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Allgemein befriedigender Gesundheitsdienst mit im Ausland ausgebildeten Fachärzten. An der Westküste der malaiischen Halbinsel findet man weitgehend gute hygienische Verhältnisse vor. Westliche Arzneimittel, auch viele deutsche Präparate, sind in städtischen Gebieten erhältlich. Das Leitungswasser in Kuala Lumpur ist genießbar, Abkochen wird jedoch empfohlen. Im Landesinnern sind Fälle von Typhus, Malaria, Cholera und Denguefieber aufgetreten. Teile Malaysias sind immer wieder vom sogenannten "Haze" betroffen. Beim "Haze" handelt es sich um periodisch auftretende, Smog-ähnliche Luftverunreinigungen, die durch Brandrodung und Schwelbrände in Malaysia und Indonesien verursacht werden. Je nach Wetterlage können die Schadstoffwerte, die seit neuestem von malaysischen Stellen veröffentlicht werden, täglich und von Ort zu Ort schwanken. Es wird daher empfohlen, sich regelmäßig aus der lokalen Presse über die aktuelle Belastung am Aufenthaltsort zu informieren. Soweit dort stark erhöhte Schadstoffkonzentrationen vorliegen, können Reizungen der Augen und der Atemwegsorgane auftreten. Insbesondere Herz- und/oder Lungenkranke sowie Alte und Kleinkinder sind stärker gefährdet, aber auch gesunde Erwachsene sollten dann eine körperliche Betätigung im Freien vermeiden und weitere Vorsichtsmaßnahmen treffen. Menschen mit den genannten oder anderen einschlägigen gesundheitlichen Problemen (Asthmatiker, Allergiker, u.a.) sollten vor Reisen in eventuell betroffene Gebiete einen Arzt konsultieren. Seit Anfang des Monats April wurden im Bundesstaat Kelantan ca. 200 Typhus Erkrankungen festgestellt. Bisher soll es zu 3 Todesopfern gekommen sein. Im ganzen Jahr 2005 ist es in Malaysia erneut gehäuft zu Denguefieber-Infektionen gekommen. Neue SARS-Fälle wurden seit längerem nicht mehr verzeichnet. Auch die WHO sieht diesbezüglich keine Veranlassung zur Abgabe von reisebeschränkenden Empfehlungen. Kriminalität / Entführungen In den zu den Philippinen grenznah gelegenen Küsten- und Inselgebieten besteht das Risiko von Überfällen, Entführungen und Geiselnahmen durch bewaffnete Gewalttäter aus den südlichen Philippinen. Es liegen Informationen vor, dass einzelne Ferien- und Tauchressorts an der Küste Sabahs zur Vorbereitung von Entführungen ausgespäht wurden.
In den letzten Monaten gab es in Malaysia vermehrte Hinweise auf Trickbetrügereien, insbesondere durch Animation zu Glücksspielen. Hiervon sind vor allem Alleinreisende betroffen, die an touristischen Orten gezielt angesprochen und unter einem Vorwand in Privatwohnungen gelockt werden. Auch gab es regelmäßig Berichte über Handtaschendiebstahl durch vorbeifahrende Motorradfahrer. Reisen über Land Wegen der anhaltenden Gewalt in drei thailändischen Südprovinzen wird für Reisen von Malaysia nach Thailand auf dem Landweg dringend empfohlen, die Thailand betreffenden Reisehinweise zu beachten. Touristen, die Ihren Urlaub im Bundesstaat Sabah verbringen wollen, sollten entlegene und unkonventionelle Touristenziele meiden. Bei dem Besuch von Naturparks ist die Begleitung durch ortskundige geprüfte Begleiter empfehlenswert, da die Ausschilderung bei Dschungelpfaden oft unzureichend ist. Naturkatastrophen Malaysia befindet sich in einer Region, in der mit Erd- und Seebeben gerechnet werden muss, wie die schweren Seebeben im Indischen Ozean (Tsunami) vom 26.12.2004 und auch in den letzten Monaten wieder gezeigt haben. Insbesondere in den Spätsommermonaten kann die Belastung durch "haze" (siehe auch Medizinische Hinweise) in einzelnen Regionen punktuell ein gesundheitsbeeinträchtigendes Niveau erreichen. Aktuelle Daten (Air Pollutant Index - API) sind in Zeiten, wenn "haze" auftritt, auf der Webseite des malaysischen Umweltministeriums (http://www.doe.gov.my) abrufbar. Sitten & Bräuche In Kuala Lumpur gibt es Nachtklubs und Diskotheken, die meisten gehören zu den großen Hotels. In den meisten Städten gibt es Nachtmärkte, u. a. in Kuala Lumpur und im chinesischen Viertel von Penang. Malaysische und chinesische Filme werden häufig mit englischen Untertiteln gezeigt, manchmal werden auch englische Filme angeboten. Die Nationale Lotterie und das einzige Kasino in Genting Highlands sind von der Regierung zugelassen, Touristen sollten sonst nirgendwo an Glücksspielen teilnehmen. Im Kasino wird Abendkleidung gern gesehen, das Mindestalter ist 21 Jahre. Batikstoffe und -kleidung, Silber- und Zinnwaren, Brokat, Kunsthandwerk (besonders geflochtene Artikel) und Antiquitäten. Öffnungszeiten der Geschäfte: Unterschiedlich, die meisten Geschäfte setzen ihere eigenen Öffnungszeiten fest, i. allg. 09.30-19.00 Uhr. Supermärkte und Kaufhäuser bleiben meistens bis 22.00 Uhr geöffnet. In Malaysia gibt es zahlreiche ungewöhnliche Sportarten, einschließlich Gasing-Kreiseldrehen (Main Gasing genannt) - aus Hartholz gefertigte und mit Blei vorsichtig ausbalancierte Kreisel werden um die Wette gedreht. Wau-Drachenfliegen ist eine nationale Freizeitbeschäftigung. Sepak Takraw wird so ähnlich wie Volleyball gespielt, der Ball ist aus Rattanstreifen geflochten, die Spieler benutzen Kopf, Knie und Füße, der Ball darf jedoch nicht mit der Hand berührt werden. Autorennen finden auf der Batu-Tiga-Rennstrecke in der Nähe von Kuala Lumpur statt. Golf: Es gibt über 60 Golfklubs in Malaysia. Golfmeisterschaften werden jedes Jahr im März abgehalten, und viele bekannte Berufsspieler nehmen teil. Pferderennen: In Ipoh, Kuala Lumpur und Penang. Karate: 150 Trainingszentren bieten 6 Tage in der Woche regelmäßiges Training durch Karate-Schwarzgürtel an. Segelregatta: Jeden Sonntag in Port Dickson, ca. 95 km außerhalb von Kuala Lumpur. 10% Bedienung und 5% Regierungssteuer werden auf die meisten Rechnungen aufgeschlagen. Taxifahrer erwarten kein Trinkgeld. Malaysia ist ein Vielvölkerstaat. Malaien, Chinesen und Inder prägen die Sitten. Bei der Begrüßung sind Sie auf der sicheren Seite, wenn Sie Frauen nicht zielstrebig die Hand reichen. Reicht Ihnen die Dame die Hand, dann haben Sie kein Problem. Gibt Sie Ihnen nicht die Hand, dann nicken Sie nur freundlich und verneigen sich leicht. Stäbchen, Besteck oder Hände je nachdem, bei wem Sie eingeladen sind: Sie müssen auf alles gefasst sein. Allerdings: Niemand nimmt es Ihnen übel, wenn Sie daneben greifen und ein Löffel lässt sich in jedem Haushalt oder Lokal finden. Prinzipiell gilt: Essen Sie mit der rechten Hand! Wegen der vielen ethnischen Gruppen warten besonders
viele Fettnäpfchen in Malaysia auf ignorante Urlauber. Gemeinsam ist allen Einheimischen
jedoch, dass man prinzipiell die Schuhe vor dem Haus auszieht. Der Islam ist Staatsreligion. Konkret bedeutet das: Malaysia ist ein prüdes Land, in dem Homosexualität bestraft wird. Bis vor wenigen Jahren wurden auch Bikinis an öffentlichen Stränden ungern gesehen. Oben ohne können Sie sich also ganz aus dem Kopf schlagen, auch innerhalb internationaler Hotelanlagen. Kein Problem, solange Sie fragen. Passen Sie auf, wenn Soldaten oder Polizisten Ihnen signalisieren, nicht zu fotografieren. Bei Nichtbeachtung können die ganz ekelig werden. Geachtet wird auf saubere Kleidung. Abends zieht man sich zum Ausgehen gerne fein an. Das allgegenwärtige Batikhemd ersetzt Anzug und Krawatte auch bei offiziellen Anlässen. Frauen, die mit sexy Tops und allzu kurzen Röcken oder Shorts herumlaufen, werden geduldet, aber sicher nicht respektiert. Drogenvergehen werden, ebenso wie illegaler Waffenbesitz, mit der Todesstrafe geahndet, die auch gegen Ausländer verhängt wird. Für Muslime gilt im familienrechtlichen Bereich die Scharia. Auch einvernehmliche homosexuelle Handlungen zwischen Erwachsenen können gemäß § 377 des malaysischen Strafgesetzbuches mit bis zu 20 Jahren Gefängnis und Stockschlägen bestraft werden. Eine Strafverfolgung erfolgt nur, wenn Anzeige erstattet wird.
Es gibt zahlreiche Hotels der Luxus- und Touristenklasse. Vorausbuchung ist vor allem während der Schulferien und Feiertagen erforderlich. Die einfacheren Hotels haben kaum moderne Waschmöglichkeiten und oft nur ein Waschbecken anstelle von Bad oder Dusche. 5% Regierungssteuer sowie 10% Bedienung werden auf die Rechnung aufgeschlagen. Trinkgeld (nur bei guter Bedienung) wird von Gepäckträgern und für Zimmerservice erwartet. Die meisten Hotels bieten einen Wäschereidienst an. Weitere Informationen von der Malaysian Association of Hotels (MAH), 85-2 Jalan 3/76 D Desa Pandan, 55100 Kuala Lumpur. Tel: (03) 982 84 77. Telefax: (03) 982 84 79. (E-Mail: mahotel@po.jaring.my; Internet: http://www.hotel.org.my) REST HOUSES: Sind preiswerte, von der Regierung subventionierte Hotels. Sie sind einfach, aber sauber und haben zumeist gute Restaurants. Zimmer sollten vorbestellt werden.PRIVATUNTERKÜNFTE: Die sog. Malaysian Homestay Programmes verbinden preiswerte Unterkunft mit der Möglichkeit, typisch malaiisches Alltagsleben kennenzulernen. Auskünfte erteilt die Association of Homestay Malaysia, Kampung Ketam 1, 28010 Kerdau Temerloh, Pahang. Tel: (09) 284 66 16. Telefax: (09) 284 66 10. JUGENDHERBERGEN: Nicht sehr zahlreich, aber preiswert. Unterkunft in Schlafsälen, Mahlzeiten sind erhältlich. Die Rezeption ist meist zwischen 17.00 und 20.00 Uhr geöffnet. Jugendherbergen gibt es in den Cameron Highlands, in Kuala Lumpur, Kuantan, Malakka, Penang und Port Dickson. Nähere Informationen erteilt die Malaysian Youth Hostel Association, Kuala Lumpur International Youth Hostel, 21 Jalan Kampung Attap, 50460 Kuala Lumpur. Tel: (03) 273 68 70. Telefax: (03) 274 11 15. (E-Mail: myha@pd.jaring.my). Einzelheiten auch vom Fremdenverkehrsamt (s. Adressen). CAMPING: Zeltmöglichkeiten gibt es im Taman Negara und in den Nationalparks. In sogenannten Jungle Lodges kann man Zelte, Feldbetten, Kartuschenlampen und Moskitonetze für Wanderungen durch den Regenwald mieten. Anmerkung: Zur Zeit der wichtigsten Feiertage und
Festlichkeiten (insbesondere Hari Raya Puasa, Chinesisches Neujahr und Hari Raya Haji)
sind die Verkehrsverbindungen im Land sehr überlastet. Zu diesen Zeiten empfiehlt es
sich, lange im voraus zu buchen. Küstenfähren verkehren regelmäßig zwischen Penang
und Butterworth, und es gibt einen fahrplanmäßigen Passagierdienst zwischen Port Kelang,
Sarawak und Sabah. Kleine Flußdampfer sind praktische Transportmittel in Ost-Malaysia und
mitunter die einzige Möglichkeit (außer per Hubschrauber), abgelegene Dörfer zu
erreichen. Boote können gemietet werden; es gibt auch Flußfähren und Wassertaxis.
Anmerkung: [*] Einschließlich Bootsfahrt. Die malaysischen Zollvorschriften entsprechen hinsichtlich der Einfuhr von Waren, dem Transport von Tabak, Parfum und Alkohol internationalem Standard. Der Transport von lebendigen oder ausgestopften Tierarten, sowie Muschelgehäuse oder auch Bekleidung und Gegenstände, die aus den Häuten geschützter Tierarten hergestellt und in Malaysia käuflich sind, fallen unter das Washingtoner Artenschutzabkommen und sind sowohl beim Export aus Malaysia als auch beim Import nach Deutschland unter hohe Strafen gestellt. |
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