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Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und/oder hygienisch problematisch. Oft fehlen auch europäisch ausgebildete englisch-/französischsprechende Ärzte. Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung werden dringend empfohlen. Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs der z.T. hohen Temperaturen wegen geschützt werden. Auch hierzu ist individuelle Beratung durch den Tropenarzt bzw. Reisemediziner sinnvoll. In Notfällen kann Rat bei der SOS-Klinik (Myanmar SOS International Ltd, Inya Lake Hotel, 37 Kaba Aye Pagoda Road, Mayangone Township, Yangon, Tel. +95-1-667877 (24h Alarm), oder +95-1-667871 bzw. 667879, Fax +95-1-667866, www.internationalsos.com) in Rangun eingeholt werden, die auch Rettungsflüge organisiert. Innenpolitsche Lage Die innenpolitische Lage bleibt landesweit angespannt. Ende September 2007 kam es in verschiedenen Städten Myanmars, darunter auch Rangun und Mandalay, zu friedlichen Demonstrationen, die von Sicherheitskräften gewaltsam aufgelöst wurden. Zahlreiche Menschen wurden getötet oder verletzt. Unter den Toten befand sich auch ein ausländischer Journalist. Reisenden wird deshalb empfohlen, sich von eventuellen Protestzügen und anderen Menschenansammlungen fernzuhalten. Terrorismus Immer wieder, zuletzt im Januar 2008, werden in Myanmar Sprengstoffanschläge verübt, bei denen es auch zu Toten und Verletzten kommt. Die bisher schwersten derartigen Terroranschläge fanden im Mai 2005 in Rangun statt. In zwei der am meisten frequentierten Supermärkte und in einem Messegebäude wurden zahlreiche Menschen getötet bzw. verletzt. Im Januar 2007 gingen mehrere Pakete mit Zündern ohne Sprengstoff in Ranguner Postämtern ein, von denen einer explodierte und dabei einen Postbeamten verletzte. Zuletzt kam es Mitte Januar 2008 zu einer Serie kleiner Sprengstoffanschläge, u. a. in den Bahnhöfen von Rangun und Pyinmana. Die Urheber der Anschläge sind weiterhin unbekannt. Es gibt keinen Hinweis darauf, dass sich die Anschläge gezielt gegen Ausländer richten. Sie wurden aber vor allem an öffentlichen Orten verübt, an denen sich auch Ausländer aufhalten. Weitere Anschläge können nicht ausgeschlossen werden. Es wird daher empfohlen, Menschenansammlungen und stark frequentierte Orte zu meiden. Reisen im Land In einigen Grenzregionen zu Indien (Chin State und Sagaing Division) und Thailand (Teile der Shan, Mon, Kayin und Kayah States) werden unverändert bewaffnete Konflikte zwischen Rebellenarmeen und dem myanmarischen Militär ausgetragen. Ungekennzeichnete Minenfelder stellen eine zusätzliche Gefahr dar. Von Reisen in diese Gebiete wird dringend abgeraten. Es bestehen Reisebeschränkungen für die meisten Grenzgebiete, aber auch für andere Landesteile. Aktuelle Informationen zu Reisebeschränkungen können beim staatlichen Reisebüro Myanmar Travels and Tours (MTT), 77-91 Sule Pagoda Road, Yangon, Tel. 0095-1-252859, 378376, Fax 0095-1-254417, E-Mail: mtt.mht@mptmail.net.mm, Internet: http://www.myanmartoursandtravel.com, eingeholt werden. Reisen zu den touristischen Hauptzielen Rangun, Bagan, Mandalay und Inle-See sind im Regelfall jederzeit möglich. Bei allen anderen Reisezielen sollte vorher von einem erfahrenen Reisebüro geprüft werden, ob die konkrete Reise (Ziel, Route, Transportmittel) erlaubt ist. Für Reisen in bestimmte Gebiete ist eine entsprechende Reisegenehmigung erforderlich. Es liegen Berichte vor, dass Reisende trotz Reisegenehmigung von Sicherheitskräften festgehalten wurden. Ausländische Reisende, die ohne erforderliche Reisegenehmigung angetroffen werden, müssen mit Haftstrafen rechnen. Straßensperren der Polizei, des Militärs und anderer Behörden sind auf den Überlandstraßen auf der Tagesordnung. Hotels und Gästehäuser müssen der Polizei die Passdaten ihrer Übernachtungsgäste zur Verfügung stellen. Reisende sind auch deswegen verpflichtet, ihren Reisepass ständig bei sich führen. Naturkatastrophen Myanmar befindet sich in einer Region, in der mit Erd- und Seebeben gerechnet werden muss. In den Küstenregionen treten während des Monsuns (Mai bis Oktober) Zyklone auf. Während des Monsuns zwischen Ende Mai und Oktober kann es im ganzen Land aufgrund der starken Regenfälle zu Überschwemmungen und Unterbrechungen der Verkehrsverbindungen kommen. Insbesondere Landstraßen im Gebirge oder in der Nähe von Flussläufen, aber auch Bahnverbindungen, können tagelang unpassierbar sein. Myanmar ist eine repressive Militärdiktatur. Kritik an der Militärregierung ist strafbar und ausländische Besucher müssen damit rechnen, überwacht zu werden. Jegliche politische Betätigung ist verboten. Schon der Versuch einer Kontaktaufnahme mit myanmarischen Oppositionellen bzw. Regimekritikern kann zu Strafverfahren oder anderen Repressalien führen. Ausländische Staatsangehörige sind bereits mehrfach wegen Verstößen gegen diese Bestimmungen inhaftiert und/oder ausgewiesen worden. In Einzelfällen wurden langjährige Haftstrafen verhängt. Militärische Einrichtungen, Uniformierte sowie strategisch bedeutende Infrastruktureinrichtungen wie Brücken dürfen nicht fotografiert werden. Der Besitz schon geringer Mengen von Drogen, einschließlich so genannter weicher Drogen, wird mit langjährigen Haftstrafen bestraft, in besonders schweren Fällen kann die Todesstrafe verhängt werden. Myanmarische Vorstellungen zur Sexualmoral unterscheiden sich teilweise deutlich von den in Europa oder anderen Ländern der Region vorherrschenden. Widernatürliche Sexualpraktiken können mit Haftstrafen bis zu zehn Jahren geahndet werden. Prostitution und der Besitz von pornographischen Materialien sind strafbar. Auch einverständliche homosexuelle Handlungen sind strafbar und können mit Haftstrafen bis zu zehn Jahren geahndet werden. Der sexuelle Missbrauch von Kindern wird in Myanmar mit langjährigen Haftstrafen bestraft und ist darüberhinaus auch in Deutschland strafbar, auch wenn die Tat in Myanmar begangen wurde.
In Yangon gibt es ca. 1000 Hotelzimmer. Man sollte Reservierungen im voraus vornehmen bei der Hotel and Tourist Corporation (gleiche Adresse wie Myanmar Travels and Tours, c/o Ministry of Hotels and Tourism, 77-91 Sule Pagoda Road, Yangon 11141 Tel: (01) 28 39 97, 28 20 13, Telefax: (01) 28 95 88, 25 44 17, E-Mail: mtt.mht@mptmail.net.mm, Internet: http://www.myanmars.net/mtt ). Hotels gibt es außerdem in den Urlaubsorten Sandoway, Taunggyi und Pagan. Von November bis März sollte man besonders früh buchen. Kategorien: Luxus-, Erste- und Touristenklasse. FLUGZEUG: Die Sicherheit des zivilen Flugverkehrs innerhalb Myanmars kann im Einzelfall durch veraltetes bzw. mangelhaft gewartetes Fluggerät lokaler Luftverkehrsgesellschaften beeinträchtigt sein. Zuletzt haben sich am 19.02. (abgebrochener Startversuch mit Verletzten) und am 04.03.2008 (Ausfall einer Turbine) zwei Zwischenfälle mit Turboprop-Maschinen der Air Bagan auf Inlandsflügen ereignet. Die deutsche Botschaft in Rangun rät ihren eigenen Beschäftigten seit Jahren, aus Sicherheitsgründen auf Flugreisen mit der staatlichen Inlandsfluggesellschaft Myanma Airways (IATA-Code: UB) zu verzichten. Myanma Airways ist nicht identisch mit der auch international operierenden Myanmar Airways International (IATA-Code: 8M) Das Flugzeug ist das beste Verkehrsmittel, leider ist
der Flugplan jedoch eingeschränkt. Oft beeinträchtigen Sicherheitsmaßnahmen den
Reiseverkehr. Air Mandalay und Myanma Airways (nicht zu verwechseln mit
Myanmar International Airways) bieten Inlandflüge an. Es gibt Flüge zu den meisten
Städten, außerdem Charterflugverkehr. Über 60 Landepisten stehen zur Verfügung. Die Ein- und Ausfuhr ausländischer Devisen ist in unbegrenzter Höhe zulässig; ausländische Besucher müssen jedoch Beträge, die (insgesamt) den Gegenwert von USD 2.000 übersteigen, deklarieren. Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung Kyat ist nicht gestattet. Tragbare Computer (z. B. Laptops oder Notebooks) können seit Juni 2007 ohne vorherige Genehmigung eingeführt werden. Die Einfuhr von allen Geräten der Telekommunikation (u. a. Modems, Mobiltelefone und Telefaxgeräte) bedarf jedoch weiterhin der vorherigen Genehmigung durch das myanmarische Post & Telecommunications Department. Mobiltelefone müssen bei Entdeckung bis zur Ausreise beim Zoll hinterlegt werden; in der Praxis wird von der Durchsetzung der Regelung weitgehend abgesehen. Ausländische GSM-Mobiltelefone können in Myanmar nicht benutzt werden, da keine Roaming-Vereinbarungen mit ausländischen Netzbetreibern bestehen. Einfuhrverbote bestehen u. a. für pornographische Materialien, Spielkarten und Gegenstände, die die Staatsflagge Myanmars und/oder das Bildnis Buddhas oder myanmarischer Pagoden zeigen. Die Ausfuhr von Antiquitäten ist untersagt. Die Ausfuhr von Edelsteinen (sowohl ungeschliffen, als auch geschliffen und/oder gefasst), von Schmuck und Silber ist nur gegen Vorlage der Kaufquittung eines staatlich zugelassenen Händlers zulässig. Reisende sollten damit rechnen, dass ihr Gepäck bei Ein- und Ausreise durchleuchtet und vereinzelt auch von Hand durchsucht wird. |
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