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Wie große Teile Europas war auch das Italienische Tiefland
früher dicht bewaldet, aber nach 2200 Jahren intensiver landwirtschaftlicher Nutzung
blieb in den nördlichen Ebenen kaum etwas von der ursprünglichen Vegetation erhalten.
Nutzpflanzen beherrschen die Landschaft und selbst die Pappeln an den Flußufern wurden
angepflanzt. Weiter im Süden überwucherte dichtes Strauchwerk aromatischer Pflanzen
brachliegendes Ackerland oder aus steinigen gebieten wurden Heidelandschaften mit
niedrigem Buschwerk und blühenden einjährigen Pflanzen. In einigen Gebieten, z.B. in
Kalabrien, entstand eine wüstenähnliche Landschaft. In den den Apenninen wachsen Eichen,
Kastanien und Buchen. Auf der Westseite des Gebirges und auf Sardinien finden sich an den
unteren Berghängen bis 600 m immergrüne Wälder. In den Alpen halten sich nur wenige
Pflanzen oberhalb 2250 m. aufgrund forstwirtschaftlicher Nutzung blieb ein Eichen- und
Süßkastanienbestand auch in den Vorgebirgen erhalten. Rund um die Seen wachsen Oliven-,
Lorbeerbäume und Zypressen. |
 |
Über Jahrhunderte betriebene Jagd und dichte Besiedlung führten
zu einem enormen Rückgang der Tierwelt. Die Alpen bieten
jedoch noch heute Hermelin, Alpen-Hasen und Rebhühnern eine sichere Zuflucht. Zu den
größeren Säugetieren gehören Steinböcke, die immer seltener werdenden Braunbären,
Gämsen und Rotwild. Im Süden des Landes leben Füchse und in den Appeninen auch Wölfe.
Auf Sardinien sind neben Damhirschen auch Mufflons und Wildschweine beheimatet. Zu den
reichen Fischbeständen in den Küstengewässern gehören Thunfisch, Schwertfisch und
Haie. Die Umweltverschmutzung der Gewässer stellt ein ernstes Problem dar. Sowohl an der
Mittelmeer- als auch an der Adriaküste führte ein verstärktes Algenwachstum zum
Absterben vieler Lebensformen im Meer. Dieses Wachstumsphänomen wurde durch chemische
Rückstände aus der Industrie und Landwirtschaft, die ins Meer gespült wurden, extrem
begünstigt. Die Algen entzogen dem Wasser Sauerstoff, wodurch ein gewaltiges Fischsterben
einsetzte. Zugleich wurden die Strände von übel riechendem Schlick verunreinigt. Mit dem
Bau neuer Kläranlagen in den 90er-Jahren begann sich die Situation zu bessern. |
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In den Alpen sind die Wintermonate gewöhnlich kalt und
schneereich, während die Sommer kurz und kühl sind. Die Temperaturen schwanken
erheblich. Niedrige Temperaturen an den höher gelegenen Hängen wechseln mit
Temperaturanstieg durch intensive Sonneneinstrahlung. |
Klimatabelle
| Monat |
1 |
2 |
3 |
4 |
5 |
6 |
7 |
8 |
9 |
10 |
11 |
12 |
| Min. Temp °C |
5 |
5 |
7 |
10 |
13 |
17 |
20 |
19 |
17 |
13 |
9 |
6 |
| Max. Temp °C |
11 |
13 |
15 |
19 |
23 |
28 |
30 |
30 |
26 |
22 |
16 |
13 |
| Feuchtigkeit % |
77 |
75 |
70 |
69 |
66 |
61 |
56 |
58 |
67 |
73 |
77 |
78 |
| Regentage |
8 |
9 |
8 |
6 |
5 |
4 |
1 |
2 |
5 |
8 |
11 |
10 |
|
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