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Montag, 22.03.2010
03:10 - 03:25, Phoenix
Die Felsgravuren von Twyfelfontein, Namibia unesco.gif (2965 Byte)

Der Elefant ist kein Elefant. Natürlich ist es das Abbild eines Elefanten, das wir auf Felsbildern in Twyfelfontein entdecken können. Doch welche Bedeutung hatten der Elefant und all die Tiere für die Buschmänner, die diese Gestalten in riesige Sandsteinblöcke schlugen? Die Archäologen rätseln noch immer über Sinn und Zweck dieser größten Sammlung von Felsgravuren in Afrika. Geheimnisumwittert und erst zu Anfang des 20. Jahrhunderts wiederentdeckt, locken die namibischen Rock engravings heute viele Besucher in die menschenleere Gegend im Nordwesten Namibias. 2500 Felsgravuren, hat man in einem abgelegenen Tal 800 Kilometer von Windhoek entfernt gefunden, die ältesten sind 5000 Jahre alt. Twyfelfontein ist eine archäologische Sensation. Dass diese Felsritzbilder über Jahrtausende so gut der Verwitterung widerstanden haben, liegt an einer Besonderheit des Sandsteins - er enthält eine Eisenoxydschicht, die an die Oberfläche tritt und erhärtet, und so konserviert wirkt und dem Stein auch den besonderen roten Farbton gibt.

03:35 - 04:20, Phoenix
Legendäre Zugreisen bahn.jpg (2944 Byte)

Einige der schönsten Bahnstrecken Südamerikas liegen in Peru. Sie winden sich in zahllosen Schleifen zu den schneebedeckten Gipfeln der Hochanden empor, überqueren Schwindel erregende Brücken, rattern durch kilometerlange Tunnel und über endlose, unbewohnte Hochebenen. Die Dokumentation erzählt spannende, rührende und mystische Geschichten von Menschen und Eisenbahnen in der farbenprächtigen Welt der Indios, der Nachfahren der Inka. Der Film führt die Zuschauer an weltberühmte Schauplätze wie nach Machu Picchu oder an den Titicacasee, aber er berichtet auch über bislang unbekannte Orte, Züge und Menschen. Beispielsweise über 'El Macho'. Einheimische haben ihrem Zug diesen Namen gegeben. Er macht, was er will und fährt ab, wann es ihm passt - ein Macho eben. Ronaldo und seine Musiker fahren mit der launenhaften Schmalspurbahn zu einem Scherentanz. Im Andenstädtchen Huancavellica kommt es zum großen Duell der Scherentänzer, einer spektakulären Mischung aus Tanz, Show und Geschicklichkeitsübung. Und weiter geht die Fahrt, hinauf in Regionen, die keine andere Eisenbahn bewältigt: Auf 4.818 Metern Höhe erklimmt der 'höchste Zug der Welt' die Rekordmarke. Vielen Reisenden geht hier im Hochland die Luft aus. Llelia Espinoza, Zugärztin, hat für solche Fälle immer die Sauerstoffflasche dabei. In dieser dünnen Luft ist Cuzco der urbane und geistige Mittelpunkt der Zentralanden. Einst war es die Hauptstadt des Inkareichs, heute ist es das Tor nach Machu Picchu - der wohl berühmtesten Sehenswürdigkeit Südamerikas. Mehr als 300 Jahre lag Machu Picchu im Verborgenen. Warum die Inka diese prächtige Stadt erbauten, ist bis heute unbekannt. Niemand weiß, wer in Machu Picchu gelebt hat - ein Ort voller Geheimnisse. Sagen und Mythen ranken sich auch um den Titicacasee. Eingebettet zwischen majestätisch anmutenden Bergen ist er der höchste schiffbare See der Welt. Das Kamerateam begleitet Geraldine auf ihrer Fahrt im Andenexpress zum Titicacasee. Die junge Frau hat Liebeskummer und ist auf dem Weg zu einem Wahrsager, der ihr sagen soll, ob ihr Angebeteter sie erhören wird... Das Aufeinanderprallen von Vergangenheit und Gegenwart zieht sich wie ein roter Faden durch alle Geschichten. Peru - ein Abenteuer auf Schienen, eine Reise in die mystische Welt der Anden.

zug.jpg (36439 Byte)

04:20 - 05:00, Phoenix
Legendäre Zugreisen bahn.jpg (2944 Byte)

Die turkestanischsibirische Eisenbahn ist eine der wenigen Hinterlassenschaften der Sowjetunion, auf die man in Kasachstan bis heute stolz ist. Sie verbindet die Republiken Mittelasiens mit Russland. Die Doku zeigt Land und Leute. (Dreiteilige Reihe, Montag bis Mittwoch)

Die 1400 Kilometer lange 'Seidenstraße auf Schienen' führt nach China, Kirgisien, Usbekistan, Turkmenien und in den Iran.

zug1.jpg (48356 Byte)

05:00 - 05:45, Phoenix
Legendäre Zugreisen bahn.jpg (2944 Byte)

Der nordindische Bundesstaat Rajasthan symbolisiert wie kaum eine andere Region den 'märchenhaften Orient', der die Fantasie des Westens seit jeher beflügelt. Das Land der Rajputen, der stolzen 'Königssöhne', die einst mit unglaublicher Prachtentfaltung zu herrschen verstanden, fasziniert auch heute noch mit seiner atemberaubenden Farbenpracht, seinen spektakulären Festen und geheimnisvollen Bräuchen. Im 'Palace on Wheels', dem legendären Palastzug, der in der Vergangenheit ausschließlich den rajputischen Herrschern zur Verfügung stand, führt die Reise zu den magischen Orten des Landes. Das Filmteam begegnet den Nachfahren derer, die sich noch vor 100 Jahren wie Götter verehren ließen - den Maharajas. Seit 1947 ist der Stand der gottähnlichen Rajputen-Fürsten abgeschafft, und spätestens seit Indira Gandhi, die ihnen in den 70er Jahren rigoros die Einkünfte und Privilegien strich, gibt es keine Feudalherren mehr in Rajasthan. Inoffiziell jedoch werden sie bis heute verehrt und haben oft beträchtlichen Einfluss. Ihre Paläste, die zum Teil zu Nobelhotels umfunktioniert wurden und somit der Öffentlichkeit zugänglich sind, bezeugen den Glanz und Pomp einer Epoche. Auch wenn sie schon lange vorbei ist, wirkt sie dennoch lebendig und trägt zum Tausendundeine-Nacht-Image des Landes bei. Höhepunkte sind beispielsweise Jaisalmer, die goldene Stadt am Rande der Wüste Thar, die blaue Stadt Jodhpur, über der eine der grandiosesten Festungen Indiens thront, oder Udaipur mit seinen Schlössern aus weißem Marmor. Diese Wegmarken in der Geschichte des Landes sind von kulturellen Hochleistungen ebenso geprägt wie von Krieg und Eroberungen. Auch heute noch erzählen die fahrenden Sänger in ihren Balladen von Ruhm und Ehre der Rajputen und von dem 'Jauhar', dem gemeinsamen Selbstmord als letztem Ausweg. Als im 12. Jahrhundert die islamischen Invasoren mit großer Übermacht ins Land einfielen, kämpften die Belagerten bis zum letzten Mann, während ihre Frauen - um nicht den Feinden in die Hände zu fallen - in Hochzeitskleidern den Scheiterhaufen bestiegen. 'Legendäre Zugreisen' ist zu Gast auf einer märchenhaften Hochzeit bei einer Landadelsfamilie in der Nähe von Jodhpur, besucht das große Pilgerfest in Pushkar, wo die Rajputen-Fürsten der Vergangenheit den Segen des Gottes Brahma erbaten, und trifft im Stadtpalast von Udaipur den Maharana Arvind Singh Mewar, dessen Vorfahren einst als die Höchsten aller Maharajas galten.

zug2.jpg (46565 Byte)

05:45 - 06:30, Phoenix
Mit dem Zug durch Neuseeland bahn.jpg (2944 Byte)

Der erste Teil der Reisereportage von Auckland nach Wellington führt durch die geradezu unglaublich grüne Parklandschaft der Nordinsel. Autor Robert Hetkämper reist mit dem 'Overlander' quer durch Neuseeland.

zug3.jpg (28673 Byte)

06:30 - 07:15, Phoenix
Mit dem Zug durch Neuseeland bahn.jpg (2944 Byte)

Der zweite Teil der Reise führt uns in die bisweilen sehr rauen Wasser des Marlborough-Sundes, wo findige Fischer eine neue Ikone der Neuen Neuseeländischen Küche heranzüchten: Grüne Muscheln. Von dort führt der Schienenstrang durch schier endlose und ständig weiter ausgedehnte Weinberge. Neuseelands Weinindustrie verbucht von Jahr zu Jahr größere internationale Erfolge. Und dann trägt uns der 'TranzCoastal' entlang schwarzer Strände zu den Walgründen vor der Pazifischen Küste. Von Booten und Hubschraubern beobachtet hier ein wachsender Touristenstrom die auf- und abtauchenden Meeressäuger und die aus antarktischen Breiten hierher ziehenden Seevögel, unter anderem den riesigen Albatross. Höhepunkt der Reise ist die Fahrt mit dem 'TranzAlpine' hinauf in die schneebedeckten Höhen der Neuseeländischen Alpen.

zug4.jpg (45499 Byte)

07:20 - 08:20, WDR
Frühe Warnung - Späte Einsicht fauna.gif (2335 Byte)

Im Winter 1952 sterben 4.000 Londoner innerhalb einer Woche. Sie sterben am Smog. Wegen der Wetterlage kann der Qualm, den die Stadt täglich produziert, nicht entweichen. Die Mischung aus Rauch, Schadstoffen und Nebel, die häufig die Stadt verdunkelt, ist diesmal tödlich. Dabei gelten rauchende Fabrikschornsteine seit Beginn der Industrialisierung als Zeichen des Wohlstands. Aber der Fortschritt hat seinen Preis. Ab Mitte des 20. Jahrhunderts blasen zunehmend mehr Autos ihre Abgase in die Luft. Eine bedrohliche Entwicklung, die die Natur und die Gesundheit der Menschen bedroht. Erst Jahrzehnte später verbessern Umweltschutzmaßnahmen die Luftqualität. Trotzdem sterben, besonders in den Entwicklungsländern, jedes Jahr hunderttausende Menschen an den Folgen der Luftverschmutzung. anschl.: Frühe Warnung - Späte Einsicht: Aralsee - Wasser wird Wüste Deutschland 2007, Dokumentation Die Fischer am Aralsee müssen zusehen, wie vor ihren Augen der riesige Aralsee austrocknet. Noch 40 Jahre zuvor versorgt der Aralsee Millionen Menschen mit Wasser und Nahrung. Aber die sowjetische Regierung hat eigene Pläne mit dem gigantischen Wasserreservoir. Die Flüsse, die den Aralsee speisen, werden Teil eines gewaltigen Bewässerungsprojekts. Die Wüste rund um den Aralsee soll sich in fruchtbare Reis- und Baumwollfelder verwandeln. Ab 1930 schaufeln Heerscharen von Arbeitern große Kanäle, um das Wasser für die Felder umzuleiten. Der Plan scheint aufzugehen. Im Lauf der nächsten Jahrzehnte boomt die Baumwollproduktion. Die Felder benötigen immer mehr Wasser. Aber der Raubbau an der Natur hat gravierende Folgen. Der Wind verbreitet die Rückstände der Herbizide und Pestizide, die auf den Baumwollfeldern versprüht werden. Viele Bewohner der Region leiden an schweren chronischen Erkrankungen. Die Kindersterblichkeit ist sehr hoch. Der Wasserspiegel des einst viertgrößten Salzsees der Welt beginnt zu sinken, die Wüste breitet sich aus. Die Menschen müssen ihre Dörfer und ihre Heimat verlassen, der See bietet keine Lebensgrundlage mehr. Mitte der 80er Jahre ist der See auf ein Drittel seiner ursprünglichen Größe geschrumpft. Das Klima der Region änderte sich, Trockenheit und häufige Sandstürme plagen die Bewohner. Heute hat sich der Aralsee in zwei kleinere Seen geteilt. Der südliche See wird voraussichtlich in 15 Jahren verschwunden sein. Die Entwicklung ist nicht mehr zu stoppen.

11:30 - 12:15, NDR
Usedom - Wellen, Sand und Storchennester fauna.gif (2335 Byte)

Usedom ist Deutschlands zweitgrößte Insel und liegt im äußersten Nordosten der Bundesrepublik Deutschland. Rund ein Fünftel ihrer Fläche gehört heute zu Polen. Das Gesicht der Insel ist vom Wasser geprägt: zwischen Ostseestrand und Binnenküste reihen sich Seen, Moore und Bruchwälder dicht aneinander. Im Grenzland hat sich eine vielfältige Tierwelt erhalten. Hier leben Sumpfschildkröten, Biber und Fischotter, Kormorane, Kraniche, Seeadler, Watvögel wie Rotschenkel und Austernfischer sowie etwa 1.900 Falterarten. Viele Künstler haben die Einsamkeit der Insel genossen und ließen sich von ihrer natürlichen Schönheit inspirieren. Auch der Flugpionier und Visionär Otto Lilienthal wuchs hier auf. Seine Beobachtungen über die 200 heimischen Vogelarten weckten in ihm den Wunsch, selbst die Welt aus der Luft betrachten zu können; Störche und Möwen wurden für ihn zu Lehrmeistern auf seiner Suche nach dem Geheimnis des Fliegens. Noch immer existiert ein Flughafen auf der Insel. Bis 1990 wurde er vom Militär genutzt, heute dient er zivilen Zwecken. Mit der Ruhe auf der Insel ist es seit der Wende vorbei, Jahr für Jahr steigt die Zahl der Urlauber. Die einen sehen im wachsenden Tourismus eine Chance für die wirtschaftsschwache Region, andere warnen vor den Gefahren für ihre einmalige Natur. Um diesen Gefahren vorzubeugen, arbeiten seit 1960 auf Usedom und der Nachbarinsel Wollin deutsche und polnische Wissenschaftler und Förster gemeinsam an Schutzstrategien für bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Erfolgreich verläuft die Wiederansiedelung des Uhus - die Tiere erobern von Usedom aus sogar bereits neues Territorium. Und seit 2004 gibt es nach 600 Jahren wieder Wisente auf Usedom. Ein Hoffnungsschimmer für die größten heimischen Säugetiere.

use1.jpg (21936 Byte)

11:45 - 12:30, B3^
Im Mühlviertel

Als Land der herrlichen Wälder hat Adalbert Stifter, seine Heimat beschrieben. In Oberplan 1805 geboren, kehrt er - der den Großteil seines Lebens in Wien und Linz verbracht hat - in seinen Erzählungen und Romanen immer wieder in den Böhmerwald zurück. In die einsame Landschaft und zu den sanften Hügeln und Bergen, zu dem rauen Klima und den steinigen Böden, denen Fruchtbares abzuringen härter ist als anderswo hier im Dreiländereck an der bayerischösterreichischtschechischen Grenze. Die dichten Wälder sind der größte Reichtum des Mühlviertels. Über den berühmten Schwarzenbergschen Schwemmkanal wurde bis ins 20. Jahrhundert Holz in die Metropolen des Habsburger Reichs geschwemmt. Nach wie vor ist das Land bäuerlich geblieben. Eine Hopfengegend ist das Mühlviertel auch heute noch. In Hofstetten braut die Familie Krammer seit sechs Generationen Bier - in der ältesten Brauerei Österreichs. Mehr als 400 Burgen gab es einst im Mühlviertel. Die Burg Klam hat als eine der wenigen jedem Angriff standgehalten. Im 15. Jahrhundert ging die Anlage an die Familie Clam-Martinic, die sie bis zum heutigen Tag bewohnt.

muehl.jpg (39738 Byte)

14:15 - 15:00, NDR
Bilderbuch

Sanft geschwungene Hügel, Wälder, Wiesen, Äcker und Hecken: das Mergelland. Diese Region der Niederlande liegt vor den Toren Aachens. An dem Fluss Geul entlang geht es vorbei an der mittelalterlichen Eyneburg bei Kelmis bis zur Mündung der Geul in die Maas. Über der Stadt Valkenburg im Herzen des Mergellandes befindet sich die wildromantische Ruine der einzigen Höhenburg der Niederlande. Direkt darunter in dunklen Gängen einer gewaltigen Mergelhöhle verstecken sich Fledermäuse und andere geheimnisvolle Dinge. Maastricht ist die Hauptstadt der Provinz Limburg mit einer historischen Altstadt. Typisch für die abwechslungsreiche Ausflugsregion ist das Mergelland-Schaf, das heute dazu beträgt, die seltenen Magerrasenwiesen des Mergellandes zu erhalten.

mergel.jpg (48202 Byte)

14:15 - 15:00, B3
Skizzen aus Spanien

Der Jakobsweg nach Santiago de Compostela war im Mittelalter zeitweise die bedeutendste Pilgerstraße Europas. Von den Pässen der Pyrenäen hinab führt der 'camino' von Aragón und Navarra nach La Rioja, in das große, alte Weinland Spaniens. Hier gedeihen die edelsten Sorten, und ihre weltberühmten Namen sind alle mit Adelstiteln geschmückt. Auch die Pilger des Mittelalters schätzten den guten Wein, das kräftige Brot und die herzhaften Gerichte, die in den Gasthäusern den Müden und Erschöpften gereicht wurden. Unter ihnen galt La Rioja als das Land Gottes: Brunnen, Kapellen und Kreuze standen am Wegesrand und nach jedem Tagesabsschnitt fanden sie ein Städtchen mit Kloster und Kirche, Hospital und Pilgerheimen. Noch heute ist der Jakobsweg lebendig, und die Pilger ziehen zu Fuß oder auf dem Fahrrad die lange Straße nach Compostela.

14:15 - 15:00, H3
Planet Erde ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) fauna.gif (2335 Byte)

Tropische Regenwälder beherbergen etwa 40 - 60 Prozent aller auf der Erde vorkommenden Arten. Jede von ihnen hat ihre eigene Überlebensstrategie entwickelt, um sich zu behaupten. Auch für viele bedrohte Menschenaffen bilden die dichten Dschungel einen letzten Rückzugsraum.

In Brasilien gingen bis 2006 rund 13 % des Waldes verloren. In den letzten fünf Monaten 2007 wurden weitere 3235 qkm vernichtet - eine Fläche größer als das Saarland.

planet1.jpg (24664 Byte)

15:15 - 16:00, NDR
Karpaten ausrufezeichen2.gif (1830 Byte)

Die Karpaten sind mit 1300 Kilometern der längste Gebirgszug Europas. Kurt Mayer folgt dem Wanderhirten Vasile und seinem Hund Hajduk von den Waldkarpaten an der Grenze zur Ukraine bis in die südlichen Höhen des Fagaras-Gebirges in Rumänien.

Die Gebirgskette wird vom größten zusammenhängenden Waldgebiet des Kontinents überzogen. Aus diesem Grund leben mehr als ein Drittel aller Bären, Luchse und Wölfe Europas in den Karpaten.

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15:15 - 16:00, ZDF
Steffens entdeckt fauna.gif (2335 Byte)

So wild wie sein Ruf ist Afrika schon längst nicht mehr, im Gegenteil. Die Wildnis wird vielerorts gemanagt, und zwar von Menschen. Sie entscheiden, wo welche Tiere leben dürfen und auch wie viele. Dirk Steffens ist im größten Nationalpark Südafrikas, dem Krüger Nationalpark, unterwegs. Geschützt, hinter Zäunen, leben hier die Big Five: Löwen, Elefanten, Büffel, Nashörner und Leoparden. Gerade weil die Tiere im Nationalpark sicher vor Wilderern sind, vermehren sie sich gut, und das kann zum Problem werden. Hier kommen die Ranger zum Einsatz. Dirk Steffens ist dabei, wenn der professionelle Fangtrupp des Parks wilde Breitmaulnashörner betäubt, medizinisch versorgt und dann auf Transporter verlädt. Der Grund: Es gibt zu viele davon. Bis zu 80 Kilo Grünzeug frisst ein Nashorn pro Tag. Da kann die Vegetation schnell Schaden nehmen. Die Tiere werden später an andere Parks verkauft, und ihr Erlös kommt dem Nationalpark zu Gute. Den professionellen Umgang mit wilden Tieren lernen die Ranger in ihrer Ausbildung. Einen kleinen Einblick davon bekommt Dirk Steffens bei einer Nacht in direkter Nachbarschaft von zwei ausgewachsenen Löwen. Werden Tiere so erfolgreich geschützt wie im Krüger-Park, besteht der Wunsch, die Fläche zu vergrößern. Das ambitionierteste Projekt der Region ist grenzübergreifend. Der Limpopo Nationalpark in Mosambik und der Krüger Nationalpark sollen zusammenwachsen. Anders als in Südafrika, sind die Tiere in Mosambik von Wilderern bedroht. So besteht die Hauptaufgabe der Ranger darin hier, Wilderer zu vertreiben, aber auch die Bewohner des Parks vor den Wildtieren zu schützen. Auf der Reise durch das südliche Afrika begegnet Dirk Steffens vielen Menschen, die durch ihre Arbeit direkt in die Abläufe der Natur eingreifen. Sei es, dass sie sich um Paviane kümmern, kranke und verletzte Tiere pflegen oder Elefantenhorden von Dörfern und Feldern fernhalten. So groß die Nationalparks in Afrika auch sein mögen, sie sind Inseln in einer von Menschen beherrschten Welt. Für ein unabhängiges Ökosystem sind sie viel zu klein, und so führt am Wildlife Management kein Weg vorbei.

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15:30 - 16:15, 3SAT
Die Kykladen

Die Kykladen sind eine Inselgruppe im Ägäischen Meer. Steile Felsen, Waldarmut, Wassermangel und heftige Winde bestimmen das Landschaftsbild der rund 300 griechischen Inseln, die weit weniger bekannt sind als beispielsweise Lesbos, Samos oder Rhodos. Bei guter Sicht erscheinen die Kykladen einander so nah, dass man sie sich gut als Spitzen eines im Meer versunkenen Gebirges vorstellen kann. Dabei gleicht keine Insel der anderen. Die erste Folge des zweiteiligen Films über 'Die Kykladen' führt von Naxos nach Tinos. Naxos ist die größte Insel und zeichnet sich vor allem durch seine landschaftliche Vielfalt aus. Der höchste Berg der Kykladen, der Zeusberg, sorgt auch im Sommer für Regenfälle, sodass dort kaum Wassermangel herrscht. Landwirtschaft, Marmorbrüche und Schmirgelabbau sind der Grund dafür, dass der Tourismus der Insel bisher fern geblieben ist. Ähnlich wie Naxos gehörte auch Milos seit jeher zu den wohlhabenderen Kykladeninseln. Und auch Milos versucht bis heute, ohne Tourismus zu überleben. Das wird vor allem durch den Abbau der reichlich vorhandenen Mineralien erreicht. Dank dieser Mineralien und dank des vulkanischen Gesteins ist Milos die farbigste aller Kykladen. Delos war über fünf Jahrhunderte lang religiöses, kulturelles und politisches Zentrum der ganzen Ägäis. Heute gehört ein Besuch der Insel zu den Höhepunkten bei fast allen Reiseveranstaltern. Der Film endet auf Tinos mit der berühmten Wallfahrtskirche Panagia Evangelistria, zu deren Wunderwirkender Marien-Ikone im März und August jeden Jahres zehntausende Pilger reisen. Deshalb wurde Tinos oft mit dem südfranzösischen Wallfahrtsziel Lourdes verglichen.

15:30 - 16:00, MDR
Winterreise durch Lappland

Lappland im Winter - das heißt viel Schnee und Dunkelheit, aber auch grandiose Natur, Einsamkeit und Nordlichter. Claudia Buckenmaier begegnen auf ihrer Reise durch den eisigen Norden Finnlands originelle Einheimische und skurrile Bräuche. So ist sie bei einem Tanztee mit Skischuhen dabei, besichtigt den weltweit ersten Saunalift und fährt im Bücherbus für Kinder mit.

Lappland hat eine Bevölkerungsdichte von nur 2,0 Einwohnern pro Quadratkilometer.

lapp.jpg (29721 Byte)

16:15 - 17:00, 3SAT
Die Kykladen

Die Kykladen sind eine Inselgruppe im Ägäischen Meer. Steile Felsen, Waldarmut, Wassermangel und heftige Winde bestimmen das Landschaftsbild der rund 300 griechischen Inseln, die weit weniger bekannt sind als beispielsweise Lesbos, Samos oder Rhodos. Bei guter Sicht erscheinen die Kykladen einander so nah, dass man sie sich gut als Spitzen eines im Meer versunkenen Gebirges vorstellen kann. Dabei gleicht keine Insel der anderen. Die zweite Folge von 'Die Kykladen' führt von Paros nach Santorin. Die Wein-Insel Paros mit ihren sanft geschwungenen Hügelketten ist bei griechischen Urlaubern genau so beliebt wie bei Touristen aus dem Ausland. Eine Sehenswürdigkeit in der Hauptstadt Parikia ist ein Museum, in dem Funde aus der Antike ausgestellt sind. Einmalig unter den Attraktionen der Kykladen ist das 'Schmetterlingstal' auf Paros, wo sich im Juli und August mit Motten verwandte Schmetterlinge zur Paarung versammeln. Wer gerne badet und Ruhe und Abgeschiedenheit sucht, sollte Antiparos aufsuchen, wo es nur wenig Autos gibt. Besonders berühmt ist die große Tropfsteinhöhle. Das Verwaltungszentrum der Kykladen ist Ermoupolis auf Syros: die einzige große Stadt der Inselwelt. Während sich im Süden Jachthäfen und Luxusvillen aneinander reihen, ist der Norden karg und von Landflucht gezeichnet. Ein Höhepunkt jeder Kykladen-Reise ist Santorin, das die Griechen Thira nennen. Auf der bei Touristen sehr populären Vulkaninsel steigen noch immer Schwefelschwaden aus dem Erdinneren auf.

17:00 - 17:45, 3SAT
Lesbos

Lesbos ist eine griechische Insel ohne Tempel und Traumstrände. Sie bietet Einblicke in ein Griechenland, das noch frei von Massentourismus und folkloristischen Klischees ist. Die Insel am östlichen Rand der Ägäis hat der Homosexualität von Frauen ihren Namen gegeben. Die antike Dichterin Sappho, von Platon zur Muse erkoren, verhalf der Insel mit ihren erotischen Gedichten zu Weltruhm. Bis heute pilgern Frauen aus aller Welt zu Sapphos Geburtsort Eressos, wie zu einer Kultstätte. In der Blütezeit war die reiche Oliveninsel Lesbos ein bedeutender Handelsknotenpunkt zwischen Konstantinopel, Kleinasien und Ägypten. Die heutige Randlage zur Türkei drängte die drittgrößte Insel Griechenlands ins Abseits. Geblieben ist der Stolz der Inselbewohner, insbesondere der Frauen, die auf Lesbos auch 2.500 Jahre nach Sappho das Sagen haben: Immerhin wirken auf der Insel vier von den insgesamt sieben Bürgermeisterinnen in Griechenland. Der Film 'Lesbos' von Doris Metz zeigt die Insel im Laufe der Jahreszeiten.

lesbos.jpg (31496 Byte)

17:45 - 18:30, 3SAT
Ischia

Ischia, genannt 'L'isola verde' oder die grüne Insel, ist mit 47 Quadratkilometern die größte der Phlegräischen Inseln. Vor Millionen Jahren wurden die Inseln durch die tektonischen Bewegungen eines riesigen Vulkans aus dem Meer gehoben. Der vulkanische Ursprung ist auf Ischia auch heute noch zu sehen und zu spüren: Heiße Dämpfe dringen aus der Erde, und Thermalquellen sprudeln aus dem Boden. Schon in der Antike kamen Griechen und Römer nach Ischia, um die Natur zu genießen, in den heißen Thermen zu baden und Krankheiten zu heilen. Zahlreiche Reisende berichteten von den Wohltaten dieser Bäder - wie beispielsweise Caroline von Humboldt, die Schwägerin des berühmten Reisenden Alexander von Humboldt, deren Tochter im Sommer 1817 auf Ischia von einer Gesichtslähmung vollständig geheilt worden sein soll. Am 28. Juli 1883 kam es um 21.30 Uhr zu einer gewaltigen Erdbebenkatastrophe auf der Insel, bei der fast 3.000 Menschen getötet wurden. Danach verfiel Ischia in einen Dornröschenschlaf. Erst Anfang der 1950er Jahre kamen nach und nach wieder Touristen auf die Insel, darunter viele Künstler aus England oder Deutschland, die auf der Suche nach dem einfachen Leben waren. Heute sind es jedes Jahr Millionen Touristen, die die Naturschönheit und Thermen genießen. Der Film 'Ischia' von Birgit Kienzle stellt die grüne Insel vor.

19:30 - 20:15, Arte
Afrikas Rift Valley - Der Große Graben ausrufezeichen2.gif (1830 Byte) fauna.gif (2335 Byte)

Auf 6000 km Länge verläuft der Kontinentalbruch vom Jordantal über das Hochland Äthiopiens und Ostafrikas bis nach Mosambik. Harald Pokieser schuf ein eindrucksvolles Porträt dieses Landstriches. Im Mittelpunkt des ersten Teils steht die Heimat der 'BigFive', die Serengeti in Tansania und die Masai Mara in Kenia.

Mit 'BigFive' sind Elefant, Nashorn, Büffel, Leopard und Löwe gemeint.

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20:15 - 21:00, Phoenix
Die alten Ägypter geschichte.gif (1360 Byte)

Computer- und Spezialeffekte wie sonst nur im Film, 130 Schauspieler und mehr als 1000 Statisten: Die internationale Koproduktion hat mehr als zehn MiIlionen Euro verschlungen. Und sie zeigt ein farbenprächtiges Bild von der Lebenswelt der alten Ägypter, von Arbeitern, Bauern, korrupten Beamten und machtbesessenen Pharaonen.

Info: Wie alle Episoden basiert auch diese auf alten Berichten: Die Chronik verewigte ein Schreiber an der Wand eines Tempels in Theben.

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23:00 - 00:35, NDR
Lost in Translation - Zwischen den Welten film.gif (3907 Byte)

US-Schauspieler Bob Harris (Bill Murray) soll in Tokio einen Whiskey-Werbespot drehen. Vom Jetlag geplagt und durch Sprachschwierigkeiten isoliert, verbringt Bob seine freie Zeit an der Hotelbar - und trifft dort auf die junge Amerikanerin Charlotte (Scarlett Johansson). Gemeinsam entdecken sie in den nächsten Tagen die fremde Welt.

Bill Murray erhielt hierfür eine Oscar-Nominierung.

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