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Donnerstag, 09.09.2010
05:20 - 06:20, 3SAT
Te Deum - Himmel auf Erden reli.gif (4999 Byte)

Kein anderer Orden in der Geschichte löst so unterschiedliche Gefühle und Vorstellungen aus wie die Societas Jesu, die Jesuiten. Die Jesuiten verzichteten auf die Gebundenheit an ein örtliches Klosterleben, sind generalstabsmäßig organisiert und leben in strenger Disziplin. Sie schufen die Grundlagen eines einzigartigen Bildungssystems in Europa, betrieben aber auch Machtpolitik als Beichtväter und Berater in den europäischen Königshäusern. Sie gelten als die Wächter des Christentums. Ihr Ruf als Verschwörer und willfährige Handlanger des Papstes beruht auf ihrem bedingungslosen Gehorsam und ihrer wachsenden Machtfülle. Im späten 18. Jahrhundert wurde ihnen dies zum Verhängnis: Der Orden wurde aufgelöst, seine Mitglieder verfolgt. Erst im 19. Jahrhundert wurde er neu gegründet. Mit rund 19.000 Mitgliedern, Brüdern und Priestern sind die Jesuiten heute die größte Ordenseinheit der katholischen Kirche. Nach wie vor widmen sie sich der Mission, der Bildung und der Forschung. Die letzte Folge der sechsteiligen Dokumentationsreihe 'Te Deum - Himmel auf Erden' verfolgt den Weg dieses Ordens und sein Wirken von seinen Anfängen bis in die Gegenwart. Die Dokumentationsreihe beschreibt die kultur- und religionsgeschichtliche Bedeutung der sechs wichtigsten und größten Orden der christlichen Kirche: Benediktiner, Zisterzienser, Franziskaner, Augustiner, Dominikaner und Jesuiten. Im Vordergrund stehen nicht einzelne Klöster, sondern die Geschichte der Orden, ihre Bedeutung für die Entwicklung der europäischen Kultur und ihre Präsenz in der heutigen Gesellschaft. Die Dokumentationsreihe erklärt die Unterschiede zwischen den einzelnen Orden und versucht, die breite Auffächerung ihrer Traditionen und ihrer Gemeinsamkeiten einzuordnen und zu interpretieren.

te.jpg (34614 Byte)

07:00 - 07:30, arte
Reiseskizzen aus ... ausrufezeichen2.gif (1830 Byte)

Kambodscha lautet das Reiseziel des Illustrators Bertrand de Miollis. Er besucht die grandiosen Tempel von Angkor Wat und die belebten Märkte der Hauptstadt Phnom Penh. Auf seinen Reisestationen entdeckt er das menschliche Gesicht Kambodschas. Denn obwohl die Bevölkerung des ostasiatischen Landes viel durchmachen musste, hat das 'Land des Lächelns' nichts von seiner legendären Gastfreundschaft verloren.

skizze2.jpg (35330 Byte)

08:00 - 08:45, arte
Polen - Ärger im Revier

Im Nordosten Polens pochen Teile der Bevölkerung auf ein aus Zarenzeiten stammendes Fischereirecht. Leszek Michalkiewicz liegt seit Jahren im Streit mit den Nachbarn, weil er illegal in den Seen fischt.

revier.jpg (34443 Byte)

09:15 - 10:00, arte
Unterwegs auf dem Dach der Welt ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) fauna.gif (2335 Byte)

Die Changtang-Hochebene liegt in Westtibet. In der Region betreiben die Drokpa-Nomaden Viehzucht und bauen Salz ab, das sie im Sommer verkaufen. Das Naturkristall der Drokpa steht hoch im Kurs und wird bis nach Nepal, Indien, Bhutan und Sikkim verkauft. Der Transport des Salzes ist allein Männersache, denn in Tibet glaubt man, dass die Anwesenheit von Frauen zum Verschwinden des wertvollen Guts führen könne. Auch die Angehörigen des Dolpo-Volks in Nepal gewinnen Salz. Im Herbst tauschen sie es gegen Getreide und Bohnen, die von den Rongpa-Nomaden weiter südlich - jenseits der Berge - angebaut werden. Da das Klima bei den Rongpa milder ist, verbringen die Dolpo dort den strengen Winter und ziehen im Frühjahr wieder nach Changtang.

salz1.jpg (58512 Byte)

10:05 - 10:50, arte
Japanische Pedalritter auf Tour in Afrika

Fünf japanische Radsportler machen sich auf den Weg ins westafrikanische Burkina Faso. Hier wollen sie am wichtigsten Radrennen Afrikas, der Tour du Faso, teilnehmen. Die Dokumentation zeigt das Aufeinandertreffen zweier grundverschiedener Welten. Auf der einen Seite steht die durchorganisierte und oft eintönige Welt der japanischen Radsportler, auf der anderen Seite die chaotische Wirklichkeit eines afrikanischen Landes. Die jungen Japaner müssen sich an ein völlig ungewohntes Klima anpassen und werden täglich mit einer Realität konfrontiert, auf die sie nicht vorbereitet sind. Das Rennen verlangt ihnen alles ab und fordert sie bis an ihre emotionalen und physischen Grenzen. Verletzungen, diverse Erkrankungen und die schwierige Verständigung mit der einheimischen Bevölkerung verwandeln die 1.200 Kilometer lange Strecke im afrikanischen Staub unter glühender Sonne für die japanischen Radsportler in einen Höllenritt.

pedal.jpg (40612 Byte)

12:45 - 13:00, 3SAT
Mazedonien fauna.gif (2335 Byte) unesco.gif (2965 Byte)

Der Ohrid-See an der Grenze zwischen Mazedonien und Albanien ist einer der ältesten Seen der Welt. Viele einmalige Tierarten leben dort, unter anderem auch die Ohrid-Forelle. Nach dem Zusammenbruch Jugoslawiens und den Wendewirren in Albanien führte rücksichtlose Überfischung fast zu ihrer Ausrottung. Seit 2004 gilt im mazedonischen Teil deshalb ein totaler Fangstopp. Außerdem soll ein Aufzuchtprogramm die Zukunft der urzeitlichen Forellen sichern. Der Film 'Mazedonien: Kämpfer für den Ohrid-See' begleitet Polizeipatrouillen auf dem Ohrid-See auf der Suche nach illegalen Fischern und stellt den Initiator des Schutzprogramms vor.

13:00 - 13:30, arte
Auf nach Europa!

Veiko lebt in Estland, genauer gesagt in einem Vorort von Tallinn. Er hat die beeindruckende Statur eines Wikingers, aber dahinter steckt eine vielschichtige Persönlichkeit voller Selbstironie und Humor. Er wird oft von Selbstzweifeln geplagt und hinterfragt sich gerne selbst. Veiko ist eigentlich Maler. Seit er jedoch mit dem Drehen von Filmen angefangen hat, fehlen ihm die Zeit und die Muße zum Bildermalen. Doch viele Dinge gleichzeitig zu machen ist für ihn ein innerer Drang: Deshalb malt er, realisiert daneben Werbefilme oder abgefahrene Musikvideos. Zurzeit treibt ihn der Wunsch nach einem eigenen Fleckchen Erde um. 'Ich glaube, ich brauche einen Ort, an den ich gehen kann, wenn ich hier von der Stadt genug habe und mich ausgelaugt fühle. Ich will aber auch wieder nach Tallinn zurückkommen können', sagt er. Deshalb ist er auf der Suche nach einem Haus auf dem Land. Mit seinem Motorrad, in das er viel Zeit und Geld steckt, steuert er die Insel Hiiumaa an. Dort möchte er ein altes Gebäude finden, wo er in aller Ruhe Geschichten schreiben und vielleicht sogar Antworten auf seine existenziellen Fragen finden kann.

14:00 - 14:45, arte
Fluss ohne Grenzen fauna.gif (2335 Byte)

Wie ein grünes Band verbinden March, Donau und Taja die Alpen mit den Karpaten und schlagen so eine Brücke zwischen West- und Osteuropa. Die March fließt, von Tschechien kommend, entlang der slowakischösterreichischen Grenze zur Donau. Ihre Auen, Sümpfe und Nebenarme reichen weit in alle drei Länder hinein. Die Auwälder, Altgewässer und Feuchtwiesen der March, die eine der letzten ungezähmten Flusslandschaften im Herzen Europas bilden, beherbergen eine außerordentliche Artenvielfalt. Sie sind der Lebensraum teilweise extrem selten gewordener Tier- und Pflanzenarten wie Seeadler, Kaiseradler und sibirische Iris. Unmittelbar an den Auwald grenzt eine Landschaft, die unterschiedlicher nicht sein könnte: eine in Mitteleuropa einzigartige Steppe. Die sanften, grasbedeckten Sanddünen am Unterlauf der March erinnern an Zentralasien, und von dort stammen auch viele Pflanzen und Tiere, die hier leben. Für wandernde Wildtiere wie Elche, Bären, Rothirsche, Wildschweine und Luchse sind die Marchauen seit Jahrhunderten ein Trittstein zwischen Alpen und Karpaten, ein grüner Korridor mitten durch eine immer dichter werdende Zivilisation. Die Dokumentation, für die Regisseur Franz Hafner und sein Team zwei Jahre lang die Natur an der March beobachtet haben, zeigt die einmalige Landschaft in ihrer ganzen Vielfalt und Schönheit.

marsch.jpg (44611 Byte)

14:15 - 15:00, RBB
Grzimeks Erbe in Südamerika fauna.gif (2335 Byte)

Als Prof. Dr. Bernhard Grzimek in seiner 37. Fernsehsendung eine ausgewachsene südamerikanische Meerechse über seinen Schreibtisch laufen ließ, wusste er, dass die Menschen in Deutschland noch nie ein solches Wesen gesehen hatten. Grzimek, der Direktor des Frankfurter Zoos, war der Mann, der mit seiner Sendereihe 'Ein Platz für Tiere' die Tiere dieser Welt in deutsche Wohnzimmer brachte. Damit konnte Grzimek die Menschen nicht nur faszinieren, sondern er mobilisierte sie auch, sich für die Erhaltung der letzten Paradiese dieser Welt zu engagieren. Aus seiner Arbeit entstand eine Stiftung, die Zoologische Gesellschaft Frankfurt, die sein Werk bis heute fortsetzt. Das Filmteam begibt sich auf die Spuren von Grzimeks Erben, den Wissenschaftlern und Abenteurern, die in Südamerika für den Schutz bedrohter Lebensräume und Tierarten kämpfen. Vom vulkanischen Galapagos über tropische Regenwälder bis hinunter in die raue Bergwelt Patagoniens - kein Kontinent ist vielseitiger und abwechslungsreicher als Südamerika.

sued.jpg (24008 Byte)

14:15 - 15:00, NDR
Bilderbuch Deutschland

In der schleswigholsteinischen Landeshauptstadt Kiel findet seit mehr als 100 Jahren zur Sommerzeit die 'Kieler Woche' statt. Höhepunkt ist die Parade mit den schönsten Windjammern der Welt auf der Förde. Von dieser Bucht, die wie ein Keil ins Land hineinragt, hat Kiel seinen Namen. Die Förde verleiht der Stadt maritimen Charme. Sie ist ein Paradies für Segler sowie ein Hafen für Schiffe und Fähren aus Skandinavien und Osteuropa. An den Ufern werden Schiffe auf Werften gebaut, die international für ihre Qualität bekannt sind. Schiffbau und Marine haben dort eine lange Tradition. 1871 wurde Kiel Reichskriegshafen. Unter Kaiser Wilhelm II. entwickelte sich die Stadt neben Wilhelmshaven zum bedeutendsten Marinestandort. Der Bau von Kriegsschiffen wurde der Stadt im Zweiten Weltkrieg zum Verhängnis: Die Bomben der Alliierten machten aus Kiel ein Trümmerfeld. Idyllische Ecken gibt es kaum noch. Beim Wiederaufbau kümmerte man sich nicht um die gewachsenen Strukturen der im Mittelalter gegründeten Stadt. Der Film erzählt Geschichten und Geschichte aus und über Kiel.

stadt2.jpg (53375 Byte)

14:30 - 14:55, B3
Willi wills wissen ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) fauna.gif (2335 Byte) kind.gif (6180 Byte)

Willi möchte herausfinden, welche besonderen Tiere es auf der Vulkaninsel gibt. Willis Begleiter ist der Isländer Heimir. Die beiden besuchen die Schaf-Farm von Jon und Elene. Die Vorfahren ihrer Tiere wurden alle von den Wikingern auf die Insel gebracht. Dann geht Willi auf Segeltour mit einem isländischen Fischkutter, der schon vor 110 Jahren zur See hätte fahren können. Willi hält Ausschau nach den größten Säugetieren der Welt - den Walen. Warum es ausgerechnet vor Island so viele gibt, erfährt er vom Kapitän. Heimir zeigt Willi auch noch andere Tiere: die weltberühmten Island-Pferde. Die zweibeinigen Isländer lassen die vierbeinigen Isländer den Sommer über in den Bergen frei herumlaufen. Im Herbst werden die Tiere ins Tal geholt.

willi2.jpg (41941 Byte)

14:45 - 15:30, H3
Die fantastische Reise mit dem Golfstrom ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) fauna.gif (2335 Byte)

Jede Sekunde transportiert der Golfstrom fünfzig Millionen Kubikmeter Wasser - dreißigmal mehr als alle Flüsse der Erde. Er legt 10.000 Kilometer zurück, von den Tropen bis in die eisige Arktis. Der Golfstrom liefert die Energie von einer Million Kernkraftwerken. Ihm sind saftige Wiesen, reiche Getreidefelder und üppige Wälder zu verdanken. Käme der Golfstrom zum Erliegen, was Wissenschaftler befürchten, würde es arktisch kalt in Europa, und gewaltige Eisberge kreuzten vor den Küsten. Die Existenz des Golfstroms war schon den spanischen Seefahrern im 16. Jahrhundert bekannt. Dennoch wartet er immer wieder mit Rätseln und Überraschungen auf. Welche Kraft treibt ihn an? Woher bezieht er seinen überraschenden Nahrungsreichtum, und wo bleiben jene gigantischen Wassermengen, die der Strom tagaus tagein in die Polarregionen schickt? Die Filmautoren Volker Arzt und Sigurd Tesche tauchen tief hinab in die unerforschten Schichten des Stroms. Ihren Weg kreuzen Quallen, Riesenschildkröten, Seegurken, Tiefseekraken, Sandtigerhaie. Der erste Reiseabschnitt führt aus dem Golf von Mexiko bis nach Europa, an die französische Küste. Die Filmteams unterbrechen vor Floridas Küste, um frisch geschlüpfte Schildkröten zusteigen zu lassen. Sie machen Halt bei Kap Hatteras und erfahren, warum der Golfstrom hier einen Haken schlägt, den Atlantik überquert und Kurs auf Europa nimmt. Sie tauchen vor den Azoren auf den Meeresgrund und erleben, wie der Strom hier Wärme nachtankt - Wärme aus dem glutflüssigen Innern der Erde, bevor er sie weiterreicht an die Küsten Europas.

reise.jpg (35765 Byte)

15:00 - 15:45, 3SAT
Die Reise der Störche fauna.gif (2335 Byte)

Jedes Jahr im Herbst folgen 600000 Störche dem Ruf der Natur: Sie verlassen ihre Nistplätze und brechen ins Winterquartier im sonnigen Süden auf. Eine 10000 km lange, gefährliche Reise: 75 Prozent der Jungvögel sterben auf ihrem ersten Langstreckenflug. Um das Zugverhalten zu verstehen, wollen die Ornithologen Christoph und Michael Kaatz die Tiere begleiten. Mit ihrem Team folgen sie der Storchendame Prinzesschen, die nahe der Staatlichen Vogelschutzwarte in Loburg/Sachsen-Anhalt gebrütet hat, um die halbe Welt. Hautnah dabei ist Pilot Willi Ewig: Er filmt die Vögel vom Ultraleichtflugzeug aus . Die Forscher am Boden sind dagegen auf die Daten angewiesen, die der kleine Sender auf Prinzesschens Rücken übermittelt. Schlechtes Wetter und holprige Landstraßen bremsen das Bodenteam, während Tausende von Störchen zum Bosporus fliegen. Für viele ist es nun nicht mehr weit zu ihren Zielen, nur wenige setzen ihre Reise über den ganzen afrikanischen Kontinent fort. Ist Prinzesschen dabei?

storch.jpg (40622 Byte)

15:15 - 16:00, NDR
Die schwarzen Königinnen geschichte.gif (1360 Byte)

Schon zu Zeiten der Pharaonen war der Nil der kulturelle und wirtschaftliche Korridor zwischen dem ägyptischmediterranen Norden und dem Herzen Schwarzafrikas. Im heutigen Sudan trafen diese beiden großen Kulturkreise aufeinander. In Nubien, wie es damals hieß, gab es jene Rohstoffe, auf die sich die Vormachtstellung Ägyptens stützte: Gold und Sklaven, Elfenbein, Ebenholz und Straußenfedern. Immer wieder zogen die Pharaonen nach Süden, um ihre wirtschaftlichen Interessen durchzusetzen. Aber ab dem 3. Jahrhundert vor Christus bildete sich rund um die aufstrebende Hauptstadt Meroe, 250 Kilometer nordöstlich des heutigen Khartums, ein selbstbewusster neuer Staat, der für sieben Jahrhunderte die Geschicke der Region bestimmte. Stark beeinflusst von afrikanischen Traditionen, entwickelte sich hier unter der Führung Schwarzer Königinnen eine von Ägypten zunehmend unabhängige Hochkultur mit einem eigenen Schriftsystem: Meroe wurde zu einer weltoffenen, toleranten, multikulturellen und sehr wehrhaften Hochkultur. Besonders die Frauen hatten innerhalb dieser Gesellschaft eine starke Position. In der Rolle der Königin, als Kandake, hatten sie wesentlichen Einfluss auf alle politischen Entscheidungen. Erst heute entdecken die Archäologen und Historiker die Bedeutung der matriarchalischen Gesellschaft Meroes für die Geschichte der Antike und des afrikanischen Kontinents. In der Steppe des nördlichen Sahels fanden sie prachtvolle Paläste und Tempel, beeindruckende Grab- und Grenzanlagen und das größte Pyramidenfeld der Erde. Woher bezog dieser Staat seine kulturelle Identität, seine Kraft und seinen Reichtum? Seit dem Beginn der Forschung in den 1960er-Jahren haben die Wissenschaftler erst jetzt ein vollständigeres Bild der meroitischen Kultur. Obwohl die Schrift noch nicht übersetzt werden kann, enträtseln die Forscher langsam die Struktur von Religion, Staatswesen, Architektur und schwarzafrikanisch bestimmter Sozialsysteme. Neue Funde zeugen von einer vergessenen Kultur, deren Wurzeln bis tief hinein nach Afrika reichten. Mit stimmungsvollen Spielhandlungen, großartigen Bildern und fotorealistischen Computeranimationen rekonstruiert der Film die Geschichte einer vergessenen matriarchalischen Hochkultur im Herzen Afrikas.

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15:30 - 16:00, H3
Zu Gast rund um Bari und Potenza

Etwa 800 Kilometer Küste umgeben den 'Absatz' des italienischen 'Stiefels'. Unberührte Natur, geheimnisvolle Grotten und feine Sandstrände prägen Apulien. Zu den interessantesten Ausflugszielen zählt der Monte Sant' Angelo, ehemals Durchgangsstation der Kreuzritter, und das Castel del Monte, ein mächtiges Schloss, sowie der Fischerort Gallipoli, schon von den Griechen als 'schöne Stadt' verehrt. Ein Höhepunkte dieser Reise ist die größte Mittelmeerprozession Italiens, die alljährlich durch die Altstadt von Bari aufs Meer führt, kurios dagegen sind die 'Trulli', jene märchenhaften steinernen Rundbauten mit dem 'Zipfelmützendach'. Auf der 'Sohle' des italienischen 'Stiefels' liegt die Basilikata: Die Region galt lange als Armenhaus des Landes, dabei kann sie kulturell etliche Reichtümer vorweisen, etwa die Altstadt von Matera: Wie Vogelnester kleben die alten, aus Naturstein gebauten Häuser an einem Felsen malerisch über einem Flusstal. In Melfi hinterließ der Stauferkönig Friedrich II. seine Sommerresidenz, und literarische Bedeutung bekam die Basilikata durch den Schriftsteller Carlo Levi. Er arbeitete die Zeit seiner Verbannung durch die Faschisten in dem Buch 'Christus kam nur bis Eboil' auf. Naturliebhaber finden im Pollino-Nationalpark ausgedehnte Buchenwälder, entlegene Hochweiden und beeindruckende Canyons. Bei Weinliebhabern schließlich hat der Agliánico del Vúlture einen ausgezeichneten Ruf, er gilt vielen als 'Barolo des Südens'.

15:30 - 15:55, B3
Felix und die wilden Tiere fauna.gif (2335 Byte) kind.gif (6180 Byte)

Eigentlich will Felix Heidinger an einem traumhaft schönen Strand im südamerikanischen Staat Costa Rica mal richtig ausspannen. Doch es kommt anders. In der Nähe des Ferienhotels wimmelt es nämlich von wilden Tieren. Statt zu faulenzen, streift Felix neugierig durch den Urwald und macht eine Reihe von Urlaubsbekanntschaften, unter ihnen ein uriges Gürteltier, ein zutraulicher Kaiman, ein giftiger Frosch und ein verschlafenes Faultier.

tiere.jpg (51873 Byte)

15:45 - 16:30, 3SAT
Die Reise der Störche fauna.gif (2335 Byte)

Auch auf dem zweiten Teil ihrers Flugs in den Süden bleiben zwei Ornithologen und ein Kamerateam Storchendame Prinzesschen auf der Spur. Sie beobachten, wie gefährlich die Reise vor allem für Jungstörche ist. Hochspannungsleitungen bergen für die unerfahrenen Vögel häufig eine tödliche Gefahr. Auch der Flug über die wasserarmen Gebiete Afrikas kostet viele von ihnen das Leben.

storch1.jpg (49652 Byte)

16:45 - 17:35, arte
Geheimnisvolle Völker ausrufezeichen2.gif (1830 Byte)

Die Wolani gehören zu der Vielzahl wilder Stämme, die in den Hochebenen von Westpapua leben. Aufgrund des unwegsamen Geländes sind sie völlig von der Außenwelt abgeschnitten. Die benachbart lebenden Stämme bekriegen sich fast ununterbrochen. Der Häuptling der Wolani wurde von seiner dritten Frau getötet - sie hatte sich geweigert, mit ihm zu schlafen, und war mit ihrem Liebhaber durchgebrannt. Der Stamm des getöteten Häuptlings verlangt eine Wiedergutmachung und droht mit Krieg. Geld nimmt er jedoch nicht an, es ist hier wertlos; die einzige anerkannte Währung sind Kaurischnecken.

17:15 - 18:00, 3SAT
Piratengold für England geschichte.gif (1360 Byte)

Unterstützt von der englischen Königin Elisabeth I. kaperte Francis Drake, der 1580 zum Sir geadelt wurde, die spanische Silberflotte und zog so den Zorn Spaniens auf sich. 'Sphinx' begibt sich auf die Spuren des legendären Piraten Sir Francis Drake.

Sir Francis Drake wurde wahrscheinlich 1539 im englischen Crowndale geboren. Er starb 1596 in Panama.

pirat.jpg (49784 Byte)

18:05 - 19:00, arte
Die Trommler von Burundi ausrufezeichen2.gif (1830 Byte)

Dreimal pro Woche trifft sich Célestin Nzeyimana mit anderen Mitgliedern seines Vereins Ruciteme. Die Truppe verbringt viele Stunden mit dem Einstudieren ihrer Choreografien. Bei spontanen Auftritten auf den Straßen von Brurundis Hauptstadt Bujumbura können sich die Künstler des Interesses der Passanten sicher sein.

Die bis zu 100 Kilogramm schweren Trommeln werden ausschließlich aus dem Holz des Umuvugangoma ('Trommelbaum') hergestellt, der nur im Landesinneren von Burundi wächst.

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19:15 - 20:00, Phoenix
Der Kontinent ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) fauna.gif (2335 Byte)

Nach der Eiszeit ist Europas Klima nun mild wie nie zuvor und schafft günstigste Bedingungen. Sammler, Jäger, Bauern und Armeen nehmen Einfluss auf die Natur und verändern den Kontinent in rasanter Geschwindigkeit.

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19:30 - 20:15, arte
Faszinierende Wildnis fauna.gif (2335 Byte)

Fische können fliegen, Strom erzeugen, Blut saugen, Kiefer von viereinhalb Meter Länge haben, in heißen Sodaseen oder unter der Eisschicht der Antarktis leben. Haie, Teufelsrochen, Tiefsee-Anglerfische, Seepferdchen - Fische in zahllosen Varianten beherrschen die Meere. 'Faszinierende Wildnis' führt den Zuschauer auf eine unvergessliche Reise: Von der offenen See hin zu Korallenriffs und von einem sturmgebeutelten Küstengebiet in unergründliche, stille Tiefen. Man sieht Fächerfische beim Jagen, Hechtschleimfische im Paarungskampf und die geheime Welt von balzenden Fetzenfischen und Felsengrundeln.

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20:15 - 21:00, 3SAT
Geheimnis am Indus geschichte.gif (1360 Byte)

In den 1920er Jahren wird im Ufergebiet des Indus eine Metropole aus dem dritten Jahrtausend vor Christus entdeckt: Mohenjo Daro, das Zentrum einer Zivilisation, die Ägypten und den Städten Mesopotamiens gleichrangig war. An die 100.000 Einwohner zählte die Stadt, die auf künstlichen Plateaus mit breiten Alleen wie am Reißbrett entworfen erbaut wurde. Die ungewöhnliche Bauweise von Mohenjo Daro - sie besteht aus Millionen einheitlicher Ziegel - hat schon ihre Entdecker fasziniert: Wohnhäuser mit moderner Raumaufteilung und jeweils eigenen, nicht öffentlichen Brunnen, Straßen mit Abwasser-Kanalisation und wie nach einem Bebauungsplan getrennte Produktions- und Wohnviertel. Die Vermutung von Michael Jansen, Professor für Stadtbaugeschichte an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen , der Mohenjo Daro seit 30 Jahren erforscht: Mohenjo Daro ist das Ergebnis eines Schwellenereignisses der Menschheit, eines einzigartigen zivilisatorischen Sprungs. Innerhalb von nur 50 Jahren explodierte am Indus der Fortschritt auf geradezu allen Gebieten, eine Schrift wurde erfunden, Großsiedlungen entstanden, die ihre Produktionsstätten auslagerten und Handel über Tausende von Kilometern trieben. Aber wer waren die Lenker dieses Umbruchs, wer waren die Herrscher von Mohenjo Daro? Wenig ist bekannt über sie, die raren Hinweise wie etwa die Kleinplastik des sogenannten 'Priesterkönigs' geben Rätsel auf, die Schriftzeichen, die auf Siegeln entdeckt wurden, sind noch nicht entziffert, erst zehn Prozent der Stadt sind ausgegraben, die Erforschung der Indus-Zivilisation steht noch immer fast am Anfang. Ebenso rätselhaft ist der Untergang der Metropole vor 4.000 Jahren. Ohne Zeichen von Zerstörung, Krieg oder Vertreibung gaben die Bewohner die Stadt auf, die bald unter dem Schwemmland des Indus verschwand. Michael Jansen führt in dem Film 'Das Geheimnis der Induskultur - Die antike Stadt Mohenjo Daro' durch die Geheimnisse der antiken Stadt.

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20:15 - 21:00, NDR
Karelien ausrufezeichen2.gif (1830 Byte)

Sergei wächst in einem Sieben-Seelen-Dorf in russisch Karelien auf. Hier, an der Grenze zu Finnland, leben die Menschen inmitten unberührter Wälder als Selbstversorger. Schattenseite der Idylle: Es gibt keine Mädchen. Sergei muss sich entscheiden zwischen einem Leben in der Natur oder einem als Minenarbeiter in der entfernten Industriestadt. Über fünf Jahre begleitet Filmemacher Petteri Saario den Jungen beim Fischen und auf der Jagd, taucht in die mystische Welt der Karelier ein.

Karelien ist zur Hälft finnisch, zur Hälfte russisch. Die Grenze wurden 1947 festgelegt.

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21:00 - 21:45, NDR
Die Murmeltiere von Kasachstan fauna.gif (2335 Byte)

Nirgendwo auf der Welt ist man weiter vom Meer entfernt als in Kasachstan. Der größte Teil des Landes ist endlose, karge Steppe. Doch überall dort, wo es Wasser gibt, verwandelt sich das Land im Frühling in ein Blütenmeer. Bereits im Spätsommer bereiten sich die Murmeltiere auf die eisige Jahreszeit vor, bevor sie für sieben lange Monate Winterschlaf halten.

Kasachstan liegt in Zentralasien, zwischen dem Kaspischen Meer im Westen und dem Altai im Osten. Auf 2,7 Millionen qkm - fast achtmal so groß wie Deutschland -leben gerade mal 16 Millionen Menschen.

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23:35 - 01:10, MDR
Rubljovka - Straße der Glückseligkeit

Die Verkehrsader Rubljovka verbindet Moskau mit der russischen Provinz. Schon immer zog diese Gegend die herrschende Elite an. Auch Wladimir Putin wohnt dort. Die Paläste der Neureichen verdrängen die letzten Hütten der Armen, wie die von Ljubov Jermilina .

Info: Die Dreharbeiten waren nicht einfach: Ständig wurde das Filmteam vom russischen Geheimdienst FSB, Polizei und den Wachdiensten behindert und bedroht.

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