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ccc
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| Freitag, 10.09.2010 |
| 02:55 - 03:40,
Phoenix |
Höllenfahrten  Im Jahr
1856 machte sich ein erbärmlicher Menschenstrom von Iowa auf den Weg nach Salt Lake City.
Ihre Habseligkeiten auf Handkarren verstaut, zogen die Mormonen 2000 Kilometer zu Fuß
durch Hitze und Eis. Ihr Weg ins gelobte Land ging durch die Hölle.

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| 03:40 - 04:25,
Phoenix |
| Höllenfahrten Im
Januar '97 kentert Toni Bullimore im Polarmeer und harrt eine Woche unter dem Bootsrumpf
aus. Er selbst stellt das Unglück und seine Rettung noch einmal nach. |
| 04:25 - 05:05,
Phoenix |
Höllenfahrten  1869
machte sich der einarmige Major John Wesley Powell mit neun Pfadfindern auf, um den
Verlauf des Colorados zu ergründen. Am Ende ihrer Fahrt landeten die halb verhungerten
Männer in Arizona in einer rund 350 Kilometer langen Felsenschlucht, aus der es kein
Entrinnen zu geben schien: dem Grand Canyon.

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| 05:20 - 06:05,
Phoenix |
Expedition ans Ende der Welt
 Die
'Aranui 3', ein Frachter für Reisende, die das Abenteuer suchen, sticht vor Tahiti in
See. Ziel ist die Inselgruppe der Marquesas, zwölf östlich von Australien gelegene
gebirgige Vulkaninseln im Südpazifik, die zu den 130 Inseln Französisch-Polynesiens
gehören. Auf diese Reise begibt sich auch ein Filmteam auf der Suche nach Kannibalen und
geheimnisvollen Tempelanlagen.
Südsee-Träume werden wahr: Touristen können ab 3265 Euro 16 Tage lang mitfahren.

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| 06:05 - 06:45,
Phoenix |
Abenteuer Mongolei  'Die Gobi ist
grausam und verlockend', so fasst Joachim Holtz seine Reiseerlebnisse in einem der
ärmsten Länder Asiens zusammen. Er berichtet über das Leben der Nomaden, die Bedeutung
von Ziegen und Kamelen und über Naadam, das Volksfest der Mongolen mit Pferderennen,
Ringkampf und Bogenschießen.
Die (Halb-)Wüste Gobi erstreckt sich über fast ein Viertel der Gesamtfläche der
Mongolei. Im Sommer werden hier Temperaturen von über 45°C gemessen, im Winter sinken
die Temperaturen stellenweise auf -45°C.

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| 06:45 - 07:30,
Phoenix |
Abenteuer Mongolei  Eine
Zeitungsmeldung sorgte für Furore: Das Grab von Dschingis Khan (1162 -1227) ist entdeckt
worden - in der Provinz Khenti, nahe seinem Geburtsort. Der Khan wird von den Mongolen als
Nationalheld verehrt. Schließlich einte er 1206 ihr zerstrittenes Volk. Zum Dank prangt
sein Bild auf Unterwäsche und Wodkaflaschen. Joachim Holtz hat das Grab des Herrschers
gesucht.

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| 08:00 - 08:45,
arte |
Die schwimmenden Dörfer der
Halong-Bucht  Wenn drei Stunden vom Festland entfernt, mitten in der
Halong-Bucht abends die Lichter angehen, dröhnt ein ohrenbetäubendes Knattern über das
Wasser - Strom gibt es hier nur über Dieselgeneratoren. Bei Einbruch der Dunkelheit
schalten viele Menschen des schwimmenden Dorfes Vong Vieng den Fernseher an. Dann sehen
sie Dinge, die aus einer für sie fremden Welt stammen: Städte mit Straßen und Autos
oder Tiere wie Schweine und Kühe. Später werden die Generatoren wieder abgeschaltet,
denn Diesel ist teuer - wie alles, das nicht aus dem Wasser kommt. Die Menschen hängen an
diesem von Entbehrungen geprägten Leben: 'Wenn ich auf dem Festland wohnen würde, dann
würde ich das Fischen sehr vermissen. Ich könnte ohne das nicht leben', sagt Khuyen Van
Vu. Den Beruf des Fischers hat er von seinem Vater gelernt und auch sein 21-jähriger Sohn
Luu lebt vom Fischfang. Gerade hat Luu für sich, seine Frau Mai und seinen kleinen Sohn
ein eigenes Haus gekauft. Doch die Freude ist getrübt. Wenn die kleine Familie nicht
schnell zu mehr Geld kommt, werden sie das neue Heim wieder verlieren. Mai will mit einem
Bambusboot auf dem Wasser Waren verkaufen und so zusätzliches Geld verdienen. Das wird
allerdings nicht leicht: Sie hat kein Startkapital und ein stabiles Boot und Waren gibt es
nur auf dem für sie fremden und weit entfernten Festland.

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| 09:15 - 10:00,
arte |
Unterwegs auf dem Dach der
Welt  Das alte Königreich Guge im Westen Tibets erlebte Anfang
des 16. Jahrhunderts seine Blütezeit als Kultur- und Handelszentrum. Zahlreiche
prächtige Höhlenmalereien zeugen sowohl von der regen künstlerischen Aktivität, als
auch vom Einfluss des tantrischen Buddhismus. Die Hauptstadt Tsaparang gehört noch heute
zu den ausnehmend schönen Orten Tibets. Das im zehnten Jahrhundert gegründete Kloster
Thöling war die bedeutendste Klosteranlage der Region. Doch die Bewahrung und Pflege all
dieser Anlagen hängt vom guten Willen der chinesischen Behörden ab, die das Land
kontrollieren. Die Reise führt über die alte Karawanenstraße nach Purang, Grenzgebiet
zwischen Tibet und Indien und Durchgangsgebiet für handeltreibende Tibeter, Inder und
Nepalesen. Am Ende der Route liegt der Berg Kailash mit seiner Festungsruine, einem
heiligen Ort sowohl für Buddhisten und Hindus, als auch für die Anhänger lokaler Kulte
und des Jainismus.

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| 10:00 - 10:25,
arte |
| Zapping International Wer
durchs vietnamesische Fernsehen zappt, kommt an Geschichtssendungen nicht vorbei. Nicht
nur Dokumentationen, sondern auch historische Quizspiele wie die älteste VTV-Show 'Im
Laufe der Geschichte' haben bei den jungen Vietnamesen großen Erfolg. Dennoch müssen
sich die Sender für ihr Publikum immer mehr einfallen lassen, denn vor allem die jungen
Fernsehzuschauer suchen zunehmend im Internet nach Informationen und Unterhaltung, die
ihnen das Fernsehen nicht bieten kann. Wie begeistert man diese entpolitisierte Jugend?
Das Staatsfernsehen hat einen Weg gefunden: VTV6, den Sender von Jugendlichen für
Jugendliche! Der unangefochtene Superstar im vietnamesischen Fernsehen ist Tahn Bach, eine
Art vietnamesische Mischung aus Jerry Lewis und Elton John. Er moderiert an die hundert
TV-Sendungen, darunter Misswahlen, Game- und Comedyshows, und ist außerdem einer der
beliebtesten Komiker des Landes. Eine Neuheit in der vietnamesischen Fernsehlandschaft ist
der Kabelkanal O2 mit auf Gesundheitsfragen spezialisierten Themen. Unbefangen greift er
Sujets wie Sexualität, AIDS-Prävention und Impotenz auf. In der Sendung 'Für Männer'
haben männliche Vietnamesen die Möglichkeit, Fragen zu Tabuthemen zu stellen. Ein
Zeichen für eine neue Offenheit. |
| 10:25 - 11:20,
arte |
| Schläger in der Vorstadt Jeden
Tag gehen bei der Polizei über 20 Anzeigen wegen schwerer Gewalttaten gegen Frauen ein.
In Frankreich geschieht mehr als die Hälfte dieser Verbrechen in den sozial oft
problematischen Vororten großer Städte. Über 600 Frauen werden hier jedes Jahr Opfer
von Gewalt. Doch noch immer wird über diese Gewalt gegen Frauen nicht ausreichend
informiert oder sie wird heruntergespielt. Die Dokumentation erzählt den Alltag der davon
betroffenen Frauen und ihrer Männer. Für ihren Film hat die Regisseurin Cathy Sanchez
mehrere Wochen in Vitry gelebt. Dort wurde 2002 die 17-jährige Sohane zwischen
Müllcontainern bei lebendigem Leibe verbrannt: Sie hatte sich gewehrt gegen eine
Gruppenvergewaltigung, zu der sie ihr eigener Freund zwingen wollte. Für manche Männer
scheint ihr Recht auf Gewalt gegenüber Frauen selbstverständlich zu sein, als ihr
legitimes Herrschaftsinstrument - sie verstehen gar nicht, wo da ein Problem sein soll.
Der Film zeigt, wie dramatisch die Lage inzwischen ist, und er analysiert die Gründe
dafür: Denn hinter der neuen Gewalt dieser Männer stehen die Angst, der Mangel an
Beziehungsfähigkeit, das Fehlen väterlicher Autorität und das nagende Gefühl des
sozialen Abstiegs. Aber es kommen auch junge Frauen zu Wort, die Opfer, die sich nur
selten zu Wort melden - denn die meisten schweigen lieber aus Angst und Scham.
Themenabend: Die neue Frauenfeindlichkeit ist unser Thema. Junge Frauen werden
gedemütigt, misshandelt, manche sogar verbrannt. Verbale Beleidigungen wie Schlampe und
Nutte sind insbesondere in sozialen Brennpunkten en vogue. Frauen stehen noch immer oder
schon wieder unter dem Joch ihrer Männer. Angesichts des Kampfes der Frauen um die
Gleichberechtigung im letzten Jahrhundert scheint dieser Rückschritt in die Prähistorie
männlicher Gewalt ein bestürzendes Phänomen zu sein.

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| 11:00 - 11:15,
RBB |
Fatehpur Sikri - Indien  Eine alte Legende
berichtet von der Entstehung der 'Stadt des Sieges' in der zweiten Hälfte des 16.
Jahrhunderts: Der kinderlose Großmogul Akbar betete in der Klause des berühmten Eremiten
Salim Chisti um die Geburt eines Sohnes. Der Heilige prophezeite ihm drei Söhne. Als
tatsächlich wenig später ein gesundes Kind geboren wurde, errichtete Akbar am Wohnsitz
des Eremiten aus Dankbarkeit eine ganze Stadt - Fatehpur Sikri. In wenigen Jahren war die
neue Residenz fertiggestellt. Als erstes Bauwerk entstand die große Moschee Jami Masjid,
in deren Hof dem Heiligen ein Mausoleum errichtet wurde. Noch heute pilgern indische
Frauen hierher, um für männliche Nachkommen zu beten. Ganz aus rotem Sandstein errichtet
und mit allem Komfort ausgestattet, wurde Fatehpur Sikri nach kaum zehn Jahren wieder
verlassen. Zurück blieb eine Geisterstadt. Heute kann man, ganz wie vor vierhundert
Jahren, durch eine intakte, hochherrschaftliche Stadt wandeln: mehrstöckige Paläste,
Gärten und ein Marktplatz, ein Wasserwerk, unzählige überdachte Gänge, Treppen und
Terrassen. Sie sind Zeugnis der architektonischen Meisterleistung Akbars. Die
untergegangene Metropole vereint zwei Gegensätze: die figurative Architektur der Hindus
und die geometrische des Islam. |
| 11:20 - 12:15,
arte |
Der Koch, der Hund und Dali
 Im
berühmten 'El Bulli' kocht die Avantgarde so spektakulär, dass sich auch ausländische
Küchenchefs inspirieren lassen. Hier arbeitet ihr Guru, der wahrscheinlich genialste,
verrückteste und originellste Koch der westlichen Welt. Er heißt Ferran Adrià. Über
seine Künste sind sich alle einig, die Gäste, die Gastrokritiker und die Kollegen.
Streit herrscht höchstens über das treffende Etikett: vom 'Magier' bis zum
'Außerirdischen', von 'Labor' über 'Küche von Übermorgen' zu 'Zauberei', keine
Bezeichnung, kein Vergleich wird gescheut. 60 Personen Belegschaft, darunter 30 Köche,
sorgen für 50 Gäste. 25 bis 35 Gänge hat das übliche Menü, etwa vier Stunden dauert
der Genuss. Das 'El Bulli' ist vom 1. April bis zum 30. September nur abends geöffnet.
Etwa 300.000 Gerichte werden im Jahr für kulinarische Wallfahrer aus aller Herren Länder
von Australien bis Zypern zubereitet. |
| 12:00 - 12:30,
3SAT |
Von kleinen Mönchen und
bösen Blicken  'Es stimmt nicht, aber ich glaube daran', sagt der
Neapolitaner, wenn er von Magie, Aberglaube, Hexerei und allerlei Mysteriösem im heutigen
Alltag Neapels spricht. Er trägt magische Amuletthörnchen und muss unbedingt ganz
schnell ein Stück Metall anfassen, wenn ein leerer Leichenwagen an ihm vorbeifährt. Das
tägliche Leben wird bestimmt von Regeln und Verhaltensweisen, die die Camorra, aber auch
böse Geister fernhalten sollen, zum Beispiel mit einem auf dem Dach montierten alten
Besen. taucht er Ein anderes Phänomen ist der Monacello, der 'kleine Mönch', ein Geist,
der gerne unvermittelt in Trattorien und Pizzerien auftaucht. Viele Menschen in Neapel
behaupten, ihn schon mit eigenen Augen gesehen zu haben. So auch Peppe und Anna in ihrer
Vineria. Gern reden sie aber nicht darüber, es könnte den 'Mitbewohner' ja verärgern.
Die rüstige Signora Maria hingegen kann ein wenig hexen und vor dem bösen Blick
beschützen. Die Rituale hierzu hat sie von ihrer Großmutter gelernt. Solchen Dingen
steht die Kirche Neapels extrem skeptisch gegenüber. Dabei hat sie den Stadtbewohnern
selbst ein mysteriöses Ritual zu bieten, eine Sensation gar, vor aller Augen sichtbar:
das sogenannte 'Blutwunder des heiligen Januarius', das regelmäßig am 19. September
stattfindet. Der Film 'Von kleinen Mönchen und bösen Blicken' begibt sich in den Gassen
Neapels auf die Suche nach dem alltäglichen Aberglauben.

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| 12:30 - 13:00,
3SAT |
| Blutgeld Der
italienische Pater Don Luigi Ciotti gründete 'Libera'. Das Netzwerk verwaltet auf
Sizilien vom Staat beschlagnahmte Güter, die der Mafia gehörten und mit Blutgeld bezahlt
wurden.

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| 13:00 - 13:30,
arte |
| Auf nach Europa! Seit
seinem 15. Lebensjahr steht der mittlerweile 63-jährige Tyrone O'Sullivan jeden Morgen um
4.00 Uhr auf und verlässt sein Haus an der südwalisischen Küste. Dann beginnt für ihn
der Alltag im Bergwerk Tower Colliery. Die etwa 200 Jahre alte Zeche ist die letzte
Kohlemine in Wales und sollte eigentlich schon 1994 im Zuge der großen
Bergwerkschließung, die die Regierung von Margaret Thatcher bereits zehn Jahre zuvor
angeordnet hatte, stillgelegt werden. Doch die Bergarbeiter wollten ihre Arbeit nicht
aufgeben und beschlossen, mit Hilfe ihrer Abfindungen die Zeche zu kaufen. Der Beruf des
Minenarbeiters ist kein einfacher Job: Man arbeitet unter Tage, strengt sich körperlich
stark an und setzt sich permanent der Gefahr aus. Doch obwohl sowohl sein Vater, als auch
zwei seiner Onkel bei Grubenunfällen ums Leben gekommen sind, liebt Tyrone O'Sullivan
sein Leben als Bergarbeiter. Im Januar 2008 musste Tower Colliery nach 13-jähriger
Selbstverwaltung wegen versiegender Kohlevorräte stillgelegt werden. Doch Tyrone hat
schon neue Pläne: Er will das Gelände für neue Nutzungsmöglichkeiten erschließen
lassen und vielleicht ein Bergbautrainingszentrum gründen, einen 'Energiepark' errichten,
wo Müll recycelt werden soll, oder Freizeitanlagen bauen. |
| 14:15 - 15:00,
3SAT |
Bilderbuch  Der Schweizer Ballonpilot Hansjörg
Keller hat zu einer luftigen Fahrt über den Bodensee eingeladen. Treffpunkt ist das
mittelalterliche Grenzstädtchen Stein am Rhein. Von dort erhebt sich der Ballon in 2.000
Meter Höhe und gibt den Blick frei auf ein unglaubliches Panorama: Der Bodensee mit der
Insel Reichenau, am Horizont die Schweizer Alpenkette, dann das südliche Schweizer
Bodenseeufer, verträumte Bodenseedörfer, das Napoleonschloss Arenenberg und die
berühmte, zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Stiftsbibliothek der ehemaligen
Benediktinerabtei St. Gallen. 'Bilderbuch: Am Schweizer Bodensee' erkundet den Schweizer
Bodensee aus der Luft.

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| 14:15 - 15:00,
NDR |
| Bilderbuch Deutschland Der
mächtige gotische Dom zeugt noch heute von vergangenen Zeiten, als in Verden Geschichte
geschrieben wurde. 'Herrscher kommen und gehen, aber Verden bleibt bestehen'. Dies ist
seit Jahrhunderten der Wahlspruch der Verdener, mit dem sie die Wirren der Geschichte
selbstbewusst kommentieren. Von Karl dem Großen um das Jahr 800 im damaligen
Siedlungsgebiet der Sachsen als 'Ferdi in Saxonia' gegründet, wurde die bischöfliche
Residenzstadt im Laufe der Jahrhunderte von vielen fremden Mächten erobert. Schweden,
Franzosen, Dänen, Preußen, das Königreich Hannover und England, alle stationierten ihre
Truppen in der Stadt. Vom Dreißigjährigen Krieg bis ins 20. Jahrhundert hinein war
Verden Garnisonsstadt, bis zuletzt die britische Rheinarmee hier ihren Stützpunkt aufgab.
Mit 28.000 Einwohnern ist Verden an der Aller heute eine beschauliche Kreisstadt zwischen
Tradition und Moderne. Weithin bekannt ist Verden als Mekka der Reiter und Pferdefreunde.
Es ist das Zentrum des 'Hannoveraner'-Zuchtgebietes, in dem heute 16.000 Züchter
registriert sind. Käufer aus Europa, USA und Kanada kommen regelmäßig nach Verden, um
Nachwuchspferde für die internationale Spring- und Dressurszene zu ersteigern.

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| 14:30 - 14:55,
B3 |
Willi wills wissen  Island liegt genau auf der Grenze
zweier Kontinentalplatten, der eurasischen und der amerikanischen. Diese Platten sind
nicht starr, sondern können sich gegeneinander verschieben, wie Tobias erklärt. Wenn das
passiert, fängt die Erde an zu knirschen und zu beben. Islands Landschaft ist einmalig:
Es gibt Gletscher, Wasserfälle und mehr als 30 aktive Vulkane. Über Kilometer weit sieht
Island aus wie eine Mondlandschaft. Willi staunt nicht schlecht als sein isländischer
Freund Heimir ihm erzählt, dass genau aus diesem Grund amerikanische Astronauten hier
für die erste Mondlandung trainiert haben. Und dann steht Willi mitten im Sprühnebel des
Skógafoss, einem gigantischen Wasserfall. Von Hans-Martin erfährt er, dass sich eine
spannende Sage um den Skógafoss rankt. Mit einem Taucheranzug ausgestattet, soll es für
Willi vom rauschenden Wasserfall in die stille Tiefe des Silfra gehen, einem See direkt
über den zwei Kontinentalplatten. Unter Tauchern ist diese Spalte weltweit bekannt und
berühmt. Auch, weil man hier unter Wasser so weit sehen kann wie sonst kaum auf der Welt.
Gemeinsam mit Tobias wagt Willi den Sprung ins vier Grad kalte Nass.

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| 14:45 - 15:30,
H3 |
Die fantastische Reise mit dem
Golfstrom  Im zweiten Teil der Reise folgen die Filmemacher Volker
Arzt und Sigurd Tesche einem geheimnisvollen Sog, der den wärmenden Golfstrom weiter nach
Norden zieht. Er lässt Korallenriffe vor Norwegens Küste erblühen, er dirigiert den
Kurs der Eisberge vor Grönland und lässt Spitzbergens Gletscher schmelzen. Erst in den
kalten Wintermonaten, wenn die Schneestürme über die Wellen jagen, verliert der Strom
seine letzte Kraft und Wärme: Dann stürzen seine Wassermassen abwärts - 3.000 Meter
tief, bis auf den Meeresboden. Doch auch dort kommen sie nicht zur Ruhe. Als kalter
Tiefenstrom treten sie eine neue Reise an, eine Rundreise, die sie bis in den Pazifik
führt und erst nach tausend Jahren wieder zurückbringt vor die Küsten Europas.
Info: Jede Sekunde transportiert er 50 Millionen Kubikmeter Wasser - 30 mal mehr als alle
Flüsse der Erde. Ein Strom der Superlative, der 10.000 Km zurücklegt - von den Tropen
bis in die eisige Arktis. Der Golfstrom - oder wissenschaftlich korrekter: der
'Nordatlantische Strom' beliefert uns kostenlos mit der Energie von 1 Million
Kernkraftwerken. Ihm haben wir saftige Wiesen, reiche Getreidefelder und üppige Wälder
zu verdanken - bis hinauf nach Skandinavien. Käme der Golfstrom zum Erliegen, was eine
Reihe von Wissenschaftlern befürchtet, würde es arktisch kalt in Europa und gewaltige
Eisberge kreuzten vor unseren Küsten. Die Existenz des Golfstroms war schon den
spanischen Seefahrern im 16. Jahrhundert bekannt, und doch wartet er immer wieder mit
Rätseln und Überraschungen auf. Welche Kraft treibt ihn an? Woher bezieht er seinen
überraschenden Nahrungsreichtum? Und wo eigentlich bleiben die gigantischen Wassermengen,
die der Strom tagaus tagein in die Polarregionen schickt ? Die Teams um Volker Arzt und
Sigurd Tesche lassen sich mitreißen von diesem ungewöhnlichen Wasserlauf, tauchen tief
hinab in seine unerforschten Schichten - und bleiben nicht allein: Eine Fülle
abenteuerlicher Reisegefährten kreuzt ihren Weg; von Quallen schnappenden
Riesenschildkröten und kletternden Seegurken bis zu exotischen Tiefseekraken und
furchterregenden Sandtigerhaien. Der Golfstrom führt durch fantastische Welten, die sich
erst jetzt, dank modernster Meerestechnik und Unterwasser-Roboter, erleben lassen. Der
Zweiteiler, eine Koproduktion von WDR und ARTE wurde bereits mehrfach auf Festivals
ausgezeichnet.

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| 15:15 - 16:00,
RBB |
| Tore zur Welt Der
Hafen der Hansestadt Hamburg besitzt den modernsten Containerterminal der Welt. Alles
könnte in den riesigen Containern versteckt sein: Sprengstoff, Drogen oder Giftgas. Das
Filmteam geht mit Hamburgs Zollfahndung auf die Jagd nach Schwarzarbeitern, Schmugglern
und Menschenhändlern.
Hamburg ist der größte Einfuhrhafen für Kaffee und der Hauptumschlagplatz für Tee in
Europa. Sogar die Briten bekommen ihren Tee über die Hansestadt. 2006 wurden insgesamt
8,86 Millionen Container verschifft.

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| 15:30 - 15:55,
B3 |
Felix und die wilden Tiere
 Felix Heidinger hat
sich mit der Kamera zu den heimischen Tieren aufgemacht. Er stellt auch Tierarten vor, die
aus unseren Wäldern verschwanden. Denn inzwischen hat man einige der bei uns
ausgerotteten oder nur noch selten vorkommenden Tierarten im Bayerischen Wald angesiedelt.
Und man hält sie auch in Gehegen des Bayerwald Tierparks, um Besuchern zu zeigen, wie sie
aussehen. Ob Luchs oder Wolf, Auerhuhn oder Biber - für alle blieben in den von Menschen
dicht besiedelten Gebieten nicht mehr genügend Naturlandschaften zum Überleben. Doch
mittlerweile hat sich einiges zum Besseren gewendet. Biber bauen hierzulande wieder ihre
Dämme und auch das seltene Auerhuhn hat eine Überlebenschance. Im Bayerischen Wald
kümmert man sich intensiv um die Nachzucht des Wildvogels.

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| 16:00 - 16:45,
H3 |
Maya - Könige aus dem
Regenwald  Dieter Moor erzählt in dem Film die faszinierende
Geschichte der Maya. Dabei besucht er die Maya-Denkmäler von Tikal in Guatemala und Copan
in Honduras sowie die mexikanischen Stätten in Chichén Itzá und Palenque. Die Maya
lebten in Süd- und Südost-Mexiko - Yucatán - sowie in Teilen von Guatemala, Honduras,
Belize und El Salvador. Sie entwickelten eine blühende Kultur, die sechsmal so lange
währte wie das Römische Reich. Die Maya brachten mathematische, astronomische und
architektonische Höchstleistungen hervor, die bis heute Wissenschaftler und Laien in
Erstaunen versetzen. Ihre Geschichte schrieben sie in einer Hieroglyphenschrift nieder.
Die Kultur der Maya erlebte zwischen 250 und 900 n. Chr. mit dem Aufkommen eines erblichen
Königtums ihre größte Blüte. Unter der Regierung der Adeligen entstanden ihre
berühmten Stufenpyramiden, Tempel und Paläste. Die Herrscher der häufig verfeindeten
Kleinstaaten sahen sich als Mittelpunkt des Kosmos und als Mittler zwischen Menschen und
Göttern. Warum die politische Struktur der Maya unterging, ist bis heute nicht geklärt.
Diese Tatsache lieferte ideale Voraussetzungen für die Legendenbildung. In den
vergangenen zwanzig Jahren gelang es der Wissenschaft, Fantasie und Fakten voneinander zu
trennen. Licht ins Dunkel brachte die fast vollständige Entzifferung der Schrift. Die
Glyphen auf den Stelen konnten gelesen, Zeremonien auf Relieftafeln gedeutet werden. Es
fanden sich Belege für Opferrituale und Kriege. Damit war das 'Märchen' von den
sanftmütigen Sternguckern und erfinderischen Kakaotrinkern widerlegt.

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| 16:30 - 17:15,
3SAT |
Die Romantische Straße  Seit 60 Jahren ist
die Romantische Straße eine der beliebtesten Reiserouten in Deutschland. Vom Main bis zu
den Alpen bietet sie auf fast 400 Kilometern idyllische Orte, verwunschene Landschaften
und Kultur in allen Variationen. Einen Sommer lang hat Julia Leiendecker die Romantische
Straße von Würzburg bis zur Zugspitze bereist. Sie war auf der Kinderzeche in
Dinkelsbühl und konnte den Künstlern der Augsburger Puppenkiste über die Schulter
schauen. Sie hat sich mit den Besuchern vor Schloss Neuschwanstein gedrängt und den
Schwarzen Ritter im Kaltenberger Ritterturnier angefeuert. Und sie hat Erstaunliches
entdeckt: Amerikanisches Wildwestfeeling in Rothenburg, trendiges Künstlerdasein in
Füssen und mörderisch spannende Action in Würzburg. Aber auch jede Menge Romantik -
nicht umsonst ist die älteste deutsche Ferienstraße auf der ganzen Welt bekannt und
besitzt Namensvetter in Japan, Brasilien und Südkorea.

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| 16:50 - 17:40,
arte |
Azalai - Bei den Tuareg  Zweimal im Jahr
zieht die Azalai, eine Salzkarawane, durch die Sahara. Am Rande der Wüste, im Norden
Malis, lebt das Nomadenvolk der Kountas. Sie betrachten sich als Bewahrer des Islams. Die
Kinder eines der Stammesältesten brechen zu einer Reise mit der Karawane auf. Aus diesem
Anlass erzählt er, wie die Kountas seit der Ankunft des Propheten leben. 40 Tage lang
wandern M'Barak und Bouillrak mit 50 Dromedaren durch die Wüste, um sechs Tonnen Salz aus
der Taoudenni-Mine an der 1.500 Kilometer entfernten algerischen Grenze abzuholen. In
Imilach sind die alten Männer besorgt, denn es regnet immer seltener.

|
| 18:05 - 19:00,
arte |
| Auf den Dächern von Kairo
Auf den Dächern Kairos existiert eine Parallelwelt. Die älteren Hochhäuser
sind so konzipiert, dass auf dem Dach kleine Hütten errichtet wurden. '360°' über eine
Stadt über der Stadt.

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| 19:15 - 20:00,
Phoenix |
Der Kontinent
 Europa
im dritten Jahrtausend: 730 Millionen Menschen bevölkern Europa, fast alles Land ist
Kultur- und Wirtschaftsland. Doch die Natur Europas hat in ihrer jüngsten Geschichte
nicht nur die industrielle Revolution und zwei Weltkriege überstanden, sie erobert sich
auch überall neues Terrain und verloren gegangene Regionen zurück. Die großen
Flussläufe wie Rhein und Elbe sind heute sauberer als vor 100 Jahren. Viele Tierarten
werden wieder eingebürgert oder finden den Weg zurück in die Natur: Heute leben in der
Slowakei und in Rumänien Europas größte Populationen von Wolf, Bär und Luchs. In der
ehemaligen Todeszone des Eisernen Vorhangs ist eine Kette von Nationalparks entstanden,
und im hohen Norden und auf den höchsten Gebirgsgipfeln hat sich noch echte Wildnis
erhalten. Immer mehr ökologisch wertvolle Landstriche werden unter Schutz gestellt.
Europaweit versucht man, ökonomische Interessen mit ökologischen Notwendigkeiten zu
versöhnen: In Europa hat sich ein neues Umweltbewusstsein etabliert. Die vierteilige
Reihe 'Der Kontinent' begibt sich auf eine spannende Zeitreise durch Vorgeschichte und
Geschichte, Gegenwart und Zukunft Europas. Sie zeichnet mit modernsten Computeranimationen
und Naturaufnahmen die Geschichte und das aktuelle Bild unseres Kontinents nach. Der
letzte Teil der Reihe begibt sich auf die Spuren der Wildnis im dicht besiedelten Europa.
Selbst nach 10.000 Jahren Entwicklungsgeschichte haben sich hier Naturlandschaften und
eine artenreiche Tierwelt erhalten.

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| 19:30 - 20:15,
arte |
Faszinierende Wildnis  Über 10.000
Vogelarten sind bekannt. Unter ihnen gibt es Spezialisten, die enorme Strecken
zurücklegen, im Meer in große Tiefe tauchen oder schneller laufen können als ein
Gepard. Mit speziellen Kameras gelang ein spannender Blick auf die Fähigkeiten einiger
'Luftakrobaten'. Gezeigt werden u.a. Flamingo-Küken auf ihrem Marsch über die
afrikanischen Salzpfannen, Seetaucher in Aktion, eine Ansammlung von
Spatelschwanz-Kolibris und Rosapelikane bei ihrer Brut .

|
| 20:15 - 22:00,
arte |
Moloch Tropical  In der Bergzitadelle
Laferrière auf Haiti bereitet sich der demokratisch gewählte Präsident Jean de Dieu
Théogène (Zinedine Soualem) auf einen wichtigen Staatsakt vor. Doch just am Festtag
findet der Präsident sein Land in Aufruhr vor: Über Nacht ist eine Rebellion
ausgebrochen, die das ganze Land erfasst und die ausländischen Gäste zur Absage zwingt.
Mit aller Macht versucht der Präsident seinen Rücktritt zu verhindern.
Schonungslos und bewusst überspitzt weist Peck auf die politischen Wirren seines
Heimatlandes hin.

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| 20:15 - 21:00,
H3 |
Mit dem Zug quer durch Kanada
 Ohne die Eisenbahn und die Männer, die sie bauten, gäbe es
den Bundesstaat Kanada nicht: Sie erst verhalfen dem Land zur Einheit. 1867 machten die
Provinzen die Gründung des Bundesstaates Kanada vom Bau einer Eisenbahnverbindung von den
Großen Seen und Toronto im Osten nach Vancouver im Westen abhängig. So wurde im Laufe
von viereinhalb Jahren eine der längsten und schwierigsten Eisenbahnstrecken der Welt
gebaut: 4.457 Kilometer quer durch Sümpfe und Moore, durch wilde Prärie und hohe Berge.
Heute reist man in 69 Stunden mit dem 'Canadian' in Edelstahlwagen mit Aussichtsplattform.
Geboten wird eine Reise durch das zweitgrößte Land der Welt mit atemberaubenden
Ausblicken auf endlose Wälder, Seen, riesige Prärien und schließlich die Berge der
Rocky Mountains. Die Bahnfahrt gleicht einer rollenden Party. Unterwegs wird gesungen und
geguckt. Nebenbei bekommt man einen Einblick in die kanadische Einwanderer-Gesellschaft:
Lokführer, Kellner, Schlafwagenschaffner kamen einst aus der Ukraine, aus China oder
Indien nach Kanada, um hier ihr Glück zu machen. Die Mitreisenden sind Trapper,
Pelztierhändler, Angler und Geschäftsleute mit Vorfahren aus aller Welt.

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| 20:15 - 21:15,
NDR |
Die Küsten des Nordens  Raues Meer, sanfte
Wellen, salzige Luft, mehr als 1.000 Kilometer Strand, die größte zusammenhängende
Wattlandschaft der Welt: Bilder von heimischen Küsten, wie sie noch nie zu sehen waren.
Die sechsteilige Dokumentationsreihe 'Die Küsten des Nordens' fängt die besondere
Schönheit der Uferlandschaft der deutschen Nord- und Ostsee in spektakulären
Luftaufnahmen ein. Ergänzt werden diese durch Porträts über Menschen, die ihr Glück am
Meer gefunden haben. Sie erzählen vom Leben am Wasser und der Liebe zu ihrer Heimat. Die
Insel Lütje Hörn bei Borkum sieht von oben betrachtet aus wie ein Embryo, der inmitten
der verästelten Priele des Wattenmeeres liegt. Mit diesen ungewöhnlichen Bildern beginnt
die Reise entlang der norddeutschen Küsten, vorbei an den Ostfriesischen Inseln bis zur
Hansestadt Hamburg. Die Bewohner Ostfrieslands sind ein eigensinniger Menschenschlag und
vom Typ her sehr unterschiedlich. So ist es auch bei der Landschaft, in der sie zu Hause
sind. Im Watt vor Norderney führt Kurt Knittel seit 20 Jahren Besucher durch den Schlick.
Im Städtchen Norden lädt Anke Zimmer zu einer original ostfriesischen Teezeremonie ein.
Pilot Jan-Lüppen Brunzema versorgt mit seiner Cessna die Inselbewohner mit allem, was sie
zum Leben brauchen - und bringt ein 'bisschen Hollywood' zu den Inselkinos. Gegenüber des
Containerterminals Bremerhaven sorgen die Schafe von Schäfer Harald Nordmann dafür, dass
die Deiche stabil bleiben. Zweimal täglich fährt der letzte Hundeschlitten- Fischer
Erhard Djuren zu den Reusen am Schmarrener Loch. 30 Kilogramm Krabben bleiben bei jeder
Ebbe hängen. Einige Kilometer entfernt erschüttern Pferdehufe beim Duhner Wattrennen den
Schlickboden. Weiter geht die Reise durch das Alte Land bis nach Hamburg. Hier leben
Menschen, die bis heute mit maritimen Berufen ihr Geld verdienen: Annetin Simon ist
Segelmacherin in Stade, Manfred Müller arbeitet als Lotse im Hamburger Hafen. Die
Dokumentationsreihe 'Die Küsten des Nordens' ist eine filmische Liebeserklärung an den
Norden mit einmaligen Bildern und bewegenden Geschichten.

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| 21:00 - 21:45,
RBB |
Wilde Türkei  Weit im Osten
Anatoliens, im Schatten des schneebedeckten Vulkanberges Ararat, erstrecken sich karge
Lavafelder und menschenleere Ebenen. Die Naturfilmdokumentation führt in kaum bekannte
Landstriche der Osttürkei, aber auch zu weltberühmten Orten wie Kappadokien mit den
Feenkaminen, zum heiligen Berg Ararat oder zu den tanzenden Derwischen von Konya. Dies ist
der Lebensraum skurriler Krötenkopfagamen und farbenprächtier Rosenstare. Das Land ist
dünn besiedelt, nur wenige Menschen bewohnen die kleinen Dörfer. Störche sind ihre
Nachbarn - die großen Vögel gelten hier, wie bei uns in Europa, als Glücksbringer. Ganz
anders die tiefen Wälder des Schwarzmeer-Gebirges mit ihren bunt blühenden Rhododendren.
Sie wirken wie eine exotische Variante der Buchenwälder Mitteleuropas. Hier leben noch
zahlreiche Braunbären in friedlicher Nachbarschaft zu den Bergbauern. Längst nicht so
harmonisch verlief das Zusammenleben von Menschen und Wildschafen in den weiten Steppen
Zentralanatoliens: Jahrzehntelang wurden die Schafe gejagt, nur knapp entgingen sie der
Ausrottung. Heute leben die Wildschafe in einem Schutzgebiet und Wildhüter kümmern sich
um ihren Erhalt.

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| 21:00 - 21:45,
H3 |
Faszination Berge  Die
Montblanc-Gruppe ist mit einer Ausdehnung von 645 Quadratkilometern wohl das
faszinierendste Gebirge der Westalpen. Der Hauptgipfel und zugleich der höchste Punkt der
Alpen ist der Montblanc mit 4.810 Meter Höhe. Mit der Erstbesteigung des 'Weißen Berges'
im Jahre 1786 durch Michel-Gabriel Paccard und Jacques Balmat schlug die eigentliche
Geburtsstunde des Alpinismus. Der Film zeigt in eindrucksvollen Flugaufnahmen die
Großartigkeit dieses Gebirges, gibt aber auch Einblick in die Techniken des Kletterns
sowie Tipps zur Ausrüstung, Hinweise auf Gefahren und Informationen zur Tourenplanung.
Auch die Erschließungsgeschichte des Montblanc wird in einer historischen Rückblende
lebendig nachgezeichnet.

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| 21:30 - 22:00,
3SAT |
| Kein Brot für Öl 'Ich
werde die Palmen fällen, denn Palmen kann ich nicht essen!', erklärt Maria Ligia
entschieden. Sie will ihr kleines Stück Land zurückhaben und dort wieder Yucca, Reis und
Bananen anbauen. Wie Tausende anderer Kleinbauern wurde sie von mächtigen Unternehmern
gewaltsam von ihrem Grund und Boden im Norden Kolumbiens vertrieben - illegal, aber
geduldet von der kolumbianischen Regierung. Jetzt wollen die Bauern zurück, aber auf
ihren Feldern reiht sich inzwischen Palme an Palme, soweit das Auge reicht. 'Grüne
Wüste' nennen sie die riesigen Plantagen. Mit dem aus den Palmen gewonnen Öl machen die
großen Plantagenbesitzer auf dem Weltmarkt ein einträgliches Geschäft, von dem auch die
Regierung profitiert: Der größte Teil des Palmöls wird nach Europa exportiert, auch
nach Deutschland. Waschmittel, Margarine, Süßigkeiten und andere Produkte des täglichen
Gebrauchs werden daraus hergestellt. Doch der größte Boom der Palme bahnt sich gerade
erst an, ausgelöst vom Treibstoffdurst der Industrieländer und deren Biosprit-Bedarf.
Agrodiesel soll in Kolumbien zur Nummer Eins der Ölpalmprodukte werden, die Anbaufläche
der Palmen soll sich in den nächsten Jahren noch einmal verdoppeln, so plant es die
Regierung und verspricht, dass die riesigen Monokulturen der Bevölkerung Arbeitsplätze
und Wohlstand, Frieden und Entwicklung bringen werden. Aber schon jetzt explodieren in
Kolumbien die Lebensmittelpreise, und viele der ehemaligen Kleinbauern verelenden als
schlecht bezahlte Tagelöhner auf den Plantagen. Der Film von Renate Werner dokumentiert
die Situation der Kleinbauern in Kolumbien und versucht die Frage zu beantworten, wer
wirklich vom Biosprit-Boom in Kolumbien profitiert und wer auf der Strecke bleibt.

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| 22:00 - 22:55,
arte |
Hubbles abenteuerliche Rettung
 Seit 1990 sendet das Weltraumteleskop Hubble Bilder
und Daten aus entfernten Galaxien. Nach Jahren störungsfreier Dienste im Universum
beginnt das komplexe Gerät zu schwächeln. Sensoren fallen aus, die Batterien lassen
nach. Im Mai 2009 schickt die NASA deshalb eine Shuttle-Crew zur Wartung des
Weltraumteleskops ins All - eine schwierige Mission. Die Astronauten müssen 23
Außenbordeinsätze wagen, um Hubble reparieren zu können. Die riskante Aktion gelingt:
Das Teleskop, jetzt zehn bis 70 Prozent effizienter als zu Beginn seines Einsatzes, wird
wieder in seine Umlaufbahn geschickt.

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| 22:25 - 23:00,
Phoenix |
Die Dino-Fundgrube  Im US-Bundesstaat
Utah findet Dino-Forscher James Kirkland 2002 den Schädel eines bis dahin unbekannten
gehörnten Sauriers aus der Kreidezeit. Weiterhin stoßen Paläontologen auf ungewöhnlich
viele Fossilien prähistorischer Muscheln, Fische, Echsen, Schildkröten, Vögel,
Krokodile und Säugetiere. Die Doku begleitet die Forscher bei der Arbeit. Ab 2010 sollen
ihre Funde in einem neuen Museum für Naturgeschichte präsentiert werden.
1996 wurde das Grand Staircase-Escalante National Monument im Süden Utahs zum
Naturschutzgebiet erklärt.

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| 22:55 - 00:20,
arte |
| Zeugen unerwünscht Seit
15 Jahren berichtet der Journalist Hollmann Morris unerschrocken über
Menschenrechtsverletzungen in Kolumbien. Er gewann internationale Preise, riskiert aber
auch sein Leben und das seiner Familie.

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| 23:30 - 00:30,
ZDF |
| Rolando Villazón: Mein Mexiko
Mexiko hat in diesem Jahr gleich zwei Gründe zu feiern: 200 Jahre
Unabhängigkeit von Spanien und 100 Jahre Revolution, die die Abschaffung der Oligarchie
und umfangreiche Sozialreformen zur Folge hatte. Rolando Villazón, gefeierter Tenor und
Kulturbotschafter seines Landes, besucht aus diesen Gründen seine Heimat und gibt
Konzerte mit traditionellen mexikanischen Liedern. Das ZDF begleitet Villazón auf seiner
Reise und mit seiner Musik durch Mexiko. Der Charakter des Musikfilms ist ein Roadmovie
der besonderen Art: für Rolando Villazón, der bei der Autofahrt durch Mexiko sein Land
wieder- und neu entdeckt, und für den Zuschauer, der Mexiko durch ihn auf eine sehr
persönliche, durch die Musik sehr sinnliche und oft auch überraschende Weise kennen
lernt. Der Film zeigt Villazón bei seinen Konzerten, bei Treffen mit Freunden und
Musikern, in seiner Heimatstadt Mexiko City, beim Besuch von Sehenswürdigkeiten und
außergewöhnlichen Plätzen und Orten in Mexiko. Er tritt dabei als ebenso lebhafter wie
leidenschaftlicher Reiseführer auf und spricht über seine Musik, seine Heimat und damit
letztlich auch über sich selbst. Drehorte des Films sind u.a. Mexiko City, die
Azteken-Pyramiden von Teotihuacan, die alte Kolonialstadt Guanajuato und Acapulco, wo die
Reise mit einem Konzert endet. Als Soundtrack des Films dienen die mexikanischen Lieder,
die Villazón singt: Kompositionen von Agustin Lara, Maria Grever, Consuelo Velázquez und
anderen. Darunter sind viele Klassiker wie 'La Cucaracha', 'Bésame mucho', 'Veracruz' und
'Solamente una vez'.

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