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Die Oberfläche der Kontinente ist ständigen Veränderungen unterworfen. Sobald Gestein der Luft ausgesetzt ist, beginnt die Abnutzung unter den Einwirkungen des Wassers oder der Gase in der Atmosphäre. Die Lebewesen, im wesentlichen die Pflanzenwurzeln und die übrigen Organismen im Erdboden, sind ebenfalls an der Gestaltung der Oberfläche beteiligt und führen zur Herausbildung von spektakulären Landschaften wie Wasserfällen, Gletschern, Abgründen und Klippen.

Unter Erosion versteht man die Zersetzung der Oberfläche durch äußere Einflüsse. Diese geologischen Einflüsse  wirken physikalisch und chemisch auf das Gestein ein. Durch diese doppelte Einwirkung brechen die großen Gesteinsblöcke auf   und die von Wasser und vom Wind losgelösten Sand- und Staubteile gleiten wegen der Schwerkraft in tiefere Bereiche und bilden seltsame Landschaften. Das erodierte Material lagert sich schließlich auf dem Meeresboden ab, wo es dichte Sedimentschichten bildet. Das dauert allerdings sehr lange. Tausende, ja Millionen Jahre sind erforderlich, bevor ein kleiner, von einem Berg losgelöster Gesteinsbrocken, den Meeresboden erreicht und Teil eines neuen Sedimentgesteins wird.

Die Kraft des des Wassers

Das Wasser besitzt die größte Erosionskraft. Das aus der Atmosphäre stammende Wasser versickert hauptsächlich in der Erde, der Rest verdunstet oder fließt auf den Erdoberfläche und kehrt zurück in das Meer. Das Oberflächenwasser ist wesentlich für die Herausbildung des Reliefs  verantwortlich. Hochwasser entsteht durch Regenfälle und fließt schnell bergab, ohne ein Bett zu suchen. Es bewirkt starke Erosionen, die sich an den am wenigsten geschützten Orten schnell bemerkbar machen. Auf erosionsgefährdetem Lehmboden führt es zu Abgründen und Schluchten.

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In 30 Millionen Jahren hat der Colorado in den USA die Hochebene erodiert, in der er strömte, und den beeindruckenden Grand Canyon gebildet. Foto vergrößern

Entstehung der Dünen

Dünen sind Ablagerungen aus unverfestigten Sand, die vor allem an Stränden und in Wüsten auftauchen. Die durch Wind verursachte Bewegung der Sandkörner führt dazu, daß sich ein kleiner Hügel zu bilden beginnt, wenn der Sand an ein Hindernis gerät. Neue Sandkörner kommen zu diesen dazu und die Düne gewinnt an Höhe.

Die Dünen besitzen einen lang gestreckten Kamm im rechten Winkel zur Windrichtung. Verändert sich die Windrichtung, werden sie gebrochen und andere Dünen, die sich schneller bewegen - sogenannte Wanderdünen - treten auf.

Aus der Vogelperspektive betrachtet, ist die Form einer Düne meist halbmondförmig (Sicheldüne), wobei ihre Spitzen in Windrichtung weisen. Diese Spitzen entstehen, weil die Enden sich schneller bewegen als der Mittelteil, in dem sich der meiste Sand befindet.

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Erosion der Küsten

Klippen

Wellen, die an Klippen schlagen, verdichten die Luft in den Spalten und Gesteinsporen. Mit der Zeit zerfällt das Gestein, das Fundament der Klippe bricht auseinander, die Klippe rutscht ab und zieht sich zurück. Die von den Wellen verursachte Erosion führt zu Vorsprüngen. Die Spalten werden zu Grotten und die im Inneren befindliche, unter Druck stehende Luft kann Löcher in die Decke der Grotte brechen, was zu Luftrauschen führt. Die natürlichen Bögen ergeben sich durch Verbindung der Grotten, die sich an den Seiten einer Spalte befinden.

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Strände und Sandbänke

An die Küstenlinie angeschwemmtes Material lagert sich an bestimmten Orten ab, wobei Strände, Barren und Sandbänke entstehen.

Kaskaden und Wasserfälle

Kaskaden entstehen, wenn ein Wasserlauf einen Höhenunterschied in Stufenform zu überwinden hat. Sobald eine Kaskade sehr hoch ist, wird sie Wasserfall genannt wie der "Salto Angel" in Venezuela, der mit etwas weniger als einem Kilometer der höchste Wasserfall der Erde ist. Während der Aufprallpunkt ausgehöhlt wird, bewirkt die stete Reibung des Gesteins durch das Wasser, daß der Rand der Stufe abgetragen wird. Im Laufe der Zeit führt die Erosion wie bei den Klippen zu ständigem Abrutschen von Gestein und die Abstufungen werden immer geringer.

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Erosionsvorgang bei einem Gletscher

In den Polar- oder Bergregionen verwandelt sich der Schnee in Eis. Beim Abgleiten des Eises in tiefer gelegene Gebiete kommt es zur Bildung von Talgletschern.

Die von Gletschern bedeckte Erdoberfläche wird auf 15 Millionen Quadratkilometern geschätzt, also ungefähr 10% der außerhalb des Wassers befindliche Fläche. Den größten Teil dieser mit Eis bedeckten Landflächen machen die Antarktis und Grönland aus, der Rest dieses Eises bedeckt die Gipfel der großen Bergketten.

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Die Talgletscher haben ihren Ursprung auf den Gipfeln der Hochgebirge im ewigen Eis. In der Firnmulde, die gewöhnlich kreisförmig und von den höchsten Bergen umgeben ist, sammelt sich das Eis. Die Gletscherzunge beginnt in der Mulde und zieht sich durch das Tal. Ihr Ende heißt Ablationszone und beginnt dort, wo das Eis schmilzt und einen Fluß bildet. Man findet ebenfalls Sekundärgletscher, auch hängende Täler genannt, die in das Haupttal einmünden und während der gesamten Abtauperiode hängende Kaskaden bilden.

Will man die Erosionskraft des Eises messen, kann man die senkrechten Wände der Gletschertäler nach dem Rückzug des Eises untersuchen. Die alten Gletschertäler unterscheiden sich deutlich von den Flußtälern durch ihr U-Profil und ihren abgeflachten Boden. Ein weiteres Kennzeichen dieser Täler ist ihre erodierte und vom Eis transportierte Moräne, die vor allem aus Geröll bestehendes Gesteinsmaterial besteht.

iconfilm2.gif (1390 Byte)Einen Film zum Thema Gletscher können Sie hier sehen.
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