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Seit Urzeiten wird die Vegetation Europas durch Eingriffe des Menschen intensiv verändert. Die ursprüngliche Vegetation ist nur dort intakt geblieben, wo sich Änderungen der Struktur als schwer durchführbar erwiesen haben, so etwa in der Tundra im Norden Skandinaviens und Rußlands wie auch im Gürtel der Nadelwälder von Norwegen bis zum Ural.

Das Mittelmeer

Im gesamten Mittelmeerbecken hat sich eine typische Vegetation aus dichten Wäldern mit immergrünen Eichen und einem sehr dichten Strauchbewuchs entwickelt. Die ständigen Eingriffe der Menschen und die häufigen Waldbrände haben diese Wälder dezimiert; sie wurden durch ein Ökosystem aus großen Sträuchern mit einem bedeutenden Anteil aromatischer Pflanzen ersetzt.

Die russische Steppe

Bei der russischen Steppe handelt es sich in Wirklichkeit  um einen kleinen Teil der eurasischen Steppe. Dieses riesige Naturgebiet besteht aus einem 300 km breiten Band vom Süden der Ukraine über Nord-Kasachstan bis zum Altaigebirge auf dem asiatischen Kontinent. Das als russische Steppe bekannte Gebiet beginnt im Norden der kaukasischen Gebirgskette und erstreckt sich über das gesamte Wolgabecken.

In Südsibirien findet man ebenfalls ein bewaldetes Steppengebiet, das eine Rolle als Übergangsgebiet zwischen den Mischwäldern im Norden und der eigentlichen Steppe spielt. Die ursprüngliche Steppenvegetation besteht aus großen Flächen mit Gras, Moos, Flechten und wenig entwickelten Bäumen. Diese Vegetation entwickelt sich auf Schwarzerde oder Tschernosem. Der Name beruht auf der dunklen Farbe der Erde. Diese ergibt sich durch die Ansammlung von Humus, der durch die Zersetzung von Laub entsteht. Dank der großen Humusmenge ist dies eines der fruchtbarsten russischen Gebiete. Derzeit dienst ein Großteil dieser Fläche dem Anbau von Kartoffeln, Rüben und Sonnenblumen wie auch der Rinderzucht.

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Bodennutzung/Abbildung vergrößern

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Natürliche Vegetation/Abbildung vergrößern

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