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Dienstag, 16.03.2010
04:35 - 05:20, Phoenix
Mondän!

Nirgendwo wohnen die Stars luxuriöser als inBeverly Hills, dem Nobelviertel von Los Angeles. Aber nicht jeder ist gerne gesehen: Wer etwa die Privatstraße von Arnold Schwarzenegger betritt, wird verhaftet. Getroffen haben die Autoren den Star trotzdem. Außerdem besuchten sie u.a. Melanie Griffith, Modezar Bijan, Star-Rechtsanwalt Martin Cohen und Jeff Bridges.

Info: Das größte Privathaus in L.A. bewohnt TV-Produzent Aaron Spelling ('Beverly Hills, 90210'): Das 123-Zimmer-Anwesen soll 40 Millionen Dollar gekostet haben.

06:05 - 08:15, Phoenix
California Dreamin

Für viele ist speziell Kalifornien das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Abenteurer, Glücksritter und Künstler zog es seit jeher in den Westen der USA, in der Hoffnung, dort frei von Zwängen leben zu können.

usa.jpg (30665 Byte)

08:15 - 09:00, Phoenix
Faszination Ägypten

In Kairo und Umgebung gibt es über 80 Pyramiden. Die bekanntesten sind Giseh, Sakkara und Dahshur. Dietmar Ossenberg besucht diese drei Pyramiden und trifft dort unter anderen die Schlangenfängerfamilie Tolba, die in der Nähe der Pyramiden von Giseh auf die Jagd nach giftigen Kobras gehen. Mit dem renommierten ägyptischen Archäologen Zahi Hawass erkundet Ossenberg die mysteriösen Gänge unter der Sphinx. An den Pyramiden von Sakkara beobachtet er die Dattelernte in den ausgedehnten Palmenwäldern und trifft die Deutsche Uta Brinckmann, die dort zusammen mit ihrem frisch angetrauten italienischen Ehemann ihren Lebensabend verbringen möchte. Bei den Pyramiden von Dahshur trifft er Mitarbeiter des Deutschen Archäologischen Instituts, die der Frage nachgehen, wie ein Pharao während seiner Regierungszeit drei Pyramiden gleichzeitig bauen lassen konnte.

pyra.jpg (37406 Byte)

14:15 - 15:00, NDR
Bilderbuch Deutschland

Das Ruppiner Land, 'eingeklemmt' zwischen Prignitz im Westen, Uckermark und Barnim im Osten, Mecklenburg im Norden und Havelland im Süden, beginnt an einer Endstation der Berliner S-Bahn in Oranienburg. Die letzte Eiszeit hat die Landschaft zur wasserreichsten Region in Brandenburg geformt. Sanfte Hügel, stille Seen und ausgedehnte Wälder haben zu der verwegenen Bezeichnung 'Ruppiner Schweiz' geführt. Die alte Grafschaft Ruppin kannte sieben Städte: Neuruppin ist die größte, bekannteste und das Herzstück des Ruppiner Landes. Sie ist die vielleicht 'preußischste Stadt' der Mark. Die Straßen um die drei großen quadratischen Plätze herum erscheinen wie mit dem Lineal gezogen. Eine Stadt wie aus einem Baukastensatz und ein einzigartiges frühklassizistisches Flächendenkmal, in dem sich die Bewohner und Besucher verlieren. Am Ufer des Ruppiner Sees soll eine mediterrane Marina entstehen, so wie man sie ein paar Kilometer weiter in Rheinsberg bewundern kann. Gleich neben der modernen Marina steht ein preußisches Traumschloss - natürlich am Seeufer - wie es sich im Ruppiner Land gehört.

ruppin.jpg (49003 Byte)

14:15 - 15:00, B3
Skizzen aus Spanien

Im verwitterten Granit der Sierra de la Demanda entspringt der Duero, einer der vier großen Ströme Spaniens. Sein Lauf führt westwärts durch ganz Kastilien, bis er in den Schluchten an der Grenze zu Portugal seinen Namen wechselt und als Douro in den Atlantik mündet. Der Gebirgsstock der Demanda, seine dichten Kiefernwälder und grünen Seen, seine geruhsamen Städte und verschlafenen Dörfer, seine wilden Schluchten und schließlich die gewaltigen Burgen beiderseits des Flusses aus der Zeit der 'reconquista' sind Stationen auf dem Weg des Duero durch altes kastilisches Land. Der Duero ist einer der vier großen Ströme der Iberischen Halbinsel. Er entspringt in einem waldigen Gebirgsstock der Sierra de la Demanda und fließt 600 Kilometer nach Westen durch ganz Kastilien, bis er in den Schluchten an der Grenze zu Portugal seinen Namen wechselt und als Douro bei Porto in den Atlantik mündet. Als kleiner Bach stürzt er die Granitfelsen hinunter und versorgt schon bald eine Reihe kleiner Dörfer mit frischem Wasser und Energie für die Sägewerke im Tal. Als stattlicher Fluss erreicht er Soria, die geruhsame Provinzhauptstadt mit ihren Adelspalästen, mit ihrer lauschigen Plaza, mit ihren von Platanen bestandenen Plätzen. Die karge Landschaft südlich von Soria ist verarmt, die Dörfer fast menschenleer. Die Menschen wandern seit einem halben Jahrhundert ab. Madrid, die große, unersättliche Metropole, ist kaum zwei Autostunden entfernt und saugt alles auf. Dennoch hat sich hier schon vor zwanzig Jahren ein Lehrerehepaar niedergelassen, das gemeinsam mit Freunden das kleine Dorf Abioncillo wieder aufgebaut und dort ein pädagogisches Projekt entwickelt hat, das Kindern für Wochenkurse zur Verfügung steht. Hier erfahren sie spielerisch und selbst entdeckend ökologische Zusammenhänge und die Kultur ländlichen Lebens. Dort, wo der Río Ucero in den Duero mündet, stehen auf einer Anhöhe die Ruinen der gewaltigen Burg von Osma. Darunter breitet sich El Burgo de Osma aus, ein kleines Provinzstädtchen mit einer schnurgeraden Durchgangsstraße im klassischen kastilischen Stil: Alle Bürgerhäuser auf der Sonnenseite der Straße durchziehen offene, schattenspendende Galerien. Im Giebel des prachtvollen Rathauses sitzt ein steinerner Bischof, Symbol für den Stolz der Stadt darauf, dass sie seit westgotischer Zeit Bischofssitz ist. Der Palast des Kirchenfürsten und die gotische Kathedrale geben dem Ort nicht nur seine Prägung, sondern brachten ihm auch durch die Jahrhunderte hindurch Ansehen und Wohlstand. Kaum eine halbe Stunde Fußweg von Burgo de Osma entfernt liegt ein Naturschutzgebiet in der 'Wolfsschlucht', im Cañón de los Lobos, einer tief eingeschnittenen Schlucht, über der zahllose Geier verschiedenster Art kreisen. Der Duero war jahrhundertelang Grenzfluss zwischen Christen und Mauren. Beide errichteten an seinen Ufern riesige Burgen, gewaltige Bollwerke, die noch heute das Tal des Duero zum Burgenland Spaniens schlechthin machen. Mit der Burg Gormaz, einer der größten Anlagen Europas, und der weitläufigen Festung in Berlanga wehrten sich die Christen erfolgreich gegen ein nochmaliges Vordringen des Islam in Spanien.

skizzen.jpg (39503 Byte)

14:30 - 15:00, 3SAT
Zander, Wein und Abendrot koch.gif (4446 Byte)

Die Region um das Weltkulturerbe Neusiedler See bietet eine große Bandbreite kulinarischer Genüsse. Die Gastronomie setzt auf Schmackhaftes, das dort wächst und gedeiht: von Fleisch über Fisch bis hin zu Wein, Gemüse oder Kräutern. Wein und auch das Seewinkler Gemüse reifen unter der pannonischen Sonne zu besonderer Qualität heran. Einen artgerechten Lebensraum mitten im geschützten Nationalpark Neusiedlersee-Seewinkel haben auch seltene Nutztierrassen. Neben dem Mangalitza, dem Wollschwein, wird auch das graue Steppenrind wieder als Fleischlieferant genutzt. In der berühmten Fischsuppe, der Halaszle, werden Zander, Hecht, Wels und Karpfen verarbeitet. Der Wein ist als Speisebegleiter und als Zutat in der pannonischen Küche unverzichtbar. Geschmorte Rinderwange mit Rotweinsauce ist nur ein Beispiel für eine Küche, die traditionell und doch modern ist. 'Zander, Wein und Abendrot' ist eine kulinarische Reise um den Neusiedlersee.

15:00 - 15:30, H3
Eisenbahn-Romantik bahn.jpg (2944 Byte)

Mit der 'Eisenbahn der Pharaonen' geht es von Kairo nach Alexandria, auf der ältesten Bahnstrecke Afrikas. Rücken an Rücken quetschen sich die verschwitzten Reisenden zusammen mit Hühnern und anderen Begleitern. Die Reise von Nairobi nach Mombasa führt 900 Kilometer durch herrliche Savannen vorbei an Palmenwäldchen, Hütten und dornigem Grasland. Beim Bau der Eisenbahn vor hundert Jahren kamen annähernd dreißig Bauarbeiter um. Der 'Man Eater' Löwe holte sich die Männer nachts aus den Schlaflagern. Die Nahverkehrszüge von Soweto nach Johannesburg sind jeden Morgen brechend voll. Mit ihnen fahren die Pendler zur Arbeit. In manchen Abteilen finden jeden Morgen spontane Gottesdienste statt, Laienprediger verbreiten das Wort Gottes, es wird gesungen und getanzt, geklatscht und gebetet. Zwischen Soweto und Johannesburg kommt man auf diese Weise dem Himmel ein Stückchen näher.

15:15 - 16:00, NDR
Die längste Straße der Welt

Bis vor kurzem war Russland nur mit der Eisenbahn vollständig zu durchqueren. Erst 2004 wurde die Straße fertig, die Moskau mit Wladiwostok verbindet. Sabine Falk und Marcus Fischötter fuhren über die 10000 Kilometer lange Straße und stellen Menschen und Kulturen vor.

Bis 2008 soll die ganzjährig befahrbare Transsib-Straße durchgehend geteert sein und etwa 3000 Fahrzeuge pro Jahr verkraften. Die russische Straßenbaubehörde sieht die Straße als Teil eines Transportkorridors Paris -Moskau - Wladiwostock.

strasse.jpg (30473 Byte)

15:15 - 16:00, RBB
Reisewege Türkei unesco.gif (2965 Byte)

Aus Devrek im Pontischen Gebirge, heute Köroolu Daoliaru genannt, und inmitten ausgedehnter Nussbaumwälder gelegen, kommen die teuersten Spazierstöcke der Welt, Dafranbolu, einst Zentrum des Safrans an der Seidenstraße, mit seinen schönen alttürkischen Häusern, heute Weltkulturerbe der UNESCO, und die Hafenstadt Amasra, wo Sultan Mehmet der Eroberer eine riesige Festung bauen ließ und sie 'Auge zur Welt' nannte, eine der schönsten Naturhäfen am Schwarzen Meer; das sind die Schätze des Pontos. Der Pontos, ein griechisches Königreich an der Schwarzmeerküste, widerstand dem Expansionsdrang der Römer nach Osten kurz vor Beginn unserer Zeitrechnung am längsten. Ein Jahrhundert früher als Byzanz jedoch fiel er 1451 in die Hände der Osmanen. Die Hafenstadt Akcakoca erinnert mit einem Denkmal an einen Militärführer gleichen Namens, der den westlichen Pontos damals erobert hatte. Die Landschaft ist geprägt von Seen und Wäldern, die unmittelbar ans Meer reichen. Regenfälle im Frühjahr und Herbst, gespeist vom feuchten Schwarzmeerklima der nahen Küste, haben eine ungewöhnlich üppige Vegetation geschaffen. Die Gegend ist auch Schwerpunkt des türkischen Steinkohlebergbaus, der als Kontrast zum sonst bäuerlichnomadischen Charakter der Region mit seinen Förderanlagen unerwartete Akzente in die Landschaft setzt, auch in der kleinen romantisch gelegenen Hafenstadt Amasra. Sie ist für die Fischerei und ihre Fischrestaurants berühmt. Der Film beobachtet das Leben von Menschen dieser Region heute, einen ehemaligen Grundschuldirektor und Mitinhaber eines Hotels in einer alten Karavanserei, Frauen und Männer einer Kooperative, die kunstvolle Spazierstöcke herstellen, eine ehemalige Bankangestellte, die aus der hektischen, eine ehemalige Bankangestellte, die aus der hektischen Metropole Izmir in die unberührte Natur des Pontos geflüchtet ist und eine kleine Pension betreibt, einen Landwirt, der zusammen mit seiner Familie den in Vergessenheit geratenen Anbau von Safran wiederaufleben lässt und einen Bergmann, der sein Herz für die Honigbiene entdeckt hat.

turkei3.jpg (37786 Byte)

15:30 - 17:00, 3SAT
Der Glanz von Konstantinopel

Das Gold und der Purpur, die Macht und der Prunk der griechischen Stadt Byzanz haben die Menschen des Mittelalters im Westen wie im Osten fasziniert. Mehr als elf Jahrhunderte hat das Reich überdauert. 660 vor Christus gegründet, wurde die Stadt ab 330 nach Christus Konstantinopel genannt. Istanbul heißt sie offiziell erst seit 1930. Der neue Name war Teil der Reformen von Atatürk, dem ersten Präsidenten der heutigen Türkei. In Istanbul kann man noch die glänzenden Monumente der byzantinischen Kunst in zahlreichen Museen bestaunen. Besonders sehenswert ist die Hagia Sophia. Sie war einst die größte Kirche des Byzantinischen Reiches. Außerdem entstanden dort Stilrichtungen für die Mosaikkunst in Palästen und Kirchen. Auch die Ikonenmalerei breitete sich von Konstantinopel über den Balkan bis nach Russland aus und bestimmt bis heute dort diese christliche Kunstrichtung. Zur Moschee wurde die Hagia Sophia erst 1453, nach der Eroberung der Stadt Konstantinopel durch die Osmanen. Über 1.000 Jahre lang war sie die mit Abstand größte Kirche der Christenheit. Erst Atatürk ließ sie zum Museum erklären und umfassende Restaurationsarbeiten durchführen, um den ursprünglichen Kirchenraum wieder erlebbar zu machen, aber auch um die entstandenen osmanischen und islamischen Elemente zumindest teilweise zu erhalten. Heutzutage verbinden die meisten Menschen mit dem Orient ausschließlich den Islam als Religion. Doch einst war Istanbul das Zentrum des christlichen Glaubens. Und noch heute ist Istanbul der Sitz des Oberhaupts der orthodoxen Christenheit.

kontan.jpg (38568 Byte)

17:00 - 17:30, 3SAT
Die Inseln der Tränen

Die Prinzeninseln sind ein kleines Archipel, das rund neun Inseln im Marmarameer umfasst. Sie gehören zu einer der schönsten Inselgruppen vor der türkischen Küste. Autos sind dort bis heute nicht zugelassen. Wer nicht laufen will, muss eine der vielen Pferdekutschen benutzen. Wie einst im alten Rom Capri und Ischia, so spiegeln diese Inseln den Glanz und die wechselvolle Geschichte des alten Byzanz und des Osmanischen Reiches wieder. Wer am Hof des Kaisers zu Konstantinopel in Ungnade gefallen war, der musste seine Gemächer im Palast des Regenten gegen eine Zelle im Kloster auf den Inseln tauschen. Viele Jahrhunderte waren die Inseln ein prächtiges Gefängnis - auch für Prinzen und Prinzessinnen. Wenn der Kaiser fürchtete, sie könnten ihm den Anspruch auf den Thron streitig machen, sperrte er seine potenziellen Nachfolger in eine Zelle. Daher kommt auch der Name 'Prinzeninseln' oder 'Inseln der Tränen'. Später lebten dort reiche Griechen und Würdenträger des Osmanischen Reiches. Heute sind die Inseln im Sommer eine der Hauptattraktionen für alle, die der Hektik der Millionenmetropole Istanbul entfliehen wollen. Wer reich ist, legt dort mit seiner eigenen Jacht an, wer noch reicher ist, hat einen Sommersitz auf einer der Inseln. Der Film 'Die Inseln der Tränen' stellt die türkischen Prinzeninseln vor.

17:30 - 18:00, 3SAT
Schiraz - Eine Oase der Lebensfreude

Schiraz ist eine der fünf größten Städte des Irans und bekannt für ihre Lebensfreude, ihre Gärten und ihre Rosenzucht. Der berühmte Dichter Persiens Hafis, der im 14. Jahrhundert lebte, sowie der Schriftsteller und Poet Saadi, der im 12. Jahrhundert lebte, sind dort begraben. Aber auch wunderbare bauliche Denkmäler tragen zum Ruhm der Stadt bei. Eine große Sehenswürdigkeit ist beispielsweise die Zitadelle von Karim Khan, die 1770 fertiggestellt wurde. Auch die Moschee von Schiraz ist ein kunstvolles Baudenkmal. Der Film 'Schiraz - Eine Oase der Lebensfreude' stellt die iranische Stadt vor.

18:00 - 18:30, 3SAT
Die Stadt in der Wüste

Ein Drittel des iranischen Territoriums ist Wüste. Im Süden des Irans, an einem der großen Karawanenwege durch die iranische Zentralwüste, liegt das alte Bam in einer der heißesten Regionen des Landes. Im Sommer werden dort tagsüber bis zu 56 Grad im Schatten gemessen, nachts sinkt die Temperatur auf zehn Grad. Seit Jahrhunderten hatten die Menschen ihre Lebensweise dem harten Klima angepasst. Sie pflegten die alten Bräuche aus der Zeit, als kriegerische Nomadenstämme die Region beherrschten. Das alte Bam war auf einer bizarren Felsenformation errichtet und die Zitadelle der Stadt galt schon im Mittelalter als uneinnehmbar. Der Film 'Die Stadt in der Wüste' bietet noch einmal die Gelegenheit, die unzerstörte alte Wüstenstadt kennenzulernen, denn Bam wurde bei dem Erdbeben von 2003 und 2004 fast vollständig zerstört.

20:15 - 21:30, Arte
Gegen den Strom

Die Bewohner eines Dorfes in Mali müssen täglich mit sechs Litern Wasser pro Person auskommen. Gleichzeitig befürchtet die spanische Metropole Barcelona, aufgrund der Trockenheit den Wasserbedarf seiner Bevölkerung von durchschnittlich 120 Litern pro Kopf und Tag nicht befriedigen zu können. Sechs Liter und 120 Liter - am Beispiel des Wasserverbrauchs wird deutlich, wie relativ das Verständnis von Bedarf und Mangel ist. Mit diesem Widerspruch beginnt der Dokumentarfilm 'Gegen den Strom'. Was bedeutet es, wenn Südspanien über Wasserknappheit klagt? Was bedingt neben der hohen Bevölkerungsdichte die schlechte Wasserversorgung in Mexiko-City? Wie kommt es, dass in Bamako ein Großteil der Bevölkerung keinen Zugang zu sauberem Wasser hat, obwohl Malis Hauptstadt an einem großen Strom, dem Niger, liegt? Und warum gibt es in der nordfranzösischen Region Nord-Pas de Calais, die im Prinzip keinen Wassermangel kennt, Probleme in den Einzugsgebieten? Trotz der kritischen Situation vermeidet der Film Katastrophenszenarien. Die vielschichtige Problematik wird an unterschiedlichen Orten untersucht. Dabei werden die historischen, sozialen und wirtschaftlichen Aspekte von Wasser in ihrer ganzen Komplexität berücksichtigt. Angesichts neuer Probleme muss die Gesellschaft heute lernen - oder wieder lernen -, dass Wasser ein wertvoller Rohstoff ist, dessen Verteilung und Bewirtschaftung angepasst und verbessert werden muss. Statt in Pessimismus zu verfallen, sollte man an die Fähigkeit des Menschen glauben, zusammenzukommen, zu diskutieren und Kompromisse zu finden. Denn Wasser ist nicht in erster Linie eine Frage der Vorräte, sondern vor allem eine Frage der Demokratie.

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21:00 - 21:45, ZDF
Sterben für Afghanistan

Stefan Aust und Claus Richter zeigen den Alltag amerikanischer und deutscher Soldaten in der Region Kunduz. Außerdem bewerten sie Pläne der Bundesregierung über die Zukunft der deutschen Militärpräsenz am Hindukusch.

21:00 - 21:45, Phoenix
Eisbrecher vor Finnland

80 Prozent des finnischen Außenhandels werden über den Seeweg abgewickelt. Eisbrecher wie die 'Kontio' sind für die Wirtschaft wichtig, da Finnlands Seehäfen selbst in milden Wintern zufrieren können.

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21:30 - 22:00, Arte
Singapur: Jeder Tropfen zählt

In dem 4,8 Millionen Einwohner zählenden Stadtstaat Singapur geht kein Tropfen Wasser verloren. Neben dem Regenwasser verfügt die kleine Inselrepublik über keinerlei Wasservorräte und musste in der Vergangenheit den Großteil ihres Wassers aus dem benachbarten Malaysia importieren, einem Land, mit dem Singapur gespannte Beziehungen unterhält. Deshalb strebt die Regierung seit 40 Jahren ganz bewusst nach Unabhängigkeit in Bezug auf die Wasserversorgung. So wurden zahlreiche Wassertanks zur Speicherung des kostbaren Nasses sowie Meerwasserentsalzungsanlagen errichtet. Aus Abwässern aufbereitetes Trinkwasser wird nach einem neuen Marketingkonzept namens NeWater vertrieben. Inzwischen steht Singapur kurz vor der ersehnten Selbstversorgung und will sich in Südostasien als Vorbild positionieren. Das kleine Land ist stolz auf seinen Ehrgeiz und seine Rolle als Vorreiter. Es praktiziert in puncto Wasser genau das, was viele Städte und Länder auf der Welt anstreben, nämlich die Steuerung des Wasserzugangs, sparsame Verwendung und Aufbereitung. Der Erfolg bleibt nicht aus und ringt auch ausländischen Beobachtern Bewunderung ab. Umstritten ist allerdings das Vorgehen, das weder vor Propaganda noch undemokratischen Methoden haltmacht und so auch Zweifel am Modell Singapur als Gesamtkonzept aufkommen lässt.

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21:40 - 22:00, 3SAT
Die Schiffshebewerke des Canal du Centre, Belgien - Wenn Schiffe Treppen steigen unesco.gif (2965 Byte)

Wollte man früher Waren über Wasserscheiden und Gefällestufen hinweg transportieren, musste der Mensch Kähne und Boote mit bloßer Muskelkraft schultern. Als der Warenstrom zunahm und die Schiffe größer wurden, baute man Binnengewässer zu Wasserstraßen aus, zwang sie in Kanäle und versah sie mit Schleusen, um sie passierbar zu machen. Die zunehmende Geschwindigkeit im Warentransport war der Hauptgrund, warum man die vier hydraulischen Schiffshebewerke auf dem Canal du Centre entwickelte. Die Hebewerke in der südbelgischen Provinz Hennegau wurden nahe den alten Industriestädten Mons und Charleroi gebaut, denn reiche Kohle- und Eisenerzvorkommen prägten die Gegend. Um diese Erzeugnisse exportieren zu können, brauchte es Wasserstraßen zur Nordsee und zum Atlantik. So baute man zwischen 1882 und 1917 den Canal du Centre, der die Flusssysteme von Maas und Schelde verbindet und parallel dazu vier Schiffshebewerke, mit deren Hilfe rund 70 Meter Höhenunterschied in etwa fünf Stunden überwunden werden konnten. Anfang der 1980er Jahre hatten dann die vier historischen Hebewerke für den Warentransport ausgedient. Es entstand in Sichtweite zu einem der alten Bauwerke ein neuer Hebeund-Senk-Gigant, der auch die schwersten Lastkähne in ein paar Minuten rund 73 Meter auf einen Zug nach oben oder nach unten hievt. Es ist das derzeit weltgrößte Schiffshebewerk in Strépy-Thieu. Damit hat man im Hennegau die wohl einmalige Gelegenheit, Technikgeschichte und ihre Fortschreibung in die Neuzeit in unmittelbarer Nachbarschaft vergleichen zu können. Der Film aus der Reihe 'Schätze der Welt - Erbe der Menschheit' stellt die vier historischen Hebewerke vor.

23:30 - 00:00, SWR
Städte des deutschen Mittelalters unesco.gif (2965 Byte)

Heute denkt man an Bratwurst und Domspatzen. Früher dachte man an Silber und Seide, an Heilige und gekrönte Häupter. Früher da war Regensburg noch nicht der Ostzipfel Bayerns, sondern die Mitte. Kloster neben Kloster zog Künstler und Wissenschaftler an, gewiefte Kaufleute verteilten Luxusgüter in Europa und bauten hochmütig ihre Geschlechtertürme in den blauweißen Himmel. Und die steinerne Brücke schwang sich stolz über die Donau - als einziger befestigter Übergang zwischen Ulm und Wien. Kaiser zogen durch die Stadttore, um Reichstage abzuhalten und alles, was ihnen untertan war in diesem nicht immer nur heiligen Reich, zog mit. Aber irgendwann lief der Handel an der Donau und Regensburg vorbei und die bayerischen Herzöge versuchten immer wieder, der freien Reichsstadt in ihrer Mitte die Luft zum Atmen zu nehmen. Die stolze Schöne reckte zwar weiter ihre Türme in den Himmel, aber ringsum sah sie nur Bayernland und keine Chance zu wachsen. In ihren Mauern tagten und tanzten noch bis 1806 die Gesandten des Reichstags und auch die Künstler und Wissenschaftler kamen in die 'multikulturelle' Stadt, aber dann senkte sich der Dämmer über sie. Gerettet, bewahrt in einem langen Dornröschenschlaf, der wiederum durch neue Machtverhältnisse beendet wurde: Regensburg ist zurück in der Mitte Europas. In Quedlinburg stand die Wiege der deutschen Nation: Im Jahr 919 trugen die deutschen Stämme dem jugendlichen Herzog Heinrich von Sachsen die Königskrone an: er war als Heinrich I. der erste deutsche 'Reichsgründer'. Quedlinburg war seine bevorzugte Residenz und auch seine Nachfolger wussten sie zu schätzen. Es ist das Flair des Romantischen, das in Städten mit historisch gewachsener Bausubstanz die Besucher fasziniert. So auch in Quedlinburg, dessen Altstadt mit ihren Handwerker- und Bürgerhäusern ein einmaliges Ensemble deutscher Städtebaukunst mit rund 1200 Fachwerkhäusern aus sechs Jahrhunderten bildet. Überragt wird die Stadt vom Schloss auf dem Burgberg und der Kirche des ehemaligen Frauenstiftes St. Servatius, einer romanischen Basilika.

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