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Migrationsbewegungen, interne wie internationale, sind ein charakteristisches Merkmal der Bevölkerung in Italien. Die Auswanderung vollzog sich in drei großen Wellen. Der erste Schub dauerte vom Ende des 19. Jahrhunderts bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges. Ziel waren zunächst andere europäische Länder, später zog es die italienischen Auswanderer auch weiter in die Welt hinaus: nach Argentinien, Brasilien, Uruguay und schließlich bis in die USA und Kanada, Am Ende des Ersten Weltkrieges machte sich ein zweiter Migrationsschub auf nach Argentinien, Brasilien und Kanada. Nach dem Zweiten Weltkrieg ergießt sich eine dritte große Wanderungswelle über die Welt. Die Ströme verteilen sich auf dem amerikanischen Kontinent und Mitteleuropa, das besonders ab den fünfziger Jahre zu einem attraktiven Ziel der Auswanderer wird. Gleichzeitig setz sich eine inneritalienische Wanderungsbewegung ein, die bis in die siebziger Jahre anhält: zahlreich Italiener zieht es aus den ländlichen, agrarisch geprägten Süden in den besser entwickelten industrialisierten Norden. Im Verlauf der neunziger Jahre wird Italien selbst zum Ziel von Einwanderern. Die Welle der albanischen Flüchtlinge ist nur ein Beispiel für diese neue Entwicklung. Italien ist eines der am dichtesten besiedelten Länder Europas. Zwischen Mitte des 19. und Ende des 20. Jahrhunderts ist seine Bevölkerung ständig gewachsen. Erst im Jahrzehnt 1975 - 1985 verlangsamte sich die Wachstumsrate auf 0,2% und lag dann in der Zeit von 1995 - 2000 bei Null. Für 2004 wurde ein negatives Wachstum von -0,1% festgestellt. Die Bevölkerungsdichte zählt zu den höchsten im europäischen Mittelmeerraum. Die städtische Bevölkerung hat einen Anteil von 67,3% an der Gesamtbevölkerung- |
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