Wörterbuch
Synonyme
Woxikon - Online Wörterbuch

Navigation


Web erdkunde-wissen.de

Diese Woche
Samstag
Sonntag
Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag

Nächste Woche
Samstag
Sonntag
Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag

Schnellübersicht  

Bahngeschichten
Empfehlungen
Geschichtssendungen
Kindersendungen
Kulinarische Entdeckungen
Religionen der Welt
Spielfilme
Tier- und Natursendungen
Weltkulturerbe
Wissenschaft & Technik

--> Erdkunde
--> Service
--> Seiteninternes

Kommunikation  
FAQ
Gästebuch
Hilfeforum
Kontakt
Impressum
Suchmaschine



ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) Empfehlungen der Redaktion
Samstag, 28.08.2010
00:00 - 00:45, Phoenix
Abenteuer Ägypten - Mit Dietmar Ossenberg unterwegs

Seit Jahrtausenden fasziniert Ägypten die Menschheit. Dichter, Denker, Abenteurer, Feldherren und Gelehrte erlagen seinem Zauber. Dietmar Ossenberg hat sich auf die Suche nach dem Mythos des Landes gemacht. 'Abenteuer Ägypten' ist keine Reisereportage im herkömmlichen Sinn: Die zweiteilige Reportage ist das Resultat aus jahrelangen persönlichen Erlebnissen des ehemaligen Kairo-Korrespondenten. Es ist das Porträt eines Landes jenseits der ausgetretenen Touristenpfade. Stationen des ersten Teils der Reisereportage sind die Tempel von Abu Simbel, Luxor, das Grabräuberdorf Kurna und die aus dem Wüstenboden gestampfte Siedlung El Gouna.

ossen.jpg (41913 Byte)

00:45 - 01:30, Phoenix
Abenteuer Ägypten - Mit Dietmar Ossenberg unterwegs

Seit Jahrtausenden fasziniert Ägypten die Menschheit. Dichter, Denker, Abenteurer, Feldherren und Gelehrte erlagen seinem Zauber. Dietmar Ossenberg hat sich auf die Suche nach dem Mythos des Landes gemacht. 'Abenteuer Ägypten' ist keine Reisereportage im herkömmlichen Sinn: Die zweiteilige Reportage ist das Resultat aus jahrelangen persönlichen Erlebnissen des ehemaligen Kairo-Korrespondenten. Es ist das Porträt eines Landes jenseits der ausgetretenen Touristenpfade. Den zweiten Teil seiner Reisereportage 'Abenteuer Ägypten' beginnt Dietmar Ossenberg mit einem Besuch im Reich der Toten: Gemeinsam mit Archäologen steigt er hinab in die 'Unterwelt' Bahariyyas inmitten der Weißen Wüste im Westen Ägyptens. Eine der nächsten Stationen ist Ägyptens Metropole Kairo. Einst nannte man die Stadt 'Al Qahira' - die Siegreiche. Heute ist aus der bescheidenen Siedlung der Fatimidenherrscher die größte Stadt des Kontinents geworden. 17 Millionen Menschen drängen sich dort - nur Mexiko-Stadt ist größer. Endpunkt der Reisereportage ist die Hafenstadt Alexandria.

ossen1.jpg (37668 Byte)

12:30 - 13:00, arte
Reiseskizzen aus ...

Kambodscha lautet das Reiseziel des Illustrators Bertrand de Miollis. Er besucht die grandiosen Tempel von Angkor Wat und die belebten Märkte der Hauptstadt Phnom Penh. Auf seinen Reisestationen entdeckt er das menschliche Gesicht Kambodschas. Denn obwohl die Bevölkerung des ostasiatischen Landes viel durchmachen musste, hat das 'Land des Lächelns' nichts von seiner legendären Gastfreundschaft verloren.

skizze2.jpg (35330 Byte)

13:15 - 14:00, RBB
Wildes China

Die sechste und letzte Folge der Reihe 'Wildes China' führt an die 14.500 Kilometer lange Küste Chinas. Sie ist voller Gegensätze: Futuristische moderne Städte wechseln sich mit alten Dörfern mit Seegrasdächern, uralten Reisterassen und Sümpfen ab, in den seltene Tiere leben. Jedes Jahr ziehen die bedrohten Mandschuren-Kraniche von ihren nördlichen Brutplätzen bis in ihre Winterquartiere nahe Shanghai. In den letzten Salzsümpfen Chinas konnte der bereits ausgestorbene Davidshirsch wieder angesiedelt werden. Das ging nur, weil eine kleine Herde der wasserliebenden Hirsche im 19. Jahrhundert nach England gebracht wurde. Die Nachkommen dieser Herde sind ihn ihre ursprüngliche Heimat zurückgekehrt. Die Küstengewässer Chinas sind gefährliche Gewässer, über die immer wieder Wirbelstürme fegen können. Die Hafenmetropole Hongkong verdankt ihren Aufstieg den gut geschützten Ankerplätzen. Ganz in der Nähe des dicht besiedelten Handelszentrums liegt überraschenderweise Chinas Hauptschutzgebiet für Vögel. Hier finden zahlreiche tropische Zugvögel Schutz, zum Beispiel der Schwarzstirnlöffler. Auch der gut geschützte Weiße Delphin findet sich hier. Vor Hongkong liegt das Südchinesische Meer - von Inseln und Korallenriffen übersät. In Landnähe sind die meisten Riffs zerstört und überfischt. Doch nun gibt es Bemühungen, die Mangrovenwälder und Fischbestände zu schützen. Die Probleme Chinas sind allen Ländern bekannt: der wachsende Druck auf Rohstoffe, Umwelt und Lebensräume. Doch nirgendwo spielen sie sich in einem so großen Maßstab ab. Der Weg, den China einschlägt, wird nicht nur die Chinesen und ihre Umwelt beeinflussen, sondern den Rest der Welt.

wildes.jpg (9089 Byte)

19:00 - 19:45, B3
Die Südsee

Knapp unter der Wasseroberfläche bricht ein Vulkan aus - die Geburt einer Südseeinsel. Hier am 'Pazifischen Feuerring', einer der Erdregionen mit der höchsten vulkanischen Aktivität, haben Tiere sich angepasst. So vergräbt auf den Salomonen das Bismarckhuhn seine Eier zum Ausbrüten in der warmen Erde.

Als Südsee bzw. Südpazifik wird das Polynesische Dreieck Hawaii-Neuseeland-Osterinseln bezeichnet.

suedsee.jpg (15866 Byte)

19:30 - 20:15, arte
Oman - Die Rosen der Wüste

Im Wüstenstaat Oman ist Wasser rar. Dennoch blühen hier sogar Rosen - dank eines 1500 Jahre alten Kanalsystems. Darüber wacht Suleyman Al Riyami , oberster Wasserbeauftragter seines Dorfes.

rosen.jpg (16493 Byte)

Sonntag, 29.08.2010
01:45 - 02:20, Phoenix
Peru - Von Goldgräbern und Wunderheilern

Morgens um fünf macht sich Luis auf den Weg. Er löst einen Kollegen ab, der seit einer Woche im kleinen Goldgräber-Camp am Fuß der Anden übernachtet. Die Arbeit unter Tage ist nur mit viel Koka, Schnaps und Zigaretten zu ertragen, die Ausbeute an Gold eine geringe Entschädigung für die Strapazen. Auf dem Weg zur Mine fährt das 3sat-Team auch an den bis heute rätselhaften Linien von Nasca vorbei.

05:15 - 06:15, 3SAT
Der Basar von Urfa

Urfa im Südosten der Türkei, nahe der syrischen Grenze, ist eine Stadt, in der die Widersprüche zwischen der Modernisierung samt ihren negativen Begleiterscheinungen und dem Festhalten an traditionellen Werten wie unter einem Vergrößerungsglas sichtbar werden. Nirgendwo sonst lässt sich islamische Alltagswelt noch so intensiv und authentisch beobachten wie im Basar von Urfa, von dem es heißt, er sei 'der schönste aller Basare'. Unmittelbar an den Basar schließt sich Dergah an, ein städtisches Refugium, das der Entspannung dient und mit seinen islamischen Heiligtümern ein viel besuchtes Ziel von Pilgern aus dem gesamten Orient ist. Urfa gilt mit diesen heiligen Stätten als fünftgrößtes Heiligtum der islamischen Welt. Der Film 'Der Basar von Urfa' beschreibt einen Tag im Basar, begleitet von den Gebetsrufen des Muezzins. Im Zentrum steht der berühmte Teegarten im Gümrük Hani, einer historischen Karawanserei. In farbigen Bildern stellt der Film auch die Protagonisten des Basars vor.

urfar.jpg (49346 Byte)

07:30 - 08:15, Phoenix
Auf den Spuren der Korallenroute

ARD-Korrespondent Mario Schmidt reist auf den Spuren der legendären 'Korallenroute' durch die Südsee, trifft die ehemalige Crew und erzählt Geschichten rund um die damaligen Landebuchten. In den 50er Jahren brachen Touristen zu einer der romantischsten Flugreisen der Luftfahrtgeschichte auf: im Flugboot von Auckland über Fidschi, Samoa und Aitutaki nach Tahiti. Die gewaltigen doppelstöckigen Wasserflugzeuge vom Typ Solent hatten Platz für 40 Passagiere - alles First Class. Im Cockpit flogen die Piloten manchmal in Unterhosen, weil es so heiß war und es für sie keine Klimaanlage gab.

spuren2.jpg (26233 Byte)

13:30 - 14:00, arte
Reiseskizzen aus ...

Auf einer Reise von der kubanischen Hauptstadt Havanna über die Tabakfelder der Provinz Pinar del Río bis nach Santiago de Cuba zeichnet die junge Illustratorin Carla Talopp ein feinfühliges Porträt der 'Perle der Karibik'.

skizze.jpg (42399 Byte)

14:00 - 15:40, arte
Schmeiß den Teufel raus!

New Orleans/Louisiana - sechs Monate nach dem verheerenden Hurrikan Katrina haben die größtenteils afroamerikanischen Einwohner ihre Angehörigen, ihre Häuser und Arbeitsplätze verloren. Im historischen Viertel Treme befindet sich die katholische Kirche St. Augustine. Der dortige Priester, Father LeDoux, hat seiner Gemeinde unermüdlich beigestanden und sie in den Momenten der Verzweiflung aufgerichtet. Der Beschluss des Erzbischofs, die Kirche zu schließen und Father LeDoux zu versetzen, trifft die Gemeinde wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Die St. Augustine-Kirche hat Symbolcharakter, denn hier saßen zum ersten Mal Sklaven, freie Afroamerikaner und Weiße Seite an Seite, um Gott zu preisen. Außerdem liegt hier für viele der Ursprung des Jazz. Auch heute noch verbindet die Kirche katholische Frömmigkeit mit dem Geist des Jazz. Für die Gemeinde ist die Vorstellung, ihren Priester zu verlieren, nicht hinnehmbar. Sie liebt Father LeDoux als Helfer und seelischen Beistand, als jemanden, der ihnen neue Horizonte öffnete und Menschen aller Hautfarben und Glaubensrichtungen in seiner Kirche zusammenbrachte. Er selbst hat seine afrikanischen Wurzeln nie vergessen. Die Gemeindemitglieder lehnen sich gegen die übermächtige Kirchenhierarchie auf. Father LeDoux hält sie an, zu beten und zu verhandeln. Doch dann wird deutlich, dass der Erzbischof keineswegs vorhat, die Kirche zu schließen, sondern Renovierungsarbeiten veranlasst hat. In der Gemeinde herrscht ohnmächtige Wut. Als verlautbart wird, dass anstelle von Father LeDoux ein weißer Priester aus einem anderen Stadtviertel nach St. Augustine versetzt werden soll, brechen die wildesten Spekulationen aus. Geht es um ein Immobiliengeschäft? Verbirgt sich dahinter der Wunsch, eine unorthodoxe Gemeinde in die Knie zu zwingen? Oder soll Treme künftig ein 'weißes' Viertel werden? Trotz der Fürsprache, Demonstrationen und Konzerte zur Unterstützung von Father LeDoux bleibt der Erzbischof unnachgiebig. Der neue Priester tritt sein Amt an, gießt aber durch seine Arroganz sofort Öl aufs Feuer. Als zutiefst gläubige Menschen haben die Gemeindemitglieder immer gehofft, dass ihre Gebete für ihre Kirche und ihren Priester erhört werden. Dennoch haben sie sich vorsichtshalber einen Plan B zurechtgelegt: Mit Hilfe von Freiwilligen aus aller Welt besetzen sie die Kirche. Vor dem Gebäude postieren sich Kameras amerikanischer Fernsehsender. Die kleine Gemeinde von Treme fühlt sich im Recht. Offen ist zu diesem Zeitpunkt noch, ob es ihr gelingen wird, ihre Kirche zu retten und den Verwaltungsapparat, der bisher jegliche Verhandlungsangebote ignoriert hat, zum Einlenken zu zwingen.

teufel.jpg (27323 Byte)

16:00 - 16:30, ARD
Die Dino-Fundgrube

Im US-Bundesstaat Utah findet Dino-Forscher James Kirkland 2002 den Schädel eines bis dahin unbekannten gehörnten Sauriers aus der Kreidezeit. Weiterhin stoßen Paläontologen auf ungewöhnlich viele Fossilien prähistorischer Muscheln, Fische, Echsen, Schildkröten, Vögel, Krokodile und Säugetiere. Die Doku begleitet die Forscher bei der Arbeit. Ab 2010 sollen ihre Funde in einem neuen Museum für Naturgeschichte präsentiert werden.

1996 wurde das Grand Staircase-Escalante National Monument im Süden Utahs zum Naturschutzgebiet erklärt.

utah.jpg (40296 Byte)

20:15 - 21:00, Phoenix
Traumziel Karibik

Überall auf den Niederländischen Antillen finden sich Spuren des 'Mutterlandes': Dieter Schumann entdeckt in Curaçaos Hauptstadt Willemstad ein knallbuntes Klein-Amsterdam. Hier trifft er Deutsche, die als Delfintherapeut und Tauchlehrer arbeiten, jagt mit der Küstenwache Drogenschmuggler und erlebt auf Sint Maarten den karibischen Karneval .

Die Niederländischen Antillen sind nur innenpolitisch völlig autonom.

karibik.jpg (46751 Byte)

21:00 - 21:45, Phoenix
Traumziel Karibik

Vier Inseln auf den Kleinen Antillen: Antigua, die britische Kronkolonie Montserrat, Gouadeloupe und Dominica. Vier kleine Paradiese für Leute mit ausreichend Geld. Für viele Einheimische aber liegen über dem vermeintlichen Paradies dunkle Schatten. Der Kanadier Gregory Scott ist der Liebe wegen in die Karibik gezogen. Von Ottawa nach Antigua. Er wolle dort nie wieder weg, sagt er. Greg Scott, der Hubschrauberpilot, fliegt das Team mit Reporter Dietmar Schumann und Kameramann Frank Vieltorf auf einige der britisch und französisch geprägten Inseln in der südöstlichen Karibik.

karibik1.jpg (48114 Byte)

23:35 - 01:10, B3
Comandante

Im Februar 2002 gibt Kubas Staatschef Fidel Castro dem Oscargekrönten Regisseur Oliver Stone ein drei Tage dauerndes Interview. Stone spricht mit dem kommunistischen Diktator über den Zustand seines Landes, Sophia Loren und den Kinohit 'Titanic'.

In Auftrag gegeben hatte den Film der US-Sender HBO. Die Verantwortlichen weigerten sich jedoch, das Porträt auszustrahlen, weil ihnen Castros Porträt zu positiv schien.

kuba.jpg (33829 Byte)

Montag, 30.08.2010
05:00 - 06:00, arte
Zum Schafescheren nach Patagonien

ARTE unternimmt in der heutigen Sendung eine 70.000 Kilometer lange Reise durch Patagonien: Das Kamerateam folgt 20 Männern, alle Schafscherer von Beruf, die in der argentinischen Kleinstadt Pampa den Bus nehmen, um damit sechs Monate lang von einer Schafzüchterfarm zur nächsten quer durch Patagonien zu fahren. Sechs Monate harte Arbeit bei patagonischen Großgrundbesitzern und ein entbehrungsreicher Alltag liegen vor ihnen. Nachts schlafen die Männer auf ihren selbst mitgebrachten Matratzen in Baracken direkt neben den Ställen. Die meisten der Männer stammen aus der Provinz Corrientes, einer der ärmsten Argentiniens im Nordosten des Landes. Einige sind Nachfahren der Mapuche-Indianer, die im 19. Jahrhundert im Zuge der 'Wüsteneroberung' von der argentinischen Armee militärisch unterworfen und systematisch ausgerottet wurden. Die Dokumentation geht bei dieser Reise auch auf die aktuelle Lage in Argentinien ein, die nicht weniger prekär ist als die der Saisonarbeiter auf dieser 70.000 Kilometer langen 'Wollstraße'.

07:00 - 07:25, arte
Zapping International

Wer in der burundischen Hauptstadt Bujumbura den Fernseher einschaltet, stößt nicht mehr automatisch auf den öffentlichrechtlichen Sender RTBN, der die Fernsehlandschaft des ostafrikanischen Staates über 20 Jahre lang allein beherrschte. In weiten Teilen des Landes empfangen die Burunder auch den Privatsender 'Télé Renaissance', der es sich zum Ziel gesetzt hat, die anhaltenden Spannungen zwischen Hutus und Tutsis zu entschärfen. Damit sendet 'Télé Renaissance' ein Gegenprogramm zum berüchtigten ruandischen Sender 'Radio-Télévision Libre des Milles Collines', dem Sprachrohr der extremistischen Hutus. Das schon lange geplante Projekt 'Télé Renaissance' konnte schließlich dank großzügiger Spenden und ein wenig Werbung umgesetzt werden. Heute zeigt der Sender zwölf Stunden täglich Nachrichten aus dem In- und Ausland, Filme und Magazine. Zudem werden die Menschen in Bujumbura und in der burundischen Provinz bald auch 'Family TV' empfangen. Der religiöse Sender aus dem nahen Kenia will mit Hilfe von 5.000 Parabolantennen Gottes Wort bis in die abgeschiedensten Gegenden Burundis tragen.

12:00 - 12:45, arte
Inselträume

Der Archipel Vanuatu ist ein selbstständiger Inselstaat im Pazifik. Die Menschen hier bekommen die Auswirkungen des Klimawandels unmittelbar zu spüren, denn durch den Anstieg des Meeresspiegels ist ihr Land bedroht. Port Vila, die Hauptstadt und zugleich einzige Stadt des Archipels, liegt auf der größten Insel Éfaté. Vanuatu trug früher den Namen Neue Hebriden, den der Brite James Cook dem Archipel 1774 gegeben hatte. Vor ihm war um 1766 bereits der französische Seefahrer Louis Antoine de Bougainville zu der Inselgruppe vorgestoßen. Die Inseln wurden von Engländern und Franzosen gemeinsam verwaltet, bis sie 1980 die Unabhängigkeit erlangten und den Namen Vanuatu annahmen. In dem Ort Londar in den Bergen leben rund 100 Menschen, die sich nach einem Tsunami hierhin geflüchtet haben. Sie waren ursprünglich Fischer und mussten sich an das Leben im Gebirge anpassen. Der 65-jährige Waricius ist Häuptling des Dorfs. Es kümmert ihn wenig, dass die Missionare den Menschen vorschreiben, wie sie sich außerhalb der Dörfer zu kleiden haben. Ihm reichen seine Häuptlingsattribute, ein Stab und ein besonders luxuriöses Penisfutteral. An den Berghängen Landwirtschaft zu betreiben ist keine einfache Sache. Weder Tiergespanne noch Maschinen können hier verwendet werden. Aus Bestandteilen des Kava-Strauchs, einem Pfeffergewächs, stellen die Menschen ein berauschendes, in Vanuatu äußerst beliebtes Getränk her. Dem Staat Vanuatu ist es wichtig, die Importabhängigkeit zu verringern. In diese Richtung zielt auch die Initiative einer kleinen Firma, die Kokosnussöl als Treibstoff für Generatoren und Automotoren anbietet. Das Umweltbewusstsein der Inselbewohner, die sich ihre traditionelle Lebensweise weitgehend erhalten haben, könnte so manchem Industrieland als Vorbild dienen.

vanuatu.jpg (45215 Byte)

13:00 - 13:25, WDR
Vergessene Inseln

Tristan da Cunha, die Insel am Ende der Welt, lag einst auf der Route der stolzesten Segelschiffe entlang der Handelswege im 18. und 19 Jahrhundert. Heute leben nur noch 7 Familien dort. Die Insel gilt inzwischen als die abgelegenste Siedlung der Erde und ist nur per Fischerboot zu erreichen.

Mit seinem neuen Film führt der MDR-Filmemacher Thomas Junker die Zuschauer in die Welt von vier faszinierende Inseln auf den Meeren rund um den Globus. Sein Fokus liegt dabei auf Inseln, die aus verschiedenen Gründen einmal im Mittelpunkt des Interesses standen, heute aber vergessen sind. Der MDR-Geschichtensammler wird von Tristan da Cunha im Südatlantik über Adak Island im Westen Alaskas, Palau im Pazifik bis nach Kastellorizo im Mittelmeer reisen. Thomas Junker sammelt und erzählt Geschichten. Er will die Zuschauer an seinen Erlebnissen teilhaben lassen und im besten Sinne des Wortes unterhalten. Den 45-jährigen Filmemacher interessiert, wie die Menschen leben. Wie sieht ihr Alltag aus, was und wie arbeiten sie, welche Träume und Sorgen haben sie, wie sieht ihre Kultur aus? So ist es Sinn und Zweck der fünfteiligen Dokumentation für den MDR, das Leben auf sehr unterschiedlichen Inseln zu portraitieren. Aber auch über die zum Teil extrem beschwerlichen und langen Anreisen auf die Inseln wird Junker in seinen Film berichten. So erfolgte beispielsweise die 7-tägige Schiffsanreise nach Tristan da Cunha bei heftigen Orkanstürmen mit bis zu 15m hohen Wellen.

tristan.jpg (40199 Byte)

14:45 - 15:30, 3SAT
Durch die Schlucht der Sieben Stiere

Die kirgisischen Nomaden schlachteten aus Protest Hunderttausende ihrer Schafe, als die Sowjets sie sesshaft machen wollten, dennoch wurden sie in feste Dörfer gezwungen. Nach der Unabhängigkeit des zentralasiatischen Staates Kirgistan gehen nun viele Kirgisen wieder zur alten Lebensweise über. Den Winter verbringt Sejnekan Byschekeva in ihrem Dorf am See Issyk-Kul. Im Frühjahr jedoch zieht sie mit ihrer Schafherde durch die imposante Schlucht der Sieben Stiere zu den Sommerweiden in 4.000 Metern Höhe im Schatten des Tien-Shan-Gebirges und kehrt erst im Herbst ins Dorf zurück. Auch in den Dörfern und Städten werden alte Nomaden-Traditionen wieder lebendig: In der Hauptstadt Bishkek finden große Reiterspiele mit Teilnehmern aus dem ganzen Land statt. In Sejnekans Dorf stellen einige Familien wieder mehr Filzdecken und -teppiche her, andere gehen wieder mit Adlern auf die Jagd, und bei Familienfeiern werden die uralten Verse des kirgisischen Heldenepos gesungen. Kirgisistan ist ein Land im Umbruch, bei dem die Nomaden eine besondere Rolle spielen. Der Film beobachtet, wie die Kirgisen zu ihren alten Traditionen zurückkehren.

15:30 - 16:00, MDR
Vergessene Karpaten

Russland-Korrespondentin Ina Ruck reist entlang der ukrainischrumänischen Grenze, quer durch ein vergessenes Gebirge, quer durch die ukrainischen Karpaten. Fernab aller Zivilisation besucht Ina Ruck einen Trupp ukrainischer Grenzsoldaten. Sie versorgen sich selbst, züchten Schweine und ziehen Gemüse vor der Kaserne. Ihr Job besteht hauptsächlich darin, verirrte Bergtouristen aus Rumänien wieder zurück über die Grenze zu schicken, denn die Grenze zwischen der EU und dem Osten verläuft hier beinahe unbemerkt - und unbefestigt. Die Reise führt auf einen der höchsten Berge, wo riesige verwaiste Radardome einer ehemaligen sowjetischen Abwehranlage stehen. Ein Lokalpolitiker sucht übrigens noch Investoren, die diese Ruinen in Karpatenhotels umwandeln wollen. Im Moment aber haben Schäfer sie zu Unterständen für ihre Schafherden umfunktioniert. Schließlich begleitet Ina Ruck eine Blasmusikkapelle durch die Dörfer. Sie spielen bei Hochzeiten und Beerdigungen auf und kennen jeden in der Gegend. Erstere sollen hier übrigens die längsten der Welt sein.

16:55 - 17:40, arte
Unterwegs auf dem Dach der Welt

Seit Tausenden von Jahren schon pilgern Menschen auf dem Padmasambhava-Pfad nach Lhasa. Auch Rapa (32), Ruru (60), Busa (64), Chuja (28) und Dawa (24) machen sich mit ihrer Rinderherde auf den Weg in die Hauptstadt Tibets. Für die 1.500 Kilometer lange Strecke werden sie neun Monate brauchen. Dabei marschieren die drei jungen Männer der Gruppe nicht etwa aufrecht, sondern legen sich nach nur wenigen Zwischenschritten bäuchlings auf den Boden, heben die Hände über den Kopf, erheben sich wieder, machen drei Schritte, um sich erneut der vollen Körperlänge nach auf den Asphalt zu werfen. Mit dieser schier unvorstellbaren selbst auferlegten Marter messen sie die ungezählten Meter zu ihrem weit entfernten Ziel mit jeder Faser des Körpers aus. Die Dokumentation begleitet die Pilger von den Vorbereitungen bis zur Ankunft in Lhasa. Dabei vermittelt sie dem Zuschauer einen unvergleichlichen Eindruck von der Willensstärke, der ausgeglichenen Bestimmtheit und tiefgreifenden Spiritualität dieser Pilger auf ihrem langen entbehrungsvollen und an Erfahrungen reichen Weg.

unterwegs5.jpg (47119 Byte)

20:15 - 22:10, arte
Verdammt in alle Ewigkeit

Pearl Harbor 1941, kurz vor dem Angriff der Japaner: Korporal Pewitt (Montgomery Clift) will nie wieder einen Boxring betreten, nachdem einer seiner Gegner bei einem Kampf erblindet ist. Doch als sein bester Freund Maggio (Frank Sinatra) im Straflager totgeprügelt wird, sieht Pewitt rot.

Die eine Million Dollar teure Produktion spielte 18 Millionen ein und zählte damit zu den zehn erfolgreichsten Filmen der 50er-Jahre.

verdammt.jpg (31870 Byte)

22:00 - 22:45, WDR
Bedrohte Paradiese

Traumurlaub unter Palmen: Die Malediven zählen zu den beliebtesten Reisezielen der Deutschen. Nicht nur Sporttaucher kommen auf die kleinen Atollinseln mitten im Indischen Ozean, zunehmend sind es Wellness-Touristen, die sich in großen Luxus-Hotels verwöhnen lassen. Doch die Malediven sind vom Untergang bedroht. Neben dem Anstieg des Meeresspiegels durch die Klimaerwärmung ist daran vor allem der ausufernde Massentourismus schuld. Hotelneubauten für Millionen Touristen zerstören die Korallenriffe, die wie Schutzschilder die Inseln bislang vor Überflutungen bewahrt hatten. Giftmüll bedroht die empfindliche Unterwasserwelt. Sanfter, begrenzter Tourismus könnte den Untergang verlangsamen, vielleicht sogar verhindern. Doch der Präsident der Malediven, Nasheed, seit Oktober 2008 im Amt, plant das Gegenteil: Er will nun alle Inseln für die Touristen öffnen. Mit dem Geld aus dem Massentourismus möchte er Land in Sri Lanka oder Indien für die Bewohner der Malediven kaufen. Nach uns die Sintflut: Jetzt stehen die internationalen Tourismuskonzerne Schlange. Kann der Untergang der Inseln überhaupt noch verhindert werden? Für die story-Sendereihe 'Bedrohte Paradiese' begleiten die Autoren eine Malediven-Expedition des renommierten Salzburger Meeresbiologen Robert Hofrichter. Eine Reise zu den Zentren des Massentourismus und zu unberührten Atollen im Indischen Ozean. Eindrucksvolle Unterwasseraufnahmen des bekannten Tauchkameramannes Jörg Matzky zeigen die Schönheit der Korallenriffe - und die Bedrohung, der sie ausgesetzt sind.

male.jpg (31737 Byte)

Dienstag, 31.08.2010
03:45 - 03:55, Phoenix
Leben auf Samoa

Weiße Sandstrände, malerische Wasserfälle und unberührte Regenwälder: das ist der Inselstaat Samoa im Herzen der Südsee. ARD-Korrespondent Mario Schmidt bereist mit seinem Team die beiden Hauptinseln Savai'i und Upolu und erzählt dabei Alltagsgeschichten aus dem Leben im Südseeparadies. Im Linienbus macht er sich auf zu den berühmten Lavafeldern. Dort leben die Menschen in unwirtlicher Umgebung in ihrem Dorf. Auf ihrer Reise an der malerischen Küste lädt der Häuptling eines Fischerortes das Team ein, neben dem samoanischen Lebensstil auch traditionelle Jagdmethoden kennenzulernen. Am nächsten Morgen starten beim größten Volksfest des Landes die traditionellen Langboote zu einem Rennen. Ein Tattoomeister weiht das Team in die Besonderheiten seiner Ganzkörpertattoos ein. Samoa war einst deutsche Kolonie - daran erinnern zahlreiche Namen. So legte 1885 ein Mann namens Frederick Kruse mit dem Segelschiff an der Küste an. Seine Urenkelin führt heute ein Hotel auf Samoa mit dem Namen 'Insel Fehmarn'. Der Tourismusminister heißt Misa Telefoni Retzlaff, sein Großvater brachte aus Berlin die ersten Telefone nach Samoa.

samoa.jpg (46631 Byte)

13:00 - 13:25, WDR
Vergessene Inseln

Thomas Junker portraitiert das Leben auf diesen so sehr unterschiedlichen Inseln. Da ist Tristan da Cunha. Einst lag es auf der Route der stolzesten Segelschiffe entlang der Handelsrouten im 18. und 19 Jahrhundert. Heute leben nur noch 7 Familien dort. Die Insel gilt inzwischen als die abgelegenste Siedlung der Erde und ist nur per Fischerboot zu erreichen.

tristan1.jpg (46903 Byte)

16:55 - 17:40, arte
Unterwegs auf dem Dach der Welt

Lijiang liegt in der chinesischen Provinz Yunnan, im Südwesten des Landes. Der Ort ist die ehemalige Hauptstadt der Naxi. Dieses Volk stellt eine der 25 Minderheiten in Yunnan dar, die der Dongba-Kultur angehören. Zugleich ist Lijiang eine wichtige Kreuzung der Teestraße mit dem Verbindungsweg zwischen Yunnan und Tibet. Der amerikanische Botaniker und Sinologe Joseph F. Rock erforschte diese Region in den 20er Jahren und entdeckte dabei unter anderem die Hieroglyphen der Dongba-Kultur. Er bereiste die im Westen nahezu unbekannten Grenzgebiete zu Tibet und gelangte auch in das sagenumwobene Shangri-La, dessen perfekte Gesellschaft der britische Schriftsteller James Hilton in seinem utopischen Roman 'Lost Horizon' als ein himmlisches Paradies auf dem Dach der Welt beschrieb. Der Zuschauer erfährt außerdem, dass der Anbau der Teepflanze und die gesamte Teekultur für die Bevölkerung dieser Bergregion im Himalaya einen hohen Stellenwert besitzen.

unterwegs6.jpg (58715 Byte)

18:50 - 18:15, H3
service: reisen

Budapest, die ungarische Hauptstadt, ist eine der prachtvollsten Metropolen Europas. Das hell erleuchtete Palais auf dem Burgberg oder das schneeweiße Parlamentsgebäude am Donauufer hinterlassen Eindrücke, die der Reisende nie mehr vergisst. 'service: reisen' unternimmt einen Stadtrundgang durch diese Millionenstadt, die vor 160 Jahre aus den drei Städten Buda, Óbuda und Pest entstand. Da darf natürlich ein Besuch im Kaffeehaus ebenso wenig fehlen wie der Blick in die Markthalle oder der Bus, der baden geht - das Gefährt ist nämlich schwimmtauglich. Außerdem im Programm: der 'Budapester', dieses unverwüstliche Schuhwerk aus Schusterhand, und der Strudel. Die Sendung verrät, wieso der Teig so atemberaubend fein und elastisch ist. Das zweite Ziel der Ungarn-Reise heißt Pecs. Das beschauliche Städtchen südlich von Budapest kommt 2010 ganz groß raus, denn es ist eine von drei Kulturhauptstädten Europas. Zu guter Letzt noch ein Tipp für Genießer: eine Weinkur - in der Badewanne. Wo, wenn nicht in Villany?

pecs.jpg (38626 Byte)

20:15 - 21:00, WDR
Die Everglades

1,5 Mio. Touristen besuchen jedes Jahr die Everglades in Florida - ein 4000 qkm großes Refugium für Alligatoren, Waschbären, Pumas und andere Tiere. Doch die Sümpfe sind bedroht - durch Trockenlegung und die Einleitung von Giften.

sumpf.jpg (41751 Byte)

Mittwoch, 01.09.2010
11:35 - 12:20, arte
Wunder der Natur

Er ist der älteste, tiefste und wasserreichste See der Erde: 'Brunnen des Planeten' nennen die Russen den Baikal - und tatsächlich könnte der See die gesamte Weltbevölkerung über 50 Jahre mit Trinkwasser versorgen.

natur5.jpg (35450 Byte)

15:00 - 15:45, 3SAT
Zug der Träume

In Australien gibt es einen berühmten Zug, den 'Ghan'. Einmal wöchentlich verkehrt dieser Zug - von Mai bis Juli auch zweimal wöchentlich - zwischen Adelaide im Süden und Darwin im Norden. Der 'Ghan', der in seinem Wappen ein Kamel führt, erinnert an Kameltreiber aus Asien, die im 19. Jahrhundert nach Australien angeworben wurden, um das Outback, das weite, unwegsame Landesinnere, zu erschließen. Erst zogen diese Pioniere eine Telegrafenlinie von Süden nach Norden, dann eine Straße und schließlich eine Eisenbahnlinie. Kein anderes Transportmittel wäre in der Lage gewesen, mit schweren Lasten durch die Wüsten und die Weite des Buschlands zu ziehen- nur das genügsame, an Temperaturen von 40 und 50 Grad gewöhnte Kamel. Vor wenigen Jahren erst wurde die Eisenbahnverbindung fertiggestellt. Alle Versuche zuvor waren gescheitert. Die kurzen und seltenen, dann aber heftigen Regenfälle hatten immer wieder Brücken und Gleise fortgespült, Termiten hatten die Holzschwellen gefressen, Buschfeuer unterbrachen den Verkehr. Im ersten Teil des zweiteiligen Films 'Zug der Träume' geht es von Adelaide ins Zentrum Australiens, nach Alice Springs und zum roten Felsen Uluru oder Ayers Rock. Der Zug macht auf der 1.500 Kilometer langen Strecke keinen Halt. Wolf von Lojewski und sein Team haben deshalb dieselbe Route noch einmal mit dem Geländewagen abgefahren. In Coober Pedy, wo Opale abgebaut werden, besuchten sie 'Crocodile Harry', einen lettischen Baron, der kein weniger bewegtes Leben führte als der Filmheld Crocodile Dundee. Auf der Anna Creek Cattle Station, einer Ranch, die größer ist als Belgien, filmten sie die Menschen bei ihrer Arbeit. Sie trafen sich mit den Nachfahren der asiatischen Kameltreiber und mit Neil und Jane Waters, die heute Kamele züchten, um das Fleisch in arabische Länder zu exportieren. Immer wieder fangen sie auch freilaufende Kamele, von denen etwa 500.000 im Inneren Australiens leben.

zug3.jpg (28425 Byte)

15:45 - 16:30, 3SAT
Zug der Träume

Der 1000 Meter lange Zug 'Ghan' hat sich wieder in Bewegung gesetzt: zum zweiten Teil der insgesamt 3000 Kilometer langen Reise von Alice Springs nach Darwin. Wolf von Lojewski fuhr die Bahnstrecke noch einmal mit dem Jeep ab.

Info: Tickets für eine Fahrt gibts ab 120 Euro. Für gehobene Ansprüche stehen auch Luxusabteile mit persönlichem Service zur Verfügung. Kosten: 240 Euro.

zug4.jpg (13730 Byte)

16:50 - 17:40, arte
Unterwegs auf dem Dach der Welt

Salz ist Sache der Frauen. Dieser Satz trifft zumindest in Yanjing, einer Gebirgsregion in der südwestchinesischen Provinz Yunnan und dem östlichen Tibet zu. In Yanjing gewinnen Mädchen und Frauen im Alter zwischen zehn und 70 Jahren nach althergebrachten Verfahren Salz. Sie leisten körperlich harte und kräftezehrende Arbeit, bei der Sonne, Wind und Schweiß eine wichtige Rolle spielen. Der Abtransport des Naturkristalls ist traditionell dann wieder Männersache. Zwei- bis dreimal überqueren die Einheimischen zwischen Juni und Oktober die Berge, um das Salz auf Pferden und Yaks zum nächsten Marktflecken zu bringen. Außerdem betreiben die Bewohner auf 6.000 Meter Höhe Viehzucht und stellen aus Yak- und Schafsmilch Käse her. Der Dokumentarfilm bietet beeindruckende Bilder vom Leben eines Bergvolks hoch oben auf dem Dach der Welt.

unterwegs7.jpg (52237 Byte)

18:05 - 19:00, arte
Überleben am Manila Express

Der 'Manila-Express' hat seine Gleise nicht für sich allein. Menschen wie die Fischverkäuferin Editha Jayko haben direkt an den Schienensträngen Wohnungen und Verkaufsstände gebaut. Mitten durch diese ungewöhnliche Nachbarschaft fährt der Lokführer Cesar Capena täglich 30 Kilometer vom Zentrum der Metropole Manila in den Süden und zurück.

manila.jpg (48768 Byte)

Donnerstag, 02.09.2010
07:00 - 07:30, arte
Reiseskizzen aus ...

In der heutigen Folge der Reihe entdeckt Elsie Heberstein Guatemala. Vom Ausgrabungsort Aguateca im tiefsten Dschungel geht ihre Reise über Cobulco mit seinem bunten Patronatsfest in die von Vulkanen umgebene ehemalige Hauptstadt Antigua. Elsies Begegnungen mit den Einheimischen und ihre Zeichnungen erzählen von der Welt der Maya und ihren Einflüssen auf das heutige Leben der Guatemalteken.

skizze1.jpg (57726 Byte)

07:30 - 08:00, arte
Reiseskizzen aus ...

Auf einer Reise von der kubanischen Hauptstadt Havanna über die Tabakfelder der Provinz Pinar del Río bis nach Santiago de Cuba zeichnet die junge Illustratorin Carla Talopp ein feinfühliges Porträt der 'Perle der Karibik'.

kuba3.jpg (42399 Byte)

08:00 - 08:45, arte
Oman - Die Rosen  der Wüste

Im Wüstenstaat Oman ist Wasser rar. Dennoch blühen hier sogar Rosen - dank eines 1500 Jahre alten Kanalsystems. Darüber wacht Suleyman Al Riyami , oberster Wasserbeauftragter seines Dorfes.

rosen.jpg (16493 Byte)

09:15 - 10:00, arte
Kailash - Zum heiligsten Berg Tibets

Im Juni 2000 begleitete ein Filmteam eine vom österreichischen Abenteurer Sepp Eder angeführte Expedition in eine der am höchsten gelegenen Regionen der Welt. Ziel war der heilige Kailash im Westen Tibets. Der pyramidenförmige, 6.714 Meter hoch, ist seit mehr als tausend Jahren das Ziel zahlreicher Pilger. Früher machten sie sich zu Fuß auf den Weg, der Monate dauern konnte. Heute kommen sie per Lastwagen aus allen Teilen des Landes, nicht um den Berg zu ersteigen, sondern um ihn zu verehren. Die Pilger umkreisen den Kailash, ohne den Gipfel zu erklimmen, aus Achtung vor den Göttern. Die Gläubigsten unter ihnen bewältigen den Weg, indem sie sich Körperlänge für Körperlänge auf den Boden werfen - 54 Kilometer weit auf einer Höhe von 4.700 bis 5.600 Metern. Der Kailash gilt als Heiligtum mit geheimnisvollen Kräften. Auch Europäer wie Sven Hedin, Heinrich Harrer und Herbert Tichy standen im Banne dieses einzigartigen Berges. Der Vergleich mit historischem Filmmaterial zeigt, dass sich das Leben in Tibet kaum verändert hat und dass Spiritualität zeigt.

12:45 - 13:00, 3SAT
Estland

Estland, das nördlichste der drei baltischen Länder, hat eine turbulente Geschichte hinter sich. Seit dem Mittelalter war es immer wieder besetzt - zuletzt unter russischer Herrschaft. Seit 1991 ist das Land jedoch unabhängig. Seitdem hat sich viel geändert, auch auf der Insel Saaremaa. Doch eines ist unverändert geblieben: Noch immer ist das Eiland fast ausschließlich von Frauen bewohnt. Während die Männer auf See oder dem Festland arbeiten, versuchen sie, die alten Traditionen der Fischerinsel zu bewahren. Der Film stellt die Insel Saaremaa und den Alltag ihrer Bewohner vor.

15:15 - 16:00, NDR
Am Fuß der Rocky Mountains

Rund 15.000 Blackfootindianer leben in Montana und im Süden Kanadas. Rancher und Medizinmann Tom Crawfort (50) ist einer der wenigen, die noch die Bräuche des Stammes kennen. Seine geschäftlichen Erfolge will er traditionell feiern: Mit seinem Sohn geht er auf Büffeljagd, um das Fleisch des erlegten Tieres unter den Stammesältesten zu verteilen.

Der Kameramann der Doku, Holly Fink, drehte u.a. den TV-Zweiteiler 'Dresden' (2006). Sprecher ist Klaus Sonnenschein. Er lieh in über 600 Film- und Fernsehproduktionen u.a. Morgan Freeman und Sean Connery seine Stimme.

rocky.jpg (32380 Byte)

16:50 - 17:35, arte
Unterwegs auf dem Dach der Welt

Die Changtang-Hochebene liegt in Westtibet. In der Region betreiben die Drokpa-Nomaden Viehzucht und bauen Salz ab, das sie im Sommer verkaufen. Das Naturkristall der Drokpa steht hoch im Kurs und wird bis nach Nepal, Indien, Bhutan und Sikkim verkauft. Der Transport des Salzes ist allein Männersache, denn in Tibet glaubt man, dass die Anwesenheit von Frauen zum Verschwinden des wertvollen Guts führen könne. Auch die Angehörigen des Dolpo-Volks in Nepal gewinnen Salz. Im Herbst tauschen sie es gegen Getreide und Bohnen, die von den Rongpa-Nomaden weiter südlich - jenseits der Berge - angebaut werden. Da das Klima bei den Rongpa milder ist, verbringen die Dolpo dort den strengen Winter und ziehen im Frühjahr wieder nach Changtang.

unterwegs8.jpg (58512 Byte)

20:15 - 21:00, 3SAT
Ins heiße Herz Afrikas

Mitten rein ins Pulverfass? In eine Region, die immer wieder von Hungersnot, Bürgerkrieg, Terrorismus bedroht ist? 'Ich dachte, der Zappenfeld scherzt!', sagt Chefredakteur Thomas Baumann. 'Klar, eine gewisse Unruhe herrscht in Zentralafrika schon, aber es ist eine geheimnisvolle, unentdeckte Gegend', kontert sein Korrespondent. Werner Zappenfeld (59) hat sich durchgesetzt- und liefert jetzt mit seiner zweiteiligen Reportage den Auftakt zum ARD-Afrika-Schwerpunkt im Fußball-WM-Jahr. Auf den Spuren des berühmten Forschers Mungo Park († 1806) entführt er uns von Mali nach Nigeria - 2000 Flusskilometer am Niger entlang. Dabei entdeckt er u.a. malerische Lehmstädte, erlebt die Viehdrift der Fulani-Hirten, die Pirsch der Sorko-Jäger. Ein faszinierender Trip 'Ins heiße Herz Afrikas'!

niger.jpg (27823 Byte)

Freitag, 03.09.2010
05:00 - 06:00, arte
Der Tag, an dem die Weißen kamen

Die heute 62-jährige Yuwali ist 17, als ihre erste Begegnung mit 'Whitefellas' stattfindet. Sie gehört zu einer Gruppe von 20 Aborigines, die als letzte in der abgelegenen Great Sandy Desert auf traditionelle Weise leben und von der modernen Welt nichts wissen. Im Mai 1964 sollen in dieser Region Raketen getestet werden. Um eventuell dort lebende Menschen zu evakuieren, sendet die Regierung Patrouillen aus. Für die Doku ist Yuwali ins Lake-Gebiet zurückgekehrt. In bewegenden Worten schildert sie, wie ihre Gruppe von den 'Devilmen' hunderte Kilometer durch die Wüste gejagt wurde.

tag.jpg (26812 Byte)

16:50 - 17:40, arte
Unterwegs auf dem Dach der Welt

Das alte Königreich Guge im Westen Tibets erlebte Anfang des 16. Jahrhunderts seine Blütezeit als Kultur- und Handelszentrum. Zahlreiche prächtige Höhlenmalereien zeugen sowohl von der regen künstlerischen Aktivität, als auch vom Einfluss des tantrischen Buddhismus. Die Hauptstadt Tsaparang gehört noch heute zu den ausnehmend schönen Orten Tibets. Das im zehnten Jahrhundert gegründete Kloster Thöling war die bedeutendste Klosteranlage der Region. Doch die Bewahrung und Pflege all dieser Anlagen hängt vom guten Willen der chinesischen Behörden ab, die das Land kontrollieren. Die Reise führt über die alte Karawanenstraße nach Purang, Grenzgebiet zwischen Tibet und Indien und Durchgangsgebiet für handeltreibende Tibeter, Inder und Nepalesen. Am Ende der Route liegt der Berg Kailash mit seiner Festungsruine, einem heiligen Ort sowohl für Buddhisten und Hindus, als auch für die Anhänger lokaler Kulte und des Jainismus.

unterwegs9.jpg (36066 Byte)

20:15 - 21:00, 3SAT
Ins heiße Herz Afrikas

Der Niger war zu allen Zeiten das große Rätsel unter den Flüssen Afrikas. Immer wieder wollten Entdecker seinen Verlauf in die große Wüste erkunden und herausfinden, ob er ein Quellfluss des Nil ist. Etliche Forscher ließen an seinen Ufern ihr Leben, so auch 1806 der legendäre britische Afrikareisende Mungo Park. An den Stromschnellen von Bussa war Park unter ungeklärten Umständen zu Tode gekommen. Der Route seiner Expedition folgt die zweiteilige Reisereportage des Afrika-Korrespondenten Werner Zeppenfeld 2.000 Flusskilometer quer durch drei Sahel-Länder. Startpunkt ist Sansanding im heutigen Mali, wo Mungo Park im Herbst 1805 mit seiner selbstgezimmerten 'H.M.S. Joliba' aufbrach. Die Reise führt über Timbuktu durch den Staat Niger bis nach Nordnigeria. Mit der hölzernen Segelpinasse und dem Passagierdampfer aus rostigem Kruppstahl geht es vorbei an uralten Lehmstädten, malerischen Uferlandschaften und quirligen Märkten am drittgrößten afrikanischen Fluss. Seine wechselnden Wasserstände bestimmen nach wie vor den Lebensrhythmus der Menschen.

niger1.jpg (29127 Byte)

Samstag, 04.09.2010
04:35 - 05:15, Phoenix
Sibiriens Schicksalsstrom - Der Jenissei

Der Jenissei ist der gewaltigste Strom Sibiriens. Er zwängt sich durch riesige Wälder und bizarre Gebirge, ist im Winter eine endlose Eislandschaft und im Sommer eine viel genutzte Wasserstraße. Dirk Sager folgt dem Flusslauf bis zum Nordpolarmeer. Die erste Etappe führt ihn von der Mündung nahe der mongolischen Grenze bis nach Krasnojarsk, wo zu Stalins Zeiten drei geheime Plutoniumreaktoren betrieben wurden.

Den 4092 Kilometer langen Jenissei queren insgesamt nur sechs Brücken.

sibirien3.jpg (31865 Byte)

05:15 - 06:00, Phoenix
Sibiriens Schicksalsstrom - Der Jenissei

Die Doku zeigt eine Reise auf dem Fluss Jenissei nach Jenisseisk: Die Stadt hat sich den Charme der Pionierzeit erhalten. Schon 1635 erhielt die Siedlung das Stadtrecht und wurde damals einer der wichtigsten Umschlagplätze in Sibirien für Gold und Pelze.

sibirien4.jpg (34392 Byte)

06:00 - 06:45, Phoenix
Sibiriens Schicksalsstrom - Der Jenissei

Die letzte Etappe am Jenissei beginnt in den Siedlungen am Mittellauf des Flusses, in denen der Niedergang der sowjetischen Planwirtschaft die Menschen ins Unglück stürzte. Im Winter, der acht Monate dauert, sind sie in der Einsamkeit von Schnee und Eis eingeschlossen. Im Sommer läuft ein Postdampfer die Dörfer an. Das ist - abgesehen von gelegentlichen Hubschraubertransporten - ihr einziger Kontakt zur Außenwelt. Doch obwohl die Region für Besiedlung kaum geeignet ist, trifft man auf Menschen, die den Widrigkeiten trotzen. Die couragierte Landrätin Simona Jurtschenko der kleinen Stadt Turuchansk zum Beispiel, die auf Bodenschätze setzt und hofft, dass mit dem Öl tief unter der sumpfigen Tundra Arbeit und Geld in ihre Stadt kommen. Die einzigen Orte, an denen sich der Traum von den sibirischen Schätzen erfüllt hat, sind Norilsk und Dudinka - weit im Norden gelegen. In den Berg- und Hüttenwerken von Norilsk werden kostbare Metalle wie Palladium, Platin, Kobalt und Kupfer gewonnen. Dudinka ist der Hafen am Jenissei, von wo die teure Ware in alle Welt verschifft wird. Die Milliardengewinne aus dem Geschäft gehen allerdings nach Moskau - für die Menschen von Norilsk bleibt lediglich der Trost, Arbeit zu haben. Auch in Dikson, an der Mündung des Jenissei in das Nordmeer, hoffen die Menschen auf den Wirtschaftsaufschwung durch Bodenschätze. Doch vorsichtshalber lassen sie ihre Kinder Englisch lernen, damit ihnen die Welt offen steht und sie gehen können, wenn sie wollen.

sibirien5.jpg (62132 Byte)

12:00 - 12:30, arte
Zapping International

Wer in der burundischen Hauptstadt Bujumbura den Fernseher einschaltet, stößt nicht mehr automatisch auf den öffentlichrechtlichen Sender RTBN, der die Fernsehlandschaft des ostafrikanischen Staates über 20 Jahre lang allein beherrschte. In weiten Teilen des Landes empfangen die Burunder auch den Privatsender 'Télé Renaissance', der es sich zum Ziel gesetzt hat, die anhaltenden Spannungen zwischen Hutus und Tutsis zu entschärfen. Damit sendet 'Télé Renaissance' ein Gegenprogramm zum berüchtigten ruandischen Sender 'Radio-Télévision Libre des Milles Collines', dem Sprachrohr der extremistischen Hutus. Das schon lange geplante Projekt 'Télé Renaissance' konnte schließlich dank großzügiger Spenden und ein wenig Werbung umgesetzt werden. Heute zeigt der Sender zwölf Stunden täglich Nachrichten aus dem In- und Ausland, Filme und Magazine. Zudem werden die Menschen in Bujumbura und in der burundischen Provinz bald auch 'Family TV' empfangen. Der religiöse Sender aus dem nahen Kenia will mit Hilfe von 5.000 Parabolantennen Gottes Wort bis in die abgeschiedensten Gegenden Burundis tragen.

12:15 - 12:45, NDR
Inseln jenseits der Zeit

Die Äußeren Hebriden sind die letzten bewohnten Inseln Schottlands. Hinter ihnen liegt bis Amerika nur der weite Atlantik. Auf der Inselkette scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Hier leben hauptsächlich Schafe, ein paar Fischer und religiöse Christen. Sie beäugen die 'Incomer' skeptisch, die wenigen Aussteiger vom Festland gelten auch heute noch als Eindringlinge.

schott.jpg (33710 Byte)

12:30 - 13:00, arte
Reiseskizzen aus ...

Auf einer Reise von der kubanischen Hauptstadt Havanna über die Tabakfelder der Provinz Pinar del Río bis nach Santiago de Cuba zeichnet die junge Illustratorin Carla Talopp ein feinfühliges Porträt der 'Perle der Karibik'.

kuba3.jpg (42399 Byte)

16:00 - 16:30, ARD
Im Land der tanzenden Kuchen

Es ist ein vollständig absurdes Land, und die meisten, die den Namen 'Moldawien' hören, zweifeln daran, dass es wirklich existiert. Als Überbleibsel der Weltkriege des letzten Jahrhunderts liegt der kleine Landstrich eingeklemmt zwischen EU und der Ukraine, im Niemandsland zwischen Ost und West. Und damit nicht genug: Das kleine Moldawien zerfällt in noch mehr Teile: Im Osten hat Russland eine kleine Operettenrepublik mit dem Namen 'Transnistrien' geschaffen, die außer Moskau niemand anerkennt, im Norden haben die Roma ihr eigenes 'Königreich', das nach ganz eigenen Regeln funktioniert. Während die Jugend besonders seit dem kleinen Volksaufstand im letzten Jahr in Scharen nach Rumänien flieht, wandern die Sinti und Roma nach Moldawien ein, da sie hier niemand wirklich kontrolliert. Das Land wird von schwachen Politikern, mächtigen Clans und einflussreichen Banditen gesteuert. Eine Weltreise im Weinland zwischen Prud und Dnjestr, mit Zigeunerbaronen, Grenzsoldaten, einem revolutionären Außenstürmer und gleich mehreren Präsidenten.

land1.jpg (57663 Byte)

18:00 - 18:45, Phoenix
Südamerikas Traumrouten

Die 'Ruta 40' ist eine der längsten und berühmtesten Fernstraßen der Welt. Von der bolivianischen Grenze führt sie insgesamt 5.200 Kilometer durch Argentinien bis tief in den Süden. Sie ist 1935 entstanden, aber noch heute wird an der Straße gearbeitet. Von Nord nach Süd - bis nach Patagonien - ist es eine faszinierende Reise durch sämtliche Klima- und Höhenzonen, durch verschiedene Landschaften, Traditionen und Kulturen. Die 'Cuarenta' zu befahren bedeutet eine Abenteuerreise in eine geheimnisvolle und spannende Welt. Carsten Thurau ist für seinen Film 'Südamerikas Traumrouten' sogar noch ein Stück südlicher gereist: Durch Chile bis nach Feuerland und schließlich zum legendären Kap Hoorn - bis ans Ende der Welt.

traum.jpg (53829 Byte)

Sonntag, 05.09.2010
19:30 - 20:15, ZDF
Wagnis in der Südsee

Lange bevor die Europäer begannen, sich für die restlichen Teile der Erde zu interessieren, waren bereits Menschen aus Süd-Ost-Asien auf dem Pazifischen Ozean unterwegs. Die 'Lapita-Leute' haben auf dem Wasserweg ihre Keramik verbreitet. Ihnen wird die wohl wagemutigste Völkerwanderung aller Zeiten zugeschrieben. Nun folgt eine Expedition dem möglichen Weg der Polynesier über 7000 Kilometer.

Die Lapita-Kultur war die erste Melanesiens und der polynesischen Inseln Samoa und Tonga, die Ackerbau betrieb und mit Keramik handelte.

wagnis.jpg (35685 Byte)

Montag, 06.09.2010
07:30 - 08:00, arte
Reiseskizzen aus ...

Japan - Land zwischen Tradition und Moderne. Seit zwei Jahren lebt der junge französische Comicautor Olivier Martin hier. Er führt uns von der tausendjährigen Stadt Kyoto bis zum futuristischen Tokio. Seine Eindrücke hält Martin in Skizzen fest.

skizze.jpg (35045 Byte)

09:15 - 09:55, arte
Unterwegs auf dem Dach der Welt

Seit Tausenden von Jahren schon pilgern Menschen auf dem Padmasambhava-Pfad nach Lhasa. Auch Rapa (32), Ruru (60), Busa (64), Chuja (28) und Dawa (24) machen sich mit ihrer Rinderherde auf den Weg in die Hauptstadt Tibets. Für die 1.500 Kilometer lange Strecke werden sie neun Monate brauchen. Dabei marschieren die drei jungen Männer der Gruppe nicht etwa aufrecht, sondern legen sich nach nur wenigen Zwischenschritten bäuchlings auf den Boden, heben die Hände über den Kopf, erheben sich wieder, machen drei Schritte, um sich erneut der vollen Körperlänge nach auf den Asphalt zu werfen. Mit dieser schier unvorstellbaren selbst auferlegten Marter messen sie die ungezählten Meter zu ihrem weit entfernten Ziel mit jeder Faser des Körpers aus. Die Dokumentation begleitet die Pilger von den Vorbereitungen bis zur Ankunft in Lhasa. Dabei vermittelt sie dem Zuschauer einen unvergleichlichen Eindruck von der Willensstärke, der ausgeglichenen Bestimmtheit und tiefgreifenden Spiritualität dieser Pilger auf ihrem langen entbehrungsvollen und an Erfahrungen reichen Weg.

unterwegs.jpg (42531 Byte)

14:30 - 15:30, MDR
LexiTV - Wissen für alle

Am 12. Januar 2010 wurde Haiti vom wohl folgenreichsten Erdbeben in der Geschichte des amerikanischen Kontinents heimgesucht. Schätzungen gehen von bis zu 500.000 Toten aus, anderthalb Millionen Menschen wurden obdachlos, tausende Gebäude zerstört. 'LexiTV' zeigt die Situation in Haiti neun Monate nach der Katastrophe, zeigt das schwere Leben der Betroffenen und die aufopferungsvolle Arbeit von Ärzten und Hilfskräften aus aller Welt, auch aus Deutschland. Das MDR-Wissensmagazin erzählt aber auch die Geschichte des Landes vor dem Erdbeben. Denn Haiti ist das ärmste Land der westlichen Hemisphäre. Eine schwache Wirtschaft, soziale und politische Unruhen, eine unterentwickelte Infrastruktur und ein miserables Gesundheitswesen kennzeichnen Haitis Lage. Faktoren, die für das Ausmaß der schrecklichen Folgen des Bebens mit verantwortlich sind.

14:45 - 15:30, H3
Verbotenes Paradies

Wie würde die Natur reagieren, wenn es keine Menschen mehr gäbe? Eine Antwort auf diese Frage fand ein Filmteam in einem entlegenen Winkel Europas: Im Ort Pripjat - der wurde von den Menschen ganz der Natur überlassen.

Pripjat wurde 1970 im Zusammenhang mit dem Bau des Kernkraftwerks Tschernobyl gegründet. Zum Zeitpunkt dergroßen Katastrophe 1986 lebten dort etwa 48000 Menschen, meist Kraftwerksarbeiter.

verboten.jpg (41076 Byte)

15:15 - 16:00, NDR
Die Insel St. Helena

Das nur 122 qkm kleine Felseneiland St. Helena liegt ca. 2000 km von der westafrikanischen Küste entfernt. Einzige Verbindung zur Außenwelt ist ein Postschiff, das die Insel alle zwei Wochen ansteuert.

Die britische Kolonie St. Helena im Südpazifik ist nur 122 Quadratkilometer groß.

st.jpg (32293 Byte)

16:15 - 17:00, 3SAT
Ein Dorf in Karelien

Viktor und Maria Popov stehen mitten im Leben - am Rande der Welt. Sie wohnen im 100-Seelen-Dorf Paanajärvi im Norden von Russisch Karelien, auf einer Insel im Fluss Kemijoki. Petteri Saario hat sie für seinen Film 'Ein Dorf in Karelien' über Jahre immer wieder besucht und ihr Leben mit der Kamera festgehalten. Mit viel Feingefühl hat er es geschafft, die kaum wahrnehmbare Machtstruktur einer 46 Jahre dauernden Ehe sichtbar zu machen. Um es mit den Worten von Maria Popov zu sagen: 'Es ist gut einen Mann im Haus zu haben. Einen Herrn und Meister. Es stört mich nicht, herumkommandiert zu werden - denn ich mache es mit ihm genauso.'

russisch.jpg (35764 Byte)

16:45 - 17:35, arte
Geheimnisvolle Völker

Die indonesische Insel Siberut gehört zur westlich vor Sumatra liegenden Mentawai-Inselkette. Bewohnt wird die Insel von den Simatalu. Die Angehörigen dieses Stammes glauben, dass ihre Körper von Waldgeistern bewohnt werden. Sie versuchen stets sicherzustellen, dass die Geister sich bei ihnen wohlfühlen. Durch Tanz, Gesang und gute Lebensführung verhindern sie, dass die Geister sie verlassen - denn das hätte Krankheit oder Tod zur Folge. Auf diese Weise leben die Simatalu im Einklang mit ihrer Umwelt, was für sie bedeutet, die Regeln der Natur ebenso zu respektieren wie die Regeln ihrer Gesellschaft.

17:00 - 17:45, 3SAT
Onkel Wanjas Dorf

Östlich von Moskau gibt es eine fast unbekannte autonome Republik: Mari El. Die Mari halten an den Ursprüngen ihrer Kultur fest - sie beten zu den Naturgöttern und leben von der Jagd. 'Länder - Menschen - Abenteuer' besucht den Bauern Wanja und nimmt teil an einer traditionellen Hochzeit und dem Opferritus.

wanja.jpg (53022 Byte)

17:45 - 18:30, 3SAT
Ein Dorf im Ural

Er ist 2000 km lang und bis zu 150 km breit: Der Ural - ein russisches Mittelgebirge - trennt Europa und Asien. Hier finden sich unzählige versteckt liegende Dörfer, wie der 500-Seelen-Ort Irgisly . Ein durchschnittlicher Monatslohn beträgt hier 1400 Rubel . Zum nächsten Arzt braucht man sieben Stunden auf unbefestigten Straßen und erst seit ein paar Jahren gibt es Strom. Die Männer haben eine Lebenserwartung von gerade einmal 52 Jahren.

ural.jpg (45120 Byte)

Dienstag, 07.09.2010
00:40 - 01:30, Phoenix
Auf dem Polarkreis unterwegs

Am Rande der Arktis um die halbe Welt: NDR-Reporter Klaus Scherer reist vom Nordwesten Alaskas über Kanada bis nach Grönland - zu Gast bei Völkern, die seit Jahrtausenden im Einklang mit der Natur leben. Er feiert den Walfang mit den Inuit , besucht die Gwich'n-Indianer in Kanada sowie die Eislochfischer auf der größten Insel der Erde. Im Hundeschlitten bewältigt die Kamera-Crew die Schneewüste, im Helikopter Buchten voller Eisberge, im Propellerflugzeug ferne Gebirgsgipfel - so entlegen, dass sie nicht einmal Namen haben. 2. Teil am 17.4.

Übersetzt bedeutet Inuit 'Mensch'. Erste Vorfahren wanderten 3000 v. Chr. von Asien nach Alaska. Heute gibts rund 150000 Inuit.

polar.jpg (47608 Byte)

01:30 - 02:15, Phoenix
Auf dem Polarkreis unterwegs

Der zweite Teil seiner Abenteuerreise durch die Arktis führt NDR Reporter und Grimme- Preisträger Klaus Scherer durch den Norden Kanadas, über die Baffininsel bis zur Ostküste von Grönland. In diesen Gebieten findet man zottelige Moschusochsen in der Tundra, Eisbären auf Küstenfelsen, wilde Gräber verschollener Entdecker. Klaus Scherer und sein Kamerateam treffen auf weitere Inuit-Stämme, einen passionierten Ochsenzähler und einen lange verleugneten Enkel des Seefahrers Roald Amundsen. Sie besuchen Kinder in der Schule, die dort wieder die Bearbeitung von Rentierfellen erlernen, und Eskimo-Familien, deren Alltag sich wie im Zeitraffer verändert. Auf dem Hundeschlitten überquert das Filmteam Pässe und an der Seite von Hubschrauberpiloten Buchten voller Eisberge. Die Arktisbewohner machen sie auf die Folgen des Klimawandels aufmerksam: Den Eisbären an Land fehlen inzwischen drei jagdreiche Wochen auf dem Packeis, das später gefriert und eher schmilzt als früher. Eine Inuit-Aktivistin nennt die bedrohte Arktis ein Barometer für das Schicksal der gesamten Erde. Die Schlussetappe der Reise beendet Scherer im grönländischen Tasiilaq, wo die Gletscher des Inlandeises auf die Gebirge der Küste treffen und Eislochfischer die Fjorde bevölkern. Nur wenige Stunden Tageslicht blieben dem Team dort, um zu drehen. 'Gerade dort aber', so Scherer, 'hüllte die tiefstehende Polarsonne die Häuser in das geheimnisvollste Licht der Reise.'

polar1.jpg (33882 Byte)

02:15 - 03:00, Phoenix
Polaris - Seele des Nordens

Es ist eine der wildesten und lebensfeindlichsten Regionen der Erde: der hohe Norden jenseits des Polarkreises. Das Leben der Menschen hier, unter dem Nordstern Polaris, bedeutet einen ständigen Kampf gegen die Naturgewalten. Was hat sie hierher gebracht - wie leben und überleben sie - und warum bleiben sie? Ein ZDF-Team ist nach Grönland, Finnland und Sibirien aufgebrochen, und hat drei Familien begleitet. Dreimal haben sie einen fremden Alltag kennen gelernt, ganz eigene Freuden, Sorgen und Sehnsüchte - und sind dabei der erstaunlichen Seele des Nordens näher gekommen. Drei sehr verschiedene Familien - drei völlig unterschiedliche Orte. Und doch verbindet diese Menschen etwas. Sie alle leben weit hinter dem Polarkreis - in Grönland, Finnland und Sibirien - in einer der unwirtlichsten Regionen der Welt. Sie haben gelernt, dort zu überleben, wenn auch mit ganz unterschiedlichen Strategien. Und sie haben dort ihre Heimat gefunden, wo viele freiwillig nicht leben würden. Drei Familien, drei Geschichten. Der grönländische Fischer und Jäger Fritz Johansen (40) lebt in einer der nördlichsten bewohnten Siedlungen der Erde, mit seiner Frau und der gerade mal 18-jährigen Tochter, die bereits selbst ein Baby hat. In den Sommerferien soll sein 15-jähriger Sohn mit ihm zusammen das Jagen lernen - und entscheidet sich gegen den Willen der Eltern, die Schule zu verlassen, um weiter auf dem Meer sein zu können. Der sibirische Pilot Oleg Karlik (39) wohnt mit seiner Frau Natascha und dem achtjährigen Sohn Sergej nahe dem Kältepol der Erde. Sein Hubschrauber bedeutet für die Menschen der Tundra die einzige Verbindung zur Welt. Am längsten Tag des Jahres begleitet ihn sein kleiner Sohn zu einem tragischen Rettungsflug. Und die Tierärztin Marja Nuorgam lebt im einsamen Norden Finnlands, mit ihrem Mann, dem Rentierzüchter Jorma, ihren zwei Töchtern (Aili 12 und Ida 14) und dem Sohn Ville (9). Aili hilft in den Ferien der Mutter, auf der Suche nach einer eigenen Perspektive für die Zukunft: Welche Möglichkeiten bietet ihr der Norden?

polar2.jpg (35521 Byte)

03:00 - 03:45, Phoenix
Polaris - Seele des Nordens

Der Winter - in Grönland für die Johansens die Zeit der Hundeschlitten und der großen Jagden, in Finnland muss Tierärztin Marja sich um die Rentiere kümmern, und im nördlichen Sibirien wird Olegs Hubschrauber zur Nabelschnur in der eisigen Tundra. Die Polarnacht - die härteste Zeit des Jahres. Aber die Menschen des Nordens dramatisieren ihr Schicksal nicht. Sie zeigen ganz schlicht, wie sie sich in ihrer lebensfeindlichen Heimat eingerichtet haben und den oftmals gefährlichen und dramatischen Entwicklungen standhalten. 'Polaris' ist eine Begegnung mit charismatischen Menschen, die eine interessante Vergangenheit haben und ein spannendes Leben, Familien, die verschiedene Kulturen vereinen. Die Frage, warum jemand an so einem Ort lebt, ist ein wichtiges Thema. Die Menschen erzählen sich gegenseitig, was sie hierher getrieben hat - und was sie an diesem Ort hält. Meist sind das sehr bewegende Geschichten von Armut und Verbannung - aber auch von neu entdeckten Schönheiten und Liebe. Insofern ist die jeweilige Familiengeschichte Teil des Films - auch weil sie immer die spezielle Geschichte des Landes widerspiegelt. Immer wieder geht es dabei um die Einsamkeit. Vielfach sind die Menschen hier völlig auf sich selbst gestellt. Doch daher rührt auch eine große Herzlichkeit und Hilfsbereitschaft. Man freut sich, Menschen zu begegnen und sich mit ihnen zu unterhalten. Und jeder weiß, was es bedeutet, wenn einem in der Not keiner hilft - urplötzlich hängt von einer helfenden Hand das Leben ab. Das ist eine Erfahrung, die alle Menschen im Norden verbindet. Trotz aller Verschiedenheiten gewinnen die drei Familien, die einander nicht kennen und die ganz entfernten und völlig verschiedenen Kulturkreisen angehören, auf ganz unterschiedlichen Wegen doch gemeinsame, existenzielle Erkenntnisse. Eine Annäherung an die Seele des Nordens.

polar3.jpg (32755 Byte)

08:00 - 08:45, arte
Überleben am Manila Express

Der 'Manila-Express' hat seine Gleise nicht für sich allein. Menschen wie die Fischverkäuferin Editha Jayko haben direkt an den Schienensträngen Wohnungen und Verkaufsstände gebaut. Mitten durch diese ungewöhnliche Nachbarschaft fährt der Lokführer Cesar Capena täglich 30 Kilometer vom Zentrum der Metropole Manila in den Süden und zurück.

manila.jpg (48768 Byte)

09:15 - 10:00, arte
Unterwegs auf dem Dach der Welt

Lijiang liegt in der chinesischen Provinz Yunnan, im Südwesten des Landes. Der Ort ist die ehemalige Hauptstadt der Naxi. Dieses Volk stellt eine der 25 Minderheiten in Yunnan dar, die der Dongba-Kultur angehören. Zugleich ist Lijiang eine wichtige Kreuzung der Teestraße mit dem Verbindungsweg zwischen Yunnan und Tibet. Der amerikanische Botaniker und Sinologe Joseph F. Rock erforschte diese Region in den 20er Jahren und entdeckte dabei unter anderem die Hieroglyphen der Dongba-Kultur. Er bereiste die im Westen nahezu unbekannten Grenzgebiete zu Tibet und gelangte auch in das sagenumwobene Shangri-La, dessen perfekte Gesellschaft der britische Schriftsteller James Hilton in seinem utopischen Roman 'Lost Horizon' als ein himmlisches Paradies auf dem Dach der Welt beschrieb. Der Zuschauer erfährt außerdem, dass der Anbau der Teepflanze und die gesamte Teekultur für die Bevölkerung dieser Bergregion im Himalaya einen hohen Stellenwert besitzen.

tee.jpg (58715 Byte)

14:30 - 14:55, B3
Willi wills wissen

Eis, Wasser und Feuer - darum geht es bei Willis Reise zur Vulkaninsel Island. Willi hat eine Verabredung an einem Gletschersee. Die Isländerin Hlin erwartet ihn an Bord eines ungewöhnlichen Gefährts: einem Amphibienfahrzeug. Gemeinsam erkunden die beiden damit die riesigen Eisbrocken, die der größte Gletscher Europas, der 'Vatnajökull', regelmäßig in den See 'kalbt'. Auf Island gibt es mehr als 30 aktive Vulkane. Weil die vulkanische Hitze unter der Erde auch das Grundwasser erwärmt, gibt es überall auf der Insel heiße Quellen. Mit Heimir besucht Willi einen typisch isländischen Strand. Der ist tiefschwarz. Auch das haben die Isländer den Vulkanen zu verdanken, erfährt Willi.

willi.jpg (25457 Byte)

14:45 - 15:30, H3
Karelien - Wo Russland finnisch ist

Sergei wächst in einem Sieben-Seelen-Dorf in russisch Karelien auf. Hier, an der Grenze zu Finnland, leben die Menschen inmitten unberührter Wälder als Selbstversorger. Schattenseite der Idylle: Es gibt keine Mädchen. Sergei muss sich entscheiden zwischen einem Leben in der Natur oder einem als Minenarbeiter in der entfernten Industriestadt. Über fünf Jahre begleitet Filmemacher Petteri Saario den Jungen beim Fischen und auf der Jagd, taucht in die mystische Welt der Karelier ein.

Karelien ist zur Hälft finnisch, zur Hälfte russisch. Die Grenze wurden 1947 festgelegt.

land8.jpg (48316 Byte)

15:30 - 16:00, 3SAT
Im Zug auf das Dach der Welt

Mao Tsetung träumte von ihr: der Zugstrecke von Peking nach Tibet. Heute verbinden Chinas Hauptstadt und das tibetische Lhasa 4.000 Gleis-Kilometer. Ein Viertel der Strecke liegt höher als 4.000 Meter. Der erste Zug hat die Strecke im Sommer 2006 überwunden. Atemberaubende Landschaft, dünne Luft und drei schwere Lokomotiven - Zutaten für eine einzigartige Zugfahrt und politische Konflikte. Die Isolation von Tibet ist Vergangenheit. Der Bau der Eisenbahnstrecke verschlang über drei Milliarden Euro und wird als Zeichen neuer nationaler Stärke Chinas bejubelt. Der Dalai Lama und die tibetische Exilregierung hoffen, dass die Bahn der Bevölkerung Gutes bringt, fürchten aber eine noch stärkere Zuwanderung chinesischer Siedler. Der Zug ist schon jetzt für Wochen ausgebucht. Jochen Graebert und sein Team unternehmen für den Film 'Im Zug auf das Dach der Welt' eine Reise, bei der ein Zwischenstopp zur körperlichen Anstrengung wird.

16:00 - 16:45, H3
Die letzten Paradiese

Für viele ist die Karibik der Inbegriff eines Naturparadieses. Doch Belize, so groß wie Hessen und zwischen Guatemala und Mexico gelegen, bietet mehr. Dichter Dschungel, verborgene Maya-Tempel und unerforschte Höhlen locken Abenteurer aus aller Welt in den kleinen mittelamerikanischen Staat. Die ausgedehnten Regenwälder haben nicht nur eine einzigartige Tierund Pflanzenwelt bewahrt, sondern auch das ein oder andere Geheimnis der Maya-Kultur. Die Suche nach den verborgenen Schätzen wird zum exotischen Abenteuer. Begegnungen mit giftigen Schlangen, Klammeraffen, farbenprächtigen Vögeln, heiligen Brüllaffen, Ameisenbär und Ozelot sind an der Tagesordnung. Aber gelingt es auch, den König des Dschungels zu treffen, den Jaguar? Bekannt ist Belize aber auch durch eine geologische Besonderheit: das Blue Hole, das 'Blaue Loch'. Das vor rund 10.000 Jahren vor der Küste entstandene meerwassergefüllte, dunkelblaue, 100 Meter tiefe Loch ist ein Mekka für Taucher aus aller Welt. Hier trifft man riesige Schildkröten, hungrige Haie und anhängliche Stachelrochen. Reizvoll, aber äußerst gefährlich ist das Tauchen in Höhlen. Nur mit dem berühmten Ariadne-Faden sollte man sich in die unergründlichen, tiefschwarzen Schläuche begeben - sonst wird es ein Tauchgang ohne Wiederkehr.

paradies.jpg (43350 Byte)

16:45 - 17:30, 3SAT
Tibets blinde Kinder

Das Leben der Menschen in Tibet, der höchsten Region der Erde, ist hart, die Blindenrate eine der höchsten der Welt. Verursacht durch den Ruß der traditionell offenen Feuerstellen, der intensiven Sonneneinstrahlung und Vitamin-A-Mangel. Zeelong ist ein kleines Dorf in der tibetischen Hochebene. Dort lebt der 13-jährige Loupsan. Er ist seit vielen Jahren blind. Seine Eltern sind einfache Bauern und können sich nicht genügend um ihn kümmern. Auch die Schule im Dorf hat keine Möglichkeiten, Loupsan unterzubringen und am Unterricht teilnehmen zu lassen. Vom Lehrer hat er gehört, dass es in Lhasa, der Hauptstadt Tibets, eine Schule für blinde Kinder gibt. Seither träumt er davon, in diese Schule zu gehen. Sein Traum wird wahr als ein Mitarbeiter der Schulbehörde ihn in die Blindenschule bringt, die 1997 von der Deutschen Sabriye Tenberken aufgebaut wurde. Fast ganz ohne behördliche Aufsicht beobachteten Uwe Gooss und Micha Bojanowski für ihren Film 'Tibets blinde Kinder' das alltägliche Leben in dem kleinen Bergdorf und bekamen so einen Eindruck von den Lebensbedingungen der Menschen in dieser Region. Ihr Film begleitet den kleinen Loupsan in seinem Dorf und auf seinem Weg in die Blindenschule nach Lhasa.

16:45 - 17:35, arte
Geheimnisvolle Völker

Im Norden Brasiliens, in einem der letzten weitgehend unerforschten Regenwälder der Welt, lebt der Stamm der Zo'e. Ihre Sprache und ihre Kultur sind der restlichen Welt fast völlig unbekannt. Sie sind seminomadische Jäger und Sammler, wobei ihre bevorzugte Beute aus Affen besteht, die in ihrer Region häufig vorkommen. Ihre Jagdgründe sind so weitreichend, dass sie keine Vorstellung von Territorien haben. Sie glauben, dass das Land niemandem gehört. Man erkennt die Zo'e am Poturu, einem hölzernen Piercing in der Unterlippe. Ab dem Alter von sechs Jahren tragen sowohl Jungen als auch Mädchen diesen Schmuck. Sie wissen nicht, woher dieser Brauch kommt, wichtig ist für sie nur, dass er sie von allen anderen Stämmen unterscheidet.

volk.jpg (19291 Byte)

19:15 - 20:00, Phoenix
Der Kontinent

Die Erde vor 500 Millionen Jahren: Die Landmassen der südlichen Halbkugel treiben auf gewaltigen Magmaströmen nordwärts. Wie aus Einzelteilen eines Puzzles setzt sich ein neuer Kontinent zusammen. - Mit der 'Geburt Europas' beginnt eine vierteilige Zeitreise, die in der Vorgeschichte beginnt und mit Ausblicken auf eine mögliche Zukunft endet. Die Koproduktion von ZDF, ORF und BBC zeichnet die erdgeschichtliche Entwicklung des Kontinents nach. 4,2 Millionen Euro verschlang die aufwendige Doku für Paralleldrehs in über 20 Ländern, Computeranimationen und modernste Kameratechnik. Ergebnis: eine ungewöhnliche 'Heimatkunde' verschiedener Völker und Staaten, die immer mehr zum geeinten Europa zusammenwachsen.

Info: Das Projekt dauerte über vier Jahre, 150 Naturfilm-Profis wirkten mit. Es gab 600 Drehtage in über 20 Ländern, die Nachbearbeitung am Computer dauerte noch einmal 300 Tage. Budget: 4,2 Millionen Euro.

kontinent.jpg (42124 Byte)

Mittwoch, 08.09.2010
06:05 - 06:45, Phoenix
Kalt, riskant und gut fürs Karma

Spektakulär ziehen jedes Jahr bis zu 500.000 Hindus durch die Bergwelt der Krisenregion Kaschmir. Die 'Amarnath Yatra', der Pilgerzug zur Höhle von Amarnath, ist die ungewöhnlichste und gefährlichste Wallfahrt Indiens, und wohl der ganzen Welt. Erstmals seit Jahrzehnten durfte ein ausländisches Fernseh-Team den Pilgerzug begleiten. Im Sommer, wenn die Pfade halbwegs schneefrei sind, brechen sie auf: Bauern, Wanderasketen, smarte Yuppies aus Indiens Megastädten. Zu Tausenden pilgern sie durch grandioses Hochgebirge, schlafen in exponierten Zeltlagern, essen in provisorischen Hochgebirgs-Raststätten. Drei Tage dauert die Wallfahrt. Ihr Ziel ist eine einsame, 4.000 Meter hoch gelegene, heilige Höhle. Dort hat einst Gott Shiva seiner Frau das Geheimnis der Unsterblichkeit enthüllt, so die Legende. Steil schneidet der Pfad durch Bergflanken, durch Eis- und Geröllfelder. Der höchste Pass liegt 5.000 Meter hoch. Höhe, Kälte, Steinschlag und die ungewohnte Anstrengung fordern ihren Preis. Letztes Jahr haben 67 Pilger die Wallfahrt nicht überlebt. Der Film begleitet vier Pilger. Premal, Abishek und Vijay sind 19, 23 und 31 Jahre alt. Mit ihrem Onkel Mukesh, 40, einem Börsenhändler, fahren sie von Bombay aus nach Kaschmir. Der Film zeigt Strapazen, Spaß und religiöses Verständnis der jungen Männer. Er zeigt ihre Furcht vor Unwetter und Terroranschlägen und thematisiert ihr Verhältnis zu den muslimischen Kaschmiri. Der Film zeigt auch den massiven Militärschutz der Yatra und welch immense Logistik nötig ist, um die Pilgermassen im unwirtlichen Hochgebirge zu versorgen.

riskant.jpg (36001 Byte)

06:45 - 07:30, Phoenix
Das Geheimnis des Andenheilers

Am Rande der Zivilisation, versteckt zwischen den Schneegipfeln der bolivianischen Anden, liegt das Kallawaya-Hochtal. Übersetzt heißt sein Name: 'Land der Ärzte'. Es ist in ganz Südamerika bekannt, denn von hier kommen Wunderheiler, die über ein so profundes Pflanzenwissen verfügen, dass sich neuerdings sogar die Pharmaindustrie für sie interessiert. Einer von ihnen ist der sympathische Kräuterarzt Aurelio Ortiz. Die Kamera begleitet ihn und seinen 14-jährigen Sohn Cerilo bei Krankenbesuchen, beim Kräutersammeln, bei der Durchführung magischer Rituale und schließlich auf einer langen Reise ins Nachbarland Peru. Denn in Peru, an dem von den Indios als heilig verehrten Berg Machu Picchu, soll sich bei einem Sonnenritual erweisen, ob Cerilo von den Göttern tatsächlich als Nachfolger seines Vaters akzeptiert wird. Der Film führt in eine faszinierende Landschaftskulisse. Kallawaya-Ärzte wie Aurelio Ortiz betrachten sich als Verbündete der Natur, als Hüter ihrer Geheimnisse, als Mittler zwischen den Menschen, den Göttern und Geistern. Sie kennen eine unüberschaubare Zahl komplizierter und äußerst zeitaufwändiger Rituale. Die Kallawaya-Ärzte vereinen uraltes Heilwissen und schamanische Praktiken zu einem System, für das sich längst nicht mehr nur die Anthropologen interessieren. Inzwischen versuchen 'Pharma-Scouts' ihren Pflanzenkenntnissen auf die Spur zu kommen. Die UNESCO hat die Kallawaya-Kultur sogar auf die Liste des ideellen Weltkulturerbes gesetzt.

peru1.jpg (32866 Byte)

09:15 - 10:00, arte
Unterwegs auf dem Dach der Welt

Salz ist Sache der Frauen. Dieser Satz trifft zumindest in Yanjing, einer Gebirgsregion in der südwestchinesischen Provinz Yunnan und dem östlichen Tibet zu. In Yanjing gewinnen Mädchen und Frauen im Alter zwischen zehn und 70 Jahren nach althergebrachten Verfahren Salz. Sie leisten körperlich harte und kräftezehrende Arbeit, bei der Sonne, Wind und Schweiß eine wichtige Rolle spielen. Der Abtransport des Naturkristalls ist traditionell dann wieder Männersache. Zwei- bis dreimal überqueren die Einheimischen zwischen Juni und Oktober die Berge, um das Salz auf Pferden und Yaks zum nächsten Marktflecken zu bringen. Außerdem betreiben die Bewohner auf 6.000 Meter Höhe Viehzucht und stellen aus Yak- und Schafsmilch Käse her. Der Dokumentarfilm bietet beeindruckende Bilder vom Leben eines Bergvolks hoch oben auf dem Dach der Welt.

salz.jpg (52237 Byte)

14:15 - 15:00, 3SAT
Geheimnisvolles Mali

Die Falaise de Bandiagara - eine bis zu 300 Meter hohe Felsklippe - zieht sich durch die Gondo-Ebene in Mali, dem größten der vier westafrikanischen Sahelländer. Dort fällt eine steinige Hochfläche in einer Länge von über 200 Kilometern senkrecht zu einer schier endlosen savannenartigen Ebene ab. In der unwegsamen Felslandschaft, in den Geröllhalden am Fuß der Falaise, entwickelte sich eine der ältesten schwarzafrikanischen Kulturen. Das geheimnisvolle Volk der Telem errichtete seine Lehmbauten in Felsnischen inmitten der senkrechten Wände. Es ist bis heute nicht geklärt, woher sie gekommen und wohin sie verschwunden sind. Ihre Bauten, die Schwalbennestern gleich in den Nischen des gewaltigen Felsabbruchs kleben, bildeten den Grundstein für den Lebensraum der Dogon. Vor ungefähr 800 Jahren wurden sie aus den westlichen Landesteilen vertrieben und suchten in den Felsen der Falaise de Bandiagara Zuflucht vor Versklavung und Islamisierung. Der Film zeigt das Leben der Dogon im westafrikanischen Mali.

mali.jpg (47389 Byte)

14:30 - 14:55, B3
Willi wills wissen

Willi hat sich zu einer spannenden Entdeckungsreise nach Island aufgemacht. Das kleine Land im Norden Europas ist die größte Vulkaninsel der Welt. Sie ist durch Vulkanausbrüche aus dem Meer gewachsen und noch heute brodelt es mächtig unter der Erde. Auf der kleinen isländischen Insel Heimaey muss Willi erst einmal kräftig anpacken. Kristin gräbt mit anderen Inselbewohnern gerade ein Haus aus, das durch einen Vulkanausbruch verschüttet wurde. Auf Island steigt heißes Magma aus der Erdmitte nach oben und erhitzt das Grundwasser. Mithilfe dieser Hitze wird in Wärmekraftwerken Strom hergestellt. Wie das genau funktioniert, erfährt Willi von Sunneva, die in einem Wärmekraftwerk arbeitet.

willi1.jpg (37994 Byte)

15:00 - 15:45, 3SAT
Myanmar - Reise in eine verlorene Zeit

Bevor die Militärregierung Myanmars im September 2007 gegen demonstrierende Mönche vorging und ein Hurrikan das südostasiatische Land im Mai 2008 verwüstete, reiste Roman Teufel durch Myanmar. Roman Teufels Film zeigt eine Welt, die von der Globalisierung abgeschottet ist - ein Land, in dem die Zeit stillsteht.

Ohne die Absicht, ein umfassendes Gesamtporträt zu zeichnen, vermittelt die filmische Zeitreise durch persönliche Porträts Einblicke in eine alte Kultur Südostasiens, in eine im Verschwinden begriffene Zeit. Die Dokumentation zeigt Bilder eines mystischen Myanmar - ohne die aus der Weltpresse bekannten Konflikte und Naturkatastrophen. Die Aufnahmen entstanden in den Jahren 2006 und 2007 vor den Unruhen und vor dem Hurrikan, der weite Teile des Landes verwüstete.

myanmar.jpg (45732 Byte)

16:00 - 16:45, H3
Mexiko - Totenfest mit Pappmaché und Zuckerguss

Die ersten beiden Novembertage nennen die Mexikaner 'los dias de los muertos' - die 'Tage der Toten'. Es sind die wichtigsten Feiertage des Jahres. Sie werden begangen wie eine Mischung aus Weihnachten und Karneval. Die Mexikaner glauben, dass die Verstorbenen an diesen Tagen zurückkehren, um den Hinterbliebenen einen Besuch abzustatten.

Hintergrund: Der Film erzählt die Geschichte von Betty, einer jungen Mexikanerin, die ihrem verstorbenen Großvater Agostin posthum seinen größten Wunsch erfüllen möchte. Die 'dias de los muertos' gehen auf vorspanische Traditionen zurück und wurden von der UNESCO auf die Liste des immateriellen Kulturerbes gesetzt.

zucker.jpg (31813 Byte)

16:45 - 17:35, arte
Geheimnisvolle Völker

Beim in Südäthiopien lebenden Volk der Hamar tragen männliche Kinder die Namen von Stieren. Die Jungen werden mit dem Initiationsritus 'Sprung über die Rinder' in die Erwachsenenwelt aufgenommen. Dabei stellen die Stammesältesten 30 Tiere eng aneinandergereiht auf. Splitternackt wird der Junge dann in die Arena geführt, springt auf das erste Rind auf, läuft über die Rücken der nebeneinanderstehenden Stiere, springt auf der anderen Seite herunter, macht kehrt, springt wieder hoch und rennt abermals über die Viehrücken zurück zum Ausgangspunkt. Ganze viermal überquert er so die Rinderreihe, bevor er die Arena verlassen darf. Wer dies nicht schafft, wird von den Mädchen ausgepeitscht und sein ganzes Leben lang gedemütigt. Wer die Prüfung besteht, wird als Mann anerkannt.

volk1.jpg (20667 Byte)

18:05 - 19:00, arte
Kenia - Das Dorf der Frauen

Naporas Geschichte ist beispielhaft für das Schicksal vieler Frauen, die in Umoja, einem Ort am Rande des Samburu-Nationalparks in Kenia, Zuflucht gefunden haben. Bei der Suche nach Feuerholz wurde sie von einem Fremden vergewaltigt. Als sie ihrem Ehemann davon erzählte, schlug und verjagte er sie. Verstoßen und gedemütigt kam sie nach Umoja. Heute bietet ihr die Frauengemeinschaft Sicherheit. Umoja heißt 'Einheit' auf Suaheli und die finden die Frauen hier. Im Gemeinschaftshaus oder unter der großen Akazie im Zentrum des Dorfes kommen sie regelmäßig zusammen und versuchen, das Schreckliche, das jede von ihnen erlebt hat, zu verarbeiten. 'Keine Demütigung mehr für diese Frauen. Nur noch Respekt!', sagt Rebecca Lolosoli, die Gründerin des Dorfes. Das Zusammenleben in Umoja verläuft nach selbst definierten Regeln. Sämtliche Güter werden geteilt. Die Frauen besitzen Haus und Land, züchten Vieh und schlachten es - alles Rechte und Aufgaben, die ihnen außerhalb der Grenzen ihres Dorfes verwehrt bleiben. Denn bei den Samburu geht die Frau mit der Hochzeit traditionell in den Besitz des Mannes über. Die Männer im Nachbarort Archer's Post fühlen sich durch das neue Selbstbewusstsein der Frauen bedroht. Bei Einkäufen im Ort werden die Frauen aus Umoja mit Argwohn empfangen und bedrängt. Doch die lassen sich nicht beirren, sondern engagieren sich auch für Frauen außerhalb ihres Dorfes. Rebecca Lolosoli ist regelmäßig im Ausland unterwegs, um auf die Lage der kenianischen Frauen aufmerksam zu machen. Um auch finanziell unabhängiger zu werden, planen die Frauen, ein Touristencamp in Umoja zu errichten.

napo.jpg (36557 Byte)

19:15 - 20:00, Phoenix
Der Kontinent

Bis vor etwa zwei Millionen Jahren prägten vor allem die machtvollen geologischen Kräfte das Gesicht Europas. Doch dann übernahm eine neue Macht die Herrschaft: das Klima. Der Kontinent versank in Eis und Schnee. Weite Teile Europas wurden über lange Zeiträume Teile der Arktis. Eisige Orkane fegten über das Land, die Luft war schneidend kalt, minus 50 Grad und darunter. Was aber hat diese Klimakatastrophe ausgelöst? Die vierteilige Reihe 'Der Kontinent' begibt sich auf eine spannende Zeitreise durch Vorgeschichte und Geschichte, Gegenwart und Zukunft Europas. Sie zeichnet mit modernsten Computeranimationen und Naturaufnahmen die Geschichte und das aktuelle Bild unseres Kontinents nach. Teil zwei geht der Frage nach dem Auslöser der Klimakatastrophe mit modernen Computeranimationen und aufwendigen Grafiken nach.

kontinent1.jpg (20057 Byte)

21:05 - 22:00, 3SAT
Ein Auto für Mister Bah

Mister Bah lebt in Sierra Leone und ist von Beruf Taxifahrer. Der Journalist Peter Spring hat ihn bei Dreharbeiten in Freetown kennengelernt und ihm ein 'neues' Auto versprochen. Das Auto für Mister Bah hat schon 200.000 Kilometer auf dem Buckel und in der Schweiz nur noch Schrottwert. In Sierra Leone dagegen wird daraus ein schmuckes Taxi, das noch ein paar Jahre lang seinen Dienst tut. Der Film 'Ein Auto für Mister Bah' begleitet die Reise des Autos vom Abstellplatz in der Schweiz bis nach Freetown in Sierra Leone, vom ursprünglichen Besitzer, der sich freut, dass sein altes Auto nach Afrika kommt statt verschrottet zu werden, bis zu Mister Bah, der das Auto mithilfe seiner vielen Freunde wieder flott macht.

sierra.jpg (49397 Byte)

Donnerstag, 09.09.2010
07:00 - 07:30, arte
Reiseskizzen aus ...

Kambodscha lautet das Reiseziel des Illustrators Bertrand de Miollis. Er besucht die grandiosen Tempel von Angkor Wat und die belebten Märkte der Hauptstadt Phnom Penh. Auf seinen Reisestationen entdeckt er das menschliche Gesicht Kambodschas. Denn obwohl die Bevölkerung des ostasiatischen Landes viel durchmachen musste, hat das 'Land des Lächelns' nichts von seiner legendären Gastfreundschaft verloren.

skizze2.jpg (35330 Byte)

09:15 - 10:00, arte
Unterwegs auf dem Dach der Welt

Die Changtang-Hochebene liegt in Westtibet. In der Region betreiben die Drokpa-Nomaden Viehzucht und bauen Salz ab, das sie im Sommer verkaufen. Das Naturkristall der Drokpa steht hoch im Kurs und wird bis nach Nepal, Indien, Bhutan und Sikkim verkauft. Der Transport des Salzes ist allein Männersache, denn in Tibet glaubt man, dass die Anwesenheit von Frauen zum Verschwinden des wertvollen Guts führen könne. Auch die Angehörigen des Dolpo-Volks in Nepal gewinnen Salz. Im Herbst tauschen sie es gegen Getreide und Bohnen, die von den Rongpa-Nomaden weiter südlich - jenseits der Berge - angebaut werden. Da das Klima bei den Rongpa milder ist, verbringen die Dolpo dort den strengen Winter und ziehen im Frühjahr wieder nach Changtang.

salz1.jpg (58512 Byte)

14:30 - 14:55, B3
Willi wills wissen

Willi möchte herausfinden, welche besonderen Tiere es auf der Vulkaninsel gibt. Willis Begleiter ist der Isländer Heimir. Die beiden besuchen die Schaf-Farm von Jon und Elene. Die Vorfahren ihrer Tiere wurden alle von den Wikingern auf die Insel gebracht. Dann geht Willi auf Segeltour mit einem isländischen Fischkutter, der schon vor 110 Jahren zur See hätte fahren können. Willi hält Ausschau nach den größten Säugetieren der Welt - den Walen. Warum es ausgerechnet vor Island so viele gibt, erfährt er vom Kapitän. Heimir zeigt Willi auch noch andere Tiere: die weltberühmten Island-Pferde. Die zweibeinigen Isländer lassen die vierbeinigen Isländer den Sommer über in den Bergen frei herumlaufen. Im Herbst werden die Tiere ins Tal geholt.

willi2.jpg (41941 Byte)

14:45 - 15:30, H3
Die fantastische Reise mit dem Golfstrom

Jede Sekunde transportiert der Golfstrom fünfzig Millionen Kubikmeter Wasser - dreißigmal mehr als alle Flüsse der Erde. Er legt 10.000 Kilometer zurück, von den Tropen bis in die eisige Arktis. Der Golfstrom liefert die Energie von einer Million Kernkraftwerken. Ihm sind saftige Wiesen, reiche Getreidefelder und üppige Wälder zu verdanken. Käme der Golfstrom zum Erliegen, was Wissenschaftler befürchten, würde es arktisch kalt in Europa, und gewaltige Eisberge kreuzten vor den Küsten. Die Existenz des Golfstroms war schon den spanischen Seefahrern im 16. Jahrhundert bekannt. Dennoch wartet er immer wieder mit Rätseln und Überraschungen auf. Welche Kraft treibt ihn an? Woher bezieht er seinen überraschenden Nahrungsreichtum, und wo bleiben jene gigantischen Wassermengen, die der Strom tagaus tagein in die Polarregionen schickt? Die Filmautoren Volker Arzt und Sigurd Tesche tauchen tief hinab in die unerforschten Schichten des Stroms. Ihren Weg kreuzen Quallen, Riesenschildkröten, Seegurken, Tiefseekraken, Sandtigerhaie. Der erste Reiseabschnitt führt aus dem Golf von Mexiko bis nach Europa, an die französische Küste. Die Filmteams unterbrechen vor Floridas Küste, um frisch geschlüpfte Schildkröten zusteigen zu lassen. Sie machen Halt bei Kap Hatteras und erfahren, warum der Golfstrom hier einen Haken schlägt, den Atlantik überquert und Kurs auf Europa nimmt. Sie tauchen vor den Azoren auf den Meeresgrund und erleben, wie der Strom hier Wärme nachtankt - Wärme aus dem glutflüssigen Innern der Erde, bevor er sie weiterreicht an die Küsten Europas.

reise.jpg (35765 Byte)

16:45 - 17:35, arte
Geheimnisvolle Völker

Die Wolani gehören zu der Vielzahl wilder Stämme, die in den Hochebenen von Westpapua leben. Aufgrund des unwegsamen Geländes sind sie völlig von der Außenwelt abgeschnitten. Die benachbart lebenden Stämme bekriegen sich fast ununterbrochen. Der Häuptling der Wolani wurde von seiner dritten Frau getötet - sie hatte sich geweigert, mit ihm zu schlafen, und war mit ihrem Liebhaber durchgebrannt. Der Stamm des getöteten Häuptlings verlangt eine Wiedergutmachung und droht mit Krieg. Geld nimmt er jedoch nicht an, es ist hier wertlos; die einzige anerkannte Währung sind Kaurischnecken.

18:05 - 19:00, arte
Die Trommler von Burundi

Dreimal pro Woche trifft sich Célestin Nzeyimana mit anderen Mitgliedern seines Vereins Ruciteme. Die Truppe verbringt viele Stunden mit dem Einstudieren ihrer Choreografien. Bei spontanen Auftritten auf den Straßen von Brurundis Hauptstadt Bujumbura können sich die Künstler des Interesses der Passanten sicher sein.

Die bis zu 100 Kilogramm schweren Trommeln werden ausschließlich aus dem Holz des Umuvugangoma ('Trommelbaum') hergestellt, der nur im Landesinneren von Burundi wächst.

trommler.jpg (51262 Byte)

19:15 - 20:00, Phoenix
Der Kontinent

Nach der Eiszeit ist Europas Klima nun mild wie nie zuvor und schafft günstigste Bedingungen. Sammler, Jäger, Bauern und Armeen nehmen Einfluss auf die Natur und verändern den Kontinent in rasanter Geschwindigkeit.

kontinent2.jpg (53676 Byte)

20:15 - 21:00, NDR
Karelien

Sergei wächst in einem Sieben-Seelen-Dorf in russisch Karelien auf. Hier, an der Grenze zu Finnland, leben die Menschen inmitten unberührter Wälder als Selbstversorger. Schattenseite der Idylle: Es gibt keine Mädchen. Sergei muss sich entscheiden zwischen einem Leben in der Natur oder einem als Minenarbeiter in der entfernten Industriestadt. Über fünf Jahre begleitet Filmemacher Petteri Saario den Jungen beim Fischen und auf der Jagd, taucht in die mystische Welt der Karelier ein.

Karelien ist zur Hälft finnisch, zur Hälfte russisch. Die Grenze wurden 1947 festgelegt.

russisch.jpg (35764 Byte)

Freitag, 10.09.2010
06:05 - 06:45, Phoenix
Abenteuer Mongolei

'Die Gobi ist grausam und verlockend', so fasst Joachim Holtz seine Reiseerlebnisse in einem der ärmsten Länder Asiens zusammen. Er berichtet über das Leben der Nomaden, die Bedeutung von Ziegen und Kamelen und über Naadam, das Volksfest der Mongolen mit Pferderennen, Ringkampf und Bogenschießen.

Die (Halb-)Wüste Gobi erstreckt sich über fast ein Viertel der Gesamtfläche der Mongolei. Im Sommer werden hier Temperaturen von über 45°C gemessen, im Winter sinken die Temperaturen stellenweise auf -45°C.

mongolei.jpg (33150 Byte)

06:45 - 07:30, Phoenix
Abenteuer Mongolei

Eine Zeitungsmeldung sorgte für Furore: Das Grab von Dschingis Khan (1162 -1227) ist entdeckt worden - in der Provinz Khenti, nahe seinem Geburtsort. Der Khan wird von den Mongolen als Nationalheld verehrt. Schließlich einte er 1206 ihr zerstrittenes Volk. Zum Dank prangt sein Bild auf Unterwäsche und Wodkaflaschen. Joachim Holtz hat das Grab des Herrschers gesucht.

mongolei1.jpg (39981 Byte)

08:00 - 08:45, arte
Die schwimmenden Dörfer der Halong-Bucht

Wenn drei Stunden vom Festland entfernt, mitten in der Halong-Bucht abends die Lichter angehen, dröhnt ein ohrenbetäubendes Knattern über das Wasser - Strom gibt es hier nur über Dieselgeneratoren. Bei Einbruch der Dunkelheit schalten viele Menschen des schwimmenden Dorfes Vong Vieng den Fernseher an. Dann sehen sie Dinge, die aus einer für sie fremden Welt stammen: Städte mit Straßen und Autos oder Tiere wie Schweine und Kühe. Später werden die Generatoren wieder abgeschaltet, denn Diesel ist teuer - wie alles, das nicht aus dem Wasser kommt. Die Menschen hängen an diesem von Entbehrungen geprägten Leben: 'Wenn ich auf dem Festland wohnen würde, dann würde ich das Fischen sehr vermissen. Ich könnte ohne das nicht leben', sagt Khuyen Van Vu. Den Beruf des Fischers hat er von seinem Vater gelernt und auch sein 21-jähriger Sohn Luu lebt vom Fischfang. Gerade hat Luu für sich, seine Frau Mai und seinen kleinen Sohn ein eigenes Haus gekauft. Doch die Freude ist getrübt. Wenn die kleine Familie nicht schnell zu mehr Geld kommt, werden sie das neue Heim wieder verlieren. Mai will mit einem Bambusboot auf dem Wasser Waren verkaufen und so zusätzliches Geld verdienen. Das wird allerdings nicht leicht: Sie hat kein Startkapital und ein stabiles Boot und Waren gibt es nur auf dem für sie fremden und weit entfernten Festland.

schwimmen1.jpg (46989 Byte)

09:15 - 10:00, arte
Unterwegs auf dem Dach der Welt

Das alte Königreich Guge im Westen Tibets erlebte Anfang des 16. Jahrhunderts seine Blütezeit als Kultur- und Handelszentrum. Zahlreiche prächtige Höhlenmalereien zeugen sowohl von der regen künstlerischen Aktivität, als auch vom Einfluss des tantrischen Buddhismus. Die Hauptstadt Tsaparang gehört noch heute zu den ausnehmend schönen Orten Tibets. Das im zehnten Jahrhundert gegründete Kloster Thöling war die bedeutendste Klosteranlage der Region. Doch die Bewahrung und Pflege all dieser Anlagen hängt vom guten Willen der chinesischen Behörden ab, die das Land kontrollieren. Die Reise führt über die alte Karawanenstraße nach Purang, Grenzgebiet zwischen Tibet und Indien und Durchgangsgebiet für handeltreibende Tibeter, Inder und Nepalesen. Am Ende der Route liegt der Berg Kailash mit seiner Festungsruine, einem heiligen Ort sowohl für Buddhisten und Hindus, als auch für die Anhänger lokaler Kulte und des Jainismus.

verloren.jpg (36066 Byte)

14:30 - 14:55, B3
Willi wills wissen

Island liegt genau auf der Grenze zweier Kontinentalplatten, der eurasischen und der amerikanischen. Diese Platten sind nicht starr, sondern können sich gegeneinander verschieben, wie Tobias erklärt. Wenn das passiert, fängt die Erde an zu knirschen und zu beben. Islands Landschaft ist einmalig: Es gibt Gletscher, Wasserfälle und mehr als 30 aktive Vulkane. Über Kilometer weit sieht Island aus wie eine Mondlandschaft. Willi staunt nicht schlecht als sein isländischer Freund Heimir ihm erzählt, dass genau aus diesem Grund amerikanische Astronauten hier für die erste Mondlandung trainiert haben. Und dann steht Willi mitten im Sprühnebel des Skógafoss, einem gigantischen Wasserfall. Von Hans-Martin erfährt er, dass sich eine spannende Sage um den Skógafoss rankt. Mit einem Taucheranzug ausgestattet, soll es für Willi vom rauschenden Wasserfall in die stille Tiefe des Silfra gehen, einem See direkt über den zwei Kontinentalplatten. Unter Tauchern ist diese Spalte weltweit bekannt und berühmt. Auch, weil man hier unter Wasser so weit sehen kann wie sonst kaum auf der Welt. Gemeinsam mit Tobias wagt Willi den Sprung ins vier Grad kalte Nass.

willi3.jpg (40462 Byte)

14:45 - 15:30, H3
Die fantastische Reise mit dem Golfstrom

Im zweiten Teil der Reise folgen die Filmemacher Volker Arzt und Sigurd Tesche einem geheimnisvollen Sog, der den wärmenden Golfstrom weiter nach Norden zieht. Er lässt Korallenriffe vor Norwegens Küste erblühen, er dirigiert den Kurs der Eisberge vor Grönland und lässt Spitzbergens Gletscher schmelzen. Erst in den kalten Wintermonaten, wenn die Schneestürme über die Wellen jagen, verliert der Strom seine letzte Kraft und Wärme: Dann stürzen seine Wassermassen abwärts - 3.000 Meter tief, bis auf den Meeresboden. Doch auch dort kommen sie nicht zur Ruhe. Als kalter Tiefenstrom treten sie eine neue Reise an, eine Rundreise, die sie bis in den Pazifik führt und erst nach tausend Jahren wieder zurückbringt vor die Küsten Europas.

Info: Jede Sekunde transportiert er 50 Millionen Kubikmeter Wasser - 30 mal mehr als alle Flüsse der Erde. Ein Strom der Superlative, der 10.000 Km zurücklegt - von den Tropen bis in die eisige Arktis. Der Golfstrom - oder wissenschaftlich korrekter: der 'Nordatlantische Strom' beliefert uns kostenlos mit der Energie von 1 Million Kernkraftwerken. Ihm haben wir saftige Wiesen, reiche Getreidefelder und üppige Wälder zu verdanken - bis hinauf nach Skandinavien. Käme der Golfstrom zum Erliegen, was eine Reihe von Wissenschaftlern befürchtet, würde es arktisch kalt in Europa und gewaltige Eisberge kreuzten vor unseren Küsten. Die Existenz des Golfstroms war schon den spanischen Seefahrern im 16. Jahrhundert bekannt, und doch wartet er immer wieder mit Rätseln und Überraschungen auf. Welche Kraft treibt ihn an? Woher bezieht er seinen überraschenden Nahrungsreichtum? Und wo eigentlich bleiben die gigantischen Wassermengen, die der Strom tagaus tagein in die Polarregionen schickt ? Die Teams um Volker Arzt und Sigurd Tesche lassen sich mitreißen von diesem ungewöhnlichen Wasserlauf, tauchen tief hinab in seine unerforschten Schichten - und bleiben nicht allein: Eine Fülle abenteuerlicher Reisegefährten kreuzt ihren Weg; von Quallen schnappenden Riesenschildkröten und kletternden Seegurken bis zu exotischen Tiefseekraken und furchterregenden Sandtigerhaien. Der Golfstrom führt durch fantastische Welten, die sich erst jetzt, dank modernster Meerestechnik und Unterwasser-Roboter, erleben lassen. Der Zweiteiler, eine Koproduktion von WDR und ARTE wurde bereits mehrfach auf Festivals ausgezeichnet.

reise1.jpg (17737 Byte)

16:50 - 17:40, arte
Azalai - Bei den Tuareg

Zweimal im Jahr zieht die Azalai, eine Salzkarawane, durch die Sahara. Am Rande der Wüste, im Norden Malis, lebt das Nomadenvolk der Kountas. Sie betrachten sich als Bewahrer des Islams. Die Kinder eines der Stammesältesten brechen zu einer Reise mit der Karawane auf. Aus diesem Anlass erzählt er, wie die Kountas seit der Ankunft des Propheten leben. 40 Tage lang wandern M'Barak und Bouillrak mit 50 Dromedaren durch die Wüste, um sechs Tonnen Salz aus der Taoudenni-Mine an der 1.500 Kilometer entfernten algerischen Grenze abzuholen. In Imilach sind die alten Männer besorgt, denn es regnet immer seltener.

tuareg.jpg (24508 Byte)

19:15 - 20:00, Phoenix
Der Kontinent

Europa im dritten Jahrtausend: 730 Millionen Menschen bevölkern Europa, fast alles Land ist Kultur- und Wirtschaftsland. Doch die Natur Europas hat in ihrer jüngsten Geschichte nicht nur die industrielle Revolution und zwei Weltkriege überstanden, sie erobert sich auch überall neues Terrain und verloren gegangene Regionen zurück. Die großen Flussläufe wie Rhein und Elbe sind heute sauberer als vor 100 Jahren. Viele Tierarten werden wieder eingebürgert oder finden den Weg zurück in die Natur: Heute leben in der Slowakei und in Rumänien Europas größte Populationen von Wolf, Bär und Luchs. In der ehemaligen Todeszone des Eisernen Vorhangs ist eine Kette von Nationalparks entstanden, und im hohen Norden und auf den höchsten Gebirgsgipfeln hat sich noch echte Wildnis erhalten. Immer mehr ökologisch wertvolle Landstriche werden unter Schutz gestellt. Europaweit versucht man, ökonomische Interessen mit ökologischen Notwendigkeiten zu versöhnen: In Europa hat sich ein neues Umweltbewusstsein etabliert. Die vierteilige Reihe 'Der Kontinent' begibt sich auf eine spannende Zeitreise durch Vorgeschichte und Geschichte, Gegenwart und Zukunft Europas. Sie zeichnet mit modernsten Computeranimationen und Naturaufnahmen die Geschichte und das aktuelle Bild unseres Kontinents nach. Der letzte Teil der Reihe begibt sich auf die Spuren der Wildnis im dicht besiedelten Europa. Selbst nach 10.000 Jahren Entwicklungsgeschichte haben sich hier Naturlandschaften und eine artenreiche Tierwelt erhalten.

kontinent3.jpg (31162 Byte)

20:15 - 22:00, arte
Moloch Tropical

In der Bergzitadelle Laferrière auf Haiti bereitet sich der demokratisch gewählte Präsident Jean de Dieu Théogène (Zinedine Soualem) auf einen wichtigen Staatsakt vor. Doch just am Festtag findet der Präsident sein Land in Aufruhr vor: Über Nacht ist eine Rebellion ausgebrochen, die das ganze Land erfasst und die ausländischen Gäste zur Absage zwingt. Mit aller Macht versucht der Präsident seinen Rücktritt zu verhindern.

Schonungslos und bewusst überspitzt weist Peck auf die politischen Wirren seines Heimatlandes hin.

moloch.jpg (45832 Byte)

20:15 - 21:00, H3
Mit dem Zug quer durch Kanada

Ohne die Eisenbahn und die Männer, die sie bauten, gäbe es den Bundesstaat Kanada nicht: Sie erst verhalfen dem Land zur Einheit. 1867 machten die Provinzen die Gründung des Bundesstaates Kanada vom Bau einer Eisenbahnverbindung von den Großen Seen und Toronto im Osten nach Vancouver im Westen abhängig. So wurde im Laufe von viereinhalb Jahren eine der längsten und schwierigsten Eisenbahnstrecken der Welt gebaut: 4.457 Kilometer quer durch Sümpfe und Moore, durch wilde Prärie und hohe Berge. Heute reist man in 69 Stunden mit dem 'Canadian' in Edelstahlwagen mit Aussichtsplattform. Geboten wird eine Reise durch das zweitgrößte Land der Welt mit atemberaubenden Ausblicken auf endlose Wälder, Seen, riesige Prärien und schließlich die Berge der Rocky Mountains. Die Bahnfahrt gleicht einer rollenden Party. Unterwegs wird gesungen und geguckt. Nebenbei bekommt man einen Einblick in die kanadische Einwanderer-Gesellschaft: Lokführer, Kellner, Schlafwagenschaffner kamen einst aus der Ukraine, aus China oder Indien nach Kanada, um hier ihr Glück zu machen. Die Mitreisenden sind Trapper, Pelztierhändler, Angler und Geschäftsleute mit Vorfahren aus aller Welt.

zug.jpg (32231 Byte)