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Dienstag,
07.09.2010 |
| 00:40 - 01:30,
Phoenix |
Auf dem Polarkreis unterwegs
 Am Rande der Arktis um die halbe Welt: NDR-Reporter Klaus
Scherer reist vom Nordwesten Alaskas über Kanada bis nach Grönland - zu Gast bei
Völkern, die seit Jahrtausenden im Einklang mit der Natur leben. Er feiert den Walfang
mit den Inuit , besucht die Gwich'n-Indianer in Kanada sowie die Eislochfischer auf der
größten Insel der Erde. Im Hundeschlitten bewältigt die Kamera-Crew die Schneewüste,
im Helikopter Buchten voller Eisberge, im Propellerflugzeug ferne Gebirgsgipfel - so
entlegen, dass sie nicht einmal Namen haben. 2. Teil am 17.4.
Übersetzt bedeutet Inuit 'Mensch'. Erste Vorfahren wanderten 3000 v. Chr. von Asien nach
Alaska. Heute gibts rund 150000 Inuit.

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| 01:30 - 02:15,
Phoenix |
Auf dem Polarkreis unterwegs
 Der zweite Teil seiner Abenteuerreise durch die Arktis
führt NDR Reporter und Grimme- Preisträger Klaus Scherer durch den Norden Kanadas, über
die Baffininsel bis zur Ostküste von Grönland. In diesen Gebieten findet man zottelige
Moschusochsen in der Tundra, Eisbären auf Küstenfelsen, wilde Gräber verschollener
Entdecker. Klaus Scherer und sein Kamerateam treffen auf weitere Inuit-Stämme, einen
passionierten Ochsenzähler und einen lange verleugneten Enkel des Seefahrers Roald
Amundsen. Sie besuchen Kinder in der Schule, die dort wieder die Bearbeitung von
Rentierfellen erlernen, und Eskimo-Familien, deren Alltag sich wie im Zeitraffer
verändert. Auf dem Hundeschlitten überquert das Filmteam Pässe und an der Seite von
Hubschrauberpiloten Buchten voller Eisberge. Die Arktisbewohner machen sie auf die Folgen
des Klimawandels aufmerksam: Den Eisbären an Land fehlen inzwischen drei jagdreiche
Wochen auf dem Packeis, das später gefriert und eher schmilzt als früher. Eine
Inuit-Aktivistin nennt die bedrohte Arktis ein Barometer für das Schicksal der gesamten
Erde. Die Schlussetappe der Reise beendet Scherer im grönländischen Tasiilaq, wo die
Gletscher des Inlandeises auf die Gebirge der Küste treffen und Eislochfischer die Fjorde
bevölkern. Nur wenige Stunden Tageslicht blieben dem Team dort, um zu drehen. 'Gerade
dort aber', so Scherer, 'hüllte die tiefstehende Polarsonne die Häuser in das
geheimnisvollste Licht der Reise.'

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| 02:15 - 03:00,
Phoenix |
Polaris - Seele des Nordens
 Es ist eine der wildesten und lebensfeindlichsten Regionen
der Erde: der hohe Norden jenseits des Polarkreises. Das Leben der Menschen hier, unter
dem Nordstern Polaris, bedeutet einen ständigen Kampf gegen die Naturgewalten. Was hat
sie hierher gebracht - wie leben und überleben sie - und warum bleiben sie? Ein ZDF-Team
ist nach Grönland, Finnland und Sibirien aufgebrochen, und hat drei Familien begleitet.
Dreimal haben sie einen fremden Alltag kennen gelernt, ganz eigene Freuden, Sorgen und
Sehnsüchte - und sind dabei der erstaunlichen Seele des Nordens näher gekommen. Drei
sehr verschiedene Familien - drei völlig unterschiedliche Orte. Und doch verbindet diese
Menschen etwas. Sie alle leben weit hinter dem Polarkreis - in Grönland, Finnland und
Sibirien - in einer der unwirtlichsten Regionen der Welt. Sie haben gelernt, dort zu
überleben, wenn auch mit ganz unterschiedlichen Strategien. Und sie haben dort ihre
Heimat gefunden, wo viele freiwillig nicht leben würden. Drei Familien, drei Geschichten.
Der grönländische Fischer und Jäger Fritz Johansen (40) lebt in einer der nördlichsten
bewohnten Siedlungen der Erde, mit seiner Frau und der gerade mal 18-jährigen Tochter,
die bereits selbst ein Baby hat. In den Sommerferien soll sein 15-jähriger Sohn mit ihm
zusammen das Jagen lernen - und entscheidet sich gegen den Willen der Eltern, die Schule
zu verlassen, um weiter auf dem Meer sein zu können. Der sibirische Pilot Oleg Karlik
(39) wohnt mit seiner Frau Natascha und dem achtjährigen Sohn Sergej nahe dem Kältepol
der Erde. Sein Hubschrauber bedeutet für die Menschen der Tundra die einzige Verbindung
zur Welt. Am längsten Tag des Jahres begleitet ihn sein kleiner Sohn zu einem tragischen
Rettungsflug. Und die Tierärztin Marja Nuorgam lebt im einsamen Norden Finnlands, mit
ihrem Mann, dem Rentierzüchter Jorma, ihren zwei Töchtern (Aili 12 und Ida 14) und dem
Sohn Ville (9). Aili hilft in den Ferien der Mutter, auf der Suche nach einer eigenen
Perspektive für die Zukunft: Welche Möglichkeiten bietet ihr der Norden?

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| 03:00 - 03:45,
Phoenix |
Polaris - Seele des Nordens
 Der Winter - in Grönland für die Johansens die Zeit der
Hundeschlitten und der großen Jagden, in Finnland muss Tierärztin Marja sich um die
Rentiere kümmern, und im nördlichen Sibirien wird Olegs Hubschrauber zur Nabelschnur in
der eisigen Tundra. Die Polarnacht - die härteste Zeit des Jahres. Aber die Menschen des
Nordens dramatisieren ihr Schicksal nicht. Sie zeigen ganz schlicht, wie sie sich in ihrer
lebensfeindlichen Heimat eingerichtet haben und den oftmals gefährlichen und dramatischen
Entwicklungen standhalten. 'Polaris' ist eine Begegnung mit charismatischen Menschen, die
eine interessante Vergangenheit haben und ein spannendes Leben, Familien, die verschiedene
Kulturen vereinen. Die Frage, warum jemand an so einem Ort lebt, ist ein wichtiges Thema.
Die Menschen erzählen sich gegenseitig, was sie hierher getrieben hat - und was sie an
diesem Ort hält. Meist sind das sehr bewegende Geschichten von Armut und Verbannung -
aber auch von neu entdeckten Schönheiten und Liebe. Insofern ist die jeweilige
Familiengeschichte Teil des Films - auch weil sie immer die spezielle Geschichte des
Landes widerspiegelt. Immer wieder geht es dabei um die Einsamkeit. Vielfach sind die
Menschen hier völlig auf sich selbst gestellt. Doch daher rührt auch eine große
Herzlichkeit und Hilfsbereitschaft. Man freut sich, Menschen zu begegnen und sich mit
ihnen zu unterhalten. Und jeder weiß, was es bedeutet, wenn einem in der Not keiner hilft
- urplötzlich hängt von einer helfenden Hand das Leben ab. Das ist eine Erfahrung, die
alle Menschen im Norden verbindet. Trotz aller Verschiedenheiten gewinnen die drei
Familien, die einander nicht kennen und die ganz entfernten und völlig verschiedenen
Kulturkreisen angehören, auf ganz unterschiedlichen Wegen doch gemeinsame, existenzielle
Erkenntnisse. Eine Annäherung an die Seele des Nordens.

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| 04:30 - 05:10,
Phoenix |
Totentanz im Wilden Westen
 Im
Jahr 1876 hatten die Indianer ihren letzten Erfolg im Kampf gegen die weißen Siedler.
Krieger des Häuptlings Sitting Bull töteten am Little Big Horn General Custer und 260
Kavalleriesoldaten. Ein Da- tum, das für die Sieger das Ende ihrer Nomadenkultur und für
die Besiegten den Beginn einer Heldensaga markierte. Archäologen haben das Schlacht- feld
untersucht und mit den Nachfahren das Ereignis rekonstruiert.
In Custers Regiment kämpften auch 107 deutsche Auswanderer, 31 von ihnen starben.

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| 08:00 - 08:45,
arte |
Überleben am Manila Express
 Der 'Manila-Express' hat seine Gleise nicht für sich
allein. Menschen wie die Fischverkäuferin Editha Jayko haben direkt an den
Schienensträngen Wohnungen und Verkaufsstände gebaut. Mitten durch diese ungewöhnliche
Nachbarschaft fährt der Lokführer Cesar Capena täglich 30 Kilometer vom Zentrum der
Metropole Manila in den Süden und zurück.

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| 09:15 - 10:00,
arte |
Unterwegs auf dem Dach der
Welt  Lijiang liegt in der chinesischen Provinz Yunnan, im
Südwesten des Landes. Der Ort ist die ehemalige Hauptstadt der Naxi. Dieses Volk stellt
eine der 25 Minderheiten in Yunnan dar, die der Dongba-Kultur angehören. Zugleich ist
Lijiang eine wichtige Kreuzung der Teestraße mit dem Verbindungsweg zwischen Yunnan und
Tibet. Der amerikanische Botaniker und Sinologe Joseph F. Rock erforschte diese Region in
den 20er Jahren und entdeckte dabei unter anderem die Hieroglyphen der Dongba-Kultur. Er
bereiste die im Westen nahezu unbekannten Grenzgebiete zu Tibet und gelangte auch in das
sagenumwobene Shangri-La, dessen perfekte Gesellschaft der britische Schriftsteller James
Hilton in seinem utopischen Roman 'Lost Horizon' als ein himmlisches Paradies auf dem Dach
der Welt beschrieb. Der Zuschauer erfährt außerdem, dass der Anbau der Teepflanze und
die gesamte Teekultur für die Bevölkerung dieser Bergregion im Himalaya einen hohen
Stellenwert besitzen.

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| 11:20 - 12:00,
3SAT |
Wasser, Wälder, wilde Täler
 Der
Hochschwab in der Obersteiermark ist kein Berg, sondern ein Gebirgsstock mit mehr als 100
Gipfeln. Er bietet ein Refugium für die Pflanzen- und Tierwelt. Waldreichtum kennzeichnet
die Region. Das klare Wasser aus diesem Massiv versorgt mehr als die Hälfte der Wiener
Haushalte. Einen Kontrast zur Natur bildet das Pilgerzentrum Mariazell, dessen Basilika
vor allem Gläubige aus den Ländern der ehemaligen Donaumonarchie anzieht. Die
Obersteiermark ist aber auch ein touristisches Highlight: ein abwechslungsreicher
Landstrich mit weiten Hügeln und schroffen Bergmassiven, dunklen Seen, wilden Flüssen
und vielen reizvollen historischen Dörfern. Der Film stellt die Gegend um den Hochschwab
vor. |
| 13:00 - 13:30,
arte |
| Auf nach Europa! Spieluhren,
Leierkästen und Karusselle bringen Carlo heute noch zum Schwärmen: 60 Jahre lang war der
Italiener als Schausteller auf Jahrmärkten zu Hause. Jetzt hat er sich im Dorf Vigone zur
Ruhe gesetzt und einen großen Ausstellungsraum voll mit Erinnerungsstücken an seine
Schaustellerkarriere eingerichtet. Carlo vermisst sein Schaustellerleben und ist häufig
auf Jahrmärkten zu Gast, wenn er nicht gerade Modell bei einem befreundeten Bildhauer
steht oder sich im Café mit hübschen Frauen unterhält. Denn der Mittsiebziger flirtet
für sein Leben gern. Seine große Liebe ist und bleibt aber der Jahrmarkt - und seine
Frau Olga, die er bis heute immer wieder mit Blumen überrascht. |
| 14:00 - 14:45,
arte |
Der Tiger und der Mönch  200 Kilometer
westlich von Bangkok befindet sich das 1994 gegründete Kloster Wat Pa Luangta. Hier leben
Mönche und 16 Tiger friedlich zusammen. Die Klosterbewohner verehren ihre heiligen
Raubkatzen. Doch das zuständige Ministerium für Forstwirtschaft droht seit Jahren, die
Tiere zu konfiszieren.
Die Tiger sind zur Touristenattraktion avanciert. Allerdings kritisiert die
Tierschutzorganisation 'Care for the Wilde' vehement die nicht artgerechte Haltung der
Raubtiere.

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| 14:15 - 15:00,
NDR |
| Bilderbuch Deutschland Die
B 3 ist mit ihren 800 Kilometern die drittlängste Bundesstraße in der Bundesrepublik.
Sie beginnt an der Schweizer Grenze bei Basel und endet hinter Hamburg bei Buxtehude. Rund
200 Kilometer der B 3 führen durch Hessen. Auf diesem Teilstück wird auch das bekannte
Radrennen 'Rund um den Henninger Turm' gefahren. Der Film folgt dieser Strecke und
erzählt von Menschen und Orten, die durch die Straße geprägt sind. Zum Beispiel von dem
Brummi-Fahrer und seinem täglichen Kampf um Pünktlichkeit, von dem Winzer, der an der B
3 seine Weinberge bestellt, von der Gesellschaft für Schwerionenforschung, einem der
bedeutendsten Forschungszentren Europas, und einer benachbarten Kirche, die sich in ihrer
künstlerischen Gestaltung auf die Arbeit der Wissenschaftler bezieht. Der radelnde
Schriftsteller Matthias Altenburg ist ein 'Fan' der B 3. Viele seiner Romane lässt er an
Orten links und rechts der Bundesstraße spielen. Zwei Stationen in Nordhessen
verdeutlichen die Verkehrsentwicklung des ehemaligen Handelsweges: das VW-Werk in
Baunatal, größter Arbeitgeber der Region, und das Brauhaus Knallhütte, früher ein
wichtiger Rastplatz für Fuhr- und Kaufleute, heute beliebtes Ausflugslokal.

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| 14:30 - 14:55,
B3 |
Willi wills wissen  Eis, Wasser und Feuer - darum geht
es bei Willis Reise zur Vulkaninsel Island. Willi hat eine Verabredung an einem
Gletschersee. Die Isländerin Hlin erwartet ihn an Bord eines ungewöhnlichen Gefährts:
einem Amphibienfahrzeug. Gemeinsam erkunden die beiden damit die riesigen Eisbrocken, die
der größte Gletscher Europas, der 'Vatnajökull', regelmäßig in den See 'kalbt'. Auf
Island gibt es mehr als 30 aktive Vulkane. Weil die vulkanische Hitze unter der Erde auch
das Grundwasser erwärmt, gibt es überall auf der Insel heiße Quellen. Mit Heimir
besucht Willi einen typisch isländischen Strand. Der ist tiefschwarz. Auch das haben die
Isländer den Vulkanen zu verdanken, erfährt Willi.

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| 14:45 - 16:45,
arte |
Verdammt in alle Ewigkeit
 Pearl
Harbor 1941, kurz vor dem Angriff der Japaner: Korporal Pewitt (Montgomery Clift) will nie
wieder einen Boxring betreten, nachdem einer seiner Gegner bei einem Kampf erblindet ist.
Doch als sein bester Freund Maggio (Frank Sinatra) im Straflager totgeprügelt wird, sieht
Pewitt rot.
Die eine Million Dollar teure Produktion spielte 18 Millionen ein und zählte damit zu den
zehn erfolgreichsten Filmen der 50er-Jahre.

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| 14:45 - 15:30,
H3 |
Karelien - Wo Russland
finnisch ist  Sergei wächst in einem Sieben-Seelen-Dorf in russisch
Karelien auf. Hier, an der Grenze zu Finnland, leben die Menschen inmitten unberührter
Wälder als Selbstversorger. Schattenseite der Idylle: Es gibt keine Mädchen. Sergei muss
sich entscheiden zwischen einem Leben in der Natur oder einem als Minenarbeiter in der
entfernten Industriestadt. Über fünf Jahre begleitet Filmemacher Petteri Saario den
Jungen beim Fischen und auf der Jagd, taucht in die mystische Welt der Karelier ein.
Karelien ist zur Hälft finnisch, zur Hälfte russisch. Die Grenze wurden 1947 festgelegt.

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| 15:15 - 16:00,
RBB |
| Bilderbuch Rudolstadt
ist wirklich märchenhaft. Mit engen Gassen, kleinen Fachwerkhäusern und einer
Villengegend, die vom einstigen Reichtum erzählt. Darüber die mächtige Silhouette der
Heidecksburg, mit ihren 360 Räumen ein recht groß geratenes Wahrzeichen für das 24.000
Einwohner zählende Städtchen mitten im Thüringer Wald. Wir erkunden Rudolstadt mit
Dieter Lösche und seinem Fotoapparat. Sein Urgroßvater gründete 1852 ein Fotoatelier.
Sein Sohn führt den Laden in fünfter Generation fort. Der 80-jährige Dieter Lösche ist
Herr über ein mehrere Tausend Fotos umfassendes Bildarchiv. Und täglich kommen neue
hinzu. Denn bis heute dokumentiert er mit seiner Kamera jede Veränderung der Stadt. Die
frisch gestrichenen Fassaden, die ordentlich gepflasterten Straßen, Abriss und Neubau.
Die 'gläserne' Porzellanmanufaktur und die alte Richtervilla, und natürlich die
berühmten Ankerbausteine, die nach der Wende eine Neuauflage erlebten. Aber auch weithin
Unbekanntes, wie die Thüringer 'Olitäten', Essenzen aus Kräutern, die früher von
sogenannten 'Buckelapothekern' in ganz Europa verkauft wurden. Im 'Bilderbuch' bringen uns
Rudolstädter wie Dieter Lösche das jeweils Reizvolle an ihrer Stadt nahe. Der
Theatermusiker Thomas Voigt seine Begeisterung für die Ankerbausteine, der Porzelliner
Udo Dittrich die alte Tradition der Porzellanherstellung und die 'Kräuterhexe' Regina
Martin die fantastische Landschaft, in die Rudolstadt eingebettet ist. Der hauptberufliche
Bratwurstbrater Horst Marquardt, von allen nur 'Wurstmaxe' genannt, präsentiert
natürlich die weltbeste Thüringer Bratwurst. Einmal im Jahr erwacht die Stadt aus ihrem
Dornröschenschlaf: beim Folkfest. Dann ist die Welt zu Gast in Rudolstadt. Aus dem
beschaulichen Tanzfest zu DDR-Zeiten ist mittlerweile das größte
Folk-Roots-Weltmusik-Festival Deutschlands geworden. Eine Kleinstadt außer Rand und Band!

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| 15:15 - 16:00,
NDR |
Helgoland - Vogelparadies auf
steilen Klippen  Die winzige Felseninsel Helgoland liegt inmitten der
Nordsee. Tiere und Pflanzen finden hier einzigartige Lebensräume vor. Nur hier gibt es in
Deutschland einen Vogelfelsen, den Lummenfels. Er wurde nach den possierlichen Lummen
benannt, Alkenvögel, die in großer Zahl auf den schmalen Felsbändern der Klippen in
schwindelerregender Höhe ihr einziges Ei legen. Die halb erwachsenen Küken, die noch
nicht fliegen können, müssen im Sommer eine große Mutprobe bestehen und aus bis zu 40
Metern Höhe von der Klippe in das Meer springen. Denn Lummen sind echte Hochseevögel,
die das Land nur zur Brutzeit aufsuchen. Die Eltern versorgen ihre Kleinen auf dem Meer
mit Nahrung und schwimmen mit ihnen gemeinsam in Richtung Skandinavien. Aber auch andere
Seevögel, wie die Dreizehenmöwen und die Baßtölpel - trotz ihres Namens elegante
Flieger und Taucher - haben die Helgoländer Klippen zu ihrem Brutplatz erkoren. Am Fuß
der Insel liegt das einzigartige Felswatt. Dort leben die letzten Hummer, eigentlich das
Wappentier von Helgoland, dessen Bestand in erschreckendem Maße geschrumpft ist. Wer
vorsichtig ist und sich ruhig verhält, kann frühmorgens sogar Seehunde auf ihren
Ruheplätzen beobachten.

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| 15:30 - 16:00,
H3 |
Eisenbahn-Romantik  12. August 2010: der
erste offizielle Zug fährt in den Bahnhof Oberwald im Wallis ein. Das Ziel des
Wiederaufbaus der legendären Furka-Bergstrecke ist erreicht. Knapp drei Jahrzehnte hat
dieser Kraftakt gedauert, nachdem die Bergstrecke 1982 durch den Basistunnel überflüssig
und geschlossen worden war. Der Arbeit unzähliger Freiwilliger, den sogenannten
Fronarbeitern, ist es zu verdanken, dass diese legendäre Bahnstrecke samt Fahrzeugen
wiederauferstanden ist. Auf der rund achtzehn Kilometer langen meterspurigen Strecke
kommen original Zahnradlokomotiven zum Einsatz, die in königsblau stolz durch das
Hochgebirge klettern. Wir berichten von der Wiedereröffnung, vom Streckenaufbau, von
Schneeräumaktionen, bei denen Stationsgebäude und die Strecke unter den Schneemassen mit
dem Echolot geortet werden müssen und vom Aufbau der berühmten Steffenbach-Klappbrücke.
Aus dem Furkamärchen ist im Sommer 2010 Bahnrealität geworden. |
| 15:30 - 16:00,
3SAT |
Im Zug auf das Dach der Welt
 Mao Tsetung träumte von ihr: der Zugstrecke von Peking nach
Tibet. Heute verbinden Chinas Hauptstadt und das tibetische Lhasa 4.000 Gleis-Kilometer.
Ein Viertel der Strecke liegt höher als 4.000 Meter. Der erste Zug hat die Strecke im
Sommer 2006 überwunden. Atemberaubende Landschaft, dünne Luft und drei schwere
Lokomotiven - Zutaten für eine einzigartige Zugfahrt und politische Konflikte. Die
Isolation von Tibet ist Vergangenheit. Der Bau der Eisenbahnstrecke verschlang über drei
Milliarden Euro und wird als Zeichen neuer nationaler Stärke Chinas bejubelt. Der Dalai
Lama und die tibetische Exilregierung hoffen, dass die Bahn der Bevölkerung Gutes bringt,
fürchten aber eine noch stärkere Zuwanderung chinesischer Siedler. Der Zug ist schon
jetzt für Wochen ausgebucht. Jochen Graebert und sein Team unternehmen für den Film 'Im
Zug auf das Dach der Welt' eine Reise, bei der ein Zwischenstopp zur körperlichen
Anstrengung wird. |
| 15:30 - 15:55,
B3 |
Felix und die wilden Tiere
 Vor rund 30 Jahren
haben Wissenschaftler zum ersten Mal die frei lebenden Löwenäffchen, die nur an der
Küsten Brasiliens vorkommen, gezählt. Man entdeckte nur noch 100 Exemplare - viel zu
wenige, um das Überleben der kleinen südamerikanischen Affenart zu garantieren. Alle
Zoos auf der Erde wurden alarmiert und man fand heraus, dass in deren Affengehegen weitaus
mehr Löwenäffchen lebten als in den zusammengeschrumpften Waldstücken Brasiliens. Felix
berichtet über das Projekt 'Micro Leon', das zur Rettung der Löwenäffchen ins Leben
gerufen wurde. |
| 16:00 - 16:45,
H3 |
Die letzten Paradiese  Für viele ist die
Karibik der Inbegriff eines Naturparadieses. Doch Belize, so groß wie Hessen und zwischen
Guatemala und Mexico gelegen, bietet mehr. Dichter Dschungel, verborgene Maya-Tempel und
unerforschte Höhlen locken Abenteurer aus aller Welt in den kleinen mittelamerikanischen
Staat. Die ausgedehnten Regenwälder haben nicht nur eine einzigartige Tierund
Pflanzenwelt bewahrt, sondern auch das ein oder andere Geheimnis der Maya-Kultur. Die
Suche nach den verborgenen Schätzen wird zum exotischen Abenteuer. Begegnungen mit
giftigen Schlangen, Klammeraffen, farbenprächtigen Vögeln, heiligen Brüllaffen,
Ameisenbär und Ozelot sind an der Tagesordnung. Aber gelingt es auch, den König des
Dschungels zu treffen, den Jaguar? Bekannt ist Belize aber auch durch eine geologische
Besonderheit: das Blue Hole, das 'Blaue Loch'. Das vor rund 10.000 Jahren vor der Küste
entstandene meerwassergefüllte, dunkelblaue, 100 Meter tiefe Loch ist ein Mekka für
Taucher aus aller Welt. Hier trifft man riesige Schildkröten, hungrige Haie und
anhängliche Stachelrochen. Reizvoll, aber äußerst gefährlich ist das Tauchen in
Höhlen. Nur mit dem berühmten Ariadne-Faden sollte man sich in die unergründlichen,
tiefschwarzen Schläuche begeben - sonst wird es ein Tauchgang ohne Wiederkehr.

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| 16:00 - 16:45,
3SAT |
Tibetisch heilen im Himalaya
 Bis 1992 war das
ehemalige Königreich Spiti im indischen Himalaya für Fremde nicht zugänglich. In dieser
kargen Bergwüste an der Westgrenze von Tibet hat sich eine große, über 1.000 Jahre alte
Heiltradition erhalten. Die Ärzte, die nach der tibetischbuddhistischer Methode heilen,
werden 'Amchis' genannt. Amchi zu sein ist in Spiti eine religiöse Aufgabe. Die meisten
der 45 Amchis in den 45 Dörfern sind Ärzte in Familientradition und werden neun Jahre
lang vom Vater ausgebildet. Die Pflanzen, Wurzeln, Mineralien und Steine, die sie für
ihre komplexe Medizin brauchen, sammeln sie selbst. Dafür ziehen sie jedes Jahr im
Frühsommer in die Berge - eine schwere Aufgabe und ein großes Abenteuer. Die Suche
führt sie durch die grandiose Berglandschaft des indischen Himalaya zu geheimen Plätze
an der tibetische Grenze auf 5.000 Meter und höher, wo die heilkräftigsten Pflanzen
wachsen und die mineralienhaltigsten Steine zu finden sind. Die uralten tradierten
Rezepturen der Amchis helfen zuverlässig gegen viele Krankheiten und sind frei von
Nebenwirkungen. Kein Wunder, dass sich immer mehr westliche Ärzte für die
tibetischbuddhistische Lehre vom Heilen mit ihrem ganzheitlichen Medizinkonzept
interessieren. Der Film 'Tibetisch heilen im Himalaya' zeigt Leben und Arbeit von vier
Amchis, die nach tibetischbuddhistischer Methode heilen.

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| 16:45 - 17:30,
3SAT |
Tibets blinde Kinder  Das Leben der
Menschen in Tibet, der höchsten Region der Erde, ist hart, die Blindenrate eine der
höchsten der Welt. Verursacht durch den Ruß der traditionell offenen Feuerstellen, der
intensiven Sonneneinstrahlung und Vitamin-A-Mangel. Zeelong ist ein kleines Dorf in der
tibetischen Hochebene. Dort lebt der 13-jährige Loupsan. Er ist seit vielen Jahren blind.
Seine Eltern sind einfache Bauern und können sich nicht genügend um ihn kümmern. Auch
die Schule im Dorf hat keine Möglichkeiten, Loupsan unterzubringen und am Unterricht
teilnehmen zu lassen. Vom Lehrer hat er gehört, dass es in Lhasa, der Hauptstadt Tibets,
eine Schule für blinde Kinder gibt. Seither träumt er davon, in diese Schule zu gehen.
Sein Traum wird wahr als ein Mitarbeiter der Schulbehörde ihn in die Blindenschule
bringt, die 1997 von der Deutschen Sabriye Tenberken aufgebaut wurde. Fast ganz ohne
behördliche Aufsicht beobachteten Uwe Gooss und Micha Bojanowski für ihren Film 'Tibets
blinde Kinder' das alltägliche Leben in dem kleinen Bergdorf und bekamen so einen
Eindruck von den Lebensbedingungen der Menschen in dieser Region. Ihr Film begleitet den
kleinen Loupsan in seinem Dorf und auf seinem Weg in die Blindenschule nach Lhasa. |
| 16:45 - 17:35,
arte |
Geheimnisvolle Völker  Im
Norden Brasiliens, in einem der letzten weitgehend unerforschten Regenwälder der Welt,
lebt der Stamm der Zo'e. Ihre Sprache und ihre Kultur sind der restlichen Welt fast
völlig unbekannt. Sie sind seminomadische Jäger und Sammler, wobei ihre bevorzugte Beute
aus Affen besteht, die in ihrer Region häufig vorkommen. Ihre Jagdgründe sind so
weitreichend, dass sie keine Vorstellung von Territorien haben. Sie glauben, dass das Land
niemandem gehört. Man erkennt die Zo'e am Poturu, einem hölzernen Piercing in der
Unterlippe. Ab dem Alter von sechs Jahren tragen sowohl Jungen als auch Mädchen diesen
Schmuck. Sie wissen nicht, woher dieser Brauch kommt, wichtig ist für sie nur, dass er
sie von allen anderen Stämmen unterscheidet.

|
| 17:30 - 18:15,
arte |
| Seid gesegnet, Genossen! Seine
Gemeinde umfasst mehr als 200.000 Quadratkilometer in Chinas Süden, der Provinz Yunnan.
Mit dem Geländewagen ist Pater Tao tagelang unterwegs über schneeverwehte Pässe bis in
entlegenste Täler an der Grenze zu Tibet. Wenn mal wieder ein alter Reifen platzt, geht
es zu Pferd oder zu Fuß weiter. Unermüdlich ist der junge Geistliche unterwegs, um die
etwa 80.000 Gläubigen zu betreuen. Es gibt unendlich viel zu tun für Pater Tao: Listig
kämpft er um die Rückgabe von Kirchenbesitz. Dutzende Gotteshäuser müssen renoviert,
Krankenhäuser und Dorfschulen gebaut werden. Pater Tao reist vor allem als Sozialarbeiter
im westlichen Sinne, denn seit Maos gnadenloser Verfolgung von Missionaren, Mönchen und
Nonnen müssen Chinas Geistliche noch immer vorsichtig sein. Den Papst dürfen sie
offiziell nicht als Oberhaupt der Kirche anerkennen. Es regieren die Roten Kaiser im
fernen Peking, und die fordern von Chinas Gläubigen vor allem Patriotismus. Pater Tao
predigt also vor allem Nächstenliebe - auf Mandarin und stets mit Dolmetscher, denn seine
Gemeinde spricht viele Sprachen. In Yunnans Bergen leben zahlreiche ethnische
Minderheiten, die Völker der Bai und Lisu, die Jingpo, Naxi, Yi - und selbst unter den
Tibetern gibt es Christen. Der Film 'Seid gesegnet, Genossen!' begleitet Pater Tao in
seinem Alltag zwischen Kommunismus und Christentum. |
| 18:00 - 19:00,
arte |
| Ein Dorfladen reist durch
Lettland Im dünn besiedelten Lettgallen fährt Janis Cukmachs mit seinem
klapprigen Kleinbus über die Dörfer. Er liefert Zahnpasta und Brot, aber auch
Grabsteine, Särge und den neuesten Klatsch.

|
| 18:00 - 18:30,
3SAT |
Vom Seidenfluss zum
Silberstrand  Der Lijiang-Fluss und die Kegelberge von Guilin gelten als
die schönste und bizarrste Naturlandschaft Chinas. Sie sind ein 'Muss' für jeden
China-Reisenden und ein idealer Ausgangspunkt, um das autonome Gebiet Guangxi im Süden
Chinas zu erkunden. In der Region leben die Bergvölker der Dong-Minderheit - sie sind
bekannt für ihre seltsamen Heiratsbräuche, ihre wilden Stierkämpfe und exotischen
Gesänge. Aus den Bergen winden sich verschlungene Serpentinen die Reisterassen hinunter
in Richtung Süden. Sie münden in neu erbaute Highways, die den Ostküsten-Boom nach
Guangxi tragen sollen, in die 'Welt-Hosen-Stadt' zum Beispiel. So nennt sich das kleine
Fumian, wo einige hundert Familien täglich eine halbe Million Hosen produzieren. Die
Reise durch Guangxi endet im äußersten Süden, am Silberstrand von Beihai - dort, wo
Chinas neue Mittelklasse auf ganz eigene Weise baden geht. Jochen Graebert ist für seinen
Film 'Vom Seidenfluss zum Silberstrand' abseits von touristischen Massenpfaden unterwegs
und trifft auf faszinierende Menschen und Geschichten.

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| 18:50 - 18:15,
H3 |
service: reisen  'Trinighellu' heißt
der 'Zitternde' - aber sein nostalgisches Gerüttel macht den Charme dieses Zuges aus. Auf
seinen Gleisen lässt sich die Ferieninsel Korsika aus einer ganz eigenen Perspektive
entdecken: Mal führt die Strecke direkt am Meer entlang, dann wieder hoch ins Gebirge. So
ist der 'Trinighellu' Transportmittel für Wanderer und alle, die einfach nur die vielen
Gesichter Korsikas an sich vorbeiziehen lassen wollen. Moderner, aber nicht weniger
abwechslungsreich geht es zu auf der 'Golden Pass Line': Von Montreux bis Luzern durcheilt
der Zug in drei Abschnitten einige der schönsten Schweizer Landschaften - Palmen und
südliches Flair am Genfer See, gefolgt von Bergdörfern, Wäldern, Flusstälern und
steilen Pässen, hinter denen dann die Seen der Urschweiz liegen. Nicht minder grandios
ist das Panorama vor den Fenstern des 'Canadian': Von Toronto bis Vancouver, von den
Großen Seen bis an die Pazifikküste führt die Strecke dieser Transkontinentalbahn quer
durch Kanada. |
| 19:15 - 20:00,
Phoenix |
Der Kontinent  Die Erde vor 500
Millionen Jahren: Die Landmassen der südlichen Halbkugel treiben auf gewaltigen
Magmaströmen nordwärts. Wie aus Einzelteilen eines Puzzles setzt sich ein neuer
Kontinent zusammen. - Mit der 'Geburt Europas' beginnt eine vierteilige Zeitreise, die in
der Vorgeschichte beginnt und mit Ausblicken auf eine mögliche Zukunft endet. Die
Koproduktion von ZDF, ORF und BBC zeichnet die erdgeschichtliche Entwicklung des
Kontinents nach. 4,2 Millionen Euro verschlang die aufwendige Doku für Paralleldrehs in
über 20 Ländern, Computeranimationen und modernste Kameratechnik. Ergebnis: eine
ungewöhnliche 'Heimatkunde' verschiedener Völker und Staaten, die immer mehr zum
geeinten Europa zusammenwachsen.
Info: Das Projekt dauerte über vier Jahre, 150 Naturfilm-Profis wirkten mit. Es gab 600
Drehtage in über 20 Ländern, die Nachbearbeitung am Computer dauerte noch einmal 300
Tage. Budget: 4,2 Millionen Euro.

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| 19:30 - 20:15,
arte |
Faszinierende Wildnis  Reptilien und
Amphibien sind die ältesten Bewohner der Erde und leben heute auf jedem Kontinent außer
der Antarktis in kargen Sand-, Stein- und Eiswüsten. Obwohl Vögel und Säugetiere heute
die dominanteren Tierklassen auf Erden sind, haben Reptilien und Amphibien durchaus ihre
darwinistische Daseinsberechtigung. Die Tiere nutzen ihr urzeitliches kaltblütiges
Körpersystem, kombiniert mit überraschend ausgeklügelten Verhaltensweisen, um die
unwirtlichsten Lebensräume der Erde zu bevölkern. Durch den Einsatz grausamer
Jagdmethoden, verblüffender Mimikrytechniken, mit List und körperlicher Widerstandskraft
gedeihen sie dort, wo sich Säugetiere und Vögel nicht hinwagen. Die Dokumentation zeigt
Frösche, die Fledermäuse jagen, und Komodowarane, die Büffel töten, giftige
Wasserschlangen und eine Riesenanakonda im Kampf mit Kaimanen.

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| 21:45 - 22:00,
3SAT |
Kyoto, Japan - Form und Leere
 Der
Name Kyoto evoziert Bilder von einem Japan vor der Moderne. Rotgestrichene Shinto-Tore,
Kimonos, Kirschblüte, alte Tempel, kahlgeschorene Mönche, Paläste der Kaiser, die dort
1.000 Jahre lang residierten, und Paläste der Shogune, die mit harter Hand regierten.
Kyoto, denkt man, sei eine schöne alte Stadt. Kyoto ist aber eine moderne Großstadt,
eine Millionenstadt, ein Häusermeer ohne Grenze zum benachbarten Osaka. Mitten in der
Betonwüste jedoch, und an ihren Rändern, zu Füßen der die Stadt von drei Seiten
umgebenden Berge, liegen hinter Mauern Inseln der Schönheit: buddhistische Klöster und
ihre bis ins kleinste Detail gestalteten Gärten. Nichts ist dem Zufall überlassen,
nichts einfach gewachsen - alles ist seit Jahrhunderten gestaltet. Dennoch: Ein Mönch mag
sein Leben mit der Pflege eines Zen-Gartens verbringen, doch wird er immerzu bemüht sein,
durch ihn hindurch zu schauen. Denn alle Erscheinungen sind leer. Der Film aus der Reihe
'Schätze der Welt - Erbe der Menschheit' führt nach Kyoto.

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| 22:00 - 22:30,
WDR |
Guadeloupe - Frankreichs
karibischer Schmetterling  Grüne Palmen, weiße Strände, blaues Meer - ein Paradies?
Nicht für die Einwohner der Insel. Sie fühlen sich als Franzosen Zweiter Klasse, leiden
unter Armut und Arbeitslosigkeit.

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