Den zweiten Teil seiner Reisereportage 'Abenteuer Ägypten' beginnt Dietmar Ossenberg mit einem Besuch im Reich der Toten: Gemeinsam mit Archäologen steigt er hinab in die 'Unterwelt' Bahariyyas inmitten der Weißen Wüste im Westen Ägyptens. Eine der nächsten Stationen ist Ägyptens Metropole Kairo. Einst nannte man die Stadt 'Al Qahira' - die Siegreiche. Heute ist aus der bescheidenen Siedlung der Fatimidenherrscher die größte Stadt des Kontinents geworden. 17 Millionen Menschen drängen sich dort - nur Mexiko-Stadt ist größer. Endpunkt der Reisereportage ist die Hafenstadt Alexandria.

ossen1.jpg (37668 Byte)

01:30 - 02:15, Phoenix
Pyramiden am Nil

Gegenüber der Millionenstadt Kairo erheben sich die berühmtesten Pyramiden der Welt , darunter die herausragenden Cheops-, Chefren-, und Mykerionos Pyramiden, die Grabstätten der gleichnamigen Pharaonen. Als Ägypten um 2.900 vor Christus zu einem Großreich vereinigt wurde, wählten die Pharaonen das im südlichen Nildelta gelegene Memphis als Hauptstadt. Die Epoche der Pyramidenbauten, die im Alten Reich einsetzte, fand ihren Höhepunkt schließlich in den großen Pyramiden von Giseh, der Stadt der Toten, heute ein Vorort Kairos. Beim Anblick dieser faszinierenden Monumente stellt sich der Besucher immer wieder die gleiche Frage: Wie war es möglich, die riesigen Steinquader mit den Hilfsmitteln der damaligen Zeit auf solche Höhen zu bewegen? Eine 70 Meter hohe Kobra, eine Uräusschlange, die Urform des ägyptischen Reichsgottes Amun, glaubte Pharao Thutmosis III im Wüstensand zu sehen, als er 1500 vor Christus in das Königreich der Nubier, den heutigen Sudan, einfiel. Noch heute wird der Gebel Barkal, der heilige Berg, von dieser Felsnadel dominiert. Beinahe zwei Jahrtausende beeinflusste der Mythos um diesen Berg die Geschichte am Nil. Als die schwarzen Pharaonen um 750 vor Christus in Memphis einzogen und für mehrere Dynastien Ägypten beherrschten, nahmen sie ihre Legitimation vom Gebel Barkal. Zahlreiche Bauten spiegeln die Verehrung für diesen Ort wider. Vieles hat der Wüstenwind längst im Sand begraben. Während der Dreharbeiten wurde ein zehn Meter langes Relief im Amuntempel ausgegraben. Zum Vorschein kam eine kleine Sensation: ägyptische Herrscher kriechen vor einem schwarzen Pharao.

02:00 - 02:45, Phoenix
Königinnen vom Nil

Als ihr Gatte Thutmosis II. 1490 v. Chr. starb, ergriff die junge Witwe Hatschepsut die Macht und trat mit 16 Jahren aus der traditionellen Frauenrolle im Alten Ägypten heraus. Als Preis für den Thron veränderte sie ihr öffentliches Bild und befahl, sie auf Wandmalereien und Statuen nur noch als Mann darzustellen. Im 22. Jahr ihrer sehr erfolgreichen Herrschaft starb sie, ihre Statuen und Inschriften wurden von späteren Pharaonen zerstört. Nun versuchen Wissenschaftler das Leben Hatschepsuts zu rekonstruieren.

nil.jpg (36627 Byte)

02:45 - 03:30, Phoenix
Königinnen vom Nil

Kleopatra verkörpert wie keine andere Persönlichkeit den Mythos Ägyptens. Sie war der letzte weibliche Pharao und wird beschrieben als eine machtbewusste und intrigante Frau, überragend an Intelligenz, Charme und Schönheit. Sie schreckte auch vor Mord nicht zurück, um an die Herrschaft zu gelangen. Kleopatra stammt aus der Dynastie der Ptolemäer, die Ägypten 300 Jahre regiert hat. Nur wenige Tempel der Ptolemäer haben die Zeit überdauert.

nil1.jpg (24880 Byte)

03:30 - 04:15, Phoenix
Königin der Karawanen - Das Geheimnis von Saba

Vor 3000 Jahren erhob sich in Marib, einer Oase in der Wüste Jemens, die Hauptstadt der Sabäer. Deren Herrscherin wird in der Bibel Königin von Saba und in der islamischen Überlieferung Bilquis genannt. Deutsche Archäologen graben in Marib, um mehr über die Sabäer zu erfahren, die durch den Weihrauchhandel reich wurden.

saba.jpg (34680 Byte)

08:10 - 08:25, arte
Die Entdecker

Zu diesem neuen Abenteuer geht es mit den 'Entdeckern' zuerst nach Frankreich, dann nach Ungarn in Mitteleuropa und zum Schluss ans Mittelmeer - nach Italien. Die Reiseführer sind drei Archäologen: die Französin Lola Bonnabel, der Ungar Miklós Szabó und der Italiener Daniele Vitali. Diese Wissenschaftler sind einem großen Volk auf der Spur, das vor 2.500 Jahren einmal ganz Europa beherrscht hat - das Volk der Kelten. Wer waren die Kelten, wie lebten und woran glaubten sie? Die erstaunlichen Entdeckungen der drei Wissenschaftler liefern Aufschlüsse über das faszinierende und geheimnisumwitterte Volk der Kelten.

10:00 - 10:55, arte
Die Jagd nach dem Urmeter

Rund 250.000 Maß- und Gewichtseinheiten kennt man in Frankreich gegen Ende des 18. Jhs. Die Astronomen Jean-Baptiste Delambre und Pierre Méchain wollen Ordnung schaffen: Sieben Jahre sind sie unterwegs, um den Meridian, der durch Frankreich verläuft, zu vermessen und der Welt ein einheitliches Maß zu geben: das metrische System. Hierzu nutzen sie ein damals neuartiges Instrument, den Bordakreis.

Jean Charles de Borda (1733 - 99) entwickelte den Bordakreis, ein Instrument zur Messung von Winkeln. Für die Doku wurde ein Originalgerät von 1792 verwendet.

urmeter.jpg (22043 Byte)

11:30 - 12:15, NDR
Die Germanen

Der cheruskische Fürstensohn Arminius und sein Freund und Gefährte Notker sind als Faustpfand eines Friedensvertrages der Römer mit den Germanen in Rom erzogen und ausgebildet worden. Nachdem sie sich in Diensten Roms militärische Ehren erworben haben, werden sie in ihre Heimat zurückgeschickt, um den römischen Statthalter Varus bei der Verwaltung und Regierung Germaniens zu unterstützen. Zurück in der Heimat stellen sie fest, wie eng bereits das Zusammenleben von Römern und Germanen geworden ist, aber auch, wie sehr die römische Herrschaft sich über althergebrachtes germanisches Recht hinwegsetzt. Arminius wird zum Anführer der Rebellion gegen die Römer - und bringt ihnen in der Schlacht gegen Varus im Jahr 9 n. Chr. eine der schwersten Niederlagen bei. Danach wird der Rhein die Grenze zwischen Römern und Germanen sein - und bleiben. Die dokumentarischen Teile dieser Folge zeigen - unterstützt durch aufwändige Computeranimationen - Siedlungen der Römer im rechtsrheinischen Germanien: ein Militärlager bei Haltern und eine Stadt in der Nähe des heutigen Waldgirmes in Hessen. Ausgrabungen und Funduntersuchungen geben Aufschluss auf das Gründungsdatum und den Charakter dieser Ortschaft. Ebenso wird die Arbeit der Wissenschaftler mit Funden eines antiken Schlachtfeldes dargestellt, das der Ort der berühmten Varusschlacht sein könnte.

15:15 - 15:25, 3SAT
Ägypten

Ägypten, das ist vor allem das Land der Pyramiden, der uralten Königsgräber, der weltberühmten Tempelanlagen. Ägypten ist aber auch ein beliebtes Ziel für Bade- und Tauchurlaub am Roten Meer. Sharm el-Sheikh und vor allem Hurghada und Marsa Alam sind boomende Badeorte. Entlang des Nils, von Kairo bis Abu Simbel, taucht der Reisende in eine Welt der mythischen Vergangenheit ein. Ein Besuch in Luxor gehört zu den Höhepunkten eines Ägyptenaufenthalts. Nirgendwo sonst im Land stehen so viele imposante Zeugnisse des alten Pharaonenreichs. Rund 300 Kilometer weiter nilaufwärts liegt Assuan. Bekannt wurde die Stadt durch den Bau der zwei Nilstaudämme oberhalb des ersten Nilkatarakts. An keiner Stelle in Ägypten ist der Fluss schöner als dort. Entlang des Wassers erstrecken sich Felder, Palmenhaine und Obstplantagen. Gleich dahinter beginnt die Wüste. Der Film von Peter Ring begibt sich auf eine Reise durch Ägypten, von Luxor bis Abu Simbel.

land.jpg (28212 Byte)

Sonntag, 29.08.2010
01:00 - 01:45, Phoenix
Die Feuerwolke vom Mt. Pelée

Am 3. Mai 1902 starben auf der Karibikinsel Martinique 29.000 Menschen in einer Feuerwolke. Der Vulkan Mont Pelée war explodiert und vernichtete die malerische Stadt St. Pierre und seine Einwohner. Die Katastrophe dauerte nur drei Minuten. Doch dabei starben mehr Menschen als bei jedem anderen Vulkanausbruch des letzten Jahrhunderts. Für die Zeitgenossen war diese Katastrophe rätselhaft. Es gab keine Lavaströme und keinen dichten Ascheregen. Nichts, was man von bisherigen Vulkanausbrüchen kannte. Die genaue Untersuchung, wie es zu dieser Katastrophe kommen konnte, führte zu einer neuen Wissenschaft: der Vulkanologie. Der Film von Frances Barrigan rekonstruiert die dramatischen Ereignisse von damals. Er zeigt, wie Forscher nach und nach ein Phänomen enthüllten, das heute als 'pyroklastischer Strom' bekannt ist und das sich immer noch besonders schwer vorhersagen lässt - und immer noch tödlich sein kann.

mt.jpg (52442 Byte)

06:45 - 07:00, NDR
Haeinsa, Südkorea - Tempel der schwarzen Kunst

Der Haeinsa-Tempel auf dem nur schwer zugänglichen Kaya-Berg in Südkorea wurde im Jahre 802 errichtet. Es handelt sich um eine Anlage mit mehreren Gebäuden, an einem Hang gebaut und mit einem aufstrebendem Mittelweg. Die farbenfrohen Verzierungen sind ausschließlich auf die Wahrung der Harmonie ausgerichtet. Zu oberst stehen die vier Bauten des Changgyoing P'ango. Hier wird eine Fassung des Tripitaka aufbewahrt, jener Sammlung des Theravada-Buddhismus, die 1496 Bände umfasst. Es handelt sich um einen Schatz ohnegleichen. 80 000 Druckplatten aus Holz, perfekt erhalten, sind hier zu finden. Seit dem 13. Jahrhundert wird hier das Tripitaka Koreana hergestellt, 200 Jahre bevor Gutenberg den modernen Buchdruck erfand. Auch heute noch dienen dieselben Druckplatten als Vorlagen.

13:05 - 13:30, 3SAT
Naturpark Kaunergrat

Der bronzezeitliche Opferschatz im Archäologischen Museum Fließ bei Landeck in Tirol brachte neue Erkenntnisse über diese prähistorische Zeit etwa 1.500 vor Christus ans Tageslicht. Im Rahmen des Projekts 'Alpines Heiligtum 2007 am Piller' wagten sich die Forscher Franz Neururer und Alfons Erhart auf der Suche nach weiteren Spuren aus der Vergangenheit in gefährliche Spalten im Naturpark Kaunergrat. Der Film 'Naturpark Kaunergrat' begleitet die beiden Forscher.

kauner.jpg (28885 Byte)

16:10 - 17:00, arte
Die Schätze des Königs Salomon

Im Jahr 2000 taucht eine 2800 Jahre alte Tafel auf, die als der erste archäologische Beweis galt für die Existenz des biblischen Königs Salomon und des von ihm erbauten Tempels in Jerusalem. Jetzt enttarnen israelische Kriminalisten sie als Fälschung. Die Doku beleuchtet die Auswirkungen der Entdeckung.

Salomons Tempel soll auf Jerusalems Tempelberg gestanden haben. Die Moslems bestreiten dies. Seit 1400 Jahren ist der Berg in ihrem Besitz, dort liegt die Al-Aqsa-Moschee. Und Ausgrabungen, die die Existenz des jüdischen Heiligtums belegen könnten, sind verboten.

schatz.jpg (41089 Byte)

19:30 - 20:15, ZDF
Tatort Eulau

In der Kiesgrube von Eulau bei Naumburg in Sachsen-Anhalt entdecken Archäologen 2005 eine einzigartige steinzeitliche Grabanlage: Drei Frauen, zwei Männer und acht Kinder wurden dort vor 4500 Jahren gemeinsam bestattet. Aber warum starben diese Menschen zur gleichen Zeit? Wurden sie Opfer eines Gewaltverbrechens? Unter Einbeziehung eines BKA-Profilers und mithilfe modernster Analysemethoden ermitteln Archäologen und Anthropologen.

Das Gräberfeld liegt 23 Kilometer vom Fundort der 3600 Jahre alten Himmelsscheibe von Nebra entfernt.

tatort.jpg (57091 Byte)

23:30 - 00:25, Phoenix
Schmutziges Gold

Zwischen 1937 und 1945 plünderte die japanische Armee in China Hunderte Tonnen Gold, Silber und Platin, die nach Kriegsende spurlos verschwunden waren und bis heute nicht wieder aufgetaucht sind. 40 Jahre später, im Frühjahr 1987, sucht eine Gruppe Amerikaner nach dem legendären Kriegsschatz - auf den Philippinen. Dort sollen die Japaner ihre gigantische Beute vor der Kapitulation versteckt haben. Fand der Leiter der amerikanischen Operation, John Singlaub, das Gold auf den Philippinen?

schmutz.jpg (42019 Byte)

23:35 - 00:20, ZDF
Maos langer Marsch - Mythos und Wirklichkeit

Von der chinesischen Staatspropaganda wurde der 'lange Marsch' der kommunistischen Revolutionstruppen von 1934 bis 1935 zum Heldenmythos verklärt. Unter Führung Mao Zedongs hätten sich damals die zahlenmäßig unterlegenen Rotarmisten ein strategisch geniales 370tägiges Rückzugsgefecht geliefert, das die Grundlage für den Erfolg der Revolution gelegt habe. Tatsächlich aber war der 'lange Marsch' eher eine 'große Flucht' mit bitteren Verlusten.

Mit aufwendigen 3-D-Animationen rekonstruiert der Film aus der Reihe 'ZDF-History' die dramatische Geschichte des 'langen Marsches'.

Dienstag, 31.08.2010
21:45 - 22:00, 3SAT
Visby, Schweden

150 Jahre lang, bis zum Anfang des 14. Jahrhunderts, war Visby die modernste und größte Stadt des Ostseeraums. Mit seinen alten Handelsverbindungen nach Nowgorod und bis in den islamischen Raum war Gotland für die Hanse der Schlüssel zum Osthandel. Deutsche, russische und gotländische Kaufleute bestimmten das Leben auf der schwedischen Insel, bauten steinerne Lagerhäuser und zwei Dutzend Kirchen. Ab 1270 entstand die gewaltige Stadtmauer. Dann kam der Abstieg: Der Handel lief über andere Routen, Visby verarmte. Im 19. Jahrhundert brachten Ruinenromantik und Denkmalschutz eine späte Blüte. Heute hat Visby eine der wenigen komplett erhaltenen Ringmauern Europas und ein mittelalterliches Stadtbild mit berühmten Kirchenruinen. Der Film aus der Reihe 'Schätze der Welt - Erbe der Menschheit' erzählt die Geschichte der Stadt Visby.

Mittwoch, 01.09.2010
16:30 - 17:15, 3SAT
Die Eroberung Sibiriens

Riesengroß und unerforscht verbarg Sibirien sich jahrhundertelang hinter dem Ural. Beherrscht wurde es von den Tartaren - bis 1582 der Kosak Jermak Timofejew im Auftrag der russischen Kaufleute Stroganoff mit einer 800 Mann starken Expedition nach Osten zog. In dokumentarischen und inszenierten Aufnahmen erzählen Gudrun Ziegler und Wojtek Krzeminski vom Aufbruch der Kosaken zur Eroberung Sibiriens.

Bei Ullstein Buchverlage ist ein Begleitband erschienen (22 Euro, ISBN 3-550-07612-6).

sibirien.jpg (38606 Byte)

17:15 - 18:00, 3SAT
Die Eroberung Sibiriens

'Forscher und Reisende'. Kurz vor seinem Tod ruft Peter der Große (†1725) zur Eroberung Sibiriens auf. Über tausend Mann starten zur 'großen Nordischen Expedition'. Das gewaltige Unternehmen verschlingt Unsummen an Geld, Material und fordert viele Menschenleben. Der Film folgt den Spuren der Pioniere durch atemberaubende Landschaften.

sibirien1.jpg (14798 Byte)

Donnerstag, 02.09.2010
16:30 - 17:15, 3SAT
Die Eroberung Sibiriens

Nach der 'Großen Nordischen Expedition' (1733) wurde Sibirien als geografischer Raum erfasst. Die meisten 'weißen Flecken' waren getilgt und erste Handelswege waren entstanden. Dennoch dauerte es bis Mitte des 18. Jahrhunderts, bis man am Zarenhof einsah, dass Sibirien nur an Europa angebunden werden konnte, wenn Verkehrswege entstehen.

sibirien2.jpg (32069 Byte)

Freitag, 03.09.2010
07:20 - 07:35, WDR
England's North

Kelten, Römer und Wikinger haben hier gesiedelt, einander bekämpft, voneinander gelernt. Für die fremden Eroberer, die vor tausend Jahren übers Meer kamen, war Tynemouth das Tor zur Terra incognita. Die industrielle Revolution brachte der Tynside einen Boom, Kohle und Stahl ließen Geld in die Kassen fließen. Unweit der Stelle, wo der Fluss Tyne ins Meer mündet, liegt Newcastle, die ehemalige Hauptstadt des Königreichs Northumbria. Bis hinauf an die schottische Grenze zog sich das Reich. Vor vierzehnhundert Jahren herrschte hier Oswald, der erste christliche König des Nordens. Irische Mönche missionierten nicht nur das heidnische Northumbria, sondern ganz England und große Teile Mitteleuropas. Ein beeindruckendes Relikt findet man westlich von Newcastle: ein langes, fast gerades Band zieht sich quer durch das nördliche England von Küste zu Küste: Hadrians Wall. Der Grenzwall war ein gigantisches Projekt: fünf Meter hoch, drei Meter breit und über 100 Kilometer lang. Kaiser Hadrian hatte im Jahr 122 mit dem Bau des Bollwerks begonnen. Rom wollte so seine nördlichste Provinz vor Überfällen barbarischer Keltenstämme schützen.

17:45 - 18:30, 3SAT
Maos langer Marsch - Mythos und Wirklichkeit

Von der chinesischen Staatspropaganda wurde der 'lange Marsch' der kommunistischen Revolutionstruppen von 1934 bis 1935 zum Heldenmythos verklärt. Unter Führung Mao Zedongs hätten sich damals die zahlenmäßig unterlegenen Rotarmisten ein strategisch geniales 370tägiges Rückzugsgefecht geliefert, das die Grundlage für den Erfolg der Revolution gelegt habe. Tatsächlich aber war der 'lange Marsch' eher eine 'große Flucht' mit bitteren Verlusten.

Mit aufwendigen 3-D-Animationen rekonstruiert der Film aus der Reihe 'ZDF-History' die dramatische Geschichte des 'langen Marsches'.

mao.jpg (33534 Byte)

Samstag, 04.09.2010
00:30 - 01:20, Phoenix
1536. Der Tod der Sonnensöhne

Der peruanische Archäologe Guillermo Cock machte an einer Fundstätte in der Nähe von Lima Entdeckungen, die vielleicht den ersten materiellen Beweis für eine Widerstandsbewegung der Inkas liefern. Die neu gewonnenen Erkenntnisse weisen darauf hin, dass die Angehörigen dieser hoch entwickelten Zivilisation den brutalen und habgierigen spanischen Eroberern im 16. Jahrhundert einen verbissenen Guerillakrieg lieferten. Sie errichteten Gegenbelagerungen, wandten Einschüchterungstaktiken an und versuchten in einem Wettlauf gegen die Zeit, die Waffen und Kriegsstrategien der Spanier zu beherrschen. Es scheint, als hätte es selbst mit Hilfe Tausender indianischer Rekruten und Söldner aus dem heutigen Nicaragua mehrere Jahrzehnte gedauert, bis die Konquistadoren die Inka-Rebellen bezwingen konnten. Tatsächlich soll es den Inkas sogar fast gelungen sein, die Spanier vom südamerikanischen Kontinent zu vertreiben. Guillermo Cock schreibt die Geschichte der Eroberung des Inka-Reiches neu und stützt seine Hypothesen auf Untersuchungen der Mumien und Skelette eines Ausgrabungsortes in Lima. Anhand stringenter anthropologischer, forensischer und historischer Analysen wird die Geschichte des Inka-Untergangs aus einer neuen Perspektive dargestellt.

tod.jpg (41364 Byte)

06:45 - 07:30, Phoenix
Die Russische Revolution

In Petrograd, heute St. Petersburg, protestieren im Februar 1917 fast 100.000 Menschen gegen den Hunger. Von der Front aus - Russland befindet sich im Krieg mit Deutschland - befiehlt Zar Nikolaus II., das Feuer auf die Demonstranten zu eröffnen. Doch das verstärkt nur den Widerstand gegen den Herrscher. Nach anfänglicher Weigerung dankt Nikolaus II. schließlich ab. Die 300 Jahre währende Herrschaft der Familie Romanow ist beendet. Es wird eine provisorische Regierung gebildet. Lenin ist auf dem Rückweg aus dem Schweizer Exil. Die russische Armee will nicht mehr Krieg führen, die Kronstädter Matrosen kommen ihr zu Hilfe. Sie fordern Lenin auf, die provisorische Kerenskij-Regierung zu stürzen. Lenin erachtet den Zeitpunkt für einen Umsturz jedoch als verfrüht. Er wird als deutscher Spion verleumdet, die Bolschewiki sind ratlos. Lenin emigriert nach Finnland. Als er Anfang Oktober zurückkehrt, propagiert er den bewaffneten Aufstand. Er will eine bolschewistische Regierung. Doch die Kronstädter Matrosen streben ein basisdemokratisches Rätesystem an. Als die Matrosen am 25. Oktober in Petrograd einziehen, stoßen sie auf geringen Widerstand und finden den Winterpalast verlassen vor. Die Mitglieder der provisorischen Regierung werden verhaftet, Kerenskij ist bereits geflohen. Lenin verkündet: 'Alle Macht den Sowjets'. Eine konstituierende Versammlung verspricht demokratische Wahlen, aber die Bolschewiki bekommen nur ein Viertel der Stimmen. Bei den Matrosen machen sich Zweifel breit: Haben sie wirklich zur Errichtung einer demokratischen Ordnung beigetragen? Der Bürgerkrieg zwischen der Roten und der Weißen Armee beginnt. Er wird drei Jahre dauern.

rev.jpg (25136 Byte)

07:30 - 08:15, Phoenix
Die Russische Revolution

Lew Bronstein alias Leo Trotzki erhielt 1918 den Oberbefehl über die Rote Armee. Er sollte sowohl an der Front des Ersten Weltkrieges eingreifen als auch die innere Opposition bekämpfen, die sich in Sibirien als Weiße Armee formiert hatte. Im Juli 1918 wurde Zar Nikolaus II. von den Bolschewiki in Jekaterinburg mit seiner gesamten Familie ermordet, kurz bevor die antibolschewistischen Truppen eintrafen. Angesichts des konterrevolutionären Vormarsches konnte Lenin die Kronstädter Matrosen dazu bewegen, die Bolschewiki zu unterstützen. In der entscheidenden Schlacht in Kasan siegten sie zusammen mit der Roten Armee über die Weißen. Als am 11. November 1918 mit der Unterzeichnung des Waffenstillstandes der Erste Weltkrieg beendet wurde, ging der Bürgerkrieg in Russland weiter. Frankreich, Großbritannien, die USA und Japan schickten der Weißen Armee etwa 200.000 Mann Verstärkung, da sie ein Übergreifen der kommunistischen Revolution auf andere Länder fürchteten. Nach zwei Jahren zogen sie wieder aus Russland ab. Das Land war ausgeblutet und es drohte eine Hungersnot. Trotzki erklärte: 'Wir haben den Sieg errungen, auch wenn wir dafür das Land ruiniert haben.' Die Kronstädter Matrosen wollten freie Wahlen und das Ende der bolschewistischen Diktatur. Sie erhoben sich im 'Kronstädter Aufstand' unter der Losung 'Alle Macht den Sowjets - Keine Macht der Partei' gegen die Bolschewiki. Anfang März 1921 wurden sie von der Roten Armee angegriffen. Verschanzt auf der Insel Kotlin, konnten sie die auf dem Eis vorstürmenden Angreifer leicht erkennen. 80 Prozent der Rotarmisten fielen. Wenig später gab Trotzki den Befehl zum erneuten Angriff. Diesmal konnten die Matrosen der Attacke nicht standhalten und mussten sich ergeben. Mit dieser Niederlage hatten die Matrosen der Ostseeflotte im März 1921 ihre historische Rolle als Geburtshelfer der Oktoberrevolution und als Vertreter eines rätedemokratischen Ansatzes ausgespielt.

rev1.jpg (32003 Byte)

11:30 - 12:15, NDR
Die Germanen

Nach der verheerenden Niederlage in der Varusschlacht haben die Römer sich hinter den Rhein zurückgezogen. Die Grenze zum Barbaricum sichern sie mit dem Limes. Zwischen Germanien und dem Römischen Reich hat sich ein ebenso lebhafter wie gut kontrollierter Grenzverkehr entwickelt; vor allem Handelswaren werden hin und her transportiert. Um die Mitte des 3. Jahrhunderts entschließt sich Grifo, ein junger Germane, der mit knapper Not dem Angriff eines Nachbarstammes auf sein Dorf überlebt hat, auf die andere Seite des Limes zu wechseln. Zunächst hat er Pech: Da er seine Waffe nicht ablegen will, wird er von den Römern verhaftet und an einen Veranstalter von Gladiatorenkämpfen verkauft. In der Arena kann er als gut ausgebildeter Kämpfer sein Leben retten. Er lernt Colonia Claudia Ara Agrippinensium kennen, gewissermaßen das Schaufenster römischer Zivilisation direkt vor den Augen der Germanen und ein Ort alltäglichen Zusammenlebens. Doch die Tage der Römer im Norden sind gezählt: Einige Grenzübertritte später wird Grifo erleben, dass der Limes aufgegeben worden ist, dass die Römer ihre Stellungen an der Grenze zu Germanien verlassen haben, um an anderen Stellen den Zerfall des Weltreiches noch aufhalten zu können. In dieser Folge beschreiben die dokumentarischen Teile mit Luftbildern, Computeranimation und Einschätzungen von Wissenschaftlern den Limes, seine Bauweise, seine Ausdehnung und seine Funktion. Ebenso geht es um Fundstücke, die auf den Handel und Grenzverkehr zwischen Germanen und Römern hinweisen, die aber andererseits auch Zeugnis ablegen von höchst erfolgreichen Raub- und Beutezügen der Germanen in römischen Provinzen. Ein wichtiges Kapitel ist - ausgehend von Runeninschriften auf Waffen - der Schrift und der Sprache der germanischen Stämme gewidmet.

20:15 - 21:05, arte
Leptis Magna

Leptis Magna ist der Traum von Rom in Afrika. Kaiser Septimius Severus führt ihn zum Höhepunkt. Nach wenigen Generationen aber versandet der Hafen, der Deich bricht. Der Plan zu einem zweiten Forum wird verworfen. Hat ein Erdbeben den Untergang eingeleitet? Der Ingenieur Andrea Giannantoni aus Rom ist verblüfft von den Kenntnissen der antiken Architekten. Dank ihrer Kuppelkonstruktion hielten die Thermen allen Erdbeben stand. Haben also die Vandalen die Stadt überrannt? Die Dokumentation fragt die Wissenschaftler nach Gründen für den Niedergang. In 3D-Animationen erwecken die Archäologen das afrikanische Rom zu neuem Leben und nehmen den Zuschauer mit auf einen letzten, virtuellen Spaziergang durch die Hafenmetropole. Leptis Magna war ein kurzer Traum, der bis heute nachhält. Ein Traum vom völkerverbindenden Mittelmeer.

leptis.jpg (48940 Byte)

20:15 - 21:00, Phoenix
Herr der Himmelsscheibe

2002 wurde die Himmelsscheibe von Nebra aus den Händen von Kunsthehlern gerettet. Seitdem haben Forscher die Bronzescheibe mit den neuesten wissenschaftlichen Methoden untersucht. In einem Mix aus Doku und Spielszenen zeigt der Film, welche Geheimnisse die Wissenschaftler der Scheibe entlocken konnten: eine spannende Zeitreise zu den Menschen, die vor knapp 4000 Jahren in Deutschland lebten.

Die Himmelsscheibe ist nahezu kreisrund, hat einen Durchmesser von etwa 32 cm und wiegt 2,3 Kilogramm.

nebra.jpg (32799 Byte)

21:05 - 22:00, arte
Die letzten Römer

Nahe der türkischen Stadt Antal- ya befindet sich die archäologische Ausgrabungsstätte Sagalassos . Die Überreste der im 6. Jh. von den Römern aufgegebenen Stadt sind erstaunlich gut erhalten.

rom.jpg (35632 Byte)

Sonntag, 05.09.2010
02:15 - 03:00, Phoenix
Tropenfieber

Schon früher zog es Forscher und Entdecker in die Tropen. Francisco de Orellana befuhr 1542 erstmals den damals völlig unbekannten Amazonas - und gab dem Strom seinen Namen nach jenen wilden Kriegerinnen, den Amazonen, die ihn und seine Männer am meisten beeindruckten. Die Anerkennung für seine Entdeckung blieb ihm versagt. Louis Antoine de Bougainville umsegelte von 1766 bis 1769 als einer der ersten Menschen den Globus. Doch weil er lediglich Tahiti und ein paar Südseeinseln als Neubesitz für die französische Krone mitbrachte, blieb auch ihm nur der inoffizielle Ruhm. Alfred Russel Wallace schließlich entdeckte von 1854 an acht Jahre lang auf den Inseln des Malayischen Archipels eine unfassbare Menge neuer Tier- und Pflanzenarten und brachte 125.000 Tierpräparate mit. Heute findet Naturforscher Marc van Roosmalen in Amazonien immer neue Tierarten und versucht, große Areale des Regenwalds mit europäischen Spendengeldern zum Reservat zu machen. 'Tropenfieber' beleuchtet die Eroberung des Amazonas.

tropen.jpg (34602 Byte)

03:00 - 03:45, Phoenix
Tropenfieber

1766 brach Louis-Antoine de Bougainville mit seinem Schiff von Nantes aus in Richtung Süden auf. Sein Ziel: die Welt umsegeln. Zwei Jahre später entdeckte er Tahiti. Skorbut und Hunger machten die Weiterreise jedoch bald zur Tortur. Am Great Barrier Reef drehte Bougainville entnervt nach Norden ab - vielleicht hätte er sonst Australien entdeckt.

tropen1.jpg (33829 Byte)

03:45 - 04:30, Phoenix
Tropenfieber

Als sich Alfred Russel Wallace (1823 - 1913) 1854 einschiffte, um den Malaysischen Archipel und Papua-Neuguinea zu erforschen, konnte er nicht ahnen, dass er acht Jahre durchhalten würde. Der Privatgelehrte schlug sich mit dem Verkauf von Schmetterlingssammlungen und ausgestopften Orang-Utans durch. Vor allem auf Borneo bewegte sich Wallace stets im Land der gefürchteten Dayaks, der heimischen Kopfjäger. Doch Wallace arrangierte sich mit den Kriegern und spannte sie bisweilen sogar in seine Sammelwut ein. Seine bahnbrechenden Entdeckungen mündeten in den zentralen Thesen der späteren Evolutionstheorie. Wallace schrieb seine Theorien im Malaria-Fieber an den Biologen Charles Darwin. Darwin behauptete ein Jahr später, auf eigene Faust zu denselben Erkenntnissen gekommen zu sein wie Wallace: der vielleicht größte Diebstahl der Wissenschaftsgeschichte. Die dreiteilige Reihe 'Tropenfieber' berichtet von drei frühen Entdeckern, die mit ihren abenteuerlichen Reisen entscheidend zum Mythos der Tropen beigetragen haben. Teil drei erzählt die Geschichte von Alfred Russel Wallace.

tropen2.jpg (42569 Byte)

06:45 - 07:00, NDR
Die Felsentempel von Mahabalipuram, Indien

In Mahabalipuram, einer Kleinstadt an der Koromandelküste im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu, vermittelt das größte Relief der Welt in seiner großartigen Bildsprache die hinduistische Vorstellung vom Paradies auf Erden. Hier sind Menschen und Tiere, Götter und Heilige in Liebe und Achtung voreinander an den heiligen Wassern des Ganges vereint. Es war ein kühner Plan, den die Könige aus der Pallava-Dynastie vor anderthalbtausend Jahren in Südindien hatten: die bizarre Felslandschaft rund um Mahabalipuram, 50 Kilometer südlich von Madras, sollte in eine Tempelstadt verwandelt werden. Mehrere Steinmetzgenerationen haben rund 200 Jahre lang gearbeitet, um aus dem rohen Granit zierliche und dekorative Tempel zu formen. Heute ist die Tempelstadt Wallfahrtsort, zu dem Menschen aus aller Welt kommen. Die einzigartige Tempelstadt lebt und ist keineswegs ein Museum. Der Film zeigt die verschiedenen Gottheiten gewidmeten Tempel, die Rathas genannt werden, weil sie wie die prunkvollen Prozessionswagen bei den indischen Tempelfesten aussehen. Ebenso wie das riesige Relief strahlen sie tief empfundene Religiosität aus.

08:10 - 08:25, arte
Die Entdecker

Auf dem weitläufigen Grabungsgelände von Cahuachi sucht Giuseppe Orefici nach Zeugen der alten, peruanischen Nazca-Zivilisation, die hier vor 1.700 Jahren gelebt hat, und stößt dabei auf großartige archäologische Schätze. Darunter befinden sich zum Beispiel bemalte Keramikgegenstände, bestickte Textilien, Mumien und als Geoglyphen bezeichnete gigantische Erdzeichnungen. Die geheimnisvollen Nazca-Zeichnungen stellen sich in Form von auf dem Wüstenboden gezeichneten geometrischen Formen und Linien dar und sind für das menschliche Auge nur vom Flugzeug aus in ihrer gesamten Größe zu erfassen.

peru.jpg (41611 Byte)

19:30 - 20:15, ZDF
Wagnis in der Südsee

Lange bevor die Europäer begannen, sich für die restlichen Teile der Erde zu interessieren, waren bereits Menschen aus Süd-Ost-Asien auf dem Pazifischen Ozean unterwegs. Die 'Lapita-Leute' haben auf dem Wasserweg ihre Keramik verbreitet. Ihnen wird die wohl wagemutigste Völkerwanderung aller Zeiten zugeschrieben. Nun folgt eine Expedition dem möglichen Weg der Polynesier über 7000 Kilometer.

Die Lapita-Kultur war die erste Melanesiens und der polynesischen Inseln Samoa und Tonga, die Ackerbau betrieb und mit Keramik handelte.

wagnis.jpg (35685 Byte)

Montag, 06.09.2010
23:00 - 00:30, NDR
Aghet - ein Völkermord

Der 90-minütige Dokumentarfilm 'Aghet' (armenisch: die Katastrophe) erzählt von einem der dunkelsten Kapitel des Ersten Weltkrieges: dem Genozid an den Armeniern, bei dem zwischen 1915 und 1918 bis zu 1,5 Millionen Menschen im Osmanischen Reich, der heutigen Türkei, ums Leben kamen. Dieser erste Völkermord des 20. Jahrhunderts, dessen Tatsache neben der Shoah 1948 zur Schöpfung der Anti-Genozid-Konvention der UN führte, wird bis heute von den Verantwortlichen und ihren Nachkommen geleugnet und ist von der Welt weitgehend verdrängt. Wie konfliktgeladen das Thema des armenischen Völkermords noch immer in der Türkei ist - und für diejenigen, die es kritisch in die Öffentlichkeit tragen, oft sogar lebensgefährlich - zeigen die Ermordung des armenischtürkischen Journalisten Hrant Dink am 19. Januar 2007 und die Anklagen gegen den türkischen Schriftsteller und Nobelpreisträger Orhan Pamuk. Seit Jahren beschäftigt sich Autor und Regisseur Eric Friedler ('Das Schweigen der Quandts', 2007) mit den politischen Motiven, die noch heute stark genug sind, um die historische Tatsache des Armenier-Genozids zu verschweigen und zu unterdrücken. Er sprach mit internationalen Regierungschefs und der intellektuellen Elite der Türkei, befragte Historiker, Zeitzeugen und Wissenschaftler in der Türkei, Deutschland, in den USA, Frankreich, Syrien und Armenien, aber auch Vertreter der weltweiten armenischen Diaspora wie den Boxer Arthur Abraham, den französischen Minister Patrick Devedjian oder den ehemaligen armenischen Außenminister Raffi Hovannisian. Friedler forschte mit seinem Team in vielen internationalen Archiven und rekonstruierte den Verlauf des Völkermords aus zahlreichen historischen Quellen. Diese Dokumente sind detaillierte Lageberichte deutscher und US-amerikanischer Diplomaten, aber auch Schilderungen Schweizer, dänischer und schwedischer Ärzte, Sozialhelfer, Lehrer, Missionare, Korrespondenten und Krankenschwestern, die zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts in der Türkei lebten und ihre Beobachtungen festhielten. In einer minimalistischen Inszenierung verleiht ein hochkarätiges Schauspielerensemble (darunter Hanns Zischler, Martina Gedeck, Burghart Klaußner, Friedrich von Thun) diesen vor Langem verstorbenen Zeitzeugen wieder eine Stimme. 95 Jahre nach dem Völkermord sind ihre Aussagen von beklemmender Authentizität noch einmal zu hören, werden bis heute unbesungene Heldinnen und Helden entdeckt, tragische Schicksale und die strikte Systematik eines unfassbaren Verbrechens offenbar. Trotz genereller Einmütigkeit der internationalen Geschichtswissenschaft weigert sich die politische Führung der Türkei weiterhin konstant, den Massenmord an den Armeniern als Genozid anzuerkennen, fordert Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan immer noch Beweise - und die westliche Staatengemeinschaft hält sich zu diesem Thema bedeckt. Dabei wollen sich auch in der Türkei mehr und mehr Menschen ein eigenes Bild von der jüngeren Geschichte ihrer Nation machen. 200.000 Türken gingen nach der Ermordung von Hrant Dink in einer der größten Demonstrationen des Landes auf die Straße. In Solidarität mit Hrant Dink, den Armeniern und dem Verlangen nach Wahrheit ...

Dienstag, 07.09.2010
04:30 - 05:10, Phoenix
Totentanz im Wilden Westen

Im Jahr 1876 hatten die Indianer ihren letzten Erfolg im Kampf gegen die weißen Siedler. Krieger des Häuptlings Sitting Bull töteten am Little Big Horn General Custer und 260 Kavalleriesoldaten. Ein Da- tum, das für die Sieger das Ende ihrer Nomadenkultur und für die Besiegten den Beginn einer Heldensaga markierte. Archäologen haben das Schlacht- feld untersucht und mit den Nachfahren das Ereignis rekonstruiert.

In Custers Regiment kämpften auch 107 deutsche Auswanderer, 31 von ihnen starben.

tanz.jpg (41949 Byte)

14:45 - 16:45, arte
Verdammt in alle Ewigkeit

Pearl Harbor 1941, kurz vor dem Angriff der Japaner: Korporal Pewitt (Montgomery Clift) will nie wieder einen Boxring betreten, nachdem einer seiner Gegner bei einem Kampf erblindet ist. Doch als sein bester Freund Maggio (Frank Sinatra) im Straflager totgeprügelt wird, sieht Pewitt rot.

Die eine Million Dollar teure Produktion spielte 18 Millionen ein und zählte damit zu den zehn erfolgreichsten Filmen der 50er-Jahre.

verdammt.jpg (31870 Byte)

Mittwoch, 08.09.2010
20:15 - 21:55, arte
Salvador Allende

Nach mehreren Wahlniederlagen war Salvador Allende 1970 zum chilenischen Präsidenten gewählt worden. Am 11. September 1973 setzte General Pinochet nach einem Putsch den Präsidenten ab. Salvador Allende wählte noch am Tag des Putsches den Freitod.

salvadore.jpg (28186 Byte)

Donnerstag, 09.09.2010
15:15 - 16:00, NDR
Die schwarzen Königinnen

Schon zu Zeiten der Pharaonen war der Nil der kulturelle und wirtschaftliche Korridor zwischen dem ägyptischmediterranen Norden und dem Herzen Schwarzafrikas. Im heutigen Sudan trafen diese beiden großen Kulturkreise aufeinander. In Nubien, wie es damals hieß, gab es jene Rohstoffe, auf die sich die Vormachtstellung Ägyptens stützte: Gold und Sklaven, Elfenbein, Ebenholz und Straußenfedern. Immer wieder zogen die Pharaonen nach Süden, um ihre wirtschaftlichen Interessen durchzusetzen. Aber ab dem 3. Jahrhundert vor Christus bildete sich rund um die aufstrebende Hauptstadt Meroe, 250 Kilometer nordöstlich des heutigen Khartums, ein selbstbewusster neuer Staat, der für sieben Jahrhunderte die Geschicke der Region bestimmte. Stark beeinflusst von afrikanischen Traditionen, entwickelte sich hier unter der Führung Schwarzer Königinnen eine von Ägypten zunehmend unabhängige Hochkultur mit einem eigenen Schriftsystem: Meroe wurde zu einer weltoffenen, toleranten, multikulturellen und sehr wehrhaften Hochkultur. Besonders die Frauen hatten innerhalb dieser Gesellschaft eine starke Position. In der Rolle der Königin, als Kandake, hatten sie wesentlichen Einfluss auf alle politischen Entscheidungen. Erst heute entdecken die Archäologen und Historiker die Bedeutung der matriarchalischen Gesellschaft Meroes für die Geschichte der Antike und des afrikanischen Kontinents. In der Steppe des nördlichen Sahels fanden sie prachtvolle Paläste und Tempel, beeindruckende Grab- und Grenzanlagen und das größte Pyramidenfeld der Erde. Woher bezog dieser Staat seine kulturelle Identität, seine Kraft und seinen Reichtum? Seit dem Beginn der Forschung in den 1960er-Jahren haben die Wissenschaftler erst jetzt ein vollständigeres Bild der meroitischen Kultur. Obwohl die Schrift noch nicht übersetzt werden kann, enträtseln die Forscher langsam die Struktur von Religion, Staatswesen, Architektur und schwarzafrikanisch bestimmter Sozialsysteme. Neue Funde zeugen von einer vergessenen Kultur, deren Wurzeln bis tief hinein nach Afrika reichten. Mit stimmungsvollen Spielhandlungen, großartigen Bildern und fotorealistischen Computeranimationen rekonstruiert der Film die Geschichte einer vergessenen matriarchalischen Hochkultur im Herzen Afrikas.

sudan.jpg (24361 Byte)

17:15 - 18:00, 3SAT
Piratengold für England

Unterstützt von der englischen Königin Elisabeth I. kaperte Francis Drake, der 1580 zum Sir geadelt wurde, die spanische Silberflotte und zog so den Zorn Spaniens auf sich. 'Sphinx' begibt sich auf die Spuren des legendären Piraten Sir Francis Drake.

Sir Francis Drake wurde wahrscheinlich 1539 im englischen Crowndale geboren. Er starb 1596 in Panama.

pirat.jpg (49784 Byte)

20:15 - 21:00, 3SAT
Geheimnis am Indus

In den 1920er Jahren wird im Ufergebiet des Indus eine Metropole aus dem dritten Jahrtausend vor Christus entdeckt: Mohenjo Daro, das Zentrum einer Zivilisation, die Ägypten und den Städten Mesopotamiens gleichrangig war. An die 100.000 Einwohner zählte die Stadt, die auf künstlichen Plateaus mit breiten Alleen wie am Reißbrett entworfen erbaut wurde. Die ungewöhnliche Bauweise von Mohenjo Daro - sie besteht aus Millionen einheitlicher Ziegel - hat schon ihre Entdecker fasziniert: Wohnhäuser mit moderner Raumaufteilung und jeweils eigenen, nicht öffentlichen Brunnen, Straßen mit Abwasser-Kanalisation und wie nach einem Bebauungsplan getrennte Produktions- und Wohnviertel. Die Vermutung von Michael Jansen, Professor für Stadtbaugeschichte an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen , der Mohenjo Daro seit 30 Jahren erforscht: Mohenjo Daro ist das Ergebnis eines Schwellenereignisses der Menschheit, eines einzigartigen zivilisatorischen Sprungs. Innerhalb von nur 50 Jahren explodierte am Indus der Fortschritt auf geradezu allen Gebieten, eine Schrift wurde erfunden, Großsiedlungen entstanden, die ihre Produktionsstätten auslagerten und Handel über Tausende von Kilometern trieben. Aber wer waren die Lenker dieses Umbruchs, wer waren die Herrscher von Mohenjo Daro? Wenig ist bekannt über sie, die raren Hinweise wie etwa die Kleinplastik des sogenannten 'Priesterkönigs' geben Rätsel auf, die Schriftzeichen, die auf Siegeln entdeckt wurden, sind noch nicht entziffert, erst zehn Prozent der Stadt sind ausgegraben, die Erforschung der Indus-Zivilisation steht noch immer fast am Anfang. Ebenso rätselhaft ist der Untergang der Metropole vor 4.000 Jahren. Ohne Zeichen von Zerstörung, Krieg oder Vertreibung gaben die Bewohner die Stadt auf, die bald unter dem Schwemmland des Indus verschwand. Michael Jansen führt in dem Film 'Das Geheimnis der Induskultur - Die antike Stadt Mohenjo Daro' durch die Geheimnisse der antiken Stadt.

stadt1.jpg (48263 Byte)

Freitag, 10.09.2010
02:55 - 03:40, Phoenix
Höllenfahrten

Im Jahr 1856 machte sich ein erbärmlicher Menschenstrom von Iowa auf den Weg nach Salt Lake City. Ihre Habseligkeiten auf Handkarren verstaut, zogen die Mormonen 2000 Kilometer zu Fuß durch Hitze und Eis. Ihr Weg ins gelobte Land ging durch die Hölle.

teufel1.jpg (38908 Byte)

04:25 - 05:05, Phoenix
Höllenfahrten

1869 machte sich der einarmige Major John Wesley Powell mit neun Pfadfindern auf, um den Verlauf des Colorados zu ergründen. Am Ende ihrer Fahrt landeten die halb verhungerten Männer in Arizona in einer rund 350 Kilometer langen Felsenschlucht, aus der es kein Entrinnen zu geben schien: dem Grand Canyon.

teufel2.jpg (35938 Byte)

11:00 - 11:15, RBB
Fatehpur Sikri - Indien

Eine alte Legende berichtet von der Entstehung der 'Stadt des Sieges' in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts: Der kinderlose Großmogul Akbar betete in der Klause des berühmten Eremiten Salim Chisti um die Geburt eines Sohnes. Der Heilige prophezeite ihm drei Söhne. Als tatsächlich wenig später ein gesundes Kind geboren wurde, errichtete Akbar am Wohnsitz des Eremiten aus Dankbarkeit eine ganze Stadt - Fatehpur Sikri. In wenigen Jahren war die neue Residenz fertiggestellt. Als erstes Bauwerk entstand die große Moschee Jami Masjid, in deren Hof dem Heiligen ein Mausoleum errichtet wurde. Noch heute pilgern indische Frauen hierher, um für männliche Nachkommen zu beten. Ganz aus rotem Sandstein errichtet und mit allem Komfort ausgestattet, wurde Fatehpur Sikri nach kaum zehn Jahren wieder verlassen. Zurück blieb eine Geisterstadt. Heute kann man, ganz wie vor vierhundert Jahren, durch eine intakte, hochherrschaftliche Stadt wandeln: mehrstöckige Paläste, Gärten und ein Marktplatz, ein Wasserwerk, unzählige überdachte Gänge, Treppen und Terrassen. Sie sind Zeugnis der architektonischen Meisterleistung Akbars. Die untergegangene Metropole vereint zwei Gegensätze: die figurative Architektur der Hindus und die geometrische des Islam.

16:00 - 16:45, H3
Maya - Könige aus dem Regenwald

Dieter Moor erzählt in dem Film die faszinierende Geschichte der Maya. Dabei besucht er die Maya-Denkmäler von Tikal in Guatemala und Copan in Honduras sowie die mexikanischen Stätten in Chichén Itzá und Palenque. Die Maya lebten in Süd- und Südost-Mexiko - Yucatán - sowie in Teilen von Guatemala, Honduras, Belize und El Salvador. Sie entwickelten eine blühende Kultur, die sechsmal so lange währte wie das Römische Reich. Die Maya brachten mathematische, astronomische und architektonische Höchstleistungen hervor, die bis heute Wissenschaftler und Laien in Erstaunen versetzen. Ihre Geschichte schrieben sie in einer Hieroglyphenschrift nieder. Die Kultur der Maya erlebte zwischen 250 und 900 n. Chr. mit dem Aufkommen eines erblichen Königtums ihre größte Blüte. Unter der Regierung der Adeligen entstanden ihre berühmten Stufenpyramiden, Tempel und Paläste. Die Herrscher der häufig verfeindeten Kleinstaaten sahen sich als Mittelpunkt des Kosmos und als Mittler zwischen Menschen und Göttern. Warum die politische Struktur der Maya unterging, ist bis heute nicht geklärt. Diese Tatsache lieferte ideale Voraussetzungen für die Legendenbildung. In den vergangenen zwanzig Jahren gelang es der Wissenschaft, Fantasie und Fakten voneinander zu trennen. Licht ins Dunkel brachte die fast vollständige Entzifferung der Schrift. Die Glyphen auf den Stelen konnten gelesen, Zeremonien auf Relieftafeln gedeutet werden. Es fanden sich Belege für Opferrituale und Kriege. Damit war das 'Märchen' von den sanftmütigen Sternguckern und erfinderischen Kakaotrinkern widerlegt.

maya.jpg (45526 Byte)