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Dienstag, 23.03.2010
11:20 - 11:45, MDR
Vergessene Inseln ausrufezeichen2.gif (1830 Byte)

Mit seinem neuen Film führt MDR-Filmemacher Thomas Junker die Zuschauer in die Welt vier faszinierender Inseln in den Weltmeeren. Sein Fokus liegt dabei auf Inseln, die aus verschiedenen Gründen einmal im Mittelpunkt des Interesses standen, heute aber vergessen sind. Thomas Junker wird von Tristan da Cunha im Südatlantik über Adak Island im Westen Alaskas, Palau im Pazifik bis nach Kastellorizo im Mittelmeer reisen. Den 45-jährigen Filmemacher interessiert vor allem, wie die Menschen dort leben, wie ihr Alltag aussieht, was und wie sie arbeiten, welche Träume und Sorgen sie haben und wie ihre Kultur aussieht. Aber auch über die zum Teil extrem beschwerlichen und langen Anreisen auf die Inseln wird Junker in seinen Film berichten. So erfolgte beispielsweise die siebentägige Schiffsanreise nach Tristan da Cunha bei heftigen Orkanstürmen mit bis zu 15 Meter hohen Wellen. Tristan da Cunha, die Insel am Ende der Welt, lag einst auf der Route der stolzesten Segelschiffe entlang der Handelswege im 18. und 19. Jahrhundert. Heute leben nur noch sieben Familien dort. Die Insel gilt inzwischen als die abgelegenste Siedlung der Erde und ist nur per Fischerboot zu erreichen.

trista.jpg (37672 Byte)

12:30 - 13:00, 3SAT
Surfer, Schweine, Chili-Schoten

Baske ist, wer baskisch spricht - diese Regel gilt in Frankreich wie in Spanien. Nur nördlich der Pyrenäen definieren sich die Basken vor allem über ihre kulturellen Wurzeln. Besonders stolz ist man z. B. auf die edle Chili-Schote 'piment d'Espelette' , die traditionell nur rund um das Dorf Espelette angebaut wird.

Der wohl bekannteste Ort der Region ist das Seebad und Surfer-Paradies Biarritz .

13:30 - 14:15, H3
Von Stralsund nach Greifswald unesco.gif (2965 Byte)

Der Film porträtiert die vorpommerschen Hansestädte Stralsund, an der fischreichen Ostsee direkt gegenüber Rügen gelegen, und Greifswald, die kleine, aber feine Universitätsstadt. Ende des 13. Jahrhunderts traten sie dem Hansebund bei und erwarben Macht und Wohlstand. Vor allem Stralsund ist dies anzusehen: Im Jahre 2002 wurde die Altstadtinsel von der UNESCO in die Welterbeliste aufgenommen. Für Stralsund kam die politische Wende gerade noch zur rechten Zeit. Denn viele Häuser drohten zu zerfallen. Der Restaurator Wolf-Dietrich Thormeier setzte sich schon zu DDR-Zeiten für den Erhalt der historischen Bauten ein. Auch heute gibt es für ihn immer noch viel zu tun. Ganz besonders hat es ihm die St. Nikolai-Kirche am Alten Markt angetan. Zwischen Stralsund und Greifswald liegt die Insel Koos. Sie steht unter strengem Naturschutz und ist Rast- und Brutplatz seltener Vogelarten. Für Ronald Abraham hat sich ein Kindheitstraum erfüllt: Der Hobby-Ornithologe darf als einziger mit seiner Familie auf der Insel wohnen. Liebhaber von Traditionsschiffen gründeten in Greifswald einen Museumshafen - mit rund vierzig historischen Booten eine echte Attraktion für die Hansestadt. Hinrich Meier setzte sich dafür ein, dass abgewrackte Segelschiffe wieder flott gemacht wurden. Die Kunststudentin Ariane Dräger wohnt mit ihrer Familie auf einem der hier vor Anker liegenden schwimmenden Oldtimer. Ein Praktikum beim Caspar-David-Friedrich-Zentrum führt Ariane Dräger auf die Spuren des berühmtesten Sohnes dieser Stadt - des gleichnamigen Malers.

stral.jpg (43653 Byte)

14:00 - 14:45, Phoenix
Sterben für Afghanistan

Stefan Aust und Claus Richter zeigen den Alltag amerikanischer und deutscher Soldaten in der Region Kunduz. Außerdem bewerten sie Pläne der Bundesregierung über die Zukunft der deutschen Militärpräsenz am Hindukusch.

Info: Seit Dezember 2001 sind maximal 4500 deutsche Soldaten im Norden Afghanistans und in Kabul stationiert, 33 von ihnen (Stand: November 2009) verloren ihr Leben. Die Truppenstärke soll allerdings erhöht werden.

14:15 - 15:00, B3
Skizzen aus Spanien

Filmautor Horst Lohmann begleitet Pilger von Santo Domingo de la Calzada im Weinland der Rioja bis hinauf in das zentralspanische Hochland, in die Meseta. Die bedeutendste Stadt Altkastiliens ist Burgos, noch heute Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. El Cid, der legendäre spanische Nationalheld, diente hier dem König im Kampf gegen die Mauren. In der Kathedrale liegt er begraben. Der Dom ist ein Meisterwerk der Hochgotik, dessen Türme einst die Pilger des Mittelalters staunend schon von weitem sehen konnten. Nicht weit von Burgos liegt Santo Domingo de Silos, eines der kunsthistorisch bedeutendsten romanischen Klöster Europas, und ganz in seiner Nähe der kleine Ort Covarrubias, der einstige Sitz der Grafen von Kastilien, aus deren Geschlecht über Jahrhunderte die Könige des spanischen Königreiches erwuchsen. Durch die karge und eintönige Landschaft Kastiliens mit ihren in der Mittagshitze flimmernden Getreidefeldern führt der Jakobsweg durch zahlreiche kleine Orte, in denen der Pilger auf kostbare mittelalterliche Kirchen, Kapellen und auf Klöster trifft, in denen vielfach noch heute Herbergen für die Übernachtung eingerichtet sind.

14:15 - 15:00, H3
Planet Erde ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) fauna.gif (2335 Byte)

Karibuherden durchstreifen die Tundra, Bisons die nordamerikanische Prärie, Blutschnabelweber fallen in großen Schwärmen über die afrikanische Savanne her: Sie alle finden reichlich Nahrung in den Graslandschaften der Erde. Aber 'Planet Erde' zeigt noch mehr: Erstmals folgten Alister Fothergills Kameraleute mit Nachtsichtausrüstungen einem der größten Löwenrudel Afrikas - sechs Wochen lang!

planet5.jpg (36091 Byte)

15:00 - 16:00, WDR
Planet Wissen

'Ein Vulkanausbruch ist ein unvergleichliches Ereignis - man spürt wie nirgendwo sonst die Kraft des Planeten', sagt der Vulkanologe Colin Devey. Er hat sich auf die Erforschung von Unterwasservulkanen spezialisiert - weit unten im Meer brodeln die meisten Feuerberge. Erst wenn das heiße Gestein aus der Tiefe über die Wasseroberfläche hinausschwappt, bilden sich Inseln - oft traumhaft schöne: Die Kanaren, Hawaii, Island oder die Insel Surtsey, die erst 1963 so entstanden ist. Colin Devey verrät bei 'Planet Wissen' auch, weshalb Wissenschaftler für die Erforschung der feuerspeienden Berge gelegentlich ihr Leben riskieren. Die Sendung taucht ein in die Natur und das Leben der Menschen entlang der Feuerberge, auch unter dem Meeresspiegel. Eine Reise über bezaubernde Inseln rund um Erdball - fortwährend am Rande des Abgrunds ins glühendheiße Erdinnere.

15:15 - 16:00, NDR
Die Waldkarpaten ausrufezeichen2.gif (1830 Byte)

In den Bieszczaden, dem Herzstück der Waldkarpaten, lebten früher die Volksstämme der Bojken und Lemken. Sie wurden 1947 vertrieben, ihre Dörfer wurden dem Erdboden gleichgemacht. Wer durch die Bieszczaden wandert, trifft überall auf die verlassenen Holzkirchen mit ihren Zwiebeltürmen und schindelgedeckten Dächern. Innen waren sie einst reich mit Ikonen geschmückt. Der Künstler Tomasz Mijewski versucht, die Mystik der Bieszczaden in seinen Bildern wiederzugeben. In den Wäldern gibt es noch zahlreiche kleine Köhlereien, wie die von Miroslaw und Bogdan. Hier wird durch das Verschwelen von Holz Holzkohle hergestellt und nach ganz Europa exportiert. Auch altes Handwerk findet man heute noch überall, etwa eine Glashütte, in der kunstvolle Vasen für den Export in alle Teile der Welt hergestellt werden, und eine Fabrik, in der ganz besondere Pfeifen geschnitzt werden, die bei Sammlern sehr beliebt sind. Auf einer Anhöhe über dem San, dem größten Fluss in Südpolen, liegt die Sanok. Ihr Stadtbild ist durch die Habsburger geprägt. Die Stadt Przemysl behauptete sich durch ihre Lage an der Handelsstraße durch die Ukraine mehr als tausend Jahre als ein wichtiger Handelsschnittpunkt. Hier trafen die Kaufleute, die von Krakau nach Kiew zogen, auf Händler, die von der Ostsee zum Schwarzen Meer unterwegs waren. Stundenlang kann man durch die einsame und wilde Landschaft der Waldkarpaten wandern, ohne einem Menschen zu begegnen.

wald.jpg (53151 Byte)

15:15 - 16:00, ZDF
Steffens entdeckt fauna.gif (2335 Byte) unesco.gif (2965 Byte)

Das Great Barrier Reef, das größte Korallenriff der Erde, ist eines der sieben Weltwunder der Natur. Es ist aber auch eines der Ökosysteme, die weltweit am meisten vom Klimawandel betroffen sind. Dirk Steffens taucht mit Forschern in diese faszinierende Unterwasserwelt - ein Paradies für 14 000 verschiedene Meerestierarten. Doch die Zerstörung dieses einzigartigen Unterwasserparadieses ist nicht zu übersehen. Immer mehr Korallen sterben, zurück bleiben weiße Kalkskelette. Schuld daran sind steigende Wassertemperaturen. Gelingt es uns Menschen nicht, die Natur global nachhaltig zu schützen, könnte das Riff in 50 Jahren zerstört sein. Nicht nur die kleinsten Lebewesen sind in Gefahr, sondern auch der größte Jäger am Riff. Der Hai ist ein beliebter Speisefisch und außerhalb der Schutzzonen bedroht. Gemeinsam mit dem bekannten Haiforscher Richard Fitzpatrick versucht Dirk Steffens, Haie mit der bloßen Hand zu fangen. Eine Schlinge um die Schwanzflosse ziehen, an Bord holen, vermessen und mit einem elektronischen Chip versehen, das hat Fitzpatrick schon mit mehr als 60 Haien am Osprey-Reef gemacht. Die Daten geben den Forschern Informationen über den Lebensraum der Haie, und nur so können sinnvolle Schutzprogramme aufgebaut werden. Was wäre Australien ohne Beuteltiere? An der Küste vor dem Great Barrier Reef liegen die Wet Tropics, ein Regenwald, dessen Artenvielfalt noch größer ist als die des Riffs. Baumkängurus und Ringbeutler leben dort. Dirk Steffens trifft Ernie, einen gelehrten Aboriginee, der ein Meister im Aufspüren der Tiere ist, sehr zur Verwunderung der Forscher. Dramatisch ist die Lage für die Koalas. Obwohl sie eine Ikone des Landes sind, wird ihr Lebensraum mehr und mehr zerstört, und wieder geht die Bedrohung vom Menschen aus. Er fällt Bäume, baut Häuser und vernichtet damit die Lebensgrundlage der auf Eukalyptusblätter spezialisierten Tiere. Im Wildlife Hospital, einer weltweit einzigartigen Einrichtung, haben Tiermediziner noch eine andere Bedrohung für die Tiere festgestellt: Koala-Aids. Viele Koalas sterben an dem Virus, das sich erschreckend schnell ausbreitet und ihr Immunsystem schwächt.

15:15 - 16:00, RBB
Reisewege Meerengen fauna.gif (2335 Byte)

Schon in der Antike war die Meerenge von Messina, die das Ionische mit dem Tyrrhenischen Meer verbindet, ein strategisch wichtiger Ort. Der 'Stretto' ist an seiner engsten Stelle im Norden zwischen dem Capo Peloro und der Punta Pezzo nur drei Kilometer breit und erweitert sich im Süden auf 16 Kilometer. Die Küstenstraßen an beiden Ufern - mit Messina und den Peloritani-Bergen im sizilianischen Hinterland und auf der anderen Seite mit Reggio di Calabria und den schroffen Felsen des Aspromonte - führen zu geschichtsträchtigen Orten und besonders reizvollen Landschaften. Ende Mai fahren die sizilianischen Fischer von Ganzini und die kalabresischen Schwertfischfänger von Scilla mit ihren eleganten Passerelle-Booten auf den 'Stretto'. Sie fangen von ihren Booten mit hohen Wachtürmen und langen Bugauslegern die kostbaren Schwertfische noch einzeln und mit der Harpune. Sie kennen die besonderen Gefahren ihres Gewässers, die schon Homer beschrieben hat. Zwischen beiden Meeren besteht gezeitenbedingter Unterschied des Wasserspiegels von fast einem halben Meter. Strom und Gegenstrom kämpfen gegeneinander, ein unvergleichliches Schauspiel, das die Menschen, ihre Verkehrswege und ihre Fanggründe geprägt hat.

meer.jpg (39328 Byte)

15:30 - 16:15, 3SAT
Die Newa

Der Fluss Newa ist 74 Kilometer lang und entspringt dem Ladoga-See im Nordosten Russlands. Er mündet nahe St. Petersburg in den finnischen Meerbusen. In der einstigen Zarenstadt regeln Zugbrücken den regen Schiffsverkehr - im Winter allerdings nur nachts! Vom Leben an und auf der Newa erzählt die N3-Reihe 'Wunderbare Wasserwege'.

newa.jpg (26647 Byte)

16:15 - 17:00, 3SAT
Metropolen des Ostens

Das Jahr 1147 gilt als Gründungsjahr der Stadt Moskau, der heutigen Hauptstadt der russischen Förderation. Doch auf ihrem Boden an den Ufern der Moskwa haben sich schon vor über 5.000 Jahren die ersten Menschen angesiedelt. Mit dem Aufstieg Russlands zur bedeutendsten osteuropäischen Nation entwickelte sich Moskau zum unbestrittenen Zentrum der russischen Politik und Kultur. Heute ist Moskau mit elf Millionen Einwohnern die größte Stadt Europas. Seit dem Ende der kommunistischen Herrschaft zu Beginn der 1990er Jahre vollzieht sich in Moskau der Umbruch zur kaptialistichen Metropole schneller und sichtbarer als in allen anderen Städten des ehemaligen Ostblocks. Moscow City, ein zentrales Geschäftsviertel mit vielen Wolkenkratzern, luxuriösen Villenvororten und prächtigen Einkaufspassagen, steht für das neue Russland der Superreichen. Sie sind die Profiteure der postsozialistischen Wendejahre. In den Vororten der Arbeitersiedlungen verfallen dagegen die Plattenbauten, die einst als sozialistische Vorzeigeobjekte für eine gerechte Gesellschaft errichtet wurden. So zieht sich heute wieder der Riss zwischen Arm und Reich durch die Stadt, die ihr sozialistisches Antlitz in nur wenigen Jahren abgeschüttelt hat. Die nostalgischen Versatzstücke wie das Lenin-Mausoleum und die Allunions-Ausstellung wirken darin wie der Retrokitsch eines Freizeitparks. Das Leben der Menschen in Moskau kreist wie überall ums Geld. Ein Film über das Leben in der russischen Metropole Moskau.

moskau1.jpg (29515 Byte)

17:00 - 18:30, 3SAT
Zauber der Wolga

Noch nie wagte eine fremde Jacht eine Bootsreise durch Russland von der Ostsee über die Wolga nach Moskau und bis zur Mündung ins Kaspische Meer. Bis heute ist es ausländischen Schiffen untersagt, russische Binnengewässer zu befahren. Also verwandeln zwei abenteuerlustige Weltumsegler ihre kleine Zwölf-Meter-Jacht in ein russisches Schiff, setzen eine russische Flagge und bemalen die Bordwand mit russischen Registrierungsbuchstaben. Mit an Bord ist der Schauspieler und Kameramann Andrey Alexander aus Moskau. Auf ihrer Expedition stoßen sie tief ins Herz Russlands vor. In Moskau entgehen sie knapp ihrer Verhaftung, als sie mit ihrem Boot nachts heimlich am Kreml vorbei in die russische Metropole eindringen und von der Polizei aufgegriffen werden. Die Geschichten, die das Weltumseglerpaar auf dem gewaltigen Strom erlebt, sind vor allem die Geschichten der Menschen - der verschiedensten Völker und Kulturen mit ihren spezifischen Eigenarten und Traditionen: Karelier, Kosaken, Tataren, Tschuwaschen und andere. Die Abenteurer entdecken aber auch ein Land voller Aufbauwillen, Optimismus und Lebensfreude. Und an den Schleusen, an denen jedes Mal die Papiere kontrolliert werden, erfahren sie stets aufs Neue den Nervenkitzel: Wird ihre Tarnung auffliegen? Zweite Folge des Films 'Zauber der Wolga' über eine abenteuerliche Expedition tief ins Herz Russlands.

19:30 - 20:15, Arte
Afrikas Rift Valley - Der Große Graben fauna.gif (2335 Byte)

Der Osten des Rift Valley liegt im Regenschatten der Berge, die Trockenzeit ist lang und hart. Das westliche Rift dagegen ist grün, tropisch und fruchtbar, es reicht vom Albertsee im Norden über die Nebelwälder des Ruwenzori-Gebirges und die Virunga-Berge bis zum Malawi-See im Süden. Hier gibt es Regenwälder und den drittgrößten Süßwassersee der Welt mit einer atemberaubenden Vielfalt an Fischen, den Tanganjikasee. Der Tanganjika-See ist mehr als 670 Kilometer lang, nur 70 Kilometer breit und seine tiefste Stelle liegt 1.740 Meter unter dem Wasserspiegel. Hier arbeitete Harald Pokieser mit seinem Freund und Kollegen Erich Pröll zusammen. Der legendäre Naturfilmer bediente die Unterwasserkamera im Tanganjikasee und lieferte außerdem die fantastischen Aufnahmen von Schimpansen im Mahale-Nationalpark. Im östlichen Rift mit seinen flachen, salzigen Seen fühlt sich nur eine Tierfamilie wirklich wohl - die Flamingos. Sie ziehen in Millionenstärke von einem See zum nächsten und filtern winzige Algen und Bakterien aus dem Salzwasser. Am Nakuru gelangen dem britischen Kameramann Richard Jones einmalige Aufnahmen: Er filmte Hyänen, die Jagd auf Flamingos machen. Den zweiten Coup landete Jones im Ruaha-Nationalpark in Tansania. Er kam zeitgerecht zu einer Elefantengeburt und filmte die ersten Lebensminuten und Gehversuche des kleinen Dickhäuters.

rift1.jpg (40447 Byte)

19:50 - 20:15, MDR
Vergessene Inseln ausrufezeichen2.gif (1830 Byte)

Mit seinem neuen Film führt MDR-Filmemacher Thomas Junker die Zuschauer in die Welt vier faszinierender Inseln in den Weltmeeren. Sein Fokus liegt dabei auf Inseln, die aus verschiedenen Gründen einmal im Mittelpunkt des Interesses standen, heute aber vergessen sind. Thomas Junker wird von Tristan da Cunha im Südatlantik über Adak Island im Westen Alaskas, Palau im Pazifik bis nach Kastellorizo im Mittelmeer reisen. Den 45-jährigen Filmemacher interessiert vor allem, wie die Menschen dort leben, wie ihr Alltag aussieht, was und wie sie arbeiten, welche Träume und Sorgen sie haben und wie ihre Kultur aussieht. Aber auch über die zum Teil extrem beschwerlichen und langen Anreisen auf die Inseln wird Junker in seinen Film berichten. So erfolgte beispielsweise die siebentägige Schiffsanreise nach Tristan da Cunha bei heftigen Orkanstürmen mit bis zu 15 Meter hohen Wellen. Tristan da Cunha, die Insel am Ende der Welt, lag einst auf der Route der stolzesten Segelschiffe entlang der Handelswege im 18. und 19. Jahrhundert. Heute leben nur noch sieben Familien dort. Die Insel gilt inzwischen als die abgelegenste Siedlung der Erde und ist nur per Fischerboot zu erreichen.

trista1.jpg (40199 Byte)

20:15 - 21:00, WDR
Land der fallenden Seen fauna.gif (2335 Byte)

Sechzehn kristallklare Seen, in spektakulären Terrassen angeordnet, durch unzählige Wasserfälle und Stromschnellen verbunden, das sind die fallenden Seen von Plitvice in Kroatiens gleichnamigem Nationalpark. Dieses einzigartige Naturjuwel erinnert an ein Märchenland: Dichter Buchenwald umschließt die Wasserflächen, Bäume wachsen auf schmalen Überhängen, thronen über Wasserfällen, strecken ihre Äste in den Sprühnebel der Katarakte. Hier scheinen die Grenzen zwischen den Elementen aufgehoben. Denn die fallenden Seen verdanken ihre Existenz einem faszinierenden biologischen Phänomen: Das stark mit Kalk angereicherte Karstwasser aus dem Dinarischen Gebirge lagert sich an Moosen an, Pflanzen und Kalk bilden gemeinsam ein spezielles Gestein, Travertin. In Plitvice verwandelt sich Wasser zu Stein, man nennt es nicht umsonst das 'Land, wo die Steine wachsen'.

land.jpg (61727 Byte)

20:15 - 21:00, Phoenix
Die alten Ägypter geschichte.gif (1360 Byte)

Im Jahr 1111 v. Chr. erschüttert ein Skandal Theben: Ein Pharaonengrab ist geplündert worden. Wer sind die Täter? Parallel zu diesem Kriminalfall zeigt der Film, wie der Bau der Grabanlagen im Tal der Könige organisiert war.

theben.jpg (36540 Byte)

21:00 - 21:45, H3
Schätze zwischen Rhein und Taunus unesco.gif (2965 Byte)

Die Liste der UNESCO-Welterbestätten umfasst etwa 900 Natur- und Kulturdenkmale in 148 Ländern. Deutschland ist derzeit mit 34 Denkmalen vertreten, vier davon in Hessen. Die Klosterhalle von Lorsch, die Grube Messel, der Limes und das Obere Mittelrheintal wurden als ebenso schützenswert eingestuft wie die Akropolis in Athen oder die Pyramiden von Gizeh. Doch was verbirgt sich hinter dem Begriff 'UNESCO-Welterbe'? Was bedeutet es, Welterbe zu sein, und wie wird mit der Auszeichnung umgegangen, was wird daraus gemacht? Moderator Kurt Lotz besucht die vier hessischen Welterben und erfährt, was das Einzigartige ist. Die Sendung stellt auch jene Orte in Hessen vor, die den begehrten Platz auf der Welterbeliste anstreben. Während die Jugendstilstädte Darmstadt und Bad Nauheim und die Historismusstadt Wiesbaden noch ganz am Anfang ihrer Bemühungen stehen, sind Kassel mit dem Bergpark und der Kellerwald mit seinen alten Buchenbeständen schon ein ganzes Stück weiter.

schatz.jpg (43384 Byte)

21:45 - 22:00, 3SAT
Abomey, Benin unesco.gif (2965 Byte)

Sklaven gab es in Afrika schon lange, bevor die ersten Weißen den Kontinent betraten. Es entwickelte sich jener gigantische Handel mit Millionen von Menschen, die meist von der afrikanischen Westküste, der sogenannten Sklavenküste, nach Nord-, Mittel- und Südamerika verschleppt wurden. Ein glänzendes Geschäft nicht nur für portugiesische, holländische und englische Händler, sondern auch für die afrikanischen 'Exporteure', darunter die Könige von Abomey. Jahrhundertelang schöpften sie viel Reichtum und Macht aus diesem Handel, bis er Ende des 19. Jahrhunderts weltweit verboten wurde. Die Kolonialisierung durch Frankreich beendete schließlich die Herrschaft der Dynastie. Heute zeugen nur noch die Ruinen der Paläste aus Lehm vom einstigen Prunk jener Könige - und von ihrer Grausamkeit beim Umgang mit den Sklaven. So hatte zum Beispiel der Thron des Königs auf vier abgeschlagenen Köpfen zu stehen. Recht freundlich geht es dagegen beim heute amtierenden König von Abomey zu, der für Geld gern mit seinem Hofstaat vor Touristen posiert. An das Thema 'Sklaverei' möchte in Abomey weder der König noch sonst jemand erinnert werden. Ein Film über das Königreich der Sklavenhändler und ihre grausame Herrschaft.

reich.jpg (23386 Byte)

22:35 - 23:20, NDR
Bedrohte Paradiese fauna.gif (2335 Byte)

Teneriffa, Gran Canaria oder Fuerteventura: Für Millionen Deutsche sind die Kanarischen Inseln im östlichen Atlantik das Top-Urlaubsziel. Doch die Natur - über wie unter Wasser - leidet unter den Scharen entspannungs- und erlebniswütiger Urlauber.

Die Kanaren bestehen aus sieben Hauptinseln, u.a. Lanzarote und La Gomera, sowie sechs sogenannten Nebeninseln. Jährlich werden sie von mehr als neun Millionen Touristen besucht.

teneriffa.jpg (45932 Byte)

23:30 - 00:00, SWR
Aus Elsass und Lothringen unesco.gif (2965 Byte)

Straßburg - Hauptstadt des Elsass' und Stadt im Herzen Europas: Eine kleine Idylle an der Ill: Jahr für Jahr kommen Millionen von Touristen hierher, um den Zauber dieses 'Dorfes in der Stadt' und vor allem Kulinarisches zu genießen: das Essen und den Vin d'Alsace. Mittelalterliche Fachwerkhäuser, verwinkelte Gassen, die Ill mit ihren Kanälen und vor allem anderen das Münster prägen dieses Juwel am Rhein, das eine bewegte Geschichte zwischen Deutschland und Frankreich hat wie keine andere Stadt in dieser Region. Der Film erzählt diese Geschichte: Er kündet von den Wechselfällen der Revolution und der Reformation. Spuren höfischen Glanzes und mittelalterlichem Zunftwesen sind im Bild der Altstadt immer noch vorhanden. Wenn die Fassaden der Fachwerkhäuser im rosafarbenen Licht der aufgehenden Sonne erstrahlen und sich in den Kanälen spiegeln, lässt es sich im 'Dorf im Herzen Europas' für kurze Zeit trefflich vom Mittelalter träumen. Im Nordosten Frankreichs, in Nancy, befindet sich im Zentrum eine der schönsten Platzanlagen Europas. Auf dem Place Stanislas, dem Place de la Carrière und dem Place de l'Hémicycle haben Architekten, Bildhauer und Kunstschmiede eine der bedeutendsten Leistungen des 18. Jahrhunderts vollbracht und in nur fünf Jahren ein einzigartiges Ensemble aus Architektur, Kunst und Gartenbau geschaffen. Der Mann, dem Nancy diese Plätze verdankt, ist Stanislas Leszcynski, ein polnischer König, der nach einem verlorenen Krieg zur Emigration gezwungen war. Von Ludwig XV., dessen Tochter Marie er heiratete, erhielt er die Provinz Lothringen.

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