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Samstag, 04.09.2010
00:30 - 01:20, Phoenix
1536. Der Tod der Sonnensöhne geschichte.gif (1360 Byte)

Der peruanische Archäologe Guillermo Cock machte an einer Fundstätte in der Nähe von Lima Entdeckungen, die vielleicht den ersten materiellen Beweis für eine Widerstandsbewegung der Inkas liefern. Die neu gewonnenen Erkenntnisse weisen darauf hin, dass die Angehörigen dieser hoch entwickelten Zivilisation den brutalen und habgierigen spanischen Eroberern im 16. Jahrhundert einen verbissenen Guerillakrieg lieferten. Sie errichteten Gegenbelagerungen, wandten Einschüchterungstaktiken an und versuchten in einem Wettlauf gegen die Zeit, die Waffen und Kriegsstrategien der Spanier zu beherrschen. Es scheint, als hätte es selbst mit Hilfe Tausender indianischer Rekruten und Söldner aus dem heutigen Nicaragua mehrere Jahrzehnte gedauert, bis die Konquistadoren die Inka-Rebellen bezwingen konnten. Tatsächlich soll es den Inkas sogar fast gelungen sein, die Spanier vom südamerikanischen Kontinent zu vertreiben. Guillermo Cock schreibt die Geschichte der Eroberung des Inka-Reiches neu und stützt seine Hypothesen auf Untersuchungen der Mumien und Skelette eines Ausgrabungsortes in Lima. Anhand stringenter anthropologischer, forensischer und historischer Analysen wird die Geschichte des Inka-Untergangs aus einer neuen Perspektive dargestellt.

tod.jpg (41364 Byte)

04:35 - 05:15, Phoenix
Sibiriens Schicksalsstrom - Der Jenissei ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) fauna.gif (2335 Byte)

Der Jenissei ist der gewaltigste Strom Sibiriens. Er zwängt sich durch riesige Wälder und bizarre Gebirge, ist im Winter eine endlose Eislandschaft und im Sommer eine viel genutzte Wasserstraße. Dirk Sager folgt dem Flusslauf bis zum Nordpolarmeer. Die erste Etappe führt ihn von der Mündung nahe der mongolischen Grenze bis nach Krasnojarsk, wo zu Stalins Zeiten drei geheime Plutoniumreaktoren betrieben wurden.

Den 4092 Kilometer langen Jenissei queren insgesamt nur sechs Brücken.

sibirien3.jpg (31865 Byte)

05:15 - 06:00, Phoenix
Sibiriens Schicksalsstrom - Der Jenissei ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) fauna.gif (2335 Byte)

Die Doku zeigt eine Reise auf dem Fluss Jenissei nach Jenisseisk: Die Stadt hat sich den Charme der Pionierzeit erhalten. Schon 1635 erhielt die Siedlung das Stadtrecht und wurde damals einer der wichtigsten Umschlagplätze in Sibirien für Gold und Pelze.

sibirien4.jpg (34392 Byte)

05:30 - 05:55, ARD
Felix und die wilden Tiere fauna.gif (2335 Byte) kind.gif (6180 Byte)

Ganz indiskret beobachtet Felix Heidinger mit der Kamera Froschmännchen beim Liebeswerben. Die Männchen sind den Weibchen gegenüber in der Überzahl und müssen beim Quaken enorm wetteifern, um eines anzulocken. Zeigt sich endlich ein Weibchen, beginnt ein harter Ringkampf unter den Rivalen. Nicht alle Froscharten legen ihren Laich im Wasser ab. Das Bananenfroschpaar klettert huckepack an einem langen Schilfrohr hoch und verklebt dabei ein Blatt nach dem anderen zu einer Tüte. In diese Behälter kommt der Laich hinein. Der riesige Ochsenfroschmann geht auf Nummer sicher und bewacht seinen Laich. Nach dem Schlüpfen scharen sich die kleinen Kaulquappen Schutz suchend um den Vater.

06:00 - 06:45, Phoenix
Sibiriens Schicksalsstrom - Der Jenissei ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) fauna.gif (2335 Byte)

Die letzte Etappe am Jenissei beginnt in den Siedlungen am Mittellauf des Flusses, in denen der Niedergang der sowjetischen Planwirtschaft die Menschen ins Unglück stürzte. Im Winter, der acht Monate dauert, sind sie in der Einsamkeit von Schnee und Eis eingeschlossen. Im Sommer läuft ein Postdampfer die Dörfer an. Das ist - abgesehen von gelegentlichen Hubschraubertransporten - ihr einziger Kontakt zur Außenwelt. Doch obwohl die Region für Besiedlung kaum geeignet ist, trifft man auf Menschen, die den Widrigkeiten trotzen. Die couragierte Landrätin Simona Jurtschenko der kleinen Stadt Turuchansk zum Beispiel, die auf Bodenschätze setzt und hofft, dass mit dem Öl tief unter der sumpfigen Tundra Arbeit und Geld in ihre Stadt kommen. Die einzigen Orte, an denen sich der Traum von den sibirischen Schätzen erfüllt hat, sind Norilsk und Dudinka - weit im Norden gelegen. In den Berg- und Hüttenwerken von Norilsk werden kostbare Metalle wie Palladium, Platin, Kobalt und Kupfer gewonnen. Dudinka ist der Hafen am Jenissei, von wo die teure Ware in alle Welt verschifft wird. Die Milliardengewinne aus dem Geschäft gehen allerdings nach Moskau - für die Menschen von Norilsk bleibt lediglich der Trost, Arbeit zu haben. Auch in Dikson, an der Mündung des Jenissei in das Nordmeer, hoffen die Menschen auf den Wirtschaftsaufschwung durch Bodenschätze. Doch vorsichtshalber lassen sie ihre Kinder Englisch lernen, damit ihnen die Welt offen steht und sie gehen können, wenn sie wollen.

sibirien5.jpg (62132 Byte)

06:00 - 06:30, SWR
Ehemalige Handelsstraßen unesco.gif (2965 Byte)

Legendär reich war einst die Oasenstadt Buchara, ein wichtiger Knotenpunkt an der Seidenstraße und Zentrum des Islams in Zentralasien. Noch heute schimmern die Kuppeln blau und glänzen die Fassaden der Medresen und Moscheen. Blau sei die erste Farbe der Stadt, sagt Tohir, Keramikermeister in Buchara. Vom Schneiden des Tons bis zur fertigen Fayence zeigt der Film seine Arbeit. Mit ihm erleben die Zuschauer eine mittelalterliche Stadt, die kein Museum ist. Die Altstadt Bucharas ist intakt, und das Leben nimmt in den Gassen zwischen den Lehmhäusern seinen gemächlichen Gang. Trotz einer langen sowjetischen Herrschaft ist sie eine orientalische Stadt geblieben, die vom Islam geprägt ist. Das aromatische Harz des boswellia sacra Baumes zählte zu den begehrtesten Handelsgütern der antiken Welt. In Ägypten wurde Weihrauch ebenso verbrannt wie an den Höfen indischer Maharadschas. In Rom wurde er in Gold aufgewogen. Über Tausende von Kilometern wurde er gehandelt; es entstand die 'Weihrauchstraße'.Wie der wohl bekannteste aller Wohlgerüche des Orients gewonnen wurde und vor allem woher genau er stammte, blieb den Abnehmern verborgen. Die Karawanenführer bewahrten ihr Schweigen, die Produzenten wurden reich. In der Region Dhofar im Süden des Sultanats Oman wird bis heute Weihrauch gewonnen. In den Trockentälern ritzen Beduinen die knorrigen Bäume, um nach einigen Tagen das Harz zu ernten; verkauft wird es im Weihrauch-Souk von Salalah.

06:45 - 07:30, Phoenix
Die Russische Revolution geschichte.gif (1360 Byte)

In Petrograd, heute St. Petersburg, protestieren im Februar 1917 fast 100.000 Menschen gegen den Hunger. Von der Front aus - Russland befindet sich im Krieg mit Deutschland - befiehlt Zar Nikolaus II., das Feuer auf die Demonstranten zu eröffnen. Doch das verstärkt nur den Widerstand gegen den Herrscher. Nach anfänglicher Weigerung dankt Nikolaus II. schließlich ab. Die 300 Jahre währende Herrschaft der Familie Romanow ist beendet. Es wird eine provisorische Regierung gebildet. Lenin ist auf dem Rückweg aus dem Schweizer Exil. Die russische Armee will nicht mehr Krieg führen, die Kronstädter Matrosen kommen ihr zu Hilfe. Sie fordern Lenin auf, die provisorische Kerenskij-Regierung zu stürzen. Lenin erachtet den Zeitpunkt für einen Umsturz jedoch als verfrüht. Er wird als deutscher Spion verleumdet, die Bolschewiki sind ratlos. Lenin emigriert nach Finnland. Als er Anfang Oktober zurückkehrt, propagiert er den bewaffneten Aufstand. Er will eine bolschewistische Regierung. Doch die Kronstädter Matrosen streben ein basisdemokratisches Rätesystem an. Als die Matrosen am 25. Oktober in Petrograd einziehen, stoßen sie auf geringen Widerstand und finden den Winterpalast verlassen vor. Die Mitglieder der provisorischen Regierung werden verhaftet, Kerenskij ist bereits geflohen. Lenin verkündet: 'Alle Macht den Sowjets'. Eine konstituierende Versammlung verspricht demokratische Wahlen, aber die Bolschewiki bekommen nur ein Viertel der Stimmen. Bei den Matrosen machen sich Zweifel breit: Haben sie wirklich zur Errichtung einer demokratischen Ordnung beigetragen? Der Bürgerkrieg zwischen der Roten und der Weißen Armee beginnt. Er wird drei Jahre dauern.

rev.jpg (25136 Byte)

07:30 - 08:15, Phoenix
Die Russische Revolution geschichte.gif (1360 Byte)

Lew Bronstein alias Leo Trotzki erhielt 1918 den Oberbefehl über die Rote Armee. Er sollte sowohl an der Front des Ersten Weltkrieges eingreifen als auch die innere Opposition bekämpfen, die sich in Sibirien als Weiße Armee formiert hatte. Im Juli 1918 wurde Zar Nikolaus II. von den Bolschewiki in Jekaterinburg mit seiner gesamten Familie ermordet, kurz bevor die antibolschewistischen Truppen eintrafen. Angesichts des konterrevolutionären Vormarsches konnte Lenin die Kronstädter Matrosen dazu bewegen, die Bolschewiki zu unterstützen. In der entscheidenden Schlacht in Kasan siegten sie zusammen mit der Roten Armee über die Weißen. Als am 11. November 1918 mit der Unterzeichnung des Waffenstillstandes der Erste Weltkrieg beendet wurde, ging der Bürgerkrieg in Russland weiter. Frankreich, Großbritannien, die USA und Japan schickten der Weißen Armee etwa 200.000 Mann Verstärkung, da sie ein Übergreifen der kommunistischen Revolution auf andere Länder fürchteten. Nach zwei Jahren zogen sie wieder aus Russland ab. Das Land war ausgeblutet und es drohte eine Hungersnot. Trotzki erklärte: 'Wir haben den Sieg errungen, auch wenn wir dafür das Land ruiniert haben.' Die Kronstädter Matrosen wollten freie Wahlen und das Ende der bolschewistischen Diktatur. Sie erhoben sich im 'Kronstädter Aufstand' unter der Losung 'Alle Macht den Sowjets - Keine Macht der Partei' gegen die Bolschewiki. Anfang März 1921 wurden sie von der Roten Armee angegriffen. Verschanzt auf der Insel Kotlin, konnten sie die auf dem Eis vorstürmenden Angreifer leicht erkennen. 80 Prozent der Rotarmisten fielen. Wenig später gab Trotzki den Befehl zum erneuten Angriff. Diesmal konnten die Matrosen der Attacke nicht standhalten und mussten sich ergeben. Mit dieser Niederlage hatten die Matrosen der Ostseeflotte im März 1921 ihre historische Rolle als Geburtshelfer der Oktoberrevolution und als Vertreter eines rätedemokratischen Ansatzes ausgespielt.

rev1.jpg (32003 Byte)

07:45 - 08:15, SWR
Spiele der Welt

Die Schafhirten an der französischen Atlantikküste hatten es nicht leicht damals, als sie auf unzählige Schafe aufpassen mussten. In der kargen Heidelandschaft verschwanden die Tiere nur allzu schnell im Gestrüpp, und oft suchten die Hirten sie dann stundenlang. Der Boden war nass und sumpfig, und ständig hatte man feuchte Füße. Wer genau die findige Idee mit den Stelzen hatte, weiß man heute nicht mehr. Fest steht jedenfalls, irgendwann haben sich die Schäfer der Atlantikregion erhoben: 1,20 Meter über den Boden auf langen Stelzen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden das Weideland und die Schafe immer weniger, weil die Sumpfgebiete trockengelegt und mit riesigen Kiefernwäldern bepflanzt wurden. Viele Schäfer mussten sich nach neuen Beschäftigungen umsehen; aber eine Sache blieb erhalten: die 'echasses', die Stelzen. Der Film besucht die heutige Generation der Stelzenläufer in der Region Landes, mutige Männer und Frauen, die sich nicht vor der Höhe fürchten und die Traditionen ihrer Vorfahren lebendig erhalten.

08:10 - 08:25, arte
Die Entdecker fauna.gif (2335 Byte) kind.gif (6180 Byte)

Die Entdecker reisen nach Alaska. Ihr Plan: sie wollen bei Temperaturen um bis zu minus 42 Grad Celsius die Arktis auf Skiern durchqueren. Das bedeutet eine 1800 Kilometer lange Reise von Sibirien nach Nordkanada!

meer.jpg (20565 Byte)

08:15 - 08:45, SWR
Spiele der Welt

Ende des 17. Jahrhunderts hat sich auf den 'Mas', den Höfen im Delta der Rhone, ein ganz spezieller Volkssport entwickelt: 'La course libre' - ein sonntäglicher, sportlicher Zeitvertreib und eine Mutprobe der besonderen Art. Auf den weit verstreuten Höfen in den damaligen Sümpfen der 'Petite Camargue' wurden Stieren kleine Trophäen aus Stoff an die Hörner gebunden. Die jungen Landarbeiter versuchten mit großem Geschick den aufgebrachten Tieren die Trophäen zu entreißen. Ein waghalsiges Unterfangen und ein eindrücklicher Beweis für männlichen Mut. Schauplatz des gefährlichen Spiels waren die Innenhöfe der 'Domaines'. Die Stiere wurden von den 'Patrons', den Besitzern der Höfe, als Zeichen ihrer 'Noblesse' und ihres Wohlstandes aufgezogen. Auch heute lebt diese Tradition in südfranzösischen Dörfern weiter. Einmal im Jahr findet das Fest der 'Course Camarguaise' statt, ein besonderer Tag für alle Dorfbewohnerinnen und -bewohner.

08:45 - 09:15, SWR
Spiele der Welt

Sie paddeln auf flachen Brettern ins Meer hinaus und suchen dort nach der perfekten Welle. Riesige Brecher, manche bis zu zehn Meter hoch, entstehen an den Riffen vor Hawaii. Ein einzigartiger 'Kick', den es eben nur auf Hawaii gibt - die weltbesten Surfer starten an der Nordküste der Insel Ohahu. Das Wellenreiten ist eine alte hawaiianische Tradition. Als Kapitän James Cook 1779 auf Hawaii landete, sah er Einheimische, die auf Brettern übers Meer surften - und das nur zum Vergnügen, wie die Seeleute erstaunt bemerkten. Dem Vergnügen hätten die christlichen Missionare im 19. Jahrhundert gern ein Ende gesetzt, denn sie fanden nackte Menschen auf Surfbrettern einfach unzüchtig. Durchsetzen ließ sich das Verbot allerdings nicht. Immerhin war das Wellenreiten für die Hawaiianer eine wichtige Tradition, ein Lebensgefühl. Heute ist Surfen 'Funsport' - weltweit - und damit für die Inseln Hawaiis ein bedeutender Wirtschaftsfaktor.

11:30 - 12:15, NDR
Die Germanen geschichte.gif (1360 Byte)

Nach der verheerenden Niederlage in der Varusschlacht haben die Römer sich hinter den Rhein zurückgezogen. Die Grenze zum Barbaricum sichern sie mit dem Limes. Zwischen Germanien und dem Römischen Reich hat sich ein ebenso lebhafter wie gut kontrollierter Grenzverkehr entwickelt; vor allem Handelswaren werden hin und her transportiert. Um die Mitte des 3. Jahrhunderts entschließt sich Grifo, ein junger Germane, der mit knapper Not dem Angriff eines Nachbarstammes auf sein Dorf überlebt hat, auf die andere Seite des Limes zu wechseln. Zunächst hat er Pech: Da er seine Waffe nicht ablegen will, wird er von den Römern verhaftet und an einen Veranstalter von Gladiatorenkämpfen verkauft. In der Arena kann er als gut ausgebildeter Kämpfer sein Leben retten. Er lernt Colonia Claudia Ara Agrippinensium kennen, gewissermaßen das Schaufenster römischer Zivilisation direkt vor den Augen der Germanen und ein Ort alltäglichen Zusammenlebens. Doch die Tage der Römer im Norden sind gezählt: Einige Grenzübertritte später wird Grifo erleben, dass der Limes aufgegeben worden ist, dass die Römer ihre Stellungen an der Grenze zu Germanien verlassen haben, um an anderen Stellen den Zerfall des Weltreiches noch aufhalten zu können. In dieser Folge beschreiben die dokumentarischen Teile mit Luftbildern, Computeranimation und Einschätzungen von Wissenschaftlern den Limes, seine Bauweise, seine Ausdehnung und seine Funktion. Ebenso geht es um Fundstücke, die auf den Handel und Grenzverkehr zwischen Germanen und Römern hinweisen, die aber andererseits auch Zeugnis ablegen von höchst erfolgreichen Raub- und Beutezügen der Germanen in römischen Provinzen. Ein wichtiges Kapitel ist - ausgehend von Runeninschriften auf Waffen - der Schrift und der Sprache der germanischen Stämme gewidmet.

11:36 - 12:20, MDR
Sarah Wiener in Marrakesch koch.gif (4446 Byte)

Im Frühherbst 2006, mit Beginn der muslimischen Fastenzeit, reiste die Berliner TV-Köchin Sarah Wiener nach Marokko. Sie wollte den Fastenmonat Ramadan in Marrakesch erleben, der alten Handelsstadt am Fuße des Atlasgebirges, Marokkos Touristenziel Nummer eins. Ein SWR-Fernsehteam begleitete sie. Der Ramadan gebietet anders als die christliche Fastenzeit Enthaltsamkeit nur für die Zeit zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. In den Stunden dazwischen darf hemmungslos geschlemmt werden. Zu keinem anderen Anlass wird in muslimischen Ländern so viel gekocht, so viel gegessen, an Gewicht zugelegt und so viel Geld für Nahrungsmittel ausgegeben wie im Ramadan. 30 Tage fasten heißt 30 Tage Festessen. Für die Gastronomin Sarah Wiener eine ideale Gelegenheit also, hinter die Geheimnisse der arabischen Küche zu kommen. Die Kamera folgt ihren Streifzügen durch die Welt der Genüsse, bei denen sie nicht nur orientalische Rezepte kennen lernt, sondern auch die Rituale des islamischen Glaubens - und vor allem neugierig eintaucht in die Welt der marokkanischen Frau. Der traditionelle Aufenthaltsort für Frauen ist in Marrakesch das Riad, das um einen baumbestandenen Hof herum gebaute, großbürgerliche Stadthaus. Wenn sich am Ende einer oft dunklen Gasse die Türen in ein Riad öffnen, dann ist es, als täte sich ein Tor zu Tausendundeiner Nacht auf: mit Mosaiken verzierte Wände und Decken, kostbare Teppiche und - nach Sonnenuntergang - reich beladene Tische. Bis vor wenigen Jahrzehnten durften marokkanische Frauen ihren Riad nicht verlassen, erst seit kurzem genießen sie größere Freiheiten. Umso stärker ist ihre Stellung innerhalb des Hauses, hier haben sie das Sagen, zelebrieren ihre Speisen und feiern ihre Feste. Hier absolviert Sarah Wiener einen Crash- und Intensiv-Kurs in der Kultur und Küche des Orients. Hier ist alles hand- und hausgemacht, erfordert viel küchenhandwerkliches Können, die Kenntnis der überlieferten Rezepte, Hingabe und Geduld. Kaum bleibt Zeit, das zu tun, was auf dem Terminplan der traditionell lebenden marokkanischen Frau sonst noch steht: Haare färben, Hände und Füße kunstvoll mit Henna dekorieren, ins maurische Bad gehen, Moschee und Heiligengräber aufsuchen, künftige Hochzeiten einfädeln, mit anderen singen, tanzen, vieles mehr. Von einer Marokkanerin wird Sarah Wiener zur anderen gereicht, ist im Haus einer Geschäftsfrau ebenso zu Gast wie in einer Armenküche, bei Intellektuellen und einer Familienfeier am 27. Tag des Ramadan, dem Tag, an dem der Überlieferung nach der Koran vom Himmel fiel. So begibt sie sich auf eine faszinierende Reise in eine Welt, die normalerweise hinter hohen Mauern verborgen bleibt.

wiener.jpg (40677 Byte)

11:50 - 12:20, H3
Sommer in Dänemark - Von Skagen nach Bornholm fauna.gif (2335 Byte)

'Hyggelig' heißt keineswegs 'hügelig', sondern 'gemütlich' - und dieser Begriff spielt eine große Rolle in Dänemark. Fast die Hälfte der fast viereinhalb Millionen Dänen leben im Großraum Kopenhagen. Da ist im Rest des Landes viel Platz. Das Leben in den kleineren Städten und auf dem Land ist trotz des Wirtschaftsbooms der vergangenen Jahre beschaulich geblieben, die Architektur wie aus dem Bilderbuch. Dazu gibt es Tausende Kilometer schönster Strände an Nord- und Ostsee. Skandinavien-Korrespondentin Claudia Buckenmaier und ihr Team nahmen sich viel Zeit, um im Sommer das Land zwischen den Meeren zu bereisen - vom quirligen Skagen hoch im Norden kreuz und quer bis nach Bornholm und den kleinen Erbseninseln ganz im Osten. Dort scheint die Zeit stillzustehen: keine Autos, keine Säugetiere, nur Rosen, Schmetterlinge, eine Festung und außergewöhnliche Bewohner. Denn trotz der wunderschönen Landschaft Dänemarks mit seinen Sanddünen, Wäldern, Fjorden und langen Stränden sind die wahre Entdeckung die Menschen: der Fischer Jacob Hammer aus Skagen etwa, der mit seinem malerischen Kutter die High Society mit edlen Fischen versorgt, und der bekannte Koch Michael Larsen, der nicht nur in seine Küche einlädt, sondern auch zeigt, wo er seine Zutaten sucht. Familie Hansen mit ihren drei Kindern und dem Wasserbus auf Mandö verbringt den halben Sommer im Watt. Stine Goya, eine hübsche und natürliche Kopenhagenerin, zeigt ihre Stadt; sie gehört zu den großen Talenten der angesagten dänischen Modeszene.

sommer.jpg (27044 Byte)

12:00 - 12:30, arte
Zapping International ausrufezeichen2.gif (1830 Byte)

Wer in der burundischen Hauptstadt Bujumbura den Fernseher einschaltet, stößt nicht mehr automatisch auf den öffentlichrechtlichen Sender RTBN, der die Fernsehlandschaft des ostafrikanischen Staates über 20 Jahre lang allein beherrschte. In weiten Teilen des Landes empfangen die Burunder auch den Privatsender 'Télé Renaissance', der es sich zum Ziel gesetzt hat, die anhaltenden Spannungen zwischen Hutus und Tutsis zu entschärfen. Damit sendet 'Télé Renaissance' ein Gegenprogramm zum berüchtigten ruandischen Sender 'Radio-Télévision Libre des Milles Collines', dem Sprachrohr der extremistischen Hutus. Das schon lange geplante Projekt 'Télé Renaissance' konnte schließlich dank großzügiger Spenden und ein wenig Werbung umgesetzt werden. Heute zeigt der Sender zwölf Stunden täglich Nachrichten aus dem In- und Ausland, Filme und Magazine. Zudem werden die Menschen in Bujumbura und in der burundischen Provinz bald auch 'Family TV' empfangen. Der religiöse Sender aus dem nahen Kenia will mit Hilfe von 5.000 Parabolantennen Gottes Wort bis in die abgeschiedensten Gegenden Burundis tragen.

12:15 - 12:45, NDR
Inseln jenseits der Zeit ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) fauna.gif (2335 Byte)

Die Äußeren Hebriden sind die letzten bewohnten Inseln Schottlands. Hinter ihnen liegt bis Amerika nur der weite Atlantik. Auf der Inselkette scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Hier leben hauptsächlich Schafe, ein paar Fischer und religiöse Christen. Sie beäugen die 'Incomer' skeptisch, die wenigen Aussteiger vom Festland gelten auch heute noch als Eindringlinge.

schott.jpg (33710 Byte)

12:30 - 13:00, arte
Reiseskizzen aus ... ausrufezeichen2.gif (1830 Byte)

Auf einer Reise von der kubanischen Hauptstadt Havanna über die Tabakfelder der Provinz Pinar del Río bis nach Santiago de Cuba zeichnet die junge Illustratorin Carla Talopp ein feinfühliges Porträt der 'Perle der Karibik'.

kuba3.jpg (42399 Byte)

13:00 - 14:00, arte
Mutter Teresa: Heilige der Dunkelheit reli.gif (4999 Byte)

'Wofür arbeite ich? Wenn es keinen Gott gibt, kann es auch keine Seele geben. Wenn es keine Seele gibt, dann, Jesus, bist du auch nicht wahr!' schrieb Mutter Teresa in ihr Notizbuch. Wie passen solche Sätze zum Bild der engagierten Missionarin, die ihre Arbeit stets als Auftrag Gottes empfunden hat? Sind es die Hilfeschreie einer körperlich und spirituell ausgebrannten Frau, die auf diese Weise ihr Burnout vor der Welt verbergen wollte? Oder sind es Erfahrungen, wie sie nur 'mystisch begabte Christen' haben? Mutter Teresas Tagebucheinträge lassen die Frau, die für ihr Leben mit den Bettlern und Sterbenden in den Slums von Kalkutta weltweit Anerkennung erfahren hat, in einem anderen Licht erscheinen: Sie fühlte sich innerlich einsam und leer. Mehr als 40 Jahre lebte sie im Zustand der 'Dunkelheit', wie sie selbst ihre Gottferne nannte. Ihre Lebensgeschichte erschüttert und provoziert gleichermaßen, berührt sie doch die Grundfragen der menschlichen Existenz: Warum müssen wir leiden? Und warum lässt Gott das zu? Fragen, die Mutter Teresa ein Leben lang quälten und an denen sie beinahe zerbrochen wäre. Trotzdem hat sie es nicht gewagt, sie öffentlich auszusprechen. Der Film 'Mutter Teresa - Heilige der Dunkelheit' beleuchtet das Leben von Mutter Teresa und beschäftigt sich mit den inneren Konflikten, die die Nonne quälten. Am 27. August wäre Mutter Teresa 100 Jahre alt geworden.

theresa.jpg (31587 Byte)

16:00 - 16:30, ARD
Im Land der tanzenden Kuchen ausrufezeichen2.gif (1830 Byte)

Es ist ein vollständig absurdes Land, und die meisten, die den Namen 'Moldawien' hören, zweifeln daran, dass es wirklich existiert. Als Überbleibsel der Weltkriege des letzten Jahrhunderts liegt der kleine Landstrich eingeklemmt zwischen EU und der Ukraine, im Niemandsland zwischen Ost und West. Und damit nicht genug: Das kleine Moldawien zerfällt in noch mehr Teile: Im Osten hat Russland eine kleine Operettenrepublik mit dem Namen 'Transnistrien' geschaffen, die außer Moskau niemand anerkennt, im Norden haben die Roma ihr eigenes 'Königreich', das nach ganz eigenen Regeln funktioniert. Während die Jugend besonders seit dem kleinen Volksaufstand im letzten Jahr in Scharen nach Rumänien flieht, wandern die Sinti und Roma nach Moldawien ein, da sie hier niemand wirklich kontrolliert. Das Land wird von schwachen Politikern, mächtigen Clans und einflussreichen Banditen gesteuert. Eine Weltreise im Weinland zwischen Prud und Dnjestr, mit Zigeunerbaronen, Grenzsoldaten, einem revolutionären Außenstürmer und gleich mehreren Präsidenten.

land1.jpg (57663 Byte)

16:10 - 16:40, RBB
Eisenbahn-Romantik bahn.jpg (2944 Byte)

Nordiren sind zwar eigentlich Iren, im Bewusstsein aber mindestens so traditionsbewusst wie die Briten auf der englischen Insel. Und in Sachen Traditionspflege ihrer Eisenbahn lassen sie sich von den Engländern gleich gar nichts vormachen. Dabei ist das 340 km 'lange' Eisenbahnnetz international gesehen nun wirklich kaum der Rede wert. Die 'Railway Preservation Society of Ireland' macht allerdings auf den wenigen Kilometern ein regelmäßiges Programm für Eisenbahnfreunde, das es in sich hat - und dafür sorgt, dass Eisenbahntradition in der Republik und in Nordirland auf keinen Fall in Vergessenheit gerät: Für die regelmäßigen Dampflok-Ausflüge zwischen Belfast und Whitehead muss man die Tickets früh buchen, wenn man mitfahren will.

17:45 - 18:15, arte
Zu Tisch ... koch.gif (4446 Byte)

In den italienischen Alpentälern und der Schweiz war die Esskastanie früher fester Bestandteil der Nahrung, vor allem nach Missernten. Aus diesem Grund wurde in vielen Gemeinden jedem Bewohner ohne eigenen Grund- oder Waldbesitz ein eigener Baum aus dem Gemeindeeigentum als Nahrungsreserve zugewiesen. Im Schweizer Kanton Tessin wird die Kastanie auch 'albero del pane' - Brotbaum - genannt. Im Valle di Muggio, einem der südlichsten Täler des Tessins, nahe der italienischen Grenze, versuchen engagierte Bewohner eine uralte Tradition wieder zu beleben: die Kunst des Kastanienräucherns. Seit einigen Jahren wird in dem Bergdorf Cabbio 'die gráa', ein Dörrhaus, wieder in Gang gesetzt. Die Räucheraktion ist eine richtige Gemeinschaftsaufgabe, denn drei Wochen lang muss der Ofen ununterbrochen laufen. Das Holz darf nicht brennen, sondern nur glimmen. Die Kastanien müssen regelmäßig gewendet werden. Mehrmals am Tag und auch in der Nacht. Es gibt unterschiedliche Meinungen, wie man am besten vorgeht, und viele selbst ernannte Experten, die wissen wollen, wann die Kastanien fertig gedörrt sind. 'Zu Tisch in ...' begleitet die Protagonisten bei ihrer harten Arbeit des Kastanienräucherns - bis zur sogenannten 'Battitura', dem 'Kastanienschlagen'. Nach drei Wochen werden die Dörrfrüchte aus dem Ofen geholt und nach althergebrachter Methode auf einem Holzbock geschlagen. So werden die Früchte von den Schalen getrennt. Anschließend feiern die Bewohner von Cabbio ein großes Dorffest zu Ehren der Kastanie.

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18:00 - 18:45, Phoenix
Südamerikas Traumrouten ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) fauna.gif (2335 Byte)

Die 'Ruta 40' ist eine der längsten und berühmtesten Fernstraßen der Welt. Von der bolivianischen Grenze führt sie insgesamt 5.200 Kilometer durch Argentinien bis tief in den Süden. Sie ist 1935 entstanden, aber noch heute wird an der Straße gearbeitet. Von Nord nach Süd - bis nach Patagonien - ist es eine faszinierende Reise durch sämtliche Klima- und Höhenzonen, durch verschiedene Landschaften, Traditionen und Kulturen. Die 'Cuarenta' zu befahren bedeutet eine Abenteuerreise in eine geheimnisvolle und spannende Welt. Carsten Thurau ist für seinen Film 'Südamerikas Traumrouten' sogar noch ein Stück südlicher gereist: Durch Chile bis nach Feuerland und schließlich zum legendären Kap Hoorn - bis ans Ende der Welt.

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18:20 - 18:50, WDR
Altern im Paradies - Vom Rentnerleben in Thailand

'Das war Liebe auf den ersten Blick. Meine Frau war drei Jahre zuvor gestorben und dann noch mal das pralle Leben!' Wolfgang Rabich hat seine neue Liebe, die junge Thailänderin Or, in Pattaya an der Bar kennengelernt - im Urlaub. Ein Leben ohne sie konnte sich der ehemalige Koch nicht mehr vorstellen. Also verkaufte er sein Haus in Deutschland und baute vor einem Jahr für seine junge Liebe und ihre Großfamilie ein neues Haus in ihrem Heimatdorf. Viele Geschichten beginnen genauso in Pattaya, der Stadt des berüchtigten Nachtlebens, in der ganze Straßenzüge nur aus Bars bestehen. Tausende von Mädchen, die aus dem Norden kommen, die hier arbeiten, um ihre Familien durchzubringen. Und die auf einen europäischen Mann warten, der ihnen ein Haus baut. Tausende von Männern, die auf Liebe oder Sex hoffen. Der 78-jährige Walter Trapp würde nie aus Pattaya weggehen. Seit über 20 Jahren lebt er schon hier: 'Hier ist es billiger als in Deutschland, es ist warm und man hat immer Landsleute um sich herum. Im Supermarkt gibt's vom Weizenbier bis zur Jagdwurst alles.' Auch er lebt mit seiner thailändischen Frau hier, wie viele andere Rentner auch. Er ist sich sicher, dass sie bei ihm bleibt und ihn pflegen wird, wenn er irgendwann darauf angewiesen sein sollte. Ist das Liebe oder Geschäft zwischen den deutschen Männern und ihren thailändischen Frauen? Die Reporter Tanja Reinhard und Jörg Laaks haben sich in Thailand auf Spurensuche begeben und nachgefragt.

thai1.jpg (36124 Byte)

18:45 - 19:15, Phoenix
Wo die Geigen vom Himmel fallen

Ihr Dorf heißt Urubichá, und das bedeutet 'viel Wasser'; was man daran sieht, dass das Straßenfest wieder einmal im Regen versinkt. Erstaunlich: Die Guarayo-Indios im bolivianischen Niemandsland an der Grenze zu Brasilien treffen auch angeheitert jeden Ton. Mehrere Hundert von ihnen gibt es in dem 4000-Seelen-Ort, mehr als jeder zehnte spielt ein Instrument. Und wie!

musik.jpg (23863 Byte)

19:15 - 20:00, Phoenix
Ringkampf am Amazonas

Bei den Weißen ist es Fußball oder Baseball, bei den Kamayurá in Brasilien ist es Huka-Huka: Der rituelle Ringkampf des Amazonas-Indiostammes gehört seit Menschengedenken zur unverbrüchlichen Tradition. Eine kämpferische Reportage aus einer unbekannten Welt des Amazonas, in der die körperliche Urgewalt mehr gilt als die Verlockungen und Annehmlichkeiten der 'brancos' aus dem Häuser-Dschungel. Es kämpfen schon die Kleinen, um sich zu stählen und später einmal ein berühmter Ringer zu werden. Die Erwachsenen ringen jeden Tag, um sich vorzubereiten auf das jährliche Treffen der riesigen Xingu-Familie, wo es um die Ehre des Stammes geht. Die Xingu sind - im Gegensatz zu den meisten anderen Stämmen im Amazonas - muskulös und korpulent, und ihre Kampfrituale sind demzufolge nicht von schlechten Eltern: regelmäßig fließt Blut, und oft bricht auch schon mal ein Knochen. Nach den Kämpfen geht die Selbstkasteiung weiter: Mit Piranha-Zähnen kratzen die Ringer ihre Haut auf, um sich abzuhärten. Wir verfolgen einen Jäger, der einen Jaguar erlegt, feiern das Bambus-, das Stachelkastanien- und das Papageien-Fest mit den Kamayurá, und lassen uns vom Dorfältesten in die Geheimnisse der Heilkunst mit Pflanzen einweisen. Obwohl die Kamayurá schon seit 30 Jahren in Kontakt mit den Weißen sind, trotzen sie den Einflüssen der Zivilisation: In den Schulen lernen sie zwar auch Portugiesisch, aber eben auch ihren Stammesdialekt, das Tupi-Guarani. Um ihre Kultur nicht zu verwässern, erkennen die Xingu das Curriculum des Staates nicht an. Die polygamen Xingu jagen und fischen, und ihre Pajés (Medizinmänner) gehören zu den Erfahrensten im Amazonasbecken: Mit einem geheimnisvollen Ritual des Pfeifenrauchens und mit Kräutern aus dem eigenen Garten heilen die Greise Krankheiten des Geistes und des Körpers. Die Pillen und die Impfungen des Weißen Mannes lehnen die Xingu rigoros ab. Besuchen darf man sie nur, wenn sie einen einladen!

19:15 - 19:30, arte
Mit offenen Karten unesco.gif (2965 Byte)

Wie schützt man das Natur- und das Kulturerbe der Menschheit? Die in den 60er Jahren von den USA und der UNESCO entworfene und von den Staaten der Völkergemeinschaft unterzeichnete Konvention stellt eine Liste des Welterbes auf: Welche Kultur- und Naturdenkmäler gehören dazu, wie lauten die Kriterien für Aufnahme, Ausschluss und Warnmeldungen?

19:30 - 20:15, arte
Jillaroos - Cowgirls im australischen Outback fauna.gif (2335 Byte)

Australiens Cowboys satteln um und arbeiten im Bergbau - für besseres Geld! Statt harter Kerle treiben nun junge Frauen die riesigen Viehherden durchs Outback. Sie reparieren Zäune, reiten Pferde zu und verkaufen Herden auf Viehauktionen. Eine neue Zeit bricht an - die Zeit der Jillaroos, der Cowgirls. '360°' begleitet eine Farmerfamilie und ihre Töchter.

Das Outback umfasst knapp drei Viertel der Fläche Australiens und erstreckt sich vor allem über das Northern Territory und Western Australia. Im Sommer herrschen hier Temperaturen von über 50 Grad Celsius.

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20:15 - 21:05, arte
Leptis Magna geschichte.gif (1360 Byte)

Leptis Magna ist der Traum von Rom in Afrika. Kaiser Septimius Severus führt ihn zum Höhepunkt. Nach wenigen Generationen aber versandet der Hafen, der Deich bricht. Der Plan zu einem zweiten Forum wird verworfen. Hat ein Erdbeben den Untergang eingeleitet? Der Ingenieur Andrea Giannantoni aus Rom ist verblüfft von den Kenntnissen der antiken Architekten. Dank ihrer Kuppelkonstruktion hielten die Thermen allen Erdbeben stand. Haben also die Vandalen die Stadt überrannt? Die Dokumentation fragt die Wissenschaftler nach Gründen für den Niedergang. In 3D-Animationen erwecken die Archäologen das afrikanische Rom zu neuem Leben und nehmen den Zuschauer mit auf einen letzten, virtuellen Spaziergang durch die Hafenmetropole. Leptis Magna war ein kurzer Traum, der bis heute nachhält. Ein Traum vom völkerverbindenden Mittelmeer.

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20:15 - 21:00, Phoenix
Herr der Himmelsscheibe geschichte.gif (1360 Byte)

2002 wurde die Himmelsscheibe von Nebra aus den Händen von Kunsthehlern gerettet. Seitdem haben Forscher die Bronzescheibe mit den neuesten wissenschaftlichen Methoden untersucht. In einem Mix aus Doku und Spielszenen zeigt der Film, welche Geheimnisse die Wissenschaftler der Scheibe entlocken konnten: eine spannende Zeitreise zu den Menschen, die vor knapp 4000 Jahren in Deutschland lebten.

Die Himmelsscheibe ist nahezu kreisrund, hat einen Durchmesser von etwa 32 cm und wiegt 2,3 Kilogramm.

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21:05 - 22:00, arte
Die letzten Römer geschichte.gif (1360 Byte)

Nahe der türkischen Stadt Antal- ya befindet sich die archäologische Ausgrabungsstätte Sagalassos . Die Überreste der im 6. Jh. von den Römern aufgegebenen Stadt sind erstaunlich gut erhalten.

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