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Guadeloupes (Fläche 1705 km2, Einwohner 442 500 Menschen, Hauptstadt Basse-Terre) wichtigster Wirtschaftszweig ist der Tourismus. 1998 kamen 693 000 Besucher. Guadeloupe ist auf Importe und Zuschüsse aus dem Mutterland angewiesen. Die Arbeitslosenquote beträgt 27,3%. Die Inselgruppe besteht aus den Inseln Basseterre, Marie Galante, La Desirade und Ile des Saintes, Saint-Barthelemy und dem Norden der Insel Saint-Martin. Sie wurde 1493 von Kolumbus entdeckt, aber die Franzosen besetzten sie 1653. Seit 1946 hat sie den Status eines französischen Überseedepartements. Martinique (Fläche 1100 km2, Einwohner: 326 700, Hauptstadt Fort-de-France) leidet unter hoher Arbeitslosigkeit (27,8%) und starker Emigration (jährlich 15.000 Menschen, die meisten jünger als 25 Jahre). Die Insel ist auf Zuschüsse aus Frankreich angewiesen. Die Insel ist vulkanischen Ursprungs und zeigt ein überwiegend gebirgiges Bodenrelief. Martinique wurde 1502 von Kolumbus entdeckt, aber die Franzosen haben sie seit 1653 kolonisiert. Von 1940 bis 1943 unterstand sie dem Vichy-Regime, erst danach geriet sie unter die Kontrolle des freien Frankreichs unter Leitung de Gaulles. 1946 avancierte sie zu einem freien Überseedepartement Frankreichs. 1982 verlieh Paris ihr den Autonomiestatus und die ersten Wahlen des Regionalrates fanden 1983 statt. Die Wirtschaft stützt sich auf den Export von Zuckerrohr und Bananen. Französisch-Guayana (Fläche 83.534 km2, Einwohner 157 300, Hauptstadt Cayenne) ist ebenfalls von Lieferungen und Zuschüsse aus dem Mutterland abhängig: Arbeitslosenquote: 21,7%. Vom europäischen Raumfahrtzentrum in Kourou hängt ein Drittel der Arbeitsplätze ab. Die Insel Reunion (Fläche 2507 km2, Einwohner 707 200, Hauptstadt Saint-Denis) liegt 800 km östlich von Madagaskar. Frankreich, das dort eine große Militärbasis hat, zeigt hier seine strategische Präsenz im Indischen Ozean. Auf der Insel ist der Dienstleistungssektor größter Arbeitgeber. Reunion ist auf französische Zuschüsse angewiesen, die Arbeitslosenquote beträgt 39,5%. Haupterwerbsquelle von Saint-Pierre-et-Miquelon (Fläche 242 km2, Einwohner 6700, Hauptstadt Saint Pierre) ist die Fischerei, die aber durch Streitigkeiten mit Kanada und neu festgelegten Fangquoten stark beeinträchtigt wurde. Die Inseln sind auf finanzielle Hilfe aus Frankreich angewiesen. Arbeitslosenquote 7,7%. Die Inselgrippe liegt südlich von Neufundland im Atlantischen Ozean und ist seit 1976 französisches Überseedepartement. Die Insel Mayotte (Fläche 374 km2, Einwohner 142 000, Hauptstadt Dzaodzi) ist ebenfalls auf französische Hilfe angewiesen und ist Teil des Komoren-Archipels, entschied sich aber, der 1975 unabhängig gewordenen Union der Komoren nicht beizutreten. Neukaledonien Der Archipel von Neukaledonien (Fläche 19.103 km2, Einwohner 211 800, Hauptstadt Noumea) wurde 1774 von dem britischen Seefahrer James Cook entdeckt. Der Archipel besteht aus der Insel gleichen Namens, den Loyaltinseln und den Archipelen Belep, Huon, Avon und Chesterfield. 1860 wurde Neukaledonien französische Kolonie, nachdem es zum abhängigen Gebiet Tahiti gehört hatte. 1946 erhielten die Inseln den Status eines französischen Überseegebietes mit einer begrenzten Autonomie. Neukaledonien besitzt etwa 30% der weltweit bekannten Nickelvorkommen (90,6% der Exporteinnahmen). Die landwirtschaftliche Nutzung des Bodens steht im Hintergrund, deshalb kann diese Einnahmequelle den Verfall des Weltmarktpreises für Nickel nicht aufhalten. Die Tourismusbranche gewinnt wegen der politischen Unruhen in den 80er Jahren erst langsam wieder an Bedeutung. Ab den 80er Jahren kam es häufig zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen den Unabhängigkeitsgruppen, vertreten durch die "Nationale Sozialistische Befreiungsfront der Kanaken" und den Anhängern eines Verbleibs im Schoße Frankreichs, angeführt von der "Vereinigung für Kaledonien in der Republik". 1988 unterzeichneten Frankreich und die Führer der beiden Fronten die Vereinbarungen von Mantignon, die eine Übergangszeit bis zum Referendum festlegte, das über die Zukunft der Inseln entscheiden würden. 1998 wurde die Abstimmung verschoben, aber man billigte die Vereinbarung von Noumea, in der der Kanaken-Regierung größere Kompetenzen zugestanden werden und die Selbstbestimmung in einer Frist von 15 bis 20 Jahren vorgesehen ist. Französisch-Polynesien besteht aus 120 Inseln mit 3 521 km2, darunter Tahiti und Mururoa sowie die Inseln unter dem Wind von Huahine, Tahaa, Maupiti und Bora-Bora, die Archipele von Gambier und Tuamotu, die Australinseln und die Marquiseninseln. Es leben 227 800 Einwohner auf den Inseln und die Hauptstadt ist Papeete. Ferdinand Magellan kam auf der Insel Pukapuka in Tuamotu im Jahr 1521 an. Ab diesem Moment kamen Seefahrer unterschiedlicher Herkunft auf die restlichen Inseln, aber Tahiti wurde erst 1767 entdeckt. 1840 kamen die Inseln unter die Kontrolle von Frankreich, das sie unter der Bezeichnung "Französische Niederlassungen von Ozeanien" (1880) kolonisierte und die Polynesier unterwarf. 1946 erhielt die Kolonie den Status des französischen Überseegebiets. Die Verfassungsreformen haben Französisch-Polynesien erlaubt, eine gewisse Autonomie auszuüben, die von der Befreiungsfront der Unabhängigen in Frage gestellt wird. Die französischen Atomversuche begannen 1966 im Atoll von Mururoa und dauerten trotz einer starken antiatomaren Bewegung in der Region drei Jahrzehnte. Die ökologischen Schäden sind nicht abschätzbar. Frankreich hörte mit den Bombenversuchen im Jahr 1996 auf - nach einer Versuchsserie, die weltweit für Zorn sorgte. Der Archipel Wallis und Futuna (Fläche 274 km2, Einwohner 14 974, Hauptstadt Mata-Utu), der von Polynesiern bevölkert war, wurde von dem Engländer Samuel Wallis im Jahr 1767 entdeckt. Obwohl der Archipel seit 1888 französisches Protektorat ist, haben die Königreiche von Wallis und Futna ihre hierarchische Sozialstruktur bewahrt, die auf dem Grundeigentum beruht. Der Archipel ist seit 1959 überseeisches Gebiet. Auf dem Archipel beschränkt sich die wirtschaftliche Tätigkeit auf Ackerbau. Einzige Exportgüter sind Kopra (Kokosnußerzeugnis), Fisch und Kunstgewerbe- artikel. Tourismus ist bisher kaum zu verzeichnen, es werden jedoch in diesem Bereich Anstrengungen gemacht, um von Zuwendungen aus Frankreich unabhängiger zu werden. Dazu kommen noch Südpolar- und antarktische Territorien mit Sonderstatus im südlichen Indischen Ozean und in der Antarktis. Im Einzelnen sind das Neu-Amsterdam, 85 km2, Dauersiedlung; Saint-Paul, 7 km2, unbewohnt; Grozetinseln, 515 km2, Dauersiedlung; Kerguelen, 7215 km2, Dauersiedlung und Adelieland mit einer Dauerstation. |
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