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Freitag, 10.09.2010
02:55 - 03:40, Phoenix
Höllenfahrten geschichte.gif (1360 Byte)

Im Jahr 1856 machte sich ein erbärmlicher Menschenstrom von Iowa auf den Weg nach Salt Lake City. Ihre Habseligkeiten auf Handkarren verstaut, zogen die Mormonen 2000 Kilometer zu Fuß durch Hitze und Eis. Ihr Weg ins gelobte Land ging durch die Hölle.

teufel1.jpg (38908 Byte)

03:40 - 04:25, Phoenix
Höllenfahrten

Im Januar '97 kentert Toni Bullimore im Polarmeer und harrt eine Woche unter dem Bootsrumpf aus. Er selbst stellt das Unglück und seine Rettung noch einmal nach.

04:25 - 05:05, Phoenix
Höllenfahrten geschichte.gif (1360 Byte)

1869 machte sich der einarmige Major John Wesley Powell mit neun Pfadfindern auf, um den Verlauf des Colorados zu ergründen. Am Ende ihrer Fahrt landeten die halb verhungerten Männer in Arizona in einer rund 350 Kilometer langen Felsenschlucht, aus der es kein Entrinnen zu geben schien: dem Grand Canyon.

teufel2.jpg (35938 Byte)

05:20 - 06:05, Phoenix
Expedition ans Ende der Welt fauna.gif (2335 Byte)

Die 'Aranui 3', ein Frachter für Reisende, die das Abenteuer suchen, sticht vor Tahiti in See. Ziel ist die Inselgruppe der Marquesas, zwölf östlich von Australien gelegene gebirgige Vulkaninseln im Südpazifik, die zu den 130 Inseln Französisch-Polynesiens gehören. Auf diese Reise begibt sich auch ein Filmteam auf der Suche nach Kannibalen und geheimnisvollen Tempelanlagen.

Südsee-Träume werden wahr: Touristen können ab 3265 Euro 16 Tage lang mitfahren.

welt.jpg (28521 Byte)

06:05 - 06:45, Phoenix
Abenteuer Mongolei ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) fauna.gif (2335 Byte)

'Die Gobi ist grausam und verlockend', so fasst Joachim Holtz seine Reiseerlebnisse in einem der ärmsten Länder Asiens zusammen. Er berichtet über das Leben der Nomaden, die Bedeutung von Ziegen und Kamelen und über Naadam, das Volksfest der Mongolen mit Pferderennen, Ringkampf und Bogenschießen.

Die (Halb-)Wüste Gobi erstreckt sich über fast ein Viertel der Gesamtfläche der Mongolei. Im Sommer werden hier Temperaturen von über 45°C gemessen, im Winter sinken die Temperaturen stellenweise auf -45°C.

mongolei.jpg (33150 Byte)

06:45 - 07:30, Phoenix
Abenteuer Mongolei ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) fauna.gif (2335 Byte)

Eine Zeitungsmeldung sorgte für Furore: Das Grab von Dschingis Khan (1162 -1227) ist entdeckt worden - in der Provinz Khenti, nahe seinem Geburtsort. Der Khan wird von den Mongolen als Nationalheld verehrt. Schließlich einte er 1206 ihr zerstrittenes Volk. Zum Dank prangt sein Bild auf Unterwäsche und Wodkaflaschen. Joachim Holtz hat das Grab des Herrschers gesucht.

mongolei1.jpg (39981 Byte)

08:00 - 08:45, arte
Die schwimmenden Dörfer der Halong-Bucht ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) fauna.gif (2335 Byte) unesco.gif (2965 Byte)

Wenn drei Stunden vom Festland entfernt, mitten in der Halong-Bucht abends die Lichter angehen, dröhnt ein ohrenbetäubendes Knattern über das Wasser - Strom gibt es hier nur über Dieselgeneratoren. Bei Einbruch der Dunkelheit schalten viele Menschen des schwimmenden Dorfes Vong Vieng den Fernseher an. Dann sehen sie Dinge, die aus einer für sie fremden Welt stammen: Städte mit Straßen und Autos oder Tiere wie Schweine und Kühe. Später werden die Generatoren wieder abgeschaltet, denn Diesel ist teuer - wie alles, das nicht aus dem Wasser kommt. Die Menschen hängen an diesem von Entbehrungen geprägten Leben: 'Wenn ich auf dem Festland wohnen würde, dann würde ich das Fischen sehr vermissen. Ich könnte ohne das nicht leben', sagt Khuyen Van Vu. Den Beruf des Fischers hat er von seinem Vater gelernt und auch sein 21-jähriger Sohn Luu lebt vom Fischfang. Gerade hat Luu für sich, seine Frau Mai und seinen kleinen Sohn ein eigenes Haus gekauft. Doch die Freude ist getrübt. Wenn die kleine Familie nicht schnell zu mehr Geld kommt, werden sie das neue Heim wieder verlieren. Mai will mit einem Bambusboot auf dem Wasser Waren verkaufen und so zusätzliches Geld verdienen. Das wird allerdings nicht leicht: Sie hat kein Startkapital und ein stabiles Boot und Waren gibt es nur auf dem für sie fremden und weit entfernten Festland.

schwimmen1.jpg (46989 Byte)

09:15 - 10:00, arte
Unterwegs auf dem Dach der Welt ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) fauna.gif (2335 Byte)

Das alte Königreich Guge im Westen Tibets erlebte Anfang des 16. Jahrhunderts seine Blütezeit als Kultur- und Handelszentrum. Zahlreiche prächtige Höhlenmalereien zeugen sowohl von der regen künstlerischen Aktivität, als auch vom Einfluss des tantrischen Buddhismus. Die Hauptstadt Tsaparang gehört noch heute zu den ausnehmend schönen Orten Tibets. Das im zehnten Jahrhundert gegründete Kloster Thöling war die bedeutendste Klosteranlage der Region. Doch die Bewahrung und Pflege all dieser Anlagen hängt vom guten Willen der chinesischen Behörden ab, die das Land kontrollieren. Die Reise führt über die alte Karawanenstraße nach Purang, Grenzgebiet zwischen Tibet und Indien und Durchgangsgebiet für handeltreibende Tibeter, Inder und Nepalesen. Am Ende der Route liegt der Berg Kailash mit seiner Festungsruine, einem heiligen Ort sowohl für Buddhisten und Hindus, als auch für die Anhänger lokaler Kulte und des Jainismus.

verloren.jpg (36066 Byte)

10:00 - 10:25, arte
Zapping International

Wer durchs vietnamesische Fernsehen zappt, kommt an Geschichtssendungen nicht vorbei. Nicht nur Dokumentationen, sondern auch historische Quizspiele wie die älteste VTV-Show 'Im Laufe der Geschichte' haben bei den jungen Vietnamesen großen Erfolg. Dennoch müssen sich die Sender für ihr Publikum immer mehr einfallen lassen, denn vor allem die jungen Fernsehzuschauer suchen zunehmend im Internet nach Informationen und Unterhaltung, die ihnen das Fernsehen nicht bieten kann. Wie begeistert man diese entpolitisierte Jugend? Das Staatsfernsehen hat einen Weg gefunden: VTV6, den Sender von Jugendlichen für Jugendliche! Der unangefochtene Superstar im vietnamesischen Fernsehen ist Tahn Bach, eine Art vietnamesische Mischung aus Jerry Lewis und Elton John. Er moderiert an die hundert TV-Sendungen, darunter Misswahlen, Game- und Comedyshows, und ist außerdem einer der beliebtesten Komiker des Landes. Eine Neuheit in der vietnamesischen Fernsehlandschaft ist der Kabelkanal O2 mit auf Gesundheitsfragen spezialisierten Themen. Unbefangen greift er Sujets wie Sexualität, AIDS-Prävention und Impotenz auf. In der Sendung 'Für Männer' haben männliche Vietnamesen die Möglichkeit, Fragen zu Tabuthemen zu stellen. Ein Zeichen für eine neue Offenheit.

10:25 - 11:20, arte
Schläger in der Vorstadt

Jeden Tag gehen bei der Polizei über 20 Anzeigen wegen schwerer Gewalttaten gegen Frauen ein. In Frankreich geschieht mehr als die Hälfte dieser Verbrechen in den sozial oft problematischen Vororten großer Städte. Über 600 Frauen werden hier jedes Jahr Opfer von Gewalt. Doch noch immer wird über diese Gewalt gegen Frauen nicht ausreichend informiert oder sie wird heruntergespielt. Die Dokumentation erzählt den Alltag der davon betroffenen Frauen und ihrer Männer. Für ihren Film hat die Regisseurin Cathy Sanchez mehrere Wochen in Vitry gelebt. Dort wurde 2002 die 17-jährige Sohane zwischen Müllcontainern bei lebendigem Leibe verbrannt: Sie hatte sich gewehrt gegen eine Gruppenvergewaltigung, zu der sie ihr eigener Freund zwingen wollte. Für manche Männer scheint ihr Recht auf Gewalt gegenüber Frauen selbstverständlich zu sein, als ihr legitimes Herrschaftsinstrument - sie verstehen gar nicht, wo da ein Problem sein soll. Der Film zeigt, wie dramatisch die Lage inzwischen ist, und er analysiert die Gründe dafür: Denn hinter der neuen Gewalt dieser Männer stehen die Angst, der Mangel an Beziehungsfähigkeit, das Fehlen väterlicher Autorität und das nagende Gefühl des sozialen Abstiegs. Aber es kommen auch junge Frauen zu Wort, die Opfer, die sich nur selten zu Wort melden - denn die meisten schweigen lieber aus Angst und Scham. Themenabend: Die neue Frauenfeindlichkeit ist unser Thema. Junge Frauen werden gedemütigt, misshandelt, manche sogar verbrannt. Verbale Beleidigungen wie Schlampe und Nutte sind insbesondere in sozialen Brennpunkten en vogue. Frauen stehen noch immer oder schon wieder unter dem Joch ihrer Männer. Angesichts des Kampfes der Frauen um die Gleichberechtigung im letzten Jahrhundert scheint dieser Rückschritt in die Prähistorie männlicher Gewalt ein bestürzendes Phänomen zu sein.

schlag.jpg (26277 Byte)

11:00 - 11:15, RBB
Fatehpur Sikri - Indien geschichte.gif (1360 Byte) unesco.gif (2965 Byte)

Eine alte Legende berichtet von der Entstehung der 'Stadt des Sieges' in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts: Der kinderlose Großmogul Akbar betete in der Klause des berühmten Eremiten Salim Chisti um die Geburt eines Sohnes. Der Heilige prophezeite ihm drei Söhne. Als tatsächlich wenig später ein gesundes Kind geboren wurde, errichtete Akbar am Wohnsitz des Eremiten aus Dankbarkeit eine ganze Stadt - Fatehpur Sikri. In wenigen Jahren war die neue Residenz fertiggestellt. Als erstes Bauwerk entstand die große Moschee Jami Masjid, in deren Hof dem Heiligen ein Mausoleum errichtet wurde. Noch heute pilgern indische Frauen hierher, um für männliche Nachkommen zu beten. Ganz aus rotem Sandstein errichtet und mit allem Komfort ausgestattet, wurde Fatehpur Sikri nach kaum zehn Jahren wieder verlassen. Zurück blieb eine Geisterstadt. Heute kann man, ganz wie vor vierhundert Jahren, durch eine intakte, hochherrschaftliche Stadt wandeln: mehrstöckige Paläste, Gärten und ein Marktplatz, ein Wasserwerk, unzählige überdachte Gänge, Treppen und Terrassen. Sie sind Zeugnis der architektonischen Meisterleistung Akbars. Die untergegangene Metropole vereint zwei Gegensätze: die figurative Architektur der Hindus und die geometrische des Islam.

11:20 - 12:15, arte
Der Koch, der Hund und Dali koch.gif (4446 Byte)

Im berühmten 'El Bulli' kocht die Avantgarde so spektakulär, dass sich auch ausländische Küchenchefs inspirieren lassen. Hier arbeitet ihr Guru, der wahrscheinlich genialste, verrückteste und originellste Koch der westlichen Welt. Er heißt Ferran Adrià. Über seine Künste sind sich alle einig, die Gäste, die Gastrokritiker und die Kollegen. Streit herrscht höchstens über das treffende Etikett: vom 'Magier' bis zum 'Außerirdischen', von 'Labor' über 'Küche von Übermorgen' zu 'Zauberei', keine Bezeichnung, kein Vergleich wird gescheut. 60 Personen Belegschaft, darunter 30 Köche, sorgen für 50 Gäste. 25 bis 35 Gänge hat das übliche Menü, etwa vier Stunden dauert der Genuss. Das 'El Bulli' ist vom 1. April bis zum 30. September nur abends geöffnet. Etwa 300.000 Gerichte werden im Jahr für kulinarische Wallfahrer aus aller Herren Länder von Australien bis Zypern zubereitet.

12:00 - 12:30, 3SAT
Von kleinen Mönchen und bösen Blicken reli.gif (4999 Byte)

'Es stimmt nicht, aber ich glaube daran', sagt der Neapolitaner, wenn er von Magie, Aberglaube, Hexerei und allerlei Mysteriösem im heutigen Alltag Neapels spricht. Er trägt magische Amuletthörnchen und muss unbedingt ganz schnell ein Stück Metall anfassen, wenn ein leerer Leichenwagen an ihm vorbeifährt. Das tägliche Leben wird bestimmt von Regeln und Verhaltensweisen, die die Camorra, aber auch böse Geister fernhalten sollen, zum Beispiel mit einem auf dem Dach montierten alten Besen. taucht er Ein anderes Phänomen ist der Monacello, der 'kleine Mönch', ein Geist, der gerne unvermittelt in Trattorien und Pizzerien auftaucht. Viele Menschen in Neapel behaupten, ihn schon mit eigenen Augen gesehen zu haben. So auch Peppe und Anna in ihrer Vineria. Gern reden sie aber nicht darüber, es könnte den 'Mitbewohner' ja verärgern. Die rüstige Signora Maria hingegen kann ein wenig hexen und vor dem bösen Blick beschützen. Die Rituale hierzu hat sie von ihrer Großmutter gelernt. Solchen Dingen steht die Kirche Neapels extrem skeptisch gegenüber. Dabei hat sie den Stadtbewohnern selbst ein mysteriöses Ritual zu bieten, eine Sensation gar, vor aller Augen sichtbar: das sogenannte 'Blutwunder des heiligen Januarius', das regelmäßig am 19. September stattfindet. Der Film 'Von kleinen Mönchen und bösen Blicken' begibt sich in den Gassen Neapels auf die Suche nach dem alltäglichen Aberglauben.

neapel.jpg (54420 Byte)

12:30 - 13:00, 3SAT
Blutgeld

Der italienische Pater Don Luigi Ciotti gründete 'Libera'. Das Netzwerk verwaltet auf Sizilien vom Staat beschlagnahmte Güter, die der Mafia gehörten und mit Blutgeld bezahlt wurden.

pater.jpg (42712 Byte)

13:00 - 13:30, arte
Auf nach Europa!

Seit seinem 15. Lebensjahr steht der mittlerweile 63-jährige Tyrone O'Sullivan jeden Morgen um 4.00 Uhr auf und verlässt sein Haus an der südwalisischen Küste. Dann beginnt für ihn der Alltag im Bergwerk Tower Colliery. Die etwa 200 Jahre alte Zeche ist die letzte Kohlemine in Wales und sollte eigentlich schon 1994 im Zuge der großen Bergwerkschließung, die die Regierung von Margaret Thatcher bereits zehn Jahre zuvor angeordnet hatte, stillgelegt werden. Doch die Bergarbeiter wollten ihre Arbeit nicht aufgeben und beschlossen, mit Hilfe ihrer Abfindungen die Zeche zu kaufen. Der Beruf des Minenarbeiters ist kein einfacher Job: Man arbeitet unter Tage, strengt sich körperlich stark an und setzt sich permanent der Gefahr aus. Doch obwohl sowohl sein Vater, als auch zwei seiner Onkel bei Grubenunfällen ums Leben gekommen sind, liebt Tyrone O'Sullivan sein Leben als Bergarbeiter. Im Januar 2008 musste Tower Colliery nach 13-jähriger Selbstverwaltung wegen versiegender Kohlevorräte stillgelegt werden. Doch Tyrone hat schon neue Pläne: Er will das Gelände für neue Nutzungsmöglichkeiten erschließen lassen und vielleicht ein Bergbautrainingszentrum gründen, einen 'Energiepark' errichten, wo Müll recycelt werden soll, oder Freizeitanlagen bauen.

14:15 - 15:00, 3SAT
Bilderbuch fauna.gif (2335 Byte) unesco.gif (2965 Byte)

Der Schweizer Ballonpilot Hansjörg Keller hat zu einer luftigen Fahrt über den Bodensee eingeladen. Treffpunkt ist das mittelalterliche Grenzstädtchen Stein am Rhein. Von dort erhebt sich der Ballon in 2.000 Meter Höhe und gibt den Blick frei auf ein unglaubliches Panorama: Der Bodensee mit der Insel Reichenau, am Horizont die Schweizer Alpenkette, dann das südliche Schweizer Bodenseeufer, verträumte Bodenseedörfer, das Napoleonschloss Arenenberg und die berühmte, zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Stiftsbibliothek der ehemaligen Benediktinerabtei St. Gallen. 'Bilderbuch: Am Schweizer Bodensee' erkundet den Schweizer Bodensee aus der Luft.

stein1.jpg (29895 Byte)

14:15 - 15:00, NDR
Bilderbuch Deutschland

Der mächtige gotische Dom zeugt noch heute von vergangenen Zeiten, als in Verden Geschichte geschrieben wurde. 'Herrscher kommen und gehen, aber Verden bleibt bestehen'. Dies ist seit Jahrhunderten der Wahlspruch der Verdener, mit dem sie die Wirren der Geschichte selbstbewusst kommentieren. Von Karl dem Großen um das Jahr 800 im damaligen Siedlungsgebiet der Sachsen als 'Ferdi in Saxonia' gegründet, wurde die bischöfliche Residenzstadt im Laufe der Jahrhunderte von vielen fremden Mächten erobert. Schweden, Franzosen, Dänen, Preußen, das Königreich Hannover und England, alle stationierten ihre Truppen in der Stadt. Vom Dreißigjährigen Krieg bis ins 20. Jahrhundert hinein war Verden Garnisonsstadt, bis zuletzt die britische Rheinarmee hier ihren Stützpunkt aufgab. Mit 28.000 Einwohnern ist Verden an der Aller heute eine beschauliche Kreisstadt zwischen Tradition und Moderne. Weithin bekannt ist Verden als Mekka der Reiter und Pferdefreunde. Es ist das Zentrum des 'Hannoveraner'-Zuchtgebietes, in dem heute 16.000 Züchter registriert sind. Käufer aus Europa, USA und Kanada kommen regelmäßig nach Verden, um Nachwuchspferde für die internationale Spring- und Dressurszene zu ersteigern.

verden.jpg (58985 Byte)

14:30 - 14:55, B3
Willi wills wissen ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) fauna.gif (2335 Byte) kind.gif (6180 Byte)

Island liegt genau auf der Grenze zweier Kontinentalplatten, der eurasischen und der amerikanischen. Diese Platten sind nicht starr, sondern können sich gegeneinander verschieben, wie Tobias erklärt. Wenn das passiert, fängt die Erde an zu knirschen und zu beben. Islands Landschaft ist einmalig: Es gibt Gletscher, Wasserfälle und mehr als 30 aktive Vulkane. Über Kilometer weit sieht Island aus wie eine Mondlandschaft. Willi staunt nicht schlecht als sein isländischer Freund Heimir ihm erzählt, dass genau aus diesem Grund amerikanische Astronauten hier für die erste Mondlandung trainiert haben. Und dann steht Willi mitten im Sprühnebel des Skógafoss, einem gigantischen Wasserfall. Von Hans-Martin erfährt er, dass sich eine spannende Sage um den Skógafoss rankt. Mit einem Taucheranzug ausgestattet, soll es für Willi vom rauschenden Wasserfall in die stille Tiefe des Silfra gehen, einem See direkt über den zwei Kontinentalplatten. Unter Tauchern ist diese Spalte weltweit bekannt und berühmt. Auch, weil man hier unter Wasser so weit sehen kann wie sonst kaum auf der Welt. Gemeinsam mit Tobias wagt Willi den Sprung ins vier Grad kalte Nass.

willi3.jpg (40462 Byte)

14:45 - 15:30, H3
Die fantastische Reise mit dem Golfstrom ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) fauna.gif (2335 Byte)

Im zweiten Teil der Reise folgen die Filmemacher Volker Arzt und Sigurd Tesche einem geheimnisvollen Sog, der den wärmenden Golfstrom weiter nach Norden zieht. Er lässt Korallenriffe vor Norwegens Küste erblühen, er dirigiert den Kurs der Eisberge vor Grönland und lässt Spitzbergens Gletscher schmelzen. Erst in den kalten Wintermonaten, wenn die Schneestürme über die Wellen jagen, verliert der Strom seine letzte Kraft und Wärme: Dann stürzen seine Wassermassen abwärts - 3.000 Meter tief, bis auf den Meeresboden. Doch auch dort kommen sie nicht zur Ruhe. Als kalter Tiefenstrom treten sie eine neue Reise an, eine Rundreise, die sie bis in den Pazifik führt und erst nach tausend Jahren wieder zurückbringt vor die Küsten Europas.

Info: Jede Sekunde transportiert er 50 Millionen Kubikmeter Wasser - 30 mal mehr als alle Flüsse der Erde. Ein Strom der Superlative, der 10.000 Km zurücklegt - von den Tropen bis in die eisige Arktis. Der Golfstrom - oder wissenschaftlich korrekter: der 'Nordatlantische Strom' beliefert uns kostenlos mit der Energie von 1 Million Kernkraftwerken. Ihm haben wir saftige Wiesen, reiche Getreidefelder und üppige Wälder zu verdanken - bis hinauf nach Skandinavien. Käme der Golfstrom zum Erliegen, was eine Reihe von Wissenschaftlern befürchtet, würde es arktisch kalt in Europa und gewaltige Eisberge kreuzten vor unseren Küsten. Die Existenz des Golfstroms war schon den spanischen Seefahrern im 16. Jahrhundert bekannt, und doch wartet er immer wieder mit Rätseln und Überraschungen auf. Welche Kraft treibt ihn an? Woher bezieht er seinen überraschenden Nahrungsreichtum? Und wo eigentlich bleiben die gigantischen Wassermengen, die der Strom tagaus tagein in die Polarregionen schickt ? Die Teams um Volker Arzt und Sigurd Tesche lassen sich mitreißen von diesem ungewöhnlichen Wasserlauf, tauchen tief hinab in seine unerforschten Schichten - und bleiben nicht allein: Eine Fülle abenteuerlicher Reisegefährten kreuzt ihren Weg; von Quallen schnappenden Riesenschildkröten und kletternden Seegurken bis zu exotischen Tiefseekraken und furchterregenden Sandtigerhaien. Der Golfstrom führt durch fantastische Welten, die sich erst jetzt, dank modernster Meerestechnik und Unterwasser-Roboter, erleben lassen. Der Zweiteiler, eine Koproduktion von WDR und ARTE wurde bereits mehrfach auf Festivals ausgezeichnet.

reise1.jpg (17737 Byte)

15:15 - 16:00, RBB
Tore zur Welt

Der Hafen der Hansestadt Hamburg besitzt den modernsten Containerterminal der Welt. Alles könnte in den riesigen Containern versteckt sein: Sprengstoff, Drogen oder Giftgas. Das Filmteam geht mit Hamburgs Zollfahndung auf die Jagd nach Schwarzarbeitern, Schmugglern und Menschenhändlern.

Hamburg ist der größte Einfuhrhafen für Kaffee und der Hauptumschlagplatz für Tee in Europa. Sogar die Briten bekommen ihren Tee über die Hansestadt. 2006 wurden insgesamt 8,86 Millionen Container verschifft.

tor.jpg (35987 Byte)

15:30 - 15:55, B3
Felix und die wilden Tiere fauna.gif (2335 Byte) kind.gif (6180 Byte)

Felix Heidinger hat sich mit der Kamera zu den heimischen Tieren aufgemacht. Er stellt auch Tierarten vor, die aus unseren Wäldern verschwanden. Denn inzwischen hat man einige der bei uns ausgerotteten oder nur noch selten vorkommenden Tierarten im Bayerischen Wald angesiedelt. Und man hält sie auch in Gehegen des Bayerwald Tierparks, um Besuchern zu zeigen, wie sie aussehen. Ob Luchs oder Wolf, Auerhuhn oder Biber - für alle blieben in den von Menschen dicht besiedelten Gebieten nicht mehr genügend Naturlandschaften zum Überleben. Doch mittlerweile hat sich einiges zum Besseren gewendet. Biber bauen hierzulande wieder ihre Dämme und auch das seltene Auerhuhn hat eine Überlebenschance. Im Bayerischen Wald kümmert man sich intensiv um die Nachzucht des Wildvogels.

tiere.jpg (51873 Byte)

16:00 - 16:45, H3
Maya - Könige aus dem Regenwald geschichte.gif (1360 Byte)

Dieter Moor erzählt in dem Film die faszinierende Geschichte der Maya. Dabei besucht er die Maya-Denkmäler von Tikal in Guatemala und Copan in Honduras sowie die mexikanischen Stätten in Chichén Itzá und Palenque. Die Maya lebten in Süd- und Südost-Mexiko - Yucatán - sowie in Teilen von Guatemala, Honduras, Belize und El Salvador. Sie entwickelten eine blühende Kultur, die sechsmal so lange währte wie das Römische Reich. Die Maya brachten mathematische, astronomische und architektonische Höchstleistungen hervor, die bis heute Wissenschaftler und Laien in Erstaunen versetzen. Ihre Geschichte schrieben sie in einer Hieroglyphenschrift nieder. Die Kultur der Maya erlebte zwischen 250 und 900 n. Chr. mit dem Aufkommen eines erblichen Königtums ihre größte Blüte. Unter der Regierung der Adeligen entstanden ihre berühmten Stufenpyramiden, Tempel und Paläste. Die Herrscher der häufig verfeindeten Kleinstaaten sahen sich als Mittelpunkt des Kosmos und als Mittler zwischen Menschen und Göttern. Warum die politische Struktur der Maya unterging, ist bis heute nicht geklärt. Diese Tatsache lieferte ideale Voraussetzungen für die Legendenbildung. In den vergangenen zwanzig Jahren gelang es der Wissenschaft, Fantasie und Fakten voneinander zu trennen. Licht ins Dunkel brachte die fast vollständige Entzifferung der Schrift. Die Glyphen auf den Stelen konnten gelesen, Zeremonien auf Relieftafeln gedeutet werden. Es fanden sich Belege für Opferrituale und Kriege. Damit war das 'Märchen' von den sanftmütigen Sternguckern und erfinderischen Kakaotrinkern widerlegt.

maya.jpg (45526 Byte)

16:30 - 17:15, 3SAT
Die Romantische Straße fauna.gif (2335 Byte)

Seit 60 Jahren ist die Romantische Straße eine der beliebtesten Reiserouten in Deutschland. Vom Main bis zu den Alpen bietet sie auf fast 400 Kilometern idyllische Orte, verwunschene Landschaften und Kultur in allen Variationen. Einen Sommer lang hat Julia Leiendecker die Romantische Straße von Würzburg bis zur Zugspitze bereist. Sie war auf der Kinderzeche in Dinkelsbühl und konnte den Künstlern der Augsburger Puppenkiste über die Schulter schauen. Sie hat sich mit den Besuchern vor Schloss Neuschwanstein gedrängt und den Schwarzen Ritter im Kaltenberger Ritterturnier angefeuert. Und sie hat Erstaunliches entdeckt: Amerikanisches Wildwestfeeling in Rothenburg, trendiges Künstlerdasein in Füssen und mörderisch spannende Action in Würzburg. Aber auch jede Menge Romantik - nicht umsonst ist die älteste deutsche Ferienstraße auf der ganzen Welt bekannt und besitzt Namensvetter in Japan, Brasilien und Südkorea.

romantik.jpg (58775 Byte)

16:50 - 17:40, arte
Azalai - Bei den Tuareg ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) fauna.gif (2335 Byte)

Zweimal im Jahr zieht die Azalai, eine Salzkarawane, durch die Sahara. Am Rande der Wüste, im Norden Malis, lebt das Nomadenvolk der Kountas. Sie betrachten sich als Bewahrer des Islams. Die Kinder eines der Stammesältesten brechen zu einer Reise mit der Karawane auf. Aus diesem Anlass erzählt er, wie die Kountas seit der Ankunft des Propheten leben. 40 Tage lang wandern M'Barak und Bouillrak mit 50 Dromedaren durch die Wüste, um sechs Tonnen Salz aus der Taoudenni-Mine an der 1.500 Kilometer entfernten algerischen Grenze abzuholen. In Imilach sind die alten Männer besorgt, denn es regnet immer seltener.

tuareg.jpg (24508 Byte)

18:05 - 19:00, arte
Auf den Dächern von Kairo

Auf den Dächern Kairos existiert eine Parallelwelt. Die älteren Hochhäuser sind so konzipiert, dass auf dem Dach kleine Hütten errichtet wurden. '360°' über eine Stadt über der Stadt.

paralell.jpg (47488 Byte)

19:15 - 20:00, Phoenix
Der Kontinent ausrufezeichen2.gif (1830 Byte)   fauna.gif (2335 Byte)

Europa im dritten Jahrtausend: 730 Millionen Menschen bevölkern Europa, fast alles Land ist Kultur- und Wirtschaftsland. Doch die Natur Europas hat in ihrer jüngsten Geschichte nicht nur die industrielle Revolution und zwei Weltkriege überstanden, sie erobert sich auch überall neues Terrain und verloren gegangene Regionen zurück. Die großen Flussläufe wie Rhein und Elbe sind heute sauberer als vor 100 Jahren. Viele Tierarten werden wieder eingebürgert oder finden den Weg zurück in die Natur: Heute leben in der Slowakei und in Rumänien Europas größte Populationen von Wolf, Bär und Luchs. In der ehemaligen Todeszone des Eisernen Vorhangs ist eine Kette von Nationalparks entstanden, und im hohen Norden und auf den höchsten Gebirgsgipfeln hat sich noch echte Wildnis erhalten. Immer mehr ökologisch wertvolle Landstriche werden unter Schutz gestellt. Europaweit versucht man, ökonomische Interessen mit ökologischen Notwendigkeiten zu versöhnen: In Europa hat sich ein neues Umweltbewusstsein etabliert. Die vierteilige Reihe 'Der Kontinent' begibt sich auf eine spannende Zeitreise durch Vorgeschichte und Geschichte, Gegenwart und Zukunft Europas. Sie zeichnet mit modernsten Computeranimationen und Naturaufnahmen die Geschichte und das aktuelle Bild unseres Kontinents nach. Der letzte Teil der Reihe begibt sich auf die Spuren der Wildnis im dicht besiedelten Europa. Selbst nach 10.000 Jahren Entwicklungsgeschichte haben sich hier Naturlandschaften und eine artenreiche Tierwelt erhalten.

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19:30 - 20:15, arte
Faszinierende Wildnis fauna.gif (2335 Byte)

Über 10.000 Vogelarten sind bekannt. Unter ihnen gibt es Spezialisten, die enorme Strecken zurücklegen, im Meer in große Tiefe tauchen oder schneller laufen können als ein Gepard. Mit speziellen Kameras gelang ein spannender Blick auf die Fähigkeiten einiger 'Luftakrobaten'. Gezeigt werden u.a. Flamingo-Küken auf ihrem Marsch über die afrikanischen Salzpfannen, Seetaucher in Aktion, eine Ansammlung von Spatelschwanz-Kolibris und Rosapelikane bei ihrer Brut .

wildnis5.jpg (28544 Byte)

20:15 - 22:00, arte
Moloch Tropical ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) film.gif (3907 Byte)

In der Bergzitadelle Laferrière auf Haiti bereitet sich der demokratisch gewählte Präsident Jean de Dieu Théogène (Zinedine Soualem) auf einen wichtigen Staatsakt vor. Doch just am Festtag findet der Präsident sein Land in Aufruhr vor: Über Nacht ist eine Rebellion ausgebrochen, die das ganze Land erfasst und die ausländischen Gäste zur Absage zwingt. Mit aller Macht versucht der Präsident seinen Rücktritt zu verhindern.

Schonungslos und bewusst überspitzt weist Peck auf die politischen Wirren seines Heimatlandes hin.

moloch.jpg (45832 Byte)

20:15 - 21:00, H3
Mit dem Zug quer durch Kanada ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) fauna.gif (2335 Byte) bahn.jpg (2944 Byte)

Ohne die Eisenbahn und die Männer, die sie bauten, gäbe es den Bundesstaat Kanada nicht: Sie erst verhalfen dem Land zur Einheit. 1867 machten die Provinzen die Gründung des Bundesstaates Kanada vom Bau einer Eisenbahnverbindung von den Großen Seen und Toronto im Osten nach Vancouver im Westen abhängig. So wurde im Laufe von viereinhalb Jahren eine der längsten und schwierigsten Eisenbahnstrecken der Welt gebaut: 4.457 Kilometer quer durch Sümpfe und Moore, durch wilde Prärie und hohe Berge. Heute reist man in 69 Stunden mit dem 'Canadian' in Edelstahlwagen mit Aussichtsplattform. Geboten wird eine Reise durch das zweitgrößte Land der Welt mit atemberaubenden Ausblicken auf endlose Wälder, Seen, riesige Prärien und schließlich die Berge der Rocky Mountains. Die Bahnfahrt gleicht einer rollenden Party. Unterwegs wird gesungen und geguckt. Nebenbei bekommt man einen Einblick in die kanadische Einwanderer-Gesellschaft: Lokführer, Kellner, Schlafwagenschaffner kamen einst aus der Ukraine, aus China oder Indien nach Kanada, um hier ihr Glück zu machen. Die Mitreisenden sind Trapper, Pelztierhändler, Angler und Geschäftsleute mit Vorfahren aus aller Welt.

zug.jpg (32231 Byte)

20:15 - 21:15, NDR
Die Küsten des Nordens fauna.gif (2335 Byte)

Raues Meer, sanfte Wellen, salzige Luft, mehr als 1.000 Kilometer Strand, die größte zusammenhängende Wattlandschaft der Welt: Bilder von heimischen Küsten, wie sie noch nie zu sehen waren. Die sechsteilige Dokumentationsreihe 'Die Küsten des Nordens' fängt die besondere Schönheit der Uferlandschaft der deutschen Nord- und Ostsee in spektakulären Luftaufnahmen ein. Ergänzt werden diese durch Porträts über Menschen, die ihr Glück am Meer gefunden haben. Sie erzählen vom Leben am Wasser und der Liebe zu ihrer Heimat. Die Insel Lütje Hörn bei Borkum sieht von oben betrachtet aus wie ein Embryo, der inmitten der verästelten Priele des Wattenmeeres liegt. Mit diesen ungewöhnlichen Bildern beginnt die Reise entlang der norddeutschen Küsten, vorbei an den Ostfriesischen Inseln bis zur Hansestadt Hamburg. Die Bewohner Ostfrieslands sind ein eigensinniger Menschenschlag und vom Typ her sehr unterschiedlich. So ist es auch bei der Landschaft, in der sie zu Hause sind. Im Watt vor Norderney führt Kurt Knittel seit 20 Jahren Besucher durch den Schlick. Im Städtchen Norden lädt Anke Zimmer zu einer original ostfriesischen Teezeremonie ein. Pilot Jan-Lüppen Brunzema versorgt mit seiner Cessna die Inselbewohner mit allem, was sie zum Leben brauchen - und bringt ein 'bisschen Hollywood' zu den Inselkinos. Gegenüber des Containerterminals Bremerhaven sorgen die Schafe von Schäfer Harald Nordmann dafür, dass die Deiche stabil bleiben. Zweimal täglich fährt der letzte Hundeschlitten- Fischer Erhard Djuren zu den Reusen am Schmarrener Loch. 30 Kilogramm Krabben bleiben bei jeder Ebbe hängen. Einige Kilometer entfernt erschüttern Pferdehufe beim Duhner Wattrennen den Schlickboden. Weiter geht die Reise durch das Alte Land bis nach Hamburg. Hier leben Menschen, die bis heute mit maritimen Berufen ihr Geld verdienen: Annetin Simon ist Segelmacherin in Stade, Manfred Müller arbeitet als Lotse im Hamburger Hafen. Die Dokumentationsreihe 'Die Küsten des Nordens' ist eine filmische Liebeserklärung an den Norden mit einmaligen Bildern und bewegenden Geschichten.

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21:00 - 21:45, RBB
Wilde Türkei fauna.gif (2335 Byte)

Weit im Osten Anatoliens, im Schatten des schneebedeckten Vulkanberges Ararat, erstrecken sich karge Lavafelder und menschenleere Ebenen. Die Naturfilmdokumentation führt in kaum bekannte Landstriche der Osttürkei, aber auch zu weltberühmten Orten wie Kappadokien mit den Feenkaminen, zum heiligen Berg Ararat oder zu den tanzenden Derwischen von Konya. Dies ist der Lebensraum skurriler Krötenkopfagamen und farbenprächtier Rosenstare. Das Land ist dünn besiedelt, nur wenige Menschen bewohnen die kleinen Dörfer. Störche sind ihre Nachbarn - die großen Vögel gelten hier, wie bei uns in Europa, als Glücksbringer. Ganz anders die tiefen Wälder des Schwarzmeer-Gebirges mit ihren bunt blühenden Rhododendren. Sie wirken wie eine exotische Variante der Buchenwälder Mitteleuropas. Hier leben noch zahlreiche Braunbären in friedlicher Nachbarschaft zu den Bergbauern. Längst nicht so harmonisch verlief das Zusammenleben von Menschen und Wildschafen in den weiten Steppen Zentralanatoliens: Jahrzehntelang wurden die Schafe gejagt, nur knapp entgingen sie der Ausrottung. Heute leben die Wildschafe in einem Schutzgebiet und Wildhüter kümmern sich um ihren Erhalt.

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21:00 - 21:45, H3
Faszination Berge fauna.gif (2335 Byte)

Die Montblanc-Gruppe ist mit einer Ausdehnung von 645 Quadratkilometern wohl das faszinierendste Gebirge der Westalpen. Der Hauptgipfel und zugleich der höchste Punkt der Alpen ist der Montblanc mit 4.810 Meter Höhe. Mit der Erstbesteigung des 'Weißen Berges' im Jahre 1786 durch Michel-Gabriel Paccard und Jacques Balmat schlug die eigentliche Geburtsstunde des Alpinismus. Der Film zeigt in eindrucksvollen Flugaufnahmen die Großartigkeit dieses Gebirges, gibt aber auch Einblick in die Techniken des Kletterns sowie Tipps zur Ausrüstung, Hinweise auf Gefahren und Informationen zur Tourenplanung. Auch die Erschließungsgeschichte des Montblanc wird in einer historischen Rückblende lebendig nachgezeichnet.

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21:30 - 22:00, 3SAT
Kein Brot für Öl

'Ich werde die Palmen fällen, denn Palmen kann ich nicht essen!', erklärt Maria Ligia entschieden. Sie will ihr kleines Stück Land zurückhaben und dort wieder Yucca, Reis und Bananen anbauen. Wie Tausende anderer Kleinbauern wurde sie von mächtigen Unternehmern gewaltsam von ihrem Grund und Boden im Norden Kolumbiens vertrieben - illegal, aber geduldet von der kolumbianischen Regierung. Jetzt wollen die Bauern zurück, aber auf ihren Feldern reiht sich inzwischen Palme an Palme, soweit das Auge reicht. 'Grüne Wüste' nennen sie die riesigen Plantagen. Mit dem aus den Palmen gewonnen Öl machen die großen Plantagenbesitzer auf dem Weltmarkt ein einträgliches Geschäft, von dem auch die Regierung profitiert: Der größte Teil des Palmöls wird nach Europa exportiert, auch nach Deutschland. Waschmittel, Margarine, Süßigkeiten und andere Produkte des täglichen Gebrauchs werden daraus hergestellt. Doch der größte Boom der Palme bahnt sich gerade erst an, ausgelöst vom Treibstoffdurst der Industrieländer und deren Biosprit-Bedarf. Agrodiesel soll in Kolumbien zur Nummer Eins der Ölpalmprodukte werden, die Anbaufläche der Palmen soll sich in den nächsten Jahren noch einmal verdoppeln, so plant es die Regierung und verspricht, dass die riesigen Monokulturen der Bevölkerung Arbeitsplätze und Wohlstand, Frieden und Entwicklung bringen werden. Aber schon jetzt explodieren in Kolumbien die Lebensmittelpreise, und viele der ehemaligen Kleinbauern verelenden als schlecht bezahlte Tagelöhner auf den Plantagen. Der Film von Renate Werner dokumentiert die Situation der Kleinbauern in Kolumbien und versucht die Frage zu beantworten, wer wirklich vom Biosprit-Boom in Kolumbien profitiert und wer auf der Strecke bleibt.

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22:00 - 22:55, arte
Hubbles abenteuerliche Rettung wissenschaft.gif (2377 Byte)

Seit 1990 sendet das Weltraumteleskop Hubble Bilder und Daten aus entfernten Galaxien. Nach Jahren störungsfreier Dienste im Universum beginnt das komplexe Gerät zu schwächeln. Sensoren fallen aus, die Batterien lassen nach. Im Mai 2009 schickt die NASA deshalb eine Shuttle-Crew zur Wartung des Weltraumteleskops ins All - eine schwierige Mission. Die Astronauten müssen 23 Außenbordeinsätze wagen, um Hubble reparieren zu können. Die riskante Aktion gelingt: Das Teleskop, jetzt zehn bis 70 Prozent effizienter als zu Beginn seines Einsatzes, wird wieder in seine Umlaufbahn geschickt.

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22:25 - 23:00, Phoenix
Die Dino-Fundgrube fauna.gif (2335 Byte)

Im US-Bundesstaat Utah findet Dino-Forscher James Kirkland 2002 den Schädel eines bis dahin unbekannten gehörnten Sauriers aus der Kreidezeit. Weiterhin stoßen Paläontologen auf ungewöhnlich viele Fossilien prähistorischer Muscheln, Fische, Echsen, Schildkröten, Vögel, Krokodile und Säugetiere. Die Doku begleitet die Forscher bei der Arbeit. Ab 2010 sollen ihre Funde in einem neuen Museum für Naturgeschichte präsentiert werden.

1996 wurde das Grand Staircase-Escalante National Monument im Süden Utahs zum Naturschutzgebiet erklärt.

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22:55 - 00:20, arte
Zeugen unerwünscht

Seit 15 Jahren berichtet der Journalist Hollmann Morris unerschrocken über Menschenrechtsverletzungen in Kolumbien. Er gewann internationale Preise, riskiert aber auch sein Leben und das seiner Familie.

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23:30 - 00:30, ZDF
Rolando Villazón: Mein Mexiko

Mexiko hat in diesem Jahr gleich zwei Gründe zu feiern: 200 Jahre Unabhängigkeit von Spanien und 100 Jahre Revolution, die die Abschaffung der Oligarchie und umfangreiche Sozialreformen zur Folge hatte. Rolando Villazón, gefeierter Tenor und Kulturbotschafter seines Landes, besucht aus diesen Gründen seine Heimat und gibt Konzerte mit traditionellen mexikanischen Liedern. Das ZDF begleitet Villazón auf seiner Reise und mit seiner Musik durch Mexiko. Der Charakter des Musikfilms ist ein Roadmovie der besonderen Art: für Rolando Villazón, der bei der Autofahrt durch Mexiko sein Land wieder- und neu entdeckt, und für den Zuschauer, der Mexiko durch ihn auf eine sehr persönliche, durch die Musik sehr sinnliche und oft auch überraschende Weise kennen lernt. Der Film zeigt Villazón bei seinen Konzerten, bei Treffen mit Freunden und Musikern, in seiner Heimatstadt Mexiko City, beim Besuch von Sehenswürdigkeiten und außergewöhnlichen Plätzen und Orten in Mexiko. Er tritt dabei als ebenso lebhafter wie leidenschaftlicher Reiseführer auf und spricht über seine Musik, seine Heimat und damit letztlich auch über sich selbst. Drehorte des Films sind u.a. Mexiko City, die Azteken-Pyramiden von Teotihuacan, die alte Kolonialstadt Guanajuato und Acapulco, wo die Reise mit einem Konzert endet. Als Soundtrack des Films dienen die mexikanischen Lieder, die Villazón singt: Kompositionen von Agustin Lara, Maria Grever, Consuelo Velázquez und anderen. Darunter sind viele Klassiker wie 'La Cucaracha', 'Bésame mucho', 'Veracruz' und 'Solamente una vez'.

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