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Chinas 14 500 km langen Küsten grenzen an drei Meere: das Gelbe Meer im Nordosten sowie das Ostchinesische und das Südchinesische Meer. Die unregelmäßige Küstenlinie wechselt zwischen erhöhten Küstenabschnitten und von Flüssen geprägten Deltas und Schwemmlandebenen. Hainan im Südchinesischen Meer ist die größte der rund 2 900 zu China gehörenden Inseln. Das Land wird in sieben geographischen Räume unterteilt: Xinjiang, die Innere Mongolei, den Norden, die Mandschurei, die Zentralregion, den Süden und Tibet. Xinjiang oder Chinesisch-Turkestan im Nordwesten wird fast völlig von Gebirgssystemen umschlossen: vom Altai im Norden, vom Pamir im Westen, vom Kunlun Shan im Süden und dem Altun Shan im Südosten. Der Gebirgszug Tian Shan, auch Himmelsgebirge genannt, unterteilt Xinjiang in zwei große Beckenlandschaften. Im Norden liegt der Dsungarei und im Süden das Tarrimbecken. Der mit Wäldern und Steppen bedeckte Tian Shan erreicht über 7 000 m Höhe und besitzt zahlreiche Gletscher. An seinem östlichen Ausläufer erstreckt sich die weite Tiefebene Turfan, deren Niveau teilweise mehr als 150 m unter dem Meeresspiegel liegt. Die Beckenlandschaft Dsungarei dehnt sich an der nördlichen Flanke des Tian Shan aus. Dort gibt es Steppen, bewässerte Felder und verschiedene Stein- und Sandwüsten. Das südlich der Gebirgskette gelegene Tarimbecken ist wesentlich trockener. Dort findet man die 217 464 km2 große Wüste Takla-Makan. Durch die von bis zu 100 m hohen Dünen geprägte Wüstenlandschaft fließt der Tarim. Dieser Fluß, nach dem die Region benannt ist, versickert im abflußlosen Sumpfgebiet des Lob Nor, des größten chinesischen Sees. Die Innere Mongolei ist der südliche Teil des Mongolischen Hochlandes, das sich zwischen den Gebirgszügen des Altai im Westen und des Großen Chingan erstreckt. Die nach Westen hin leicht ansteigende, durch Erosion entstandene, Tafellandschaft wird im wesentlichen von der riesigen Wüste Gobi mit ihrem Dünenmeer geprägt. Es gibt hier sogar vereinzelt Flüsse, doch deren Gewässer kommt wegen des fehlenden Gefälles bald zum Stehen. Durch die hohe Verdunstung in dem trockenen Klima bilden sich dann gewaltige Salzseen. Im Norden Chinas sind riesige Flächen, insgesamt rund 650 000 km2, mit gewaltigen Sedimentschichten von Löss bedeckt. Das gelbe, staubfeine und wasserdurchlässige Sediment entsteht durch Erosion, es wird vom Wind verfrachtet und lagert sich vor allem bei Regen am Boden ab. Dort, wo sich der Löss ansammelt, entstehen fruchtbare Böden. An manchen Stellen ist die Lössschicht bis zu 300 mm dick. Eine Besonderheit dieser Landschaft sind die tiefen Schluchten, die von den Flüssen in die weiche Lössschicht gegraben wurden. Tief in der Erde verbergen sich ergiebige Vorräte an Eisenerz und Steinkohle. Die Plateaus fallen zum Schwemmlandtal des Huang He oder Gelben Flusses hin ab, dann steigen sie zur Halbinsel Shangong wieder etwas an. Die Quin-Ling-Berge markieren die Grenze zur Region Zentralasien. Der Huang He oder auch Gelbe Fluß ist mit 5464 km Länge der zweitlängste Fluß Chinas. Durch seine unregelmäßige Wasserführung und das wenig ausgeprägte Flußbett kommt es häufig zu verheerenden Überschwemmungen. Im Verlauf von 2 000 Jahren hat der Fluß zwanzigmal seine Mündung verändert. Ab 1324 floß er südlich an der Halbinsel Shandong vorbei, bis ein Hochwasser 1851 seine aktuelle Mündung schuf. Mit Deichen und Kanälen versuchen die Chinesen, den Fluß zu bändigen. Den Namen Gelber Fluß verdankt er dem gelben Schlamm, den seine Wasser mitführen. Die durch die intensive Landwirtschaft geförderte Erosion läßt diese Schlammfracht stark anwachsen: pro Jahr transportiert der Fluß 1,6 Millionen Tonnen Schwebstoffe. Man schätzt, daß sein Delta dadurch pro Jahr und 100 m weiter in den Golf von Bo Hai hinausschiebt. Die Mandschurei im äußersten Nordosten Chinas wird von mehreren Gebirgszügen, unter anderem dem Großen Chingan im Westen und dem Kleinen Chingan im Norden, eingerahmt. Die wichtigsten Flüsse sind der Liao He und der Sungari. Zentralchina ist eine mit Gebirgen durchmischte Region, die sich entlang des Jangtsekiang erstreckt. Die Senke von Sichan wird auch wegen des roten Bodens "Rotes Becken" genannt. Der Jangtsekiang (auch Blauer Fluß genannt) ist mit mehr als 6 000 km Stromlauf der längste Fluß Asiens und der viertlängste der Welt. Er entspringt im Hochland von Tibet in 5 000 m Höhe. Sein Mittellauf umfaßt die berühmten Schluchten zwischen Chongqing und Yichang, wo der umstrittene Drei-Schluchten-Staudamm gebaut wird. Er mündet nördlich von Schanghai ins Ostchinesische Meer und bildet dabei ein ausgedehntes Delta. Das Flußtal umfaßt rund 2 Millionen km2. Der zwischen Wuhang und seinem Delta schiffbare Fluß tritt regelmäßig im Sommer über die Ufer. Um die überschüssigen Wassermassen aufzunehmen und so Überschwemmungen zu vermeiden, hat man am Unterlauf des Jangtsekiang künstliche Seen (Dongtin Hu und Poyang Hu) als Überlaufbecken geschaffen. Der Süden Chinas ist geprägt von zahlreichen Gebirgs- und Hügelketten. Auf dem Plateau von Yunnan hat der Regen das Kalkgestein ausgewaschen und eine Karstlandschaft entstehen lassen. Tibet wurde 1950 von China
annektiert. Das Hochland von Tibet mit seinen
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