![]() Themen |
Die technologische Entwicklung hat dem saudischen Medienkonsumenten in kurzer Zeit eine Fülle von Informationsmöglichkeiten eröffnet. Nach eigenen Angaben belegt Saudi-Arabien Platz vier der Länder mit der größten Zunahme von Internet-Anschlüssen. Internet und e-mail bieten vor allem den saudischen Frauen einen Ausgleich für gesellschaftlich bedingten Mangel an Kommunikation und Mobilität. Allerdings besteht strenge Zensur in Bezug auf einige politische Inhalte, vor allem aber in bezug auf ´unislamische´ Webseiten, was insbesondere den Zugang zu erotischem Material betrifft. Derzeit sind etwa 400.000 Webseiten blockiert. Die Printmedien sind zunehmend relativ offen und kritisch. Die größten Tageszeitungen sind al-Watan", al-Riyadh" und Okaz". Die englischsprachige Arab News" findet auch außerhalb Saudi-Arabiens Verbreitung. Die Hauptinformationsquelle bildet das Fernsehen. Während die saudischen Staatskanäle als eher langweilig gelten, erfreuen sich ausländische arabischsprachige Sender wie al-Jazeera" und Abu Dhabi TV" großer Beliebtheit. Der Anfang 2004 neu gegründete saudische Nachrichtenkanal "al-Ekhbariya" hat hieran nichts geändert. Auch der Empfang westlicher Sender ist möglich und üblich. Kommunikation: Rundfunk und Fernsehen sind staatlich. Der einzige private TV-Kanal sendet ausschließlich englischsprachige Unterhaltungsfilme. Via Satellit ist der Empfang ausländischer TV-Sender möglich. Auf 1000 Einwohner kommen 326 Radios, 265 Fernseher, 164 Telefone, 575 Handys, 354 PCs und 66 Internetzugänge. Internet: In Saudi-Arabien wird der Zugang zum Internet staatlich kontrolliert; Filter-Software verhindert, daß unerwünschte Webseiten aufgerufen werden können. Zwar bieten 37 Internet Service Provider einen Zugang zum Internet an, aber alle diese Datenleitungen führen zum staatlichen Zentrum für Wissenschaft und Technik.
* Für die Rangliste hat Reporter ohne Grenzen einen Katalog von 52 Fragen zur Situation der Medienfreiheit im jeweiligen Land erstellt. Daraus wurde ein Index ermittelt. So haben die erstplazierten Länder einen Index von 0,50 (große Pressefreiheit), das Schlusslicht Nordkorea kommt auf einen Index von 109,00 (keine Pressefreiheit). |
a
|