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Mittwoch, 17.03.2010

09:30 - 10:00, H3
Geomorphologie

Der Film unternimmt eine Urlaubsreise an die Nordsee. Er zeigt Warften, künstlich aufgeschüttete Wohnhügel, die die Menschen vor Hochwasser schützen sollen, sowie Marschlandinseln im Wattenmeer, so genannte Halligen. Der Film erkundet die gesamte Landschaft und bringt vieles über die Formung der nordfriesischen Küste in den Eiszeiten und der Nacheiszeit durch Sturmfluten, durch die Gezeiten und durch den Menschen in Erfahrung. Aufnahmen aus der gewaltigen und sagenhaften Natur zeigen die Faszination dieser Landschaft.

11:00 - 11:25, H3
service: reisen

Eine Reise durch ein Land voller Gegensätze: Abseits der großen Touristenströme geht 'service: reisen' in Südmarokko auf Entdeckungstour. In Marrakesch, nur wenige Meter vom Bazar-Gedränge entfernt, verbergen sich altertümliche Bäckereien, urige Werkstätten und stilvolle Hotels hinter historischen Mauern. Am Atlantik, in den idyllischen Altstadtgassen von Essauira, betreibt eine Deutsche seit Jahren ein Ökohotel. Auf einer Tagestour besucht sie mit ihren Gästen die schönsten Plantagen und Bio-Betriebe der Region. Weiter geht die Fahrt zu den Flussoasen im Atlas-Gebirge, die voller Leben und üppigem Pflanzenreichtum sind. Hier gibt es noch Städte, die komplett aus Lehm gebaut wurden. Selbst exklusive Hotels sind aus diesem roten Material gebaut. Auf abenteuerlichen Straßen geht die Tour von Unterkunft zu Unterkunft.

14:15 - 15:00, 3SAT
Karpaten - Leben in Draculas Wäldern fauna.gif (2335 Byte)

Die Karpaten sind mit 1300 Kilometern der längste Gebirgszug Europas. Kurt Mayer folgt dem Wanderhirten Vasile und seinem Hund Hajduk von den Waldkarpaten an der Grenze zur Ukraine bis in die südlichen Höhen des Fagaras-Gebirges in Rumänien.

Die Gebirgskette wird vom größten zusammenhängenden Waldgebiet des Kontinents überzogen. Aus diesem Grund leben mehr als ein Drittel aller Bären, Luchse und Wölfe Europas in den Karpaten.

leben2.jpg (75815 Byte)

14:15 - 15:00, NDR
Bilderbuch Deutschland

Im Westerwald herrschen angeblich neun Monate Winter und drei Monate Kälte, die Äpfel brauchen hier zwei Jahre zum Reifen - ein Jahr für jede Seite! Unter solchen Vorurteilen hatte der Westerwald schon immer zu leiden, denn die wenigsten, die über ihn sprechen, waren schon mal da. Oder sie haben es zumindest gar nicht gemerkt, denn durch den Westerwald führt zwar die A3 von Köln nach Frankfurt am Main, aber die schottet sich mit seltsamen Erdhügeln vom Westerwald ab. Die Westerwälder selbst nennen sich 'Basaltköppe'. Joachim Fuhrländer gehört dazu. Seine ersten Versuche mit der Windenergie vor mehr als zehn Jahren wurden von den Banken noch belächelt, statt mit Geld unterstützt. Heute verkauft er Windkraftanlagen in der ganzen Welt. Oder Erwin Wortelkamp, international angesehener Bildhauer aus Hasselbach, der nach langen Wanderjahren in seine alte Heimat zurückgekehrt ist. Zusammen mit 30 Künstlern hat er hier acht Hektar Westerwald nach seiner Vorstellung geschaffen - ein englischer Garten inmitten einer kargen Agrarlandschaft.

wester.jpg (61328 Byte)

14:15 - 15:00, B3
Skizzen aus Spanien

Als die Christen im 11. Jahrhundert bis zum Duero vordrangen, musste das eroberte Land besiedelt werden: Dörfer und Städte, Kirchen und Klöster wurden errichtet, Straßen und Brücken gebaut. Das Tal des Duero war auf der kargen, trockenen Meseta ein bevorzugtes Siedlungsgebiet. Hier gedeiht neben dem Weizen auch vorzüglicher Wein, der ursprünglich von den großen Benediktiner-Abteien kultiviert, heute unter der Bezeichnung 'Ribera del Duero' weltweit nur in den besten Häusern serviert wird. Der Mittellauf des Duero war über Jahrhunderte Grenze zwischen den muslimischen Mauren im Süden und den christlichen Reichen im Norden. So entstanden auf beiden Seiten des Flusses mächtige Burganlagen, die das Hinterland vor Übergriffen des jeweiligen Feindes schützten. Als die Christen im 11. Jahrhundert bis zum Duero vordrangen, musste das eroberte Land besiedelt werden: Dörfer und Städte, Kirchen und Klöster wurden errichtet, Straßen und Brücken gebaut. Die kleine Stadt Peñaranda ist wie ein Bild der Zeit der 'reconquista': Burg, Schloss, Kirche, Plaza Mayor und Bürgerhäuser sind wie aus einem Guss. Das Tal des Duero war auf der kargen, trockenen Meseta ein bevorzugtes Siedlungsgebiet. Hier gedeiht neben dem Weizen auch vorzüglicher Wein, der unter der Bezeichnung 'Ribera del Duero' nur in den besten Häusern serviert wird. Im kleinen Dorf Sotillo sind die Weinkeller wie unterirdische Labyrinthe in den Berg geschlagen, hier lagern die köstlichen Tropfen, bis sie als 'crianza' oder 'reserva' in alle Welt gehen. Jedes Jahr im September danken die Bewohner von Sotillo der Mutter Gottes mit einer bunten Prozession zur Kapelle weit draußen in den Feldern. Peñafiel heißt die Stadt mit der wohl markantesten Burg am Duero: Wie ein langes, steinernes Schiff steht sie wehrhaft auf dem steilen Fels. Der Nebenfluss des Duero, der sich durch den Ort windet, trieb früher viele Mühlen an. Theófilo Reyes hat sich vor zwanzig Jahren eine von ihnen gekauft. Und weil er passionierter Ingenieur im Ruhestand ist, baute er statt der Mühlräder eine Turbine in die Schächte ein: Nun wird er Tag und Nacht kostenlos mit Strom versorgt. Die Weinkultur brachte die Benediktiner und Zisterzienser ins Land. Ihre riesigen Abteien mit ihrer strengen, hochgotischen Architektur sind immer noch kulturelle Zentren der Ribera del Duero. Je weiter es flussabwärts geht, desto karger wird die Landschaft. Nahe Valladolid heißt sie 'tierra de pán', 'Land des Brotes', denn hier wächst kein Wein mehr, sondern Weizen.

skizzen1.jpg (37682 Byte)

15:00 - 15:45, 3SAT
Die Geheimnisse von Luxor

Dietmar Ossenberg , der das Tal der Könige in den vergangenen Jahren immer wieder besucht hat, versucht zu ergründen, warum der Mythos noch immer Millionen anzieht. In seiner Reportage zeigt er außerdem die geheimnisvolle und mystische Welt direkt neben den bekannten Touristenpfaden.

Täglich besuchen zehntausende Touristen die Pharaonengräber von Luxor. Viele müssen zeitweilig geschlossen werden, weil die Wandmalereien Schaden nehmen.

luxor.jpg (46719 Byte)

15:15 - 16:00, NDR
Die längste Straße der Welt

Mit dem Fall des Eisernen Vorhangs hat das russische Riesenreich seine Bedrohung verloren. Doch immer noch ist vieles in dem Land, das fünf mal so groß ist wie die Europäische Union, unbekannt geblieben. Über 100 Nationalitäten leben heute in der Russischen Föderation. Bislang war Russland nur mit der legendären Transsibirischen Eisenbahn vollständig zu durchqueren. Doch jetzt wurde nach 25 Jahren Bauzeit in Fernost das letzte Teilstück eines großen Straßenprojekts vollendet. Ein Team der ARD und ARTE macht sich auf genau diesen Weg, um mit dem Auto die neue Strecke zu entdecken, Menschen rechts und links des Weges zu treffen. Moskau ist der Ausgangspunkt einer Reise, die 10.000 Kilometer durch das riesige Land führt, durch Sibirien bis an den Pazifischen Ozean, nach Wladiwostok. Das Team um die beiden Autoren Sabine Falk und Marcus Fischötter trifft im märchenhaften Tatarstan auf alte Traditionen, in Burjatien am Baikalsee einen buddhistischen Arzt, der mit Jahrtausende alten Rezepten Schweizer Pharmafirmen beeindruckt, chinesische Bauern auf Kolchoseland und reiche Russen am Pazifik - '10.000 Kilometer Asphalt - Von Moskau nach Vladivostok' präsentiert einen Teil des Riesenreiches, das sich über zwei Kontinente erstreckt. Nach 10.000 Kilometern Asphalt und Schotter werden wir wissen, wie man aus Panzern Traktoren baut, wie das Wasser des Baikalsees schmeckt und warum es kaum noch Tiger gibt. Auf 10.000 Kilometern von Russlands Straßen gibt die dreiteilige Dokumentation neue Einblicke in das ehemals abgeschottete Reich und zeigt ein Land mit großen Möglichkeiten und krassen Gegensätzen, einen Staat, dessen Wirtschaft in manchen Teilen des Landes boomt und in anderen auf dem Stand des 19. Jahrhunderts ist.

strasse1.jpg (38451 Byte)

15:45 - 16:15, 3SAT
Das Paradies geht unter ausrufezeichen2.gif (1830 Byte)

13.000 Kilometer südöstlich von Deutschland, mitten im Pazifik, liegen die Atolle der Marshall-Inseln und der föderierten Staaten Mikronesiens. Der Klimawandel, der für die meisten Menschen in Europa oder den USA bislang nur aus abstrakten Zahlen oder Analysen besteht, ist für die Menschen dort längst zur bedrohlichen Realität geworden. Denn der Meeresspiegel steigt so stark an, dass die Atolle unterzugehen drohen. Dabei ist das nicht das einzige Problem, das die Menschen auf den Atollen im Pazifik zu meistern hatten und haben. Noch immer können einige Atolle nicht dauerhaft bewohnt werden, weil sie seit den Atombombentests der USA in den 1950er Jahren noch immer radioaktiv belastet sind, und die großen internationalen Fischfangflotten fischen das Meer um sie herum leer. Die Reportage 'Das Paradies geht unter' zeigt, wie ernst die Situation für die Menschen auf den Marshall-Inseln und in Mikronesien geworden ist und wie sie damit umgehen.

16:15 - 17:00, 3SAT
Myanmar - Reise in eine verlorene Zeit ausrufezeichen2.gif (1830 Byte)

Bevor die Militärregierung Myanmars im September 2007 gegen demonstrierende Mönche vorging und ein Hurrikan das südostasiatische Land im Mai 2008 verwüstete, reiste Roman Teufel durch Myanmar. Sein Film zeigt eine Welt, die von der Globalisierung abgeschottet ist - ein Land, in dem die Zeit stillsteht.

Ohne die Absicht, ein umfassendes Gesamtporträt zu zeichnen, vermittelt die filmische Zeitreise durch persönliche Porträts Einblicke in eine alte Kultur Südostasiens, in eine im Verschwinden begriffene Zeit. Die Dokumentation zeigt Bilder eines mystischen Myanmar - ohne die aus der Weltpresse bekannten Konflikte und Naturkatastrophen. Die Aufnahmen entstanden in den Jahren 2006 und 2007 vor den Unruhen und vor dem Hurrikan, der weite Teile des Landes verwüstete.

myanmar.jpg (45732 Byte)

20:15 - 21:00, NDR
Wildes China - Jenseits der Großen Mauer fauna.gif (2335 Byte)

Die kriegerischen Mongolenvölker des Dschingis Khans mussten weichen, ihre Reiterkunst ist dagegen an die Nachfahren weitergegeben worden. Noch immer veranstalten sie ihre Reiterspiele. Wie sieht es aus, das Land nördlich des chinesischen Limes? In Nordchina können durch sibirischkalte Winter und wegen der heißen Wüstenzonen extrem harte Bedingungen herrschen. Im Nordosten wachsen noch dichte Wälder, wo man mit Glück noch einen Tiger entdecken kann. Weiter westlich bestimmen nach endlosen Grassteppen riesige Wüsten das Bild. Marco Polo hat sie durchritten, die alte Hauptstadt Xanadu vor Augen. Die Strecke der Seidenstraße mit ihren ehemaligen Handelsposten lässt sich zurückverfolgen bis nach Kashgar, Chinas westlichstem Außenposten. Die von den Seidenraupen erzeugte Seide ist noch immer ein Handelsprodukt. Auch das Wandern mit den Tierherden gibt es noch. Im Dsungari Becken treiben die Nomaden ihre Herden über das Ödland. Hier leben einige der letzten Wildpferde, die Przewalskipferde. In der flimmernden Luft kaum zu erkennen sind die Kropfgazellen. Auch den Schwanensee schätzen die Chinesen. Er ist der Sammlungsort Tausender Vögel.

wildes.jpg (45111 Byte)

21:00 - 21:45, SWR
Kataloniens Herzen - Eine Reise nach Barcelona

Barcelona ist eine moderne, boomende Stadt, - mit allein neun als Weltkulturerbe registrierten Gebäuden, für Besucher eine der attraktivsten Städte Europas. Seitdem Barcelona Hauptstadt der autonomen Region Katalonien ist, profitieren alle Künste vom wirtschaftlichen Aufschwung und vom wachsenden Bewusstsein der Katalanen, die intensiv ihre Identität und ihr kulturelles Erbe pflegen. Der Film beginnt im Hinterland bei Berga, einer hügeligen Region, in der im Winter Trüffelsucher mit ihren Hunden unterwegs sind. Das eher beschauliche Städtchen Berga verwandelt sich alljährlich zu Fronleichnam in einem Hexenkessel, wenn die Prozession 'La Patum' mit ihren Giganten und Fabelwesen unter Einsatz von Feuerwerk durch die Straßen und Plätze zieht. Das wilde Spektakel, ein Stück lebendiges Mittelalter, wurde als Weltkulturerbe unter Schutz gestellt. Südlich von Berga liegt in einer gewaltigen Felsenkluft das größte Heiligtum der Katalanen, das Kloster von Montserrat. Die imposante Anlage ist nicht nur Pilgerstätte, hier wurde in der Bibliothek und in der Klosterschule die katalanische Sprache unter der Francodiktatur trotzt Verbot am Leben erhalten. Typisch für Katalonien sind auch die 'Castellers', die sich im Wettbewerb zu Menschenpyramiden auftürmen. Das Städtchen Vilafranca del Penedes ist Heimat einer der berühmtesten 'Castellers'-Vereine. Schließlich wird Barcelona im Helikopterflug erreicht: Die großzügigen, gradlinig angelegten Straßenzüge der Neustadt kontrastieren mit den verwinkelten Gassen der Altstadt, in denen sich noch ein paar Bodegas und traditionelle Werkstätten neben schicken Modeboutiquen behaupten können. Ein Besuch beim berühmten Maler Antoni Tàpies zeigt, wie sehr auch er mit seiner Heimat Katalonien verbunden ist. Dasselbe gilt für den Bestsellerautor Ildefonso Falcones, der die Geschichte seiner Stadt in seinem Roman 'Die Kathedrale des Meeres' verarbeitet hat. Typisch für Barcelona ist auch Javier Mariscal, ein Designer, der sich von der einzigartigen Atmosphäre der Stadt zu humorvollen Entwürfen inspirieren lässt. Selbst die Hausbesetzerszene von Barcelona ist katalanisch geprägt. Sie wehren sich dagegen, dass alte volkstümliche Viertel durch den Bau einer Bahntrasse zerstört werden. Die Bauarbeiten haben schon begonnen, und sie gefährden auch das berühmteste Bauwerk der Stadt: Die Sagrada Familia.

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