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Die belgische Wirtschaft wuchs im Jahr 2004 um 2,7% (2003: 1,3%), ein seit 2000 nicht mehr erreichter Wert, mit dem Belgien auch vor seinen Nachbarländern und deutlich über dem Durchschnitt der Eurozone liegt. Noch nie in den vergangenen 20 Jahren lag der Konsum der Belgier so hoch wie im vergangenen Jahr. 85,8% ihres Einkommens haben sie konsumiert. Ende September 2004 besaßen die Belgier Spargelder und Anlagen im Wert von 707,1 Milliarden Euro. Seit anderthalb Jahren steigt das Vermögen der Familien ununterbrochen. Gleichzeitig lebt der Belgier mehr und mehr auf Kredit. Doch unter dem Strich besitzt jeder Belgier durchschnittlich 58.000 Euro. Entscheidend für das belgische Wirtschaftswachstum ist die gestiegene Binnennachfrage und vor allem der gestiegene Konsum der Privathaushalte. Dabei ist das Einkommen der Privathaushalte (+ 0,6%) weniger stark als im europäischen Durchschnitt (+ 0,9%) gewachsen. Die belgische Wirtschaft braucht nach Ansicht der Nationalbank aber mehr Innovation, wenn das Land seinen Wohlstand halten will. Belgien exportiert zu wenig Hochtechnologieprodukte. Die Nationalbank rät der Regierung zudem, ihre Anstrengungen zur Sanierung der Staatsfinanzen fortzusetzen. Der Haushalt befinde sich zwar im Gleichgewicht, doch Ziel müsse ein Überschuss (0,3% für 2007 und 0,6% für 2008) sein bei gleichzeitiger Verringerung der Staatsschuld.In den Artikel IV–Konsultationen des Internationalen Währungsfonds (IWF) Ende 2004bestätigte der IWF Belgien die gute wirtschaftliche Entwicklung und die Rückführung der öffentlichen Verschuldung mit ihren Vertrauenseffekten für die Binnennachfrage. Weitere Konsolidierung erfordere auch das Demographieproblem durch Flankierung einer beschäftigungserhöhenden Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik.

Wirtschaftliche Kennziffern:

BSP (in US$) 404,730 Mrd.
Zuwachsrate des BIP(in %) 3,0
Anteil am BIP
Landwirtschaft (in %) 1,0
Industrie (in %) 24
Dienstleistungen (in %) 75
Arbeitslosigkeit (in %) 8,2
Inflationsrate (in %) 2,3
Staatseinnahmen (in US$) 479,9 Mrd.
Steueraufkommen (am BIP, in %); 2000 26,5
Einkommenssteuer (in %) 50
Körperschaftssteuer (in %) 34
Staatsausgaben (in US$) 149,4 Mrd.
Leistungsbilanzsaldo (in US$) 9,328 Mrd.
Devisenreserven (in US$) 11,996 Mrd.
Ausländische Direktinvestitionen (in US$) 31,595 Mrd.
Militär
Allgemeine Wehrpflicht (in Monate) nein
Streitkräfte (Mann) 36 950
davon Armee 24 800
Luftwaffe 6 350
Marine 2 550
Militärausgaben (am BIP)(in %) 1,2
Waffenhandelsanteil an den Importen (in %) 0,2
Waffenhandelsanteil an den Exporten (in %) 0
Ausstattung Waffengattungen
Landstreitkräfte (Kampfpanzer)

143

Marine
Fregatten

3

Luftwaffe (Kampfflugzeuge)

135

Nuklearwaffen

indirekt im Rahmen der "Nuklearen Teilhabe"

Nach Angaben des Washingtoner "National Recources Defence Council" (NRDC) vom Februar 2005 lagern in Europa 480 amerikanische Atombomben.

Die Stationierung geht auf einen NATO-Beschluß von 1993 zurück. Auch in Großbritannien, den Niederlanden, Deutschland, Italien, Griechenland und der Türkei sind US-amerikanische Kernwaffen stationiert.

Von den in Belgien stationierten Atomwaffen sind mehrere dafür vorgesehen, im Ernstfall auch von der belgischen Armee verwendet zu werden.Darin besteht die nukleare Teilhabe Belgiens.

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