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Abhängige Gebiete der USA in Ozeanien Das Interesse der USA in Ozeanien erstreckt sich auf die kleinen Inseln
die direkt von der nordamerikanischen Verwaltung abhängig sind und zu militärischen Zwecken gebraucht werden. Ihr Besitz datiert von der Expansion der USA im Pazifik gegen Mitte des 19. Jahrhunderts, die durch die spanische Niederlage im spanisch-amerikanischen Krieg (1898) bekräftigt wurde. Es handelt sich um Inseln und Eilande, die wenig bevölkert oder sogar unbewohnt sind, die aber eine große geostrategische Bedeutung haben. Amerikanisch-Samoa (Ost-Somoa) Fläche: 199 km2, mit den vulkanischen Inseln Tutuila, Tau, Olosega, Ofu, Aunuu und den Atollen Rose und Swains Island. Bevölkerung: 63.800. Hauptstadt: Pago Pago (auf Tutuila), 9000 Einw. Regierungsform: US-amerikanischer Gouverneur. Zweikammerparlament "Fono" (Senat mit 18, Abgeordnetenhaus mit 21 Mitgl.). Wirtschaft: BIP: 150 Mio. US$. BIP/ Kopf: 2600 US$. Haupteinnahmequelle: Fisch verarbeitende Industrie mit über 3000 Beschäftigten. Die Samoa-Inseln wurden von Deutschland, dem Vereinigten Königreich und den USA begehrt. Ein Vertrag von 1899 gewährte Washington die Herrschaft über Ostsamoa, das aus sieben Inseln, die östlich des 171. Meridians liegen, bestand. Als Einwohner eines nicht eingegliederten Territoriums sind die Ostsamoaner Amerikaner, haben aber kein Wahlrecht. Guam Fläche: 541 km2, größte und südlichste der Marianen-Inseln. Rund ein Drittel der Landfläche wird von US-Marine- und -Luftstreitkräften eingenommen.Bevölkerung: 155.000 Einw. Hauptstadt: Agana, 1300 Einw. Regierungsform:US-amerikanischer Gouverneur. Legislative mit 15 Mitgl. Ein Abg. mit eingeschränktem Stimmrecht im US-Repräsentantenhaus. Wirtschaft: BIP: 3,0 Mrd. US$. BIP/ Kopf: 19.000 US$. Haupteinnahmequelle: US-Militärausgaben (auf der Insel sind 6700 US-Soldaten stationiert; während des Vietnamkriegs bevorzugtes "Rest and Recreation"-Ziel der GIs und Standort der weltweit größten McDonald's-Filiale) sowie der Tourismus. Über 80 % der knapp 1,5 Mio. Besucher sind Japaner, bei denen die Insel als Flitterwochenziel beliebt ist. Die Insel wurde von Ferndinand Magellan im Jahr 1512 entdeckt und gehörte bis 1898 zu Spanien. Guam wurde den USA zur gleichen Zeit überlassen wie die Philippinen und zwar gemäß dem zweiten Vertrag von Paris. 1941 wurde die Insel von den Japanern besetzt, dann von den USA zurück erobert und in einen militärischen Flottenstützpunkt verwandelt. 1973 unterstützte die UNO das Recht auf Selbstbestimmung von Guam und das Plebiszit von 1982 sprach sich für die Unabhängigkeit aus. Weitere nicht offizielle Verhandlungen bestätigten, daß die Bevölkerung von Guam eine neue Beziehung zu den USA wollte. 1996 wurden die Verhandlungen erneut aufgenommen, um Guam in einen freien assoziierten Staat umzuwandeln, aber die Insel behält den Status eines "amerikanischen nicht eingegliederten Territoriums". Nördliche Marianen-Inseln Fläche: 477 km2, verteilt auf 16 Vulkan- und Koralleninseln, die sich nördlich von Guam über 500 km erstrecken. Bevölkerung:71.900 Einw. Hauptstadt: Saipan, 47.000 Einw. Regierungsform:Lokal gewählter Gouverneur. Zweikammerparlament (Senat mit 9, Repräsentantenhaus mit 18 Mitgl.). Wirtschaft:BIP: 524 Mio. US$. BIP/Kopf: 9300 US$. Haupteinnahmequelle: Tourismus mit jährlich etwa 750.000 Besuchern. Fernbdinand Magellan entdeckte den Archipel im Jahr 1521 und nannte ihn die Diebesinseln, da seine Expedition Opfer von kleinen Diebstählen seitens der Eingeborenen wurde. Mitte des 17. Jahrhundert tauften die Jesuiten die Inseln in Marianen um zu Ehren der Königin Marianne von Österreich, der Ehefrau von Philip IV. von Spanien. 1899 wurden die Inseln an Deutschland verkauft und von den Japanern zwischen 1919 und 1945 besetzt. Nach dem Sieg der Alliierten überließ die UNO die Inseln den USA: Nach einem 1977 organisierten Referendum wurde eine autonome Verwaltung errichtet. Seit 1986 sind die Inseln offiziell ein freier assoziierter Staat der USA. U.S. Virgin Islands (Jungferninseln) Fläche: 349 km2, Hauptinseln St. Thomas (80,3 km2), St. Croix (215 km2) und St. John (51 km2).Bevölkerung: 121.000 Einw. Hauptstadt: Charlotte Amalie (St. Thomas), 12.200 Einw. Regierungsform:US-amerikanischer Gouverneur. Einkammerparlament mit 15 Mitgl. Ein Abg. mit eingeschränktem Stimmrecht im US-Repräsentantenhaus. Die Einw. sind amerikanische Staatsbürger, aber bei Präsidentschaftswahlen nicht stimmberechtigt. Wirtschaft: BIP: 1,8 Mrd. US$. BIP/ Kopf: 15.000 US$. Haupteinnahmequelle: Tourismus mit 1999 fast 2 Mio. Besuchern. Von russischen Oligarchen geschätzte Steueroase. Die nordamerikanischen Jungferninseln bestehen aus drei Hauptinseln (Saint Thomas, Saint John und Saint Croix) und zahlreichen kleineren Inseln im Osten Puerto Ricos. Die 1670 von Dänemark kolonisierten Inseln wurden 1917 von den USA erworben. Seit 1979 werden die Inseln von einem Gouverneur geleitet, der von den Einwohnern gewählt wird. Puerto Rico Fläche: 8959 km2, mit den Inseln Puerto Rico, Mona, Vieques und Culebra.Bevölkerung: 3,8 Mio. Einw. Hauptstadt: San Juan, 422.000 Einw. Regierungsform:US-amerikanischer Gouverneur. Zweikammerparlament (Senat mit 28, Abgeordnetenhaus mit 54 Mitgl.). Ein Abg. mit eingeschränktem Stimmrecht im US-Repräsentantenhaus. Wirtschaft: BIP: 38,1 Mrd. US$. BIP/ Kopf: 9800 US$. Diese Inselgruppe der Großen Antillen, die zu den USA gehört, besteht aus der Insel Puerto Rico und zahlreichen kleineren Inseln. Mehrere Gebirgsketten durchziehen die Hauptinsel und das Klima im Einflußbereich der Passatwinde ist tropischer Natur. Die 1493 von Christoph Kolumbus entdeckte Insel wurde von Spanien beherrscht, bis dieses 1897 eine späte Autonomie gewährte. Nachdem spanisch-amerikanischen Kriegen von 1898 gerieten die Inseln in die amerikanische Einflußsphäre und 1950 erklärten sie sich als mit den USA assoziiert. Haupteinnahmequelle: Tourismus mit jährlich über 5 Mio. Besuchern. Navassa-Insel: 5,2 km2 in der Karibik, unbewohnt, Fischer- und Seglerstützpunkt, wegen des 160 km entfernten Stützpunktes Guantánamo Bay auf Kuba von strategischer Bedeutung. |
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