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Gesundheit Literatur Reisehinweise Reiseziele
Sitten & Bräuche Strafrecht Strom Unterkunft
Verkehr -Zoll - -

Gesundheit

Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa zu vergleichen und technisch, apparativ und hygienisch unproblematisch. Obwohl in den großen Städten eine Reihe von englisch- und deutschsprachigen Ärzten (Adressenlisten über die Internetseiten der deutschen Auslandsvertretungen, s.u.) zur Verfügung stehen, kann die Kommunikation mit anderen Ärzten ausgesprochen schwierig sein.

Impfschutz: Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über drei Monate auch Hepatitis B. Auf kleineren Inseln im Süden Japans soll noch Japanenzephalitis vorkommen. Bei Reisen hierhin ist die entsprechende Impfung zu erwägen.


Literatur

Reisehinweise

Naturkatastrophen

Japan ist das erdbebenreichste Land der Erde. Im Jahresdurchschnitt werden rund 1.500 Beben seismisch registriert, von denen mehrere auch in Tokyo deutlich wahrgenommen werden können. Größere Schäden sind selten. Schwere Erdbeben ereigneten sich zuletzt am 16. Juli 2007 im Meer vor Niigata (Erdbeben der Stärke 6,8 auf der Richterskala, mit 9 Toten und rund 900 Verletzten), 23. Oktober 2004 in der Präfektur Niigata (Stärke 6.8 auf der Richterskala, 35 Tote) und am 17.01.1995 in Kobe (Stärke 7,2 auf der Richterskala, 5.378 Tote).

Süd- und Westjapan werden im Spätsommer häufig von Taifunen heimgesucht. Überschwemmungen und Erdrutsche können zu Schäden führen.


Reiseziele

Tokyo: In der Hauptstadt gibt es viel zu sehen: den Kaiserpalast, der in einem Park liegt, den Stadtteil Asakusa (lebendiges Einkaufs- und Vergnügungsviertel) mit einem der ältesten Tempel des Landes (Asakusa Kannon) und nicht zuletzt zahlreiche Tempel, Schreine und herrliche Landschaftsgärten. In Shibuya, im Westen der Stadt, liegt der Nationalpark mit dem Meiji-Schrein, der dem Kaiser Meiji (1852-1912) gewidmet ist, der das Land dem Westen geöffnete. Die Boso-Halbinsel und die schönen Strände von Shirahama sind von Tokyo aus schnell zu erreichen. Narita wird von zahlreichen Pilgern aufgesucht. Der Kairakuen-Park in Mito ist im Februar besonders sehenswert, wenn die Pflaumenbäume blühen; das Museum für Moderne Kunst ist allein für seine Architektur einen Besuch wert, veranstaltet aber auch mit die interessantesten Ausstellungen für moderne Kunst in ganz Japan. Mashiko und Kasama sind Zentren für Keramik. In Mashiko kann man das alte Anwesen von Shoji Hamada besichtigen, der nicht nur zum Erhalt alter Keramiktraditionen selbst beigetragen, sondern diese auch weit über Japans Grenzen hinaus bekannt gemacht hat. Interessant ist auch das Bonsai-Dorf. In Ogawa-Machi wird Papier hergestellt. In einem Nationalpark mit prächtigen Tempeln und Mausoleen liegt Nikko, eines der beliebtesten Ausflugsziele. Der Stil der Tempel weicht von denen des übrigen Landes ab: In den vielfältigen und bunten Dekorationen zeigt sich ein starker chinesischer Einfluß. Die Schnitzerei mit den drei Affen (Toshogu-Schrein), von denen sich der erste die Augen, der zweite die Ohren und der dritte den Mund zuhält, ist die berühmteste dieses Tempelbezirks. Ein paar Kilometer oberhalb von Nikko liegt der landschaftlich sehr schön gelegene Chuzenji-See. Die Region um Nikko ist berühmt für die Herbstfarben ihrer Bäume; wenn man im September oder Oktober hier ein paar Tage verbringen will, muß man lange im voraus buchen. Vor der Westküste von Honshu, nicht weit von Niigata, liegt die Insel Sado, landschaftlich attraktiv und jeden August Schauplatz eines interessanten Musik-Festivals, das von einer traditionellen Trommlergruppe (Kodo) veranstaltet wird und Musiker aus der ganzen Welt anzieht.
 
Hokkaido, Japans nördlichste Insel, wurde erst während des letzten Jahrhunderts von Japanern besiedelt. Die Ureinwohner, die Ainu, sind ethnisch nicht mit den übrigen Japanern verwandt. Sie bemühen sich um Anerkennung ihrer kulturellen Autonomie. Hokkaidos größte Attraktion ist seine unberührte Natur. Fünf Nationalparks laden zu Wanderungen, Fahrradtouren und zum Skilaufen ein.
 
Fuji-Hakone-Izu: Der Fuji-san (Fudschijama), der höchste Berg Japans, ist ein besonderer Anziehungspunkt. Die Fuji-Five-Lakes und Hakone, ein Ferienort mit heißen Quellen, sind einen Besuch wert. Die Izu-Halbinsel ist bekannt für ihr warmes, subtropisches Klima. In den letzten Jahren gibt es in Izu immer mehr Erdbeben, die auf eine verstärkte vulkanische Tätigkeit der Region schließen lassen.
 
Die Japanischen Alpen im Zentrum der Insel Honshu sind bei Bergsteigern sehr beliebt. Nagano, in den nördlichen Alpen, war Austragungsort der Winter-Olympiade 1998. Nagoya, eine wichtige Industriestadt, ist auch das Zentrum des traditionellen Kunsthandwerks. Sie liegt in der Nähe des Ise-Shima-Nationalparks.
 
Kyoto wurde 794 n. Chr. im klassischen chinesischen Stil errichtet und war jahrhundertelang das religiöse, politische und kulturelle Zentrum Japans. Die alte Kaiserstadt erkundet man am besten zu Fuß. Der Heian-Schrein, dem ersten und dem letzten Kaiser in Kyoto gewidmet, besticht durch seine Weitläufigkeit und seine brillianten Farben, seine Holzbalken und -wände sind karmesinrot, seine lackierten Dachziegeln giftgrün. Ein Spaziergang auf dem Philosophensteig (Tetsugaku no michi), entlang der östlichen Hänge der Stadt, ist eine gute Art und Weise, einige der wichtigsten Tempel Kyotos zu besichtigen. Hier liegen der Nanzen-ji, ein bedeutender Zen-Tempel mit einem berühmten Tofu-Restaurant, der Eikan-do, von dessen Pagode man einen guten Ausblick über Kyoto hat, und der Ginkaku-ji, der silberne Tempel, dessen Zen-Steingarten einer der wichtigsten des Landes ist. Im Norden Kyotos liegt der Kinkaku-ji, ein vergoldeter Pavillon. Nicht weit entfernt sollte man sich den Ryoan-ji ansehen, ebenfalls mit einem eindrucksvollen Zen-Garten. In den vielen kleinen »Unter-Tempeln« des Daitoku-ji findet man willkommene Ruhe. Man sollte unbedingt einen der wunderschönen Gärten Kyotos einen Besuch abstatten. Ausflüge von Kyoto bieten sich an, u. a. nach Himeji, wo es eine alte Burg zu besichtigen gibt, und in die Berge nach Uji, einem der Schauplätze des wahrscheinlich ältesten Romans der Menschheitsgeschichte, des Genji Monogatari (Geschichte des Prinzen Genji), geschrieben um das Jahr 1000 von Lady Murazaki, einer kaiserlichen Hofdame.
 
Nara ist eine der ältesten Städte Japans und wird oft als Wiege der japanischen Kultur bezeichnet. Eine Million Besucher kommen alljährlich, um die historische fünfstöckige Kofuku-ji-Pagode, die antiken Statuen, Schreine und Tempel zu besichtigen. Der berühmte Todai-ji-Tempel mit dem weltgrößten Holzgebäude und der weltgrößten bronzenen Buddhastatue beeindrucken jeden Besucher. Im Nara-Park, wo die meisten der Tempel stehen, leben hunderte von halbzahmen Hirschen, die gefüttert werden wollen. Außerhalb von Nara gibt es mehrere Ausgrabungsstätten, die mehrere Tempel vorzuweisen haben.
 
Nagasaki auf der südlichen Insel Kyushu ist seit langem Japans Tor zur Welt. Der Friedenspark und ein Atombomben-Museum erinnern an den amerikanischen Atombombenabwurf im 2. Weltkrieg. Glover Mansion (Schauplatz von »Madame Butterfly« und das älteste Holzhaus Japans), der Chinesische Tempel und der Suwa-Schrein sind besuchenswert. Kyushu ist für seine landschaftliche Schönheit berühmt. Die heißen Quellen von Beppu-Onsen und der Aso, der größte tätige Vulkan der Welt, sind sehenswert. Das Gebiet um den Unzen-Vulkanist seit dem Ausbruch 1991 weiterhin gesperrt.
 
Okinawa, eine Inselgruppe südlich von Kyushu, bietet tropische Strände. Auf diesen Inseln, die seit 1972 wieder zu Japan gehören, mischen sich japanische und südostasiatische kulturelle Einflüsse.


Sitten & Bräuche

Nachtleben

Zahllose Kinos, Bars, Cafés und Nachtklubs sorgen für Abwechslung. Im Sommer sind Dachgartenrestaurants und -biergärten sowie Straßencafés sehr beliebt. Jeden Abend finden zahlreiche Konzerte in Tokyo statt, internationale Sinfonieorchester, Solisten und Ensembles treten auf. Karten sollten im voraus gekauft werden, da Veranstaltungen sehr schnell ausverkauft sind. In den großen Kaufhäusern gibt es Vorverkaufsbüros. In Karaoke-Bars dürfen sich die Gäste als Sänger versuchen: International bekannte Hits und Oldies werden vom Band gespielt, dem Amateur-Popstar wird ein Mikrofon in die Hand gedrückt, und der Text (natürlich in japanischer Schrift) wird auf dem Video-Bildschirm vorgegeben. Karaoke-Bars sind sehr beliebt und unbedingt einen Besuch wert, auch wenn man selbst keine Starambitionen hat. Ein anderes weitverbreitetes Freizeitvergnügen ist Pachinko, das dem Bingo-Spiel verwandt ist.

Einkaufstipps

In den großen Kaufhäusern findet man eine Kombination fernöstlicher und europäischer Waren. Typische Mitbringsel sind Kimonos, Mingei (Kunsthandwerk wie z. B. Drachen und traditionelles Spielzeug), Seide aus Kyoto, Fächer, Wandschirme, Puppen, religiöse Gegenstände des Shinto und Buddhismus, Papierlaternen, Hi-fi-Geräte, Fotoapparate, Fernsehapparate und andere elektronische Geräte. Bei Vorlage des Reisepasses wird die Steuer erlassen. Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-So 10.00-19.00 Uhr.

Sport

Das Sportangebot ist groß. Sumo, traditioneller Ringkampf, und Judo sind die Nationalsportarten. Judoausrüstungen können gekauft werden, Sportschulen bieten Unterricht für Männer und Frauen an. Die meisten Ausbilder sprechen Englisch. Kendo, japanisches Fechten, wird in zahlreichen Klubs und an Colleges ausgeübt. Baseball, ein beliebter Mannschaftssport, wird ganzjährig gespielt. Spiele finden tagsüber und auch abends statt, die preiswerten Eintrittskarten sind vielerorts erhältlich. Golf wird von vielen Geschäftsleuten gespielt, in Tokyo und in der näheren Umgebung gibt es ausgezeichnete Golfpätze. Die Teilnahme ist oft nur auf Einladung oder nach Erwerb der Mitgliedschaft in einem Klub möglich.

Trinkgeld

Trinkgeld wird nicht erwartet. Für besondere Dienste oder als Anerkennung können Geldgeschenke gemacht werden. Man sollte aber niemals eine Handvoll Kleingeld überreichen, sondern spezielle Briefumschläge für Geldgeschenke kaufen.

Begrüßung

Das Land der aufgehenden Sonne wird gerne als das Exempel par excellence zitiert, um kulturelle Missverständisse und Fauxpas zu beschreiben. Aber wer wirklich einmal nach Nippon reist, wird feststellen, dass alles halb so schlimm ist. Kein Japaner erwartet, dass ein Ausländer sich in der komplizierten japanischen Gesellschaft auskennt und immer richtig benimmt.
 
Das heißt jedoch nicht, dass Sie jede japanische Hand zielstrebig ergreifen sollten. Japaner verneigen sich voreinander. Bei westlichen Besuchern versuchen sie oft den Spagat zwischen Händedruck und gleichzeitig leichter Verbeugung. Das Resultat ist ein weicher Händedruck, bei dem Ihnen das Gegenüber nicht in die Augen sieht, weil es sich gerade noch ein bisschen beugt. Erwidern Sie diesen Händedruck nicht zu hart.

Tischsitten

Grüner Tee wird Ihnen fast immer angeboten. Er wird ungesüßt in einem kleinen Becher getrunken.
 
Wenn Sie zum Essen ins Restaurant eingeladen sind, überlassen Sie dem Gastgeber das Bestellen der Gerichte. Bei der Frage, was Sie wollen, sollten Sie keine Extra-Wünsche äußern. Es ist eher eine rhetorische Frage (was Sie nicht mögen, müssen Sie ja nicht essen).
 
Vor einem Essen wird Ihnen gewöhnlich ein heißes oder kaltes (je nach Jahreszeit) Tuch gereicht. Damit können Sie sich die Hände reinigen. Nur Männer wischen sich damit übers Gesicht.
 
Stäbchen werden in die rechte Hand genommen. Sie nach dem Essen in übrig gebliebenen Reis zu stecken gehört sich nicht.
 
Auch wenn es Ihnen hervorragend schmeckt: sich nur auf ein Gericht zu stürzen, gehört sich nicht.
 
Die Reis- sowie die Suppenschüssel dürfen Sie bis zu den Lippen heben, um den Reis schneller in den Mund zu schaufeln bzw. die Suppe zu trinken.
 
Bei feineren Essen gibt es für jedes Gericht einen eigenen Löffel oder Stäbchen, mit denen Sie sich bedienen können. Ist dies nicht der Fall, drehen Sie Ihre Stäbchen einfach um und nehmen sich mit den „sauberen Enden“ aus den Servierschüsseln.
 
Einen Trinkspruch mit einen Glas Sake müssen sie unbedingt erwidern.

Umgang

Die Höflichkeitsregeln, die von der Mehrheit der Japaner beachtet werden, weichen zwar in vieler Hinsicht von den europäischen ab, Japaner sind sich jedoch des Unterschiedes bewußt und akzeptieren, daß Ausländer nicht alle Sitten und Gebräuche kennen. Höfliches und korrektes Benehmen wird erwartet. Es ist unhöflich, »nein« zu sagen. Ein vages »ja« bedeutet aber nicht unbedingt eine Bejahung. Die Tatsache, daß es auch unter Japanern zahlreiche Mißverständnisse gibt, sollte Besucher beruhigen. Gäste werden selten in Privathäuser eingeladen, da dies eine sehr ernstzunehmende, formelle Angelegenheit ist. (Eine andere Version besagt, daß japanische Wohnungen zu klein sind, um Gäste einzuladen.) Japaner befürchten, daß ihre Gastfreundschaft nicht dem westlichen Standard entspricht und dadurch der Gast in Verlegenheit gebracht werden könnte; z. B. durch die Sitte, beim Essen auf dem Boden zu sitzen. Zur Begrüßung verbeugt man sich. Die höfliche Nachsilbe San sollte bei der Anrede japanischer Männer und Frauen benutzt werden: Herr T. Yamada wird demnach mit »Yamada-san« angesprochen. Beim Betreten einer japanischen Wohnung oder eines Ryokans zieht man i. allg. die Schuhe aus, die Schuhspitzen sollten zur Eingangstür zeigen. Tischmanieren sind wichtig, obwohl ein japanischer Gastgeber dem westlichen Gast gegenüber sehr tolerant sein wird. Man sollte sich jedoch mit den wichtigsten Tischmanieren vertraut machen und Eßstäbchen benutzen. Es ist üblich, dem Gastgeber ein kleines Geschenk mitzubringen. Geschäftsleute sollten den japanischen Geschäftspartnern ebenfalls ein Geschenk überreichen, z. B. Souvenirs wie Kugelschreiber mit Firmenaufdruck, Krawatten oder Spirituosen bester Qualität. Nichtraucherzonen sind ausgeschildert.

Geschlechter

Japan ist ein widersprüchliches Land. In keinem anderen Land kann man explizitere Sex-Comics finden, aber zugleich wird jeder nackte Busen auf Titelblättern zensiert. Öffentliche Bekundungen gegenseitiger Zuneigung unter den Geschlechtern sind verpönt.
 
Frauen sollten nicht frustriert sein: Japan ist immer noch Männerland. Hier laufen die Ehefrauen immer noch ein paar Schritte hinter ihrem Gatten her. Wenn Sie beständig ignoriert werden, wenn Ihnen kein Japaner höflich die Tür aufhält und Ihnen den Vortritt läßt oder Ihnen nicht in den Mantel hilft, nicht böse sein.


Strafrecht

Drogendelikte, insbesondere die illegale Einfuhr von Drogen und Aufputschmitteln, wie z.B. „Ecstasy“, werden mit hohen Haftstrafen geahndet. Das japanische Recht kennt die Unterscheidung zwischen "harten" und "weichen" Drogen nicht. Ebenso wenig sieht das japanische Recht ein Absehen von Strafe beim Besitz geringer Mengen illegaler Drogen vor. Beim Besitz von Cannabis (Haschisch und Marihuana) drohen beispielsweise bis zu sieben Jahren Freiheitsstrafe. Beim Besitz von Amphetaminen sind es sogar zehn Jahre. Die Haftbedingungen in japanischen Gefängnissen werden von Nichtjapanern als sehr hart empfunden.

Bei Festnahme oder Verkehrsunfällen mit Personenschaden sollten Sie sich schnellstmöglich mit der Botschaft Tokyo oder dem Generalkonsulat Osaka-Kobe in Verbindung setzen.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auf der Homepage der Deutschen Botschaft Tokyo.


Strom

Volt Frequenz (Hz) Bemerkung
100 50/60

Ost-Japan 50 Hz (Tokyo, Kawasaki, Sapporo, Yokohoma, and Sendai); West-Japan 60 Hz (Osaka, Kyoto, Nagoya, Hiroshima) -

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Verkehr

FLUGZEUG: Inlandflüge werden von Japan Airlines (JL), ANA - All Nippon Airways (NH) und Japan Air System (JD) durchgeführt, das Flug- und Bodenpersonal spricht englisch. Japan Airlines verbindet alle größeren Städte. Die anderen Fluggesellschaften fliegen auch kleinere Städte an.

Haneda (HND) ist Tokyos Flughafen für Inlandflüge. China Airlines (CI) landet als einzige internationale Fluggesellschaft hier. Eine Einschienenbahn (Monorail) verbindet Haneda mit Hamamatsu-cho. Osakas Itami (ITM) wird für Inlandflüge genutzt. Die wichtigsten Flugstrecken sind Tokyo - Sapporo, Tokyo - Fukuoka, Tokyo - Osaka und Tokyo - Naha.

Auf den internationalen Flughäfen in Tokyo und Osaka stehen Flugschein-Automaten am Schalter für Inlandflüge zur Verfügung.

SCHIFF: Es gibt regelmäßige Fähr-, Schnellboot- und Luftkissenbootverbindungen von der Hauptinsel zu den kleineren japanischen Inseln. Hauptrouten sind:

Awaji: Akashi-Iwaya;

Shodo: Himeji-Fukuda, Okayama-Tonosho und Takamatsu-Tonosho;

Shiraishijima und Manabejima: Kasaoka-Shiraishijima-Manabejima;

Ikuchijima und Omishama: Mihara-Setoda.

Hochgeschwindigkeitszüge verkehren regelmäßig zwischen Tokio und den wichtigen Häfen.

BAHN: Japan hat eines der besten Schienennetze der Welt. Auf den wichtigsten Strecken verkehren die Züge in sehr kurzen Abständen. Die Shinkansen, superschnelle Expreßzüge, haben Abteile für Rollstuhlfahrer sowie Speise- und Büffetwagen. Sie verkehren mit Spitzengeschwindigkeiten bis zu 270 km/h und sind eine Alternative zum Flugverkehr. Verspätungen sind fast unbekannt. Für die Schnellzüge und die 1.-Klasse-Wagen der wichtigsten Züge wird ein besonderer Zuschlag verlangt. Sitzplatzreservierung ist erforderlich für die Wagen erster Klasse, frühzeitige Buchung ist empfehlenswert (bis zu einem Monat im voraus ist möglich).

Japan Rail Pass: Dieser Touristen-Paß, der nur vor der Ankunft in Japan gekauft werden kann, ist bei den Büros der Japan Airlines (nur für Passagiere) und den nachstehenden Reiseunternehmen erhältlich, bei denen man zuerst eine Exchange Order erhält, die später in Japan gegen den eigentlichen Paß eingelöst wird: Japan Travel Bureau, Große Friedberger Straße 23, D-60313 Frankfurt/M. Tel: (069) 299 87 80. Telefax: (069) 29 58 54. Japan Travel Bureau, Reisnerstraße 18/3-4, A-1030 Wien. Tel: (01) 7 16 09. Telefax: (01) 718 06 05. Es gibt zahlreiche weitere Reisebüros, die den JR-Paß austellen. Vollständige Liste vom Fremdenverkehrsamt (s. Adressen). Der Japan Rail Pass ist wahlweise für 7, 14 oder 21 Tage gültig. Kinder zwischen 6-11 Jahren zahlen die Hälfte. Er gilt auf allen Strecken der JR-Agenturen; andere Anbieter verlangen einen Preisaufschlag. Rückerstattung der Gesamtkosten nur bei unbenutzten Pässen.

Voucher für Hotels können gleichzeitig mit den Fahrkarten für die Shinkansen-Expreßzüge erworben werden. Die Japan Rail Pass-Broschüre des Fremdenverkehrsamtes enthält Einzelheiten.

BUS/PKW: Autofahren auf den überfüllten Straßen ist kein Vergnügen, zumal es nur wenige Verkehrsschilder mit lateinischen Buchstaben gibt. Die Stadtzentren sind oft verstopft; Linksverkehr. Promillegrenze: 0,0. Die Schnellstraßen Keiyo Highway, Tohoku-, Tomei-, Tokaido-, Joban- und Meishin-Expressway verbinden die Städte an der Pazifikküste. Expressway-Gebühren werden erhoben. Unterlagen: Der internationale Führerschein muß ins Japanische übersetzt und beglaubigt werden, sonst wird ein japanischer Führerschein benötigt. Reisende müssen noch mindestens drei Monate ab Ausstellungsdatum des Führerscheins im Herkunftsland gelebt haben. Übersetzungen sind bei der Deutschen Botschaft oder dem Generalkonsulat gegen eine Gebühr erhältlich.

STADTVERKEHR: Die öffentlichen Verkehrsmittel sind ausgezeichnet und pünktlich, jedoch zu den Stoßzeiten (besonders morgens zwischen 08.00 und 09.00 Uhr) überfüllt. Alle großen Städte haben ein gutes U-Bahnnetz; die von Privatunternehmen betriebenen Vorortzüge ergänzen das Nahverkehrssystem. Während des Berufsverkehrs sollte man öffentliche Verkehrsmittel meiden. Es ist nicht immer leicht, die städtischen Busse zu benutzen; wenn man nicht mit einem Ortskundigen unterwegs ist, sollte man sich den Weg vom Hotelpersonal genau beschreiben lassen. Für die Züge und U-Bahnen stehen Fahrkartenautomaten zur Verfügung. Sammelkarten sind erhältlich. Das Fahrgeld wird oft erst beim Verlassen des Busses verlangt (beim Einsteigen zieht man eine Karte mit der Nummer der Station, an der man einsteigt). In Tokyo gibt es ein sehr gut ausgebautes öffentliches Bus-, S-Bahn- und U-Bahnnetz. Es gibt zehn U-Bahnlinien und diverse S-Bahnlinien, die entweder öffentlich oder privat betrieben werden. Zwischen den Zügen der meisten Gesellschaften kann man problemlos umsteigen und mit demselben Fahrschein weiterfahren. Die Yamanote-S-Bahnlinie umfährt kreisförmig Zentral-Tokyo; sie bietet nicht nur eine gute Gelegenheit, einen ersten Eindruck von der Stadt zu bekommen, sondern hält auch in den wichtigsten Zentren der Stadt, wie Shibuya, Shinjuku oder Tokyo Station. Fahrpreise richten sich nach Entfernung, die Zielstation muß in den Fahrkartenautomaten eingegeben werden. Wochen- und Monatskarten sind erhältlich. Taxi: Für die ersten 2 km wird eine Mindestgebühr erhoben, bei Staus wird auch die gewartete Zeit berechnet. Der Bestimmungsort sowie ein in der Nähe gelegener bekannter Ort sollten auf japanisch aufgeschrieben werden. Am besten eine Wegskizze mitnehmen, da es kaum Straßennamen gibt; Hausnummern richten sich nach der zeitlichen Reihenfolge, in der Häuser in einem bestimmten Bezirk gebaut wurden.

Fahrzeiten: von Tokyo zu den folgenden größeren Städten (ungefähre Angaben in Std. und Min.):

- Flugzeug Schiff Bahn Bus/Pkw
Nagoya - - 1.50 4.00
Kagoshima 1.50 48.00 9.35 26.00
Fukuoka 1.45 - 6.00 13.00
Nagasaki 1.30 - 8.00 18.00
Okinawa 2.45 60.00 - -
Osaka 1.00 - 3.00 6.00
Sapporo 1.25 - 10.30 -

Zoll

Verboten ist die Einfuhr von Waffen und Munition, von Drogen und Aufputschmitteln etc., ge- oder verfälschten Zahlungsmitteln, Gegenständen, die die öffentliche Sicherheit oder Moral verletzten (Pornographie), und Gegenständen, die Rechte des geistigen Eigentums (Patente, Markenzeichen, Copyrights etc.) verletzen.

Zollfrei eingeführt werden dürfen von Personen ab 20 (!) Jahren 3 Flaschen à 0,76 l alkoholische Getränke, 100 Zigarren oder 400 Zigaretten oder 500 g Tabak (bei Mischung insgesamt max. 500 g) und 2 Unzen Parfüm. Andere Waren dürfen im Wert bis zu 200.000 Yen zollfrei eingeführt werden, dabei werden nur Waren mit einem Wert von über 10.000 Yen pro Gegenstand gezählt. Bargeld kann beliebig eingeführt werden.

Die Ein- und Ausfuhr von Bargeld und Wertpapieren im Wert von mehr als 1 Million Yen (eine Million Yen) und Edelmetall (Gold von einem Reinheitsgrad über 90 %) von über 1 kg unterliegt einer Meldepflicht.

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Synonyme
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