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Donnerstag, 02.09.2010
04:00 - 04:52, arte
Kaminer goes Kaukasus

Der Kaukasus: endlose Weiten, mächtige Berge. Genauer gesagt ist der Kaukasus ein etwa 1.100 Kilometer langes Gebirge zwischen Schwarzem und Kaspischem Meer. Irgendwo mitten drin liegt der kleine Ort Mineralnye Vody. Hier lebt die Schwiegermutter des Schriftstellers Wladimir Kaminer. Der in Berlin lebende Russe ist ein Popstar der Sprache. Kein Wunder, denn kaum jemand wirft einen schärferen und humorvolleren literarischen Blick auf die kleinen und großen Unterschiede zwischen West und Ost. Die Dokumentation begleitet Wladimir Kaminer auf seiner Reise zur Schwiegermutter und deren Familie. Beiläufig stellt der Autor dabei die verschiedensten Betrachtungen über den ganz gewöhnlichen Alltag im russischen Teil des Kaukasus an. Denn während in Moskau mittlerweile der Kapitalismus zelebriert wird, zeigen sich die Bewohner von Mineralnye Vody in vielerlei Hinsicht ambivalent. So weigert man sich dort bislang beharrlich, für Strom zu bezahlen. Schließlich gab es den im Kommunismus umsonst. Stattdessen wird jetzt die Oberleitung der Bahn angezapft.

schwarz1.jpg (28196 Byte)

07:00 - 07:30, arte
Reiseskizzen aus ... ausrufezeichen2.gif (1830 Byte)

In der heutigen Folge der Reihe entdeckt Elsie Heberstein Guatemala. Vom Ausgrabungsort Aguateca im tiefsten Dschungel geht ihre Reise über Cobulco mit seinem bunten Patronatsfest in die von Vulkanen umgebene ehemalige Hauptstadt Antigua. Elsies Begegnungen mit den Einheimischen und ihre Zeichnungen erzählen von der Welt der Maya und ihren Einflüssen auf das heutige Leben der Guatemalteken.

skizze1.jpg (57726 Byte)

07:30 - 08:00, arte
Reiseskizzen aus ... ausrufezeichen2.gif (1830 Byte)

Auf einer Reise von der kubanischen Hauptstadt Havanna über die Tabakfelder der Provinz Pinar del Río bis nach Santiago de Cuba zeichnet die junge Illustratorin Carla Talopp ein feinfühliges Porträt der 'Perle der Karibik'.

kuba3.jpg (42399 Byte)

08:00 - 08:45, arte
Oman - Die Rosen  der Wüste ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) fauna.gif (2335 Byte)

Im Wüstenstaat Oman ist Wasser rar. Dennoch blühen hier sogar Rosen - dank eines 1500 Jahre alten Kanalsystems. Darüber wacht Suleyman Al Riyami , oberster Wasserbeauftragter seines Dorfes.

rosen.jpg (16493 Byte)

08:15 - 09:00, Phoenix
Der absolute Hummer fauna.gif (2335 Byte)

Die größten Hummer der Welt leben vor den Küsten Neuschottlands. Während die Hummerpopulation in anderen Regionen der Erde abnimmt, wächst sie vor der kanadischen Halbinsel. Die Fischer brauchen teure Lizenzen, um an der Küste von Nova Scotia auf Hummerfang zu gehen. Die Fangsaison ist je nach Region genau reglementiert. Und eine große Zahl von Tieren, die nicht bestimmten Vorgaben entsprechen, müssen zurück ins Wasser gegeben werden. John Tremblay, Meeresökologe vom Bedford Institut, macht sich trotzdem Sorgen: 'Die Boote werden immer größer und technisch immer besser. Trotz der Beschränkungsmaßnahmen für die Hummerfischer holen sie heute weit mehr Hummer aus dem Wasser als noch vor zehn Jahren.' Hummer-Exporteur Mike Jumelet stellt fest, dass der Hummer qualitativ schlechter geworden ist. 'Es gibt heute viel mehr Hummer mit einer weichen Schale. Die können wir nicht exportieren. Man sollte sie auch nicht essen, denn ihr Fleisch ist nicht gut', gibt er zu bedenken. Als Ursache vermutet er eine Überpopulation der Riesenkrebse. In Neuschottland gehört Hummer, auch Lobster genannt, ganz selbstverständlich auf den Tisch. Die Menschen hier kaufen ihn in Tüten, um ihn zu Hause zu kochen. Ältere Einwohner erinnern sich noch an Zeiten, in denen man das Schulbrot, belegt mit Hummer, gerne gegen ein Brot mit Erdnussbutter tauschte. 'Hummer war etwas für arme Leute', schmunzelt Bernise Goodick, Ehefrau eines älteren Fischers. 'Heute ist das anders.' 22.000 Tonnen Hummer werden von Neuschottland aus in alle Welt verkauft. Ohne den Hummer könnte die Halbinsel wirtschaftlich kaum existieren. Eine starke Abnahme der Lobsterpopulation oder ein Einbruch in der Qualität wäre eine Katastrophe für die Region.

neuschott.jpg (34948 Byte)

09:15 - 10:00, arte
Kailash - Zum heiligsten Berg Tibets ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) fauna.gif (2335 Byte) reli.gif (4999 Byte)

Im Juni 2000 begleitete ein Filmteam eine vom österreichischen Abenteurer Sepp Eder angeführte Expedition in eine der am höchsten gelegenen Regionen der Welt. Ziel war der heilige Kailash im Westen Tibets. Der pyramidenförmige, 6.714 Meter hoch, ist seit mehr als tausend Jahren das Ziel zahlreicher Pilger. Früher machten sie sich zu Fuß auf den Weg, der Monate dauern konnte. Heute kommen sie per Lastwagen aus allen Teilen des Landes, nicht um den Berg zu ersteigen, sondern um ihn zu verehren. Die Pilger umkreisen den Kailash, ohne den Gipfel zu erklimmen, aus Achtung vor den Göttern. Die Gläubigsten unter ihnen bewältigen den Weg, indem sie sich Körperlänge für Körperlänge auf den Boden werfen - 54 Kilometer weit auf einer Höhe von 4.700 bis 5.600 Metern. Der Kailash gilt als Heiligtum mit geheimnisvollen Kräften. Auch Europäer wie Sven Hedin, Heinrich Harrer und Herbert Tichy standen im Banne dieses einzigartigen Berges. Der Vergleich mit historischem Filmmaterial zeigt, dass sich das Leben in Tibet kaum verändert hat und dass Spiritualität zeigt.

10:45 - 11:35, arte
Der Mehlspeis-Adel koch.gif (4446 Byte)

Der 'Zauner' in Ischl zählt wie der 'Demel' in Wien oder das 'Tomaselli' in Salzburg zu den Hochburgen des österreichischen Mehlspeis-Adels. Die Nougatkipferln, Mokkatörtchen, Mandelbögen, Orangendukaten, Trüffelkugeln und all die anderen Köstlichkeiten, die in diesen traditionsreichen Zuckerbäckereien hergestellt werden, genießen Weltruf. In nobler Atmosphäre lässt sich's besonders herzhaft schlemmen. Ob das Café 'Esplanade' an der Traun-Promenade oder der 'Demel' mit seinem barocken Ambiente - ihr gediegenes Interieur und ihre bewegte Geschichte bieten den idealen Rahmen, in dem sich die vielen Geschichten über das süße Leben entfalten können. Einige der Torten, Strudel, Rouladen, Biskuits und Petit Fours tragen berühmte Namen und verkörpern somit ein Stück Kulturgeschichte, andere verweisen allein schon durch ihre Extravaganz auf ihre vornehme Herkunft. Bis zur Gaumenfreude aber ist es ein langer Weg. Erst traditionsreiche Rezepte, vielfältige Ingredienzien, manch edler Tropfen und die Kunst des Verfeinerns, das eigentliche Metier der Zuckerbäcker, machen Österreich zum Mehlspeis-Paradies. Salzburg ist - besonders im Sommer, wenn die Festspielgesellschaft der Prominenten und Reichen eintrifft - ein Schauplatz der Kultur und der Sinnlichkeit. Mehlspeisen und Festspiele sind gleichermaßen Ausdruck für eine verfeinerte Form von Kulturgenuss, die man in Österreich zelebriert wie kaum anderswo. Beides zusammen ergibt jenen barocken Charme, mit dem die Stadt ihre Besucher betört. Die Verkörperung von Genuss und Üppigkeit sind zweifellos die Salzburger Nockerln. Das zarte Schaumgebilde besteht ausschließlich aus Eiern, Zucker, Vanille und einem Hauch Mehl. Die Nockerln, die aus der Ei-Masse geformt werden, dürfen nur ganz kurz im heißen Ofen gebacken werden, damit die cremige Konsistenz dieser Köstlichkeit erhalten bleibt. Das alte Originalrezept hat mit den Nockerln, wie sie heute serviert werden, fast nichts mehr gemeinsam. Der französische Einfluss auf die österreichische Küche ließ die Gerichte leichter werden und so entstand jenes flaumige Soufflé, das als 'Salzburger Nockerln' in Österreichs Spitzenrestaurants serviert wird.

11:35 - 12:20, arte
Das Geheimnis der chinesischen Liebessuppe koch.gif (4446 Byte)

Die richtigen Gemüse und Kräuter heilen Migräne, lindern die Leiden der Schwangerschaft und bekämpfen sogar chronische Allergien. - Was wann hilft, ist in Küchenweisheiten zu finden, die bis heute in China praktiziert werden. Angel Huang, Chefin eines modernen Gourmetrestaurants in Shanghai, will mit Hilfe des 1000 Jahre alten Wissens eine 'Liebessuppe' kreieren.

liebes.jpg (31532 Byte)

12:45 - 13:00, 3SAT
Estland ausrufezeichen2.gif (1830 Byte)

Estland, das nördlichste der drei baltischen Länder, hat eine turbulente Geschichte hinter sich. Seit dem Mittelalter war es immer wieder besetzt - zuletzt unter russischer Herrschaft. Seit 1991 ist das Land jedoch unabhängig. Seitdem hat sich viel geändert, auch auf der Insel Saaremaa. Doch eines ist unverändert geblieben: Noch immer ist das Eiland fast ausschließlich von Frauen bewohnt. Während die Männer auf See oder dem Festland arbeiten, versuchen sie, die alten Traditionen der Fischerinsel zu bewahren. Der Film stellt die Insel Saaremaa und den Alltag ihrer Bewohner vor.

14:15 - 15:00, NDR
Bilderbuch Deutschland

Die Bürger von Hameln haben das besondere Talent, ihre glanzvolle Vergangenheit für die Zukunft zu nutzen. So vermarkten sie ihre prachtvolle Innenstadt im Stil der Weserrenaissance als Touristenattraktion. Die vom legendären Rattenfänger entführten Kinder deuten sie zu freiwilligen Auswanderern um und schmücken sich seit Jahren mit einem lebendigen Wahrzeichen: dem amtlich bestellten Rattenfänger - ein Mann aus Pennsylvania. Sie sehen sich angesichts der 'Weißen Weserflotte' immer noch als stolze Hansestadt und bringen in einer der zahlreichen früheren Wassermühlen die Stadtbibliothek unter, während in einer anderen Mühle bis heute Getreide gemahlen wird. Vor dem Hintergrund persönlicher Geschichten entfaltet sich in diesem 'Bilderbuch' die wechselvolle Geschichte der 1.200-jährigen Weserstadt und ihrer reizvollen Umgebung, dem Weserbergland.

talent.jpg (47599 Byte)

14:45 - 15:30, H3
Perlen des Regenwaldes fauna.gif (2335 Byte)

Das riesige Biosphärenreservat Indio-Maiz entlang des Flusses Rio San Juan bis an die Karibik-Küste ist das Herzstück des grenzübergreifenden Peace-Parks 'SI-A-PAZ' - 'Ja zum Frieden'. Auf wenigen Hektar sind hier mehr Tier- und Pflanzenarten zu finden als in ganz Europa: Erdbeerfrösche und Goldbaumsteiger, Tukane, Amazonen, Mantelbrüllaffen und Klammeraffen. Der Soldatenara, ein großer, grüner Papagei, ist zum Symboltier für den Kampf um die Erhaltung des einzigartigen Ökosystems in der Region geworden. Die Stadt Greytown an der Mündung des Rio San Juan erlebte ihre Blütezeit während des Goldrauschs in Amerika. Deshalb sollte Ende des 19. Jahrhunderts von ihr ausgehend ein Kanal gebaut werden, um den Atlantischen mit dem Pazifischen Ozean zu verbinden. Ein Vulkanausbruch brachte die Pläne zum Erliegen. So wurde der Kanal in Panama gebaut. Für das Land Nicaragua war das eine ökonomische Katastrophe, für die Natur entlang des San Juan ein Geschenk. Jetzt wollen die Menschen, die hauptsächlich vom Fischfang leben, den Tourismus entwickeln. Rundschwanzseekühe, auch Manatis genannt, leben hier und könnten ein Magnet für Besucher aus aller Welt werden. Wissenschaftler aus San José wollen nun erforschen, ob sie von den Lagunen des nicaraguanischen San-Juan-Deltas etwa über die Flüsse nach Costa Rica wandern. Das Schutzgebiet an der Karibik-Küste Costa Ricas gilt als ein Musterbeispiel für Ökotourismus: Über 60.000 Besucher kommen jährlich.

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15:00 - 16:00, SWR
Das Kaisergebirge fauna.gif (2335 Byte)

Das Kaisergebirge in Tirol ist eine äußerst vielseitige Bergregion. Gipfel wie der Predigtstuhl oder die Ellmauer Halt begeistern Wanderer, Bergsteiger und Kletterer gleichermaßen. Der Film zeigt, von Kufstein ausgehend, einige der schönsten Bergtouren im Kaisergebirge. Ein herrlicher Aussichtsgipfel ist der Scheffauer, der im Film über den Widauersteig bestiegen wird. Als Höhepunkt schließlich die Durchquerung der Steinernen Rinne und der Aufstieg zum Ellmauer Tor, eine der eindrucksvollsten Unternehmungen in den Nördlichen Kalkalpen.

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15:00 - 15:45, 3SAT
Mein Venedig

Jedes Jahr fallen 12 Mio. Touristen in die italienische Lagunenstadt ein. Für Venezianer eine enorme Belastung: Sie wollen nicht in einem Museum leben, wissen aber auch, dass ihre Existenz vom Tourismus abhängt. Gerd Helbig besuchte u.a. den Ex-Bürgermeister Antonio Casellati, der seinen Palazzo wegen der hohen Renovierungskosten verkaufen muss.

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15:00 - 16:00, WDR
Planet Wissen fauna.gif (2335 Byte) unesco.gif (2965 Byte)

Die schwäbische Alb ist ein uriges Land - im wortwörtlichen Sinn: in der uralten Kulturlandschaft im Süden Deutschlands liegen bedeutende Urzeitfunde aus den Anfängen der Menschheit und den Zeiten, als noch die Saurier auf unserer Erde lebten. Die Venus der Schwäbischen Alb ist das älteste Kunstwerk aus Menschenhand. Gefunden wurde sie in einer der zahlreichen Höhlen, die die schwäbische Alb durchlöchern wie einen Schweizer Käse. Dazu kommen Quellen und Krater, Felsen, Flüsse und Wacholderheiden mit einem Pflanzenreichtum, der seinesgleichen sucht. Weite Ebenen mit einsamen Landschaften, die in Deutschland so kaum noch zu finden sind, treffen auf prachtvolle Schlösser, die Geschichte erzählen. Schon immer herrschte hier Tüftlergeist und nicht selten waren sie in der großen weiten Welt bekannt: ob Märklin, Steiff oder Triumph. Und: Teile der Schwäbischen Alb wurden durch die UNESCO den weltweit bedeutendsten Kulturlandschaften zugerechnet und ist heute das einzige Biosphärengebiet Baden-Württembergs. Planet Wissen lüftet die vielen Geheimnisse der Schwäbischen Alb mit den Gästen Gudrun Mangold, Journalistin und Autorin zahlreicher Bücher und Filme über die Alb. Sie nimmt uns mit auf Entdeckungstour durch eine einstmals arme Region, deren Überlebenswille markante Spuren hinterlassen hat. Die Archäotechnikerin Maria Malina hat die Venus von der Alb mit entdeckt und sie erzählt von ihrer spannenden Arbeit, bei der sie immer wieder weltweit einzigartige Kunstwerke in den Tiefen der Höhlen ausgräbt.

15:15 - 16:00, NDR
Am Fuß der Rocky Mountains ausrufezeichen2.gif (1830 Byte)

Rund 15.000 Blackfootindianer leben in Montana und im Süden Kanadas. Rancher und Medizinmann Tom Crawfort (50) ist einer der wenigen, die noch die Bräuche des Stammes kennen. Seine geschäftlichen Erfolge will er traditionell feiern: Mit seinem Sohn geht er auf Büffeljagd, um das Fleisch des erlegten Tieres unter den Stammesältesten zu verteilen.

Der Kameramann der Doku, Holly Fink, drehte u.a. den TV-Zweiteiler 'Dresden' (2006). Sprecher ist Klaus Sonnenschein. Er lieh in über 600 Film- und Fernsehproduktionen u.a. Morgan Freeman und Sean Connery seine Stimme.

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15:15 - 16:00, RBB
Grzimeks Erbe in Afrika fauna.gif (2335 Byte)

Bernhard Grzimek , bekannt als Frankfurter Zoodirektor, hat Jahrzehnte für den Aufbau und Erhalt der Tierschutzgebiete gekämpft. Zusammen mit seinem Sohn Michael produzierte er 1956 den Oscarprämierten Kinofilm 'Serengeti darf nicht sterben'. Und dort, in der Serengeti, führt Biologe Dr. Markus Borner, der mit Bernhard Grzimek noch persönlich gearbeitet hat, dessen Werk fort. Ein Filmteam hat den Schweizer begleitet.

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15:30 - 16:00, H3
Zwischen Bodensee und Bergmassiven fauna.gif (2335 Byte)

Das Appenzell ist fast zu schön, um wahr zu sein. Buntbemalte stattliche Häuser locken tagsüber scharenweise Touristen an. Aber am Abend kehrt dörfliche Stille ein. Wer jetzt hinaus fährt, geradewegs ins Alpsteingebirge mit dem Säntis als mächtigem Herrscher der Voralpen, sollte die Ohren spitzen. Denn dann ertönt hie und da der Betruf der Senner. So weit seine Stimme reicht, so weit soll auch der Schutzbann der Heiligen für Mensch und Vieh reichen, heißt es. Hier oben, auf 1.500 Metern Höhe, grasen die weithin bekannten Appenzeller Ziegen: schneeweiße Schönheiten mit langem, seidigem Fell und sanftem Wesen - so sanft wie das hügelige Appenzellerland zwischen Bodensee und Alpsteinmassiv. Ein ideales Wandergebiet auch für weniger trainierte Zeitgenossen. 'nix wie raus ...' ist unterwegs per Heißluftballon, Luftseilbahn und Doppeldeckerbus, zeigt atemberaubende Ausblicke in die weite Landschaft und gibt erhellende Einblicke in die abgrundtiefe Seele der Appenzeller, über die man in der restlichen Schweiz wegen ihrer angeblich geringen Körpergröße gern Witze reißt. Die Sendung stellt das Sennerhandwerk im Aufschwung vor und gibt eine Kostprobe der typischen Appenzeller Streichmusik.

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15:30 - 15:55, B3
Felix und die wilden Tiere fauna.gif (2335 Byte) kind.gif (6180 Byte)

Als die Asiatischen Löwen kurz vor dem Aussterben waren, beschloss ein schwerreicher indischer Maharadscha, ihnen ein großes Schutzgebiet einzurichten. So entstand der indische Gir-Nationalpark, der einzige Ort auf dieser Welt, wo Asiatische Löwen noch frei herumstreifen. Nirgendwo sonst leben Löwen und Menschen so dicht zusammen wie dort. Einen Teil ihrer Nahrung erbeuten die Löwen in den Viehherden der Maldharis, einem Hirtenvolk, das im Nationalpark lebt. Und so mancher Hirte hat den Versuch, seine Herde mit Steinwürfen oder Stöcken zu verteidigen, mit dem Leben bezahlt. Täglich sind die Ranger des Gir-Nationalparks bereits bei Tagesanbruch unterwegs, um die Tiere zu beobachten und nach verletzten und kranken Löwen zu suchen. Die Asiatischen Löwen, die vor 200 Jahren sogar noch in Griechenland heimisch waren, leben nicht wie ihre afrikanischen Vettern in Rudeln zusammen. Die Löwinnen ziehen ihre Jungen allein groß und dulden auch keinen männlichen Löwen in deren Nähe.

15:45 - 16:30, 3SAT
Mein Venedig

Roberto Tramontin gehört die älteste Gondelwerft Venedigs. Seit 1874 baut seine Familie die traditionellen Boote nach unveränderten Vorlagen. Tramontin verkörpert die Beharrlichkeit jener Venezianer, die ihre Stadt gegen die Überkommerzialisierung verteidigen. Zu diesen traditionellen Betrieben gehört auch die Brokatweberei Bevilacqua, untergebracht in einem unscheinbaren Haus am Großen Kanal. Wenn man die Weberei betritt, traut man seinen Augen kaum: Dort rattern hölzerne Webstühle aus dem 18. Jahrhundert und fertigen teuersten Brokat nach Mustern des 12. Jahrhunderts. Diese Werkstätten sind Überbleibsel einer einst in aller Welt berühmten Industrie, die das reiche Venedig ausgestattet und geschmückt hat. Von Venedigs Gemüseinsel San Erasmo werden Salat, Bohnen und Fenchel mit dem Boot nachts um drei durch die stockdunkle Lagune zum Markt gefahren. Im zweiten Teil seines Films besucht Gerd Helbig unter anderem den Gondelbauer Roberto Tramontin. Dort erlebt Helbig die Entstehung einer prachtvollen Hochzeitsgondel - von der Kiellegung bis zur Einweihung - und eine romantische venezianische Hochzeit zu Wasser.

venedig4.jpg (44207 Byte)

16:00 - 16:45, H3
Budapest - Gesichter einer Stadt

Die Perle der Donau ist reich an touristischen Highlights - die romantische Fischerbastei, der Burgpalast oder die berühmte Matthiaskirche sind nur einige davon. Richtig spannend wird Budapest aber dort, wo man auf Entdeckungsreise geht: etwa im Jüdischen Viertel, wo die Filmautorin Julia Leiendecker den Rabbiner Polnauer einen Tag lang begleitet, oder im einzigen staatlichen Zirkus von Europa, der das ganze Jahr über geöffnet hat. Im historischen Café Central trifft Julia Leiendecker zwei der bekanntesten ungarischen Autoren. Tag für Tag diskutieren sie hier das Weltgeschehen - so wie sie es schon vor über fünfzig Jahren getan haben. Julia Leiendecker erfährt, warum die Ungarn schon um sechs Uhr morgens vor den Heilbädern Schlange stehen und dass es keine bessere Medizin gibt, um jung zu bleiben. Zu sehen sind die schönsten Jugendstilbauten der Stadt, und der Film lädt ein mitzufeiern, wenn auf der Kettenbrücke so richtig fetziger Jazz geboten wird. Es ist ein bunter Streifzug durch eine der spannendsten Städte Europas, die sich trotz vieler Veränderungen ihre nostalgischen Seiten bewahrt hat.

16:30 - 17:15, 3SAT
Die Eroberung Sibiriens geschichte.gif (1360 Byte)

Nach der 'Großen Nordischen Expedition' (1733) wurde Sibirien als geografischer Raum erfasst. Die meisten 'weißen Flecken' waren getilgt und erste Handelswege waren entstanden. Dennoch dauerte es bis Mitte des 18. Jahrhunderts, bis man am Zarenhof einsah, dass Sibirien nur an Europa angebunden werden konnte, wenn Verkehrswege entstehen.

sibirien2.jpg (32069 Byte)

16:50 - 17:35, arte
Unterwegs auf dem Dach der Welt ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) fauna.gif (2335 Byte)

Die Changtang-Hochebene liegt in Westtibet. In der Region betreiben die Drokpa-Nomaden Viehzucht und bauen Salz ab, das sie im Sommer verkaufen. Das Naturkristall der Drokpa steht hoch im Kurs und wird bis nach Nepal, Indien, Bhutan und Sikkim verkauft. Der Transport des Salzes ist allein Männersache, denn in Tibet glaubt man, dass die Anwesenheit von Frauen zum Verschwinden des wertvollen Guts führen könne. Auch die Angehörigen des Dolpo-Volks in Nepal gewinnen Salz. Im Herbst tauschen sie es gegen Getreide und Bohnen, die von den Rongpa-Nomaden weiter südlich - jenseits der Berge - angebaut werden. Da das Klima bei den Rongpa milder ist, verbringen die Dolpo dort den strengen Winter und ziehen im Frühjahr wieder nach Changtang.

unterwegs8.jpg (58512 Byte)

17:15 - 18:00, 3SAT
Unter Schakalen - Familien in der Serengeti fauna.gif (2335 Byte)

Auch unter Schakalen in der Serengeti verlaufen Familienbeziehungen recht unterschiedlich. Hunter ist ein Familienvater, der gern alles fest im Griff hat. Er denkt in erster Linie an sein eigenes Wohlergehen. So gibt er nur unwillig etwas von seiner Jagdbeute an hungernde Familienmitglieder ab. Seine Partnerin Whitetip muss für sich selbst sorgen. Verehrer seiner Tochter jagt Hunter auch schon mal kurzerhand über die Steppe davon, obwohl er sich sonst um die Aufzucht der Jungen wenig kümmert. Zaber dagegen ist ein Schakal-Männchen, wie jedes Weibchen es sich wünscht: Er und seine Gefährtin Storm gehen gemeinsam auf die Jagd, Zaber teilt seine Beute, und Kindererziehung ist für ihn eine gemeinsame Angelegenheit. Die beiden Schakal-Familien sind die Protagonisten dieser aufwendig produzierten Tierdokumentation, bei der es vor allem um den täglichen Kampf und um das Überleben der Jungtiere geht, die den Fortbestand der 'Golden Jackals' in der Serengeti sichern sollen. Zu sehen sind kleine amüsante, aber auch traurige Geschichten aus der Welt der wolfsähnlichen Raubtiere.

18:05 - 19:00, arte
Polen - Ärger im Revier

Im Nordosten Polens pochen Teile der Bevölkerung auf ein aus Zarenzeiten stammendes Fischereirecht. Leszek Michalkiewicz liegt seit Jahren im Streit mit den Nachbarn, weil er illegal in den Seen fischt.

revier.jpg (34443 Byte)

19:30 - 20:15, arte
Fluss ohne Grenzen fauna.gif (2335 Byte)

Wie ein grünes Band verbinden March, Donau und Taja die Alpen mit den Karpaten und schlagen so eine Brücke zwischen West- und Osteuropa. Die March fließt, von Tschechien kommend, entlang der slowakischösterreichischen Grenze zur Donau. Ihre Auen, Sümpfe und Nebenarme reichen weit in alle drei Länder hinein. Die Auwälder, Altgewässer und Feuchtwiesen der March, die eine der letzten ungezähmten Flusslandschaften im Herzen Europas bilden, beherbergen eine außerordentliche Artenvielfalt. Sie sind der Lebensraum teilweise extrem selten gewordener Tier- und Pflanzenarten wie Seeadler, Kaiseradler und sibirische Iris. Unmittelbar an den Auwald grenzt eine Landschaft, die unterschiedlicher nicht sein könnte: eine in Mitteleuropa einzigartige Steppe. Die sanften, grasbedeckten Sanddünen am Unterlauf der March erinnern an Zentralasien, und von dort stammen auch viele Pflanzen und Tiere, die hier leben. Für wandernde Wildtiere wie Elche, Bären, Rothirsche, Wildschweine und Luchse sind die Marchauen seit Jahrhunderten ein Trittstein zwischen Alpen und Karpaten, ein grüner Korridor mitten durch eine immer dichter werdende Zivilisation. Die Dokumentation, für die Regisseur Franz Hafner und sein Team zwei Jahre lang die Natur an der March beobachtet haben, zeigt die einmalige Landschaft in ihrer ganzen Vielfalt und Schönheit.

marsch.jpg (44611 Byte)

20:15 - 21:00, 3SAT
Ins heiße Herz Afrikas ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) fauna.gif (2335 Byte)

Mitten rein ins Pulverfass? In eine Region, die immer wieder von Hungersnot, Bürgerkrieg, Terrorismus bedroht ist? 'Ich dachte, der Zappenfeld scherzt!', sagt Chefredakteur Thomas Baumann. 'Klar, eine gewisse Unruhe herrscht in Zentralafrika schon, aber es ist eine geheimnisvolle, unentdeckte Gegend', kontert sein Korrespondent. Werner Zappenfeld (59) hat sich durchgesetzt- und liefert jetzt mit seiner zweiteiligen Reportage den Auftakt zum ARD-Afrika-Schwerpunkt im Fußball-WM-Jahr. Auf den Spuren des berühmten Forschers Mungo Park († 1806) entführt er uns von Mali nach Nigeria - 2000 Flusskilometer am Niger entlang. Dabei entdeckt er u.a. malerische Lehmstädte, erlebt die Viehdrift der Fulani-Hirten, die Pirsch der Sorko-Jäger. Ein faszinierender Trip 'Ins heiße Herz Afrikas'!

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20:15 - 21:00, NDR
mareTV fauna.gif (2335 Byte)

Im Westen der Jadebusen, im Norden die Nordsee, im Osten die Weser und im Süden die Hunte - kaum eine Region in Deutschland ist so vom Wasser umschlossen und durchzogen wie die Wesermarsch. Und zwischen den Gewässern: sattes Grün, weitläufige Marschen, mystische Moore und saftige Wiesen. Die 'große Liebe' von Martin Sievers ist schon ein bisschen reifer: 'Anita' ist ein Krabbenkutter, der bereits 1956 vom Stapel lief. 'Aber top in Schuss', sagt Sievers, der seine Eltern angepumpt hat, um sich seinen Traum zu erfüllen. Mit 27 Jahren ist er der jüngste Krabbenfischer von Fedderwardersiel und seit Jahrzehnten der Erste, der diesen Beruf wieder ergriffen hat. Zur Jungfernfahrt schmückten die anderen Kapitäne ihre Kutter und geleiten den jungen Kollegen hinaus in die Nordsee. So groß ist die Freude über den maritimen Nachwuchs. Udo Hilfers freut sich auch über Nachwuchs. Seiner aber hat rote Schnäbel, trägt schwarzweißes Federkleid und stakst mit dürren Beinen über saftige Marschwiesen. Hilfers ist der 'Storchen-Papa' der Wesermarsch. In seiner Storchenpflegestation päppelt er verletzte und hilflose Tiere wieder auf. Bisher hatte Hilfers noch für fast jedes Storchen-Malheur eine Lösung parat. Vor Kurzem ließ er für einen Storch sogar eigens eine Schnabelprothese von einer befreundeten Zahntechnikerin anfertigen. Die Bewohner von Harriersand waren schon immer etwas anders. Sie nennen sich Inselfreunde und behandeln ihr Eiland mitten in der Weser wie ein kostbares Juwel. Schließlich ist Harriersand eine der größten Flussinseln Europas. Die Inselfreunde beobachten sehr genau, wer ihr Reich besucht - und vor allem, wie das geschieht. Wer die Fähre 'Guntsiet' nimmt, hat schon mal gute Karten. Denn die 'Guntsiet' ist so klein, dass sie keine Autos mitnehmen kann. Und nur wer ohne Auto kommt, kann sich Chancen auf einen Zeltplatz ausrechnen. Außerdem berichtet 'mareTV' über den 'Strand-Hausmeister' von Eckwarderhörne und den Autoterminal von Bremerhaven, einem der weltweit wichtigsten Verladeplätze für Neuwagen.

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20:15 - 21:00, Phoenix
Die Rückkehr der Büffel fauna.gif (2335 Byte)

Bevor Europäer das Land zwischen North Dakota und Texas besiedelten, lebten dort 50 Mio. Büffel - am Ende des 19. Jahrhunderts waren es nur noch 800! Jetzt soll sich der Bestand langsam erholen.

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21:00 - 21:45, NDR
mareTV fauna.gif (2335 Byte)

Mehrere Reportagen porträtieren Friesland vor - die Landschaft an der Küste der Niederlande, Deutschlands und Dänemarks: Pferderennen im Watt vor Cuxhaven, ein Schornsteinfeger für die Halligen, eine Fluglinie für kleine Seehunde u.a.

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21:00 - 21:45, SWR
Die letzten Paradiese - Wilde Wasser der Alpen fauna.gif (2335 Byte)

In der Mitte Europas türmen sich mächtige Fels- und Eismassive in den Himmel - die Alpen. Das Wasser aus den Gletschern, die Gletschermilch, stürzte sich am Ende der letzten Eiszeit reißend ins Tal und bildete Seen, berühmte und bekannte wie den Tegernsee oder den Königssee - oder kleine und verborgene, die smaragdgrün schimmern und meist nur Hochgebirgswanderern oder Kletterern bekannt sind. Rund um die Seen und Flüsse in den Alpen hat sich eine reiche Fauna und Flora entwickelt. Graureiher, Enten, Ringelnattern, Libellen, Wasserschnecken und Blutegel, Edelweiß und Enzian. Auch die Eishöhlen und Höhlenseen sind sehr beeindruckend. Wer in diesen Gewässern mit einer Kamera taucht, braucht viel Mut und noch mehr Erfahrung. Entsprechend spektakulär und einzigartig sind die Bilder. Wie gefährlich das Leben im Hochgebirge sein kann, zeigt der große Treck der Schafe über Gletscherspalten und Eisflächen in 3.000 Metern Höhe.

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