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| Sonntag, 29.08.2010 |
| 00:15 - 01:00,
Phoenix |
An den Hängen des Ätna  Etwa eine Million
Menschen leben am Ätna, Europas größtem und aktivstem Vulkan. Respekt- und liebevoll
wird er 'Mongibello', 'Berg der Berge', genannt: Respektvoll, weil der Vulkan zwar als
gutmütig gilt, aber letztlich doch unberechenbar ist, liebevoll, weil das Zusammenspiel
von Klima, Vulkanböden und Wasserreichtum zu Füßen des Vulkans eine der fruchtbarsten
Landschaften Europas entstehen ließ. Der Film stellt die italienische Region voller
Gegensätze und ihre Bewohner vor.

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| 01:00 - 01:45,
Phoenix |
Die Feuerwolke vom Mt. Pelée
 Am
3. Mai 1902 starben auf der Karibikinsel Martinique 29.000 Menschen in einer Feuerwolke.
Der Vulkan Mont Pelée war explodiert und vernichtete die malerische Stadt St. Pierre und
seine Einwohner. Die Katastrophe dauerte nur drei Minuten. Doch dabei starben mehr
Menschen als bei jedem anderen Vulkanausbruch des letzten Jahrhunderts. Für die
Zeitgenossen war diese Katastrophe rätselhaft. Es gab keine Lavaströme und keinen
dichten Ascheregen. Nichts, was man von bisherigen Vulkanausbrüchen kannte. Die genaue
Untersuchung, wie es zu dieser Katastrophe kommen konnte, führte zu einer neuen
Wissenschaft: der Vulkanologie. Der Film von Frances Barrigan rekonstruiert die
dramatischen Ereignisse von damals. Er zeigt, wie Forscher nach und nach ein Phänomen
enthüllten, das heute als 'pyroklastischer Strom' bekannt ist und das sich immer noch
besonders schwer vorhersagen lässt - und immer noch tödlich sein kann.

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| 01:45 - 02:20,
Phoenix |
Peru - Von Goldgräbern und
Wunderheilern  Morgens um fünf macht sich Luis auf den Weg. Er löst
einen Kollegen ab, der seit einer Woche im kleinen Goldgräber-Camp am Fuß der Anden
übernachtet. Die Arbeit unter Tage ist nur mit viel Koka, Schnaps und Zigaretten zu
ertragen, die Ausbeute an Gold eine geringe Entschädigung für die Strapazen. Auf dem Weg
zur Mine fährt das 3sat-Team auch an den bis heute rätselhaften Linien von Nasca vorbei. |
| 05:00 - 05:30,
arte |
| Die Grappa-Familie aus
Venetien Bassano del Grappa ist ein beschauliches Bergstädtchen, durch das
der Fluss Brenta fließt. Direkt an der alten Holzbrücke steht eine der urigsten
Grapperien des Landes: die Osteria del Ponte, seit 1779 im Besitz der Familie Nardini.
Früher galt der Grappa als Arme-Leute-Schnaps, heute ist er zum Edelgetränk
aufgestiegen. Wenn Seniorchef Giuseppe Nardini durch die engen Gassen fährt, grüßt er
alle zehn Meter nach rechts und links. 'Ciao Giuseppe', schallt es hinter ihm her. Ab und
an macht der alte Grappa-Patron einen kurzen Zwischenstopp für ein kleines Schwätzchen
und einen wirklich schnellen Espresso, denn er muss weiter. Es gilt, die besten Trauben
einzukaufen und der Konkurrenz zuvorzukommen. Seine Neffen kümmern sich um das
Exportgeschäft. Als nächstes wollen sie den russischen Markt erobern. Grappa statt Wodka
lautet das ehrgeizige Ziel. Tochter Christina organisiert die Öffentlichkeitsarbeit und
ist stolz auf die nagelneuen Präsentationsräume. Die Dokumentation gibt Einblick in das
Leben und die Arbeit der Nardinis, die vom Familienbetrieb zum Konzern aufgestiegen sind,
den eines Tages natürlich die Enkel weiterführen sollen. |
| 05:15 - 06:15,
3SAT |
Der Basar von Urfa  Urfa
im Südosten der Türkei, nahe der syrischen Grenze, ist eine Stadt, in der die
Widersprüche zwischen der Modernisierung samt ihren negativen Begleiterscheinungen und
dem Festhalten an traditionellen Werten wie unter einem Vergrößerungsglas sichtbar
werden. Nirgendwo sonst lässt sich islamische Alltagswelt noch so intensiv und
authentisch beobachten wie im Basar von Urfa, von dem es heißt, er sei 'der schönste
aller Basare'. Unmittelbar an den Basar schließt sich Dergah an, ein städtisches
Refugium, das der Entspannung dient und mit seinen islamischen Heiligtümern ein viel
besuchtes Ziel von Pilgern aus dem gesamten Orient ist. Urfa gilt mit diesen heiligen
Stätten als fünftgrößtes Heiligtum der islamischen Welt. Der Film 'Der Basar von Urfa'
beschreibt einen Tag im Basar, begleitet von den Gebetsrufen des Muezzins. Im Zentrum
steht der berühmte Teegarten im Gümrük Hani, einer historischen Karawanserei. In
farbigen Bildern stellt der Film auch die Protagonisten des Basars vor.

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| 05:30 - 06:00,
arte |
| Die Fischer-Familie aus
Mecklenburg Die Borgwardts gehören zu den wenigen Berufsfischern, die es
noch gibt. Sie üben mit ihrem kleinen Familienunternehmen eine nicht gerade lukrative
Tätigkeit aus. Ihr Lebensunterhalt hängt dabei nicht immer von ihrem Arbeitseinsatz ab.
'Fische fangen ist, wie Roulette spielen', erklären sie. Und wenn es mal nicht klappt,
dann müssen sie auf Erspartes zurückgreifen. Der Familienbetrieb entstand kurz nach dem
Fall der Mauer. Nachdem die Werftindustrie in Ostdeutschland zusammenbrach, wurden viele
Menschen arbeitslos, da musste die Familie eine neue Erwerbsquelle finden. Mit allen
Ersparnissen erwarb die Familie dann den alten Fischkutter. 'Wir sind eine SAG, eine
sozialistische Arbeitsgemeinschaft', sagt Dieter Borgwardt lachend. Die Borgwardts müssen
hart für ihr Überleben arbeiten. Sieben Tage in der Woche fahren sie raus auf die
Ostsee, immer früh um vier. Und dann haben sie auch noch einen eigenen Stand auf dem
Markt von Warnemünde. Dass der Familienbetrieb trotz Schwierigkeiten durchhält, hängt
neben der Willenskraft der Fischer auch mit ihrem starken Familiensinn zusammen. |
| 06:45 - 07:00,
NDR |
Haeinsa, Südkorea - Tempel
der schwarzen Kunst  Der Haeinsa-Tempel auf dem nur schwer zugänglichen
Kaya-Berg in Südkorea wurde im Jahre 802 errichtet. Es handelt sich um eine Anlage mit
mehreren Gebäuden, an einem Hang gebaut und mit einem aufstrebendem Mittelweg. Die
farbenfrohen Verzierungen sind ausschließlich auf die Wahrung der Harmonie ausgerichtet.
Zu oberst stehen die vier Bauten des Changgyoing P'ango. Hier wird eine Fassung des
Tripitaka aufbewahrt, jener Sammlung des Theravada-Buddhismus, die 1496 Bände umfasst. Es
handelt sich um einen Schatz ohnegleichen. 80 000 Druckplatten aus Holz, perfekt erhalten,
sind hier zu finden. Seit dem 13. Jahrhundert wird hier das Tripitaka Koreana hergestellt,
200 Jahre bevor Gutenberg den modernen Buchdruck erfand. Auch heute noch dienen dieselben
Druckplatten als Vorlagen. |
| 07:30 - 08:15,
Phoenix |
Auf den Spuren der
Korallenroute  ARD-Korrespondent Mario Schmidt reist auf den Spuren der
legendären 'Korallenroute' durch die Südsee, trifft die ehemalige Crew und erzählt
Geschichten rund um die damaligen Landebuchten. In den 50er Jahren brachen Touristen zu
einer der romantischsten Flugreisen der Luftfahrtgeschichte auf: im Flugboot von Auckland
über Fidschi, Samoa und Aitutaki nach Tahiti. Die gewaltigen doppelstöckigen
Wasserflugzeuge vom Typ Solent hatten Platz für 40 Passagiere - alles First Class. Im
Cockpit flogen die Piloten manchmal in Unterhosen, weil es so heiß war und es für sie
keine Klimaanlage gab.

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| 08:10 - 08:25,
arte |
Die Entdecker  Die Entdecker reisen nach Alaska.
Ihr Plan: sie wollen bei Temperaturen um bis zu minus 42 Grad Celsius die Arktis auf
Skiern durchqueren. Das bedeutet eine 1800 Kilometer lange Reise von Sibirien nach
Nordkanada!

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| 08:30 - 09:00,
Phoenix |
Satan - weiche!  Nirgendwo auf der Welt verzeichnen die oft sektenhaft erscheinenden
Protestanten einen größeren Zuwachs als in Brasilien; bereits 17.000 Gemeinden mit 24
Millionen Mitgliedern wurden gezählt. Und das liegt vor allem an den fast wie Popstars
gefeierten Priestern und Predigern der Evangelikalen, die mit Wunderheilungen,
Teufelsaustreibungen und einer sehr lebendigen Form von Gottesdienst den Nerv der Zeit
treffen. |
| 08:45 - 09:00,
SWR |
Das Wouda-Schöpfwerk -
Wasser, Stahl und Dampf, Niederlande  Im Norden der Niederlande, bei Lemmer, steht
das größte dampfgetriebene Schöpfwerk der Welt. Es ist benannt nach seinem Konstrukteur
Dirk Frederik Wouda, Ingenieur beim Wasserwirtschaftsamt der Provinz Frieslands. Seit dem
19. Jahrhundert ermöglichen Pumpwerke in Friesland Siedlung und Landwirtschaft. Immer
wieder waren die Friesen Opfer von verheerenden Sturmfluten und Überschwemmungen. Um das
Land zu entwässern, entstanden Pumpwerke mit großen Kapazitäten. Das Dampfschöpfwerk
bei Lemmer wurde im Oktober 1920 durch die niederländische Königin eingeweiht. Es ist
kein totes Industriedenkmal, sondern ein lebendiges Zeugnis des Dampfmaschinenzeitalters.
Fünf- bis sechsmal im Jahr versehen die Maschinen noch ihren Dienst und transportieren
sechs Prozent des friesländischen Wasserüberschusses ins Ijsselmeer. In der Minute sind
das 4.000 Kubikmeter - der Rauminhalt eines mittleren Kirchenschiffs! Die große
Maschinenhalle mit dem Pumpengehäusen und den Dampfmaschinen sieht aus wie am ersten Tag.
Die Technik stammt aus einer Zeit, als der Glaube an den technischen Fortschritt noch
ungebrochen war. Dampfmaschinen sind Ikonen des industriellen Zeitalters. Sie vereinen
Schönheit mit Kraft - eine Kombination, welche die Menschen seit jeher fasziniert. 1998
wurde das Wouda-Schöpfwerk als herausragendes industriegeschichtliches Denkmal in die
Liste des Weltkulturerbes übernommen. |
| 09:45 - 10:30,
Phoenix |
Das schwierige Erbe der Mutter
Teresa  Mit
ihrem Orden bekämpfte Mutter Teresa die Armut in Kalkutta, sprach sich aber gegen
Abtreibung aus. Die Autoren porträtieren die Friedensnobelpreisträgerin mit all ihren
Widersprüchen.

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| 10:10 - 11:05,
VOX |
Naturgewalten  Anhand nie
gezeigter Archivaufnahmen und aufwendiger 3-D-Animationen werden die verheerendsten
Katastrophen der letzten hundert Jahre rekonstruiert. In der ersten Folge geht es um
Vulkaneruptionen . So fanden auf der Karibikinsel Martinique beim Ausbruch des Mont Pelé
am 8. Mai 1902 zwischen 28.000 und 40.000 Menschen den Tod.
Weltweit gibt es etwa 1900 Vulkane, die als aktiv eingeschätzt werden.

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| 11:00 - 11:45,
SWR |
Bilderbuch  Es wird Herbst im
Westmünsterland und im niederländischen Achterhoek. Zwar sind die Wiesen und Weiden noch
grün, die Kühe stehen gut im Futter - doch das Korn wurde eingebracht, die meisten
Felder sind leer und auf den Höfen läuft die Herbstarbeit. Bocholt - in Deutschland -
und Aalten - in den Niederlanden - beide sind alte Ackerbürgerstädte, die über die
Jahrhunderte reich und bedeutend wurden. Zwei Drittel ihrer Stadtgebiete werden
landwirtschaftlich genutzt, die Höfe und Felder beider Städte stoßen oft unmittelbar
aneinander. Und die Bauern beiderseits der nicht mehr sichtbaren Grenze sind sich in ihrem
aufgeschlossenen und zupackenden Wesen sehr ähnlich, mit kleinen landestypischen
Unterschieden allerdings. Die Zuschauer begleiten auf ihren Höfen einen deutschen und
einen niederländischen Bauern durch den Tag, drum herum legt sich ein lebendiges Mosaik
von Menschen und Örtlichkeiten - fröhlich im Altweibersommer, mit Kühen, Korn und
Bauerngolf. |
| 11:05 - 13:10,
VOX |
Im Auge des Sturms  Am 29. August 2005
trifft einer der schwersten Wirbelstürme der US-Geschichte auf die nordamerikanische
Südküste. Nur wenig später überfluten Wassermassen aus Kanal- und Deichbrüchen
beinahe die gesamte Stadt New Orleans. Weitgehend unkommentiert zeigt die BBC-Doku
Originalaufnahmen der Katastrophe, zusammengeschnitten aus über 600 Minuten Material.
Augenzeugen, die flüchteten oder in ihren Häusern ums Überleben kämpften, berichten.
Katrina fordert über 1800 Todesopfer, die Sachschäden belaufen sich auf über 81
Milliarden US-Dollar.

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| 12:15 - 13:00,
H3 |
Traumpfade: München - Venedig
 Woher
kommt die wachsende Faszination des Wanderns, die immer mehr Menschen erfasst, die
Entdeckung des langsamen Reisens im Zeitalter von Internet und Cyberspace? 'Traumpfade'
spürt diesem Phänomen nach - auf den klassischen alten Wegen durch Europa. Abseits dicht
befahrener Autobahnen und Straßen führen die 'Traumpfade' durch eine oft noch
unberührte Natur. Wer diesen Wegen folgt, lernt den eigenen Körper wieder zu spüren,
ist stolz darauf, große Anstrengungen überwunden zu haben, wird die Stille der Natur
erfahren und dabei spüren, wie sich die eigenen Gedanken entwickeln. So sind die
'Traumpfade' auch immer eine innere Reise, und sie erzählen aufregende Abenteuer, die die
Reisenden zu bestehen haben, bis sie ihr Ziel erreichen. Einer der anspruchsvolleren
Fernwanderwege: In 28 Etappen und 500 Kilometern führt ein Traumpfad durch die schönsten
Stellen der Ostalpen. |
| 12:30 - 12:45,
MDR |
| Ostwärts - mit dem Rucksack
der Sonne entgegen Die lettische Hauptstadt Riga hat es Julia Finkernagel
angetan. Nicht nur die engen Gassen und die schöne Jugendstilarchitektur faszinieren sie,
sondern auch ein Ereignis, welches das Baltikum am 23.08.1989 grundlegend ändern sollte.
Millionen Esten, Letten und Litauer gingen auf die Straße und sangen sich frei - frei von
der sowjetischen Besetzung. Als friedlicher Höhepunkt der 'Singenden Revolution' ging
dieser Tag in die Geschichte ein. Julia will mehr erfahren und trifft sich mit einer Frau,
die es ganz genau wissen muss: Meldra Usenko, nahm an der Baltischen Kette teil und wahrt
heute im Museum der lettischen Volksfront die Erinnerung an diese bedeutende Zeit. Kedra
Usenko zeigt Julia den Ort, an dem sie selbst als junge Lettin stand, wo vor 20 Jahren das
scheinbar Unmögliche möglich gemacht wurde. - Und plötzlich wird auch Julia teil der
Baltischen Kette. Einen Überrest der sowjetischen Herrschaft lernt Julia in Litagne, rund
siebzig Kilometer östlich von Riga, kennen. Hier findet sie ein jahrzehntelang
verborgenes Militärgeheimnis aus der Zeit, als der eiserne Vorhang noch vorhanden war.
Unter einem Erholungsheim für Parteimitglieder war ein riesiger Bunker versteckt, um im
Falle eines atomaren Angriffs die lettische Staatselite aufzunehmen. Julia erkundet den
Bunker und staunt nicht schlecht über die Gepflogenheiten aus der Zeit der Lettischen
Sozialistischen Sowjetrepublik. Bei der Weiterreise passiert etwas Unvorhergesehenes: Ein
Teil des Reisegepäcks geht verloren. Es ist auch noch der Rucksack, in dem sich das
bisher gedrehte Material befindet. Jetzt heißt es: Kühlen Kopf bewahren, Hilfe holen.
Aber wird das reichen? |
| 13:05 - 13:30,
3SAT |
Naturpark Kaunergrat  Der bronzezeitliche
Opferschatz im Archäologischen Museum Fließ bei Landeck in Tirol brachte neue
Erkenntnisse über diese prähistorische Zeit etwa 1.500 vor Christus ans Tageslicht. Im
Rahmen des Projekts 'Alpines Heiligtum 2007 am Piller' wagten sich die Forscher Franz
Neururer und Alfons Erhart auf der Suche nach weiteren Spuren aus der Vergangenheit in
gefährliche Spalten im Naturpark Kaunergrat. Der Film 'Naturpark Kaunergrat' begleitet
die beiden Forscher.

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| 13:10 - 13:55,
MDR |
Cloud - Ein wilder Hengst in
den Rocky Mountains  Über 7 Jahre begleitet Naturfilmerin Ginger Kathrens einen
Mustang, den sie Cloud, (Wolke) nennt. Sie dokumentiert sein Leben von der Fohlenzeit bis
zur eigenen Herde.
Die DVD zur Doku gibts im Handel und heißt 'Faszinierende Tierwelten - Pferde'.

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| 13:30 - 14:15,
H3 |
Zwischen Bodensee und
Bergmassiven  Das Appenzell ist fast zu schön, um wahr zu sein.
Buntbemalte stattliche Häuser locken tagsüber scharenweise Touristen an. Aber am Abend
kehrt dörfliche Stille ein. Wer jetzt hinaus fährt, geradewegs ins Alpsteingebirge mit
dem Säntis als mächtigem Herrscher der Voralpen, sollte die Ohren spitzen. Denn dann
ertönt hie und da der Betruf der Senner. So weit seine Stimme reicht, so weit soll auch
der Schutzbann der Heiligen für Mensch und Vieh reichen, heißt es. Hier oben, auf 1.500
Metern Höhe, grasen die weithin bekannten Appenzeller Ziegen: schneeweiße Schönheiten
mit langem, seidigem Fell und sanftem Wesen - so sanft wie das hügelige Appenzellerland
zwischen Bodensee und Alpsteinmassiv. Ein ideales Wandergebiet auch für weniger
trainierte Zeitgenossen. 'nix wie raus ...' ist unterwegs per Heißluftballon,
Luftseilbahn und Doppeldeckerbus, zeigt atemberaubende Ausblicke in die weite Landschaft
und gibt erhellende Einblicke in die abgrundtiefe Seele der Appenzeller, über die man in
der restlichen Schweiz wegen ihrer angeblich geringen Körpergröße gern Witze reißt.
Die Sendung stellt das Sennerhandwerk im Aufschwung vor und gibt eine Kostprobe der
typischen Appenzeller Streichmusik.

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| 13:30 - 14:00,
arte |
Reiseskizzen aus ...  Auf
einer Reise von der kubanischen Hauptstadt Havanna über die Tabakfelder der Provinz Pinar
del Río bis nach Santiago de Cuba zeichnet die junge Illustratorin Carla Talopp ein
feinfühliges Porträt der 'Perle der Karibik'.

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| 14:00 - 14:30,
3SAT |
Die Seine  Entlang der Seine,
auf dem Abschnitt zwischen Troyes und dem Wald von Fontainebleau, gibt es viele
Überraschungen und große Kontraste: So wird in Montgueux die Troyeser
Champagner-Bratwurst verkauft und in Boulancourt wird eine Straußenfarm betrieben. Auch
Kunst ist mit den Malern der Schule von Barbizon ein Thema, je näher man Paris kommt. |
| 14:00 - 15:40,
arte |
Schmeiß den Teufel raus!  New
Orleans/Louisiana - sechs Monate nach dem verheerenden Hurrikan Katrina haben die
größtenteils afroamerikanischen Einwohner ihre Angehörigen, ihre Häuser und
Arbeitsplätze verloren. Im historischen Viertel Treme befindet sich die katholische
Kirche St. Augustine. Der dortige Priester, Father LeDoux, hat seiner Gemeinde
unermüdlich beigestanden und sie in den Momenten der Verzweiflung aufgerichtet. Der
Beschluss des Erzbischofs, die Kirche zu schließen und Father LeDoux zu versetzen, trifft
die Gemeinde wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Die St. Augustine-Kirche hat
Symbolcharakter, denn hier saßen zum ersten Mal Sklaven, freie Afroamerikaner und Weiße
Seite an Seite, um Gott zu preisen. Außerdem liegt hier für viele der Ursprung des Jazz.
Auch heute noch verbindet die Kirche katholische Frömmigkeit mit dem Geist des Jazz. Für
die Gemeinde ist die Vorstellung, ihren Priester zu verlieren, nicht hinnehmbar. Sie liebt
Father LeDoux als Helfer und seelischen Beistand, als jemanden, der ihnen neue Horizonte
öffnete und Menschen aller Hautfarben und Glaubensrichtungen in seiner Kirche
zusammenbrachte. Er selbst hat seine afrikanischen Wurzeln nie vergessen. Die
Gemeindemitglieder lehnen sich gegen die übermächtige Kirchenhierarchie auf. Father
LeDoux hält sie an, zu beten und zu verhandeln. Doch dann wird deutlich, dass der
Erzbischof keineswegs vorhat, die Kirche zu schließen, sondern Renovierungsarbeiten
veranlasst hat. In der Gemeinde herrscht ohnmächtige Wut. Als verlautbart wird, dass
anstelle von Father LeDoux ein weißer Priester aus einem anderen Stadtviertel nach St.
Augustine versetzt werden soll, brechen die wildesten Spekulationen aus. Geht es um ein
Immobiliengeschäft? Verbirgt sich dahinter der Wunsch, eine unorthodoxe Gemeinde in die
Knie zu zwingen? Oder soll Treme künftig ein 'weißes' Viertel werden? Trotz der
Fürsprache, Demonstrationen und Konzerte zur Unterstützung von Father LeDoux bleibt der
Erzbischof unnachgiebig. Der neue Priester tritt sein Amt an, gießt aber durch seine
Arroganz sofort Öl aufs Feuer. Als zutiefst gläubige Menschen haben die
Gemeindemitglieder immer gehofft, dass ihre Gebete für ihre Kirche und ihren Priester
erhört werden. Dennoch haben sie sich vorsichtshalber einen Plan B zurechtgelegt: Mit
Hilfe von Freiwilligen aus aller Welt besetzen sie die Kirche. Vor dem Gebäude postieren
sich Kameras amerikanischer Fernsehsender. Die kleine Gemeinde von Treme fühlt sich im
Recht. Offen ist zu diesem Zeitpunkt noch, ob es ihr gelingen wird, ihre Kirche zu retten
und den Verwaltungsapparat, der bisher jegliche Verhandlungsangebote ignoriert hat, zum
Einlenken zu zwingen.

|
| 15:15 - 16:00,
B3 |
Die Wüste der Alpen  Der Bogen spannt
sich von Salzschmugglern und Höhlenforschern bis hin zu einem Berufsmusikanten, der seine
Sommer auf der Alm verbringt und dort 80 Stück Vieh hütet. Der Filmautor berichtet über
das einfache Leben einer alten Sennerin und wirft einen Blick zurück auf die große
Bergfahrt der Kaiserin 'Sissi': die Überschreitung des Toten Gebirges von Nord nach Süd.
Das Hochplateau des Toten Gebirges ist nur wenig erschlossen. Hier stehen kaum
Bergsteigerhütten, denn ihre Versorgung gestaltet sich oft sehr mühsam. Erst der Bau der
längsten Materialseilbahn der Ostalpen brachte Erleichterung. Der ehemalige Hüttenwirt
erzählt, wie es dazu kam. Das Zentralplateau ist faszinierend und gefährlich zugleich -
ein Labyrinth aus Karstflächen und Latschenfeldern. Jeder, der diese abweisende
Hochfläche - in der es kaum markierte Wege gibt - überqueren will, lässt sich auf ein
großes Wagnis ein. Was heute dem Wanderer zum Verhängnis werden kann, war für die
Wilderer von größtem Vorteil. Der Film zeigt, dass auch im Toten Gebirge noch längst
nicht alle ihre Spuren verwischt sind.
Das Tote Gebirge erhebt sich im Osten des Salzkammerguts. Mit einer Ausdehnung von 400
Quadratkilometern ist seine wüstenhaft trockene Karsthochfläche, die größte der
Kalkalpen, vielleicht das größte Ödland der Alpen überhaupt. Was dem Toten Gebirge an
Höhe fehlt - seine höchsten Gipfel, Großer Priel und Spitzmauer, sind rund
zweieinhalbtausend Meter hoch -, gleicht es durch Einsamkeit wieder aus.

|
| 15:20 - 16:00,
3SAT |
20.000 Meilen übers Meer
 Tina
Wittwer war noch nie auf einem Segelschiff gewesen, als ihr Mann Hansjörg von seinem
Traum erzählt, mit dem eigenen Boot um die Welt zu segeln. Jahrelang baut er an seiner
'Chenoa' - einer zwölf Meter langen Alujacht. Als Hansjörg sein Schiff fertig gebaut
hat, sind seine Söhne Noah und Marvin ein und zweieinhalb Jahre alt. Die Reise beginnt.
Mindestens drei Jahre will die Familie unterwegs sein und hat dafür 60.000 Euro gespart.
Von Basel am Rhein führt die Fahrt durch die französischen Kanäle ins Mittelmeer,
später über den Atlantik in die Karibik und anschließend durch den Panamakanal und quer
durch den Pazifik. Im Südseeparadies Tonga kippt die Stimmung an Bord. Die Wittwers
wollen ihre Reise vorzeitig abzubrechen. Die vielen Reparaturen und die langen
Segelpassagen haben das Ehepaar zermürbt. Was bleibt, ist aber nicht ein geplatzter,
sondern ein gelebter Traum. Der Film '20.000 Meilen übers Meer' begleitet das große
Segelabenteuer der Familie Wittwer.

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| 15:20 - 15:40,
RBB |
Kalabrien  Der Ruf Kalabriens
in der Welt ist nicht der allerbeste. Kalabrien ist eine der ärmsten Regionen Italiens
und leidet unter hoher Arbeitslosigkeit und der Abwanderung junger Leute. Außerdem sorgt
die kalabresische Mafia, 'Ndrangheta genannt, immer wieder für Schlagzeilen. Trotzdem ist
Kalabrien ein wunderschöner Landstrich voller dichter Wälder, hoher Berge und
malerischer, beinahe menschenleerer Buchten, denn der Massentourismus hat die Region noch
nicht erreicht. Der Film unternimmt eine Reise rund um die Stiefelspitze Italiens. Es geht
los in der nördlichen Kulturmetropole Cosenza, zu den Badeorten Pizzo und Tropea, weiter
südlich in die Metropole Reggio di Calabria und von der ionischen Küste wieder hoch ins
einsame Aspromonte-Gebirge, wo eine seltene und kostbare Frucht wächst: die Bergamotte.
Aber es sind auch die Menschen, die Kalabresen, die mit ihrer offenen und freundlichen Art
diesen Landstrich zu etwas Besonderem machen.

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| 15:30 - 16:00,
WDR |
Im Schatten der Reichsburg
 An der
Mittelmosel überschattet die Reichsburg das Städtchen Cochem und hat mit dazu
beigetragen, dass Cochem zu einem Touristenmagneten an dem idyllischen Fluss wurde. Allein
die Burg wird von rund einer Viertel Million Menschen jährlich besucht. Sie erleben dabei
neben vollständig eingerichteten Wohnräumen ein Ambiente, das typisch mittelalterlich
ist. Zumindest in dem Sinne, wie es sich die Wiedererbauer der Burg, Louis Ravené und
sein Sohn im 19. Jahrhundert vorgestellt hatten. Daneben können Besucher
Flugvorführungen der Falknerei, die Gasterey des Rittermahls und eine Gespensterführung
für Kinder erleben. Im Schatten der Burg bietet Cochem Fachwerkfassaden, Geschäfte und
nicht zuletzt Weinstuben mit Moselweinen - u.a. vom steilsten Weinberg Deutschlands, dem
Calmont. In den Hängen des Calmonts können Wanderer auf einem eigens eingerichteten
Klettersteig am eigenen Leibe spüren, wie anstrengend es ist, in diesem Steilhang zu
laufen, geschweige denn den Weinberg zu bearbeiten. Oberhalb der Ortschaft Pommern kann
man eine wiederaufgebaute römische Tempelanlage besichtigen, vergangene Zeiten lässt
eine Römergruppe wieder lebendig werden. An den Hängen wachsen Weinbergpfirsiche, die
als Brand vorzüglich munden, und im selben Weingut können Weine vom Pommerer Martberg
zusammen mit römischen Gerichten verkostet werden. |
| 16:00 - 16:30,
ARD |
Die Dino-Fundgrube  Im US-Bundesstaat
Utah findet Dino-Forscher James Kirkland 2002 den Schädel eines bis dahin unbekannten
gehörnten Sauriers aus der Kreidezeit. Weiterhin stoßen Paläontologen auf ungewöhnlich
viele Fossilien prähistorischer Muscheln, Fische, Echsen, Schildkröten, Vögel,
Krokodile und Säugetiere. Die Doku begleitet die Forscher bei der Arbeit. Ab 2010 sollen
ihre Funde in einem neuen Museum für Naturgeschichte präsentiert werden.
1996 wurde das Grand Staircase-Escalante National Monument im Süden Utahs zum
Naturschutzgebiet erklärt.

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| 16:00 - 16:30,
B3 |
Von Bären und Menschen  Eigentlich sind
Braunbären im Böhmerwald schon seit 1856 ausgestorben - und doch fand sich im Winter
2003 eine Bärenspur. Der Revierförster Jan Cherny hatte unter einem umgestürzten Baum
ein klägliches Jammern gehört. Spuren führten von dem Baum weg. Jan Cherny machte sich
mit dem Fotografen Vaclav Chaloupek auf die Suche nach dem Verursacher der Spur. Was die
beiden fanden, war eine Sensation: zwei Bärenkinder, allein im Böhmerwald. Ihre Mutter
war von dem umstürzenden Baum erschlagen worden. Vaclav Chaloupek entschied sich, die
Bärenwaisen mit nach Hause zu nehmen. Es folgten unbeschreibliche Monate, denn die
Bärenkinder adoptierten Vaclav als ihre Mutter. Welche Abenteuer diese 'Bärenmutter' mit
ihren Kindern in ihrem ersten Lebensjahr erlebte, zeigt der Film. |
| 16:00 - 16:30,
3SAT |
Das große Schmelzen  Die
Temperaturen steigen, der Meeresspiegel ebenfalls: Durch den Klimawandel ändert die Erde
ihr Gesicht. In Grönland hat Konrad Steffen aus Colorado festgestellt, dass innerhalb von
15 Jahren die Durchschnittstemperatur der Wintermonate um bis zu fünf Grad gestiegen ist.
Pro Jahr verliert Grönland das Eisvolumen der gesamten Alpen. Nie zuvor waren die Klüfte
im Eis so tief: Jene gewaltigen Risse, durch die unablässig wahre Sturzbäche von
Schmelzwasser rauschen. Sie sorgen dafür, dass die Eismassen wie auf einem Schmiermittel
in Richtung Meer abrutschen. In den peruanischen Hochanden untersucht der
Paläoklimatologe Lonnie Thompson seit 30 Jahren anhand von Eisbohrkernen aus dem 5.700
Meter hohen Quelccaya-Gletscher die Klimadaten vergangener Jahrtausende. Seine
schockierende Bilanz: Binnen eines Jahres hat sich das Gletschereis bereits um 60 Meter
zurückgezogen. In Bangladesch sieht es nicht besser aus: Die Zeitabstände zwischen den
großen Fluten sind kürzer geworden, Salzwasser dringt über die Flussarme des Ganges ins
Landesinnere vor und macht das Ackerland unfruchtbar. 'hitec: Das große Schmelzen' führt
zu den Brennpunkten des Klimawandels, wo einige der renommiertesten Klimaforscher dem
Planeten den Puls fühlen.

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| 16:10 - 17:00,
arte |
Die Schätze des Königs
Salomon  Im Jahr 2000 taucht eine 2800 Jahre alte Tafel auf,
die als der erste archäologische Beweis galt für die Existenz des biblischen Königs
Salomon und des von ihm erbauten Tempels in Jerusalem. Jetzt enttarnen israelische
Kriminalisten sie als Fälschung. Die Doku beleuchtet die Auswirkungen der Entdeckung.
Salomons Tempel soll auf Jerusalems Tempelberg gestanden haben. Die Moslems bestreiten
dies. Seit 1400 Jahren ist der Berg in ihrem Besitz, dort liegt die Al-Aqsa-Moschee. Und
Ausgrabungen, die die Existenz des jüdischen Heiligtums belegen könnten, sind verboten.

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| 16:30 - 17:15,
SWR |
Naturwunder Galapagos  Piratenversteck, Strafkolonie und
seit 1959 schließlich Nationalpark -ca. 1000 km vom Festland entfernt, wurde der
Galapagos-Archipel im Pazifik sehr unterschiedlich genutzt. Besondere Bedeutung kommt ihm
allerdings als Naturparadies zu: Wegen der abgeschiedenen Lage entwickelte sich die
Tierwelt relativ unbeeinflusst - so leben hier riesige Schildkröten, seltsame
Drachentiere und vampirartige Vögel. In einer zweiteiligen Doku wird die Einzigartigkeit
der Fauna erklärt, die Darwin 1840 zur Entwickung seiner Evolutionstheorie inspirierte.
2. Teil: 11.6.
Die Galápagos-Inseln wurden 1535 zufällig vom Bischof von Panama entdeckt, als er mit
seinem Schiff vom Kurs abkam und auf einer der Inseln strandete.

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| 17:00 - 17:30,
3SAT |
Geheimnisvolle Wildnis  Es ist eines der
größten Totalreservate Deutschlands - das Naturschutzgebiet Königsbrücker Heide.
Obwohl nur wenige Kilometer von Dresden entfernt, ist es nahezu unbekannt, Betreten ist
streng verboten. Bis vor 20 Jahren war dort ein russischer Truppenübungsplatz, einer der
größten außerhalb der Sowjetunion. Nur auf ein Prozent der Fläche fand eine
Entmunitionierung statt. Den Rest zu säubern, würde Milliarden kosten. Auch deshalb
entschied sich der Freistaat Sachsen, die Natur sich selbst zu überlassen. Vom Aussterben
bedrohte Kraniche ziehen dort im Schutz unberührter Sümpfe und Moore ihren Nachwuchs
groß. Die auch Stinkhähne genannten Wiedehopfe mit ihrem schwarzweiß gestreiften
Schwanz und der unverwechselbaren Federhaube auf dem Kopf haben in den alten
Raketen-Bunkern der Sowjetarmee ein neues Heim gefunden. Eine kleine Sensation, denn
deutschlandweit soll es nur noch circa 350 Brutpaare geben. Der Film zeigt das Leben auf
dem 5.000 Hektar großen Paradies für Tiere und Pflanzen und gewährt Einblicke in diese
Welt, die Menschen sonst verschlossen bleibt. Zu sehen ist unter anderen eine
Biberfamilie, die dort ungestört riesige Staudämme anlegt und ganze Wälder überflutet.

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| 17:05 - 17:30,
B3 |
| Fernweh Nach
Mitternacht geht das Leben hier erst richtig los. Wenn die Profis des Nachtlebens auf die
Pirsch gehen, dann entfaltet Ibiza seinen wahren Zauber. Und während die einen bereits
ihre Nachtruhe pflegen, tauchen die anderen ein in ihre eigene kleine Welt. Die
Einheimischen haben sich diesem Rhythmus wohl oder übel angepasst: Der Alte Markt öffnet
erst am späten Vormittag seine Stände. Dort findet man noch ein wenig vom alten Ibiza,
das es bis in die 1960er-Jahre gab. Bis dahin lebte man auf der kleinen Balearen-Insel
noch vom Olivenanbau und vom Fischfang. Heute kommen rund 1,5 Millionen Gäste pro Jahr
nach Ibiza - sie haben Wohlstand auf die Insel gebracht, aber auch das Trauma vom
Massentourismus und Überfremdung. |
| 17:15 - 18:00,
SWR |
Sardinien - Barbarenland und
Smaragdküste  In der Barbagia, dem Barbarenland, schlägt noch das
ursprüngliche Herz Sardiniens. Den meisten Besuchern, die vor allem wegen der
kilometerlangen Strände auf die Mittelmeerinsel kommen, ist das Hinterland Sardiniens
unbekannt. Hier zeigt sich die Insel von ihrer urwüchsigen und ungezähmten Seite. Es ist
eine wildromantische Landschaft. Sanfte Hügel wechseln sich ab mit bizarren Granitfelsen
dann wieder weite Ebenen. Überall liegt der Duft von Macchia aus Immortelle, Ginster,
Myrte, Thymian, Rosmarin und Wacholdersträuchern in der Luft. Bis über 1.800 Meter
erheben sich die Berge. Der Gegensatz zum bekanntesten Küstenstreifen Sardiniens, der
Costa Smeralda, könnte nicht größer sein, wo weiße Sandstrände, verschwiegene Buchten
und das smaragdgrüne Meer die Insel prägen. Der Film zeichnet ein Porträt von
Sardiniens Hinterland und seinen Menschen. Er begibt sich aber auch an die einmaligen
Küsten der zweitgrößten Insel im Mittelmeer. Er begegnet Hirten, Fischern,
Korkschälern, Archäologen und einer Schneiderin, der es gelungen ist, aus Kork Stoff zu
machen, um daraus extravagante Kleider zu kreieren. Im Mittelpunkt steht das Fest der
Madonna della Consolata.

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| 18:15 - 19:00,
arte |
Die Falkenärztin von Abu
Dhabi  In
Arabien hat die Jagd mit Falken Tradition. Die größte Falkenklinik der Welt steht in Abu
Dhabi. Dort kümmert sich die deutsche Tierärztin Margit Müller um die Gesundheit der
kostbaren Greifvögel.
Die Vereinigten Arabischen Emirate bestehen aus Abu Dhabi, Adschman, Dubai, Fuschaira,
Ra's al-Chaima, Schardscha und Umm al-Qaiwain. Hier leben 8000 Deutsche.

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| 19:30 - 20:15,
ZDF |
Tatort Eulau  In der
Kiesgrube von Eulau bei Naumburg in Sachsen-Anhalt entdecken Archäologen 2005 eine
einzigartige steinzeitliche Grabanlage: Drei Frauen, zwei Männer und acht Kinder wurden
dort vor 4500 Jahren gemeinsam bestattet. Aber warum starben diese Menschen zur gleichen
Zeit? Wurden sie Opfer eines Gewaltverbrechens? Unter Einbeziehung eines BKA-Profilers und
mithilfe modernster Analysemethoden ermitteln Archäologen und Anthropologen.
Das Gräberfeld liegt 23 Kilometer vom Fundort der 3600 Jahre alten Himmelsscheibe von
Nebra entfernt.

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| 19:40 - 20:00,
3SAT |
Bryggen, Norwegen -
Nördlichster Brückenkopf der Hanse  Die norwegische
Hafenstadt Bergen war im 14. und 15. Jahrhundert einer der wichtigsten ausländischen
Stützpunkte der Hanse. Der norddeutsche Städte- und Handelsbund hatte dort im Jahr 1360
ein Kontor, eine Handelsniederlassung, gegründet. Bergen war der Umschlaghafen für Waren
aus aller Herren Länder. Die deutschen Handelsleute hatten ihr eigenes Wohn- und
Arbeitsviertel: die deutsche Brücke, heute 'Bryggen' genannt. Der Film aus der Reihe
'Schätze der Welt - Erbe der Menschheit' gibt Einblicke in eine raue Männergesellschaft,
die damals in den engen Höfen des Viertels nach den strengen Gesetzen des Kontors im
Zölibat leben musste. Außerdem erzählt er von der harten Arbeit mit übel riechenden
Waren und berichtet von Handelsburschen, die auf Bryggen ihren Weg zur erfolgreichen
Kaufmannskarriere begannen.

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| 20:15 - 21:00,
3SAT |
Östlich der Oder  Wolfgang Wegner
bereiste das östliche Ufer der Oder, die Neumark. Eine Gegend im Umbruch: Posen gibt sich
modern und westlich, an der Warthe und in der Netzer Heide bieten Sümpfe, Seen und tiefe
Wälder ursprüngliche Landschaft. Vom prächtigen Kostrzyn (Küstrin) sind nur noch
Ruinen übrig, dafür wurde die im Krieg zerstörte Marienkirche in Chojna (Königsberg)
mit deutschen Investoren restauriert.

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| 20:15 - 21:45,
H3 |
Bahnabenteuer in Japan  Wie ein weiß
glänzender Pfeil gleitet der 'Romancecar' aus der Hektik Tokios hinaus Richtung Westen;
der hypermoderne Zug bringt Ausflügler und Touristen ins Naturparadies Hakone.
Traditionelle Bergbahnen erschließen dort die Waldlandschaft mit ihren Hügeln und Seen -
wer sich in Japan aufmacht, per Eisenbahn Land und Leute zu entdecken, wird immer wieder
mit spannenden Gegensätzen konfrontiert: Tradition und Moderne, Stille und Hektik liegen
nah beieinander. Im berühmten Teegebiet von Kawane betreibt 'Oigawa Railway' noch einige
der in Japan selten gewordenen Dampfloks. In der alten Kaiserstadt Kyoto beeindrucken
nicht nur die berühmten Tempelanlagen - Bahnfans pilgern hier auch in Japans größtes
Eisenbahnmuseum. Weiter südlich auf der Hauptinsel Honshu schließlich zieht der Dampfzug
'Yamaguchi' Besucher von den Hafenstädten der Küste hoch in die Berge - dorthin, wo der
Apfel 'Fuji' wächst und wo Crashkurse im Lokheizen angeboten werden: Das Herz Japans
steckt voller Bahnabenteuer.

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| 20:15 - 21:00,
Phoenix |
Traumziel Karibik  Überall
auf den Niederländischen Antillen finden sich Spuren des 'Mutterlandes': Dieter Schumann
entdeckt in Curaçaos Hauptstadt Willemstad ein knallbuntes Klein-Amsterdam. Hier trifft
er Deutsche, die als Delfintherapeut und Tauchlehrer arbeiten, jagt mit der Küstenwache
Drogenschmuggler und erlebt auf Sint Maarten den karibischen Karneval .
Die Niederländischen Antillen sind nur innenpolitisch völlig autonom.

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| 21:00 - 21:45,
Phoenix |
Traumziel Karibik  Vier
Inseln auf den Kleinen Antillen: Antigua, die britische Kronkolonie Montserrat,
Gouadeloupe und Dominica. Vier kleine Paradiese für Leute mit ausreichend Geld. Für
viele Einheimische aber liegen über dem vermeintlichen Paradies dunkle Schatten. Der
Kanadier Gregory Scott ist der Liebe wegen in die Karibik gezogen. Von Ottawa nach
Antigua. Er wolle dort nie wieder weg, sagt er. Greg Scott, der Hubschrauberpilot, fliegt
das Team mit Reporter Dietmar Schumann und Kameramann Frank Vieltorf auf einige der
britisch und französisch geprägten Inseln in der südöstlichen Karibik.

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| 21:00 - 21:45,
3SAT |
Östlich der Oder  Beim Erntedankfest
in Krobia in der Nähe von Leszno ist das ganze Dorf auf den Beinen. Mit Kutschen geht es
zur Kirche, wo die Erntekränze gesegnet werden, danach in einer feierlichen Prozession
zum Festplatz. Jetzt, im Spätsommer, werden überall im Posener Land Tomaten,
Zuckerrüben und Kartoffeln geerntet. In Posen, der Metropole Westpolens, ist der
Marktplatz vollständig restauriert und strahlt wieder im alten Glanz. In den schmucken
Häusern lebten einst Handwerker und Händler. Ein besonderer Blickfang ist das alte
Rathaus aus dem 16. Jahrhundert. In das Posener Land kamen um 1720 katholische Einwanderer
aus dem Fränkischen, die Bamberger. Im Laufe der Zeit haben sie sich vollständig in die
polnische Gesellschaft integriert. Aber noch immer sind sie stolz auf ihre Herkunft.

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| 21:45 - 22:30,
Phoenix |
| Ringkampf am Amazonas Bei
den Weißen ist es Fußball oder Baseball, bei den Kamayurá in Brasilien ist es
Huka-Huka: Der rituelle Ringkampf des Amazonas-Indiostammes gehört seit Menschengedenken
zur unverbrüchlichen Tradition. Eine kämpferische Reportage aus einer unbekannten Welt
des Amazonas, in der die körperliche Urgewalt mehr gilt als die Verlockungen und
Annehmlichkeiten der 'brancos' aus dem Häuser-Dschungel. Es kämpfen schon die Kleinen,
um sich zu stählen und später einmal ein berühmter Ringer zu werden. Die Erwachsenen
ringen jeden Tag, um sich vorzubereiten auf das jährliche Treffen der riesigen
Xingu-Familie, wo es um die Ehre des Stammes geht. Die Xingu sind - im Gegensatz zu den
meisten anderen Stämmen im Amazonas - muskulös und korpulent, und ihre Kampfrituale sind
demzufolge nicht von schlechten Eltern: regelmäßig fließt Blut, und oft bricht auch
schon mal ein Knochen. Nach den Kämpfen geht die Selbstkasteiung weiter: Mit
Piranha-Zähnen kratzen die Ringer ihre Haut auf, um sich abzuhärten. Wir verfolgen einen
Jäger, der einen Jaguar erlegt, feiern das Bambus-, das Stachelkastanien- und das
Papageien-Fest mit den Kamayurá, und lassen uns vom Dorfältesten in die Geheimnisse der
Heilkunst mit Pflanzen einweisen. Obwohl die Kamayurá schon seit 30 Jahren in Kontakt mit
den Weißen sind, trotzen sie den Einflüssen der Zivilisation: In den Schulen lernen sie
zwar auch Portugiesisch, aber eben auch ihren Stammesdialekt, das Tupi-Guarani. Um ihre
Kultur nicht zu verwässern, erkennen die Xingu das Curriculum des Staates nicht an. Die
polygamen Xingu jagen und fischen, und ihre Pajés (Medizinmänner) gehören zu den
Erfahrensten im Amazonasbecken: Mit einem geheimnisvollen Ritual des Pfeifenrauchens und
mit Kräutern aus dem eigenen Garten heilen die Greise Krankheiten des Geistes und des
Körpers. Die Pillen und die Impfungen des Weißen Mannes lehnen die Xingu rigoros ab.
Besuchen darf man sie nur, wenn sie einen einladen! |
| 23:30 - 00:25,
Phoenix |
Schmutziges Gold  Zwischen
1937 und 1945 plünderte die japanische Armee in China Hunderte Tonnen Gold, Silber und
Platin, die nach Kriegsende spurlos verschwunden waren und bis heute nicht wieder
aufgetaucht sind. 40 Jahre später, im Frühjahr 1987, sucht eine Gruppe Amerikaner nach
dem legendären Kriegsschatz - auf den Philippinen. Dort sollen die Japaner ihre
gigantische Beute vor der Kapitulation versteckt haben. Fand der Leiter der amerikanischen
Operation, John Singlaub, das Gold auf den Philippinen?

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| 23:35 - 00:20,
ZDF |
Maos langer Marsch - Mythos
und Wirklichkeit  Von der chinesischen Staatspropaganda wurde der 'lange
Marsch' der kommunistischen Revolutionstruppen von 1934 bis 1935 zum Heldenmythos
verklärt. Unter Führung Mao Zedongs hätten sich damals die zahlenmäßig unterlegenen
Rotarmisten ein strategisch geniales 370tägiges Rückzugsgefecht geliefert, das die
Grundlage für den Erfolg der Revolution gelegt habe. Tatsächlich aber war der 'lange
Marsch' eher eine 'große Flucht' mit bitteren Verlusten.
Mit aufwendigen 3-D-Animationen rekonstruiert der Film aus der Reihe 'ZDF-History' die
dramatische Geschichte des 'langen Marsches'. |
| 23:35 - 01:10,
B3 |
Comandante  Im
Februar 2002 gibt Kubas Staatschef Fidel Castro dem Oscargekrönten Regisseur Oliver Stone
ein drei Tage dauerndes Interview. Stone spricht mit dem kommunistischen Diktator über
den Zustand seines Landes, Sophia Loren und den Kinohit 'Titanic'.
In Auftrag gegeben hatte den Film der US-Sender HBO. Die Verantwortlichen weigerten sich
jedoch, das Porträt auszustrahlen, weil ihnen Castros Porträt zu positiv schien.

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