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| Samstag, 04.09.2010 |
| 00:30 - 01:20,
Phoenix |
1536. Der Tod der Sonnensöhne
 Der
peruanische Archäologe Guillermo Cock machte an einer Fundstätte in der Nähe von Lima
Entdeckungen, die vielleicht den ersten materiellen Beweis für eine Widerstandsbewegung
der Inkas liefern. Die neu gewonnenen Erkenntnisse weisen darauf hin, dass die
Angehörigen dieser hoch entwickelten Zivilisation den brutalen und habgierigen spanischen
Eroberern im 16. Jahrhundert einen verbissenen Guerillakrieg lieferten. Sie errichteten
Gegenbelagerungen, wandten Einschüchterungstaktiken an und versuchten in einem Wettlauf
gegen die Zeit, die Waffen und Kriegsstrategien der Spanier zu beherrschen. Es scheint,
als hätte es selbst mit Hilfe Tausender indianischer Rekruten und Söldner aus dem
heutigen Nicaragua mehrere Jahrzehnte gedauert, bis die Konquistadoren die Inka-Rebellen
bezwingen konnten. Tatsächlich soll es den Inkas sogar fast gelungen sein, die Spanier
vom südamerikanischen Kontinent zu vertreiben. Guillermo Cock schreibt die Geschichte der
Eroberung des Inka-Reiches neu und stützt seine Hypothesen auf Untersuchungen der Mumien
und Skelette eines Ausgrabungsortes in Lima. Anhand stringenter anthropologischer,
forensischer und historischer Analysen wird die Geschichte des Inka-Untergangs aus einer
neuen Perspektive dargestellt.

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| 04:35 - 05:15,
Phoenix |
Sibiriens Schicksalsstrom -
Der Jenissei  Der Jenissei ist der gewaltigste Strom Sibiriens. Er
zwängt sich durch riesige Wälder und bizarre Gebirge, ist im Winter eine endlose
Eislandschaft und im Sommer eine viel genutzte Wasserstraße. Dirk Sager folgt dem
Flusslauf bis zum Nordpolarmeer. Die erste Etappe führt ihn von der Mündung nahe der
mongolischen Grenze bis nach Krasnojarsk, wo zu Stalins Zeiten drei geheime
Plutoniumreaktoren betrieben wurden.
Den 4092 Kilometer langen Jenissei queren insgesamt nur sechs Brücken.

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| 05:15 - 06:00,
Phoenix |
Sibiriens Schicksalsstrom -
Der Jenissei  Die Doku zeigt eine Reise auf dem Fluss Jenissei nach
Jenisseisk: Die Stadt hat sich den Charme der Pionierzeit erhalten. Schon 1635 erhielt die
Siedlung das Stadtrecht und wurde damals einer der wichtigsten Umschlagplätze in Sibirien
für Gold und Pelze.

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| 05:30 - 05:55,
ARD |
Felix und die wilden Tiere
 Ganz indiskret
beobachtet Felix Heidinger mit der Kamera Froschmännchen beim Liebeswerben. Die Männchen
sind den Weibchen gegenüber in der Überzahl und müssen beim Quaken enorm wetteifern, um
eines anzulocken. Zeigt sich endlich ein Weibchen, beginnt ein harter Ringkampf unter den
Rivalen. Nicht alle Froscharten legen ihren Laich im Wasser ab. Das Bananenfroschpaar
klettert huckepack an einem langen Schilfrohr hoch und verklebt dabei ein Blatt nach dem
anderen zu einer Tüte. In diese Behälter kommt der Laich hinein. Der riesige
Ochsenfroschmann geht auf Nummer sicher und bewacht seinen Laich. Nach dem Schlüpfen
scharen sich die kleinen Kaulquappen Schutz suchend um den Vater. |
| 06:00 - 06:45,
Phoenix |
Sibiriens Schicksalsstrom -
Der Jenissei  Die letzte Etappe am Jenissei beginnt in den Siedlungen am
Mittellauf des Flusses, in denen der Niedergang der sowjetischen Planwirtschaft die
Menschen ins Unglück stürzte. Im Winter, der acht Monate dauert, sind sie in der
Einsamkeit von Schnee und Eis eingeschlossen. Im Sommer läuft ein Postdampfer die Dörfer
an. Das ist - abgesehen von gelegentlichen Hubschraubertransporten - ihr einziger Kontakt
zur Außenwelt. Doch obwohl die Region für Besiedlung kaum geeignet ist, trifft man auf
Menschen, die den Widrigkeiten trotzen. Die couragierte Landrätin Simona Jurtschenko der
kleinen Stadt Turuchansk zum Beispiel, die auf Bodenschätze setzt und hofft, dass mit dem
Öl tief unter der sumpfigen Tundra Arbeit und Geld in ihre Stadt kommen. Die einzigen
Orte, an denen sich der Traum von den sibirischen Schätzen erfüllt hat, sind Norilsk und
Dudinka - weit im Norden gelegen. In den Berg- und Hüttenwerken von Norilsk werden
kostbare Metalle wie Palladium, Platin, Kobalt und Kupfer gewonnen. Dudinka ist der Hafen
am Jenissei, von wo die teure Ware in alle Welt verschifft wird. Die Milliardengewinne aus
dem Geschäft gehen allerdings nach Moskau - für die Menschen von Norilsk bleibt
lediglich der Trost, Arbeit zu haben. Auch in Dikson, an der Mündung des Jenissei in das
Nordmeer, hoffen die Menschen auf den Wirtschaftsaufschwung durch Bodenschätze. Doch
vorsichtshalber lassen sie ihre Kinder Englisch lernen, damit ihnen die Welt offen steht
und sie gehen können, wenn sie wollen.

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| 06:00 - 06:30,
SWR |
Ehemalige Handelsstraßen  Legendär reich
war einst die Oasenstadt Buchara, ein wichtiger Knotenpunkt an der Seidenstraße und
Zentrum des Islams in Zentralasien. Noch heute schimmern die Kuppeln blau und glänzen die
Fassaden der Medresen und Moscheen. Blau sei die erste Farbe der Stadt, sagt Tohir,
Keramikermeister in Buchara. Vom Schneiden des Tons bis zur fertigen Fayence zeigt der
Film seine Arbeit. Mit ihm erleben die Zuschauer eine mittelalterliche Stadt, die kein
Museum ist. Die Altstadt Bucharas ist intakt, und das Leben nimmt in den Gassen zwischen
den Lehmhäusern seinen gemächlichen Gang. Trotz einer langen sowjetischen Herrschaft ist
sie eine orientalische Stadt geblieben, die vom Islam geprägt ist. Das aromatische Harz
des boswellia sacra Baumes zählte zu den begehrtesten Handelsgütern der antiken Welt. In
Ägypten wurde Weihrauch ebenso verbrannt wie an den Höfen indischer Maharadschas. In Rom
wurde er in Gold aufgewogen. Über Tausende von Kilometern wurde er gehandelt; es entstand
die 'Weihrauchstraße'.Wie der wohl bekannteste aller Wohlgerüche des Orients gewonnen
wurde und vor allem woher genau er stammte, blieb den Abnehmern verborgen. Die
Karawanenführer bewahrten ihr Schweigen, die Produzenten wurden reich. In der Region
Dhofar im Süden des Sultanats Oman wird bis heute Weihrauch gewonnen. In den
Trockentälern ritzen Beduinen die knorrigen Bäume, um nach einigen Tagen das Harz zu
ernten; verkauft wird es im Weihrauch-Souk von Salalah. |
| 06:45 - 07:30,
Phoenix |
Die Russische Revolution  In
Petrograd, heute St. Petersburg, protestieren im Februar 1917 fast 100.000 Menschen gegen
den Hunger. Von der Front aus - Russland befindet sich im Krieg mit Deutschland - befiehlt
Zar Nikolaus II., das Feuer auf die Demonstranten zu eröffnen. Doch das verstärkt nur
den Widerstand gegen den Herrscher. Nach anfänglicher Weigerung dankt Nikolaus II.
schließlich ab. Die 300 Jahre währende Herrschaft der Familie Romanow ist beendet. Es
wird eine provisorische Regierung gebildet. Lenin ist auf dem Rückweg aus dem Schweizer
Exil. Die russische Armee will nicht mehr Krieg führen, die Kronstädter Matrosen kommen
ihr zu Hilfe. Sie fordern Lenin auf, die provisorische Kerenskij-Regierung zu stürzen.
Lenin erachtet den Zeitpunkt für einen Umsturz jedoch als verfrüht. Er wird als
deutscher Spion verleumdet, die Bolschewiki sind ratlos. Lenin emigriert nach Finnland.
Als er Anfang Oktober zurückkehrt, propagiert er den bewaffneten Aufstand. Er will eine
bolschewistische Regierung. Doch die Kronstädter Matrosen streben ein basisdemokratisches
Rätesystem an. Als die Matrosen am 25. Oktober in Petrograd einziehen, stoßen sie auf
geringen Widerstand und finden den Winterpalast verlassen vor. Die Mitglieder der
provisorischen Regierung werden verhaftet, Kerenskij ist bereits geflohen. Lenin
verkündet: 'Alle Macht den Sowjets'. Eine konstituierende Versammlung verspricht
demokratische Wahlen, aber die Bolschewiki bekommen nur ein Viertel der Stimmen. Bei den
Matrosen machen sich Zweifel breit: Haben sie wirklich zur Errichtung einer demokratischen
Ordnung beigetragen? Der Bürgerkrieg zwischen der Roten und der Weißen Armee beginnt. Er
wird drei Jahre dauern.

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| 07:30 - 08:15,
Phoenix |
Die Russische Revolution  Lew
Bronstein alias Leo Trotzki erhielt 1918 den Oberbefehl über die Rote Armee. Er sollte
sowohl an der Front des Ersten Weltkrieges eingreifen als auch die innere Opposition
bekämpfen, die sich in Sibirien als Weiße Armee formiert hatte. Im Juli 1918 wurde Zar
Nikolaus II. von den Bolschewiki in Jekaterinburg mit seiner gesamten Familie ermordet,
kurz bevor die antibolschewistischen Truppen eintrafen. Angesichts des
konterrevolutionären Vormarsches konnte Lenin die Kronstädter Matrosen dazu bewegen, die
Bolschewiki zu unterstützen. In der entscheidenden Schlacht in Kasan siegten sie zusammen
mit der Roten Armee über die Weißen. Als am 11. November 1918 mit der Unterzeichnung des
Waffenstillstandes der Erste Weltkrieg beendet wurde, ging der Bürgerkrieg in Russland
weiter. Frankreich, Großbritannien, die USA und Japan schickten der Weißen Armee etwa
200.000 Mann Verstärkung, da sie ein Übergreifen der kommunistischen Revolution auf
andere Länder fürchteten. Nach zwei Jahren zogen sie wieder aus Russland ab. Das Land
war ausgeblutet und es drohte eine Hungersnot. Trotzki erklärte: 'Wir haben den Sieg
errungen, auch wenn wir dafür das Land ruiniert haben.' Die Kronstädter Matrosen wollten
freie Wahlen und das Ende der bolschewistischen Diktatur. Sie erhoben sich im
'Kronstädter Aufstand' unter der Losung 'Alle Macht den Sowjets - Keine Macht der Partei'
gegen die Bolschewiki. Anfang März 1921 wurden sie von der Roten Armee angegriffen.
Verschanzt auf der Insel Kotlin, konnten sie die auf dem Eis vorstürmenden Angreifer
leicht erkennen. 80 Prozent der Rotarmisten fielen. Wenig später gab Trotzki den Befehl
zum erneuten Angriff. Diesmal konnten die Matrosen der Attacke nicht standhalten und
mussten sich ergeben. Mit dieser Niederlage hatten die Matrosen der Ostseeflotte im März
1921 ihre historische Rolle als Geburtshelfer der Oktoberrevolution und als Vertreter
eines rätedemokratischen Ansatzes ausgespielt.

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| 07:45 - 08:15,
SWR |
| Spiele der Welt Die
Schafhirten an der französischen Atlantikküste hatten es nicht leicht damals, als sie
auf unzählige Schafe aufpassen mussten. In der kargen Heidelandschaft verschwanden die
Tiere nur allzu schnell im Gestrüpp, und oft suchten die Hirten sie dann stundenlang. Der
Boden war nass und sumpfig, und ständig hatte man feuchte Füße. Wer genau die findige
Idee mit den Stelzen hatte, weiß man heute nicht mehr. Fest steht jedenfalls, irgendwann
haben sich die Schäfer der Atlantikregion erhoben: 1,20 Meter über den Boden auf langen
Stelzen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden das Weideland und die Schafe immer weniger,
weil die Sumpfgebiete trockengelegt und mit riesigen Kiefernwäldern bepflanzt wurden.
Viele Schäfer mussten sich nach neuen Beschäftigungen umsehen; aber eine Sache blieb
erhalten: die 'echasses', die Stelzen. Der Film besucht die heutige Generation der
Stelzenläufer in der Region Landes, mutige Männer und Frauen, die sich nicht vor der
Höhe fürchten und die Traditionen ihrer Vorfahren lebendig erhalten. |
| 08:10 - 08:25,
arte |
Die Entdecker  Die Entdecker reisen nach Alaska.
Ihr Plan: sie wollen bei Temperaturen um bis zu minus 42 Grad Celsius die Arktis auf
Skiern durchqueren. Das bedeutet eine 1800 Kilometer lange Reise von Sibirien nach
Nordkanada!

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| 08:15 - 08:45,
SWR |
| Spiele der Welt Ende
des 17. Jahrhunderts hat sich auf den 'Mas', den Höfen im Delta der Rhone, ein ganz
spezieller Volkssport entwickelt: 'La course libre' - ein sonntäglicher, sportlicher
Zeitvertreib und eine Mutprobe der besonderen Art. Auf den weit verstreuten Höfen in den
damaligen Sümpfen der 'Petite Camargue' wurden Stieren kleine Trophäen aus Stoff an die
Hörner gebunden. Die jungen Landarbeiter versuchten mit großem Geschick den
aufgebrachten Tieren die Trophäen zu entreißen. Ein waghalsiges Unterfangen und ein
eindrücklicher Beweis für männlichen Mut. Schauplatz des gefährlichen Spiels waren die
Innenhöfe der 'Domaines'. Die Stiere wurden von den 'Patrons', den Besitzern der Höfe,
als Zeichen ihrer 'Noblesse' und ihres Wohlstandes aufgezogen. Auch heute lebt diese
Tradition in südfranzösischen Dörfern weiter. Einmal im Jahr findet das Fest der
'Course Camarguaise' statt, ein besonderer Tag für alle Dorfbewohnerinnen und -bewohner. |
| 08:45 - 09:15,
SWR |
| Spiele der Welt Sie
paddeln auf flachen Brettern ins Meer hinaus und suchen dort nach der perfekten Welle.
Riesige Brecher, manche bis zu zehn Meter hoch, entstehen an den Riffen vor Hawaii. Ein
einzigartiger 'Kick', den es eben nur auf Hawaii gibt - die weltbesten Surfer starten an
der Nordküste der Insel Ohahu. Das Wellenreiten ist eine alte hawaiianische Tradition.
Als Kapitän James Cook 1779 auf Hawaii landete, sah er Einheimische, die auf Brettern
übers Meer surften - und das nur zum Vergnügen, wie die Seeleute erstaunt bemerkten. Dem
Vergnügen hätten die christlichen Missionare im 19. Jahrhundert gern ein Ende gesetzt,
denn sie fanden nackte Menschen auf Surfbrettern einfach unzüchtig. Durchsetzen ließ
sich das Verbot allerdings nicht. Immerhin war das Wellenreiten für die Hawaiianer eine
wichtige Tradition, ein Lebensgefühl. Heute ist Surfen 'Funsport' - weltweit - und damit
für die Inseln Hawaiis ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. |
| 11:30 - 12:15,
NDR |
Die Germanen  Nach der
verheerenden Niederlage in der Varusschlacht haben die Römer sich hinter den Rhein
zurückgezogen. Die Grenze zum Barbaricum sichern sie mit dem Limes. Zwischen Germanien
und dem Römischen Reich hat sich ein ebenso lebhafter wie gut kontrollierter Grenzverkehr
entwickelt; vor allem Handelswaren werden hin und her transportiert. Um die Mitte des 3.
Jahrhunderts entschließt sich Grifo, ein junger Germane, der mit knapper Not dem Angriff
eines Nachbarstammes auf sein Dorf überlebt hat, auf die andere Seite des Limes zu
wechseln. Zunächst hat er Pech: Da er seine Waffe nicht ablegen will, wird er von den
Römern verhaftet und an einen Veranstalter von Gladiatorenkämpfen verkauft. In der Arena
kann er als gut ausgebildeter Kämpfer sein Leben retten. Er lernt Colonia Claudia Ara
Agrippinensium kennen, gewissermaßen das Schaufenster römischer Zivilisation direkt vor
den Augen der Germanen und ein Ort alltäglichen Zusammenlebens. Doch die Tage der Römer
im Norden sind gezählt: Einige Grenzübertritte später wird Grifo erleben, dass der
Limes aufgegeben worden ist, dass die Römer ihre Stellungen an der Grenze zu Germanien
verlassen haben, um an anderen Stellen den Zerfall des Weltreiches noch aufhalten zu
können. In dieser Folge beschreiben die dokumentarischen Teile mit Luftbildern,
Computeranimation und Einschätzungen von Wissenschaftlern den Limes, seine Bauweise,
seine Ausdehnung und seine Funktion. Ebenso geht es um Fundstücke, die auf den Handel und
Grenzverkehr zwischen Germanen und Römern hinweisen, die aber andererseits auch Zeugnis
ablegen von höchst erfolgreichen Raub- und Beutezügen der Germanen in römischen
Provinzen. Ein wichtiges Kapitel ist - ausgehend von Runeninschriften auf Waffen - der
Schrift und der Sprache der germanischen Stämme gewidmet. |
| 11:36 - 12:20,
MDR |
Sarah Wiener in Marrakesch
 Im
Frühherbst 2006, mit Beginn der muslimischen Fastenzeit, reiste die Berliner TV-Köchin
Sarah Wiener nach Marokko. Sie wollte den Fastenmonat Ramadan in Marrakesch erleben, der
alten Handelsstadt am Fuße des Atlasgebirges, Marokkos Touristenziel Nummer eins. Ein
SWR-Fernsehteam begleitete sie. Der Ramadan gebietet anders als die christliche Fastenzeit
Enthaltsamkeit nur für die Zeit zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. In den
Stunden dazwischen darf hemmungslos geschlemmt werden. Zu keinem anderen Anlass wird in
muslimischen Ländern so viel gekocht, so viel gegessen, an Gewicht zugelegt und so viel
Geld für Nahrungsmittel ausgegeben wie im Ramadan. 30 Tage fasten heißt 30 Tage
Festessen. Für die Gastronomin Sarah Wiener eine ideale Gelegenheit also, hinter die
Geheimnisse der arabischen Küche zu kommen. Die Kamera folgt ihren Streifzügen durch die
Welt der Genüsse, bei denen sie nicht nur orientalische Rezepte kennen lernt, sondern
auch die Rituale des islamischen Glaubens - und vor allem neugierig eintaucht in die Welt
der marokkanischen Frau. Der traditionelle Aufenthaltsort für Frauen ist in Marrakesch
das Riad, das um einen baumbestandenen Hof herum gebaute, großbürgerliche Stadthaus.
Wenn sich am Ende einer oft dunklen Gasse die Türen in ein Riad öffnen, dann ist es, als
täte sich ein Tor zu Tausendundeiner Nacht auf: mit Mosaiken verzierte Wände und Decken,
kostbare Teppiche und - nach Sonnenuntergang - reich beladene Tische. Bis vor wenigen
Jahrzehnten durften marokkanische Frauen ihren Riad nicht verlassen, erst seit kurzem
genießen sie größere Freiheiten. Umso stärker ist ihre Stellung innerhalb des Hauses,
hier haben sie das Sagen, zelebrieren ihre Speisen und feiern ihre Feste. Hier absolviert
Sarah Wiener einen Crash- und Intensiv-Kurs in der Kultur und Küche des Orients. Hier ist
alles hand- und hausgemacht, erfordert viel küchenhandwerkliches Können, die Kenntnis
der überlieferten Rezepte, Hingabe und Geduld. Kaum bleibt Zeit, das zu tun, was auf dem
Terminplan der traditionell lebenden marokkanischen Frau sonst noch steht: Haare färben,
Hände und Füße kunstvoll mit Henna dekorieren, ins maurische Bad gehen, Moschee und
Heiligengräber aufsuchen, künftige Hochzeiten einfädeln, mit anderen singen, tanzen,
vieles mehr. Von einer Marokkanerin wird Sarah Wiener zur anderen gereicht, ist im Haus
einer Geschäftsfrau ebenso zu Gast wie in einer Armenküche, bei Intellektuellen und
einer Familienfeier am 27. Tag des Ramadan, dem Tag, an dem der Überlieferung nach der
Koran vom Himmel fiel. So begibt sie sich auf eine faszinierende Reise in eine Welt, die
normalerweise hinter hohen Mauern verborgen bleibt.

|
| 11:50 - 12:20,
H3 |
Sommer in Dänemark - Von
Skagen nach Bornholm  'Hyggelig' heißt keineswegs 'hügelig', sondern
'gemütlich' - und dieser Begriff spielt eine große Rolle in Dänemark. Fast die Hälfte
der fast viereinhalb Millionen Dänen leben im Großraum Kopenhagen. Da ist im Rest des
Landes viel Platz. Das Leben in den kleineren Städten und auf dem Land ist trotz des
Wirtschaftsbooms der vergangenen Jahre beschaulich geblieben, die Architektur wie aus dem
Bilderbuch. Dazu gibt es Tausende Kilometer schönster Strände an Nord- und Ostsee.
Skandinavien-Korrespondentin Claudia Buckenmaier und ihr Team nahmen sich viel Zeit, um im
Sommer das Land zwischen den Meeren zu bereisen - vom quirligen Skagen hoch im Norden
kreuz und quer bis nach Bornholm und den kleinen Erbseninseln ganz im Osten. Dort scheint
die Zeit stillzustehen: keine Autos, keine Säugetiere, nur Rosen, Schmetterlinge, eine
Festung und außergewöhnliche Bewohner. Denn trotz der wunderschönen Landschaft
Dänemarks mit seinen Sanddünen, Wäldern, Fjorden und langen Stränden sind die wahre
Entdeckung die Menschen: der Fischer Jacob Hammer aus Skagen etwa, der mit seinem
malerischen Kutter die High Society mit edlen Fischen versorgt, und der bekannte Koch
Michael Larsen, der nicht nur in seine Küche einlädt, sondern auch zeigt, wo er seine
Zutaten sucht. Familie Hansen mit ihren drei Kindern und dem Wasserbus auf Mandö
verbringt den halben Sommer im Watt. Stine Goya, eine hübsche und natürliche
Kopenhagenerin, zeigt ihre Stadt; sie gehört zu den großen Talenten der angesagten
dänischen Modeszene.

|
| 12:00 - 12:30,
arte |
Zapping International  Wer
in der burundischen Hauptstadt Bujumbura den Fernseher einschaltet, stößt nicht mehr
automatisch auf den öffentlichrechtlichen Sender RTBN, der die Fernsehlandschaft des
ostafrikanischen Staates über 20 Jahre lang allein beherrschte. In weiten Teilen des
Landes empfangen die Burunder auch den Privatsender 'Télé Renaissance', der es sich zum
Ziel gesetzt hat, die anhaltenden Spannungen zwischen Hutus und Tutsis zu entschärfen.
Damit sendet 'Télé Renaissance' ein Gegenprogramm zum berüchtigten ruandischen Sender
'Radio-Télévision Libre des Milles Collines', dem Sprachrohr der extremistischen Hutus.
Das schon lange geplante Projekt 'Télé Renaissance' konnte schließlich dank
großzügiger Spenden und ein wenig Werbung umgesetzt werden. Heute zeigt der Sender
zwölf Stunden täglich Nachrichten aus dem In- und Ausland, Filme und Magazine. Zudem
werden die Menschen in Bujumbura und in der burundischen Provinz bald auch 'Family TV'
empfangen. Der religiöse Sender aus dem nahen Kenia will mit Hilfe von 5.000
Parabolantennen Gottes Wort bis in die abgeschiedensten Gegenden Burundis tragen. |
| 12:15 - 12:45,
NDR |
Inseln jenseits der Zeit  Die Äußeren
Hebriden sind die letzten bewohnten Inseln Schottlands. Hinter ihnen liegt bis Amerika nur
der weite Atlantik. Auf der Inselkette scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Hier
leben hauptsächlich Schafe, ein paar Fischer und religiöse Christen. Sie beäugen die
'Incomer' skeptisch, die wenigen Aussteiger vom Festland gelten auch heute noch als
Eindringlinge.

|
| 12:30 - 13:00,
arte |
Reiseskizzen aus ...  Auf
einer Reise von der kubanischen Hauptstadt Havanna über die Tabakfelder der Provinz Pinar
del Río bis nach Santiago de Cuba zeichnet die junge Illustratorin Carla Talopp ein
feinfühliges Porträt der 'Perle der Karibik'.

|
| 13:00 - 14:00,
arte |
Mutter Teresa: Heilige der
Dunkelheit  'Wofür arbeite ich? Wenn es keinen Gott gibt, kann es auch
keine Seele geben. Wenn es keine Seele gibt, dann, Jesus, bist du auch nicht wahr!'
schrieb Mutter Teresa in ihr Notizbuch. Wie passen solche Sätze zum Bild der engagierten
Missionarin, die ihre Arbeit stets als Auftrag Gottes empfunden hat? Sind es die
Hilfeschreie einer körperlich und spirituell ausgebrannten Frau, die auf diese Weise ihr
Burnout vor der Welt verbergen wollte? Oder sind es Erfahrungen, wie sie nur 'mystisch
begabte Christen' haben? Mutter Teresas Tagebucheinträge lassen die Frau, die für ihr
Leben mit den Bettlern und Sterbenden in den Slums von Kalkutta weltweit Anerkennung
erfahren hat, in einem anderen Licht erscheinen: Sie fühlte sich innerlich einsam und
leer. Mehr als 40 Jahre lebte sie im Zustand der 'Dunkelheit', wie sie selbst ihre
Gottferne nannte. Ihre Lebensgeschichte erschüttert und provoziert gleichermaßen,
berührt sie doch die Grundfragen der menschlichen Existenz: Warum müssen wir leiden? Und
warum lässt Gott das zu? Fragen, die Mutter Teresa ein Leben lang quälten und an denen
sie beinahe zerbrochen wäre. Trotzdem hat sie es nicht gewagt, sie öffentlich
auszusprechen. Der Film 'Mutter Teresa - Heilige der Dunkelheit' beleuchtet das Leben von
Mutter Teresa und beschäftigt sich mit den inneren Konflikten, die die Nonne quälten. Am
27. August wäre Mutter Teresa 100 Jahre alt geworden.

|
| 16:00 - 16:30,
ARD |
Im Land der tanzenden Kuchen
 Es ist ein vollständig absurdes Land, und die
meisten, die den Namen 'Moldawien' hören, zweifeln daran, dass es wirklich existiert. Als
Überbleibsel der Weltkriege des letzten Jahrhunderts liegt der kleine Landstrich
eingeklemmt zwischen EU und der Ukraine, im Niemandsland zwischen Ost und West. Und damit
nicht genug: Das kleine Moldawien zerfällt in noch mehr Teile: Im Osten hat Russland eine
kleine Operettenrepublik mit dem Namen 'Transnistrien' geschaffen, die außer Moskau
niemand anerkennt, im Norden haben die Roma ihr eigenes 'Königreich', das nach ganz
eigenen Regeln funktioniert. Während die Jugend besonders seit dem kleinen Volksaufstand
im letzten Jahr in Scharen nach Rumänien flieht, wandern die Sinti und Roma nach
Moldawien ein, da sie hier niemand wirklich kontrolliert. Das Land wird von schwachen
Politikern, mächtigen Clans und einflussreichen Banditen gesteuert. Eine Weltreise im
Weinland zwischen Prud und Dnjestr, mit Zigeunerbaronen, Grenzsoldaten, einem
revolutionären Außenstürmer und gleich mehreren Präsidenten.

|
| 16:10 - 16:40,
RBB |
Eisenbahn-Romantik  Nordiren sind zwar
eigentlich Iren, im Bewusstsein aber mindestens so traditionsbewusst wie die Briten auf
der englischen Insel. Und in Sachen Traditionspflege ihrer Eisenbahn lassen sie sich von
den Engländern gleich gar nichts vormachen. Dabei ist das 340 km 'lange' Eisenbahnnetz
international gesehen nun wirklich kaum der Rede wert. Die 'Railway Preservation Society
of Ireland' macht allerdings auf den wenigen Kilometern ein regelmäßiges Programm für
Eisenbahnfreunde, das es in sich hat - und dafür sorgt, dass Eisenbahntradition in der
Republik und in Nordirland auf keinen Fall in Vergessenheit gerät: Für die
regelmäßigen Dampflok-Ausflüge zwischen Belfast und Whitehead muss man die Tickets
früh buchen, wenn man mitfahren will. |
| 17:45 - 18:15,
arte |
Zu Tisch ...  In den italienischen
Alpentälern und der Schweiz war die Esskastanie früher fester Bestandteil der Nahrung,
vor allem nach Missernten. Aus diesem Grund wurde in vielen Gemeinden jedem Bewohner ohne
eigenen Grund- oder Waldbesitz ein eigener Baum aus dem Gemeindeeigentum als
Nahrungsreserve zugewiesen. Im Schweizer Kanton Tessin wird die Kastanie auch 'albero del
pane' - Brotbaum - genannt. Im Valle di Muggio, einem der südlichsten Täler des Tessins,
nahe der italienischen Grenze, versuchen engagierte Bewohner eine uralte Tradition wieder
zu beleben: die Kunst des Kastanienräucherns. Seit einigen Jahren wird in dem Bergdorf
Cabbio 'die gráa', ein Dörrhaus, wieder in Gang gesetzt. Die Räucheraktion ist eine
richtige Gemeinschaftsaufgabe, denn drei Wochen lang muss der Ofen ununterbrochen laufen.
Das Holz darf nicht brennen, sondern nur glimmen. Die Kastanien müssen regelmäßig
gewendet werden. Mehrmals am Tag und auch in der Nacht. Es gibt unterschiedliche
Meinungen, wie man am besten vorgeht, und viele selbst ernannte Experten, die wissen
wollen, wann die Kastanien fertig gedörrt sind. 'Zu Tisch in ...' begleitet die
Protagonisten bei ihrer harten Arbeit des Kastanienräucherns - bis zur sogenannten
'Battitura', dem 'Kastanienschlagen'. Nach drei Wochen werden die Dörrfrüchte aus dem
Ofen geholt und nach althergebrachter Methode auf einem Holzbock geschlagen. So werden die
Früchte von den Schalen getrennt. Anschließend feiern die Bewohner von Cabbio ein
großes Dorffest zu Ehren der Kastanie.

|
| 18:00 - 18:45,
Phoenix |
Südamerikas Traumrouten  Die 'Ruta 40' ist
eine der längsten und berühmtesten Fernstraßen der Welt. Von der bolivianischen Grenze
führt sie insgesamt 5.200 Kilometer durch Argentinien bis tief in den Süden. Sie ist
1935 entstanden, aber noch heute wird an der Straße gearbeitet. Von Nord nach Süd - bis
nach Patagonien - ist es eine faszinierende Reise durch sämtliche Klima- und Höhenzonen,
durch verschiedene Landschaften, Traditionen und Kulturen. Die 'Cuarenta' zu befahren
bedeutet eine Abenteuerreise in eine geheimnisvolle und spannende Welt. Carsten Thurau ist
für seinen Film 'Südamerikas Traumrouten' sogar noch ein Stück südlicher gereist:
Durch Chile bis nach Feuerland und schließlich zum legendären Kap Hoorn - bis ans Ende
der Welt.

|
| 18:20 - 18:50,
WDR |
| Altern im Paradies - Vom
Rentnerleben in Thailand 'Das war Liebe auf den ersten Blick. Meine Frau war
drei Jahre zuvor gestorben und dann noch mal das pralle Leben!' Wolfgang Rabich hat seine
neue Liebe, die junge Thailänderin Or, in Pattaya an der Bar kennengelernt - im Urlaub.
Ein Leben ohne sie konnte sich der ehemalige Koch nicht mehr vorstellen. Also verkaufte er
sein Haus in Deutschland und baute vor einem Jahr für seine junge Liebe und ihre
Großfamilie ein neues Haus in ihrem Heimatdorf. Viele Geschichten beginnen genauso in
Pattaya, der Stadt des berüchtigten Nachtlebens, in der ganze Straßenzüge nur aus Bars
bestehen. Tausende von Mädchen, die aus dem Norden kommen, die hier arbeiten, um ihre
Familien durchzubringen. Und die auf einen europäischen Mann warten, der ihnen ein Haus
baut. Tausende von Männern, die auf Liebe oder Sex hoffen. Der 78-jährige Walter Trapp
würde nie aus Pattaya weggehen. Seit über 20 Jahren lebt er schon hier: 'Hier ist es
billiger als in Deutschland, es ist warm und man hat immer Landsleute um sich herum. Im
Supermarkt gibt's vom Weizenbier bis zur Jagdwurst alles.' Auch er lebt mit seiner
thailändischen Frau hier, wie viele andere Rentner auch. Er ist sich sicher, dass sie bei
ihm bleibt und ihn pflegen wird, wenn er irgendwann darauf angewiesen sein sollte. Ist das
Liebe oder Geschäft zwischen den deutschen Männern und ihren thailändischen Frauen? Die
Reporter Tanja Reinhard und Jörg Laaks haben sich in Thailand auf Spurensuche begeben und
nachgefragt.

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| 18:45 - 19:15,
Phoenix |
| Wo die Geigen vom Himmel
fallen Ihr Dorf heißt Urubichá, und das bedeutet 'viel Wasser'; was man
daran sieht, dass das Straßenfest wieder einmal im Regen versinkt. Erstaunlich: Die
Guarayo-Indios im bolivianischen Niemandsland an der Grenze zu Brasilien treffen auch
angeheitert jeden Ton. Mehrere Hundert von ihnen gibt es in dem 4000-Seelen-Ort, mehr als
jeder zehnte spielt ein Instrument. Und wie!

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| 19:15 - 20:00,
Phoenix |
| Ringkampf am Amazonas Bei
den Weißen ist es Fußball oder Baseball, bei den Kamayurá in Brasilien ist es
Huka-Huka: Der rituelle Ringkampf des Amazonas-Indiostammes gehört seit Menschengedenken
zur unverbrüchlichen Tradition. Eine kämpferische Reportage aus einer unbekannten Welt
des Amazonas, in der die körperliche Urgewalt mehr gilt als die Verlockungen und
Annehmlichkeiten der 'brancos' aus dem Häuser-Dschungel. Es kämpfen schon die Kleinen,
um sich zu stählen und später einmal ein berühmter Ringer zu werden. Die Erwachsenen
ringen jeden Tag, um sich vorzubereiten auf das jährliche Treffen der riesigen
Xingu-Familie, wo es um die Ehre des Stammes geht. Die Xingu sind - im Gegensatz zu den
meisten anderen Stämmen im Amazonas - muskulös und korpulent, und ihre Kampfrituale sind
demzufolge nicht von schlechten Eltern: regelmäßig fließt Blut, und oft bricht auch
schon mal ein Knochen. Nach den Kämpfen geht die Selbstkasteiung weiter: Mit
Piranha-Zähnen kratzen die Ringer ihre Haut auf, um sich abzuhärten. Wir verfolgen einen
Jäger, der einen Jaguar erlegt, feiern das Bambus-, das Stachelkastanien- und das
Papageien-Fest mit den Kamayurá, und lassen uns vom Dorfältesten in die Geheimnisse der
Heilkunst mit Pflanzen einweisen. Obwohl die Kamayurá schon seit 30 Jahren in Kontakt mit
den Weißen sind, trotzen sie den Einflüssen der Zivilisation: In den Schulen lernen sie
zwar auch Portugiesisch, aber eben auch ihren Stammesdialekt, das Tupi-Guarani. Um ihre
Kultur nicht zu verwässern, erkennen die Xingu das Curriculum des Staates nicht an. Die
polygamen Xingu jagen und fischen, und ihre Pajés (Medizinmänner) gehören zu den
Erfahrensten im Amazonasbecken: Mit einem geheimnisvollen Ritual des Pfeifenrauchens und
mit Kräutern aus dem eigenen Garten heilen die Greise Krankheiten des Geistes und des
Körpers. Die Pillen und die Impfungen des Weißen Mannes lehnen die Xingu rigoros ab.
Besuchen darf man sie nur, wenn sie einen einladen! |
| 19:15 - 19:30,
arte |
Mit offenen Karten  Wie schützt man
das Natur- und das Kulturerbe der Menschheit? Die in den 60er Jahren von den USA und der
UNESCO entworfene und von den Staaten der Völkergemeinschaft unterzeichnete Konvention
stellt eine Liste des Welterbes auf: Welche Kultur- und Naturdenkmäler gehören dazu, wie
lauten die Kriterien für Aufnahme, Ausschluss und Warnmeldungen? |
| 19:30 - 20:15,
arte |
Jillaroos - Cowgirls im
australischen Outback  Australiens Cowboys satteln um und arbeiten im Bergbau -
für besseres Geld! Statt harter Kerle treiben nun junge Frauen die riesigen Viehherden
durchs Outback. Sie reparieren Zäune, reiten Pferde zu und verkaufen Herden auf
Viehauktionen. Eine neue Zeit bricht an - die Zeit der Jillaroos, der Cowgirls. '360°'
begleitet eine Farmerfamilie und ihre Töchter.
Das Outback umfasst knapp drei Viertel der Fläche Australiens und erstreckt sich vor
allem über das Northern Territory und Western Australia. Im Sommer herrschen hier
Temperaturen von über 50 Grad Celsius.

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| 20:15 - 21:05,
arte |
Leptis Magna  Leptis
Magna ist der Traum von Rom in Afrika. Kaiser Septimius Severus führt ihn zum Höhepunkt.
Nach wenigen Generationen aber versandet der Hafen, der Deich bricht. Der Plan zu einem
zweiten Forum wird verworfen. Hat ein Erdbeben den Untergang eingeleitet? Der Ingenieur
Andrea Giannantoni aus Rom ist verblüfft von den Kenntnissen der antiken Architekten.
Dank ihrer Kuppelkonstruktion hielten die Thermen allen Erdbeben stand. Haben also die
Vandalen die Stadt überrannt? Die Dokumentation fragt die Wissenschaftler nach Gründen
für den Niedergang. In 3D-Animationen erwecken die Archäologen das afrikanische Rom zu
neuem Leben und nehmen den Zuschauer mit auf einen letzten, virtuellen Spaziergang durch
die Hafenmetropole. Leptis Magna war ein kurzer Traum, der bis heute nachhält. Ein Traum
vom völkerverbindenden Mittelmeer.

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| 20:15 - 21:00,
Phoenix |
Herr der Himmelsscheibe  2002
wurde die Himmelsscheibe von Nebra aus den Händen von Kunsthehlern gerettet. Seitdem
haben Forscher die Bronzescheibe mit den neuesten wissenschaftlichen Methoden untersucht.
In einem Mix aus Doku und Spielszenen zeigt der Film, welche Geheimnisse die
Wissenschaftler der Scheibe entlocken konnten: eine spannende Zeitreise zu den Menschen,
die vor knapp 4000 Jahren in Deutschland lebten.
Die Himmelsscheibe ist nahezu kreisrund, hat einen Durchmesser von etwa 32 cm und wiegt
2,3 Kilogramm.

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| 21:05 - 22:00,
arte |
Die letzten Römer  Nahe der
türkischen Stadt Antal- ya befindet sich die archäologische Ausgrabungsstätte
Sagalassos . Die Überreste der im 6. Jh. von den Römern aufgegebenen Stadt sind
erstaunlich gut erhalten.

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