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Im 19. Jahrhundert wird das Gebiet der Westsahara von Spanien besetzt, das sich während der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts den Aufständischen der Sahraoui entgegenstellen muß. In den 60er Jahren, während des Entkolonialisierungsprozesses in Afrika, verweigert der spanische Staatschef Francisco Franco dem Territorium die Unabhängigkeit. Dies sowie die Herrschaftsversuche von Marokko münden in die Gründung der "Nationalen Befreiungsorganisation der Sahraoui" (1968) und der "Polisario-Front" (1973). Spanien verläßt das Gebiet 1975, das dann zwischen Marokko und Mauretanien geteilt wird. Ein großer Teil der Eingeborenen flüchtet in die Wüste und richtet sich in Flüchtlingslagern in Algerien ein, wo sich sich immer noch befindet. Die Polisario-Front beginnt den bewaffneten Kampf gegen die marokkanische Besetzung und proklamiert 1976 die Arabische Demokratische Sahraoui Republik. Mauretanien zieht sich daraufhin aus dem Gebiet zurück. 1989 entscheidet die UNO, unter der Sahraoui-Bevölkerung ein Referendum zur Selbstbestimmung zu organisieren, kann das aber aufgrund des Exodus der Sahraoui und der marokkanischen Behinderungen gegen dieses Vorhaben nicht realisieren. Marokko baut eine Mauer von 2 400 Kilometer, um die Polisario-Front im Südosten des Territoriums einzusperren.
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