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Das legendäre Königreich Saba hat es wirklich gegeben. Es entstand im 2. Jahrtausend v. Chr. im heutigen Jemen und war Ausgangspunkt der "Weihrauchstraße", die über Mekka nach Gaza führte. Bis 632, noch zu Lebzeiten Mohammeds, wurde das Land islamisiert. Im 9. Jh. entstand im Jemen ein unabhängige Staat (Seiditen). Bis 1962 blieb das Imamat mit einigen unbedeutenden Unterbrechungen selbständig. Nur im Süden machten die Briten bereits 1839 Aden und Oman zum Protektorat. 1962 wurde der Imam von nasseristisch inspirierten Offizieren unter Abdallah el- Sallal gestürzt. Bald versanken die Revolution und die neue Arabische Republik Jemen im Bürgerkrieg. Der Süden wurde 1967 von Großbritannien in die Unabhängigkeit entlassen. Im Norden übernahm 1974 das Militär die Macht. Erst am 22. Mai 1990 verständigten sich die islamisch- konservativen Kräfte im Norden und die lazistisch- progressiven Kräfte im Süden darauf, das Land zur Republik Jemen zu vereinigen. Während des Golfkriegs von 1991 nahm der Jemen eine pro- irakische Haltung ein- mit katastrophalen Folgen: Hunderttausende jemenitischer Gastarbeiter wurden aus Saudi- Arabien ausgewiesen. Im Mai 1994 brach zwischen Nord und Süd erneut ein Bürgerkrieg aus; militärischer Sieger: der Norden. Unverändert gibt es Konflikte zwischen Nord und Süd. Die Demokratisierung des Landes wird von vielen Nachbarn argwöhnisch beobachtet. Außerdem Auseinandersetzungen mit Saudi- Arabien wegen einiger erdölreicher Provinzen. Nach Mitteilung des Wahlleiters vom 25.9.1999 stimmten bei der ersten direkten Präsidentenwahl in Jemen 96,3% für Amtsinhaber Ali Abdullah Saleh (57) und 3,7% für den einzigen Gegenkandidaten Najib Qahtan al-Shaabi, die beide der Partei Allgemeiner Volkskongress (GPC) angehören.  Die sozialistische Opposition bezeichnete die Wahl als »Farce«. Sie hatte zum Wahlboykott aufgerufen, weil das von der GPC beherrschte Parlament 28 Kandidaten abgelehnt hatte. Die Wahlbeteiligung lag den Angaben zufolge bei rund 66%. Die Opposition bezweifelte diese Zahl und sprach von Unregelmäßigkeiten.  Saleh ist seit 1990 Präsident des vereinigten Jemen, der zu den ärmsten Ländern der Welt zählt. Zuvor war er seit 1978 Präsident des damaligen Nordjemen. 1993 wurden erstmals Parlamentswahlen in Jemen abgehalten.

Bei Kämpfen zwischen Regierungstruppen und schiitischen Rebellen im Norden von Jemen sind in den vergangenen 5 Tagen mehr als 100 Menschen getötet worden. Etwa 90 von ihnen gehörten den Streitkräften an, wie ein Militärsprecher am 20.02.2007 mitteilte. Die Regierung beschuldigt Lybien und den Iran, die Anhänger von Rebellenführer Abdel Malek al Hauthi zu unterstützen. Die Rebellen wiesen dies zurück.

Bei Kämpfen zwischen Regierungstruppen und schiitischen Rebellen sind im Norden des Landes nach Angaben der Armee vom 06.03.2007 in den vergangenen zwei Wochen mindestens 160 Aufständische getötet worden. Die Rebellen wollten nach Angaben der Regierung mit ausländischer Unterstützung einen islamischen Staat erreichten.


Aktuelle Entwicklungen: Vor der Küste des Jemen sind 40 Flüchtlinge aus Somalia ertrunken, die von Schleppern ins Meer geworfen worden waren. Das teilte das Verteidigungsministerium in Sanaa am 04.11.2007 mit. Die Flüchtlinge wurden demnach an der Küste der jemenitischen Provinz Abian an der Einfahrt zum Golf von Aden tot aufgefunden. Unter den Leichen waren sieben Frauen.

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