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| Dienstag, 23.03.2010 |
| 11:20 - 11:45,
MDR |
Vergessene Inseln  Mit
seinem neuen Film führt MDR-Filmemacher Thomas Junker die Zuschauer in die Welt vier
faszinierender Inseln in den Weltmeeren. Sein Fokus liegt dabei auf Inseln, die aus
verschiedenen Gründen einmal im Mittelpunkt des Interesses standen, heute aber vergessen
sind. Thomas Junker wird von Tristan da Cunha im Südatlantik über Adak Island im Westen
Alaskas, Palau im Pazifik bis nach Kastellorizo im Mittelmeer reisen. Den 45-jährigen
Filmemacher interessiert vor allem, wie die Menschen dort leben, wie ihr Alltag aussieht,
was und wie sie arbeiten, welche Träume und Sorgen sie haben und wie ihre Kultur
aussieht. Aber auch über die zum Teil extrem beschwerlichen und langen Anreisen auf die
Inseln wird Junker in seinen Film berichten. So erfolgte beispielsweise die siebentägige
Schiffsanreise nach Tristan da Cunha bei heftigen Orkanstürmen mit bis zu 15 Meter hohen
Wellen. Tristan da Cunha, die Insel am Ende der Welt, lag einst auf der Route der
stolzesten Segelschiffe entlang der Handelswege im 18. und 19. Jahrhundert. Heute leben
nur noch sieben Familien dort. Die Insel gilt inzwischen als die abgelegenste Siedlung der
Erde und ist nur per Fischerboot zu erreichen.

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| 12:30 - 13:00,
3SAT |
| Surfer, Schweine,
Chili-Schoten Baske ist, wer baskisch spricht - diese Regel gilt in
Frankreich wie in Spanien. Nur nördlich der Pyrenäen definieren sich die Basken vor
allem über ihre kulturellen Wurzeln. Besonders stolz ist man z. B. auf die edle
Chili-Schote 'piment d'Espelette' , die traditionell nur rund um das Dorf Espelette
angebaut wird.
Der wohl bekannteste Ort der Region ist das Seebad und Surfer-Paradies Biarritz . |
| 13:30 - 14:15,
H3 |
Von Stralsund nach Greifswald
 Der
Film porträtiert die vorpommerschen Hansestädte Stralsund, an der fischreichen Ostsee
direkt gegenüber Rügen gelegen, und Greifswald, die kleine, aber feine
Universitätsstadt. Ende des 13. Jahrhunderts traten sie dem Hansebund bei und erwarben
Macht und Wohlstand. Vor allem Stralsund ist dies anzusehen: Im Jahre 2002 wurde die
Altstadtinsel von der UNESCO in die Welterbeliste aufgenommen. Für Stralsund kam die
politische Wende gerade noch zur rechten Zeit. Denn viele Häuser drohten zu zerfallen.
Der Restaurator Wolf-Dietrich Thormeier setzte sich schon zu DDR-Zeiten für den Erhalt
der historischen Bauten ein. Auch heute gibt es für ihn immer noch viel zu tun. Ganz
besonders hat es ihm die St. Nikolai-Kirche am Alten Markt angetan. Zwischen Stralsund und
Greifswald liegt die Insel Koos. Sie steht unter strengem Naturschutz und ist Rast- und
Brutplatz seltener Vogelarten. Für Ronald Abraham hat sich ein Kindheitstraum erfüllt:
Der Hobby-Ornithologe darf als einziger mit seiner Familie auf der Insel wohnen. Liebhaber
von Traditionsschiffen gründeten in Greifswald einen Museumshafen - mit rund vierzig
historischen Booten eine echte Attraktion für die Hansestadt. Hinrich Meier setzte sich
dafür ein, dass abgewrackte Segelschiffe wieder flott gemacht wurden. Die Kunststudentin
Ariane Dräger wohnt mit ihrer Familie auf einem der hier vor Anker liegenden schwimmenden
Oldtimer. Ein Praktikum beim Caspar-David-Friedrich-Zentrum führt Ariane Dräger auf die
Spuren des berühmtesten Sohnes dieser Stadt - des gleichnamigen Malers.

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| 14:00 - 14:45,
Phoenix |
| Sterben für Afghanistan Stefan
Aust und Claus Richter zeigen den Alltag amerikanischer und deutscher Soldaten in der
Region Kunduz. Außerdem bewerten sie Pläne der Bundesregierung über die Zukunft der
deutschen Militärpräsenz am Hindukusch.
Info: Seit Dezember 2001 sind maximal 4500 deutsche Soldaten im Norden Afghanistans und in
Kabul stationiert, 33 von ihnen (Stand: November 2009) verloren ihr Leben. Die
Truppenstärke soll allerdings erhöht werden. |
| 14:15 - 15:00,
B3 |
| Skizzen aus Spanien Filmautor
Horst Lohmann begleitet Pilger von Santo Domingo de la Calzada im Weinland der Rioja bis
hinauf in das zentralspanische Hochland, in die Meseta. Die bedeutendste Stadt
Altkastiliens ist Burgos, noch heute Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. El Cid, der
legendäre spanische Nationalheld, diente hier dem König im Kampf gegen die Mauren. In
der Kathedrale liegt er begraben. Der Dom ist ein Meisterwerk der Hochgotik, dessen Türme
einst die Pilger des Mittelalters staunend schon von weitem sehen konnten. Nicht weit von
Burgos liegt Santo Domingo de Silos, eines der kunsthistorisch bedeutendsten romanischen
Klöster Europas, und ganz in seiner Nähe der kleine Ort Covarrubias, der einstige Sitz
der Grafen von Kastilien, aus deren Geschlecht über Jahrhunderte die Könige des
spanischen Königreiches erwuchsen. Durch die karge und eintönige Landschaft Kastiliens
mit ihren in der Mittagshitze flimmernden Getreidefeldern führt der Jakobsweg durch
zahlreiche kleine Orte, in denen der Pilger auf kostbare mittelalterliche Kirchen,
Kapellen und auf Klöster trifft, in denen vielfach noch heute Herbergen für die
Übernachtung eingerichtet sind. |
| 14:15 - 15:00,
H3 |
Planet Erde  Karibuherden
durchstreifen die Tundra, Bisons die nordamerikanische Prärie, Blutschnabelweber fallen
in großen Schwärmen über die afrikanische Savanne her: Sie alle finden reichlich
Nahrung in den Graslandschaften der Erde. Aber 'Planet Erde' zeigt noch mehr: Erstmals
folgten Alister Fothergills Kameraleute mit Nachtsichtausrüstungen einem der größten
Löwenrudel Afrikas - sechs Wochen lang!

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| 15:00 - 16:00,
WDR |
| Planet Wissen 'Ein
Vulkanausbruch ist ein unvergleichliches Ereignis - man spürt wie nirgendwo sonst die
Kraft des Planeten', sagt der Vulkanologe Colin Devey. Er hat sich auf die Erforschung von
Unterwasservulkanen spezialisiert - weit unten im Meer brodeln die meisten Feuerberge.
Erst wenn das heiße Gestein aus der Tiefe über die Wasseroberfläche hinausschwappt,
bilden sich Inseln - oft traumhaft schöne: Die Kanaren, Hawaii, Island oder die Insel
Surtsey, die erst 1963 so entstanden ist. Colin Devey verrät bei 'Planet Wissen' auch,
weshalb Wissenschaftler für die Erforschung der feuerspeienden Berge gelegentlich ihr
Leben riskieren. Die Sendung taucht ein in die Natur und das Leben der Menschen entlang
der Feuerberge, auch unter dem Meeresspiegel. Eine Reise über bezaubernde Inseln rund um
Erdball - fortwährend am Rande des Abgrunds ins glühendheiße Erdinnere. |
| 15:15 - 16:00,
NDR |
Die Waldkarpaten  In
den Bieszczaden, dem Herzstück der Waldkarpaten, lebten früher die Volksstämme der
Bojken und Lemken. Sie wurden 1947 vertrieben, ihre Dörfer wurden dem Erdboden
gleichgemacht. Wer durch die Bieszczaden wandert, trifft überall auf die verlassenen
Holzkirchen mit ihren Zwiebeltürmen und schindelgedeckten Dächern. Innen waren sie einst
reich mit Ikonen geschmückt. Der Künstler Tomasz Mijewski versucht, die Mystik der
Bieszczaden in seinen Bildern wiederzugeben. In den Wäldern gibt es noch zahlreiche
kleine Köhlereien, wie die von Miroslaw und Bogdan. Hier wird durch das Verschwelen von
Holz Holzkohle hergestellt und nach ganz Europa exportiert. Auch altes Handwerk findet man
heute noch überall, etwa eine Glashütte, in der kunstvolle Vasen für den Export in alle
Teile der Welt hergestellt werden, und eine Fabrik, in der ganz besondere Pfeifen
geschnitzt werden, die bei Sammlern sehr beliebt sind. Auf einer Anhöhe über dem San,
dem größten Fluss in Südpolen, liegt die Sanok. Ihr Stadtbild ist durch die Habsburger
geprägt. Die Stadt Przemysl behauptete sich durch ihre Lage an der Handelsstraße durch
die Ukraine mehr als tausend Jahre als ein wichtiger Handelsschnittpunkt. Hier trafen die
Kaufleute, die von Krakau nach Kiew zogen, auf Händler, die von der Ostsee zum Schwarzen
Meer unterwegs waren. Stundenlang kann man durch die einsame und wilde Landschaft der
Waldkarpaten wandern, ohne einem Menschen zu begegnen.

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| 15:15 - 16:00,
ZDF |
Steffens entdeckt  Das Great Barrier Reef, das
größte Korallenriff der Erde, ist eines der sieben Weltwunder der Natur. Es ist aber
auch eines der Ökosysteme, die weltweit am meisten vom Klimawandel betroffen sind. Dirk
Steffens taucht mit Forschern in diese faszinierende Unterwasserwelt - ein Paradies für
14 000 verschiedene Meerestierarten. Doch die Zerstörung dieses einzigartigen
Unterwasserparadieses ist nicht zu übersehen. Immer mehr Korallen sterben, zurück
bleiben weiße Kalkskelette. Schuld daran sind steigende Wassertemperaturen. Gelingt es
uns Menschen nicht, die Natur global nachhaltig zu schützen, könnte das Riff in 50
Jahren zerstört sein. Nicht nur die kleinsten Lebewesen sind in Gefahr, sondern auch der
größte Jäger am Riff. Der Hai ist ein beliebter Speisefisch und außerhalb der
Schutzzonen bedroht. Gemeinsam mit dem bekannten Haiforscher Richard Fitzpatrick versucht
Dirk Steffens, Haie mit der bloßen Hand zu fangen. Eine Schlinge um die Schwanzflosse
ziehen, an Bord holen, vermessen und mit einem elektronischen Chip versehen, das hat
Fitzpatrick schon mit mehr als 60 Haien am Osprey-Reef gemacht. Die Daten geben den
Forschern Informationen über den Lebensraum der Haie, und nur so können sinnvolle
Schutzprogramme aufgebaut werden. Was wäre Australien ohne Beuteltiere? An der Küste vor
dem Great Barrier Reef liegen die Wet Tropics, ein Regenwald, dessen Artenvielfalt noch
größer ist als die des Riffs. Baumkängurus und Ringbeutler leben dort. Dirk Steffens
trifft Ernie, einen gelehrten Aboriginee, der ein Meister im Aufspüren der Tiere ist,
sehr zur Verwunderung der Forscher. Dramatisch ist die Lage für die Koalas. Obwohl sie
eine Ikone des Landes sind, wird ihr Lebensraum mehr und mehr zerstört, und wieder geht
die Bedrohung vom Menschen aus. Er fällt Bäume, baut Häuser und vernichtet damit die
Lebensgrundlage der auf Eukalyptusblätter spezialisierten Tiere. Im Wildlife Hospital,
einer weltweit einzigartigen Einrichtung, haben Tiermediziner noch eine andere Bedrohung
für die Tiere festgestellt: Koala-Aids. Viele Koalas sterben an dem Virus, das sich
erschreckend schnell ausbreitet und ihr Immunsystem schwächt. |
| 15:15 - 16:00,
RBB |
Reisewege Meerengen  Schon in der Antike
war die Meerenge von Messina, die das Ionische mit dem Tyrrhenischen Meer verbindet, ein
strategisch wichtiger Ort. Der 'Stretto' ist an seiner engsten Stelle im Norden zwischen
dem Capo Peloro und der Punta Pezzo nur drei Kilometer breit und erweitert sich im Süden
auf 16 Kilometer. Die Küstenstraßen an beiden Ufern - mit Messina und den
Peloritani-Bergen im sizilianischen Hinterland und auf der anderen Seite mit Reggio di
Calabria und den schroffen Felsen des Aspromonte - führen zu geschichtsträchtigen Orten
und besonders reizvollen Landschaften. Ende Mai fahren die sizilianischen Fischer von
Ganzini und die kalabresischen Schwertfischfänger von Scilla mit ihren eleganten
Passerelle-Booten auf den 'Stretto'. Sie fangen von ihren Booten mit hohen Wachtürmen und
langen Bugauslegern die kostbaren Schwertfische noch einzeln und mit der Harpune. Sie
kennen die besonderen Gefahren ihres Gewässers, die schon Homer beschrieben hat. Zwischen
beiden Meeren besteht gezeitenbedingter Unterschied des Wasserspiegels von fast einem
halben Meter. Strom und Gegenstrom kämpfen gegeneinander, ein unvergleichliches
Schauspiel, das die Menschen, ihre Verkehrswege und ihre Fanggründe geprägt hat.

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| 15:30 - 16:15,
3SAT |
| Die Newa Der
Fluss Newa ist 74 Kilometer lang und entspringt dem Ladoga-See im Nordosten Russlands. Er
mündet nahe St. Petersburg in den finnischen Meerbusen. In der einstigen Zarenstadt
regeln Zugbrücken den regen Schiffsverkehr - im Winter allerdings nur nachts! Vom Leben
an und auf der Newa erzählt die N3-Reihe 'Wunderbare Wasserwege'.

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| 16:15 - 17:00,
3SAT |
| Metropolen des Ostens Das
Jahr 1147 gilt als Gründungsjahr der Stadt Moskau, der heutigen Hauptstadt der russischen
Förderation. Doch auf ihrem Boden an den Ufern der Moskwa haben sich schon vor über
5.000 Jahren die ersten Menschen angesiedelt. Mit dem Aufstieg Russlands zur bedeutendsten
osteuropäischen Nation entwickelte sich Moskau zum unbestrittenen Zentrum der russischen
Politik und Kultur. Heute ist Moskau mit elf Millionen Einwohnern die größte Stadt
Europas. Seit dem Ende der kommunistischen Herrschaft zu Beginn der 1990er Jahre vollzieht
sich in Moskau der Umbruch zur kaptialistichen Metropole schneller und sichtbarer als in
allen anderen Städten des ehemaligen Ostblocks. Moscow City, ein zentrales
Geschäftsviertel mit vielen Wolkenkratzern, luxuriösen Villenvororten und prächtigen
Einkaufspassagen, steht für das neue Russland der Superreichen. Sie sind die Profiteure
der postsozialistischen Wendejahre. In den Vororten der Arbeitersiedlungen verfallen
dagegen die Plattenbauten, die einst als sozialistische Vorzeigeobjekte für eine gerechte
Gesellschaft errichtet wurden. So zieht sich heute wieder der Riss zwischen Arm und Reich
durch die Stadt, die ihr sozialistisches Antlitz in nur wenigen Jahren abgeschüttelt hat.
Die nostalgischen Versatzstücke wie das Lenin-Mausoleum und die Allunions-Ausstellung
wirken darin wie der Retrokitsch eines Freizeitparks. Das Leben der Menschen in Moskau
kreist wie überall ums Geld. Ein Film über das Leben in der russischen Metropole Moskau.

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| 17:00 - 18:30,
3SAT |
| Zauber der Wolga Noch
nie wagte eine fremde Jacht eine Bootsreise durch Russland von der Ostsee über die Wolga
nach Moskau und bis zur Mündung ins Kaspische Meer. Bis heute ist es ausländischen
Schiffen untersagt, russische Binnengewässer zu befahren. Also verwandeln zwei
abenteuerlustige Weltumsegler ihre kleine Zwölf-Meter-Jacht in ein russisches Schiff,
setzen eine russische Flagge und bemalen die Bordwand mit russischen
Registrierungsbuchstaben. Mit an Bord ist der Schauspieler und Kameramann Andrey Alexander
aus Moskau. Auf ihrer Expedition stoßen sie tief ins Herz Russlands vor. In Moskau
entgehen sie knapp ihrer Verhaftung, als sie mit ihrem Boot nachts heimlich am Kreml
vorbei in die russische Metropole eindringen und von der Polizei aufgegriffen werden. Die
Geschichten, die das Weltumseglerpaar auf dem gewaltigen Strom erlebt, sind vor allem die
Geschichten der Menschen - der verschiedensten Völker und Kulturen mit ihren spezifischen
Eigenarten und Traditionen: Karelier, Kosaken, Tataren, Tschuwaschen und andere. Die
Abenteurer entdecken aber auch ein Land voller Aufbauwillen, Optimismus und Lebensfreude.
Und an den Schleusen, an denen jedes Mal die Papiere kontrolliert werden, erfahren sie
stets aufs Neue den Nervenkitzel: Wird ihre Tarnung auffliegen? Zweite Folge des Films
'Zauber der Wolga' über eine abenteuerliche Expedition tief ins Herz Russlands. |
| 19:30 - 20:15,
Arte |
Afrikas Rift Valley - Der
Große Graben  Der Osten des Rift Valley liegt im Regenschatten der Berge,
die Trockenzeit ist lang und hart. Das westliche Rift dagegen ist grün, tropisch und
fruchtbar, es reicht vom Albertsee im Norden über die Nebelwälder des Ruwenzori-Gebirges
und die Virunga-Berge bis zum Malawi-See im Süden. Hier gibt es Regenwälder und den
drittgrößten Süßwassersee der Welt mit einer atemberaubenden Vielfalt an Fischen, den
Tanganjikasee. Der Tanganjika-See ist mehr als 670 Kilometer lang, nur 70 Kilometer breit
und seine tiefste Stelle liegt 1.740 Meter unter dem Wasserspiegel. Hier arbeitete Harald
Pokieser mit seinem Freund und Kollegen Erich Pröll zusammen. Der legendäre Naturfilmer
bediente die Unterwasserkamera im Tanganjikasee und lieferte außerdem die fantastischen
Aufnahmen von Schimpansen im Mahale-Nationalpark. Im östlichen Rift mit seinen flachen,
salzigen Seen fühlt sich nur eine Tierfamilie wirklich wohl - die Flamingos. Sie ziehen
in Millionenstärke von einem See zum nächsten und filtern winzige Algen und Bakterien
aus dem Salzwasser. Am Nakuru gelangen dem britischen Kameramann Richard Jones einmalige
Aufnahmen: Er filmte Hyänen, die Jagd auf Flamingos machen. Den zweiten Coup landete
Jones im Ruaha-Nationalpark in Tansania. Er kam zeitgerecht zu einer Elefantengeburt und
filmte die ersten Lebensminuten und Gehversuche des kleinen Dickhäuters.

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| 19:50 - 20:15,
MDR |
Vergessene Inseln  Mit
seinem neuen Film führt MDR-Filmemacher Thomas Junker die Zuschauer in die Welt vier
faszinierender Inseln in den Weltmeeren. Sein Fokus liegt dabei auf Inseln, die aus
verschiedenen Gründen einmal im Mittelpunkt des Interesses standen, heute aber vergessen
sind. Thomas Junker wird von Tristan da Cunha im Südatlantik über Adak Island im Westen
Alaskas, Palau im Pazifik bis nach Kastellorizo im Mittelmeer reisen. Den 45-jährigen
Filmemacher interessiert vor allem, wie die Menschen dort leben, wie ihr Alltag aussieht,
was und wie sie arbeiten, welche Träume und Sorgen sie haben und wie ihre Kultur
aussieht. Aber auch über die zum Teil extrem beschwerlichen und langen Anreisen auf die
Inseln wird Junker in seinen Film berichten. So erfolgte beispielsweise die siebentägige
Schiffsanreise nach Tristan da Cunha bei heftigen Orkanstürmen mit bis zu 15 Meter hohen
Wellen. Tristan da Cunha, die Insel am Ende der Welt, lag einst auf der Route der
stolzesten Segelschiffe entlang der Handelswege im 18. und 19. Jahrhundert. Heute leben
nur noch sieben Familien dort. Die Insel gilt inzwischen als die abgelegenste Siedlung der
Erde und ist nur per Fischerboot zu erreichen.

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| 20:15 - 21:00,
WDR |
Land der fallenden Seen  Sechzehn
kristallklare Seen, in spektakulären Terrassen angeordnet, durch unzählige Wasserfälle
und Stromschnellen verbunden, das sind die fallenden Seen von Plitvice in Kroatiens
gleichnamigem Nationalpark. Dieses einzigartige Naturjuwel erinnert an ein Märchenland:
Dichter Buchenwald umschließt die Wasserflächen, Bäume wachsen auf schmalen
Überhängen, thronen über Wasserfällen, strecken ihre Äste in den Sprühnebel der
Katarakte. Hier scheinen die Grenzen zwischen den Elementen aufgehoben. Denn die fallenden
Seen verdanken ihre Existenz einem faszinierenden biologischen Phänomen: Das stark mit
Kalk angereicherte Karstwasser aus dem Dinarischen Gebirge lagert sich an Moosen an,
Pflanzen und Kalk bilden gemeinsam ein spezielles Gestein, Travertin. In Plitvice
verwandelt sich Wasser zu Stein, man nennt es nicht umsonst das 'Land, wo die Steine
wachsen'.

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| 20:15 - 21:00,
Phoenix |
Die alten Ägypter  Im Jahr
1111 v. Chr. erschüttert ein Skandal Theben: Ein Pharaonengrab ist geplündert worden.
Wer sind die Täter? Parallel zu diesem Kriminalfall zeigt der Film, wie der Bau der
Grabanlagen im Tal der Könige organisiert war.

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| 21:00 - 21:45,
H3 |
Schätze zwischen Rhein und
Taunus  Die Liste der UNESCO-Welterbestätten umfasst etwa 900
Natur- und Kulturdenkmale in 148 Ländern. Deutschland ist derzeit mit 34 Denkmalen
vertreten, vier davon in Hessen. Die Klosterhalle von Lorsch, die Grube Messel, der Limes
und das Obere Mittelrheintal wurden als ebenso schützenswert eingestuft wie die Akropolis
in Athen oder die Pyramiden von Gizeh. Doch was verbirgt sich hinter dem Begriff
'UNESCO-Welterbe'? Was bedeutet es, Welterbe zu sein, und wie wird mit der Auszeichnung
umgegangen, was wird daraus gemacht? Moderator Kurt Lotz besucht die vier hessischen
Welterben und erfährt, was das Einzigartige ist. Die Sendung stellt auch jene Orte in
Hessen vor, die den begehrten Platz auf der Welterbeliste anstreben. Während die
Jugendstilstädte Darmstadt und Bad Nauheim und die Historismusstadt Wiesbaden noch ganz
am Anfang ihrer Bemühungen stehen, sind Kassel mit dem Bergpark und der Kellerwald mit
seinen alten Buchenbeständen schon ein ganzes Stück weiter.

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| 21:45 - 22:00,
3SAT |
Abomey, Benin  Sklaven gab es in
Afrika schon lange, bevor die ersten Weißen den Kontinent betraten. Es entwickelte sich
jener gigantische Handel mit Millionen von Menschen, die meist von der afrikanischen
Westküste, der sogenannten Sklavenküste, nach Nord-, Mittel- und Südamerika verschleppt
wurden. Ein glänzendes Geschäft nicht nur für portugiesische, holländische und
englische Händler, sondern auch für die afrikanischen 'Exporteure', darunter die Könige
von Abomey. Jahrhundertelang schöpften sie viel Reichtum und Macht aus diesem Handel, bis
er Ende des 19. Jahrhunderts weltweit verboten wurde. Die Kolonialisierung durch
Frankreich beendete schließlich die Herrschaft der Dynastie. Heute zeugen nur noch die
Ruinen der Paläste aus Lehm vom einstigen Prunk jener Könige - und von ihrer Grausamkeit
beim Umgang mit den Sklaven. So hatte zum Beispiel der Thron des Königs auf vier
abgeschlagenen Köpfen zu stehen. Recht freundlich geht es dagegen beim heute amtierenden
König von Abomey zu, der für Geld gern mit seinem Hofstaat vor Touristen posiert. An das
Thema 'Sklaverei' möchte in Abomey weder der König noch sonst jemand erinnert werden.
Ein Film über das Königreich der Sklavenhändler und ihre grausame Herrschaft.

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| 22:35 - 23:20,
NDR |
Bedrohte Paradiese  Teneriffa, Gran
Canaria oder Fuerteventura: Für Millionen Deutsche sind die Kanarischen Inseln im
östlichen Atlantik das Top-Urlaubsziel. Doch die Natur - über wie unter Wasser - leidet
unter den Scharen entspannungs- und erlebniswütiger Urlauber.
Die Kanaren bestehen aus sieben Hauptinseln, u.a. Lanzarote und La Gomera, sowie sechs
sogenannten Nebeninseln. Jährlich werden sie von mehr als neun Millionen Touristen
besucht.

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| 23:30 - 00:00,
SWR |
Aus Elsass und Lothringen  Straßburg -
Hauptstadt des Elsass' und Stadt im Herzen Europas: Eine kleine Idylle an der Ill: Jahr
für Jahr kommen Millionen von Touristen hierher, um den Zauber dieses 'Dorfes in der
Stadt' und vor allem Kulinarisches zu genießen: das Essen und den Vin d'Alsace.
Mittelalterliche Fachwerkhäuser, verwinkelte Gassen, die Ill mit ihren Kanälen und vor
allem anderen das Münster prägen dieses Juwel am Rhein, das eine bewegte Geschichte
zwischen Deutschland und Frankreich hat wie keine andere Stadt in dieser Region. Der Film
erzählt diese Geschichte: Er kündet von den Wechselfällen der Revolution und der
Reformation. Spuren höfischen Glanzes und mittelalterlichem Zunftwesen sind im Bild der
Altstadt immer noch vorhanden. Wenn die Fassaden der Fachwerkhäuser im rosafarbenen Licht
der aufgehenden Sonne erstrahlen und sich in den Kanälen spiegeln, lässt es sich im
'Dorf im Herzen Europas' für kurze Zeit trefflich vom Mittelalter träumen. Im Nordosten
Frankreichs, in Nancy, befindet sich im Zentrum eine der schönsten Platzanlagen Europas.
Auf dem Place Stanislas, dem Place de la Carrière und dem Place de l'Hémicycle haben
Architekten, Bildhauer und Kunstschmiede eine der bedeutendsten Leistungen des 18.
Jahrhunderts vollbracht und in nur fünf Jahren ein einzigartiges Ensemble aus
Architektur, Kunst und Gartenbau geschaffen. Der Mann, dem Nancy diese Plätze verdankt,
ist Stanislas Leszcynski, ein polnischer König, der nach einem verlorenen Krieg zur
Emigration gezwungen war. Von Ludwig XV., dessen Tochter Marie er heiratete, erhielt er
die Provinz Lothringen. |
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