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D 8
Organisation der acht Entwicklungsländer - Developing Eight (D-8)
Sitz (Sekretariat): in Istanbul geplant
Gründung am 15.6.1997 in Istanbul (Türkei) mit
Unterzeichnung der Erklärung von Istanbul zur Gründung der Organisation der 8
Entwicklungsländer (Developing Eight) durch die Staatspräsidenten von Indonesien und Iran, die Ministerpräsidenten von Ägypten, Bangla Desh, Malaysia, Pakistan und der Türkei sowie den Industrieminister Nigerias. Vorausgegangen war ein
Außenministertreffen der acht bevölkerungsreichsten islamischen Staaten in Istanbul am
4.1.1997.
Ziele: Verstärkte Zusammenarbeit in den Bereichen Handel,
Industrie, Technologie, Kultur, Sport, Wissenschaft, Gesundheit, Umweltschutz und
Tourismus sowie bei der Bekämpfung der Armut durch gemeinsame Projekte und regelmäßige
Konsultationen.
Organe: Ein Ständiges Sekretariat soll in Istanbul
eingerichtet, der Generalsekretär für ein Jahr von der Türkei gestellt werden.
Perspektiven: Angeregt wurde die D-8 durch den damaligen
türkischen Ministerpräsidenten, den Vorsitzenden der islamischen Wohlfahrtspartei
Necmettin Erbakan, der mit ihr den Einfluß muslimischer Staaten auf ihrem Weg zum
Industriestaat stärken wollte. Zweifel am Sinn der D-8, die auf längere Sicht ein
Gegengewicht zu den Industriestaaten G-8 werden will, bestehen
angesichts fehlender konkreter gemeinsamer Ziele. Da die Mitgliedstaaten räumlich weit
verstreut sind, kann die D-8 keine regionale Vereinigung bilden, die Grenzen öffnet und
Ökonomien zusammenschließt. Zudem ist die
treibende Kraft, Erbakan, als türkischer Ministerpräsident zurückgetreten.
Mitglieder: Ägypten,
Bangla Desh, Indonesien, Iran, Malaysia,
Nigerias, Pakistan
und die Türkei mit zusammen 758 Mio.
Einwohnern bzw. rund 80 % der Moslems auf der Welt.
Die D-8 soll für weitere Mitglieder offen sein, auch wenn es sich bei ihnen nicht um
islamische Staaten handelt. |
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