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Norddeutschland
Hamburg ist mit über 1,8 Mio. Einwohnern die zweitgrößte Stadt
der Bundesrepublik. Der Stadtstaat gehörte mit Lübeck, Bremen und Rostock zur Hanse, dem
mittelalterlichen Kaufmanns- und Städtebund. Die barocke Michaeliskirche (»der
Michel«), das Rathaus mit dem grünen Kupferdach, das elegante Hanseviertel,
die Alsterarkaden und die Alster (größter See innerhalb einer Stadt in
Europa) gehören zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt. Die Hamburger Kunsthalle, das
Museum für Hamburgische Geschichte, das Museum für Kunst und Gewerbe, das Altonaer
Museum und die Deichtorhallen (moderne Kunst) sind nur einige der
interessantesten Museen. Die Hamburgische Staatsoper und das Deutsche
Schauspielhaus machen Hamburgs Ruf als Kulturzentrum alle Ehre. In Planten un
Blomen, dem wunderschön angelegten Park im Herzen der Stadt am Congresscentrum
(CCH) finden im Sommer mehrmals täglich eindrucksvolle Wasserspiele statt; abends
um 22.00 Uhr plätschern die farbenfrohen Wasserfontänen mit musikalischer Untermalung
(klassisch bis modern). Wer tagsüber an Planten un Blomen vorbeikommt, wird den Fernsehturm
nicht übersehen können. Mit dem Fahrstuhl kann man gegen ein Eintrittsgeld zur
Aussichtsplattform fahren und sowohl die nördlichen Stadtteile als auch den Hafen und das
südliche Elbufer sehen. In der Nähe des Fernsehturms am U-Bahnhof Feldstraße findet
mehrmals im Jahr ein großer Jahrmarkt statt, der Dom. Von der Feldstraße ist es
nicht weit bis St. Pauli im Stadtteil Altona, dem Kneipen- und Vergnügungsviertel
mit der berühmt-berüchtigten Reeperbahn. Dieser Stadtteil wird erst abends
richtig lebendig. Nach einer durchgemachten Samstagnacht trifft man sich um 06.30 Uhr am
Sonntagmorgen auf dem Fischmarkt. Dort kann man nicht nur frischen Kutterfisch
kaufen, sondern auch Obst, Gemüse und Grünpflanzen. Eine Hafenrundfahrt durch das
riesige Hafengelände ist ebenfalls ein Erlebnis.
Die Einkaufsstraßen der Hamburger Innenstadt konzentrieren sich auf die Gegend zwischen
dem Hauptbahnhof und dem Gänsemarkt, mit Fußgängerzonen, Kaufhäusern, eleganten
Einkaufspassagen und Straßencafés. Wer im Sommer eine Erholung vom Einkaufsbummel sucht,
kann auf der Alster stundenweise Ruder- oder Tretboote mieten (Personalausweis muß
hinterlegt werden) und das grüne, weitverzweigte Kanalsystem der Hansestadt erforschen.
Die Landschaft im nördlichsten Bundesland SCHLESWIG-HOLSTEIN ist überwiegend flach mit
sanften Hügeln, Seen und schönen Sandstränden. Die Ostseebäder, darunter Timmendorfer
Strand, Grömitz, Damp 2000 und Schönhagen mit ihren goldenen
Sandstränden, werden jeden Sommer von vielen Erholungssuchenden besucht. In
Schleswig-Holstein liegen die liebliche Holsteinische Schweiz und das Herzogtum
Lauenburg, eine malerische Region mit saftigem Weideland und bewaldeten Hügeln.
Abseits der Touristenpfade liegen die bezaubernden Kleinstädte Ratzeburg und Mölln.
Lübeck, dessen Altstadt von Wasser umgeben ist, gilt als die schönste Stadt
Norddeutschlands. Das Holstentor, das Rathaus, die Marienkirche, das Heilige-Geist-Spital
und die vielen im Stil norddeutscher Backsteinbaukunst erbauten Bürgerhäuser verweisen
auf die einflußreiche Geschichte der Handelsstadt, die im Mittelalter ihre Blütezeit
erlebte. Thomas Mann verewigte sie in seinem »Buddenbrooks«-Roman. Im Buddenbrook-Haus
befindet sich das Heinrich- und Thomas-Mann-Zentrum, das über Leben und Werk der
Brüder informiert. In Flensburg, der nördlichsten Stadt Deutschlands, findet man viele
Gebäude aus dem 16. Jahrhundert. An der Schlei, in Richtung Schleswig, liegt die alte
Wikingerstadt Haithabu - ein modernes Museum, das über die hiesigen Ausgrabungen und das
Alltagsleben der nordischen Eroberer informiert. In Schleswig selbst ist vor allem der
schöne alte Dom zu bewundern. Weiter südlich an der Ostseeküste liegt Kiel, die
Haupstadt Schleswig-Holsteins. Jährlich im Juni findet hier die »Kieler Woche« statt.
Kiel ist das Segelzentrum Deutschlands, und Segelfreunde finden hier ausgezeichnete
Einrichtungen. Der Nordseeküste vorgelagert befinden sich die Nordfriesischen Inseln
Sylt, Föhr, Amrum und die Halligen, die für ihre artenreiche Vogelwelt bekannt sind.
Deutschlands älteste Hafenstadt Bremen hat über 500.000 Einwohner, ist ebenfalls ein
Stadtstaat und seit dem Jahr 965 eine Handelsstadt. Die ältesten Bauwerke wie das
gotische Backstein-Rathaus (1405-1410) befinden sich im Umkreis des Marktplatzes.
Der Roland, das Wahrzeichen der Stadt, dokumentiert die lange stolze Geschichte
Bremens. In der Fußgängerzone steht eine Skulptur der Bremer Stadtmusikanten,
bekannt durch das gleichnamige Märchen der Gebrüder Grimm. Besonders reizvoll ist ein
Bummel durch das Schnoorviertel, ein altes Wohn- und Künstlerviertel mit schönen
Bürgerhäusern und gemütlichen Kneipen. Hannover, die Landeshauptstadt von
NIEDERSACHSEN, ist vor allem durch die Hannover-Messe bekannt. Die »Großstadt im
Grünen« ist seit langem ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Besonders sehenswert sind das
Schloß Herrenhausen mit den Königlichen Gärten des Herzogs Georg von
Calenberg aus der Barock-Periode, die Marienkirche (14. Jh.) und das Rathaus
mit dem berühmten Staffelgiebel (15. Jh.). Das Musik- und Theaterfest, das auf
Freilichtbühnen in der Gartenanlage stattfindet, zieht alljährlich im Sommer viele
Besucher an. Das Sprengel-Museum am Maschsee entwickelt sich zu einem der
bedeutendsten Museen für moderne Kunst in Deutschland. Im Wesertal liegt die
Rattenfängerstadt Hameln. Im Sommer wird hier jeden Sonntagmittag das berühmte Märchen
aufgeführt. In der Stadt gibt es mehrere bedeutende Bauwerke im Stil der
Weser-Renaissance.
Ostfriesland, im Norden Niedersachsens, besteht aus einer weiten Ebene, die von bewaldeten
Hügeln durchzogen wird. Auch die autofreien Ostfriesischen Inseln sind für ihre Kurorte
mit modernen Einrichtungen und für ihre guten Sandstrände bekannt. Zwischen Elbe und
Aller befindet sich ein großes Naturschutzgebiet, die Lüneburger Heide. Moore mit
großen Heideflächen, Birkenwälder und Wacholder bestimmen das Landschaftsbild. Die
Fachwerkhäuser in Celle und Lüneburg machen einen Besuch dieser Städte lohnenswert.
Weiter westlich liegt Oldenburg, das Wirtschafts- und Kulturzentrum der Region zwischen
Ems und Weser. Im Norden liegt der Badeort Wilhelmshaven, der für seine therapeutischen
Moorbäder bekannt ist. Die Stadt ist auch ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge entlang
der Küste und auf die Ostfriesischen Inseln. Westfalen liegt zwischen dem Rhein- und
Wesertal. Hier gibt es viele romantische Wasserburgen und Gebiete von besonderer
landschaftlicher Schönheit und historischer Bedeutung. Der Teutoburger Wald ist
mit seinen Naturschutzgebieten ein herrliches Wandergebiet. Zentrum des Münsterlandes ist
die wunderschöne alte Bischofsstadt Münster.
Hauptsehenswürdigkeiten sind hier der Prinzipalmarkt
und das gotische Rathaus, in dem 1648 der Westfälische Frieden geschlossen wurde,
der den Dreißigjährigen Krieg beendete. Im Sauerland findet man stille Seen, Wälder und
Hügel, die im Winter zum Skilaufen und zu jeder Jahreszeit zum Wandern einladen.
Südlich von Münster liegt das Industriegebiet der Ruhr, ein Ballungszentrum aus mehreren
Großstädten, die mehr oder weniger zusammengewachsen sind. Das Ruhrgebiet ist nicht nur
Deutschlands bedeutendstes Industriezentrum, sondern beeindruckt auch durch sein
faszinierendes breitgefächertes Kulturangebot. Unzählige Museen, Theater, Kunstgalerien
und Opern machen es zu einem der kulturellen Mittelpunkte Deutschlands. Große Parkanlagen
bieten Erholung innerhalb der Industrielandschaft. Gut erhaltene oder liebevoll
restaurierte alte Gebäude erinnern an die Zeiten, als die Städte an der Ruhr noch kleine
Orte waren, umgeben von Ackerland und sanften Hügeln.
Die größten Städte der Region von Westen nach Osten sind Duisburg (Deutschlands
größter Binnenhafen), Essen, Bochum und Dortmund, das Brauereizentrum der
Bundesrepublik. Südlich der Ruhr, an der Grenze zum Siegerland liegt Wuppertal, dessen
einzigartige Schwebebahn das bekannteste öffentliche Nahverkehrsmittel der Region
ist.
Das Rheinland
Das Rheinland ist Deutschlands
älteste Kulturregion. Hier findet man die weiten fruchtbaren Tiefebenen des Niederrheins,
die Kraterseen der Eifel, das Bergische Land mit seinen Seen und dem
Altenberger Dom sowie das Siebengebirge. Weinberge bedecken die sonnigen Hänge des
Rheintals, und im Frühling zur Zeit der Obstblüte verweilt man hier besonders gern. In
der Nähe befindet sich der Nürburgring, die berühmte Autorennstrecke. Trier, die
älteste deutsche Stadt, liegt an der Mosel in der Nähe der luxemburgischen Grenze. Hier
findet man die bedeutendsten römischen Baudenkmäler nördlich der Alpen. Unter den
vielen Burgen des Rheintals zählen Stolzenfels, Marksburg, Rheinfels bei St. Goar
und Schönburg bei Oberwesel zu den schönsten. Zwischen Karfreitag und Ende
Oktober betreibt die KD Deutsche Rheinschiffahrt Bootsfahrten zwischen Köln und
Mainz.
Düsseldorf, die Landeshauptstadt NORDRHEIN-WESTFALENS, ist ein wichtiges Wirtschafts- und
Kulturzentrum. Die außerordentlich wohlhabende Stadt hat eine schöne Oper, Konzertsäle,
Galerien, über 20 Theater und 17 Museen. Die Staatliche Kunstgalerie von
Nordrhein-Westfalen und die Kunsthalle sind nur zwei der interessantesten »Kunsttempel«.
Das große Messegelände liegt nördlich des Hofgartens. Im Herzen der Stadt liegt
die elegante Königsallee, allgemein »Kö« genannt. Ganz in der Nähe findet man
den Botanischen Garten, den Hofgarten, das barocke Schloß Jägerhof und den
Landtag. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Burgruine aus dem 13. Jahrhundert, die
St. Lambertuskirche, das wiederaufgebaute Rathaus (16. Jh.), das Barockschloß
Benrath im Süden Düsseldorfs und die vielen Seen und Gärten im Stadtbereich und in
den Vororten. Die zahlreichen Altbierkneipen in Düsseldorfs Altstadt haben ihr den Ruf
der »längsten Theke Europas« eingebracht.
Das von den Römern gegründete Köln ist heute eine bedeutende Kultur- und
Wirtschaftsmetropole, in der jährlich viele Handelsmessen stattfinden. Wahrzeichen der
Stadt ist der gotische Dom von St. Peter und St. Maria (13.-19. Jh.).
Besonders sehenswert sind auch der goldene Schrein der Heiligen Drei Könige, die
mittelalterlichen Stadtmauern und die vielen romanischen Kirchen wie St. Pantaleon, St.
Georg, St. Apostein, St. Gereon und St. Kunibert. Die schönsten gotischen Kirchen sind
St. Andreas, die Minoritenkirche und die Antoniterkirche. Zahlreiche römische Überreste
wie das Dionysosmosaik, das Praetorium, die Wasserrinnen und die Katakomben haben sich
erhalten. Das Wallraf-Richartz-Museum (bedeutende Gemäldesammlung) ist zusammen
mit dem Museum Ludwig (moderne Kunst) in einem umstrittenen Neubau am Rheinufer in
der Nähe des Doms und des Bahnhofs untergebracht. Das Römisch-Germanische Museum,
das Schnütgen-Museum (mittelalterliche Kirchenkunst), den Zoo und den Rheinpark
mit seinen »tanzenden Fontänen« sollte man ebenfalls gesehen haben. Die Stadt ist
idealer Ausgangspunkt für Rheinfahrten und mit Düsseldorf zusammen die Hochburg des
rheinischen Karnevals. Die Altstadt wurde liebevoll restauriert und ist wie die
großen Einkaufsstraßen eine Fußgängerzone.
Aachen ist ein bekanntes Heilbad und die alte Hauptstadt des Kaiserreichs Karls des
Großen. Sehenswürdigkeiten sind der weltberühmte Kaiserdom, der Marmorthron
Karls des Großen, die achteckige Kapelle, das Suermondt-Museum (Gemälde und
Skulpturen) und die Fontänen, deren schwefelhaltiges Wasser Aachen zu einem Heilbad
machten. Das Rathaus wurde zwischen 1333 und 1370 auf den Ruinen des Kaiserschlosses
erbaut, die Krönungshalle und die schönen Fresken, die Karl den Großen darstellen, sind
besonders sehenswert.
Die ehemalige Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland Bonn ist auch nach der Verlegung
des Regierungssitzes nach Berlin Sitz einiger Ministerien, Behörden und Botschaften. In
der schönen Innenstadt sind vor allem das Bonner Münster (11.-13. Jh.) mit seinen
Kreuzgängen, die Kirche in Schwarzrheindorf (zweistöckig, 1151), die Remigiuskirche
(13.-14. Jh.), der Marktplatz mit dem barocken Rathaus (1737), das Poppelsdorfer
Schloß (1715-40) und der Botanische Garten sehenswert. Interessant ist auch ein
Besuch im Naturwissenschaftlichen Museum Alexander König. Das Geburtshaus
Beethovens ist heute ein Museum. Wen es ins Grüne zieht, kann in den Parkanlagen der
Stadt Erholung suchen oder die Rheinpromenade entlangspazieren. Der Kottenforst, der
Venusberg und das Siebengebirge sind beliebte Naherholungsgebiete der Bonner. Das Ahrtal
und Schloß Brühl sind ebenfalls schöne Ausflugsziele. An alte Traditionen
anknüpfend, findet jedes Jahr Anfang Mai die Veranstaltung Rhein in Flammen statt.
Überall an den gebirgigen Rheinufern von Bonn bis Mainz werden am Abend Leuchtfeuer
entzündet, und es empfiehlt sich, eine der angebotenen Rheinschiffahrten zu buchen.
Koblenz liegt am Zusammenfluß von Mosel und Rhein. Von der Festung Ehrenbreitstein
(1816-32) hat man einen schönen Blick auf das gegenüberliegende Deutsche Eck (benannt
nach dem früheren Deutschherrenhaus) mit dem Denkmal der deutschen Einheit von 1870. Von
besonderem Interesse sind die Klosterkirche (12.-13. Jh.) und das Kurfürstliche
Schloß. Auch die Florinuskirche (12. Jh., die Kanzel ist aus dem 14. Jh.) und
die Liebfrauenkirche (12. Jh., die Kanzel stammt aus dem 15. Jh.) sind sehenswert.
In Ehrenbreitstein gibt es ebenfalls ein Beethoven-Museum.
Die alte Römerstadt Trier liegt an der Mosel, 100 km südwestlich von Koblenz. Trier, das
zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde, ist die älteste deutsche Stadt. Unbedingt
einplanen sollte man einen Besuch der zahlreichen eindrucksvollen römischen
Baudenkmäler; die Porta Nigra (das große Stadttor aus dem 2. Jh.), die Kaiserthermen,
die Basilika, die Römische Palastaula und das Amphitheater sind wohl
die bekanntesten. Besonders schön sind außerdem der imposante Dom (4. Jh.), die
gotische Liebfrauenkirche, das Simeonsstift (Kreuzgänge aus dem 11. Jh.)
und die Matthäuskirche. Die Kirche von St. Paulinus wurde von Balthasar
Neumann entworfen und ist eine der schönsten Barockbauten im Rheinland. Sehenswert ist
auch das Heimatmuseum, das Städtische Museum, die Stadtbibliothek (berühmte Manuskripte)
und das Geburtshaus von Karl Marx.
Das SAARLAND grenzt an Luxemburg und Frankreich. Die Landeshauptstadt Saarbrücken ist
eine moderne Industriestadt. Sehenswert sind die Ludwigskirche und der Ludwigplatz
(1762-75), die Universitätskirche St. Arnual (13. und 14. Jh.), das Schloß
und die spätgotische Schloßkirche. Im Franko-Germanischen Garten, einem
Vergnügungspark, gibt es eine Modellstadt (Gullivers Miniaturwelt). Die
Garnisonsstadt Saarlouis ist eine Stadtgründung des Sonnenkönigs Ludwig XIV. mit
historischen Festungsanlagen des berühmten Baumeisters Vauban. In der Stadt finden sich
zahlreiche Gebäude aus französischer und preußischer Zeit (17.-19. Jh.). In den
liebevoll restaurierten Kasematten sind heute zahlreiche Gaststätten und Kneipen
untergebracht, weshalb sie auch die "längste Theke des Saarlandes" genannt
werden. Das Industriedenkmal Völklinger Hütte bei Völklingen sowie die Saarschleife
und die traditionelle Porzellanmanufaktur Villeroy & Boch in Mettlach sind
ebenfalls einen Besuch wert.
Mainz ist die Landeshauptstadt von RHEINLAND-PFALZ, Universitätsstadt und seit 2000
Jahren Bischofssitz. Die Stadt liegt an den Flüssen Main und Rhein und hat viele schöne
alte Fachwerkhäuser. Im Gutenberg-Museum kann man alles Wissenswerte über den
Buchdruck erfahren. Der Mainzer Dom ist 1000 Jahre alt. Das Kurfürstliche Schloß, die
römische Jupitersäule (67 n. Chr.) und die Zitadelle mit dem Denkmal des
Generals Nero Claudius Drusus sind äußerst sehenswert. Die Mainzer Fastnacht (Karneval)
und der Weinmarkt (Ende Aug. - Anfang Sept.) sind Höhepunkte im Veranstaltungskalender
der Stadt. Südlich von Mainz im Wonnegau liegt die alte Reichs- und Bischofsstadt Worms
mit dem Dom und zahlreichen anderen romanischen Bauten. Die Synagoge (11.
Jh.) im Wormser Judenviertel ist der älteste jüdische Sakralbau in Deutschland. Der
sagenumwobene Schatz der Nibelungen soll in der Nähe von Worms auf dem Grunde des Rheins
liegen. Das Wormser Nibelungenmuseum widmet sich diesem Mythos, der im
Nibelungenlied (12. Jh.) besungen wurde. In Speyer steht das größte und bedeutendste
romanische Bauwerk Europas, der Kaiserdom (11. Jh.), der zum UNESCO-Weltkulturerbe
ernannt wurde. Die Krypta ist Grablege von acht deutschen Kaisern und Königen sowie
zahlreicher Bischöfe. Sehenswert ist außerdem die historische Altstadt mit Stadtmauer
und Stadttor Altpörtel, Rathaus (18. Jh.), Alte Münze und Kloster St.
Magdalena sowie Judenhof und Judenbad aus dem frühen 12. Jahrhundert.
Die Speyerer Mikwe ist das älteste jüdische Ritualbad in Mitteleuropa. Die
sonnige Pfalz mit ihrem milden Klima, in dem neben Wein auch Mandeln, Pfirsiche, Feigen
und Eßkastanien gedeihen, wird auch als "Toskana Deutschlands" bezeichnet. Die Deutsche
Weinstraße verläuft von Bockenheim über Bad Dürkheim, Neustadt an der Weinstraße
und Landau bis Bad Bergzabern/Wissembourg an der französischen Grenze, wo sie in die
Elsässische Weinstraße übergeht. In Bad Dürkheim findet alljährlich am zweiten und
dritten Septemberwochenende der traditionelle Wurstmarkt statt, Deutschlands
größtes Weinfest. Von April bis Ende Oktober laden die malerischen Pfälzer Winzerorte
entlang der Weinstraße zu gemütlichen Weinfesten. Der Pfälzer Wald, den man auf
zahlreichen gutmarkierten Wanderwegen erkunden kann, und die sanft zur Rheinebene
abfallende Haardt mit ihren Weinbergen, Burgruinen, Mandel- und Eßkastanienbäumen
zählen zu den schönsten Ferienzielen im Südwesten Deutschlands.
Mitteldeutschland
Im Herzen Deutschlands liegt das
Bundesland HESSEN. In Nord-Hessen (Kurhessen-Waldeck) finden Besucher Seen, Wälder
und zahlreiche staatlich anerkannte Heilbäder und Kurorte. Kassel, die schön gelegene
Metropole Nordhessens, ist eine moderne Stadt. Ein Besuch im Gebrüder-Grimm-Museum
ist nicht nur für Kinder interessant. Die barocke Wilhelmshöhe mit ihrem
herrlichen Park und der bedeutenden Gemäldesammlung ist ein weiteres beliebtes
Besucherziel. Kassel ist Schauplatz der alle vier Jahre stattfindenen »documenta«, einer
der bedeutendsten Ausstellungen internationaler avantgardistischer Kunst.
Hessen ist auch für seine vielen Dörfer mit Fachwerkhäusern bekannt. Die Deutsche
Märchenstraße führt durch einige dieser Orte. Schwalmstadt war die Heimat von
Rotkäppchen, und die Einwohner tragen hier zum sonntäglichen Kirchgang und an
Volksfesten noch traditionelle Kleidung. Im Reinhardswald liegt die Sababurg (heute
ein Hotel), die den Brüdern Grimm als Vorlage für Dornröschen diente. Die
mittelalterlichen Kleinstädte zeichnen sich durch Giebelhäuser, enge Gassen und hübsche
Marktplätze aus. Die Lahn, ein Nebenfluß des Rheins, fließt durch eine romantische
Landschaft, besonders die Gegend um Nassau, Wetzlar, Limburg und am Schaumburger
Schloß ist bei Feriengästen beliebt. Die schöne Universitätsstadt Marburg an der
Lahn mit seiner malerischen Altstadt, der spätgotischen Elisabeth-Kirche und der
auf einem steilen Fels thronenden Burg zieht Besucher aus aller Welt an. Fulda,
nordöstlich von Frankfurt, ist das Tor zur Rhön. Die ältesten Gebäude der Stadt
stammen aus dem 9. Jahrhundert.
Die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden ist ein eleganter Kurort und internationale
Konferenzstadt. Sehenswert, neben dem Kurhaus und dem berühmten Spielkasino, sind die Wilhelmstraße
mit ihren eleganten Cafés und Geschäften, das Hessische Staatstheater und die
Griechische Kapelle. Auf den 245 m hohen Neroberg führt eine Zahnradbahn. Das
traditionelle internationale Reit- und Springturnier am Pfingstsonntag auf dem Gelände
von Schloß Biebrich, Bootsfahrten auf dem Rhein und Waldspaziergänge sind nur einige der
vielfältigen Freizeitmöglichkeiten.
Nördlich von Wiesbaden und Frankfurt liegt das bewaldete Mittelgebirge des Taunus.
Die bekanntesten Urlaubsorte dieser Region sind Oberursel und Bad Homburg. Ganz in der
Nähe liegt das gut erhaltene Römerkastell Saalburg, das an der alten Grenze des
Römischen Reiches, dem Limes, liegt.
Die Messestadt Frankfurt am Main ist Bank- und Handelsmetropole und wichtigster
Verkehrsknotenpunkt der Bundesrepublik. Ihre Skyline hat der Stadt den Beinamen
»Mainhattan« eingebracht. Frankfurt wurde 1944 fast völlig zerstört. Der Römer,
das Rathaus der Stadt, seit 1562 Krönungsstätte der deutschen Kaiser, wurde
orginalgetreu wiederaufgebaut. Weitere Sehenswürdigkeiten sind Goethes Geburtshaus,
die Paulskirche, der Zoo, die Oper, der Palmengarten, die
südlichen Stadtteile Sachsenhausen und Höchst sowie das Messegelände. Ein Besuch im Naturhistorischen
Museum Senckenberg lohnt sich ebenfalls. Kunstfreunden ist die Städelsche
Gemäldesammlung und die Ausstellungshalle Schirn ein Begriff.
Darmstadt liegt südlich von Frankfurt. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten dieser Stadt
sind das Schloß (16. und 17. Jh.), das Landesmuseum, der Luisenplatz mit
der Ludwigsäule, die Jugenstil-Künstlerkolonie auf der Mathildenhöhe mit
dem »Hochzeitsturm« und der Russischen Kapelle sowie das Nationaltheater auf
dem Marienplatz. Im Jagdschloß Kranichstein sind heute ein Hotel und ein
Jagdmuseum untergebracht. Das Prinz-Georg-Palais (18. Jh.) stellt eine umfangreiche
Porzellansammlung aus. In Darmstadt beginnt die Bergstraße, die am Rande des Odenwalds
entlang über Bensheim und Weinheim nach Heidelberg führt. Dank des besonders milden
Klimas gehört diese Region zu den besten deutschen Obstanbaugebieten. Der Odenwald mit
seinen sanften Hügeln ist ein herrliches Wandergebiet. Touristische Ausflugsrouten sind
die Nibelungenstraße und die Siegfriedstraße. Wer diese Gegend bereist,
sollte Erbach (Barockschloß, mittelalterlicher Wachturm), Michelstadt (Fachwerk-Rathaus,
Basilika), den Urlaubsort Lindenfels und das Heilbad Bad König besuchen.
Der Süden
Im Norden von BADEN-WÜRTTEMBERG
liegt Mannheim, ein wichtiges Industrie-, Wirtschafts- und Kulturzentrum am Zusammenfluß
von Rhein und Neckar. Die ehemalige kurfürstliche Residenz- und Festungsstadt wurde im
17. Jahrhundert im Schachbrettmuster angelegt und hat Zahlen- und Buchstabenkombinationen
statt Straßennamen. Sehenswürdigkeiten sind das Kurfürstenschloß (Anfang 18.
Jh.), in dem heute die Universität untergebracht ist, die barocke Jesuitenkirche sowie
das Rathaus und der Marktplatz. An der Jugendstilanlage Friedrichsplatz um
Mannheims Wahrzeichen, dem Wasserturm, liegen die Städtische Kunsthalle (bedeutende
Sammlung von Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts) und das Konzert- und Kongreßzentrum
Rosengarten. Das traditionsreiche Nationaltheater, in dem Schillers Drama Die
Räuber uraufgeführt wurde, genießt bei Schauspiel- und Opernfreunden in ganz
Deutschland einen guten Ruf. Das Reiss-Museum im alten Zeughaus mit seiner
historischen Theatersammlung und das Technische Landesmuseum für Arbeit sowie der
schöne Luisenpark inmitten der Stadt sind ebenfalls einen Besuch wert. In der
Spargelstadt Schwetzingen liegt das barocke Sommerschloß der Pfälzer Kurfürsten mit
seinem zauberhaftem Landschaftsgarten und dem prächtigen Rokokotheater, das
zwischen Mai und Juni Schauplatz für Opern- und Konzertaufführungen im Rahmen der Schwetzinger
Festspiele ist.
Die berühmteste Stadt am Neckar ist Deutschlands älteste Universitätsstadt Heidelberg,
die von den Ruinen des berühmten Schlosses (14.-17. Jh.) überragt wird. Das
Residenzschloß der pfälzischen Kurfürsten wurde teils im Stil der Renaissance, teils im
gotischen und barocken Baustil erbaut. Im Schloß ist das »Große Weinfaß«, das 220.000
l faßt, und das Apothekermuseum zu besichtigen. Besonderen Anklang finden im
Sommer die Serenadenkonzerte und die Schloßfestspiele mit dem in englischer Sprache
aufgeführten Musical The Student Prince im Schloßhof. Zu den
Hauptsehenswürdigkeiten in der Stadt zählen die Alte Brücke über den Neckar,
die Heiliggeistkirche mit Marktplatz und Rathaus und das Hotel Ritter, eines
der schönsten Renaissancegebäude Deutschlands. Die Universität Heidelberg wurde 1386
gegründet und genießt internationalen Ruf. Die Dichter und Maler der Romantik haben
Heidelberg in ihren Werken verewigt. In den Gassen der malerischen Altstadt gibt es
unzählige gemütliche Weinstuben und Studentenkneipen. Der ehemalige Studentenkarzer (19.
Jh.), ein Studentengefängnis, kann besichtigt werden. Von den Burgen Gutenberg, Hornberg
und Hirschhorn hat man eine gute Aussicht auf die malerische Landschaft und die Weinberge
des Neckartals.
Von Mannheim/Heidelberg verläuft die 280 km lange Burgenstraße nach Nürnberg
in Bayern. Die Straße folgt zunächst dem Fluß Neckar, bevor sie Heilbronn erreicht.
Sie verläuft weiter durch mittelalterliche Orte und Residenzstädte wie Rothenburg und
Ansbach in Bayern. Weiter südlich befindet sich die Schwäbische Alb, die größte
Karstlandschaft Mitteleuropas. Sie liegt zwischen dem Schwarzwald und der Donau (Europas
zweitlängstem Fluß). Touristische Anziehungspunkte sind die Hohenzollernburg bei
Hechingen, die Abtei Beuren und die Bärenhöhlen. Urach und Kirchheim unter
Teck sind ausgesprochen hübsche Städtchen. Ulm ist der Geburtsort Albert Einsteins. Der
Turm des gotischen Ulmer Münsters ist der höchste Kirchturm der Welt. Von Ulm
führt die Straße weiter nach Reutlingen und Blaubeuren mit seiner wunderschönen Abtei
und seiner geheimnisvollen Quelle, dem »Blautopf«.
Die alte Reichsstadt
Heilbronn liegt inmitten von Weinbergen an der Burgenstraße. Das Renaissance-Rathaus und
die gotische Kilianskirche (1513-29) mit dem Turm (62 m) sind besonders schön. Die
Stadt ist ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge ins Neckartal.
Nördlich von Stuttgart liegt die Barockstadt Ludwigsburg, die Herzog Eberhard Ludwig von
Württemberg Anfang des 18. Jahrhunderts um sein Residenzschloß anlegen ließ. In der
historischen Innenstadt befinden sich der arkadenumsäumte Marktplatz mit zwei
Barockkirchen sowie die Wohn- und Geburtshäuser berühmter Dichter wie Eduard Mörike und
Friedrich Schiller. Das Residenzschloß (1704) mit seiner 1758 gegründeten
Prozellanmanufaktur und der Schloßpark mit Märchengarten sind in den
Sommermonaten Schauplatz für die Ludwigsburger Schloßfestspiele und die
Gartenschau Blühendes Barock. Sehenswert sind auch das Jagd- und Lustschloß Favorite
und das Seeschloß Monrepos.
Stuttgart, die Landeshauptstadt von Baden-Württemberg, ist eine grüne und
weitläufige Stadt, die von bewaldeten Hügeln, Obstgärten und Weinbergen umgeben ist.
Nur 25% der Stadtfläche sind bebaut. Vom 193 m hohen Fernsehturm hat man einen schönen
Blick auf die Landesmetropole und ihre reizvolle Umgebung. Besuchenswert sind die moderne Staatsgalerie,
der Prinzenbau, die Alte Kanzlei am Schillerplatz und die Stiftskirche
(15. Jh.). Das Neue Schloß, die frühere Residenz der Könige Württembergs,
wurde nach 1945 sorgfältig restauriert. Das Württembergische Landesmuseum und das
Daimler-Benz Automuseum sind zwei der interessantesten Museen der Stadt. Schön ist
auch ein Besuch der Wilhelma (Zoo und Botanischer Garten).
Die Universitätsstadt Tübingen liegt südlich von Stuttgart am Neckar. Der alte
Stadtkern ist noch vollständig erhalten. Anziehungspunkte sind das Schloß
Hohentübingen (1078, ehemaliger Sitz der Pfalzgrafen), die alte gotische Stiftskirche
(1470) mit der königlichen Grabstätte, der Marktplatz mit dem Rathaus (1453),
der Hölderlinturm sowie die alte und die neue Aula der Universität. In der Stadt
stehen zahlreiche Denkmäler, u. a. von Johannes Kepler, Hegel, Schelling, Hölderlin,
Mörike, Hauff und Uhland, die am Theologischen Seminar der Universität studierten.
Im äußersten Südwesten
bildet der Rhein die natürliche Staatsgrenze zu Frankreich. Hier liegt der Schwarzwald,
das meistbesuchte Mittelgebirge Detschlands. Die wildromantischen Gebirgswälder,
Schluchten und die herrlichen Seen begeistern nicht nur Wanderfreunde. Im Südschwarzwald
liegen zwei der schönsten, der Titisee und der Schluchsee. Der Schwarzwald
ist außerdem für seine Mineralquellen bekannt, deren Heilkräfte bereits von den Römern
entdeckt wurden. Das renommierteste Kurbad ist Baden-Baden, welches im vorigen Jahrhundert
die Sommerhauptstadt Europas war, in der sich früher der europäische Adel traf. Heute
versammeln sich die Kurgäste im Kurpark, um das heilsame Wasser in der Trinkhalle
zu kosten. Gestärkt und erfrischt, kann man dann eine der vielen Sportanlagen der Stadt
aufsuchen. Abends können Bescher das Spielkasino aufsuchen, das von Marlene
Dietrich als das eleganteste der Welt bezeichnet wurde. Weitere Attraktionen sind das
barocke Kleine Theater, die Kunsthalle, die Ruinen des Römischen
Badhauses, das Neue Schloß mit dem Zähringen Museum, die Stiftskirche
aus dem 15. Jahrhundert, die Russische Kirche und die Romanische Kapelle.
Die alte Universitätsstadt Freiburg ist das Tor zum Südschwarzwald. Der 116 m hohe
Kirchturm des gotischen Münsters (12.-15. Jh.) gilt als architektonisches
Meisterwerk. Das rote Kaufhaus auf dem Münsterplatz (1550), das Augustiner
Museum, Deutschlands ältestes Gasthaus, das Gasthaus zum »Roten Bären«, und viele
gute Weinstuben erwarten den Besucher. Aufgrund der vielen Experimente und Aktivitäten im
ökologischen Bereich gilt Freiburg als »grüne Hauptstadt Deutschlands«. Den
nahegelegenen Schauinslandberg kann man mit der Drahtseilbahn erreichen. Ein
weiteres Naherholungsziel ist Todtnauberg, der höchstgelegene Urlaubsort im
Schwarzwald (1006 m). Der höchste Berg der Region ist der Feldberg, ein beliebtes
Wintersportgebiet.
Konstanz am Bodensee ist eine Universitätsstadt an der Schweizer Grenze. Die
historische Altstadt bietet viele sehenswerte Bauwerke, darunter das malerische Konzilsgebäude
(14. Jh.), das Renaissance-Rathaus (16. Jh.), das Barbarossa-Haus (12.
Jh.), das Hus-Haus (15. Jh.) und die alten Stadtbefestigungen Rheintorturm,
Pulverturm und Schnetztor. Das Münster mit seiner wunderschönen
Eingangspforte ist ebenfalls einen Besuch wert. Es gibt mehrere Theater und Konzertsäle
sowie ein Spielkasino.
Auf der anderen Seite des Bodensees liegt das bayerische Lindau, das früher eine freie
Reichsstadt war. Die mittelalterliche Altstadt liegt auf einer Insel im Bodensee, die man
von der neuen Gartenstadt aus über die Seebrücke erreicht. Das alte Rathaus ist
besonders sehenswert (1422-1435). Weitere Anziehungspunkte sind der Diebsturm, der Mangturm
(Alter Leuchtturm), die Heidenmauer, die Hafeneinfahrt (Neuer
Leuchtturm) und das Internationale Kasino. In der romantischen Stadt Meersburg
befinden sich zwei prächtige Schlösser und das Deutsche Zeitungsmuseum (nur im
Sommer geöffnet), das auf drei Etagen die Geschichte der deutschsprachigen Presse
erzählt.
Die ehemalige Festung und Reichsstadt Ulm ist vor allem für ihr gotisches Münster
bekannt. Der 161 m hohe Turm ist der höchste Kirchturm der Welt und kann über 768 Stufen
erklommen werden. Das Chorgestühl stammt von J. Syrlin. Weitere Sehenswürdigkeiten sind
das schöne Rathaus, die Kornbörse (1594), das Schuhaus (1536) und
das Schwörhaus (1613). Schön ist ein Spaziergang durch das alte Fischerviertel
mit den teilweise noch erhaltenen Stadtmauern und dem Metzgerturm. Das Kloster
Wiblingen, die Barockbibliothek, das Brotmuseum und das Städtische
Museum sind ebenfalls einen Besuch wert.
Bayern
Es gibt vier große Urlaubsgebiete in Bayern:
Ostbayern mit dem Bayerischen Wald, im Südwesten Bayerisch-Schwaben und das Allgäu,
Oberbayern mit den Deutschen Alpen im Süden und Franken im Norden. Hochgebirge, liebliche
Flußtäler, waldreiche Mittelgebirge, Seen und mittelalterliche Städte machen den Reiz
dieser Region aus.
Die bayrische Landeshauptstadt München ist mit über 1,2 Mio. Einwohnern die
drittgrößte deutsche Stadt und eine wichtige Kunst- und Wirtschaftsmetropole. Die
800jährige Stadt ist für ihre zahlreichen Museen und vielen Barock- und
Renaissancekirchen bekannt. Die Alte Pinakothek beherbergt die größte
Gemäldesammlung des holländischen Malers Rubens und viele bedeutende Werke alter
Meister. Direkt gegenüber liegt die Neue Pinakothek mit einer modernen
Kunstsammlung. Das Deutsche Museum (Naturwissenschaft und Technologie) mit einem
Planetarium und einem nachgebauten Bergwerk ist auch für Kinder interessant. Die Lenbach-Galerie
in der wunderschönen Villa des Münchner »Maler-Fürsten« ist ebenfalls einen Besuch
wert. Weitere Sehenswürdigkeiten im Innenstadtbereich sind die Königliche Residenz mit
dem Residenzmuseum und der Schatzkammer, die Frauenkirche, die Michaelskirche, die
Theatinerkirche und die Asamkirche. Auf dem Marienplatz stehen das Neue und das
Alte Rathaus und die wiederaufgebaute Mariensäule. Vor dem Rathausturm versammelt sich
täglich um 11 Uhr morgens eine Menschenmenge, um das Glockenspiel mit dem Schäfflertanz
betrachten. Schön ist auch ein Bummel über den nahegelegenen Viktualienmarkt. Das
Olympiagelände mit dem 300 m hohen Turm und seinem weltbekannten Zeltdach ist
ebenfalls interessant. Das weltberühmte Oktoberfest geht auf die Hochzeit des
Kronprinzen Ludwig von Bayern mit der Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen im
Jahr 1810 zurück. Es beginnt alljährlich im September und wird von den Einheimischen
»Wies'n« genannt. Jede der neun großen Münchner Brauereien ist mit einem riesigen
Bierzelt vertreten. München ist außerdem für seine vielen Bierkeller bekannt; das
Hofbräuhaus und die Mathäser Bierstadt, der größte Bierkeller der Welt, sind immer gut
besucht. Wer dem Großstadtlärm entfliehen möchte, kann im weitläufigen Englischen
Garten Ruhe finden. In seinem Herzen steht der Chinesische Turm mit einem der
typischen Biergärten. In der Nähe des Englischen Gartens liegen das Bayrische
Nationalmuseum und das Haus der Kunst. Das Nationaltheater (Oper), das Residenztheater und
das Schauspielhaus sind nur einige der zahlreichen Theater der Stadt. Schloß
Nymphenburg hat eine interessante Gemäldegalerie und eine sehenswerte
Porzellansammlung. Dreimal im Jahr findet in der Au, einem der alten Stadtviertel
an der Isar, die »Auer Dult« statt, ein Trödelmarkt mit Riesenrad, Kräuterständen und
»Steckerlfisch«. München verdankt seine Popularität nicht zuletzt seiner schönen
Umgebung. Bei schönem Wetter sind die Alpen in Sichtweite, und viele Seen liegen im
Umkreis der Stadt.
Garmisch-Partenkirchen (am Fuß der Zugspitze), Berchtesgaden, Mittenwald und Oberammergau
(alle 10 Jahre finden hier die Passionsspiele statt), sind die bekanntesten Orte
Oberbayerns. Das mehr als siebenhundert Jahre alte Füssen mit seiner wunderschönen
historischen Altstadt ist Bayerns höchstgelegene Stadt. Sie bildet den südlichen
Endpunkt der Romantischen Straße (s. Rundreisen) und ist idealer
Ausgangspunkt für Besichtigungen der nur 4 km entfernt gelegenen Konigsschlösser Hohenschwangau
und Neuschwanstein, das sich König Ludwig II. von Bayern erbauen ließ. Von
hier eröffnen sich herrliche Panoramablicke auf schneebedeckte Gipfel. Der Bayerische
Wald, das größte zusammenhängende Mittelgebirge Europas, liegt in Ostbayern an der
tschechischen Grenze. Die Dreiflüssestadt Passau ist eine prächtige Bischofsstadt. Das
2000 Jahre alte Regensburg in der Oberpfalz ist eine der schönsten Städte Deutschlands.
Franken in Nordbayern ist reich an Kunstschätzen. Die schönsten historischen Städte der
Region sind Coburg, Bamberg (wunderbarer Dom), Bayreuth (Bayreuther Festspiele) und
Würzburg (weltberühmte Residenz). Nürnberg, die größte Stadt des Frankenlandes, ist
eine moderne Großstadt, deren mittelalterlicher Stadtkern erhalten geblieben ist. Die
vielen Täler, Wälder, Seen und Burgen der Fränkischen Schweiz und des Fichtelgebirges
sowie das Naturschutzgebiet im Altmühltal machen Franken zu einem idealen Ferienziel.
Die Romantische Straße verbindet Nord- und Südbayern. Sie führt an berühmten
historischen Städten und reizvollen Landschaften vorbei. Besonders sehenswert sind
Würzburg, die mittelalterlichen Ortschaften Rothenburg, Dinkelsbühl und Nördlingen,
Augsburg, die Wieskirche, die Abtei Steingaden und das berühmte Schloß
Neuschwanstein in der Nähe des Ortes Schwangau.
Die alte Fuggerstadt Augsburg, 15 n. Chr. von den Römern gegründet, liegt nordwestlich
von München und war im Mittelalter das führende Handels- und Finanzzentrum Europas. An
das Augsburger Kaufmannsgeschlecht der Fugger erinnern das Fuggerhaus (16. Jh.) und
die Fuggerei (1519), der ersten Sozialsiedlung der Welt. Zahlreiche Bauwerke
stammen aus der Renaissance. Der Dom (807 römisch/1320 gotisch) hat wunderbare
Buntglasfenster (12. Jh.) und eine Bronzetür aus dem 11. Jahrhundert. Sehenswert sind
außerdem die Annakirche (Lutherdenkmal aus dem 16. Jahrhundert), das mächtige
Rathaus (1615), der Perlachturm, die barocken Brunnen (16./17. Jh.), das Zeughaus
und die Stadttore (14.-16. Jh.). Sehr interessant ist ein Besuch im Schaezler-Palais
mit seinem barocken Bankettsaal (18. Jh.) und der Städtischen Gemäldegalerie (Deutsche
Barockgalerie). In der Staatlichen Gemäldegalerie hängen bekannte Gemälde altdeutscher
Meister, u. a. von Hans Holbein d. Ä. und Albrecht Dürer. Das Maximilian-Museum, das
Römische Museum und das Mozarthaus sind ebenfalls sehenswert.
Bamberg ist eine alte Reichs- und Bischofsstadt, die auf sieben Hügeln erbaut wurde. Die
schönsten Sehenswürdigkeiten sind der viertürmige kaiserliche Dom (13. Jh.) mit dem
berühmten »Bamberger Reiter«, den königlichen Grabstätten und dem Altar von Veit
Stoß sowie das malerische Fischerviertel (»Klein Venedig«), die Alte Residenz, die Neue
Residenz (Kunstgalerie) mit dem herrlichen Rosengarten und das Kloster Michaelsberg.
Opernfreunde aus aller Welt zieht es im Sommer ins Festspielhaus (1872-1876) nach
Bayreuth, um den erstklassigen Aufführungen von Wagners Opern beizuwohnen. Die Bayreuther
Festspiele finden jedes Jahr zwischen Ende Juli und August statt. Wagnerfans pilgern zur Villa
Wahnfried (heute ein Museum), zum Wagnerdenkmal und zum Grabmal des Komponisten in den
Hofgärten. Weitere Anziehungspunkte sind das Alte und das Neue Schloß des früheren
Markgrafen, das Opernhaus (größte Barockbühne Europas), die Eremitage (schöner Park)
und die Stadtkirche. Die Stadt ist ein guter Ausgangsort für Ausflüge ins
Fichtelgebirge, in die Wälder der Oberpfalz und in die »Fränkische Schweiz«.
Nürnberg ist eine moderne Stadt mit mittelalterlichem Stadtkern. In der Altstadt stehen
zwei der schönsten Kirchen der Stadt, St. Lorenz (Mariä Verkündigung von Veit
Stoß) und St. Sebald. Eine der Hauptsehenswürdigkeiten ist die imposante Burg,
die Kaiserstallung ist heute eine Jugendherberge. Die 5 km lange alten Stadtmauer hat 46
Türme. Im Albrecht-Dürer-Haus lebte der Maler von 1509 bis zu seinem Tod. Das
Spielzeugmuseum, das Fembohaus (Städtisches Museum), das Germanische Nationalmuseum und
das Verkehrsmuseum gehören zu den interessantesten Museen der Stadt. Die Frauenkirche,
das Rathaus und der »Schöne Brunnen« (mechanische Uhr) sind weitere beliebte
Besucherziele.
Passau liegt am Zusammenfluß der Donau, des Inns und der Ilz. Der barocke Stephansdom
mit der größten Kirchenorgel der Welt, die bischöfliche Residenz mit der Rokokotreppe,
die Feste Oberhaus und die Feste Niederhaus (13.-14. Jh.) sowie der Innkai mit Häusern im
italienischen Baustil erwarten den Besucher.
Regensburg, im 1. Jahrhundert n. Chr. gegründet, liegt etwa 80 km nordöstlich von
München. Der gotische Dom, die Patrizierhäuser und die Steinerne Brücke aus dem 12.
Jahrhundert sind die Wahrzeichen der alten Reichs- und Bischofsstadt. Sehenswert sind auch
St. Emmeram (Krypten und Grabmale), die Alte Kapelle, das Bischöfliche
Palais Niedermünster (Ausgrabungen), Porta Praetoria (das nördliche
Stadttor), das alte Rathaus mit dem Reichssaal und das fürstliche Schloß Thurn und
Taxis.
Rothenburg ob der Tauber ist eines der mittelalterlichen Kleinode Bayerns. Man kann auf
den 3,5 km langen Stadtmauern mit ihren über 30 Toren und Türmen rund um das Städtchen
gehen; von hier genießt man einen herrlichen Blick auf die schönen Patrizierhäuser. Das
Deutsche Criminalmuseum mit seiner schaurigen Sammlung von historischen
Folterwerkzeugen ist einen Besuch wert.
Die unterfränkische Stadt Würzburg liegt in reizvoller Umgebung im Maintal. Sie ist
umgeben von Weinbergen und bekannt für ihre Bocksbeutel-Weine. Von der Festung
Marienberg hat man eine herrliche Aussicht auf die alte fränkische Stadt mit ihren
vielen Kirchen. Geht man über die alte Mainbrücke aus dem 15. Jahrhundert, auf der u. a.
die Statuen der Frankenapostel Kilian, Totnan und Kolonat stehen, so eröffnet sich der
Blick auf den imposanten romanischen Dom. Im Mainfränkischen Museum im alten Zeughaus
sind die wunderbaren Arbeiten des Bildhauers und Bildschnitzers Tilman Riemenschneider
(1460-1531) ausgestellt. Die Marienkirche (im Jahre 706 erbaut), gehört zu den
ältesten Kirchen Deutschlands. Die Residenz, von Balthasar Neumann nach dem
Vorbild von Versailles gebaut, ist eines der prächtigsten Barockschlösser des Landes. Im
Hofgarten und im Kaisersaal finden alljährlich im Sommer die Konzerte des Mozartfestes
statt. Die große Steintreppe mit dem Treppengemälde von Tiepolo gilt als eines der
Meisterwerke barocker Baukunst.
Berlin
Berlin ist die größte Stadt
Deutschlands, Hauptstadt und Regierungssitz. Seit dem Fall der Mauer und der
Wiedervereinigung im Jahre 1990 sind über 100 Straßen im Osten und Westen wieder
miteinander verbunden und »Geisterbahnhöfe« der U- und S-Bahn zum Leben erweckt worden.
Die Beobachtungstürme, die Wachhunde und der Stacheldraht, die 28 Jahre lang nicht nur
eine Stadt und ein Land, sondern symbolisch auch einen Kontinent geteilt haben, sind
inzwischen fast vollständig verschwunden. Die beiden Stadthälften sind dennoch in vieler
Hinsicht grundverschieden. Im Ostteil Berlins liegen die Arbeiterviertel Mitte, Pankow,
Prenzlauer Berg und Friedrichshain, die Erwin Piscator und Bertold Brecht Stoff
und Anregungen für ihre Theaterstücke lieferten. In Westberlin befinden sich die
traditionellen Arbeiterviertel Wedding, Neukölln und Kreuzberg, das für
Szenekneipen und den hohen Anteil türkischer Mitbürger bekannt ist. Die grünen
Westberliner Bezirke Charlottenburg und Zehlendorf haben eine eher
gutbürgerliche Atmosphäre. Der Alexanderplatz ist heute ein geschäftiger, aber recht
gesichtsloser Platz mit Cafés und Hotels. Sein Wahrzeichen ist der 365 m hohe Fernsehturm,
der im Volksmund den Beinamen »Telespargel« erhalten hat.
Das Nikolaiviertel mit seinen Boutiquen, Cafés und Kneipen im Stil alter Berliner
Bürgerhäuser ist ein gelungenes Beispiel historischer Stadterneuerung. Das Viertel, im
2. Weltkrieg fast völlig zerstört, wurde anläßlich der 750-Jahrfeier neu errichtet;
teils historisch detailgetreu, teils mit Betonfassaden. Hier befindet sich auch die
älteste Kirche Berlins, die Nikolaikirche (13. Jahrhundert). Schon Friedrich der
Große betrachtete die berühmte, von vielen historischen Bauwerken gesäumte
Prachtstraße Unter den Linden hinter dem Brandenburger Tor als Mittelpunkt der
Hauptstadt. Die Denkmäler und Prachtbauten aus dem 18. und 19. Jahrhundert wurden
kunstvoll restauriert, und der Boulevard avancierte zum Schaustück der Deutschen
Demokratischen Republik. Im Kronprinzessinnenpalais sind heute Restaurants und das
Operncafé untergebracht, und man kann sich hier in schöner Atmosphäre bei Wiener
Caféhausmusik mit leckeren Torten und Kuchen verwöhnen. Durch den Bau der Mauer im Jahre
1961 war der von alten Linden gesäumte Boulevard fast 30 Jahre lang mehr oder weniger
eine Sackgasse. Am westlichen Ende steht das Brandenburger Tor, seit der
Fertigstellung im Jahre 1791 Wahrzeichen der Stadt.
Die Berliner Mauer ist fast vollständig verschwunden, und manch ein
»Mauerspecht« hat sich vor ihrem Abbruch ein Stück davon als persönliches Souvenir
gesichert. Ganze Teilabschnitte stehen heute in Museen.
Berlin ist eine führende Messe- und Kongreßstadt, das Messe- und Ausstellungsgelände
liegt am Funkturm, dem »langen Lulatsch«. Von der Aussichtsplattform auf dem Funkturm
kann man bis zum Grunewald sehen. Berlin ist außerdem eine Kultur-Hochburg und Standort
angesehener wissenschaftlicher Forschungsinstitute und mehrerer Hochschulen. Es gibt drei
Opernhäuser, 53 Theater und mehr als 100 Kinos. Ostberlin hat eine Vielzahl
ausgezeichneter Museen. Besonders empfehlenswert ist die Museumsinsel, die in einer
Gabelung der Spree liegt. Auf ihr sind die Nationalgalerie, das Alte Museum
(Kupferstichkabinett, moderne Kunst) und das Bodemuseum (ägyptische und
frühchristlich-byzantinische Sammlung) zu finden. Prunkstück des weltberühmten
Pergamon-Museums ist der Pergamon-Altar, Teil eines Zeus-Tempels aus
Kleinasien. Das Museum verfügt über bedeutende Sammlungen aus dem asiatisch-islamischen
Raum. Im Westberliner Bezirk Charlottenburg liegt das Ägyptische Museum mit der
berühmten Büste der Königin Nofretete. In den Dahlemer Museen kann man
den größten Teil der Stiftung Preußischer Kulturbesitz sehen. Das Völkerkundemuseum
ist ebenfalls interessant. Das Berlin-Museum ist im Gebäude des ehemaligen
Kammergerichts im Bezirk Kreuzberg untergebracht. Im prächtig restaurierten
Martin-Gropius-Bau finden wechselnde Ausstellungen statt. Außerdem befinden sich hier
die Berlinische Galerie, eine Schausammlung der Jüdischen Abteilung des
Berlin-Museums sowie ein Museum zur Alltagskultur des 20. Jahrhunderts. Einer der
größten kulturellen Anziehungspunkte in Ostberlin ist die Deutsche Staatsoper.
Der schönste Konzertsaal ist das Schauspielhaus Berlin am Gendarmenmarkt. Im
Februar zieht es Filmfans zur Berlinale, den Berliner Filmfestspielen. Im Juli
finden die Bach-Tage statt, im September die Berliner Festwochen und im
Herbst das Jazz-Fest. Liebhaber der klassischen Musik pilgern in die Philharmonie,
Heimat der weltberühmten Berliner Philharmoniker, und in den Kammermusiksaal.
Wer den Boulevard Unter den Linden Richtung Brandenburger Tor entlangspaziert, kommt in
den Tiergarten, eine der grünen Lungen der Stadt, und von dort in die Westberliner
City. Der Kurfürstendamm wird im Volksmund Ku'damm genannt. Beim Bummel
über diesen 3,5 km langen Glanzboulevard der Stadt mit seinen Straßencafés, eleganten
Restaurants, teuren Boutiquen, Straßenständen und Schnellrestaurants kann man das bunte
Treiben an sich vorüberziehen lassen. Die Cafés haben lange Öffnungszeiten, die
Bürgersteige sind voller Menschen, und der Verkehr ist selbst in den Nachtstunden noch
lebhaft. Nachdem man sich in einem der Straßencafés etwas ausgeruht und die Passanten
beobachtet hat, kann man seinen Spaziergang zur Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche fortsetzen
Die Ruine der neuromanischen Kirche, im Volksmund »Hohler Zahn« genannt, wurde als
Mahnmal an die Schrecken des 2. Weltkrieges stehengelassen; die Gedenkhalle im alten Turm
soll ein Ort der Mahnung und Versöhnung sein. Ganz in der Nähe liegt das
Europa-Center mit zahllosen Geschäften, Restaurants und Bars mit lebhaftem
Nachtleben. Von der Aussichtsplattform im 22. Stock hat man einen guten Blick über den
Ku'damm bis in die Außenbezirke. Ein paar Schritte weiter ist das KaDeWe, das
bekannte traditionsreiche Kaufhaus des Westens.
Der im Krieg zerstörte Reichstag, von dem der Sozialdemokrat Scheidemann 1918 die
Republik ausrief, wurde nach 1945 wieder aufgebaut. Ein Besuch der faszinierenden
Dauerausstellung Fragen an die Deutsche Geschichte lohnt sich.
Das prächtige, im Baustil des Barock und Rokoko errichtete Schloß Charlottenburg ist
die ehemalige Sommerresidenz der preußischen Könige, die damals vor den Toren Berlins
lag. Der Tiergarten ist ein im englischen Stil angelegter, weitläufiger Park im Herzen
der Stadt, in dem an Sommerwochenenden viele Familien Picknick machen. Der Tierpark
Berlin in Lichtenberg ist ein 130 ha großes Freigehege mit mehr als 7500 Tieren.
Der Müggelsee, der größte der Berliner Seen, und die Müggelberge sind das beliebteste
Ausflugs- und Wassersportgebiet der Ostberliner. Bei einer Dampferfahrt auf den Berliner
Wasserstraßen zeigt sich Berlin von seiner schönsten Seite. Verschiedene Reedereien
bieten Kanalfahrten auf der Spree durch die Stadt und Ausflugsfahrten in das grüne
ländliche Berlin an.
Seit den goldenen zwanziger Jahren ist Berlin auch für sein lebhaftes und extravagantes
Nachtleben bekannt. Da es in der Stadt keine Sperrstunde gibt, schließen viele Lokale,
Diskotheken und Kneipen erst in den frühen Morgenstunden. Berliner stehen in dem Ruf, ein
radikales politisches Bewußtsein und eine Ader für experimentierfreudige Kreativität zu
haben. Die größten der zahlreichen alternativen Projekte sind die UFA-Fabrik (ehemalige
Filmstudios der UFA mit Kino, Töpferei, Sattlerei, Zirkus, Bäckerei, Café und vielem
mehr) und das Ökodorf e. V. (Kommunikationszentrum und Treff von Arbeitsgruppen im
Ökologiebereich). In keiner anderen Stadt gibt es so viele Nachtklubs, Bars, Restaurants,
Kabaretts und Kneipen. Die Stadtmagazine Tip, Zitty, Prinz und Oxmox
erscheinen 14tägig bzw. monatlich (Oxmox) und geben einen Überblick über die
vielfältigen Veranstaltungen.
Zum Stadtgebiet gehören auch ausgedehnte Wälder und viele Seen. Die Pfaueninsel
im Südwesten der Stadt ist ein wunderschöner Landschaftspark und steht heute unter
Naturschutz. Spandauer und Tegler Forst sowie der Grunewald laden zu Wanderungen ein. Der
Volkspark Friedrichshain ist der größte und zugleich älteste Park Ostberlins.
Die neuen
Bundesländer
Neubrandenburg liegt am Tollensesee in MECKLENBURG-VORPOMMERN und
ist eine der wenigen Städte, in der die mittelalterliche Stadtbefestigung nahezu
vollständig erhalten geblieben ist. Die Ringmauer mit ihren vier Stadttoren, drei
Wassergräben und einer Anzahl romantischer Wiekhäusern, die ehemals der Verteidigung
dienten, umschließen den alten Stadtkern. Die Universitäts- und Hansestadt Rostock liegt
an der Ostseeküste. Die Universität wurde 1419 gegründet und war die erste Nordeuropas.
Auffallen werden dem Besucher die markanten Backsteinbauten. Warnemünde ist ein
reizvoller Stadtteil mit altem Fischereihafen. Das Rathaus aus dem 15. Jahrhundert und die
schönen Bürgerhäuser am Thälmann-Platz sind besonders sehenswert. In der
spätgotischen Marienkirche befinden sich eine Astronomische Uhr (1480/90) und eine
barocke Orgel, die die schönste im Ostseeraum sein soll.
Greifswald, der Geburtsort des Malers Caspar David Friedrich, ist eine kleine
Universitätsstadt und liegt östlich von Rostock. Am Markt und im sogenannten
Rekonstruktionsviertel stehen Bürgerhäuser aus dem 15. Jahrhundert, auch Teile eines
mittelalterlichen Fischerdorfes sind erhalten. Neue Wohngebiete und Industrieansiedlungen
haben jedoch das Gesicht der Stadt verändert. Die Passagierschiffe der »Weißen Flotte«
laufen alle Ostseehäfen und die Insel Hiddensee an, auf der es keine Autos gibt.
Die fast unberührte Landschaft ist vielfältig, und der Vogelreichtum lockt nicht nur
Vogelkundler an. Hiddensee ist Rügen vorgelagert, der größten deutschen Insel.
Sie ist ein beliebtes Ferienziel mit einem Naturschutzgebiet. Man erreicht sie über den
Rügendamm. Hier findet man die bekannten Kreidefelsen. Auf Usedom, der
zweitgrößten Insel Deutschlands, machte das Großbürgertum schon im 19. Jahrhundert
Badeurlaub. Reizvolle Natur mit kilometerlangen Sandstränden, herrlichen Wäldern, Mooren
und Weideflächen locken Besucher heute wie damals. Das Stadtbild von Heringsdorf,
Ahlbeck, Bansin und den anderen Seebädern prägen schöne Bauten aus den Gründerjahren.
Schwerin wurde 1160 gegründet und ist auch heute noch eine reizvolle Stadt. Das Schweriner
Schloß ist eines der besten Beispiele deutscher gotischer Baukunst. Es liegt am
Schweriner See, umgeben von einem Burggarten. In der historischen Altstadt stehen der Dom,
das älteste Gebäude der Stadt, das schöne Rathaus und ein interessantes Museum mit
Sammlungen französischer, deutscher und niederländischer Malerei des 17., 18. und 19.
Jahrhunderts.
Theodor Fontane hat in seinen »Wanderungen« die Schönheit der Mark BRANDENBURG
beschrieben. Kiefern- und Birkenwälder, Sandboden, weiter Horizont und viel Wasser
prägen das Landschaftsbild. Der herrliche Spreewald, eine von vielen Wasserläufen
durchzogene feuchte Niederung, liegt südlich von Berlin. Im Freilandmuseum Lehde erhält
man einen Einblick in das frühere Alltagsleben der Einheimischen. Potsdam hat drei große
schöne Parks, den Neuen Garten mit Marmorpalais (z. Zt. wegen Umbau geschlossen) und Schloß
Cecilienhof (bekannt durch das Potsdamer Abkommen), Babelsberg (englische
Parkanlage von Fürst Pückler-Muskau mit Schloß von Schinkel) und natürlich Sanssouci,
das nach Plänen Friedrichs des Großen von dem Architekten Knobelsdorff gebaut wurde. In
der Kunstgalerie neben dem Schloß sind Gemälde zahlreicher alter Meister ausgestellt.
Auch die Stadt selbst, besonders das Holländische Viertel, ist sehenswert. Die
Schorfheide ist ein nördlich von Berlin gelegenes Waldgebiet. Hier leben immer noch
Biber, Fischotter, See- und Fischadler, und man findet märkische Landschaft wie im
Bilderbuch. Der Mittelpunkt der Schorfheide ist der Werbellinsee. Lohnenswert ist
auch ein Ausflug zum ehemaligen Zisterzienserkloster Chorin machen. Hier finden im Sommer
viele Konzerte statt.
Magdeburg, die Hauptstadt von SACHSEN-ANHALT, ist eine Industriestadt westlich von Berlin.
Dom (955) und Liebfrauenkloster sind Zeugnisse der über 1000jährigen Geschichte der
Stadt. Bekannt wurde sie vor allem durch den Magdeburger Reiter. 55 km südwestlich von
Magdeburg liegt die schöne Stadt Quedlinburg mit vielen liebevoll restaurierten
Fachwerkhäusern aus dem 16. Jahrhundert und einem Renaissance-Rathaus. Besonders
sehenswert sind die romanische Stiftskirche St. Servatii mit dem Domschatz (u. a.
wertvolles Wappenkästchen Kaiser Ottos IV.) und das Fachwerkensemble Finkenherd in der
Stadtmitte. Die Altstadt wurde von der UNESCO zum Weltkulturgut erklärt. Eingebettet in
die Gebirgslandschaft des Harzes liegt die Stadt Werningerode mit einem gotischen
Rathaus aus dem 16. Jahrhundert, einem Fachwerkbau mit zwei schlanken Türmen, der der
Stadt eine Märchenbuchatmosphäre verleiht. Fachwerkhäuser aus sechs Jahrhunderten,
darunter das Schiefe Haus, gilt es zu entdecken. Werningerode ist ein idealer
Ausgangspunkt für Ausflüge in die herrliche Umgebung, in der es viele hübsche Dörfer
mit Fachwerkhäusern gibt. Der Harz ist eines der schönsten Wandergebiete Deutschlands,
der Brocken, die höchste Erhebung des Gebirges, ist für Wanderer zugänglich.
Stolberg wird oft als die »Perle des Südharzes« bezeichnet. Auch hier beherrschen
Fachwerkhäuser das Stadtbild.
Weiter südlich liegt Halle, in der Marienkirche am Marktplatz (1529) predigte einst
Martin Luther. Der Komponist Händel wurde 1685 hier geboren, und jährlich im Juni finden
internationale Händelfestspiele statt. Im nahegelegenen Wittenberg nagelte Luther im
Jahre 1517 seine »95 Thesen gegen den Ablaßhandel« an die Tür der Schloßkirche.
Zahlreiche prächtige Bauten aus dem 16. Jahrhundert, das Wohnhaus Luthers, das
Melanchthon-Haus, die Schloßkirche und die Gebäude der ehemaligen Universität bezeugen
die jahrhundertelange Bedeutung der Stadt.
Südlich von Halle liegt die historische Stadt Naumburg, deren Wahrzeichen der schöne
spätromanisch-frühgotische Dom St. Peter und Paul mit seinen berühmten
Stifterfiguren ist. Ein Abstecher in die alten Hansestädte Salzwedel, Stendal und
Tangermünde lohnt sich.
THÜRINGEN liegt zwischen Sachsen und Hessen. Die bewaldeten Höhenzüge des Thüringer
Waldes und des Schiefergebirges machen die Region zum idealen Wandergebiet. Der
berühmteste Wanderpfad ist der Rennsteig, der sich über 168 km erstreckt. Neben der
zentralen administrativen Funktion als Landeshauptstadt Erfurt und der Entwicklung zu
einem Verwaltungs-, Dienstleistungs- und Handelszentrum in Thüringen, ist die Stadt auch
kulturelles Zentrum des Freistaates. Das kulturelle Erbe der Stadt zeugt von seiner
jahrhundertealten Traditionen als reiche Handelsstadt. Im historischen Stadtzentrum ist
eine Vielzahl sakraler Bauten, aber auch imposante Bürgerhäuser ausgezeichnet erhalten.
Die Gründung der Universität fand im Jahre 1392 statt und ging mit einem von Martin
Luther und dem Erfurter Humanistenkreis beeinflußten geistig-kulturellen Aufschwung
einher. In den Museen der Stadt befinden sich wertvolle Sammlungen mittelalterlicher
Kunstschätze, die wichtigsten ethnografischen Zeugnisse Thüringens sowie eine der
attraktivsten naturkundlichen Sammlungen.
Suhl ist das Wintersportzentrum der Region, vor allem Langlauffans kommen hier auf ihre
Kosten. In Eisenach, dem Geburtsort Johann Sebastian Bachs, steht das älteste Stadttor
Thüringens. Sehenswert ist auch die romanische Nikolaikirche. In der Wartburg, die
die Stadt überragt, suchte Martin Luther als Junker Jörg Zuflucht und übersetzte das
neue Testament ins Deutsche. Weimar blickt auf eine tausendjährige Geschichte zurück und
ist stolz auf sein reiches kulturelles Erbe. Ihre Blütezeit erlebte die alte
Residenzstadt Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts. Goethe lebte hier 50 Jahre
lang und beeinflußte die Geschicke der Stadt als Staatsbeamter, Theaterdirektor und nicht
zuletzt als größter deutscher Dichter. Im Nationalmuseum, das im ehemaligen Wohnhaus
Goethes eingerichtet wurde, kann man auf den Spuren des Geheimrates wandeln. Für
literarisch Interessierte steht ein Goethe- und Schiller-Archiv zur Verfügung. Bach war
Hoforganist und Hofkonzertmeister in Weimar, Liszt und Richard Strauss wirkten hier als
Kapellmeister. Das Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald in der Nähe
von Weimar, in dem über 56.000 Menschen den Tod fanden, ist heute eine Gedenkstätte.
Weitere Ausflugsziele in Thüringen sind Gera (Renaissance-Rathaus, Bürgerhäuser), die
alte Universitätsstadt Jena, Friedrichsroda (Schloßruine in herrlichem Schloßpark),
Gotha, die Reichstadt Nordhausen (spätgotischer Dom, Rolandstatue am Renaissance-Rathaus)
und die malerische Kleinstadt Mühlhausen.
SACHSENS Hauptstadt Dresden hat einiges zu bieten. Mit seinen 479.273 Einwohnern ist sie
eine der größten Städte im Südosten der Bundesrepublik. Ihr Glanz geht vor allem auf
die Regierungszeit Augusts des Starken und seines Sohnes August III. im 17. und 18.
Jahrhundert zurück. Der Zwinger ist das wohl berühmteste Bauwerk der Stadt; die
vielen prächtigen Gebäude wie die Katholische Hofkirche (Hochbarock), die Frauenkirche,
die Schloßkirche und die Semperoper trugen der Stadt den Ruf eines »Elbflorenz« ein.
Die einstige barocke Pracht der Stadt versank im Bombenhagel des 2. Weltkrieges, die Ruine
der Frauenkirche gemahnte an die Schrecken des Krieges. Inzwischen wird diese jedoch durch
Spendengelder und staatliche Subventionen nach alten Plänen wiederaufgebaut. Die
restaurierte wunderschöne Semperoper, die Schloßkirche und das Grüne Gewölbe
und die reiche Schatzkammer der sächsischen Fürsten, legen Zeugnis von vergangenem
Glanz ab. Kunstkenner sollten es nicht versäumen, die Gemäldegalerie im Zwinger zu
besuchen, in der viele hervorragende Kunstwerke alter Meister ausgestellt sind. Das
Schloß wird derzeit restauriert. Die Dresdener Philharmonie, die Staatskapelle und der
Kreuzchor sind weltbekannt. Beliebt sind Dampferfahrten auf der Elbe zum Schloß
Pillnitz.
Südöstlich von Halle liegt Leipzig, eine Stadt der Musik und des Verlagswesens. 38
Verlage sind in Leipzig ansässig, und die Frühjahrs-Buchmesse lockt jährlich
Interessierte in die traditionsreiche Messestadt. Hier wurde Richard Wagner geboren,
Mendelssohn war lange Jahre Kapellmeister des heute noch renommierten
Gewandhausorchesters, und Bach war in den Jahren 1723 bis 1750 Kantor der Thomaskirche,
die ebenso wie das Rathaus aus dem 16. Jahrhundert stilgerecht restauriert wurde. Johann
Sebastian Bachs Kirchenchor existiert noch heute, und die Thomaner sind international hoch
angesehen. Die alte Universität (1407), der berühmte Auerbachs-Keller und der Kaffeebaum,
das bekannteste Kaffeehaus der Stadt, sind weitere touristische Anziehungspunkte.
Südöstlich von Leipzig in Südsachsen liegen die Städte Meißen und Dresden. Im
tausendjährigen Meißen steht die älteste Porzellanmanufaktur Europas, auch heute noch
werden die kostbaren Service in den traditionellen Meißener Mustern angefertigt. Besucher
können sich in einer Schauwerkstatt von der Handwerkskunst der Porzellanmaler
überzeugen. Muß auch noch manches restauriert werden, so beeindruckt auch heute schon
die Schönheit der Stadt und das geschlossene historische Stadtbild. Dom, Albrechtsburg
(1485) und Bischofsschloß ragen hoch über der Stadt empor. In der Umgebung Meißens wird
seit Jahrhunderten Weinbau betrieben.
Die Industriestadt Chemnitz (früher Karl-Marx-Stadt) wurde im 2. Weltkrieg fast völlig
zerstört und nur wenige historische Bauwerke blieben erhalten. Dazu gehören das Alte
Rathaus (16. Jh.) und der 800 Jahre alte Rote Turm. Sehenswerte Städte der Region sind
Freiberg, Kuchwald (Freilufttheater) und Seiten (Spielzeugmuseum). Zwickau ist die
Geburtsstadt Robert Schumanns, ein Museum erinnert an den berühmten Komponisten. Der
spätgotische Dom, das Rathaus (1403), das spätgotische Gewandhaus (heute ein Theater)
und zahlreiche schöne alte Bürgerhäuser zählen zu den interessantesten
Sehenswürdigkeiten.
In der Oberlausitz leben die Sorben, ein slawischer Volksstamm, dessen Ursprung auf das 6.
Jahrhundert zurückgeht. In Bautzen oder Budysin gibt es einen sorbischen Verlag, eine
Zeitung und ein sorbisch-deutsches Volkstheater. Eigene Radioprogramme in sorbischer
Sprache und Sprachunterricht in den Schulen sollen dazu beitragen, die Sorbenkultur zu
erhalten.
Sitten & Bräuche
Familienstruktur
Normalerweise heiratet man in Deutschland ungefähr im Alter von 25 Jahren. Die
Eheschließung findet vor einem Standesbeamten statt, viele Paare heiraten zusätzlich in
der Kirche. Wie in anderen Industrieländern werden auch in Deutschland die Familien immer
kleiner: Seit einigen Jahren schon gibt es immer mehr Kernfamilien mit höchstens zwei
Kindern, die Bindung an die Familie ist längst nicht mehr so intensiv wie in früheren
Zeiten. Viele Kinder ziehen gleich nach Beendigung der Schule oder Lehre in eine eigene
Wohnung. In den Städten wohnt die Mehrheit der Einwohner zur Miete.
Umgangsformen
Wie in anderen europäischen Ländern ist es auch in Deutschland üblich, sich
zur Begrüßung die Hand zu geben. Die Grußformeln sind von Region zu Region
unterschiedlich, doch am häufigsten wird Guten Tag! verwendet. Weit verbreitet ist auch
ein einfaches Hallo. In Süddeutschland begrüßt man sich mit Grüß Gott!. Normalerweise
sprechen sich nur Familienangehörige und enge Freunde mit dem Vornamen an, bei der Anrede
von Fremden oder weitläufigen Bekannten benutzt man Herr oder Frau in Verbindung mit dem
Familiennamen. Besuche sollte man im Voraus ankündigen, bei guten Freunden kann man aber
auch unangemeldet vorbeikommen. Bei Einladungen zum Abendessen bedankt man sich mit einem
kleinen Geschenk.
Freizeit
Die Freizeitmöglichkeiten in Deutschland sind äußerst vielfältig. Vom
Skifahren in den Alpen bis zum Surfen auf der Nord- oder Ostsee oder den zahlreichen
süddeutschen Seen kann man das ganze Jahr über etwas unternehmen. Fast jede Stadt oder
Region hat Sehenswürdigkeiten, die einen Ausflug lohnen. Im Sommer verbringen viele
Menschen den Abend in Biergärten. Die beliebteste Sportart ist Fußball, der Deutsche
Fußballbund zählt 5,4 Millionen Mitglieder. Theater-, Musical-, Kino- oder Opernbesuche
sind beliebte Freizeitaktivitäten. Museen und kulturelle Veranstaltungen erhalten von
Staat und Kommunen Subventionen, so dass auch kleinere Städte ihre eigenen Theater und
Opernhäuser unterhalten können. In den Sommermonaten werden im ganzen Land Musik- und
Kunstfestivals veranstaltet.
Nachtleben
In allen größeren Städten haben Besucher die Wahl
zwischen Schauspiel-, Konzert- und Opernhäusern (die Hamburger Staatsoper, die Deutsche
Oper Berlin, die Deutsche Staatsoper Berlin und das Nationaltheater in München sind nur
einige der berühmtesten), Nachtklubs, Bars mit Live-Shows und Diskotheken. In den
ländlichen Gegenden finden zahlreiche traditionelle Folklore-Veranstaltungen statt.
Hauptsächlich im Süden findet man die bekannten Bierkeller. In Rheinland-Pfalz,
Franken und in Baden gibt es unzählige kleine Weinstuben.
Einkaufstipps
Optische Geräte wie Ferngläser und Fotoapparate,
Porzellan, mundgeblasenes Glas und Kristall, Silber- und Stahlwaren, Messer aus Solingen,
Lederwaren, Sportartikel, Schwarzwälder Kuckucksuhren, Spielzeug aus Nürnberg und
bayerischer Loden. Schöne Mitbringsel aus Ostdeutschland sind Musikinstrumente,
geschnitztes Holzspielzeug aus dem Erzgebirge und Meißener Porzellan. Öffnungszeiten der
Geschäfte: Mo-Fr 08.00/09.00-19.00/20.00 Uhr, Sa bis 16.00 Uhr, an den vier Samstagen vor
Weihnachten bis 18.00 Uhr. In Kleinstädten sind die Geschäfte oft zwischen 13.00-15.00
Uhr geschlossen. Manche Einzelhändler außerhalb der Stadtzentren schließen
mittwochnachmittags.
Sport
Fast jede größere Stadt hat mehrere Sportplätze
und/oder ein Stadion. Fußball ist die populärste Sportart. Die Spiele der Bundesliga
werden am Samstagnachmittag ausgetragen. Pferderennbahnen gibt es in Baden-Baden, Berlin,
Frankfurt/M., Hamburg, Hannover und München. Reiten ist sehr beliebt. Besonders
empfehlenswert für Reiterferien sind Verden und Warendorf (Staatsgestüt). Auf über 200
Anlagen kann Golf gespielt werden. An der Küste, auf Flüssen und Seen ist Segeln (an
Nord- und Ostsee gibt es viele Segelschulen), Schwimmen, Angeln oder Sportfischerei sehr
beliebt. Ein Fischereischein wird benötigt (etwa 15 DM pro Tag). Die besten Fischgründe
findet man in den Binnengewässern. Schonzeiten müssen beachtet werden. An Ost- und
Nordseeküste gibt es zahlreiche schöne Sandstrände. An der Nordsee ist die Brandung
stärker und ideal für das Windsurfing, die Ostsee ist ruhiger und hat nur geringen
Tidenhub. In der Gegend um Suhl im Süden am Rand des Thüringer Waldes liegen zahlreiche
Wintersportorte. Oberhof hat ausgezeichnete Sprungschanzen und Rodelbahnen. Skilauf: In
Bayern liegen einige der bekanntesten deutschen Wintersportzentren: Garmisch-Partenkirchen
(Olympia-Sportanlagen), Berchtesgaden, Oberstdorf, Inzell und Reit im Winkl.
Empfehlenswert für Wintersportfreunde sind auch die Waldgebirge Harz, Schwarzwald und der
Bayerische Wald. Die Hauptsaison ist in den Monaten November bis April. Besonders in
Oberbayern ist auch das Curling weitverbreitet. In den großen Winterkurorten gibt es
Gelegenheit zum Eishockeyspielen, Bobfahren und Schlittschuhlaufen. Andere beliebte
Sportarten sind Tennis und Squash. In vielen Städten gibt es besondere Radfahrwege. An
zahlreichen Bahnhöfen können Fahrräder gemietet werden. Weitere Auskünfte erteilen die
Informationsstellen der DB (Radfahrer-Hotline: Tel: (0180) 319 41 94. Anrufe kosten 0,12
DM/40 Sek.) oder die DZT. Organisierte Radferien können über Rotalis Reisen
per Rad, Postfach 100244, D-85593 Baldham bei München (Tel: (08106) 35 91 91.
Telefax: (08106) 3 41 75. E-Mail: info@rotalis.de)
und ähnlichen Organisationen gebucht werden. Weitere Informationen vom Allgemeinen
Deutschen Fahrrad-Club e. V. (ADFC), Postfach 107747, Grünenstraße 8/9,
D-28199 Bremen. Tel: (0421) 34 62 90. Telefax: (0421) 346 29 50. (E-Mail: kontakt@adfc.de; Internet: http://www.adfc.de). Der Harz, der Schwarzwald,
der Bayerische Wald und der Pfälzer Wald gehören zu den schönsten Wandergebieten. Das
Netz der markierten Wanderwege umfaßt insgesamt 132.000 km. Der Deutsche Alpenverein
unterhält Hütten in den Alpen und den Mittelgebirgen und bietet Führungen und Kurse im
Bergsteigen an. Zwischen Dresden und Bad Schandau liegt die Sächsische Schweiz, die ein
gutes Trainingsgebiet für Alpinisten ist.
Trinkgeld
Die Bedienung ist in Hotelrechnungen bereits enthalten.
Restaurants in Westdeutschland berechnen 10% Bedienungsgeld. Taxifahrer, Friseure und
Toilettenpersonal erwarten Trinkgeld.
Unterkunft
Das Hotelangebot ist äußerst umfangreich. Etwa 25%
aller Unterkünfte sind Hotels. Zahlreiche Broschüren sind von der DZT und vom Deutschen
Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) erhältlich. Anschrift: D-10873 Berlin.
Tel: (030) 72 62 52-0. Telefax: (030) 72 62 52 42. (E-Mail: info@dehoga.de; Internet: http://www.dehoga.de). Etwa 50% aller Hotels
sind dem Verband angeschlossen. Hotelkooperationen und örtliche Fremdenverkehrsverbände
veröffentlichen eigene Hotel- und Unterkunftsverzeichnisse. Einige Hotels sind in Burgen,
Schlössern und Klöstern untergebracht. Für den Familienurlaub stehen Landgasthäuser
zur Verfügung, die oft preiswerte Halb- oder Vollpension anbieten. Gute Freizeit- und
Fitneßeinrichtungen ebenso wie Saunen und Schwimmbäder werden in zahlreichen Hotels
angeboten. In Ostdeutschland sind trotz der Erweiterung der Bettenkapazität regionale
Engpässe möglich.
Bei Wanderurlaub ohne festgelegte Route ist eine
Vorausbuchung schwierig. Örtliche Fremdenverkehrsämter sind bei der Reservierung
behilflich. Am Straßenrand stehen oft Schilder mit der Aufschrift Zimmer Frei. Man
sollte versuchen, sein nächstes Ziel immer vor 16.00 Uhr zu erreichen, besonders während
der Hochsaison in den Sommermonaten.
Kategorien: Seit der
Einführung der Deutschen Hotelklassifizierung des DEHOGA (Internet: http://www.hotelsterne.de) im Jahr 1996
gibt es ein bundesweit einheitliches Klassifizierungssystem, das in die fünf
international üblichen Sternekategorien eingeteilt ist. Die 19 Mindestkriterien, die mit
zunehmender Anzahl der Sterne schärferen Auflagen obliegen, werden durch fakultative
Kriterien ergänzt. Das System gilt für alle konzessionierten Beherbergungsbetriebe mit
mehr als 8 Betten, also auch für Hotels garni (weitere Informationen s. u.), Gasthöfe
und Pensionen.
1 Stern (Tourist): 1
Etagenbad pro 10 Betten ohne Dusche/WC; Rezeption/ Empfangsdienst; Waschbecken auf jedem
Zimmer; Mindestgröße der Zimmer: Einzelzimmer 8 qm, Doppelzimmer 12 qm.
2 Sterne (Standard): 1
Etagenbad pro 10 Betten ohne Dusche/WC, 70% der Zimmer mit Dusche oder Bad/WC; 2
Aufenthaltsräume (z. B. Empfangsbereich und Frühstücksraum); Frühstücksbuffet;
Schecks akzeptiert; 70% der Zimmer mit Farb-TV; Mindestgröße der Zimmer: Einzelzimmer 12
qm, Doppelzimmer 16 qm.
3 Sterne (Komfort): Alle
Zimmer mit Bad oder Dusche/WC; 2 Aufenthaltsräume; Rezeption 12 Std. besetzt;
Kreditkarten akzeptiert; Getränkeangebot auf dem Zimmer; Mindestgröße der Zimmer:
Einzelzimmer 14 qm, Doppelzimmer 18 qm; alle Zimmer haben Telefon, Radio- und
TV-Anschluß; 1 Restaurant.
4 Sterne (First Class): Alle
Zimmer mit Bad oder Dusche/WC; 1 Aufenthaltsraum und 1 Empfangshalle mit
Sitzgelegenheiten; Rezeption 16 Std. besetzt; Mindestgröße der Zimmer: Einzelzimmer 16
qm, Doppelzimmer 22 qm; Wäsche- und Bügelservice; 24 Std. Roomservicealle Zimmer mit
Minibar, Safe, Telefon, Radio- und TV-Anschluß; 1 Hotelbar; 1 Restaurant.
5 Sterne (Luxus): Alle Zimmer
mit Bad/WC; 1 Aufenthaltsraum, 1 Empfangshalle mit Sitzgelegenheiten und 1 Hotelhalle mit
Sitzgelegenheiten und Getränkeservice; Rezeption 24 Std. besetzt; Mindestgröße der
Zimmer: Einzelzimmer 18 qm, Doppelzimmer 26 qm; mindestens 2 Suiten; Wäsche- und
Bügelservice; 24 Std. Roomservice mit Speisenangebot; Bademantel, Hausschuhe und
Kosmetikartikel zur freien Benutzung; alle Zimmer mit Minibar, Safe, Telefon, Radio- und
TV-Anschluß; 1 Hotelbar; 2 Restaurants; Konferenz- und Bankettmöglichkeit.
GASTHÖFE: Müssen die
gleichen Bedingungen erfüllen wie Hotels, es gibt jedoch keine Aufenthaltsräume. 19%
aller Unterkünfte gehören dieser Kategorie an.
PENSION: Unterkunft und
Verpflegung nur für Gäste, d. h. weder ein öffentliches Restaurant noch
Aufenthaltsräume müssen vorhanden sein. Etwa 12% aller Unterkünfte sind Pensionen.
HOTEL GARNI: Etwa 16% aller
Unterkünfte bieten ihren Gästen Übernachtung mit Frühstück, Getränken und höchstens
kleinen Speisen. Für Hotels garnis können maximal 4 Sterne vergeben werden, es gelten
niedrigere Bewertungskriterien, da kein Speiseservice angeboten wird. Der Betrieb muß
neben der Angabe der Sterne immer zwingend den Zusatz »garni«, »Fremdenheim« oder
»Frühstückspension« aufweisen.
PRIVATE FERIENUNTERKÜNFTE: Das
vom Deutschen Tourismusverband (DTV) entwickelte Klassifizierungssystem für
private Ferienunterkünfte wurde im Februar 1999 aktualisiert. Die gelben Sterne auf
weißem Grund lehnen sich an die bestehende Einstufung von DEHOGA (s. o.) an.
Nähere Informationen vom DTV, Bertha-von-Suttner-Platz 13, D-53111 Bonn. Tel:
(0228) 98 52 20. Telefax: (0228) 69 87 22. (E-Mail: kontakt@deutschertourismusverband.de;
Internet: http://deutschertourismusverband.de)
URLAUB AUF DEM BAUERNHOF: Ein
Ferienaufenthalt auf dem Bauernhof ist vor allem für Kinder ein Erlebnis. Vielfältige
Freizeitangebote sorgen für Abwechslung. Die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft
(DLG) bietet nützliche Informationen und eine Auswahl von 400 Adressen zum Thema
Landtourismus an (Internet: http://www.landtourismus.de).
Der DLG-Ferienhof-Katalog »Urlaub auf dem Bauernhof/Landurlaub« ist gegen eine
Schutzgebühr von 14,50 DM zuzüglich Versandkosten vom DLG-Verlag, Eschborner
Landstraße 122, D-60489 Frankfurt/M. Tel: (069) 24 78 84 51/53. Telefax: (069) 24 78 84
80. (E-Mail: dlg-verlag@dlg-frankfurt.de;
Internet: http://www.dlg-frankfurt.de)
oder bei ADAC-Geschäftsstellen und Buchhandlungen erhältlich. Die Agrartour
GmbH, der DLG-Reisedienst, bietet landwirtschaftliche Studienreisen an.
Anschrift: Eschborner Landstraße 122, D-60489 Frankfurt/M. Tel: (069) 24 78 84 90.
Telefax: (069) 24 78 84 95. (Internet: http://www.agrartour.de).
Auskünfte und Informationsmaterial sind auch von der Bundesarbeitsgemeinschaft für
Urlaub auf dem Bauernhof und Landtouristik in Deutschland erhältlich. Anschrift:
Godesberger Allee 142-148, D-53175 Bonn. Tel: (0228) 8 19 82 20. Telefax: (0228) 37 18 70.
(E-Mail: info@bauernverband.de; Internet: http://www.bauernverband.de). Von der DZT
sind Reiseführer über alle deutschen Urlaubsgebiete erhältlich. Kategorien: Das
Klassifizierungssystem des DTV (s. Private Ferienunterkünfte) wird vermehrt
auch von Anbietern von Urlaub auf dem Bauernhof genutzt.
FERIENHÄUSER & -WOHNUNGEN: Vollständig eingerichtete Ferienhäuser und -wohnungen können überall
gemietet werden und machen 19% aller Unterkünfte aus. Auskünfte erteilen u. a. die DZT
und regionale Verkehrsämter. Kategorien: Rund 32.000 private Ferienunterkünfte in
Deutschland sind gemäß des DTV klassifiziert (s. Private Ferienunterkünfte).
HISTORISCHE FERIEN: Auskünfte
über Ferienaufenthalte in Schlössern, Burgen oder historischen Gasthöfen erteilen DZT-Vertretungen,
Reisebüros und die Vereinigung der Burg- und Schloßhotels European Castle, Hotels
& Restaurants, Postfach 1111,Weinpalais, D-67142 Deidesheim. Tel: (06326) 70 00
30. Telefax: (06326) 70 00 33. (E-Mail: info@castle.de;
Internet: http://www.european-castle.com).
JUGENDHERBERGEN: Derzeit
bieten 640 Jugendherbergen Mitgliedern einer der International Youth Hostel Federation
(Internet: http://www.iyhf.org)
angeschlossenen Jugendherbergen preiswerte Übernachtungsmöglichkeiten. Eine
Mitgliedskarte, die international gültig ist, kann beim Deutschen Jugendherbergswerk,
Hauptverband, Postfach 1455, D-32704 Detmold, Bismarckstraße 8, D-32756 Detmold bzw. bei
den einzelnen DJH-Landesverbänden erworben oder online auf der Webseite des DJH
beatragt werden. Tel: (05231) 7 40 10. Telefax: (05231) 74 01 49. (E-Mail: info@djh.org; Internet: http://www.djh.org oder http://www.djh.de). In der Hochsaison (in
Großstädten ganzjährig) empfiehlt sich Vorausbuchung.
CAMPING: Rund 2500
Campingplätze und Zeltmöglichkeiten stehen in den schönsten und beliebtesten
Feriengebieten zur Verfügung. Sie sind normalerweise von April bis Oktober geöffnet, in
den Skigebieten stehen darüber hinaus 400 Wintercampingplätze zur Verfügung. Die
Campingplätze in den neuen Bundesländern haben teilweise eine recht einfache
Ausstattung. Wer außerhalb der ausgewiesenen Zeltplätze campen will, muß die
Genehmigung des Eigentümers und/oder der örtlichen Polizeibehörde einholen. Für
Campingplätze gibt es normalerweise keine Vorausbuchung. Auf Anfrage erhält man von der DZT
eine kostenlose Landkarte mit Einzelheiten der meisten Campingplätze. Der ADAC-Camping-
und Caravaning-Führer kommt jedes Jahr im Februar heraus und ist in allen
ADAC-Geschäftsstellen sowie im Buch- und Zeitschriftenhandel erhältlich. Bestellung beim
ADAC-Verlag, Tel: (0180) 510 11 12 (0,24 DM/Min.), oder Online-Bestellung im ADAC-Shop
(Internet: http://www.adac.de). Informationen
über Campingplätze und -parks in Deutschland auch von: Deutscher Camping-Club e.
V.(DCC), Mandlstraße 28, D-80802 München. Tel: (089) 380 14 20. Telefax: (089) 33 47
37. (E-Mail: info@camping-club.de; Internet: http://www.campingclub.de)
Verkehr
FLUGZEUG: Lufthansa (LH) ist die bekannteste
innerdeutsche Fluggesellschaft. Zusätzlich gibt es eine Reihe regionaler
Luftverkehrsgesellschaften, die im Auftrag von Lufthansa fliegen und außerdem die
Billigfluglinien, die auch innerdeutsch fliegen: EasyJet, Air-Berlin und Wings Air seinen
hier genannt. Frankfurt/M. ist der wichtigste Flughafen im innerdeutschen Flugverkehr.
Fast alle Flughäfen können von hier aus innerhalb von durchschnittlich 50 Minuten
erreicht werden. Neben den oben aufgeführten Flughäfen gibt es im innerdeutschen
Flugverkehr noch weitere kleinere Flughäfen. Im Sommer werden Verbindungen durch
Bedarfsflugdienste mit festen Abflugzeiten nach Helgoland, Sylt und einigen Ostfriesischen
Inseln angeboten. Darüber hinaus stehen auf Anforderung auch Taxiflugdienste zwischen
allen Verkehrsflughäfen zur Verfügung.
SCHIFF: Schiffsverkehr auf Flüssen, Seen und an der Küste
im Linienverkehr:
- auf Donau, Elbe, Main, Mosel, Neckar, Oder, Rhein, Saale und Weser;
- von den Ostseehäfen aus entlang der Ostseeküste und zu den Ostseeinseln;
- Seebäderdienst von Bremerhaven, Cuxhaven, Hamburg, Wilhelmshaven und weiteren
Orten an der Nordseeküste zu den Friesischen Inseln und nach Helgoland;
- auf dem Ammersee, Bodensee, Chiemsee, Königssee, Rursee, Starnberger See sowie
auf dem Wannsee und dem Müggelsee in Berlin.
Autofähren verkehren regelmäßig zwischen verschiedenen Häfen der
Ostseeküste im In- und Ausland. Zusätzlich werden Sonderfahrten auf allen befahrbaren
Wasserwegen angeboten. Die Köln-Düsseldorfer (Internet: http://www.koeln-duesseldorfer.de)
bietet Flußkreuzfahrten auf Donau, Elbe, Main, Mosel, Neckar, Rhein und Saar an.
Außerdem werden von der Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschiffahrt AG Tagestouren
auf Rhein und Mosel angeboten. Die insgesamt 15 Schiffe der KD, darunter der
nostalgische Schaufelraddampfer Goethe und das Tragflächenboot Rheinjet, verkehren
von April - Oktober täglich. Die Reederei Hapag-Lloyd (Internet: http://www.hapag-lloyd.de) bietet in den
Sommermonaten 7 bis 21tägige Kreuzfahrten auf Donau, Elbe, Main, Mosel, Oder, Peene und
Rhein an. Die Stern- und Kreisschiffahrt Reiseflotte GmbH in Berlin (Tel: (030) 536
36 00) bietet rund um Berlin 30 Linien- sowie Ausflugsfahrten an, und darüber hinaus kann
man mit weiteren Schiffen Ausflugs- und Seerundfahrten auf Saale, Elbe und Binnenseen
unternehmen, insbesondere zur Mecklenburger Seenplatte. Der Verbund Vereinigter
Schiffahrtsunternehmen für den Bodensee und Rhein (VSU) mit der Bodensee
Schiffsbetriebe GmbH (BSB) und der Schweizerischen Bodensee Schiffahrtsgesellschaft
AG (Internet: http://www.bsb-online.com
oder http://www.bodenseeschiffahrt.de)
bieten mit einer Flotte von rund 40 Schiffen im Sommer einen Linienschiffsverkehr, Sonder-
und Ausflugsfahrten und einen Autofährverkehr in die Schweiz und nach Österreich an. Die
Flotten-Saison-Card gewährt freie Fahrt für eine Saison (April-Okt.) auf allen
Kursschiffen der Weißen Flotte auf dem Bodensee und Rhein. Außerdem sind Familien-,
Tages- und Erlebniskarten (mit freien Eintritten in Museen und Freizeiteinrichtungen)
erhältlich. Der Bodensee-Paß gewährt 50% Ermäßigung bei 31
Transportunternehmen (Busse, Bahnen und Schiffe) auf und um den Bodensee. Der Paß ist
wahlweise 7, 15 Tage oder ein Jahr gültig.
BAHN: Das Streckennetz der Deutschen Bahn AG (Internet: http://www.db-ag.de) umfaßt ca. 42.000 km. Der
bereits begonnene Aufbau eines Schnellbahnnetzes von 3200 km soll bis 2010 abgeschlossen
sein. InterCityExpress-, InterCity-, EuroCity- und InterRegio-Linien sind bezüglich
Ankunfts- und Abfahrtszeiten weitgehend aufeinander abgestimmt. Durch das InterCity-Netz
werden über 50 Städte mit InterCity-Zügen im Stundentakt bedient. Berlin ist
mittlerweile vollständig in das IC-/EC- und ICE-Netz eingebunden. Es stehen mehrere
InterCity-Linien und eine ICE-Verbindung zur Verfügung, die jeweils im Ein- bis
Zwei-Stundentakt verkehren, darunter die Linien Berlin - Frankfurt/M. - Karlsruhe, Berlin
- Köln - Basel, Berlin - Frankfurt/M. - München (ICE) sowie Hamburg - Berlin - Dresden
mit durchgehender Verbindung nach Prag. Die ICE-Sprinter verkehren nonstop auf
folgenden Strecken: Frankfurt/M. - Berlin, Stuttgart - Berlin, Mannheim - Berlin,
Frankfurt/M. - Hannover, Wiesbaden - Hannover, Frankfurt/M. - Hamburg, Wiesbaden -
Hamburg, Mannheim - Hamburg, Karlsruhe - Hamburg und Frankfurt/M. - München. Es besteht
Reservierungspflicht, Inhaber von Jahresnetzkarten können Sprinter ohne Aufpreis
benutzen. Der reservierungspflichtige Business-Zug Metropolitan mit drei
bedürfnisorientierten Sitzplatzbereichen (Arbeiten, Ruhe, Unterhaltung) verkehrt täglich
zwischen Köln und Hamburg mit Zwischenstops in Düsseldorf und Essen. Der IC
Königssee fährt von vielen Städten in Norddeutschland umsteigefrei an den Chiemsee
und weiter bis ins Berchtesgadener Land mit Fahrradtransport ab Saisonbeginn Ende März
(Reservierung nötig). Der UrlaubsExpress fährt zwischen Dezember und April von
Hamburg, Dortmund und Berlin zu Wintersportorten in Österreich, Italien und der Schweiz,
zwischen Mai und Oktober von Hamburg, Dortmund, Berlin, Stuttgart und München nach
Österreich, Italien und Ungarn. Die InterRegio-Linien, die schnelle Verbindungen zwischen
regionalen Zentren schaffen, verkehren im 2-Stundentakt (Strecken in Westdeutschland) bzw.
2- bis 4-Stundentakt in den fünf neuen Bundesländern. Das Schienennetz der Bahn wird
durch zahlreiche regionale Verkehrsgesellschaften ergänzt.
Verpflegung: Alle ICE-/EC-/IC-Züge und viele Schnellzüge im
innerdeutschen und internationalen Fernverkehr bieten Zugrestaurants, Buffetwagen oder
eine fahrbare Minibar.
Schlafwagen: Viele Schlafwagen im internationalen Verkehr sind mit Duschen und
Klimaanlagen ausgestattet. Bettplatzreservierungen sollte man im voraus vornehmen. Einige
Züge haben Liegewagen.
Bei der Sitzplatzreservierung in EuroCity-, InterCity- und
InterCityExpress-Zügen sollte man angeben, ob man im Großraum- oder Abteilwagen sitzen
möchte. In ICEs stehen Kleinkinderabteile mit Spielzeug und Wickeltischen zur Verfügung
(Reservierung im voraus). Fahrradmitnahme ist in ca. 60% der Fernzüge möglich, eine
Fahrradkarte und eine Stellplatzreservierung pro Rad werden dafür benötigt.
Fahrradverleih: Die DB bietet an ca. 260 Bahnhöfen ihren Kundendienst »Fahrrad am
Bahnhof« an. Fahrgäste, die mit der Bahn anreisen, bezahlen eine verbilligte
Leihgebühr. Weitere Informationen von der Radfahrer-Hotline der DB (Tel: (0180) 319 41
94; März-Nov.).
Bahn&AutoMietwagenService: An allen ICE-Halten und in vielen weiteren
Städten stehen Mietwagen am Bahnhof bereit. In 45 Städten sind Autovermieter mit einer
eigenen MietwagenStation direkt am Bahnhof vertreten, an über 80 Bahnhöfen ist der
MietwagenService im DB-Reisezentrum erhältlich. Bergbahnen: In den bekanntesten
Bergregionen kann man mit Drahtseilbahnen, Sesselliften oder Zahnradbahnen fahren.
Detaillierte Informationen über Strecken, Fahrpläne, Fahrpreise und Ermäßigungen
erteilen alle DB-Agenturen, örtliche Reisebüros, die Fremdenverkehrsämter sowie
die Generalvertretung der Deutschen Bahn AG in Österreich, DB Reise & Touristik,
Bösendorferstraße 2/I, A-1010 Wien. Tel: (01) 503 94 06. Telefax: (01) 503 94 06 70.
(E-Mail: deutsche.bahn.austria@netway.at)
und die Generalvertretung der Deutschen Bahn AG in der Schweiz, DB Reise &
Touristik, Schwarzwaldallee 200, CH-4058 Basel. Tel: (061) 690 12 15, 690 11 11.
Telefax: (061) 690 11 03.
BUS/PKW: Deutschland verfügt über ein hochmodernes Autobahnnetz von rund
11.000 km. Die Benutzung ist bislang gebührenfrei, die Einführung einer Straßengebühr
für Autobahnen und Bundesstraßen ist jedoch im Gespräch. Das Gesamtstraßennetz umfaßt
rund 630.000 km. Bleifreies Benzin ist an jeder Tankstelle erhältlich. Der Pannendienst
des Allgemeinen Deutschen Automobil Clubs (ADAC) leistet Hilfe rund um die
Uhr in ganz Deutschland, in den neuen Bundesländern sind darüber hinaus der Auto Club
Europa (ACE) und der Allgemeine Deutsche Motorsportverband (ADMV) zuständig.
Die ADAC-Pannenhilfe ist bundesweit einheitlich unter der Rufnummer (0180) 2 22 22
22 (0,12 DM/Anruf), für Mobilfunk (alle Netze) ohne Vorwahl unter 22 22 22 erreichbar,
den ADAC-Notruf erreicht man unter Tel: (089) 22 22 22. Der ADAC unterhält
außerdem einen Hubschrauber-Notdienst. Die Hilfeleistungen stehen Mitgliedern dieser und
ähnlicher Organisationen kostenlos zur Verfügung, die Materialkosten sind jedoch zu
erstatten. An Autobahnen stehen Notrufsäulen zur Verfügung. Bei Anrufen sollte
ausdrücklich die »Straßenwachthilfe« verlangt werden. Für den Polizeinotruf und die
Unfallrettung wählt man die Rufnummer 110 oder 112 (Feuerwehr). Ein telefonischer
Info-Service mit aktuellen Informationen zu Staus, Straßenzustand, Baustellen usw. steht
unter der Rufnummer (0180) 510 11 12 (0,24 DM/Min.) zur Verfugung. Genaue Auskünfte über
Tankstellen, Raststätten und Motels an den Autobahnen finden sich im Prospekt
»Autobahn-Service«, der bei der DZT angefordert werden kann, oder im Internet (http://www.tank.rast.de).
Fernbus: Autobuslinien der Omnibus-Verkehrsgesellschaft Bahn/Post und anderer Unternehmen
ergänzen den Schienenverkehr. Die Busse fahren hauptsächlich in Dörfer und
Kleinstädte, die nicht an das Bahnnetz angeschlossen sind. Es gibt nur wenige
Langstreckenbusse. Der Europabus der Deutschen Touring GmbH (Adresse
s. o.) bietet Liniendienste auf touristisch interessanten Strecken, z. B. der Romantischen
Straße (Wiesbaden/Frankfurt/M. - München/Füssen) und der Burgenstraße
(Mannheim/Heidelberg - Rothenburg o. d. T. - Nürnberg).
Taxis: Stehen überall zur Verfügung. Es werden Wartegebühren und andere Zuschläge
verlangt. Alle Taxis haben Taxameter.
Mietwagen: Firmen wie Autohansa, Avis, Europa Service, Hertz, Sixt-Budget,
Severin & Co, SU InterRent verleihen Kraftfahrzeuge für einen
Mindestzeitraum von 24 Stunden. Buchungsbüros stehen an allen Flughäfen, in Städten und
an über 40 Bahnhöfen zur Verfügung. Die Preise richten sich nach dem Wagentyp.
Mehrwertsteuer in Höhe von 16% kommt hinzu. In den größeren Städten kann man auch
Wagen mit Chauffeur mieten. Auf Anfrage wird ein Wagen am Flughafen, Bahnhof oder Hotel
bereitgestellt. Treibstoff kann an Tankstellen nicht immer mit Kreditkarte bezahlt werden.
Mehrere Fluggesellschaften (einschließlich Lufthansa) bieten »Flydrive« an.
Weitere Auskünfte von der DZT.
Automobil-Clubs: Der Allgemeine Deutsche Automobil Club (ADAC) aus München
(Internet: http://www.adac.de) und der
Frankfurter Automobilclub von Deutschland (AvD) (Internet: http://www.avd.de) haben Informationsschalter an
den wichtigsten Grenzübergängen und Geschäftsstellen und Vertretungen in allen
größeren Städten. Mitgliedern angeschlossener ausländischer Automobil-Clubs wird
technische Hilfe geleistet. Landkarten und Reiseführer können in den Büros der
Organisationen erworben werden. Auch Schneeketten können gemietet werden. Der ADAC-Reiseruf
benachrichtigt Autofahrer in Notfällen mit Radiodurchsagen. Auf allen Sendern werden
ganzjährig Straßenverkehrsberichte ausgestrahlt.
Verkehrsbestimmungen: Die Verkehrszeichen sind den internationalen Zeichen angepaßt.
Höchstgeschwindigkeiten: Innerhalb geschlossener Ortschaften: 50 km/h, außerhalb
geschlossener Ortschaften: 100 km/h; Richtgeschwindigkeit auf Autobahnen und
Schnellstraßen: 130 km/h, jedoch kein generelles Tempolimit. Für Pkw mit Anhänger (z.B.
Wohnwagen) gilt auf Straßen und Autobahnen höchstens 80 km/h. In Ostdeutschland ist das
Tempolimit auf Autobahnen seit dem 1. Jan. 1993 offiziell aufgehoben, regionale
Geschwindigkeitsbegrenzungen sind ausgeschildert. Kinder unter 4 Jahren müssen im
Kindersitz, Kinder bis 12 Jahren auf einem Kindersitzkissen auf dem Rücksitz Platz
nehmen, und dürfen nicht auf dem Vordersitz mitgenommen werden. Anschnallpflicht besteht
auf Vorder- und Rücksitz. Es besteht Helmpflicht für Motorradfahrer. An ausländischen
Kraftfahrzeugen muß das Nationalitätszeichen des Heimatlandes angebracht sein. Es
empfiehlt sich, stets für einen vollen Tank zu sorgen. Wer mit leerem Tank auf der
Autobahn liegenbleibt, kann gebührenpflichtig abgeschleppt und bestraft werden.
Warndreieck und Verbandskasten müssen mitgeführt werden. Promillegrenze: 0,5%.
Unterlagen: Nationaler oder internationaler Führerschein und nationale oder
internationale Zulassung sind ein Jahr gültig. Eine Haftpflichtversicherung ist
gesetzlich vorgeschrieben. Die Mitnahme der Internationalen Grünen Versicherungskarte
wird empfohlen. Ohne diese Karte kann man in Deutschland nur den gesetzlichen
Mindestversicherungsschutz in Anspruch nehmen, durch die Grüne Karte wird dieser zur
Höhe des eigenen Versicherungsschutzes aufgestuft.
STADTVERKEHR: In allen Städten gibt es ausgezeichnete öffentliche Verkehrsmittel. In den
Großstädten verkehren auch Straßen-, U- und S-Bahnen sowie Vorortzüge. Tages- und
Sammelkarten können im voraus gekauft werden. In vielen Großstädten kauft man die
jeweils benötigten Fahrkarten vor dem Betreten des Busses, der Straßen-, U- oder S-Bahn
an Automaten an den Haltestellen. Sehr viele öffentliche Verkehrsmittel sind
schaffnerlos. Es gibt aber regelmäßige Fahrscheinkontrollen, und Fahrgäste ohne
gültige Fahrkarte müssen in der Regel auf der Stelle eine Strafe bezahlen. Zahlreiche
Fahrpläne und Broschüren stehen dem Reisenden zur Verfügung.
Berlin: Das Berliner Nahverkehrssystem ist ausgezeichnet und umfaßt ein ausgedehntes
Buslinien- sowie U- und S-Bahnnetz, das durch die Regionalbahn der Deutschen Bahn AG
(Linien R1-R14 liegen im Gültigkeitsbereich des S-Bahn-Tarifs), die Straßenbahn im
Ostteil der Stadt sowie die Fährschiffe der Berliner Verkehrs-Betriebe (BVG)
(Internet: http://www.bvg.de) und die
Ost-Berliner Stern- und Kreisschiffahrt (im Linienverkehr) ergänzt wird. Die Züge
der U-Bahnlinien 1 und 9 verkehren von Freitag auf Samstag bzw. Samstag auf Sonntag die
ganze Nacht hindurch. Das Berlin-Ticket ist 24 Stunden für beliebig viele Fahrten auf dem
gesamten Buslinien-, U- und S-Bahnnetz sowie der BVG-Schiffslinie gültig. Ausgenommen
sind die BVG-Ausflugsbuslinien. Mit der Kombi-Tageskarte hat man freie Fahrt mit U- und
S-Bahn, Bus und den Schiffen der Kreis- und Sternschiffahrt sowie der Ost-Berliner Weißen
Flotte. Die 30-Stunden-Gruppenkarte ermöglicht bis zu zwei Erwachsenen mit maximal drei
Kindern Fahrten in Bussen und Bahnen der Region. Die 7 Tage gültige Sonderwochenkarte ist
nur am Bahnhof Zoo erhältlich. Mit dem regulären Linienbus 100 kann man eine
Stadtrundfahrt vom Bahnhof Zoo durch die gesamte Innenstadt vorbei an allen wichtigen
Sehenswürdigkeiten bis zum Bezirk Prenzlauer Berg unternehmen. Weitere Informationen von
den Informationsstellen der BVG.
Fahrzeiten: von Berlin (in Std. und Min.) zu anderen deutschen Großstädten:
| - |
Flugzeug |
Bahn |
Bus/Pkw |
| Hamburg |
0.45 |
2.00 |
4.00 |
| Köln |
1.05 |
4.00 |
7.00 |
| Frankfurt/M. |
1.10 |
3.30 |
6.30 |
| München |
1.20 |
5.40 |
7.00 |
| Bonn |
1.05 |
6.00 |
8.00 |
| Leipzig |
- |
2.00 |
2.00 |
| Erfurt |
- |
4.00 |
4.30 |
| Rostock |
- |
3.00 |
2.30 |
| Dresden |
- |
1.50 |
2.30 |
|
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