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Sonntag, 05.09.2010
02:15 - 03:00, Phoenix
Tropenfieber geschichte.gif (1360 Byte) fauna.gif (2335 Byte)

Schon früher zog es Forscher und Entdecker in die Tropen. Francisco de Orellana befuhr 1542 erstmals den damals völlig unbekannten Amazonas - und gab dem Strom seinen Namen nach jenen wilden Kriegerinnen, den Amazonen, die ihn und seine Männer am meisten beeindruckten. Die Anerkennung für seine Entdeckung blieb ihm versagt. Louis Antoine de Bougainville umsegelte von 1766 bis 1769 als einer der ersten Menschen den Globus. Doch weil er lediglich Tahiti und ein paar Südseeinseln als Neubesitz für die französische Krone mitbrachte, blieb auch ihm nur der inoffizielle Ruhm. Alfred Russel Wallace schließlich entdeckte von 1854 an acht Jahre lang auf den Inseln des Malayischen Archipels eine unfassbare Menge neuer Tier- und Pflanzenarten und brachte 125.000 Tierpräparate mit. Heute findet Naturforscher Marc van Roosmalen in Amazonien immer neue Tierarten und versucht, große Areale des Regenwalds mit europäischen Spendengeldern zum Reservat zu machen. 'Tropenfieber' beleuchtet die Eroberung des Amazonas.

tropen.jpg (34602 Byte)

03:00 - 03:45, Phoenix
Tropenfieber geschichte.gif (1360 Byte) fauna.gif (2335 Byte)

1766 brach Louis-Antoine de Bougainville mit seinem Schiff von Nantes aus in Richtung Süden auf. Sein Ziel: die Welt umsegeln. Zwei Jahre später entdeckte er Tahiti. Skorbut und Hunger machten die Weiterreise jedoch bald zur Tortur. Am Great Barrier Reef drehte Bougainville entnervt nach Norden ab - vielleicht hätte er sonst Australien entdeckt.

tropen1.jpg (33829 Byte)

03:45 - 04:30, Phoenix
Tropenfieber geschichte.gif (1360 Byte) fauna.gif (2335 Byte)

Als sich Alfred Russel Wallace (1823 - 1913) 1854 einschiffte, um den Malaysischen Archipel und Papua-Neuguinea zu erforschen, konnte er nicht ahnen, dass er acht Jahre durchhalten würde. Der Privatgelehrte schlug sich mit dem Verkauf von Schmetterlingssammlungen und ausgestopften Orang-Utans durch. Vor allem auf Borneo bewegte sich Wallace stets im Land der gefürchteten Dayaks, der heimischen Kopfjäger. Doch Wallace arrangierte sich mit den Kriegern und spannte sie bisweilen sogar in seine Sammelwut ein. Seine bahnbrechenden Entdeckungen mündeten in den zentralen Thesen der späteren Evolutionstheorie. Wallace schrieb seine Theorien im Malaria-Fieber an den Biologen Charles Darwin. Darwin behauptete ein Jahr später, auf eigene Faust zu denselben Erkenntnissen gekommen zu sein wie Wallace: der vielleicht größte Diebstahl der Wissenschaftsgeschichte. Die dreiteilige Reihe 'Tropenfieber' berichtet von drei frühen Entdeckern, die mit ihren abenteuerlichen Reisen entscheidend zum Mythos der Tropen beigetragen haben. Teil drei erzählt die Geschichte von Alfred Russel Wallace.

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06:45 - 07:00, NDR
Die Felsentempel von Mahabalipuram, Indien geschichte.gif (1360 Byte) reli.gif (4999 Byte)unesco.gif (2965 Byte)

In Mahabalipuram, einer Kleinstadt an der Koromandelküste im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu, vermittelt das größte Relief der Welt in seiner großartigen Bildsprache die hinduistische Vorstellung vom Paradies auf Erden. Hier sind Menschen und Tiere, Götter und Heilige in Liebe und Achtung voreinander an den heiligen Wassern des Ganges vereint. Es war ein kühner Plan, den die Könige aus der Pallava-Dynastie vor anderthalbtausend Jahren in Südindien hatten: die bizarre Felslandschaft rund um Mahabalipuram, 50 Kilometer südlich von Madras, sollte in eine Tempelstadt verwandelt werden. Mehrere Steinmetzgenerationen haben rund 200 Jahre lang gearbeitet, um aus dem rohen Granit zierliche und dekorative Tempel zu formen. Heute ist die Tempelstadt Wallfahrtsort, zu dem Menschen aus aller Welt kommen. Die einzigartige Tempelstadt lebt und ist keineswegs ein Museum. Der Film zeigt die verschiedenen Gottheiten gewidmeten Tempel, die Rathas genannt werden, weil sie wie die prunkvollen Prozessionswagen bei den indischen Tempelfesten aussehen. Ebenso wie das riesige Relief strahlen sie tief empfundene Religiosität aus.

07:30 - 08:00, arte
Zapping International

Wer durchs vietnamesische Fernsehen zappt, kommt an Geschichtssendungen nicht vorbei. Nicht nur Dokumentationen, sondern auch historische Quizspiele wie die älteste VTV-Show 'Im Laufe der Geschichte' haben bei den jungen Vietnamesen großen Erfolg. Dennoch müssen sich die Sender für ihr Publikum immer mehr einfallen lassen, denn vor allem die jungen Fernsehzuschauer suchen zunehmend im Internet nach Informationen und Unterhaltung, die ihnen das Fernsehen nicht bieten kann. Wie begeistert man diese entpolitisierte Jugend? Das Staatsfernsehen hat einen Weg gefunden: VTV6, den Sender von Jugendlichen für Jugendliche! Der unangefochtene Superstar im vietnamesischen Fernsehen ist Tahn Bach, eine Art vietnamesische Mischung aus Jerry Lewis und Elton John. Er moderiert an die hundert TV-Sendungen, darunter Misswahlen, Game- und Comedyshows, und ist außerdem einer der beliebtesten Komiker des Landes. Eine Neuheit in der vietnamesischen Fernsehlandschaft ist der Kabelkanal O2 mit auf Gesundheitsfragen spezialisierten Themen. Unbefangen greift er Sujets wie Sexualität, AIDS-Prävention und Impotenz auf. In der Sendung 'Für Männer' haben männliche Vietnamesen die Möglichkeit, Fragen zu Tabuthemen zu stellen. Ein Zeichen für eine neue Offenheit.

08:10 - 08:25, arte
Die Entdecker geschichte.gif (1360 Byte) kind.gif (6180 Byte)

Auf dem weitläufigen Grabungsgelände von Cahuachi sucht Giuseppe Orefici nach Zeugen der alten, peruanischen Nazca-Zivilisation, die hier vor 1.700 Jahren gelebt hat, und stößt dabei auf großartige archäologische Schätze. Darunter befinden sich zum Beispiel bemalte Keramikgegenstände, bestickte Textilien, Mumien und als Geoglyphen bezeichnete gigantische Erdzeichnungen. Die geheimnisvollen Nazca-Zeichnungen stellen sich in Form von auf dem Wüstenboden gezeichneten geometrischen Formen und Linien dar und sind für das menschliche Auge nur vom Flugzeug aus in ihrer gesamten Größe zu erfassen.

peru.jpg (41611 Byte)

10:15 - 11:10, VOX
Naturgewalten fauna.gif (2335 Byte)

Auf dem amerikanischen Kontinent sind Erdbeben keine Seltenheit. Wo tektonische Platten aneinander stoßen, hat sich der Mensch an die plötzlichen Stöße aus dem Erdinneren mit erdbebensicherer Architektur angepasst - zumindest glaubten das die Mexikaner. Als 1985 heftige Beben Mexiko-Stadt erschüttern, stürzen ausgerechnet die modernen und angeblich erdbebensicheren Hochhäuser ein, während die uralten Bauten der Azteken dem Beben standhalten!

Das stärkste bislang gemessene Erdbeben - 1960 in Chile - erreichte 9,5 Punkte (von 10 möglichen) auf der Richterskala.

natur.jpg (38817 Byte)

10:30 - 11:15, Phoenix
Auf den Spuren der Götter fauna.gif (2335 Byte)

Sie sind von der gleichen atemberaubenden Schönheit: die Wüsten Negev und Sinai. Geologisch sind sie eine Einheit, doch seit 1948 werden sie durch die Grenze zwischen Israel und Ägypten geteilt. Diese Gebirgswüsten sind gefährlich, unwirtlich und wasserarm - und trotzdem waren sie die Welt von Propheten, Eroberern und Pilgern. Vielleicht, weil sie sich auf diesen kahlen Bergen ihren Göttern näher fühlten. An den Ufern des Toten Meeres wurde Masada errichtet, die Festung und Palast zugleich ist. 74 nach Christus beging dort ein jüdischer Stamm Massenselbstmord, um der Vernichtung durch die Römer zu entgehen. Seither gilt Masada den Juden als Symbol für Widerstand. In nächster Nachbarschaft ist zu besichtigen, was Israel der Wüste abgerungen hat: endlose Dattelplantagen, Orangenhaine, Gemüsefelder - und Fischzucht. Auf dem Weg nach Süden liegen drei gewaltige Gebirgsbecken, Maktesh genannt, deren Entstehung vor 70 Millionen Jahren die Wissenschaft bis heute nicht erklären kann. Auf einer Hochebene erstreckt sich das sehr gut erhaltene Avdat. Der arabische Stamm der Nabatäer hat diese prächtige Stadt an der Gewürzstraße errichtet. In der Wüste Sinai kennen sich nur die Beduinen aus. Sie wissen, wo man in militärische Sperrgebiete gerät, wo man noch fahren kann und wo es zu gefährlich wird. Im Gegensatz zur Negev ist die Sinai im Inneren noch unzivilisiert und urwüchsig. Zu den touristischen Sehenswürdigkeiten zählen St. Katharina, das älteste Kloster der Welt, und die auf einem Hochplateau gelegene einzige Tempelanlage der Pharaonen auf dem Sinai - 5.000 Jahre alt und sehr gut erhalten. Auf den Spuren der Götter reist Gerd Helbig 700 Kilometer durch die Wüsten Negev und Sinai.

spuren.jpg (39623 Byte)

11:45 - 12:00, Phoenix
Äolische Inseln, Italien - Schwestern aus Feuer und Wind fauna.gif (2335 Byte)

Graugelber Schwefelschlamm, giftige Dämpfe und schwarze Asche - es brodelt im Tyrrhenischen Meer. Wo sich die afrikanische Kontinentalplatte unter die eurasische schiebt, entstand Vulkanismus. Nach und nach erhoben sich Feuerberge aus dem Meer und bildeten Inseln, die heute wie ein Siebengestirn vor der Nordküste Siziliens liegen: Lipari, Vulcano, Stromboli, Salina, Panarea, Alicudi und Filicudi.

13:15 - 14:00, MDR
König der russischen Wälder fauna.gif (2335 Byte)

Ist er wirklich ein König? Der gewaltige Vogel liefert so manches Mal das Bild eines tollpatschigen, manchmal etwas begriffsstutzigen Räubers. Häufig ist er im Norden Weißrusslands zu finden, in einer Landschaft aus abwechselnd lichten und dunklen Wäldern, mit sandigen Hügeln, jahrtausendealten Mooren und einer Vielzahl kleiner Seen. Das Gebiet liegt zwischen Tundra und gemäßigter Zone und ist von der letzten Eiszeit gestaltet. Hier sind die Sommer kurz und intensiv mit langen Tagen und hellen Nächten. Der Winter ist lang, dunkel und schneereich. Hier an der Grenze zum Baltikum und Russland gibt es noch Bären und Wölfe und nur wenige Dörfer. Dafür gibt es Stille, eine einzigartige Natur und den Seeadler.

see2.jpg (32959 Byte)

14:00 - 14:45, RBB
Bilderbuch fauna.gif (2335 Byte)

Hundert Kilometer südöstlich von Berlin erstreckt sich auf etwa 480 Quadratkilometern eine in Mitteleuropa einmalige Kulturlandschaft. Fast 1000 Kilometer Fließe mit Feldern und Wiesen formen ein harmonisches Binnendelta. Weil dem Teufel die Ochsen durchgingen und sie tiefe Furchen zogen, sei dieses dichte Wassernetz entstanden. Tatsächlich ist der Spreewald das Ergebnis der letzten Eiszeit, die die Spree in viele dünne Wasserläufe teilte. Die beliebteste Brandenburger Region wird jährlich von zweieinhalb Millionen Touristen heimgesucht, die sich in randvollen Kähnen durch die Kanäle staken lassen, Gurken kosten und sorbische Bräuche bewundern. Doch das 'ländliche Venedig' Brandenburgs ist eine fragile Idylle. Die intensive Landwirtschaft zurückliegender Jahrzehnte hat ein schwieriges Erbe hinterlassen, das Wiederauffüllen der Grundwasserreserven der Kohletagebaue droht den Wasserzufluss zum Spreewald zu gefährden. Das Wegbrechen großer Wirtschaftszweige wie Kohle- und Textilindustrie hatten eine hohe Arbeitslosigkeit zur Folge, die die private Landwirtschaft und der Tourismusboom nicht auffangen konnten. So kehrten viele junge Leute der Region den Rücken. Der Film erzählt von jungen Existenzgründern und Ideengebern, die dennoch blieben.

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14:00 - 14:45, arte
Oman - Die Rosen der Wüste fauna.gif (2335 Byte)

Im Wüstenstaat Oman ist Wasser rar. Dennoch blühen hier sogar Rosen - dank eines 1500 Jahre alten Kanalsystems. Darüber wacht Suleyman Al Riyami , oberster Wasserbeauftragter seines Dorfes.

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15:30 - 16:00, SWR
100% Urlaub

Themen:
u. a.
Städtetrip: Reykjavik
Hits for Kids: Der Kanupark bei Leipzig
Topziel: Die Via Culinaria im Salzburger Land
Feste & Events: Der Gourmet-Marathon in Saarbrücken

16:30 - 17:15, SWR
Naturwunder Galapagos fauna.gif (2335 Byte) unesco.gif (2965 Byte)

Mitte September 1835 betrat Charles Darwin erstmals die Galapagos-Inseln. Die Beobachtungen und Studien, die er dort durchführte, haben das Verständnis von der Entwicklung des Lebens auf der Erde völlig revolutioniert. Denn der Archipel ist gewissermaßen ein Schaukasten der Evolution. So hat sich beispielsweise die Form von Schildkrötenpanzern an das jeweilige Lebensumfeld der Tiere angepasst. Einige Blumenarten nahmen eine gelbe Färbung an, um die einzige zu ihrer Bestäubung fähige Bienenart anzuziehen. Und die Kormorane haben das Fliegen verlernt, da sie in Küstennähe genug Fische fanden.

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17:05 - 17:30, B3
Fernweh fauna.gif (2335 Byte)

Im Frühling, so schwärmen Kenner, ist Korfu am schönsten. Da entfaltet die grünste Insel Griechenlands ihren ganz besonderen Reiz. Im Sommer hingegen herrscht auf der ionischen Vorzeigeinsel Hochbetrieb. Da verwandeln sich die Gassen in Bazarmeilen, da ist Folklore und Unterhaltung angesagt in den Hotels, da herrscht Badespaß pur an den Stränden der Insel. Doch wer sich auf Korfu ausschließlich den Urlaubsfreuden hingibt, verpasst einiges: die Klöster zum Beispiel oder den 'Kanal der Liebe', die Hinterlassenschaften der Venezianer, die auf der Insel über 400 Jahre herrschten, den schönsten Salon Griechenlands, die erste und einzige Oper im östlichen Mittelmeerraum, den englischen Gouverneurspalast, die lokale Handwerkskunst, die herrlichen Wanderwege, das Traumschloss von Kaiserin Sisi oder die antiken Tempelanlagen, die Wilhelm II. mit großzügigen Spenden ausgraben ließ.

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17:15 - 18:00, SWR
Kampf um Amazonien fauna.gif (2335 Byte)

Ana Rafaela D'Amico ist mit 27 Jahren Brasiliens jüngste Nationalparkchefin. Um den Regenwald zu retten, kämpft sie gegen Drogenbanden, Holzfällermafia und illegale Fischerei. Regisseur Thomas Wartmann hat sie auf einem ihrer Einsätze im Nationalpark begleitet. Mit 800.000 Hektar Größe ist der Campos Amazonicos einer der kleineren Nationalparks Brasiliens und dennoch unüberschaubar groß. In ihm vereinen sich alle Probleme Amazoniens wie in einer Nussschale: Illegaler Holzschlag, Rinderzucht, Goldminen - und eine Drogenstraße, die mitten durch den zweigeteilten Park führt. Ana Rafaela hat vor ein paar Jahren die Leitung des Parks übernommen und kämpft seitdem mit brennender Motivation für die Erhaltung der Natur. Vieles hat sie schon erreicht, doch die Widerstände gegen sie - die junge blonde Frau aus der Großstadt - sind und bleiben groß. Der Film zeigt, dass es in Amazonien keine einfachen Lösungen gibt: Von der Regierung angelockt zogen vor zwei Jahrzehnten Menschen ohne Land in ein Land ohne Menschen, sie bauten Häuser, Straßen, Städte. Heute sollen sie akzeptieren, dass das meiste, was sie tun, gegen den Naturschutz verstößt. Einen erfolgreichen Umweltschutz kann es jedoch nur geben, wenn man die Bedürfnisse der Bevölkerung einbezieht.

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18:30 - 19:00, arte
Zu Tisch ... koch.gif (4446 Byte)

Die kleinen Gurken, auch Einleger genannt, werden von Juni bis zum Spätsommer geerntet und müssen frisch verarbeitet werden. Mit Salzlake bedeckt gären die Gurken und nehmen so einen sauren Geschmack an. Erst dann sind sie echte Spreewälder Saure Gurken. Während die Familie die Gurken putzt und einlegt, bereitet Tochter Christin ein Spreewälder Nationalgericht zu: Pellkartoffeln mit Leinöl und Quark. Das Öl mit seinem leicht bitteren Geschmack gilt als besonders gesund. Der Spreewald ist eine natürliche Auenlandschaft. Im Süden des Landes Brandenburg bilden die Nebenarme der Spree ein Labyrinth von fast tausend Kilometern Länge. Die unzähligen Kanäle und Fließe, wie die schmalen Wasserläufe heißen, werden mit flachen Kähnen befahren, denn Straßen gibt es kaum. Das Netz der Wasserläufe und kleinen Inseln, auf denen die Häuser und Felder liegen, ist Segen und Fluch zugleich. Zwar sind die Fließe ein beliebtes Ausflugsziel, doch die kleinen, schwer erreichbaren Felder erlauben keine großflächige Landwirtschaft, die Höfe sind nicht mehr rentabel. So ist die Region immer mehr auf den Tourismus als Einnahmequelle angewiesen. Familie Filko hat sich auf die neuen Zeiten eingestellt. Auf ihrem Hof in Lehde betreiben sie eine Ferienpension und bieten als Fährleute Kahnfahrten für die Touristen an. Landwirtschaft und Fischerei betreibt die Familie nur noch für den Eigenbedarf. Die Bewohner von Lehde sehen dem Strukturwandel aber nicht tatenlos zu. Einmal im Jahr veranstalten sie das Lehde-Fest, dessen Einnahmen dem Erhalt des Dorfes und seiner Umgebung zugutekommen. Dafür wird das Dorf herausgeputzt und die Lehder Dorffrauen backen einen ganzen Tag lang Blechkuchen für den Kuchenstand. Manuela Filko ist die Vorsitzende des Fördervereins und für die Organisation des Festes verantwortlich. Am Vorabend findet sie trotzdem Zeit, ein Festessen für die Familie zuzubereiten, Fisch in Spreewaldsoße. Hierfür gart sie verschiedene Fischsorten in einer Brühe. Der Sud wird mit Schmand und Sahne angedickt und zum Fisch mit Kartoffeln serviert. Das Gericht war früher das traditionelle Sonntagsgericht im Spreewald.

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19:30 - 20:15, ZDF
Wagnis in der Südsee ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) fauna.gif (2335 Byte) geschichte.gif (1360 Byte)

Lange bevor die Europäer begannen, sich für die restlichen Teile der Erde zu interessieren, waren bereits Menschen aus Süd-Ost-Asien auf dem Pazifischen Ozean unterwegs. Die 'Lapita-Leute' haben auf dem Wasserweg ihre Keramik verbreitet. Ihnen wird die wohl wagemutigste Völkerwanderung aller Zeiten zugeschrieben. Nun folgt eine Expedition dem möglichen Weg der Polynesier über 7000 Kilometer.

Die Lapita-Kultur war die erste Melanesiens und der polynesischen Inseln Samoa und Tonga, die Ackerbau betrieb und mit Keramik handelte.

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20:15 - 22:20, arte
Wie im Himmel film.gif (3907 Byte)

'Ihr Herz ist völlig erschöpft', erklärt der Arzt. Nach einem Infarkt während der Welttournee kehrt der berühmte Dirigent Daniel Daréus (Michael Nyqvist) in sein nordschwedisches Heimatdorf zurück. Eigentlich will er nur seine Ruhe. Doch dann beschwatzen ihn die Bewohner, ihren Provinzchor zu leiten.

'Wie im Himmel' erhielt eine Oscar-Nominierung als bester ausländischer Film.

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