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Gesundheit Literatur Reisehinweise Reiseziele
Sitten & Bräuche Strafrecht Strom Unterkunft
Verkehr Zoll- - -

Gesundheit

Die medizinische Grundversorgung ist zumeist befriedigend.

Estland ist Endemiegebiet der Frühjahr-Sommer-Meningo-Encephalitis (FSME), so dass für Risikogruppen und bei Langzeitaufenthalten eine vorherige Schutzimpfung nach ärztlicher Beratung angezeigt sein kann.

Es besteht in Estland für alle Personen, die in Deutschland gesetzlich versichert sind, ein Anspruch auf Behandlung – soweit dringend erforderlich – bei Ärzten, Zahnärzten, Krankenhäusern usw., die vom ausländischen gesetzlichen Krankenversicherungsträger zugelassen sind. Als Nachweis ist die europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) bzw. Ersatzbescheinigung (beide Dokumente erhalten Sie von Ihrer Krankenkasse) vorzulegen.Unabhängig davon wird dringend empfohlen, für die Dauer des Auslandsaufenthaltes eine Auslands-Krankenversicherung abzuschließen, die Risiken abdeckt, die von den gesetzlichen Kassen nicht übernommen werden (z.B. notwendiger Rücktransport nach Deutschland im Krankheitsfall, Behandlung bei Privatärzten oder in Privatkliniken).

Weitere Einzelheiten enthält die Internetseite www.dvka.de der Deutschen Verbindungsstelle für Krankenversicherung Ausland unter der Rubrik "Urlaub im Ausland".

Ansonsten erhalten Sie von Ihrer Krankenkasse Auskünfte über die aktuellen Regelungen.


Literatur

Reisehinweise

Kriminalität

Reisende mit Pkw sollten sich einer erhöhten Diebstahlgefahr bewusst sein und die üblichen Vorsichtsmaßregeln beachten (möglichst bewachte Parkplätze benutzen, möglichst nichts im Auto zurücklassen etc.).

Die Kleinkriminalität (Handtaschendiebstahl u.a.) konzentriert sich insbesondere in Tallinn. In letzter Zeit ist es dort auch wiederholt zu Raubüberfällen gekommen.


Sitten & Bräuche

Familienstruktur

Viele Paare leben bereits vor ihrer Hochzeit oder ihr ganzes Leben ohne Trauschein zusammen. Geheiratet wird weltlich, aber immer mehr Paare lassen sich auch kirchlich trauen. Frisch verheiratete Paare leben meistens noch eine zeitlang bei ihren Eltern, bis sie sich eine finanzielle Basis geschaffen haben. Die Familien haben meist sind ein bis drei Kinder. Die Großfamilie nimmt weiterhin einen wichtigen Stellenwert ein und Großeltern betreuen häufig ihre Enkel, wenn deren Eltern arbeiten. Eltern unterstützen ihre erwachsenen Kinder finanziell entsprechend ihrer Möglichkeiten. Dafür kümmern sich die Kinder um ihre Eltern, wenn diese in Rente gehen. In Pflegeheimen wohnen deshalb nur die älteren Menschen, die keine Verwandten mehr haben.    In den Städten leben die Familien in Wohnungen oder kleinen Einfamilienhäusern mit Garten. Familien in ländlichen Gebieten leben auf Bauernhöfen in größeren Häusern.

Umgangsformen

Esten begrüßen sich mit einem einfachen Tere (“Hallo”) und geben sich die Hand. Eine Unterhaltung beginnt häufig mit den Floskeln Kuidas käsi käib? (“Wie geht es dir?”) oder Kuidas läheb? (“Was machst du?”). Weitere Begrüßungsformen sind Tere hommikut (“Guten Morgen”) und Tere õhtut (“Guten Abend”). Fremde, ältere und Autoritätspersonen werden mit dem Personalpronomen teie gesiezt. Mit dem Pronomen sina duzen sich Freunde und Verwandte.

Freizeit

Beliebte Sportarten sind Volleyball, Segeln, Schlittenfahren, Schlittschuhlaufen, Schwimmen und Radfahren.

Nachtleben

Tallinn bietet eine große Auswahl an Restaurants, Cafés und Bars. Im Theater werden auch Opern und Ballette inszeniert.

Einkaufstipps

Hübsche Souvenirs sind Bernstein und Kunstgewerbeartikel aller Art. Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Fr 09.00/10.00-18.00/19.00 Uhr (Warenhäuser bis 20.00/21.00 Uhr), Sa 10.00-16.00 Uhr. 

Sport

Basketball ist die beliebteste Sportart. Fußballspiele sind ebenfalls gut besucht. Ausgezeichnete Wander- und Wassersportmöglichkeiten. Gute Loipen für Ski-Langlauffans.

Trinkgeld

Zuschläge für Bedienung sind in den Rechnungen enthalten. Die Taxifahrpreise enthalten ebenfalls bereits ein Trinkgeld.

Umgang

Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Esten sind sehr stolz auf ihre Kultur und Geschichte, dies sollte man als Besucher respektieren.


Strafrecht

In Estland besteht ein gesetzliches Verbot auf öffentlichen Plätzen Alkohol zu trinken. Verstöße dagegen werden mit Geldbußen bestraft.


Strom

Volt Frequenz (Hz) Bemerkung
230 50

Der erste Typ ist vor allem in älteren Häusern zu finden.-

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Verkehr

FLUGZEUG: Binnenflugverkehr zwischen Tallinn und den Inseln Saaremana und Hiiumaa (allerdings nicht während der Wintermonate).
 
BAHN: Das Schienennetz ist nur klein. Es gibt tägliche Verbindungen zwischen Tallinn und Haapsalu, Pärnu, Narva, Viljandi, Kloogaranna, Paldiski und Tartu. Die Fahrzeit zwischen Tallinn und Tartu beträgt 3 Std.
 
BUS/PKW: Das Straßennetz ist gut, allerdings gibt es nur wenige Autobahnen. Verkehrszeichen sind nicht beleuchtet und relativ klein, Nachtfahrten können daher mit Schwierigkeiten verbunden sein. Das Abblendlicht muß bei jeder Fahrt eingeschaltet sein. Bleifreies Benzin und Superbenzin sind mittlerweile an vielen Tankstellen erhältlich. Bezahlt wird in Landeswährung oder mit Kreditkarte. Es herrscht absolutes Alkoholverbot. Fernbus: Es gibt umfangreiche Busverbindungen in fast alle Teile des Landes. Mietwagen: Sind am Flughafen von Tallinn erhältlich. Unterlagen: Nationaler Führerschein und Fahrzeugschein. Internationaler Führerschein wird empfohlen. Grüne Versicherungskarte; man sollte unbedingt eine Kurzkaskoversicherung abschließen.

Reisen mit dem Pkw

Wer in Estland mit dem Pkw unterwegs ist, muss bei Polizeikontrollen neben der gültigen Fahrerlaubnis auch den Versicherungsschutz durch eine Grüne Karte nachweisen sowie die Fahrzeugpapiere im Original vorlegen. Straßenbenutzungsgebühren werden nicht erhoben. In Estland ist während des ganzen Jahres und zu jeder Tageszeit das Fahren mit Abblendlicht vorgeschrieben. Es gilt eine faktische "0,0-Promille-Grenze"; polizeiliche Alkohol- und Geschwindigkeitskontrollen sind häufig. Vom 1.12. bis 1.3. ist die Benutzung von Winterreifen Pflicht; dieser Zeitraum kann aufgrund der jeweiligen Witterungsverhältnisse allerdings auch kurzfristig ausgedehnt werden. Die Benutzung von Spike-Reifen ist vom 15.10. bis 15.4. gestattet. Am Steuer ist die Benutzung von Mobiltelefonen ohne Freisprechanlage nur außerhalb geschlossener Ortschaften erlaubt. Die Höchstgeschwindigkeit für PKW beträgt generell 50 km/h innerhalb und 90 km/h außerhalb geschlossener Ortschaften. Das Straßennetz ist ausreichend, hat aber noch nicht durchgehend mitteleuropäischen Standard.
 
STADTVERKEHR: Taxifahrten in Tallinn sind billig; das Busnetz ist ebenfalls sehr gut. Außerdem gibt es Oberleitungsbusse und Straßenbahnen. Fahrkarten erhält man an Ständen in Einkaufsbezirken.


Zoll

Die zollrechtlichen Vorschriften für Reisende lehnen sich weitgehend an die in vielen europäischen Staaten üblichen Regelungen an. Die Ausfuhr von künstlerisch oder historisch bedeutsamen, vor 1946 geschaffenen Objekten unterliegt Beschränkungen. Genauere Informationen über die aktuellen Zollvorschriften sind in englischer Sprache der Homepage der estnischen Zollverwaltung (www.customs.ee) zu entnehmen. Sofern die Einfuhr humanitärer Hilfslieferungen nach Estland beabsichtigt wird, ist die vorherige Einsichtnahme in diese Homepage dringend anzuraten.

Einfuhr von Tieren

Auch in Estland gilt der innerhalb der EU geforderte Heimtierausweis, in den auch die Tollwutimpfung einzutragen ist.

Die Erstschutzimpfung gegen Tollwut muss mindestens 21 Tage und die letzte Tollwutimpfung darf höchstens 12 Monate vor der Einfuhr nach Estland liegen.

Unter 3 Monate alte Heimtiere (Hunde, Katzen, Frettchen) müssen nicht gegen Tollwut geimpft, aber klinisch gesund sein. Als Nachweis hierfür verlangen die estnischen Behörden eine formlose Bescheinigung des zuständigen Tierarztes, dass das Muttertier gegen Tollwut geimpft war (sofern das Jungtier noch von ihr abhängt), bzw. das Jungtier seit der Geburt keinen Kontakt zu infizierten Wildtieren gehabt hat.

Detaillierte Informationen erhält man über die Homepages des estnischen Veterinäramtes und des estnischen Landwirtschaftsministeriums .

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