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bahn.jpg (4230 Byte) Abenteuer auf dem Schienenstrang
Sonntag, 29.08.2010
20:15 - 21:45, H3
Bahnabenteuer in Japan

Wie ein weiß glänzender Pfeil gleitet der 'Romancecar' aus der Hektik Tokios hinaus Richtung Westen; der hypermoderne Zug bringt Ausflügler und Touristen ins Naturparadies Hakone. Traditionelle Bergbahnen erschließen dort die Waldlandschaft mit ihren Hügeln und Seen - wer sich in Japan aufmacht, per Eisenbahn Land und Leute zu entdecken, wird immer wieder mit spannenden Gegensätzen konfrontiert: Tradition und Moderne, Stille und Hektik liegen nah beieinander. Im berühmten Teegebiet von Kawane betreibt 'Oigawa Railway' noch einige der in Japan selten gewordenen Dampfloks. In der alten Kaiserstadt Kyoto beeindrucken nicht nur die berühmten Tempelanlagen - Bahnfans pilgern hier auch in Japans größtes Eisenbahnmuseum. Weiter südlich auf der Hauptinsel Honshu schließlich zieht der Dampfzug 'Yamaguchi' Besucher von den Hafenstädten der Küste hoch in die Berge - dorthin, wo der Apfel 'Fuji' wächst und wo Crashkurse im Lokheizen angeboten werden: Das Herz Japans steckt voller Bahnabenteuer.

tempel.jpg (35519 Byte)

Mittwoch, 01.09.2010
15:00 - 15:45, 3SAT
Zug der Träume

In Australien gibt es einen berühmten Zug, den 'Ghan'. Einmal wöchentlich verkehrt dieser Zug - von Mai bis Juli auch zweimal wöchentlich - zwischen Adelaide im Süden und Darwin im Norden. Der 'Ghan', der in seinem Wappen ein Kamel führt, erinnert an Kameltreiber aus Asien, die im 19. Jahrhundert nach Australien angeworben wurden, um das Outback, das weite, unwegsame Landesinnere, zu erschließen. Erst zogen diese Pioniere eine Telegrafenlinie von Süden nach Norden, dann eine Straße und schließlich eine Eisenbahnlinie. Kein anderes Transportmittel wäre in der Lage gewesen, mit schweren Lasten durch die Wüsten und die Weite des Buschlands zu ziehen- nur das genügsame, an Temperaturen von 40 und 50 Grad gewöhnte Kamel. Vor wenigen Jahren erst wurde die Eisenbahnverbindung fertiggestellt. Alle Versuche zuvor waren gescheitert. Die kurzen und seltenen, dann aber heftigen Regenfälle hatten immer wieder Brücken und Gleise fortgespült, Termiten hatten die Holzschwellen gefressen, Buschfeuer unterbrachen den Verkehr. Im ersten Teil des zweiteiligen Films 'Zug der Träume' geht es von Adelaide ins Zentrum Australiens, nach Alice Springs und zum roten Felsen Uluru oder Ayers Rock. Der Zug macht auf der 1.500 Kilometer langen Strecke keinen Halt. Wolf von Lojewski und sein Team haben deshalb dieselbe Route noch einmal mit dem Geländewagen abgefahren. In Coober Pedy, wo Opale abgebaut werden, besuchten sie 'Crocodile Harry', einen lettischen Baron, der kein weniger bewegtes Leben führte als der Filmheld Crocodile Dundee. Auf der Anna Creek Cattle Station, einer Ranch, die größer ist als Belgien, filmten sie die Menschen bei ihrer Arbeit. Sie trafen sich mit den Nachfahren der asiatischen Kameltreiber und mit Neil und Jane Waters, die heute Kamele züchten, um das Fleisch in arabische Länder zu exportieren. Immer wieder fangen sie auch freilaufende Kamele, von denen etwa 500.000 im Inneren Australiens leben.

zug3.jpg (28425 Byte)

15:45 - 16:30, 3SAT
Zug der Träume

Der 1000 Meter lange Zug 'Ghan' hat sich wieder in Bewegung gesetzt: zum zweiten Teil der insgesamt 3000 Kilometer langen Reise von Alice Springs nach Darwin. Wolf von Lojewski fuhr die Bahnstrecke noch einmal mit dem Jeep ab.

Info: Tickets für eine Fahrt gibts ab 120 Euro. Für gehobene Ansprüche stehen auch Luxusabteile mit persönlichem Service zur Verfügung. Kosten: 240 Euro.

zug4.jpg (13730 Byte)

18:05 - 19:00, arte
Überleben am Manila Express

Der 'Manila-Express' hat seine Gleise nicht für sich allein. Menschen wie die Fischverkäuferin Editha Jayko haben direkt an den Schienensträngen Wohnungen und Verkaufsstände gebaut. Mitten durch diese ungewöhnliche Nachbarschaft fährt der Lokführer Cesar Capena täglich 30 Kilometer vom Zentrum der Metropole Manila in den Süden und zurück.

manila.jpg (48768 Byte)

Freitag, 03.09.2010
15:30 - 16:00, MDR
Eisenbahn-Romantik

Denkt man an die Westtürkei, dann hat man so bekannte Namen wie Ephesos, Pamukkale oder die türkische Riviera im Kopf. Wer sich aber weiter hinein ins Landesinnere traut, der findet ein Stück ursprüngliche Türkei ohne viel Tourismus, dafür aber mit einer herrlichen und teilweise unberührten Landschaft. Hier, am Aufstieg zum anatolischen Hochland, beginnt auch eine einzigartige Eisenbahnstrecke. Sie ist rund 250 Kilometer lang und verläuft zwischen Alasehir, Usak und Afyon. Seit nunmehr acht Jahren ist in der Türkei keine Dampflokomotive mehr gefahren. Wir waren mit dabei, als dort die dampflokfreie Zeit ihr Ende fand und das restaurierte Dampfross 56 548 sich vor dem Lokschuppen von Usak präsentierte, bei Nacht und im Scheinwerferlicht. Vorgestellt wird auch der Kara Tren, der 'schwarze Zug'.

Samstag, 04.09.2010
16:10 - 16:40, RBB
Eisenbahn-Romantik

Nordiren sind zwar eigentlich Iren, im Bewusstsein aber mindestens so traditionsbewusst wie die Briten auf der englischen Insel. Und in Sachen Traditionspflege ihrer Eisenbahn lassen sie sich von den Engländern gleich gar nichts vormachen. Dabei ist das 340 km 'lange' Eisenbahnnetz international gesehen nun wirklich kaum der Rede wert. Die 'Railway Preservation Society of Ireland' macht allerdings auf den wenigen Kilometern ein regelmäßiges Programm für Eisenbahnfreunde, das es in sich hat - und dafür sorgt, dass Eisenbahntradition in der Republik und in Nordirland auf keinen Fall in Vergessenheit gerät: Für die regelmäßigen Dampflok-Ausflüge zwischen Belfast und Whitehead muss man die Tickets früh buchen, wenn man mitfahren will.

Montag, 06.09.2010
13:30  - 14:00, NDR
Eisenbahn-Romantik

Seen und Wälder erwarten den Reisenden, der nach Finnland kommt. Allerdings finden sich im Norden Europas noch jede Menge anderer Attraktionen. Eine Gruppe Eisenbahnfreunde hat sich aufgemacht, das Land per Zug zu erkunden und dabei so viele finnische Strecken wie möglich zu befahren. Unterwegs sind sie in einer historischen Schienenbusgarnitur. Ihre Reise beginnt in Helsinki und führt zunächst entlang der Küste Richtung Osten. Immer wieder befährt der Sonderzug Gleisabschnitte, die eigentlich nur für Güterzüge geöffnet sind. Dabei begegnen ihnen jung gebliebene Walzertänzer und altgediente Dampfveteranen, ein Modelleisenbahner aus der Schweiz und ein Eisbrecher aus England. Zweimal wagt sich der Sonderzug bis an die Grenze zu Russland - Highlights für die Passagiere. Weiter geht die Fahrt Richtung Norden in die faszinierende Landschaft Kareliens, hinein in die finnische Seenplatte - und alles auf Schienen mit breiter Spur.

Dienstag, 07.09.2010
08:00 - 08:45, arte
Überleben am Manila Express

Der 'Manila-Express' hat seine Gleise nicht für sich allein. Menschen wie die Fischverkäuferin Editha Jayko haben direkt an den Schienensträngen Wohnungen und Verkaufsstände gebaut. Mitten durch diese ungewöhnliche Nachbarschaft fährt der Lokführer Cesar Capena täglich 30 Kilometer vom Zentrum der Metropole Manila in den Süden und zurück.

manila.jpg (48768 Byte)

15:30 - 16:00, H3
Eisenbahn-Romantik

12. August 2010: der erste offizielle Zug fährt in den Bahnhof Oberwald im Wallis ein. Das Ziel des Wiederaufbaus der legendären Furka-Bergstrecke ist erreicht. Knapp drei Jahrzehnte hat dieser Kraftakt gedauert, nachdem die Bergstrecke 1982 durch den Basistunnel überflüssig und geschlossen worden war. Der Arbeit unzähliger Freiwilliger, den sogenannten Fronarbeitern, ist es zu verdanken, dass diese legendäre Bahnstrecke samt Fahrzeugen wiederauferstanden ist. Auf der rund achtzehn Kilometer langen meterspurigen Strecke kommen original Zahnradlokomotiven zum Einsatz, die in königsblau stolz durch das Hochgebirge klettern. Wir berichten von der Wiedereröffnung, vom Streckenaufbau, von Schneeräumaktionen, bei denen Stationsgebäude und die Strecke unter den Schneemassen mit dem Echolot geortet werden müssen und vom Aufbau der berühmten Steffenbach-Klappbrücke. Aus dem Furkamärchen ist im Sommer 2010 Bahnrealität geworden.

15:30 - 16:00, 3SAT
Im Zug auf das Dach der Welt

Mao Tsetung träumte von ihr: der Zugstrecke von Peking nach Tibet. Heute verbinden Chinas Hauptstadt und das tibetische Lhasa 4.000 Gleis-Kilometer. Ein Viertel der Strecke liegt höher als 4.000 Meter. Der erste Zug hat die Strecke im Sommer 2006 überwunden. Atemberaubende Landschaft, dünne Luft und drei schwere Lokomotiven - Zutaten für eine einzigartige Zugfahrt und politische Konflikte. Die Isolation von Tibet ist Vergangenheit. Der Bau der Eisenbahnstrecke verschlang über drei Milliarden Euro und wird als Zeichen neuer nationaler Stärke Chinas bejubelt. Der Dalai Lama und die tibetische Exilregierung hoffen, dass die Bahn der Bevölkerung Gutes bringt, fürchten aber eine noch stärkere Zuwanderung chinesischer Siedler. Der Zug ist schon jetzt für Wochen ausgebucht. Jochen Graebert und sein Team unternehmen für den Film 'Im Zug auf das Dach der Welt' eine Reise, bei der ein Zwischenstopp zur körperlichen Anstrengung wird.

18:50 - 18:15, H3
service: reisen

'Trinighellu' heißt der 'Zitternde' - aber sein nostalgisches Gerüttel macht den Charme dieses Zuges aus. Auf seinen Gleisen lässt sich die Ferieninsel Korsika aus einer ganz eigenen Perspektive entdecken: Mal führt die Strecke direkt am Meer entlang, dann wieder hoch ins Gebirge. So ist der 'Trinighellu' Transportmittel für Wanderer und alle, die einfach nur die vielen Gesichter Korsikas an sich vorbeiziehen lassen wollen. Moderner, aber nicht weniger abwechslungsreich geht es zu auf der 'Golden Pass Line': Von Montreux bis Luzern durcheilt der Zug in drei Abschnitten einige der schönsten Schweizer Landschaften - Palmen und südliches Flair am Genfer See, gefolgt von Bergdörfern, Wäldern, Flusstälern und steilen Pässen, hinter denen dann die Seen der Urschweiz liegen. Nicht minder grandios ist das Panorama vor den Fenstern des 'Canadian': Von Toronto bis Vancouver, von den Großen Seen bis an die Pazifikküste führt die Strecke dieser Transkontinentalbahn quer durch Kanada.

Freitag, 10.09.2010
20:15 - 21:00, H3
Mit dem Zug quer durch Kanada

Ohne die Eisenbahn und die Männer, die sie bauten, gäbe es den Bundesstaat Kanada nicht: Sie erst verhalfen dem Land zur Einheit. 1867 machten die Provinzen die Gründung des Bundesstaates Kanada vom Bau einer Eisenbahnverbindung von den Großen Seen und Toronto im Osten nach Vancouver im Westen abhängig. So wurde im Laufe von viereinhalb Jahren eine der längsten und schwierigsten Eisenbahnstrecken der Welt gebaut: 4.457 Kilometer quer durch Sümpfe und Moore, durch wilde Prärie und hohe Berge. Heute reist man in 69 Stunden mit dem 'Canadian' in Edelstahlwagen mit Aussichtsplattform. Geboten wird eine Reise durch das zweitgrößte Land der Welt mit atemberaubenden Ausblicken auf endlose Wälder, Seen, riesige Prärien und schließlich die Berge der Rocky Mountains. Die Bahnfahrt gleicht einer rollenden Party. Unterwegs wird gesungen und geguckt. Nebenbei bekommt man einen Einblick in die kanadische Einwanderer-Gesellschaft: Lokführer, Kellner, Schlafwagenschaffner kamen einst aus der Ukraine, aus China oder Indien nach Kanada, um hier ihr Glück zu machen. Die Mitreisenden sind Trapper, Pelztierhändler, Angler und Geschäftsleute mit Vorfahren aus aller Welt.

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