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Die Paracellinseln sind ein Archipel im Südchinesischen Meer, das 1932 von Frankreich annektiert wurde. 1974 besetzte China die Inseln, die große Ölvorkommen und Fischvorräte besaßen. Taiwan und Vietnam beanspruchen ebenfalls ihre Souveränität.
Die Spratly-Inseln sind eine Gruppe von Inseln, Riffen und Atollen, die im Südchinesischen Meer verstreut sind. Die Gebiete werden von Taiwan, Brunei, Malaysia, China und den Philippinen beansprucht. Diese Interesse mehrere Länder erklärt sich aus den Öl- und Gasvorkommen sowie der strategischen Lage der Inseln an wichtigen Schiffahrtsrouten.
12 marokkanische Soldaten haben am 12.07.2002 die unbewohnte Felseninsel Perejil besetzt und die marokkanische Flagge gehißt. Die Insel wird von Spanien beansprucht. Spanien hat inzwischen mehrere Kriegsschiffe in das Krisengebiet gesandt, betont aber, daß man den Konflikt auf diplomatischen Wege klären will. Perejil gehört seit dem 17. Jahrhundert zu Spanien, wird aber von Marokko beansprucht. Der Streit um die Insel geht zurück auf die 50er Jahre, als Frankreich und Spanien ihre Protektorate in Nordafrika aufgaben. Spanien behielt auf Grund einer Vereinbarung aus dem Jahr 1956 die an der Küste gelegenen Enklaven Ceuta und Melilla. Marokko bestreitet jedoch die spanische Herrschaft über mehrere Inseln.
Kalter Hans Mit ihrer Nationalflagge nehmen es die Dänen sehr genau. Vor allem bei besonderen Anlässen wird der Danebrog gehißt, spätestens bei Sonnenuntergang muß er wieder eingeholt sein. Nur wichtige Ausnahmen erlauben ein Abweichen von dieser Regel. So eine muß der Flaggenapell auf der Insel Hans westlich von Grönland gewesen sein. Schon mindestens zweimal wurde der Danebrog dort aufgezogen, einmal unter Hinterlassung des schriftlichen Grußes "Seid willkommen auf dieser dänischen Insel". Um den Sonnenuntergang kümmerte sich niemand, was sicher nicht nur den äußeren Umständen gut 1 000 Kilometer südlich des Nordpols geschuldet ist - die Flaggen blieben oben. Inzwischen hängt mindestens eine der dänischen Flagge im Museum in Montreal, gekapert von der kanadischen Marine. Die installierte stattdessen auf dem Eiland Kanadas Ahornblatt; Verteidigungsminister Bill Graham folgte höchstpersönlich und lobte das Flaggenmanöver, um "Präsenz zu zeigen". Der drei Kilometer lange und wenige hundert Meter breite Felsen, der völlig kahl und unbewohnt auf halbem Weg zwischen der kanadischen Insel Ellesmere und dem dänischen Grönland aus dem arktischen Meer ragt - sofern er nicht von Packeis zugedeckt ist -, gerät immer mehr zu einem skurrilen diplomatischen Zankapfel zwischen beiden Ländern. Die Wikinger-Erben aus dem Norden Europas setzen aber noch auf "friedliche Lösung" in dem Flaggenkrieg. Premier Anders Fogh Rasmussen hat vorsorglich ein Gipfelgespräch der Außenminister am Rande der UN-Vollversammlung im September 2005 angeregt. Er sieht "klare und starke historische, geographische und geologische Argumente" auf seiner Seite. Ein UN-Vertrag hatte 1973 ausgerechnet ein wenige hundert Meter großes Seegebiet um "Hans 0" bei der Grenzziehung ausgelassen. Nun reklamiert auch Ottawa das Eiland für sich, immerhin könnte der Fels in der Brandung einmal von großer strategischer Bedeutung sein - für künftige Fischfanggründe und erst recht im Fall von Rohstoffvorkommen.
Quelle der Informationen zu "Hans": Der Spiegel |
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