![]() Themen |
Bildung: Island nimmt unter den OECD-Staaten eine Spitzenstellung in der Förderung der Bildung ein. Die Gesamtschule umfasst die Klassen 1-10, das Gymnasium die Klassen 11-14. Ein neuer Lehrplan setzt seit Herbst 1999 Englisch an erste Stelle ab Klasse 5, Dänisch fällt auf Platz zwei zurück und wird erst ab Klasse 7 unterrichtet. Eine dritte Fremdsprache (z.B. Deutsch) ist wahlweise möglich ab Klasse 9. Die Universität Islands plant einen Wissenschaftspark, der in der Nachbarschaft zur Universität und zum Neubau des Forschungsunternehmens deCode Genetics liegen wird. Das Haus der Naturwissenschaften wurde als erster Neubau des Parks nach mehrjähriger Bauzeit im Jahr 2003 eingeweiht. Kultur: Ein wesentliches Element der isländischen Kultur sind die altnordischen Traditionen, die sich auf der abgeschiedenen Insel weitaus besser erhalten haben als in Skandinavien. Familienstruktur: Der Staat erkennt eheähnliche Gemeinschaften als gültig an. Die Familien sind in Island meist größer als die in Skandinavien. Weil das Land so klein ist, sind persönliche Bindungen wichtig, und die Familie spielt eine zentrale Rolle. So gab man lange Zeit als Antwort auf die Frage Was ist dein Volk? den Namen seiner Eltern an. Waren die Eltern nicht bekannt, so nannte man deren Berufe oder die Namen der Großeltern. Mehr als 80 Prozent der isländischen Familien besitzen ein eigenes Haus. Mit dem wachsenden Anteil von Frauen bei den Erwerbstätigen ändert sich auch das traditionelle Familienbild. Nachdem das Land 1980 seine erste Präsidentin wählte und 1983 die Partei der Frauenallianz gegründet wurde, gibt es in Island ein besonderes Interesse an Frauenfragen.Umgangsformen: In der Regel begrüßt man sich mit einem Händedruck und den Worten Sæll (bei einem Mann) oder Sæl (bei einer Frau). Diese Begrüßungsformel bedeutet so viel wie Glück. Eine ungezwungenere Begrüßung, die besonders von Kindern gebraucht wird, ist Halló (Hallo). Die Isländer sprechen sich ganz offiziell mit dem Vornamen an, und sind auch im Telefonbuch unter diesem zu finden. Der Nachname einer Frau setzt sich aus der Besitzform des Vornamens ihres Vaters und dem Zusatz -dóttir (Tochter) zusammen. Entsprechend wird der Name eines Mannes mit dem Zusatz -son (Sohn) gebildet. Die Frauen ändern ihren Nachnamen bei der Heirat nicht. Im Allgemeinen gibt es in Island keine strengen Regeln zur Besuchsankündigung. Es ist üblich, sich am Ende einer Mahlzeit oder auch nach einem Getränk bei den Gastgebern mit einem Händedruck zu bedanken. Freizeit: Reisen und Campen sind die beliebtesten Freizeitbeschäftigungen in Island. Weitere wichtige Erholungsmöglichkeiten sind Wandern, Angeln, das Schwimmen in Pools, die durch natürliche heiße Quellen erwärmt werden, Fußballspielen, Skifahren, Golfspielen oder Reiten, oftmals auf den für das Land typischen kleinen Islandponys. Auch Schach ist beliebt. Soziales
|
a
|
(C) erdkunde-wissen.de. Konzept, Gestaltung und Redaktion: erdkunde-wissen.de. Nachdruck, Weiterverarbeitung, Weitergabe an Dritte sowie Veröffentlichung nur mit schriftlicher Genehmigung. Keine Haftung für falsche Angaben, keine Gewähr über die Richtigkeit der Informationen. Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik? Mailen Sie uns einfach.