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Gesundheit Literatur Reisehinweise Reiseziele
Sitten & Bräuche Strafrecht Strom Unterkunft
Verkehr Zoll- - -

Gesundheit

Die medizinische Versorgung auf dem Lande ist vielfach mit Europa nicht zu vergleichen. Sie kann auf dem Land technisch, apparativ und/ oder hygienisch problematisch sein. Ein ausreichender, dort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen. Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden (Kühlkette?). Auch hierzu ist eine individuelle Beratung durch einen Tropenarzt bzw. Reisemediziner sinnvoll.

Bei Einführung von verschreibungspflichtigen Medikamenten für den eigenen Bedarf ist es ratsam, eine Bescheinigung des verschreibenden Arztes mit sich zu führen, die die medizinische Notwendigkeit bestätigt.

In der Türkei sind menschliche Erkrankungen und Todesfälle an der Vogelgrippe aufgetreten.

Impfschutz: Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über drei Monate auch Hepatitis B. Bei besonderer Exposition (Landaufenthalt, Jagd, Jogging u.a.) kann Impfschutz gegen Tollwut und evtl. auch einmal gegen Typhus sehr sinnvoll sein. Im persönlichen Beratungsgespräch mit dem Tropenarzt bzw. dem Impfarzt mit tropen- und reisemedizinischer Erfahrung sollen diese und andere Fragen entschieden werden.

HIV / Aids ist im Lande ein Problem und eine Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches lebensgefährliches Risiko bergen.

Durch hygienisches Essen und Trinken (nur abgekochtes, nichts lau aufgewärmtes) und je nach Jahreszeit konsequenten Mückenschutz (Repellentien, Mückennetz, bedeckende Kleidung, Verhalten) können die meisten zum Teil auch gefährlichen Durchfälle und auch Infektionserkrankungen ganz vermieden werden. Im Südosten der Türkei kommt Malaria vor. Eine regelmäßige Prophylaxe ist nur selten notwendig.

In diesem Jahr sind vermehrt gastrointestinale Infekte vermutlich durch verunreinigtes Meeres- und Leitungswasser aufgetreten.


Literatur

Reisehinweise

Terrorismus

Am 03. Januar 2008 wurde im Stadtzentrum von Diyarbakir im Südosten der Türkei ein Sprengstoffanschlag verübt, bei dem zahlreiche Menschen getötet und verletzt wurden.

Schon in der Vergangenheit kam es mehrfach zu Sprengstoffanschlägen mit Toten und Verletzten. Betroffen waren u.a. die Städte Ankara, Istanbul, Cesme und Kusadasi. Zu einer Anschlagserie im Sommer 2006 in verschiedenen Touristenzentren hat sich Medienberichten zufolge eine gewalttätige Splittergruppe der terroristischen PKK bekannt. Sie droht mit weiteren Anschlägen.

Die Sicherheitsvorkehrungen sind im ganzen Land auf hohem Niveau. Reisenden in der Türkei wird auch weiterhin zu erhöhter Vorsicht geraten

Reisen über Land

Im Osten und Südosten der Türkei kommt es weiterhin zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen der PKK und türkischen Sicherheitskräften. Seit Dezember 2007 unternimmt das türkische Militär auch grenzüberschreitende Militäroperationen gegen PKK-Stellungen im Nordirak. Bei Reisen in den Osten und Südosten der Türkei ist mit Behinderungen aufgrund von Straßenkontrollen und verstärkten Militärbewegungen zu rechnen. Der türkische Generalstab hat sechs Gebiete in den Provinzen Siirt, Sirnak, Mardin und Hakkari zu zeitweiligen Sicherheitszonen und militärischen Sperrgebieten erklärt, deren Betreten bis voraussichtlich zum 11. Juni 2008 grundsätzlich verboten ist und die einer strengen Kontrolle unterliegen. Es wird empfohlen, die Notwendigkeit von Reisen in den Osten und Südosten des Landes sorgfältig abzuwägen.

Kriminalität

Bei einem Überfall auf einen christlichen Verlag in der osttürkischen Stadt Malatya wurden am 18. April 2007 drei Personen, darunter ein Deutscher, ermordet.

Die Türkei zeichnet sich bislang als ein Land mit vergleichsweise gering ausgeprägter Gewaltkriminalität aus. In letzter Zeit waren jedoch auch Reisende Opfer von Gewaltverbrechen. Es wird deshalb besonders bei einem Aufenthalt an einsamen Orten und gemeinsamen Unternehmungen mit wenig bekannten Personen zu Vorsicht geraten.

Bei Verlassen des PKWs wird geraten, keine Wertgegenstände und Handtaschen sichtbar im Fahrzeug zurückzulassen.

Vorsicht vor Taschendieben ist besonders in der Großstadt Istanbul angezeigt. Die Zahl von Straßendiebstählen, besonders in belebten Zonen, hat sich in Istanbul in jüngerer Zeit erhöht. Allgemein gilt, dass auf Taschen und Geldbörsen überall da, wo Menschenmengen sind, geachtet werden sollte. Vor allem im Stadtteil Beyoglu wurden vermehrt Betrugsfälle bekannt, in denen Touristen zu einem weit überteuerten Getränk in einer Bar eingeladen und anschließend gezwungen wurden, zur Begleichung der Rechnung eine größere Summe Bargeld von einem Geldautomaten zu ziehen.

Bei Zahlung mit Bankkarten ist Vorsicht vor Betrügern geboten, die versuchen, unbemerkt die Bankkarte des Reisenden zu kopieren und den zugehörigen PIN-Code auszuspähen, um dann mit gefälschten Karten an Geldautomaten Geld abzuheben. Reisenden wird daher geraten, bei Zahlung ihre Bankkarte stets im Auge zu behalten und die Geheimnummer nur verdeckt einzugeben. Bei Benutzung von Bank- und Kreditkarten mit PIN-Code in Wechselstuben wird zu Vorsicht geraten.


Reiseziele

Die Ägäische Küste

Das antike Ionien ist eine der Wiegen der westlichen Zivilisation. An der herrlichen Küste liegen malerische Urlaubsorte und bedeutende Ausgrabungsstätten, hier wurden die Überreste des legendären homerischen Troja gefunden. Die Ruinen der einst bedeutenden Stadt Pergamon (das heutige Bergama) liegen südlich von Troja. Zu besichtigen gibt es den Athena- und den Trajans-Tempel, den Zeusaltar, eine Akropolis, ein Theater, ein Gymnasium, das Asklepion, ein Museum und eine Basilika aus roten Ziegeln.
 
Die Hafenstadt Izmir, der Geburtsort Homers, ist die drittgrößte Stadt der Türkei. Die moderne Großstadt liegt in einer wunderschönen Bucht, umgeben von terrassenartig aufsteigenden Hügeln. Hier befand sich einst die griechische Festung Smyrna. Mehrere Erdbeben und ein großes Feuer haben die alte Siedlung fast vollständig zerstört. Übriggeblieben ist die auf dem Berg Pagos gelegene Zitadelle aus dem 4. Jahrhundert, die eine wunderschöne Aussicht auf die Stadt, den Golf von Izmir und eine römische Agora mit guterhaltenen Säulen und Statuen von Poseidon und Artemis bietet. Çesme mit ausgezeichneten Stränden, einer Festung aus dem 15. Jahrhundert, und Thermalquellen ist nur einer der vielen beliebten Urlaubsorte der Region. Die malerische Hafenstadt Sigacik, die Ruinen der alten ionischen Stadt Teos und die Sandstrände von Akkum liegen zwischen Izmir und Çesme. Am Fuß des Berges Pion befinden sich die Ruinen der griechisch-römischen Stadt Ephesus (das heutige Selçuk). Das Große Theater sowie die Celsus-Bibliothek sind inzwischen restauriert worden; außerdem können der Serapis-Tempel (2. Jh.), die Fassade des Hadrian-Tempels, die Hafenstraße, Häuser, die Agora, ein Gymnasium und ein Stadion besichtigt werden. Meryemana, angeblich das Haus der Jungfrau Maria, liegt in der Nähe von Ephesus in einem kleinen Tal des Bergs Bulbul Dagi. Die Ruinen von Priene, Milet und Didyma (einst eine bedeutende Orakelstätte) sind ebenfalls interessant. Sie liegen unweit des Ferienortes Kusadasi, der ausgezeichnete Sandbuchten hat und sich als Ausgangspunkt für Ausflüge in die Umgebung anbietet.
 
Weiter im Südwesten liegt die Küstenstadt Bodrum, dem Geburtsort des antiken Geschichtsschreibers Herodot. Hier befinden sich auch die Fundamente des Grabmals von König Mausolos, des imposanten Mausoleums, das eines der Sieben Weltwunder der Antike war. Die St.-Peter-Burg aus dem 15. Jahrhundert beherrscht das heutige Stadtbild. Von hier aus kann man Ausflüge zur griechischen Insel Kos unternehmen. Marmaris liegt an einer Förde und ist von Pinienwäldern umgeben. Ganz in der Nähe ist das Fischerdorf Datca, weiter südlich liegt Fethiye, ein Urlaubsort in einer geschützten Bucht mit vielen kleinen Inseln. Die Felsengräber der Lykier sind einen Besuch wert. Ganz in der Nähe liegt der erst vor kurzem entdeckte Öludeniz eine vom Meer geschützte Lagune mit kristallklarem Wasser, die unter Naturschutz steht. Pamukkale in der Nähe von Denizli ist bekannt für die spektakulären, zu Kalkstein erstarrten Wasserfälle. Die Heilkraft der Thermalquellen war schon den Römern bekannt. Hier befinden sich auch die Ruinen der römischen Stadt Hierapolis.

Die westliche Mittelmeerküste

Die »Türkische Riviera« ist ein vielbesuchtes Urlaubsgebiet, das mit Sonnenschein um Besucher wirbt. Auch hier findet man überall Kreuzritterburgen und andere Zeugnisse einer bewegten Geschichte.
 
Auf einer Klippe liegt Antalya, eine Stadt mit Jachthafen und ausgezeichneten Hotels; idealer Ausgangspunkt für Ausflüge zu den antiken griechischen Städten Perge, Aspendos und Side. In Antalya selbst kann man das Hadriantor, die Moscheen Kesik Minare und Yivli Minare und den runden römischen Turm Hidirlik Kulesi besichtigen. Westlich von Antalya in der Nähe von Kemer liegt ein Feriendorf des Club Mediterranée. Außerhalb der hellenistischen Stadtmauern der Ruinen von Perge befindet sich ein guterhaltenes römisches Amphitheater. Außerdem gibt es ein Siegestor, ein Thermalbad und eine Agora. Im eindrucksvollen Amphitheater (2. Jh.) in Aspendos werden noch heute griechische Tragödien aufgeführt. Nördlich der Stadt liegt das schönste römische Aquädukt in der Türkei. In Side, einem belebten Badeort, kann man nahezu unbeschädigte griechische Stadtmauern besichtigen sowie einen Brunnen, ein Theater, zwei Agoras und die römischen Bäder. Alanya, einer der populärsten Urlaubsorte am Mittelmeer, liegt am Fuße des Taurus-Gebirges unterhalb einer Seldschuken-Zitadelle. Eine Küstenrundfahrt mit dem Boot führt an Klippen und versteckten Buchten vorbei. Von der Zitadelle mit dreifachen Burgmauern hat man eine atemberaubende Aussicht.
 
Die östliche Mittelmeerküste
 
Eine landschaftlich schöne Straße führt von Anamur, dessen Stadtbild von einer auf einer Klippe gelegenen byzantinischen Burg beherrscht wird, nach Silifke. Das Museum der historischen Stadt enthält Funde der Ausgrabungsstätten dieser Region. Die Hafenstadt Mersin wurde auf bis in die Altsteinzeit zurückreichenden Fundamenten errichtet. Es gibt gute Hotels. Adana in der Cukurova-Ebene ist das Zentrum der türkischen Baumwollindustrie. Die enorme Taskopru-Brücke wurde im 2. Jahrhundert von Hadrian erbaut. Der überdachte Basar sowie die Kreuzritterburgen und Hethiter-Siedlungen in der Umgebung sind sehenswert. Von Iskenderun führt eine Straße über den Belen-Paß nach Antakya, dem biblischen Antiochia. Hier gründete Petrus die erste christliche Gemeinde. Etwas außerhalb der Stadt liegt die Grotte, in der er seine ersten Predigten hielt.
 
Die Schwarzmeerküste
 
Diese schöne Bergregion hat weder den geschichtlichen Hintergrund noch das angenehme Klima der anderen Regionen der Türkei. Trotz des wechselhaften Wetters gibt es einige Ferienorte mit guten Sandstränden wie Kilyos, Sile, Akcakoca, Unye, Ordu und Giresun. Die Unterkünfte sind oft einfach. Eine landschaftlich interessante Straße verbindet die Bezirksstädte Samsun und Trabzon. In Samsun deutet nur wenig auf die historische Vergangenheit hin, die Stadt spielte jedoch eine bedeutende Rolle in der modernen Geschichte der Türkei. Ein Denkmal erinnert an den Unabhängigkeitskrieg, der hier 1919 begann. In Trabzon können die Ruinen einer byzantinischen Festung und zahlreiche andere alte Bauwerke besichtigt werden. Die Sofienkirche wurde während der 200 Jahre anhaltenden Herrschaft der Kommagenen errichtet. Ein etwa 54 km von Trabzon entfernt liegendes Kloster aus dem 14. Jahrhundert wurde der Jungfrau Maria geweiht; es ist auf einer Höhe von 300 m in eine Felswand hineingebaut und ist für seine Wandmalereien bekannt.

Ostanatolien
 
 Das weitläufige und kaum bevölkerte Ostanatolien ist ein rauhes Land mit extremen Temperaturunterschieden. Desolate Schönheit, grüne Wiesen und gewaltige Gebirgsmassive mit ewigem Schnee, Nomadenzelte, einsame Dörfer, Lehmhütten und verlassene Kloster prägen das Landschaftsbild.
 
 Erzurum: Erzurum, die größte Stadt der Region, war Jahrhunderte lang eine der östlichsten Bastionen des Byzantinischen Reiches. Die Moscheen und Mausoleen der Seldschuken und der Mongolen, byzantinische Stadtmauern sowie zwei Koranschulen mit Minaretten und feingeschnitzten hölzernen Eingangstoren sind einen Besuch wert. Die Grenzstadt Kars, nordöstlich von Erzurum, zeichnet sich durch eine mittelalterliche Festung (12. Jh.) aus. Östlich von Kars liegen die Ani-Ruinen aus dem 10. Jahrhundert. Noahs Arche soll auf Agri Dagi, dem Berg Ararat aus der Bibel, gestrandet sein. Am Fuße des Berges, in Dogubeyazit, liegen der Märchenpalast und die Moschee des Ishak Pascha. Die Aussicht vom Palast ist atemberaubend. Die befestigte Stadt Van liegt am östlichen Ufer des riesigen Van-Sees. Sie war zwischen 800 und 600 v. Chr. eine bedeutende Festung der Urartu. Die Felsengräber und Ruinen von Moscheen der Seldschuken und Ottomanen sind besuchenswert. Auf der Insel Akdamar steht die bezaubernde Kirche des Heiligen Kreuzes aus dem 10. Jahrhundert. Diyarbakir wurde im 4. Jahrhundert erbaut und ist von drei mächtigen Wällen aus schwarzem Basalt umgeben. In Mardin stehen Gebäude aus dem Mittelalter und eine römische Zitadelle. Urfa ist ebenfalls sehenswert. In Nemrut Dagi stehen gigantische Steinstatuen, die König Antiochus I. im 1. Jahrhundert v. Chr. errichten ließ und die einen unvergeßlichen Anblick bieten. Unterkünfte in dieser Region sind einfach und mitunter schwer zu finden.

Istanbul
 
Istanbul, direkt am Goldenen Horn gelegen, stellt die Brücke von Asien nach Europa dar. Die bewegte Vergangenheit dieser Stadt, die einst Byzanz, dann Konstantinopel hieß und Hauptstadt des Römischen, Byzantinischen und Ottomanischen Reiches war, hat ein umfangreiches Kulturgut hinterlassen. Unzählige Moscheen, Museen und prächtige Paläste, das farbige Leben am Ufer des Bosporus und die überdachten Basare geben der Stadt ein einzigartiges Flair.
 
DIE STADTTEILE: Istanbul besteht aus drei unterschiedlichen Teilen. Das alte Istanbul hat zahlreiche Parkanlagen und Gärten. Zu den Sehenswürdigkeiten gehört der Topkapi-Palast, die Residenz der ottomanischen Sultane über vier Jahrhunderte. Von hier hat man einen herrlichen Ausblick auf die Stadt, auf das Goldene Horn, den Bosporus und das Mamara-Meer mit den Prinzeninseln bis hinüber nach Asien. Topkapi ist nicht nur ein Palast, sondern ein Komplex von Gärten, Gebäuden, Bibliotheken und natürlich dem Harem, dem Quartier der Frauen.
 
Wenige Schritte vom Topkapi-Palast befindet sich die Hagia Sofia, einst eine römische Kathedrale aus dem 6. Jh., im Jahre 1453 in eine Moschee verwandelt und heute ein Museum. Die Blaue Moschee ist bemerkenswert für ihre sechs Minarette. Der größte überdachte Basar der Welt, Kapali Çarsi, ist eine der faszinierendsten Attraktionen Istanbuls. Wer sich im Trubel langsam gen Norden treiben läßt, landet im Ägyptischen Basar, dem Masir Çarsisi, dem Gewürzbasar. Nur wenige Schritte davon entfernt liegt die anmutigste Moschee der Stadt, Rüstem Pasa Camii. Auf der gegenüberliegenden Seite des Goldenen Horns liegen Pera und Galata, Sinnbild des modernen Istanbuls. Es gibt keine bedeutenden historischen Gebäude in diesen Stadtteilen, dennoch sind beide Viertel einzigartig. Die großen Hotels, die weitläufigen Plätze und das internationale Nachtleben bilden einen starken Kontrast zur Altstadt. Sehenswert ist die Prinzenpassage mit ihren vielen Restaurants. Üsküdar (Scutari) und Kadíköy, beide am dritten Ufer gelegen, sind die asiatischen Teile Istanbuls. Überfahrten werden von der Galata-Brücke aus angeboten. Zwei Hängebrücken, die längsten Europas, überspannen den Bosporus. Von ihnen hat man einen unvergeßlichen Rundblick über Istanbul.
 
DIE UMGEBUNG: Zahlreiche Urlaubsorte am Bosporus wie Tarabya und Machka liegen ganz in der Nähe. Besonders sehenswert sind die alten Befestigungsmauern von Rumeli Hisarti, der Nationalpark am Berg Olympus von Mysia und die Ruinen von Troja. Boote fahren über den Bosporus zu den Prinzen-Inseln, die zweifellos einer der attraktivsten Ausflugsorte in der Umgebung von Istanbul sind. Die Inselgruppe besteht aus neun Inseln, die größte dieser Inseln ist Büyük Ada, die ca. 25 km von der Galata-Brücke entfernt liegt.

Thrakien und Marmara

Die Dardanellen, das Marmara-Meer und der Bosporus trennen die sanften Hügel und Sonnenblumenfelder des europäischen Thrakien vom asiatischen Teil der Türkei. In Edirne, der Provinzhauptstadt, stehen drei der schönsten Moscheen der Türkei, die Eski Cami, die Uc Serefeli Cami und die bekannte Selimiye. Berge, Wälder und Strände machen die umliegende Landschaft aus. Das pittoreske Marmara ist ein populäres Urlaubsgebiet. An der Küste liegen die Urlaubsorte Yalova, Erdek und Gemlik. Der Berg Uludag, der ehemalige sagenhafte Berg Olympus von Mysia, ist heute das bedeutendste Wintersportgebiet der Türkei. Am Fuß des Berges liegt die historische Stadt Bursa, die gleichzeitig ein Kurort ist. Sie zeichnet sich durch zahlreiche elegante Gebäude aus der ottomanischen Zeit aus, wie das Grüne Mausoleum und die Große Moschee. In der Stadt Iznik treffen Besucher auf Ruinen aus verschiedenen Epochen; Römer, Byzantiner, Seldschuken und Ottomanen haben hier ihre Spuren hinterlassen. Hier werden die bildschönen Kacheln hergestellt, die so viele Moscheen und Paläste in der Türkei schmücken. Die Stadt Izmit, heute leider von Abgasen verpestet, hat antike Stadtwälle und ein römisches Aquädukt.

Wintersportorte
 
Die Wintersportorte der Türkei liegen meist auf bewaldeten Bergen der mittleren Hochlagen. Die nachfolgenden Skigebiete können mit dem Auto oder mit dem Flugzeug (Turkish Airlines) erreicht werden. Weitere Informationen erteilt der Skiverband: Gençlik ve Spor Gen. Müd. Tel: (0312) 310 39 60. Telefax: (0312) 311 07 64.
 
Uludag liegt 36 km südlich von Bursa und kann entweder über eine asphaltierte Straße oder mit der Drahtseilbahn erreicht werden. Saison ist von Januar bis April. Es gibt Anfängerhügel, Slalom, Riesenslalom, drei Skilifte, drei Sessellifte, ein kleines Krankenhaus und Après-Ski. Unterkunft findet man in Hotels und Skihütten (Kapazität 3100 Betten).
 
Saklikent 48 km nördlich von Antalya liegt die Bakirli-Dagi-Bergkette (2546 m). Es gibt Pensionen und Skihütten (Kapazität 2500 Betten). Die besondere Attraktion dieser Gegend ist das nahegelegene Mittelmeer. Im März und April kann man morgens Ski laufen, und am Nachmittag schwimmen gehen.
 
Köroglu Dagi liegt an der Autobahn zwischen Istanbul und Ankara, etwa 50 km von Bolu entfernt. Das Skigebiet liegt auf einer Höhe von 1900-2350 m. Das Kartal-Hotel (2. Klasse - Kapazität 400 Betten) hat einen Swimmingpool und einen Skilift. Skiausrüstungen können gemietet werden, Skilehrer stehen zur Verfügung.
 
Palandoken, 6 km von Erzurum (Höhe 2200-3100 m), hat die längsten und schwierigsten Pisten der Türkei. Das Skihotel (Kapazität 100 Betten) hat Zentralheizung und einen Sessellift. Skilehrer stehen zur Verfügung, man kann auch Ausrüstungen mieten. In Erzurum gibt es ebenfalls einige Hotels. Hauptsaison ist von Dezember bis April.
 
Sarikamis: Dieses Skigebiet in der Nähe von Kars hat gute Pisten und ideale Schneebedingungen (Höhe 2250 m). Hauptsaison ist von Januar bis März. Das Skihotel (Kapazität 60 Betten) hat Zentralheizung, Sessellift und Skilehrer. In Kars findet man ebenfalls Unterkunft.
 
Erciyes ist 25 km von Kayseri entfernt und liegt am östlichen Hang des Berges Erciyes Dagi (2150 m). Saison ist von November bis Mai. Das Hotel (Kapazität 120 Betten) stellt Skiausrüstungen und Skilehrer zur Verfügung. Zum Skilaufen benötigt man eine Erlaubnis des Generaldirektors für Sportunterricht.

Zentralanatolien

Mittelpunkt ist die moderne Großstadt Ankara, die Hauptstadt der Türkei. Sie wurde in den zwanziger und dreißiger Jahren in dem nur dünn besiedelten Gebiet unter der Aufsicht von Kemal Atatürk gebaut, um die alte Hauptstadt Istanbul zu ersetzen. Ant Kabirr, Atatürks Mausoleum, ist das Wahrzeichen der Stadt und nur eines der zahlreichen Denkmäler des Nationalhelden. Ein kleines Museum mit persönlichen Erinnerungsstücken Atatürks befindet sich inmitten der riesigen Anlage. Anadolu Medeniyetleri Müzesi, das Museum der Anatolischen Zivilisationen, auch Hethiter-Museum, südlich der Zitadelle im restaurierten ehemaligen überdachten Basar untergebracht, beherbergt eine einmalige und prächtige Sammlung von Kunst- und Gebrauchsgegenständen der Hethiter, Römer, Seldschuken und aus der neolithischen Zeit. Eine weitere Sehenswürdigkeit, die Arslanhane Camii, eine Moschee aus dem 13. Jh. mit einer von 24 Holzpfeilern getragenen Holzdecke befindet sich im Basarviertel. 200 km östlich von Ankara liegt das kleine Dorf Bogazkale. In der Umgebung von Bogazkale wurden 1906 die Staatsarchive der Hethiter gefunden, und die Überreste der ehemaligen Hauptstadt des Hethiterreiches Hattusa (ca.1650-1200 v. Chr.) befinden sich hier. Im Dreieck Bogazkale - Alaca Hüyük - Yazilikaya kann man die bedeutende Stätte besichtigen. Eine der bemerkenswerten Sehenswürdigkeiten Anatoliens ist das Felsheiligtum Yazilikaya aus dem 13 Jh. v. Chr. Sungurlu ist ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge in diese faszinierende Region. Amasya, eine der reizvollsten Städte Anatoliens, war die Hauptstadt des einstigen Königreiches Pontus. Die Felsengräber der Könige von Pontus und die auf einem hohen Berg gelegenen Ruinen einer Zitadelle mit den Überresten eines ottomanischen Palastes sind einen Besuch wert. Ganz in der Nähe liegen die Städte Tokat und Sivas mit Beispielen seldschukischer Architektur.
 
Die surrealistisch anmutende Erosionslandschaft von Kappadokien besteht aus bizarren Felsformationen, Tuffsteinkegeln und Schluchten. Die Bewohner dieses Gebietes haben seit 400 v. Chr. ganze Siedlungen in die weichen Felswände aus vulkanischem Gestein geschlagen. Einige der Dörfer, z. B. Soganli, sind noch immer bewohnt. In Göreme kann man Felskirchen mit byzantinischen Fresken besichtigen. In Zelve steht ein etwas unheimlich wirkendes Kloster. Die von bizarr geformten Felsen umgebenen Dörfer Ortahisar und Uchisar mit ihren Festungen bieten einen ausgezeichneten Rundblick. Das enge Tal von Ihlara und die unterirdischen Städte Kaymakli und Derinkuyu sind faszinierend. Überall in Kappadokien findet man kleine Hotels und Campingplätze; die besten Hotels gibt es in den Städten Nevsehir und Ürgüp. Die historischen Siedlungen Kanes, Karum und Fraktin (heute ein Wintersportort) in der Nähe der Stadt Kayseri sind ebenfalls einen Besuch wert.
 
Konya, eine grüne Oase inmitten der kargen, südwestanatolischen Steppenlandschaft, ist trotz moderner Einflüsse eine stark vom Islam geprägte, traditionelle anatolische Stadt geblieben. Die letzte Hauptstadt des Seldschukenreiches und viertgrößte Stadt der Türkei ist eine der ältesten Siedlungen der Welt - sie geht auf das 7. Jahrtausend v. Chr. zurück. Hier lebte der Mystiker Mevlana, der den Orden der Tanzenden Derwische gründete. Mevlanas Mausoleum wurde 1927 zum Museum erklärt, nachdem Kemal Atatürk eine weltlich orientierte Politik einführte. Für viele Gläubige ist es aber immer noch ein Heiligtum. Aus dieser vergangenen Epoche sind beeindruckende restaurierte Bauten zu besichtigen. Besonders sehenswert sind die Alaeddins Moschee (13. Jh.), das Portal der Ince Minare Medresse, das Fayencen-Museum der Karatay Medresse und die Iplikci-Moschee, Konyas ältestes Gebäude. Die antiken Stätten Beysehir und Binbirkilise liegen in der Nähe von Konya.


Sitten & Bräuche

Nachtleben

In fast allen größeren Städten gibt es Kinos und Nachtklubs mit europäischer und orientalischer Musik. In Izmir, Istanbul und Ankara kann man Theater- und Konzertveranstaltungen besuchen. Zahlreiche Restaurants und Hotels veranstalten Unterhaltungsabende. In den Urlaubsorten ist die Auswahl an Diskotheken und Bars recht groß.

Einkaufstipps

Der Kapali-Carsi-Basar in Istanbul bietet eine große Auswahl an Schmuck, Teppichen und Antiquitäten. Außerdem Textilien, Stickereien, Teppichen, Lederwaren, Intarsienarbeiten und bemalte Kacheln. Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Sa 09.30-13.00 und 14.00-19.00 Uhr. Der große Basar in Istanbul ist Mo-Sa 08.00-19.00 Uhr geöffnet.

Sport

Bergsteigen: In der Türkei gibt es mehrere Bergketten, deren Gipfel Höhen zwischen 3250 m und 5165 m erreichen (der Agri Dagi/Ararat ist der höchste Berg in Anatolien), die sowohl Anfängern als auch erfahrenen Bergsteigern gute Betätigungsmöglichkeiten bieten. Die notwendige Genehmigung erhält man vom Türkischen Bergsteigerklub. Skilaufen: Die Wintersportorte liegen meist in schönen Waldgebieten, vor allem im Norden (in der Nähe von Ankara) und im Westen. Sie sind oft einfach über asphaltierte Straßen oder per Flugzeug zu erreichen. Wassersport: Das Mittelmeer, vor allem in der Nähe von Izmir, ist sehr warm und daher gut für Wassersport aller Art geeignet.

Trinkgeld

In den Rechnungen der Hotels und Restaurants ist Bedienungsgeld enthalten.


Strafrecht

Als allgemeiner Grundsatz gilt, dass in der Türkei unter Strafe steht, was auch in Deutschland verboten ist.

In der Türkei werden Drogendelikte besonders hart bestraft (10 - 20 Jahre Gefängnis für Einfuhr, 6 - 12 Jahre Gefängnis für Ausfuhr).

Ebenfalls hart geahndet (Gefängnisstrafe bis zu 10 Jahren) wird der Erwerb, Besitz und die Ausfuhr von "Kultur- und Naturgütern", da diese als staatliches Eigentum gelten. Bei Verstößen sind auch für Touristen mehrere Monate Untersuchungshaft und hohe Kautionszahlungen (z.Zt. ca. 9.000,- Euro) gängige Praxis, auch wenn es sich um Antiquitäten bzw. alt aussehende Gegenstände von vermeintlich geringem Wert handelt. In Einzelfällen wurden Haftstrafen verhängt. Es wird daher nachdrücklich davor gewarnt, von Händlern z.B. Antiquitäten, alte Münzen, Fossilien etc. anzukaufen oder selbst mitzunehmen. Polizei und Zollbehörden legen den Begriff “Antiquitäten” weit aus. Jeder bearbeitete Stein kann darunter fallen. Da es für Reisende praktisch unmöglich ist, selbst zu erkennen, ob ein solcher Gegenstand als Antiquität geschützt ist, sollten Reisende, die über keine entsprechende Genehmigung der zuständigen türkischen Behörden verfügen, generell Steine, Münzen, Fossilien und alt aussehende Gegenstände nicht in ihrem Reisegepäck auszuführen versuchen. Grundsätzlich besteht jedoch die Möglichkeit, bei den dem türkischen Kulturministerium unterstehenden Museen und an einigen Zollstellen eine Ausfuhrgenehmigung einzuholen.

Es wird dringend davon abgeraten, in der Öffentlichkeit politische Äußerungen gegen den türkischen Staat zu machen bzw. Sympathie mit terroristischen Organisationen zu bekunden.


Strom

Volt Frequenz (Hz) Bemerkung
230 50 -
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Unterkunft

Die meisten großen Hotels befinden sich in Großstädten wie Istanbul, Ankara und Izmir.

In den Küstenorten und Touristengebieten gibt es zahlreiche Hotels, Motels und Campingplätze. In den abgelegenen Landesteilen sind die Unterkünfte recht einfach und entsprechen kaum westlichem Niveau.

Alle Unterkünfte müssen ein Beschwerdebuch haben, in das man aber auch positive Bemerkungen oder Vorschläge eintragen kann. Beschwerden können außerdem direkt an das Ministerium für Tourismus gerichtet werden (Ismet Inönü Bulvari 5, Bahçelievler, TR-Ankara, Tel: (0312) 212 83 00. Telefax: (0312) 212 85 95, Internet: http://www.turizm.gov.tr) oder an das Fremdenverkehrsamt des jeweiligen Ortes.

Allgemeine Informationen auch von: TUROB (Turistik Otelciler ve Isletmeciler Birligi), Mete Cad/Mete Palast, 26/2, Taksim, TR-80090 Istanbul. Tel: (0212) 249 51 53. Telefax: (0212) 252 16 64. (E-Mail: turkishhotels@sim.net.tr).

Kategorien: Hotels haben 1 bis 5 Sterne (1-5 Yildizli). Motels und Ferienhäuser sind entweder 1. Klasse oder 2. Klasse (1/2 Sinif).
 
PENSIONEN: Gibt es in Urlaubsorten und größeren Städten.
 
FERIENHÄUSER UND -WOHNUNGEN: Können gemietet werden.

JUGENDHERBERGEN: Inhaber eines ISIC-Studentenausweises oder eines internationalen Jugendherbergsausweises können die Jugendherbergen in Istanbul, Kumla und Canakkale benutzen. Weitere Informationen von Yücelt Interyouth Hostel, Caferiye Sok No 6/1, Sultanahmet 34400, Istanbul. Tel: (0212) 513 61 50, 513 61 51. Telefax: (0212) 512 76 28. (E-Mail: info@yucelthostel.com)
 
CAMPING: Es gibt zahlreiche recht einfache Campingplätze.


Verkehr

FLUGZEUG: Turkish Airlines (TK) fliegen von Istanbul, Ankara und Izmir in alle großen Städte der Türkei. Inhaber eines Internationalen Studentenausweises (ISIC) erhalten Ermäßigung auf internationalen (ausgenommen ist den Nahe Osten) und nationalen Flügen.

SCHIFF: Adriatic Line, die Tochtergesellschaft der Turkish Maritime Lines, läuft diverse Küstenstädte an. Eine Autofähre verbindet die Städte Mersin und Magosa (über Latakia). Die Mersin Tourist Line fährt von Mersin nach Izmir und Istanbul über Antalya, Bodrum und Kusadasi. Zwischen Istanbul und Izmir verkehren zahlreiche Boote mit Schlafkabinen. Außerdem gibt es Fähren auf dem Schwarzen Meer entlang der türkischen Nordküste. Eine Autofähre überquert regelmäßig die Dardanellen von Gelibolu (Gallipoli) aus und fährt von Çanakkale nach Eceabat und von Gelibolu nach Lapseki.

Turkish Maritime Lines gewährt den Inhabern eines ISIC-Studentenausweises (International Student Identity Card) eine Ermäßigung von 15% (einfache Fahrt) bzw. 25% (Hin- und Rückfahrt) auf internationalen Strecken und von 50% im Binnenverkehr.

BAHN: Zwischen allen größeren Städten verkehren mehrmals täglich Züge der Türkischen Staatsbahn (TCDD), die besten Verbindungen bestehen zwischen Istanbul und Ankara, sowie auf den Hauptlinien von Osten nach Westen sowie von Norden nach Süden (kostenlose Platzreservierung erforderlich). Zahlreiche Züge haben Schlaf-, Liege- und Speisewagen, aber keine Klimaanlage. Die Fahrkarten für Schnell- und Postzüge sind teurer, obwohl Schnellzüge recht langsam fahren und man manchmal umsteigen muß. Auf bestimmten Touristenstrecken fahren Dampflokomotiven, so z. B. in der östlichen Türkei der Anatolien-Express. Fahrkarten erhält man auf Bahnhöfen an den TCDD-Schaltern und bei TCDD-Vertretungen. Inhaber eines ISIC-Ausweises erhalten Ermäßigung.

BUS/PKW: Zur Zeit werden zahlreiche Straßen ausgebessert und neue Straßen gebaut. Neue Autobahnen mit einer Gesamtlänge von 1400 km sind derzeit im Bau. Im Falle eines Unfalls wendet man sich am besten an den ADAC (s. u.) oder den Türkischen Automobilverband (TTOK, Turkiye Turing ve Otomobil Kurumu), der in allen größeren Städten und Urlaubsorten sowie an Grenzübergängen eine Filiale hat. Die Zentrale ist unter folgender Adresse erreichbar: Sanayi Sitesi Yani Fort Levent, Istanbul. Tel: (0212) 282 81 40. Telefax: (0212) 282 80 42. Eine ADAC-Auslands-Notrufstation ist eingerichtet. Sie bietet ADAC-Mitgliedern und Inhabern eines ADAC-Auslandskranken- und Unfallschutzes Hilfeleistungen bezüglich Hotels, Mietwagen, Fahrzeug- oder Krankenrücktransporte. Die Notrufstation in Istanbul ist Mo-Fr 08.00-18.30 Uhr besetzt (Tel: (0212) 288 71 90. Internet: http://www.adac.de ). Bleifreies Benzin ist landesweit erhältlich. Fernbus: Zahlreiche private Busunternehmen bieten Tag- und Nachtverbindungen zu allen türkischen Städten an. Mit dem Bus kommt man oft schneller ans Ziel als mit der Bahn. Aufgrund der großen Konkurrenz sind zudem die Fahrpreise günstig. Fahrkarten erhält man in den Zweigstellen der verschiedenen Unternehmen, entweder am Busbahnhof oder in den Stadtbüros. Es lohnt sich, die Preise zu vergleichen. In größeren Städten gibt es Busbahnhöfe (Otogar), in Kleinstädten fahren die Busse vom Stadtzentrum ab. Verkehrsbestimmungen: Höchstgeschwindigkeiten auf Landstraßen 90 km/h, 50 km/h in geschlossenen Ortschaften. Mietwagen können in allen größeren Städten mit und ohne Fahrer gemietet werden. Alle internationalen Mietwagenfirmen haben Niederlassungen in der Türkei. Unterlagen: Bei einem Aufenthalt von mehr als 3 Monaten ist eine Zollbescheinigung (Triptique) erforderlich, erhältlich vom Türkischen Automobilverband. Die Grüne Versicherungskarte oder eine entsprechende internationale Versicherung werden verlangt; der nationale Führerschein reicht aus, sofern man mit dem eigenen Wagen einreist. Für Mietwagen ist ein internationaler Führerschein erforderlich.

Autofahrten nach Einbruch der Dunkelheit, auch auf größeren Verbindungsstraßen, sind mit erhöhten Gefahren verbunden und sollten vermieden werden. Wer im Auto übernachten möchte, sollte dazu einen bewachten Parkplatz oder Campingplatz aufsuchen. Die Strafen für Verkehrsdelikte wurden zu Anfang 2008 drastisch erhöht.

Bei angebotenen Jeepsafaris sollten Anbieterfirmen und technischer Zustand der Fahrzeuge kritisch geprüft werden, vor allem wenn die Reiseveranstalter keine Gewähr übernehmen. Die Jeeps sollten nur Personen fahren, die über Erfahrung mit derartigen Fahrzeugtypen und Fahren auf off-road-Strecken verfügen.

STADTVERKEHR: In Istanbul, Ankara und Izmir gibt es ein umfangreiches Busnetz, zum Teil auch Oberleitungsbusse. Auch in allen anderen größeren Ortschaften gibt es Busse. Sie sind im allgemeinen pünktlich, modern und leicht zu benutzen. Die Fahrkarten kauft man am Kiosk und wirft sie in einen Behälter neben dem Fahrer. Taxis, Sammeltaxis und Minibusse stehen ebenfalls zur Verfügung. Die zahlreichen Taxis erkennt man an einem schwarz-gelb karierten Streifen. In Ankara und Istanbul gibt es Taxis mit Taxameter, ansonsten sollte man den Fahrpreis vorher aushandeln.

Ein Dolmus ist ein Sammeltaxi (am gelben Streifen erkennbar), das auf bestimmten Routen fährt. Die Fahrpreise richten sich nach der zurückgelegten Entfernung und werden von den örtlichen Behörden vorgeschrieben. In großen Städten fahren die Dolmus bis in die Vororte, zu Flughäfen und in Nachbarstädte. Sie sind recht praktisch und preiswerter als normale Taxis. Trotz der vorgeschriebenen Fahrpreise sollte man sich vor höheren »Sonderpreisen« in acht nehmen, die für von der üblichen Route abgelegene Fahrziele, Nachtfahrten und bei schlechtem Wetter verlangt werden. Je nach Bedarf wird aus einem Taxi kurzerhand ein Dolmus und umgekehrt. Fähren führen über den Bosporus und zu anderen Stadtteilen von Istanbul. In Ankara ist der Bau einer Untergrundbahn geplant.

Grundsätzlich bestimmt bei Taxifahrten der Taxameter den Preis, bei längeren Fahrten ist Handeln durchaus erlaubt. Besonders in Istanbul sollte man sich vorher über den ungefähren Fahrpreis informieren, damit Taxifahrten nicht ungewollt zu kostspieligen Stadtrundfahrten werden. Es sollte auch darauf geachtet werden, dass der Taxameter bei Fahrtantritt eingeschaltet wird und der Tagtarif eingestellt ist (außer für Fahrten von/zu einigen Flughäfen) Die Hotels dienen hierbei als eine sichere Informationsquelle.

Fahrzeiten: von Ankara zu den folgenden größeren türkischen Städten (ungefähre Angaben in Std. und Min.):

- Flugzeug Bahn Bus/Pkw
Istanbul 0.45 7.00 6.00
Izmir 0.50 10.00 7.00
Antalya 1.00 - 8.00
Adana 0.55 13.00 6.00
Erzurum 1.15 18.00 11.00
Van 1.15 23.00 15.00
Trabzon 1.40 - 3.00
Mugla 1.25 - 10.00

Zoll

Reisende dürfen persönlichen Schmuck bis zu einem Gesamtwert von 15.000 US Dollar ein- und ausführen. Bei einem höheren Wert muss dieser bei der Einreise deklariert werden. Beim Kauf in der Türkei sind Nachweise erforderlich.

Im Übrigen dürfen folgende Waren bei Einreise in die Türkei pro Person mitgeführt werden (gilt nicht für Transitreisende):

Persönliche HabeGegenstände des persönlichen Gebrauchs inkl. medizinischer Artikel (Geräte) und Medikamente sowie Geschenkartikel bis zu einem Gesamtwert von 300 Euro (Kinder unter 15 Jahren bis 145 Euro).

Reisemitbringsel

  • 400 Stück Zigaretten und
  • 150 Stück Zigarillos (max. 3 gr./Stück) und
  • 10 Stück Zigarren und
  • 200 gr. Zigarettentabak (inkl. 200 Stück Zigarettenpapier) oder 200 gr. Pfeifentabak oder 200 gr. Kautabak oder 200 gr. Tabak für Wasserpfeifen oder 50 gr. Schnupftabak
  • 1 Flasche Alkohol (à 100 cc) oder 2 Flaschen à 70 bzw. 75 cc
  • bis zu 5 Flaschen Kölnisch Wasser (à 120 ml), Lavendelwasser, Parfüm oder Essenz
  • 1,5 kg Kaffee, 1,5 kg löslicher Kaffee, 500 gr Tee, 1 kg Schokolade, 1 kg Süßigkeiten

Reisende unter 18 Jahren dürfen die unter Punkt 1-5 aufgeführten Gegenstände nicht einführen.

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