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Sonntag, 14.03.2010
00:15 - 01:00, Phoenix
Tropenfieber geschichte.gif (1360 Byte)

Schon früher zog es Forscher und Entdecker in die Tropen. Francisco de Orellana befuhr 1542 erstmals den damals völlig unbekannten Amazonas - und gab dem Strom seinen Namen nach jenen wilden Kriegerinnen, den Amazonen, die ihn und seine Männer am meisten beeindruckten. Die Anerkennung für seine Entdeckung blieb ihm versagt. Louis Antoine de Bougainville umsegelte von 1766 bis 1769 als einer der ersten Menschen den Globus. Doch weil er lediglich Tahiti und ein paar Südseeinseln als Neubesitz für die französische Krone mitbrachte, blieb auch ihm nur der inoffizielle Ruhm. Alfred Russel Wallace schließlich entdeckte von 1854 an acht Jahre lang auf den Inseln des Malayischen Archipels eine unfassbare Menge neuer Tier- und Pflanzenarten und brachte 125.000 Tierpräparate mit. Heute findet Naturforscher Marc van Roosmalen in Amazonien immer neue Tierarten und versucht, große Areale des Regenwalds mit europäischen Spendengeldern zum Reservat zu machen. 'Tropenfieber' beleuchtet die Eroberung des Amazonas.

tropen.jpg (34602 Byte)

01:00 - 01:45, Phoenix
Tropenfieber geschichte.gif (1360 Byte)

1766 brach Louis-Antoine de Bougainville mit seinem Schiff von Nantes aus in Richtung Süden auf. Sein Ziel: die Welt umsegeln. Zwei Jahre später entdeckte er Tahiti. Skorbut und Hunger machten die Weiterreise jedoch bald zur Tortur. Am Great Barrier Reef drehte Bougainville entnervt nach Norden ab - vielleicht hätte er sonst Australien entdeckt.

tropen1.jpg (33829 Byte)

01:45 - 02:30, Phoenix
Tropenfieber geschichte.gif (1360 Byte)

Als sich Alfred Russel Wallace (1823 - 1913) 1854 einschiffte, um den Malaysischen Archipel und Papua-Neuguinea zu erforschen, konnte er nicht ahnen, dass er acht Jahre durchhalten würde. Der Privatgelehrte schlug sich mit dem Verkauf von Schmetterlingssammlungen und ausgestopften Orang-Utans durch. Vor allem auf Borneo bewegte sich Wallace stets im Land der gefürchteten Dayaks, der heimischen Kopfjäger. Doch Wallace arrangierte sich mit den Kriegern und spannte sie bisweilen sogar in seine Sammelwut ein. Seine bahnbrechenden Entdeckungen mündeten in den zentralen Thesen der späteren Evolutionstheorie. Wallace schrieb seine Theorien im Malaria-Fieber an den Biologen Charles Darwin. Darwin behauptete ein Jahr später, auf eigene Faust zu denselben Erkenntnissen gekommen zu sein wie Wallace: der vielleicht größte Diebstahl der Wissenschaftsgeschichte. Die dreiteilige Reihe 'Tropenfieber' berichtet von drei frühen Entdeckern, die mit ihren abenteuerlichen Reisen entscheidend zum Mythos der Tropen beigetragen haben. Teil drei erzählt die Geschichte von Alfred Russel Wallace.

tropen2.jpg (41638 Byte)

02:30 - 03:15, Phoenix
Verborgene Welten

Hüter des heiligen Feuers - Die letzten Nomaden Namibias

03:15 - 03:55, Phoenix
Verborgene Welten

Rauchzeichen am Rio Xingu - Bei den Waldindianern Brasiliens

03:55 - 04:40, Phoenix
Verborgene Welten

Im Reich des schwarzen Mondes - Eine Reise zu den Voodoo-Göttern Afrikas

04:40 - 05:15, Phoenix
Die Dino-Fundgrube geschichte.gif (1360 Byte) fauna.gif (2335 Byte)

2002 entdeckten Paläontologen im US-Bundesstaat Utah eine wahre Fundgrube prähistorischer Fossilien. 2010 eröffnet dort ein Museum für Naturgeschichte, in dem die Funde präsentiert werden.

utah.jpg (40296 Byte)

06:00 - 06:15, 3SAT
Fraser Island, Australien - Die schlafende Göttin fauna.gif (2335 Byte) unesco.gif (2965 Byte)

Fraser Island ist die größte Sandinsel der Welt. Nach einer Legende der Aborigines des Butchulla Stammes wurde sie von der Göttin K'gari geschaffen, die ihr Werk so schön fand, dass sie fortan auf der Erde bleiben wollte. So verwandelte sie der Götterbote Yendingie in eine wunderschöne Insel. Seit 1992 gehört Fraser Island zum Weltnaturerbe. Charakteristisch sind die riesigen Sanddünen, die aus dem Meer herausragen oder sich im Landesinneren bewegen. Es gibt mehr als 40 glasklare Seen, üppigen Regenwald und eine artenreiche Tierwelt.

schlaf.jpg (37847 Byte)

06:45 - 07:00, NDR
Great Barrier Reef, Australien - Das Paradies im Meer fauna.gif (2335 Byte) unesco.gif (2965 Byte)

Wie sie sich verabreden weiß keiner, aber jedes Jahr im Frühsommer zur gleichen Zeit in derselben Nacht, entlassen Abermillionen winziger Korallenpolypen Eier und Samen ins Meer. Diese winzigen Polypen sind die Architekten des größten Bauwerks auf Erden, des Great Barrier Reefs. Vor der Ostküste Australiens erstreckt sich die größte Ansammlung von Korallenriffen der Welt über 2300 Kilometer und bedeckt eine Fläche, die größer ist als Italien. Die Aborigines nennen es 'Waga Gaboo' - das große Riff. Unzählbare winzige Polypen erzeugen jeden Tag auf einem Quadratkilometer Riff vier Tonnen Kalksteingerippe. In Tausenden von Jahren haben sie die Umwelt für das farbigste und vielseitigste Leben geschaffen. Seit Anbeginn der Zeit haben sich hier mehr als fünftausend verschiedene Arten von Meeresfauna und Flora entwickelt. Der Film entführt seine Zuschauer in dieses faszinierende Paradies mit seinen unzähligen Fischen und Pflanzen. Mit einzigartigen Unterwasseraufnahmen zeigt er dabei das bunte Leben in einem einzigartigen Ökosystem.

08:25 - 08:50, Arte
Es war einmal ... Die Entdeckung unserer Welt kind.gif (6180 Byte)

Wir schreiben das Jahr 1518. Der junge Kapitän Fernando de Magellan und sein Freund, der Astronom Rui Faliero, sind zu einer Audienz beim spanischen König vorgeladen. Sie stellen ihm ein kühnes Projekt vor. Sie wollen den westlichen Seeweg nach Indien finden, während die Portugiesen, ihre Kontrahenten, seit Vasco da Gama nach Indien fahren, indem sie die Südspitze Afrikas umschiffen. Schon bald beginnt das große Abenteuer. Fünf große Schiffe gehen auf die Reise, die Trinidad, die San Antonio, die Concepción, die Victoria und die Sevilla. Nach vielen Gefahren und Mühen erreicht Magellan schließlich den Pazifik. Doch jetzt kommt erst der härteste Teil dieser Expedition. Hundert Tage lang werden Magellan und seine Leute auf See sein, nachdem sie von der chilenischen Küste abgelegt haben. Schließlich erreichen sie Guam, dann die Philippinen. Von den fünf Schiffen und den 240 Mann Besatzung kommen nur ein Schiff und 18 Männer nach Hause. Magellan geht in die Geschichte ein, als erster Weltumsegler.

09:00 - 09:45, Phoenix
Reise ins Reich der Inka - Spurensuche in den Anden Perus ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) unesco.gif (2965 Byte)

Machu Picchu, die sagenhafte Tempelanlage der Inka oberhalb des heiligen Urubamba-Tales: von Touristen förmlich zertrampelt. Die UNESCO droht, der Kultstätte den Titel 'Weltkulturerbe' wieder zu entziehen, wenn die täglichen Touristenzahlen nicht drastisch gesenkt werden. Doch damit ist nicht zu rechnen; im Gegenteil: die Behörden wollen nun alle Schranken fallen lassen und 10.000 Tickets pro Tag ausstellen; Tag und Nacht.

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09:15 - 09:30, Arte
Was wir spielen kind.gif (6180 Byte)

Im französischen Überseegebiet Guadeloupe in der Karibik sprechen die Menschen Französisch und das einheimische Kreolisch. Der kleine Steeve Inamo lebt in dem Städtchen Campesterre, wo er mit seinem Cousin Ken und seinen Freunden am liebsten 'Zizipan' spielt: Ken singt, während die anderen Kinder Schuhe tauschen; wer keine Schuhe anhat, wenn Ken mit dem Singen aufhört, hat verloren. Besonders gern schnitzt Steeve Peitschen und übt damit für den Karneval. Die Kinder treffen sich oft am Strand, wo sie 'Bloqué noix' spielen. Dabei wird um eine Anzahl Nüsse gewettet, die in ein Loch geworfen werden. Die Spiele aus Guadeloupe machen richtig Spaß ...

was1.jpg (45878 Byte)

09:30 - 09:45, Arte
Die Entdecker fauna.gif (2335 Byte) kind.gif (6180 Byte)

Erneut geht es mit den Entdeckern auf eine spannende Reise: Heute führt die Route in den Nordatlantik, genauer gesagt nach Grönland. Die zweitgrößte Insel der Erde liegt am Polarkreis und ist fast vollständig von einer Eisschicht überzogen, dem sogenannten grönländischen Eisschild. Aufgrund der extremen klimatischen Bedingungen wohnen nur wenige Menschen in diesem Gebiet. Doch auch Tiere und Pflanzen, mögen sie noch so klein sein, haben in dieser unwirtlichen Gegend tatsächlich ein Zuhause gefunden. In dem nur einen Monat währenden Sommer schmelzen der Schnee und die oberen Eisschichten und graben reißende Ströme in den Gletscher. Die Expedition unter Leitung des erfahrenen Alpinisten und Höhlenforschers Jeannot Lamberton nutzt diesen Zeitraum, um den unterirdischen Wegen des Wassers in der Tiefe des Eisschilds zu folgen. Ziel ist es, mehr über das Leben in Grönland herausfinden. Höhepunkt der Expedition ist der Abstieg in eine der zahlreichen Eishöhlen, die bis zu 200 Meter tief sein können. An ein solches Abenteuer kann sich nur ein exzellenter Bergsteiger und herausragender Höhlenforscher wagen, da Wind und Wetter immer wieder für gefährliche Situationen sorgen. Dafür werden die Strapazen belohnt. Denn eine Eishöhle ist wie eine Zeitreise: Je tiefer man sich hinablässt, desto älter werden die Eisschichten. Und vielleicht lassen sich am Ende einige der Rätsel dieser magischen Eiswelt lösen.

12:00 - 12:45, H3
Sardinien

Smaragdgrün und glasklar ist das Wasser fast um die ganze Insel Sardinien herum, und Badeurlauber machen auch heute einen Großteil der Touristen aus. Aber sehen die Sonnenhungrigen das wahre Sardinien? Die Einheimischen verneinen das. Die Gallura mit ihren Korkeichenwäldern, die Karstgebirge des Supramonte oder die einsamen Dörfchen des Iglesiente - das ist echtes, unverfälschtes Sardinien. Wer die Insel wirklich kennen lernen will, muss aber vor allem die Menschen besuchen, die ihre Identität bewahren, indem sie alte Traditionen pflegen. Filmautor Peter M. Kruchten besucht die Tenores von Bitti, deren polyphone Gesänge auf die uralte sardische Hirtenkultur verweisen. Auch der Maskenschnitzer in Mamoiada führt den Ursprung seiner Mamuthones genannten Holzmasken auf alte Bräuche der Hirten zurück. In den archäologischen Museen von Nuoro und Sassari finden sich schließlich Bronzefiguren aus nuraghischer Zeit, die Hirten und ihre Tiere darstellen. Sardinien und seine Kultur waren jahrtausendelang vom Viehnomadentum geprägt. In einem Tal in der Nähe von Urzulei trifft das Filmteam Sebastiano Cabras, einen 'modernen Hirten'. Nachdem Sebastiano seine Arbeit im Telekommunikationsbereich verloren hat, hält er Ziegen, Schafe und Schweine, baut Gemüse an und macht Wein - einer von vielen tausend Teilzeit-Hirten, die notgedrungen zu einer traditionellen Lebensweise zurückgekehrt sind. Nach 'sardischer Identität' fragt der Film auch Musiker der populären Gruppe 'Janas' bei den Proben zu einem Konzert, den Arzt und Schriftsteller Giorgio Todde in Cagliari und den Archäologen Silvano Loris bei den Ausgrabungen eines nuraghischen Heiligtums nahe Oliena.

12:30 - 13:15, SWR
Bilderbuch

Die Inseln Usedom und Wollin an der Ostseeküste sind seit 1945 deutschpolnisches Grenzland. Der östliche Zipfel Usedoms mit der Stadt Swinemünde und Wollin gehören zu Polen. Nach der politischen Wende beginnt man auf beiden Seiten der Grenze, sich aneinander anzunähern. Doch die unterschiedliche Sprache ist ein großes Hindernis. Aber inzwischen gibt es erste Projekte, Kinder zweisprachig zu erziehen. In Swinemünde setzt sich besonders der Journalist Michael Barkas dafür ein. Seit zwei Jahren bringt er seinen Sohn in einen deutschen Kindergarten nach Ahlbeck. Früher war alles, was die Polen an Deutschland erinnerte, tabu. Heute ist man in der Stadt Swinemünde stolz auf die alte Pracht der deutschen Bäderarchitektur. Auch das Seebad Misdroy auf Wollin will wieder die 'Badewanne der Berliner' werden. Keine Grenzen kennt der Naturschutz auf Usedom und Wollin. Dirk Weichbrodt vom deutschen Naturpark Usedom spricht polnisch und hat beste Beziehungen zum Nationalpark Wollin. Gemeinsam sorgt man sich um den Erhalt von Seeadlern, Uhus und Wisenten. Auf Wollin stehen mehr als ein Fünftel der Insel unter Naturschutz. Das ist ihr besonderer Reiz: Kilometerlange weiße Strände, fast unbebaut und menschenleer, große Wälder mit verträumten Seen und Schilfinseln im Swinedelta, die ein Eldorado für Seevögel sind.

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14:00 - 14:55, Arte
Die letzten Kamelkarawanen der Sahara ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) fauna.gif (2335 Byte)

Der Beduine Nuri Gomaa hat sich eigentlich schon aus dem Karawanen-Geschäft zurückgezogen. Jahrzehntelang war er ein gefragter Trekführer zwischen Darfur und Assuan in Süd-Ägypten. Er liebt die Weite und Schönheit der Sahara, kennt ihre Gefahren und weiß, wo sich die überlebenswichtigen Wasserstellen befinden. Nuris Stamm, die Besharis, lebt schon seit über 1.000 Jahren in einem Gebiet, das sich vom Roten Meer über den Nord-Sudan bis nach Oberägypten erstreckt. Wie ihre Vorfahren züchten die Beduinen noch heute Kamele und führen große Karawanen durch die Wüste. Es gibt schätzungsweise drei Millionen Kamele allein im Sudan. Davon werden pro Jahr über 200.000 Tiere nach Ägypten verkauft. Zwar werden viele Dromedare inzwischen per Lkw über moderne asphaltierte Straßen transportiert, aber auch die alten Karawanenrouten existieren noch. Eine der gefährlichsten will der Beduine Nuri nun ein letztes Mal wagen, als zweiter Karawanenführer und zuständig für eine Herde mit hundert Kamelen. Der Weg führt durch die westlichen Ausläufer der Bayuda-Wüste in Richtung Norden bis zum Ufer des Nils. So sehr Nuri die Wüste auch liebt, ist die Reise für ihn doch eine harte Bewährungsprobe. '360° - Geo Reportage' begleitet die Karawane quer durch die Sahara. Wie wird Nuri die Strapazen verkraften? Wird sich Nuri mit den anderen Männern des Treks, Sudanesen vom Stamm der Quahla, verstehen? Und werden alle Kamele wohlbehalten den harten Wüstenmarsch überstehen?

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15:15 - 15:30, SWR
St. Petersburg

St. Petersburg ist die wohl europäischste aller russischen Städte. Die Stadtgründung durch Zar Peter den Großen war eine ungeheure Leistung. Im Sumpfgebiet des Newadeltas entstand ein riesiger Komplex aus monumentalen barocken und klassizistischen Bauten. Wir wollen uns aber nicht der Kunst und Architektur, sondern dem Alltag in St. Petersburg zuwenden, von Peter dem Großen damals als Fenster zum Westen gedacht. Lebensader bei Tag und Nacht ist der Newski-Prospekt, hier residiert z.B. die Modezarin Tatjana Parfjonowa. Doch es gibt auch eine Welt unter Tage - sie gehört der Metro, deren Schienennetz z.T. unterhalb der Newa verläuft. Mit der Nostalgie-Straßenbahn geht es dann zu einem Ausflug in die Geschichte dieser außergewöhnlichen Stadt.

15:30 - 16:00, SWR
100% Urlaub

Themen:
Topziel: Dubai
Sport & Wellness: Badetempel in Baden-Baden
Städtetrip: Tirana - Albaniens Hauptstadt hat sich gemacht
Hits (nicht nur) for Kids: Einmal U-Bootfahren - Mit Nemo unterwegs bei Frankfurt an der Oder

16:30 - 17:15, SWR
Karnische Alpen - Ein Gebirge voller Kostbarkeiten fauna.gif (2335 Byte)

Die Karnischen Alpen sind kein geläufiger Name für Menschen, die nicht in Kärnten beheimatet sind. Das Gebirge liegt ganz im Süden von Österreich und zieht sich in etwa von Villach aus entlang der italienischen Grenze bis nach Osttirol. Natürlich sind die Karnischen Alpen nicht so mächtig wie der Hauptkamm der Alpen, aber sie sind eine bemerkenswerte Formation - ein Grenzgebirge, das verbindet: die Italiener mit den Österreichern und die Alpen mit dem Mittelmeer. Naturliebhaber schätzen sie wegen ihrer Ruhe, wegen der unzähligen beschaulichen Almen und Wanderwege und wegen der vielen Kostbarkeiten, denen man hier in der Natur begegnet - Paradieslilien zum Beispiel, Schmetterlinge, seltene Eidechsen, das klare Wasser der Gail und eine geradezu berührend schöne Landschaft. Über einen Zeitraum von zwei Jahren wurde die Region entlang des Gail- und Lesachtals vom Heißluftballon, vom Hubschrauber, vom Flugzeug und vom Führerstand eines Zugs der Gailtalbahn aus gefilmt. Mehr als 60 Tage lang machte ein Kamerateam die Gegend zwischen Hermagor und der Osttiroler Grenze unsicher, stieg mit Geologen in steile Wände ein, fuhr mit Raftingbooten in die Lesachtalschlucht und am Ende wagten sich Taucher mit einer Unterwasserkamera in den 2.000 Meter hoch gelegenen Wolayersee.

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17:00 - 17:30, 3SAT
Expedition Tiefsee fauna.gif (2335 Byte) wissenschaft.gif (2377 Byte)

Biologen vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven wollen wissen, wie es auf dem Boden der Tiefsee jenseits des Polarkreises aussieht. Bislang konnten sie dort mit ihren Bohrgeräten nur blind Proben entnehmen. Jetzt haben sie zwischen Grönland und Spitzbergen zum ersten Mal ein ferngelenktes Tauchfahrzeug eingesetzt, 'Victor 6.000'. Das französische Gerät, das auf dem deutschen Forschungsschiff 'Polarstern' steht, ist mit Greifarmen, Kameras und Scheinwerfern, die Licht in das Dunkel der arktischen See bringen, ausgerüstet. In über 5.000 Metern Tiefe hat das Tauchfahrzeug Proben gesammelt, die die Wissenschaftler jetzt untersuchen wollen. Sie wollen wissen, wie sich Lebewesen in den Tiefen des Meeres unter extrem feindlichen Bedingungen ernähren können. Denn eines haben sie schon jetzt herausgefunden: Die Welt der arktischen Tiefsee ist artenreicher als der tropische Regenwald. Der Film 'Expedition Tiefsee' hat die Tiefseebiologen auf ihrer Reise in die Arktis begleitet.

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17:05 - 17:30, B3
Fernweh

Kerala - Wasserstraßen, Naturreservate und Entspannung pur mit Ayurveda Der Küstenstreifen, der den Kern des Bundesstaates Kerala ganz im Südwesten Indiens bildet, sei ein Geschenk des Arabischen Meeres, heißt es. Es habe die 'Backwaters' geschaffen: Seen, Lagunen und Flüsse im Hinterland. Die 'Backwaters' sind durch teilweise künstlich angelegte, teilweise natürliche Wasserstraßen zu einem einzigen Wasser-Ökosystem verbunden worden. Auf 1900 qkm hat sich so ein einzigartiges Naturreservat gebildet. Das Fernweh-Team besucht im Hausboot diese Welt der Wasserstraßen, führt zu Elefanten und Tigern und zeigt die Vielfalt der Kultur des Landes. Außerdem geht es zu eindrucksvollen Teeplantagen in den Bergen und zu märchenhaft luxuriösen Resorts an goldenen Sandstränden, wo man die Seele mit purer Lebensfreude auftanken kann.

17:15 - 18:00, SWR
Das Land hinter dem Eis - Zanskar im Himalaya ausrufezeichen2.gif (1830 Byte)

Politisch liegt Ladakh in einem Brennpunkt: Die indische Provinz im Himalaja grenzt an Tibet und Pakistan. Touristisch ist das 'Land der Gebirgspässe' kaum erschlossen. Die Täler zwischen den 7000er-Gipfeln liegen 3000 Meter über dem Meeresspiegel. Die Luft ist dünn, leichte körperliche Anstrengung wird zur Strapaze. Dennoch lockt die grandiose Landschaft Naturliebhaber in die kaum besiedelte Region. Im Winter führt nur ein Weg durch das schroffe, steile Gebirge: über die Eisfläche des zugefrorenen Chadar-Flusses. Die Filmemacher Anne und Erik Lapied haben sich einem Treck angeschlossen.

Zanskar liegt in der nordindischen Provinz Ladakh zwischen Tibet und Pakistan. Hier herrscht die tibetische Kultur vor. Die rund 10.000 Einwohner sind Buddhisten.

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20:15 - 21:05, Phoenix
Akhetaton, 1350 vor Christus geschichte.gif (1360 Byte)

Etwa 1.350 Jahre vor Beginn unserer Zeitrechnung wurde Amenophis IV. Pharao und gab der Geschichte Alt-Ägyptens eine völlig neue Richtung. In seiner nur 17 Jahre währenden Herrschaft an der Seite Nofretetes schaffte Amenophis IV. die Vielgötterei ab und begründete die erste monotheistische Religion in der Geschichte Ägyptens. Er führte den Kult des Sonnengottes Aton ein, war dessen einziger Fürbitter und änderte seinen eigenen Namen in Echnaton, was ins Deutsche übersetzt heißt: 'der Aton wohlgefällt oder nützlich ist'. Zu Atons Ehren ließ er mitten in der Wüste die neue Hauptstadt Achet-Aton - auch Akhetaton geschrieben - bauen. Er begründete außerdem einen neuen Kunststil, der radikal mit den Traditionen brach. Um das Königspaar vollkommen von den gemeinen Sterblichen abzuheben, wurden ihm in der künstlerischen Darstellung gottähnliche Züge verliehen. Zwar überdauerte diese Kunstrichtung ihren Schöpfer kaum, doch hinterließ sie unauslöschbare Spuren in der Kunst- und Repräsentationsgeschichte.

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21:05 - 21:45, Phoenix
Sahara - Das versunkene Paradies ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) fauna.gif (2335 Byte) geschichte.gif (1360 Byte)

Die Sahara ist der Inbegriff der Wüste: eine der extremsten, lebensfeindlichsten Landschaften der Welt, noch Anfang des 20. Jahrhunderts kaum erforscht. Bis der österreichische Abenteurer Ladislaus Almásy 1933 mitten in der Wüste Felsmalereien entdeckte. Die urzeitlichen Kunstwerke zeigten eine paradiesische Welt mit den großen Tieren Afrikas, mit Flüssen, Seen und badenden Menschen. Der Wüstenforscher war einem der verzwicktesten Rätsel der Klimageschichte auf die Spur gekommen. Einst muss die größte tropische Wüste der Welt ein üppiger Garten Eden gewesen sein. Auf den Spuren von Almásy sucht der vielfach preisgekrönte österreichische Naturfilmer Michael Schlamberger nach Hinweisen auf das spannendste Kapitel in der Naturgeschichte der Sahara.

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21:45 - 22:30, Phoenix
Tod oder gezähmt fauna.gif (2335 Byte)

Seit dem 16. Jahrhundert sind die wild lebenden Pferde bekannt. Sie stammen von Rassen ab, die spanische Konquistadoren mit in die Neue Welt verschifften.

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