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Im jüngsten Ranking der wettbewerbsfähigsten Länder des
Weltwirtschaftsforums belegt Estland den 20. Platz und hat sich damit im Vergleich zum
Vorjahr um zwei Plätze verbessert. Verbesserungswürdig sind insbesondere die noch immer
unzureichende Infrastruktur und die Verwaltung. Die nach Wiedererlangung der
Unabhängigkeit eingeführte, liberale Wirtschaftspolitik wird konsequent weiter verfolgt.
Deutschland ist wichtiger Handelspartner nach Finnland und Schweden. 2003 betrug das
Wirtschaftswachstum 5,1% gegenüber dem Vorjahr, wurde aber durch die Inflation gebremst
und blieb leicht hinter den Erwartungen zurück.
Der Handel mit Rohstoffen und Halbfabrikaten aus den Bereichen Holz, Textil und
Metall stellt das Rückgrat der estnischen Wirtschaft dar. Hier wird etwa ein Drittel des
Bruttoinlandsproduktes generiert. Der Dienstleistungssektor, insbesondere in den Branchen
Transport und Tourismus, gewinnt zunehmend an Bedeutung und trägt mit einem Anteil von
66,2% zum BIP bei. Der Güterumschlag in den estnischen Häfen, besonders der
Transithandel mit Öl aus Russland sowie der Passagierverkehr mit Finnland und Schweden,
haben stark an Bedeutung gewonnen. Die Landwirtschaft spielt hingegen nur noch eine
untergeordnete Rolle.
Estland ist ein auf dem IT-Sektor weit entwickeltes Land, in dem moderne
Technologie hohe Akzeptanz genießt. PCs, Mobiltelefone und Internetbanking sind weit
verbreitet. Das Land ist stolz auf das hochgelobte, innovative Projekt der
"e-Regierung".
Wirtschaftliche Kennziffern:
| BSP (in US$) |
15,307 Mrd. |
| Zuwachsrate des BIP(in
%) |
9,8 |
| Anteil am BIP |
| Landwirtschaft (in %) |
4 |
| Industrie (in %) |
29 |
| Dienstleistungen (in %) |
67 |
| Arbeitslosigkeit (in
%) |
10,0 |
| Inflationsrate (in
%) |
3,0 |
| Staatseinnahmen (in
US$) |
3,952 Mrd. |
| Steueraufkommen
(am BIP, in %) |
17,0 |
| Einkommenssteuer
(in %) |
26 |
| Staatsausgaben (in
US$) |
3,783 Mrd. |
| Leistungsbilanzdefizit (in
US$) |
1,445 Mrd. |
| Devisenreserven (in
US$) |
1,947 Mrd. |
| Ausländische Direktinvestitionen (in
US$) |
539 Mio. |
| Militär |
| Allgemeine Wehrpflicht (in
Monate) |
8 |
| Streitkräfte (Mann) |
4 934 |
| davon Armee |
3 426 |
| Luftwaffe |
193 |
| Marine |
331 |
| Militärausgaben (am
BIP)(in %) |
1,6 |

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