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| Montag, 08.03.2010 |
| 03:35 - 04:20,
Phoenix |
Wohnungen der Götter  Japan ist ein Land
der heiligen Berge. Der bekannteste unter ihnen ist der Fuji-San, oder wie er weltweit
genannt wird: der Fujiyama. Der Vulkan, drei Stunden von Tokio entfernt, ist 3.776 Meter
hoch. Für den Shintoismus, die Religion der Japaner, ist dieser ebenmäßige Berg der
wichtigste Göttersitz. Auf seinem Gipfel wird Ainu, die Göttin des Feuers, verehrt. Der
heilige Berg der Japaner wird während der Wallfahrtszeit von Juni bis August täglich von
bis zu 10.000 Menschen besucht. Tag und Nacht reißt der Strom der Pilger nicht ab. Nicht
jeder besteigt den Berg aus religiösen Gründen. Auf den Fujiyama zu gehen ist auch ein
Akt der nationalen Identifikation. Wenn der erste Schnee auf dem Berg fällt, ist dieses
Naturschauspiel immer eine starke 'transzendente' Motivation für die Japaner: Sie fühlen
sich im Land der Erdbeben immer wieder den Kräften des Übernatürlichen, der Macht der
Geister und der Elemente ausgeliefert.
Der Film von Michael Albus stellt den Fujiyama und seine Bedeutung vor.

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| 04:20 - 05:00,
Phoenix |
Wohnungen der Götter  Weit im Westen Tibets
liegt ein ganz besonderer Berg, der Mount Kailash, 6.714 Meter hoch. Der Zugang zu ihm ist
besonders schwierig. Von Kathmandu aus, der Hauptstadt Nepals, müssen die Himalaya-Pässe
überschritten werden, dann geht die Route über den Tsangpo (indisch: Brahmaputra)
entlang durch wüstenhafte Gebiete bis in die Kailash-Region. Der Mount Kailash ist der
heilige Berg der Hindus und der Buddhisten. Seit Jahrtausenden umrunden Pilger diesen
Berg. Reinhold Messner, Michael Albus und ein Kamerateam haben sich im September 1996 auf
den Weg zum Mount Kailash gemacht. Unter größten Schwierigkeiten erreichten sie das Ziel
ihrer Reise. Große Flüsse, ein früher Wintereinbruch und die Höhenkrankheit hätten
der Unternehmung beinahe einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Truppe begab sich zu
Fuß gemeinsam mit zwei Nomadenfamilien auf den 55 Kilometer langen Pilgerweg und
umrundete den Mount Kailash in drei Tagen. |
| 05:00 - 05:45,
Phoenix |
Wohnungen der Götter  Inmitten der
Atacama-Wüste im Norden Chiles erhebt sich der Licancabur, der heilige Berg der Inkas.
Auf dem Gipfel existiert noch eine Kultstätte aus der Inka-Zeit. Auf dem großen Altar
wurden dem Sonnengott Opfer dargebracht. Reinhold Messner und Michael Albus haben den
Sechstausender bestiegen und faszinierende Bilder mitgebracht.
Das Filmteam hielt sich mehrere Wochen in einer Höhe zwischen fünf- und sechstausend
Metern auf und war starken Stürmen und Temperaturen bis zu minus 20 Grad ausgesetzt.

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| 05:45 - 06:30,
Phoenix |
Wohnungen der Götter  Im Südwesten der USA, im Bundesstaat Arizona, erheben sich die fast 4.000
Meter hohen San-Francisco-Peaks. Sie sind die Heiligen Berge der Navajo-Indianer, die dort
ihr Reservat haben. Die Indianer praktizieren eine Naturreligion. Berge, Seen, Flüsse,
Wälder und Tiere sind ihnen heilig. Ihre religiösen Riten sind voller Geheimnisse, die
sie vor den Augen der Weißen verbergen. Doch die mit Macht eindringende amerikanische
Lebensart bedroht die alte Kultur. Dagegen kämpfen einige wenige Medizinmänner wie der
ehemalige FBI-Beamte Alfred Yazzie und seine Schüler. Sie wollen die Kultur und die
Religion ihrer Vorfahren in die neue Zeit hinüberretten. In der Dokumentation über die
Heiligen Berge der Navajo-Indianer geben Michael Albus und Reinhold Messner Einblick in
den Glauben und das Leben des Indianer-Stamms. Albus und Messner haben die Heiligen Berge
bestiegen und berichten in eindringlichen Bildern von einer alten Religion, die der
westlichen Zivilisation kritisch den Spiegel vorhält.

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| 06:30 - 07:15,
Phoenix |
Wohnungen der Götter  Der Gunung Agung ist
der höchste Berg Balis und im Glauben seiner hinduistischen Bewohner Sitz der höchsten
Gottheit. In einem hinduistischen Text heißt es: 'Alles Heilige ist hoch wie die Berge
oder wird erhöht'. Alles Unheilige, Drohende kommt ihrem Glauben nach von den Kräften
der Tiefe. Die Legende besagt, dass Shiva den heiligen Hindu-Berg Mahmeru teilte und die
Hälften als Agung und Batur - Balis zweithöchster und zweitheiligster Berg - nach Bali
brachte. Am Fuß des Agung liegt Besakih, der Muttertempel aller balinesischen Tempel.
Während in jedem Tempel Balis ein Schrein der Gottheit des Gunung Agung gewidmet ist,
unterhält jedes balinesische Fürstentum in Besakih seinen eigenen Tempel. Innerhalb des
Besakih-Komplexes ist das überragende Heiligtum der Pura Panataran Agung, der Haupttempel
der Besakih-Anlage. Reinhold Messner, Michael Albus und sein Kamerateam haben den Berg
Gunung Agung bestiegen und die Feste in Besakih beobachtet.

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| 09:15 - 10:00,
Arte |
Curry  Curry ist zunächst
ein Missverständnis zwischen Europäern und Indern. Denn er ist kein Gewürz, sondern ein
Eintopfgericht. Das Wort Curry ist die englische Schreibweise der tamilischen Bezeichnung
'kari' für 'Soße'. Das macht deutlich, wie wichtig die Soße im indischen Curry ist. Sie
enthält jene einzelnen Gewürze, aus denen in Indien alle Currys zubereitet werden:
Kurkuma beziehungsweise Gelbwurz, Pfeffer, Kardamom, Ingwer, Koriander, Zimt, Nelken,
Kümmel, Chili, Fenchelsamen und vieles andere. Die Welt des Currys teilt sich in vier
Hauptgruppen, in vegetarisch und nichtvegetarisch, in Nord und Süd. Der Norden Indiens
bevorzugt roten Chili, der Süden den schärferen grünen. Die Vegetarier sind meist
Hindus, die Nichtvegetarier Muslime oder Christen. Der Norden isst gern Kartoffeln oder
Fladenbrot zum Curry, der Süden lieber Reis. Die Chilischoten, ohne die Currys nicht
denkbar sind, haben einst die Portugiesen aus Amerika nach Indien gebracht. Hier ist die
Pflanze nun seit mehr als 300 Jahren Teil der Kultur. Darüber, wie es dazu gekommen ist,
dass jeder Curry als gelbes Allerweltspäckchengewürz kennt, gibt es zwei Theorien. Die
erste besagt, dass den britischen Kolonialherren die indischen Gewürzmischungen so gut
geschmeckt haben, dass sie - statt der komplizierten Zusammenstellung bei jedem Mahl -
eine Mischung kreierten, die in großen Mengen herstellbar und auf dem Weltmarkt leicht zu
verkaufen war. Die andere Theorie sieht die Geburtsstunde des Currypäckchens in den
Garnisonsküchen der britischindischen Kolonialarmeen. Dort mussten zunehmend viele Inder
landestypisch verpflegt werden. Die Dokumentation beginnt ihre Reise durch das Indien der
Currys im südwestindischen Kerala. Sie folgt der Spur des Currys nach Rajasthan,
Neu-Delhi und Agra zu den verschiedenen Kulturen Indiens, ins Land der Rajputen und der
Moguln.

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| 12:00 - 12:45,
WDR |
Projekt Angkor Wat - Rettung
einer Tempelstadt  Seit zwölf Jahren zieht es die Geologen Hans und Esther
Leisen, die auch als Steinrestauratoren am Kölner Dom arbeiten, regelmäßig in ein
geheimnisvolles Gebiet am Rande des kambodschanischen Dschungels. Unter schwierigen Klima-
und Arbeitsbedingungen sind sie angetreten, gemeinsam mit einem kambodschanischen Team,
das größte sakrale Bauwerk der Erde zu retten - die über zwei Quadratkilometer große
Tempelanlage von Angkor Wat. Die Konservierung der weltberühmten Flachreliefs und der
himmlischen Tänzerinnen, aber auch die Rekonstruktion der Tempelarchitektur per Computer
oder die Übersetzungen der Inschriften durch andere Wissenschaftler, sind Versuche, die
einzigartige Kultur Angkors zu erhalten und besser zu verstehen. Doch die Arbeit von
Professor Leisen und seiner Frau ist ein Wettlauf mit der Zeit, denn die Verwitterung im
feuchtheißen Klima Kambodschas schreitet unerbittlich voran. Von den Erfolgen und
Rückschlägen in diesem scheinbar endlosen Kampf erzählt dieser Film. |
| 12:45 - 13:00,
3SAT |
Crespi d'Adda - Vom Verfall
einer Kultur, Italien  Crespi d'Adda war einst nicht irgendeine Textilfabrik. Sie
war das Zentrum des Ortes Crespi, der Ende des 19. Jahrhunderts um die Fabrik herum
entstanden ist. Die Familie Crespi hatte das Werk samt Wohnhäusern, einer Kirche, einem
Kinderhort und einer Schule am Fluss Adda erbauen lassen. Auch wenn die Turbinen heute
stillstehen: Die Fabrikhalle mit Fliesen, Parkett und Wandmalereien ist in jedem Detail
ästhetisch anspruchvoll und hat ihre Faszination bewahrt. Das Haus, das die Crespis und
ihre Nachkommen zu Lebzeiten bewohnten, ist ein Schloss mit Turm und Zinnen. Aber auch die
Häuser der Arbeiter waren großzügig geplant und eingerichtet. 1995 wurden die Fabrik
und der ganze Ort als Beispiel einer Industriekultur, die schmuckvolle Architektur mit
Funktionalität in Einklang bringt, in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Der Film aus
der Reihe 'Schätze der Welt - Erbe der Menschheit' stellt das Textilfabrik- und
Arbeiterdorf Crespi d'Adda in Italien vor. |
| 13:30 - 14:00,
NDR |
Eisenbahn-Romantik  Eine große Zahl an
Eisenbahnfreunden gibt es in Holland. Viele Maschinen der ehemaligen Deutschen Bundesbahn
haben in den Niederlanden ein neues Zuhause gefunden und stehen auch wieder unter Dampf.
Auf der Veluwsche Stoomtrein Maatschappij in der Nähe von Apeldoorn ist jedes Jahr Anfang
September ein ganzes Wochenende Volldampf angesagt. 'Zurück nach Damals' heißt es - bis
zu 15 Dampflokomotiven sind dann im Einsatz. Etwas ruhiger geht es in Nordholland bei der
ältesten hölländischen MuseumsEisenbahn zu, der 'Stoomtram Hoorn-Medemblik'. Dort ist
die gute, alte Bimmelbahnzeit buchstäblich lebendig geblieben. Neun Dampfloks stehen in
dem kleinen Museum. Das letzte Ziel ist die 'Millionenlinie' zwischen Kerkrade und
Simpelveld. Der Name der Strecke erklärt sich durch die hohen Baukosten, die seinerzeit
unglaubliche 12,5 Mio. niederländische Gulden betrugen. Diese Linie ist in der Provinz
Limburg die einzige Gebirgsbahn der Niederlande. |
| 14:15 - 15:00,
NDR |
| Bilderbuch Ein
touristischer Geheimtipp lädt zur Besichtigung ein: eine Landschaft aus Heide und Mooren,
Seen und Wäldern, zwischen Deutschland und Holland gelegen. Ein malerisches Idyll mit 800
Quadratkilometern so groß wie Gesamtberlin. Roermond, der alte niederländische
Bischofssitz gehört genauso dazu wie die nordrheinwestfälische Festungsstadt Brüggen.
Verwaiste Schlagbäume, die an eine Grenze erinnern, die es nicht mehr gibt, animieren zu
einer faszinierenden Zeitreise: zu den Ruinen eines einstigen Militärflugplatzes, zu den
Spinnrädern, die sich bis heute drehen, und zu dem ehrwürdigen Wasserschloss
Krickenbeck.

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| 15:15 - 16:00,
NDR |
| Istanbul Istanbul,
die türkische Zwölf-Millionen-Metropole, gilt als Brücke zwischen Europa und Asien. Die
Stadt breitet sich auf zwei Kontinenten aus - getrennt durch eine Meerenge, das Goldene
Horn. Was diese Stadt so attraktiv macht, sind neben den Architekturperlen - wie die Hagia
Sophia und die Sultan Ahmet Moschee, besser bekannt als die Blaue Moschee - das
orientalische Flair, das bunte Treiben in den Basaren und die Gastfreundschaft. Doch
konzentriert sich der Film weniger auf die vielen christlichen und muslimischen
Kulturdenkmäler als vielmehr auf zwei Bewohner Istanbuls - Yusuf und Turan -, um mit
ihnen das Leben hinter den Kulissen kennen zu lernen. Yusuf arbeitet als Fotograf und ist
gerade dabei, Istanbul für eine Zeitschrift zu porträtieren. Turan ist fahrender Obst-
und Gemüsehändler und tourt mit seinem Pferdekarren durch arme und reiche Stadtteile.
Ende Mai, genauer am 29. Mai, ist für Istanbul eine besondere Zeit. Vor mehr als 550
Jahren hat der türkische Sultan Mehmet das damalige byzantinische Konstantinopel, das
heutige Istanbul, erobert. Diese Eroberung durch die Osmanen wird immer wieder als
größte und aufwändigste Feier des Jahres in Istanbul zelebriert.

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| 15:30 - 16:15,
3SAT |
| Reichlich Wasser vor der
Hütte Die Malediven mit insgesamt 1195 Inseln gelten als eine der
schönsten Regionen der Erde. Nur 200 Eilande sind bewohnt. Ein besonderes Paradies ist
die luxuriöse Hotelanlage Banyan Tree auf der Insel Vabbinfaru. Zum Wohl der Gäste
entstand eine eigene Infrastruktur mit Stromgeneratoren, Kühlräumen und Großküchen.
Die Reportage zeigt den Alltag der 170 Hotelangestellten.

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| 15:30 - 16:00,
MDR |
Afrikas Gewürzeküche  Gewürze spielen
schon seit Jahrtausenden eine wichtige Rolle. Erste Aufzeichnungen stammen aus der Zeit um
3.000 vor Christus aus Ägypten und China. Über viele Jahrhunderte dominierten arabische
Kaufleute den Handel mit Gewürzen aus Asien. Alexandria in Ägypten war zur Zeit um
Christi Geburt der wichtigste Handelsplatz für Gewürze. Die Sendung befasst sich mit der
Bedeutung der Gewürze im täglichen Leben der Menschen, mit dem Anbau von Gewürzen auf
den Seychellen, wo die Seychellennusspalme die größte Baumfrucht der Erde liefert. In
Ägypten steht der Handel im Mittelpunkt und in Mosambik die Anwendung in der Küche und
auf dem Tisch. Dort ist es die von den Portugiesen mitgebrachte scharfe Soße aus Chili:
Piripiri.

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| 16:15 - 17:00,
3SAT |
mareTV  Türkisfarbenes
Wasser und weiße Strände - eine Insel wie eine Fototapete, weltweit berühmt geworden
durch zwei Briefmarken: die rote und die blaue Mauritius. Hindus, Moslems, Buddhisten und
Christen leben dort seit Jahrhunderten friedlich zusammen. Mauritius ist nicht nur über
Wasser, sondern auch unter Wasser wunderschön. Die Riffs, die die Insel umgeben und
schützen, sind Lebensraum für eine Vielzahl von Tieren und Pflanzen. Und sie sind der
Arbeitsplatz des deutschen Ozeanografen Yann von Arnim, der im Auftrag des mauritischen
Kultusministeriums auf Tauchgang geht. Zurzeit ist er mit der Bergung eines der 400 Wracks
beschäftigt, die auf dem Meeresgrund liegen. Auch die Schatzsucher, die immer wieder in
den diversen Höhlen an der Küste unterwegs sind, würden gerne etwas bergen: Fässer mit
Diamanten, Dublonen und Goldbarren. Unzählige Geschichten ranken sich um die
Piratenschätze, die auf Mauritius vergraben sein sollen. Und manch einer der Männer hat
sein gesamtes Vermögen in die Spurensuche investiert. Auf Mauritius' Nachbarinsel
Rodrigues, immerhin 600 Kilometer entfernt, ist das Leben noch ursprünglicher als auf der
Hauptinsel. Morgen für Morgen machen sich dort die 'Piqueses', die
Tintenfisch-Stecherinnen, auf den Weg. Zwei Stunden gehen sie zu Fuß zur Küste, denn der
Bus ist ihnen zu teuer. Dann werden sie mit dem Boot zu den Riffs gebracht, um dort mit
Speeren Tintenfische zu jagen. Am Abend wird der Fang zum Trocknen vor die Haustür
gehängt. Ein Film über das Leben auf der Insel Mauritius.

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| 16:55 - 17:40,
Arte |
Wildes Japan  Jenseits der
Millionenmetropole Tokio liegt ein Japan, das nur wenige kennen. Ein wildes, natürliches
Land ohne Menschenmassen, Hochgeschwindigkeitszüge und Wolkenkratzer. In den Japanischen
Alpen auf der Hauptinsel Honshu leben Makaken. Keine andere Affenart hat sich so weit in
den kalten Norden vorgewagt wie sie. Im Tiefschnee ist die Futtersuche für sie mühsam -
für kleine Schneeballschlachten bleibt aber immer Zeit. Zum Aufwärmen wird dann ein
heißes Bad genommen: Mehrere Stunden pro Tag entspannen sich die Affen in heißen
Thermalquellen. Von denen gibt es in der Region etliche, denn tief unter der Erde brodelt
es gewaltig. An der Oberfläche zischt und dampft es deshalb überall in Japan, und immer
wieder kommt es zu Erdbeben, Vulkanausbrüchen und Tsunamis. Ganz im Norden liegt die
Insel Hokkaido - wilder und kälter kann Japan nicht sein. Während sich der Winter auf
Honshu langsam verabschiedet, herrschen auf Hokkaido noch sibirische Temperaturen. In
dieser unwirtlichen Zeit beginnen die seltenen Mandschurenkraniche ihre extravaganten
Balztänze, und Riesenseeadler gehen zwischen den Eisschollen auf Fischfang. Das Ende des
Winters symbolisiert schließlich die Kirschblüte. Halb Japan ist dann auf den Beinen und
begrüßt mit Picknicks im Park das Frühjahr. Dann ist auch die Zeit des traditionellen
Stierkampfes, eine Art Sumoringen für tonnenschwere Bullen. Die wertvollen Tiere kommen
bei dieser Tradition auf wundersame Weise nicht zu schaden.

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| 17:00 - 17:45,
3SAT |
Mauritius  Im
Indischen Ozean gelegen - 1.000 Kilometer östlich von Madagaskar -, gehört Mauritius
geografisch zu Afrika. Etwas mehr als eine Million Menschen, darunter Inder, Pakistani,
Afrikaner, Kreolen und Chinesen, leben auf der Insel. Das Miteinander gestaltet sich ohne
Konflikte. Deshalb gilt Mauritius häufig als positives Beispiel für eine multikulturelle
Gesellschaft des 20. Jahrhunderts. Der Anbau von Zuckerrohr, Textilindustrie und Tourismus
sind die drei Säulen, auf denen das Wirtschaftsleben der Insel ruht. Obwohl große
Flächen durch Zuckerrohr-Plantagen geprägt sind, gibt es auch noch wilde, urwüchsige
Landschaften, Flusstäler, Dschungel, Schluchten und Wasserfälle auf der Insel. Vor allem
aber gibt es kilometerlange, feinsandige Strände, die, geschützt durch Korallenbänke,
Mauritius zum Traumziel einer stetig ansteigenden Zahl europäischer Touristen gemacht
haben. Der Film 'Mauritius' von Ebbo Demant erzählt die Geschichte der Insel und stellt
die Menschen vor, die dort leben.

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| 17:00 - 17:30,
B3 |
| Nördlingen - Großer Krater,
kleine Stadt Dietrich Leube stellt die idyllische Altstadt des bayerischen
Städtchens Nördlingen und das angrenzende Ries vor, einen riesigen Krater, den vor
Jahrmillionen der Einschlag eines Meteoriten hinterlassen hat.

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| 17:45 - 18:30,
3SAT |
Madagaskar  Durch seine
isolierte Lage im Indischen Ozean konnte sich auf Madagaskar eine einzigartige Tier- und
Pflanzenwelt entwickeln. Doch wegen des schonungslosen Raubbaus sind die Naturschätze der
Insel bedroht. Autorin Birgit Kienzle berichtet zudem über die Bewohner Madagaskars,
deren magische Bestattungsrituale u.a.
Die Geschichte eines vor Madagaskar ankernden russischen Schiffs, dessen Besatzung wegen
der Pest nicht an Land gehen durfte, inspirierte den Komponisten Just Scheu 1934 zu seinem
bekannten Matrosenlied. |
| 19:30 - 20:15,
Arte |
Shogun (1)  John Blackthorne ist
Engländer. Er steht als Navigator in den Diensten der Niederlande, die sich anschicken,
Spanien die Weltherrschaft auf den Meeren zu entreißen. Doch Blackthornes Schiff gerät
in asiatischen Gewässern in einen heftigen Sturm und kentert. Der Navigator überlebt das
Unglück und erwacht in einem japanischen Haus in Anjiro. Als er an Bord der 'Erasmus'
geht, die in der Bucht ankert, verweigern ihm die Japaner den Zutritt zu seiner Kajüte.
An Land zurückgekehrt, wird Blackthorne von dem Jesuitenpater Sebastio der Piraterie
angeklagt und soll auf der Stelle gekreuzigt werden. Der Samurai des Dorfes verlangt
jedoch, dass Fürst Yabu über Blackthornes Schicksal entscheiden soll, so wird er dem
Fürsten vorgeführt. Weil der zwielichtige Pater Sebastio bei dieser Gegenüberstellung
bewusst falsch übersetzt, wird Blackthorne mit seiner gesamten Crew in ein dunkles
Verlies gesperrt. Doch der Samurai des Dorfes, dem Blackthornes Kampfgeist für seine
Mannschaft nicht entgangen ist, lässt den englischen Navigator aus dem Verlies holen. Als
Blackthorne ihm - wenn auch aus Unwissenheit - nicht die landesübliche Ehre erweist, muss
sich der Navigator auf den Boden legen, und der Samurai uriniert auf Blackthornes Rücken.
Nach dieser demütigenden Zurechtweisung wird Blackthorne ein Haus zugeteilt.
Info: Nach dem Bestseller des britischamerikanischen Schriftstellers James Clavell
(1924-94) und mit Richard Chamberlain ('Die Dornenvögel') in der Hauptrolle erzählt die
mehrfach ausgezeichnete Abenteuerserie eine Geschichte von Liebe und Krieg vor der Kulisse
des höfischen Japans um 1600. Die Handlung verbindet historische Details mit der fiktiven
Nacherzählung wirklicher Ereignisse. Historisches Vorbild waren unter anderem die
Erlebnisse des englischen Navigators William Adams, der 1600 in den Diensten einer
holländischen Handelsexpedition nach Japan reiste und 1620 als Samurai starb. Außerdem
stützt sich das Buch auf die Aufzeichnungen des portugiesischen Abenteurers Fernao Mendes
Pinto sowie des Jesuitenmissionars Francisco de Xavier. Autor James Clavell bekam eine
Million Dollar für die Buchrechte und wurde zum Executive Producer der Serie ernannt.
Damit erhielt er die kreative Kontrolle über das Projekt. Er bestand auf Japan als
Drehort, um den Film möglichst authentisch wirken zu lassen. Und er stimmte einer Idee
des Drehbuchautors Eric Bercovici zu, die Geschichte aus der Sicht John Blackthornes zu
erzählen. So sprechen die Japaner nur ihre Muttersprache und werden für Blackthorne
übersetzt. Es gibt keine Synchronisation, keine Simultanübersetzung und auch Untertitel
kommen kaum zum Einsatz. 'Shogun' wurde weltweit ein Erfolg. Die Serie erhielt unter
anderem den Golden Globe, den Peabody Award und den People's Choice Award. Außerdem wurde
sie in verschiedenen Kategorien für den Emmy nominiert, so zum Beispiel Andrew Laszlo
für seine Kameraarbeit. Die Eröffnungsszene für diesen Meilenstein des Fernsehen wurde
im englischen Original übrigens von Orson Welles gelesen.

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| 20:15 - 21:00,
Phoenix |
Naturwunder Galapagos  'Es scheint, als hätte Gott die
Erde mit Steinen überschüttet; und der Boden hier ist wie Asche ... wertlos.' So
schildert der Bischof von Panama die Inselgruppe im Pazifik bei seinem unfreiwilligen
Aufenthalt 1535. Er hatte Galapagos, eine bis dahin noch unentdeckte Welt betreten. Von
schlangenartigen Leguanen, von einfältigen Vögeln und riesigen Schildkröten berichtet
er. In den Augen des Gottesmannes ein völlig nutzloses Land - weil ohne Gold.

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| 20:15 - 23:30,
Arte |
Die sieben Samurai  Japan im 16.
Jahrhundert: Die Bauern eines Dorfes wollen sich gegen marodierende Banden zur Wehr setzen
und engagieren sieben arbeitslose Samurai als Schutztruppe. Aus deren Langeweile und
Ruhmsucht wird bald aufrichtige Solidarität mit den unterdrückten Landbewohnern.
1960 drehte John Sturges das US-Remake 'Die glorreichen Sieben' mit Yul Brynner.

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| 21:00 - 21:30,
3SAT |
Robbenkrieg im Packeis  Showdown im
arktischen Eis: Robbenjäger und Tierschützer stehen sich gegen- über, bewaffnet mit
Keulen und Kameras. Es geht um blutige Fell-Geschäfte auf der einen Seite und
Protestaktionen auf der anderen. Die Händler finden den Medienaufschrei verlogen: Ohne
die Jagd fräßen die Sattelrobben angeblich das Meer leer. Wer hat recht? Filmautor Ulf
Marquardt hat sich an beiden 'Fronten' umgeschaut.
In Kanada dürfen seit 1987 325.000 Sattelrobben jährlich nach dem Fellwechsel getötet
werden. Die Tiere werden auch in Norwegen und Russland intensiv bejagt.

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| 21:00 - 21:45,
Phoenix |
Requiem für einen Rohstoff
 Während der australische Wissenschaftsjournalist
Richard Smith im ersten Teil seiner Dokumentation die Entstehung des Erdöls erzählt und
einen Abriss über seine Förderung im Verlauf des letzten Jahrhunderts gibt, geht es ihm
im zweiten Teil in erster Linie um die Folgen des enormen weltweiten Erdölverbrauchs.
Neben der bitteren Erkenntnis, dass der begehrte Rohstoff Öl endlich ist und eventuell
noch zu Lebzeiten heutiger Generationen zur Neige geht, enthüllt Richard Smith noch eine
weitere, ebenso dramatische wie unaufhaltsame Konsequenz aus unserem unstillbaren Durst
nach Öl, den gefährlichen weltweiten Klimawandel. Der resultiert unter anderem aus der
Art und Weise, wie Erdöl industriell verarbeitet wird. Spannend und in hohem Tempo
erzählt Smith von der Entstehung des Rohstoffs Öl. Auf verständliche Weise zeigt der
australische Biologe und Journalist, dass durch die Verbrennung von fossilem Brennstoff
inzwischen soviel C02 freigesetzt wurde, dass dies über kurz oder lang zu klimatischen
Veränderungen führen muss. Die Ironie des Schicksals will es, dass die Verbrennung der
Ressource genau zu der Klimaverschiebung führen könnte, der der Rohstoff einst seine
Entstehung verdankt. Es ist ein Kreislauf, dessen Zusammenhänge wir verstehen müssen, um
ihn zu durchbrechen. |
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