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Freitag, 12.03.2010
06:00 - 06:45, Phoenix
Jäger verlorener Schätze geschichte.gif (1360 Byte)

Der Florentiner zählt zu den berühmtesten Juwelen der Welt. Der kostbare Diamant mit 137,27 Karat ging durch die Hände vieler Herrscher. Auch Napoleon schmückte sich mit ihm. Doch nachdem der letzte österreichische Kaiser, Karl I., ihn verhökerte, verlor sich seine Spur. Christian Twente hat die Suche nach dem Stein aufgenommen.

06:35 - 07:00, 3SAT
Felix und die wilden Tiere fauna.gif (2335 Byte) kind.gif (6180 Byte)

Der Biologe und Tierfilmer Felix Heidinger reist rund um die Welt, berichtet über Tiere in der Wildnis und weist auf besondere Artenschutzaktionen hin. In dieser Folge von 'Felix und die wilden Tiere' berichtet Felix Heidinger von der Entwicklungsgeschichte der Tiere auf der Erde. Die bekanntesten ausgestorbenen Tiere sind die Dinosaurier. Sie lebten vor rund 250 Millionen Jahren auf der Erde. In ihren besten Zeiten erreichten die Saurier gigantische Körpermaße: Der räuberische Tyrannosaurus Rex wurde 15 Meter lang und fünf Meter hoch, der Prontosaurus erreichte gar eine Länge von 30 Metern und wog 60 Tonnen, obwohl er ein Pflanzenfresser war. Neben diesen Großechsen konnten sich die Säugetiere nur schwer entwickeln. Die meisten waren klein wie Mäuse und führten ein Leben im Schutze der Nacht. Doch eines hatten die kleinen Säugetiere den Dinos voraus: ein wärmendes Fellkleid und eine gleichbleibende Körpertemperatur von circa 37 Grad Celsius. Als die Dinosaurier ausstarben, gewannen die Säugetiere die Oberhand und entwickelten sich zu den vielfältigen Arten, wie man sie heute kennt: So entstanden zum Beispiel Affen, Antilopen, Bären, Elefanten und Tiger.

tiere.jpg (33267 Byte)

06:45 - 07:30, Phoenix
Jäger verlorener Schätze geschichte.gif (1360 Byte)

'Estado da Índia' nannten die Portugiesen ihr Imperium im fernen Osten. Mächtige Gouverneure regierten vom indischen Goa aus die Geschicke des riesigen Seereichs. Doch zu Beginn des 17. Jahrhunderts drängten Holländer und Briten in den Indischen Ozean vor, um die Vorherrschaft der Portugiesen zu brechen. Strategisch bedeutend war das portugiesisch besetzte Hormuz am Eingang zum Persischen Golf. Als englische Schiffe in die Gewässer um das Eiland eindrangen, schickte Lissabon eine Flotte los, zu der auch das Flaggschiff 'San José' gehörte. Doch bis nach Goa ist die 'San José' nie gekommen: Vor der Küste Mosambiks verwickelten die Alliierten die überraschten Portugiesen in eine Seeschlacht, die sich über zwei Tage hinzog. Die 'San José' sank - mitsamt ihrer kostbaren Ladung. Allein neun Kisten voller Silbermünzen hatte das Schiff an Bord. Vor der Küste Mosambiks machen sich Nikolaus Graf Sandizell und seine Hightech-Taucher nun auf die abenteuerliche Suche nach dem Wrack der 'San José'. Der Expeditionsleiter zurrt noch einmal seinen Bleigürtel fest und überprüft, ob seine Tauchmaske richtig sitzt. Dann lässt er sich in die türkisblauen Fluten gleiten. Sandizell und seine Mitarbeiter operieren mit exklusiven Lizenzen der jeweiligen Landesregierung. Das ist entscheidend, denn ihre Arbeit ist Gegenstand einer heftig geführten Diskussion: Wem gehören die Schätze der Meere, und darf man sie überhaupt bergen? Sandizell hat sich verpflichtet, dem Land Mosambik Unikate und besonders wertvolle Funde zu überlassen. Die übrigen Reichtümer darf er in großen Auktionshäusern versteigern, um mit dem Erlös die nächste Expedition zu finanzieren. Der Film von Anya Bartels-Suermondt und Julia Knobloch begleitet die abenteuerliche Suche nach dem Wrack der 'San José'.

schatz2.jpg (39324 Byte)

11:00 - 11:15, RBB
Drakensberge - uKhahlamba unesco.gif (2965 Byte)

Die Drakensberge haben viele Namen. Die ersten Europäer dachten bei dem zackigen, alles überragenden Basaltmassiv wohl zuerst an Drachen. 'uKhahlamba', eine 'Barriere aus Speeren', sahen die Zulu in der 250 Kilometer langen Felsmauer. Das 'Dach Südafrikas', zwischen Johannesburg und Durban gelegen, ist so hoch, dass die Regenwolken vom Indischen Ozean an ihm hängen bleiben. Gewaltige Wassermassen regnen hier jedes Jahr ab und lassen eine fruchtbare Landschaft erblühen. Heute ist das UNESCO-Naturerbe der Drakensberge nicht mehr bedroht. Die südafrikanische Regierung hat erkannt, dass aus einer intakten Natur mehr Nutzen zu ziehen ist, als aus einer zerstörten. Einerseits dient das Gebiet als unentbehrlicher Trinkwasserspeicher für die wachsenden Metropolen, andererseits sieht man auch das touristische Potential der Region.

14:15 - 15:00, NDR
Bilderbuch Deutschland

Weiter Horizont, flache Marschlandschaften, fruchtbare Böden, halb so groß wie Mallorca, hoch im Norden der Republik an der Küste - das ist Dithmarschen. Eine Gegend, die der Mensch dem Meer mit Dämmen und Deichen abgetrotzt hat, eine Gegend, in der die meisten Kohlköpfe Europas wachsen: 75 Millionen jährlich. In Dithmarschen gibt es einen der einsamsten Menschen Deutschlands, genauer auf der Insel Trischen, die ein Vogelwart 230 Tage im Jahr bewohnt, ganz allein mit den Vögeln. Kein anderer Mensch darf einen Fuß auf das Eiland setzen, nicht einmal Dirk Fritsch und sein Kamerateam. Besucht haben sie den Mann aber doch, der manchmal von der Eisdiele in Schwienskopp träumt, auf dem Festland direkt gegenüber - aber unerreichbar. Vom Boot aus konnten sie ihn interviewen.

marsch.jpg (51819 Byte)

14:15 - 15:00, 3SAT
Bilderbuch

Leonard Szmaglik pirscht durch die Straßen von Danzig. Die alte Hansestadt an der Ostsee - für den 74-jährigen ehemaligen Kranführer Stoff für eine lebenslange fotografische Leidenschaft. Die Werftarbeiterstreiks, die Besuche von Günter Grass in seiner Heimatstadt, den Wiederaufbau der zerstörten Innenstadt - Szmaglik hat alles auf Film gebannt. Fast eine Million Fotos sind es mittlerweile. In zwei alten Kleiderschränken seiner Ein-Zimmer-Wohnung bewahrt er sie auf. Filmautor Manfred Uhlig folgt dem alten Mann auf seine Streifzüge und dokumentiert den Wandel der ehemals deutschen Stadt, die heute als Kulturhauptstadt Polens gilt. Die nach dem Zweiten Weltkrieg zum größten Teil zerstörte Innenstadt wurde liebevoll restauriert, ein Prozess, der noch immer nicht abgeschlossen ist. Auf einem Baugerüst in sechzig Meter Höhe flickt der Denkmalpfleger der Marienkirche Tomasz Korzeniowski zerbröselte Ziegelsteine. Eine Million Ziegel hat die größte Backsteinkirche der Welt, jeder zehnte muss restauriert werden - eine Sisyphusarbeit. Doch während der Erhalt der architektonischen Kostbarkeiten Danzigs im EU-Mitgliedsland Polen langfristig gesichert ist, plagen den Fotografen Leonard Szmaglik Sorgen um sein Archiv. 'Was soll aus meinen Negativen werden, wenn ich nicht mehr bin?', fragt sich der alte Mann. Geld für eine sichere Aufbewahrung hat er nicht. Mit seiner kargen Rente kann der ehemalige Werftarbeiter nicht einmal die Reparatur seines defekten Elektroherds bezahlen.

polen2.jpg (34746 Byte)

14:30 - 15:30, MDR
LexiTV - Wissen für alle

Mauritius gilt als Paradies, und die Insel im Indischen Ozean ist der Traum vieler Urlauber. Weiße Sandstrände, bunte Fische im türkisfarbenen Wasser und exotische Pflanzen faszinieren Touristen und Wissenschaftler. Riesenschildkröten kommen zur Paarung nach Mauritius, einzigartige Flughunde sind hier zuhause und vom Boot aus kann man Delfine beobachten. 'LexiTV' geht in dieser Ausgabe auf eine paradiesische Inseltour.

mau.jpg (55347 Byte)

15:00 - 16:00, 3SAT
Planet Wissen

Königsberg und Kaliningrad, Kommunismus und Kapitalismus, Tradition und Aufbruch in die Moderne. Ostpreußen - eine Region voller Widersprüche. Die wunderschöne Region zwischen Weichsel und Memel war über Jahrhunderte ein Teil Deutschlands. Heute gehört sie zu Polen und Russland. Wie leben die Menschen in Ostpreußen heute? Was hat die Region touristisch zu bieten? Wie wird es sich in Zukunft entwickeln? Planet Wissen begibt sich auf eine Spurensuche zusammen mit dem Studiogast Wolf von Lojewski, dessen Vorfahren in Ostpreußen gelebt haben. Der Journalist hat die Region viele Male besucht und dabei Land und Menschen auf faszinierende Weise kennen gelernt. Zweiter Studiogast ist der Historiker Andreas Kossert. Auch er hat Wurzeln in Ostpreußen und ist ein ausgesprochener Kenner der osteuropäischen Geschichte und Kultur.

15:15 - 16:00, RBB
Winterreise durch Lappland ausrufezeichen2.gif (1830 Byte)

Lappland im Winter - das heißt viel Schnee und Dunkelheit, aber auch grandiose Natur, Einsamkeit und Nordlichter. Claudia Buckenmaier begegnen auf ihrer Reise durch den eisigen Norden Finnlands originelle Einheimische und skurrile Bräuche. So ist sie bei einem Tanztee mit Skischuhen dabei, besichtigt den weltweit ersten Saunalift und fährt im Bücherbus für Kinder mit.

Lappland hat eine Bevölkerungsdichte von nur 2,0 Einwohnern pro Quadratkilometer.

lapp.jpg (29721 Byte)

15:30 - 16:00, MDR
Eisenbahn-Romantik bahn.jpg (2944 Byte)

Es geht rund um den Neusiedler See. Es ist ein Teil Österreichs ohne Berge. Hier kreuzen sich die Magistralen nach Ungarn mit verschiedenen Nebenbahnen. k&k-Flair ist hier noch zu genießen, hier, wo die beiden Länder im Herzen Europas aneinandergrenzen. Es gibt kleine Bahnen im kleinen Grenzverkehr und neue Herausforderungen im Nahverkehr. 'Eisenbahnromantik' porträtiert die Region, in der Nostalgie und Moderne aufeinandertreffen.

16:30 - 17:15, 3SAT
Reisewege Kairo

'Umn Al-Duniya' wird Kairo genannt: Mutter aller Städte. Zwölf Millionen Einwohner hat die ägyptische Hauptstadt offiziell. Doch die tatsächliche Einwohnerzahl liegt Schätzungen zufolge zwischen 17 und 25 Millionen. Niemand hat so genau im Blick, wo überall auf Dächern, unter Brücken, in kleinen Ruderbooten und Bretterbuden Menschen versuchen, ihr Leben zu organisieren. Trotz aller Schwierigkeiten des Lebens in einer solch gigantischen Metropole haben sich die Kairoer ihren Humor bewahrt. Doch eine schleichende Islamisierung engt den Bewegungsspielraum der noch vor wenigen Jahrzehnten vorwiegend säkular eingestimmten Menschen ein: Islamistische Anwälte drängen die Behörden, zum Beispiel den traditionsreichen Bauchtanz zu verbieten, Professoren verschiedener islamischer Denk- und Hochschulen schwärzen Intellektuelle und Schriftsteller bei den Behörden wegen angeblich gotteslästerlicher Texte an. Der Film 'Reisewege Kairo' stellt die Metropole am Nil vor.

16:55 - 17:40, Arte
Geisha ausrufezeichen2.gif (1830 Byte)

Im ältesten Viertel Kyotos stellt der Filmemacher Romain Guélat die Welt der Geishas vor und zeigt junge Frauen zwischen Tradition und Moderne. Der Zuschauer erhält Einblick in die exotische Welt der Teehäuser.

viertel.jpg (21119 Byte)

20:15 - 21:15, NDR
Inselgeschichten

Sie ist 17 km lang, aber teilweise nur 500 m breit. Die autofreie ostfriesische Insel Juist ist ein Paradies für Erholungssuchende und Familien. Die 1700 Einwohner bewirteten 2008 über 80.000 Gäste.

ost2.jpg (28847 Byte)

20:15 - 21:00, H3
Bergabenteuer auf Teneriffa fauna.gif (2335 Byte)

Abseits der Touristenhochburgen ist die Kanareninsel Teneriffa ein Paradies für Wanderer. Der Abstieg durch die Masca-Schlucht lohnt ebenso wie der Aufstieg zum Teide, dem mit 3718 Metern höchsten Berg Spaniens.

tene.jpg (48259 Byte)

21:00 - 21:45, RBB
Abenteuer Ozean fauna.gif (2335 Byte)

Einmal im Jahr spielt sich vor der Ostküste Südafrikas ein gewaltiges Spektakel ab: Haie und Delfine peitschen durch das Wasser, Vögel stürzen sich kopfüber in die Fluten. Der Grund, warum sich die Fischjäger so zahlreich versammeln, ist eines der größten Phänomene im Tierreich: Ein gigantischer Sardinenschwarm wandert genau dort die Küste entlang. Woher wissen die Jäger, wann die Sardinen eintreffen und wie schaffen sie es, viele hundert Kilometer zurückzulegen, um zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein? Andreas Ewels sowie Unterwasser-Kameramann Thomas Behrend und sein Team wollen mehr über die beeindruckende Wanderung der Sardinen herausfinden.

ozean.jpg (20032 Byte)

21:00 - 21:45, H3
Im Hotelzug durch Nordspanien bahn.jpg (2944 Byte)

Eine rollende Unterkunft mit Ausblick auf das Meer und die Berge: Sieben Tage ist der 'Transcantabrico' zwischen Santiago de Compostela und León unterwegs. Dabei bietet er den Komfort einer perfekt organisierten Luxusreise: Exkursionen mit Bus und Boot, Stadtbesichtigungen und Eindrücke von der vielfältigen Landschaft in Spaniens grünem Norden. Da ist Galiziens Küste, zerfurcht von riesigen Flussmündungen und berühmt für ihre Meeresfrüchte, da ist die architektonische Erhabenheit der Pilgerstadt Santiago de Compostola mit ihren berührenden menschlichen Begegnungen, da sind die Fischerstädtchen Asturiens und die Sidra-Kneipen in den Metropolen Oviedo oder Gijon, wo der Apfelwein in hohem Bogen eingeschenkt wird. Die Hochgebirgslandschaft der Picos de Europa steht ebenso auf dem Ausflugsprogramm wie ein Besuch in den originalgetreu nachgebauten Höhlen von Altamira mit ihren künstlerischen Hinterlassenschaften der frühesten Europäer. Kantabriens Metropole Santander mit den vielen Stränden und das baskische Bilbao mit dem Guggenheim-Museum und seinen vielen 'Pintxo'-Bistros für den kleinen Hunger zwischendurch sind weitere urbane Höhepunkte dieser Reise. Im Zug kümmert sich eine aufmerksame Crew um das Wohl der Reisenden, und abends darf dann schon mal im Salonwagen das Tanzbein geschwungen werden - die Fahrt mit dem Transcantabrico verspricht unvergessliche Urlaubstage.

zug2.jpg (48700 Byte)

21:45 - 22:40, Arte
Höllenfeuer ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) wissenschaft.gif (2377 Byte)

Eine der größten ökologischen Katastrophen der Welt spielt sich fast unsichtbar ab: Unter der Erdoberfläche brennen Kohlevorkommen. Kohleflözbrände sind schwer zu orten und kaum löschbar. Besonders häufig brennt es unter der Erde in Indien und China. Im Reich der Mitte gehen dabei jährlich 200 Millionen Tonnen Kohle für den Abbau verloren, schätzt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Und dabei entsteht soviel des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2), wie der gesamte deutsche Straßenverkehr in einem Jahr ausstößt.

leben1.jpg (44218 Byte)

22:30 - 23:00, Phoenix
Zwischen Kairo und Kapstadt

Sie wandeln auf den Spuren der alten Ägypter bei einer Nil-Kreuzfahrt zwischen Assuan und Luxor sowie im Tal der Könige - gemeinsam mit europäischen Touristen im Winter; sie sind beim Timkat-Fest in Äthiopien, einem riesigen Tauf-Fest, bei dem zehntausende Pilger die Taufe von Jesus feiern und rituell nachspielen; sie gehen vor Südafrika aufs Meer, um riesige Wale zu sehen und sie sind dabei, als ein südafrikanischer Fotograf gerade die ersten Schwimmzüge eines neugeborenen Buckelwalbabys dokumentiert - die Korrespondenten der 'Weltreisen'.

stat.jpg (52543 Byte)

22:40 - 00:10, Arte
Die neuen Nonnen von Moskau reli.gif (4999 Byte)

Was auf den ersten Blick wie ein Rückschritt ins Mittelalter erscheint, ist eine typisch russische Zukunftsvision: die Architektin Mutter Elisaweta (62), die Archäologin Mutter Nikolaja (62), die Philosophin Mutter Elaria (36), die Ingenieurin Julia (37) und die Juristin Olga (29) träumen von einem besseren Russland, das durch einen starken Glauben zu seinen Wurzeln zurückfindet. Mutter Elisaweta, Mutter Nikolaja und Mutter Elaria waren die ersten Nonnen des Iwanow-Klosters, die nach der Revolutionen von 1917 wieder die Weihe zur Nonne empfangen haben. Julia und Olga steht diese Zeremonie noch bevor. Sie leben seit zwei Jahren im Kloster und durchlaufen eine Probezeit. Nach der Weihe müssen sie alles, was in der Welt für sie Bedeutung hatte, hinter sich zurücklassen: Familie, Eltern, Freunde. Die Weihe zur Nonne bedeutet einen Abschied von der Welt, wie sie sie bisher kannten. Julias Mutter hat ein Leben lang in der sowjetischen Rüstungsindustrie gearbeitet. Für sie ist die Entscheidung der Tochter kaum nachzuvollziehen - Julias Vater, enttäuscht über die Entscheidung seines einzigen Kindes, wird zur Weihe nicht kommen. Olga ist Waise. Ihr Freund kam vor sechs Jahren bei einem Autounfall ums Leben. Die Mutter ihres Freundes wird zur Weihe kommen. Sie versucht Olga zu unterstützen, doch die ist längst in einem neuen, geistlichen Leben. Sie sagt: 'Ich bin für diese Welt gestorben.' Eine Nonnenweihe findet unter strengstem Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Nur die engsten Angehörigen dürfen dabei sein. Die Autorin Beate F. Neumann hat sich seit vielen Jahren um eine Drehgenehmigung bemüht, jetzt gewährte ihr das Iwanow-Kloster Einblick in seinen streng ritualisierten Alltag, und sie durfte die Weihe der jungen Frauen filmen.

nonnen.jpg (30631 Byte)

23:15 - 00:40, WDR
In this world - Aufbruch ins Ungewisse ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) film.gif (3907 Byte)

Afghanistan, Februar 2002. Zahllose Menschen fliehen aus dem kriegsgeschüttelten Land in die pakistanische Grenzstadt Peshawar. Unter ihnen sind die Cousins Jamal und Enayat. Während der Teenager Jamal in einem Flüchtlingslager lebt, arbeitet Enayat am Elektroartikel-Stand seiner Familie. Um seinem Sohn eine bessere Zukunft zu ermöglichen, will Enayats Vater ihn zu Verwandten nach England schicken. Da der jüngere Jamal englisch spricht, darf er Enayat begleiten. Bei illegalen Schleusern kaufen sie ein Ticket nach London. Die Reise 'ins Glück' gerät jedoch schon bald zu einer aufreibenden Tortur. Bereits im Iran werden sie bei einer Kontrolle erwischt und nach Hause zurückgeschickt. In Peshawar angekommen, beginnt die Prozedur von vorne: Abermals werden die Schleuser bezahlt, abermals beginnt eine Reise ins Ungewisse. In Bussen und Lastwagen, versteckt zwischen Kartons und Schafen, erreichen sie schließlich Teheran. Von einem Dorf nahe der Grenze geht es zu Fuß weiter - durch das unwegige, von hohem Schnee bedeckte Grenzgebirge in die Türkei. Nächste Station: Istanbul. In der brodelnden Metropole arbeiten die beiden Männer bis zum Weitertransport in einer Metallwerkstatt. Mit einer Gruppe anderer Flüchtlinge werden sie schließlich in einen Container gesperrt, der sie auf einem Frachtschiff nach Italien bringen soll. Als während der über 40-stündigen Reise der Sauerstoff in dem Container knapp wird, bricht Panik aus. Bei der Öffnung des Containers bietet sich ein Bild des Schreckens: Allein Jamal und ein Baby haben die Überfahrt überlebt. Von Triest aus schlägt Jamal sich bis nach Frankreich durch, wo er in einem Auffanglager landet - aus dem er jedoch fliehen kann. Versteckt unter einem Lastwagen gelangt er mit dem 'Euro Star' schließlich bis nach London. Vier Monate hat seine Odyssee gedauert.

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